10 Fakten über die Godesburg

  1. Die Godesburg ist eine Burgruine im Bonner Stadtteil Bad Godesberg.
  2. Die Burg liegt auf dem Godesberg, der heute Burgberg genannt wird. Es handelt sich bei ihm um einen erloschenen Vulkan. Der markante Hügel wurde wohl schon von den Römern besiedelt. Später handelte es sich um eine Kultstätte für Wotan, der Berg hieß z.B. noch im 8. Jahrhundert Woudensberg (Wotansberg).
  3. Im Jahr 1210 wurde die heutige Godesburg vom Kölner Erzbischof Dietrich von Hengebach gegründet und während der Amtszeit des Erzbischofs Konrad von Hochstaden um 1244 deutlich ausgebaut. Ein weiterer Ausbau erfolgte im 14. Jahrhundert unter Walram von Jülich.
  4. Die Godesburg zählte zu den wichtigsten Residenzburgen der Kölner Kurfürsten und beherbergte zeitweise auch Teile des erzbischöflichen Archivs.
  5. Während der Reformationszeit trat der Kölner Erzbischof Gebhard I. von Waldburg zum Calvinismus über, er wurde abgesetzt und der Truchsessischen Krieg begann, in dessen Zuge Gebhard die Burg besetzte. Truppen des neu gewählten Kurfürsten Ernst von Bayern belagerten die Godesberg 1583. Während der Belagerung wurde sie zerstört. Die Eroberung gelang übrigens am 17. Dezember 1583, als ein katholischer Söldner durch einen Abort in die Burg schlich.
  6. Kurfürst Joseph Clemens von Wittelsbach plante um 1715 den Wiederaufbau der Burgruine nach Entwürfen von Robert de Cotte. Dieser wurde jedoch nicht ausgeführt.
  7. Um die Burg ranken sich viele Sagen und Geschichten, wie die Sage von Godesberg. Mehr rund um die Godesburg gibt es unter diesem Link.
  8. Bereits im 19. Jahrhundert wurde in der Ruine ein Restaurant eingerichtet, das aber 1959 geschlossen wurde.
  9. Heute beherbergt die Godesburg seit der 1970ern wieder ein Restaurant. Aber auch so ist sie ein beliebtes Ausflugsziel. An ausgewählten Terminen ist es sogar möglich, dort standesamtlich zu heiraten.
  10. Auf dem Burgfriedhof befinden sich sehenswerte Grabstätten des Großbürgertums aus dem 19. Jahrhundert. Auch Herbert Wehner, Paul Kemp und Lindenwirtin Aennchen Schumacher sind hier beerdigt.

Bild: Aquarell nach Laurenz Janscha, um 1792 entstanden

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