10 Fakten zum Sonntag

  1. Der Sonntag ist nach ISO 8601/DIN 1355 der siebte Tag der Woche; bis 1976 war er der erste Wochentag, wie es nach wie vor in einigen Kulturen der Fall ist.
  2. Der Name rührt tatsächlich von der Sonne her, schon bei den Römern war es der “Dies Solis”, also derTag der Sonne bzw. des Gottes Sol Invictus, als den die frühen Christen Jesus manchmal darstellten. Althochdeutsch wurde der Sonntag “Sunnun Tag” genannt, seltener “Frôntag” oder auch ““Frônotag” ‚ was für Herrentag oder Tag des Herren steht.
  3. Im alemannischen sagt man auch “Sunntig”, im rheinischen Sunndaach, Sůndaach oder Sonndag, in Norddeutschland Sünndag und im bairischen Sunda.
  4. In allen westlichen Ländern und davon ausgehend in fast allen Ländern der Erde ist der Sonntag kein regulärer Arbeitstag und oft durch gesetzliche Vorschriften geschützt. In Deutschland z.B. insbesondere durch Art. 140 GG iVm Art. 139 Weimarer Reichsverfassung.
  5. Christliche Gottesdienste finden Sonntags statt.
  6. Astrologisch wird der Sonntag mit der Sonne in Verbindung gebracht, sein Symbol ist dementsprechend ☉.
  7. Aus christlicher Sicht besondere Sonntage sind insbesondere Palmsonntag, Ostersonntag, Weißer Sonntag, Pfingstsonntag, die vier Sonntage in der Adventszeit und die Sonntage der Fastenzeit, die z.B. fastenfrei sind.
  8. Bloody Sundays oder Blutsonntage stehen für Sonntage, an denen Massaker, Gewalttaten, Morde und andere Gräueltaten verübt wurden. So behandelt z.B. das Lied “Sunday Bloody Sunday” von U2 den Blutsonntag von Nordirland am 30. Januar 1972, an dem 13 Zivilisten von britischen Soldaten getötet wurden.
  9. Sprichwörtlich sind der Sonntagsbraten und die Sonntagskleidung.
  10. Viele Ereignisse weltweit finden immer an einem Sonntag statt. In Deutschland und Österreich z.B. Wahlen oder in den USA der Superbowl.

10 Fakten zum Samstag

  1. Der Samstag ist nach ISO 8601/DIN 1355 der sechste Tag der Woche; bis 1976 war er der siebte Wochentag, wie es nach wie vor in einigen Kulturen der Fall ist.
  2. Der Name Samstag – althochdeutsch “Sambaztac” – kommt von der verfälschten Form “Sambaton” des griechischen Wortes Sabbaton, das letztlich auf den  “Dies Saturni”, den “Tag des Saturn” und den hebräischen Begriff Šabbatai (“Stern des Sabbats”) und damit auch auf hebräisch “Schabbath” (“Ruhe”, “Feiertag”, “Sabbat”) zurückgeht. Falsch ist die immer wieder kolportierte Begründung, dass der Name auf “S’Ambeths Tag” zurückzuführen sei, eine angebliche norisch-keltische Erdgöttin.
  3. Der zweite – in Nord- und Ostdeutschland gebräuchliche – Name “Sonnabend” ist einfach der Abend vor dem Sonntag und kam aus dem altenglischen (Sunnanæfen) nach Deutschland. In der DDR war Sonnabend die offizielle Bezeichnung, auch in einigen nord- und ostdeutschen Landesgesetzen kommt der Sonnabend vor. Inzwischen  verdrängt der Samstag aber
  4. In einigen westfälischen Gegenden ist noch “Satertag” gebräuchlich, worin die Verbindung zum Saturn deutlich wird. Im Berliner Dialekt sagt man auch Sonnamt, im alemannischen “Samschdig”, im rheinischen Sambsdaach und im norddeutschen auch Sünnavend oder Sünnobend.
  5. Es gibt einige Orte, die Samstag im Namen haben. Dies deutet meist darauf hin, dass dort an diesem Tag Markt abgehalten wurde.
  6. Der Samstag war lange Zeit insbesondere für Industriearbeiter ein ganz normaler Arbeitstag. In den 1950ern startete in der Bundesrepublik der DGB die Kampagne “Samstags gehört Vati mir” und in Folge kamen die ersten Arbeiter in den Genuss eines arbeitsfreien Samstags.
  7. Dennoch gilt der Samstag grundsätzlich nach wie vor als Werktag, wird nach § 193 BGB bei der Berechnung von Fristen jedoch wie ein Sonn- oder Feiertag behandelt. Zudem ist er auch international kein Bankarbeitstag. Auch hinsichtlich § 556b Abs. 1 BGB, der besagt dass die Miete “zu Beginn, spätestens bis zum dritten Werktag der einzelnen Zeitabschnitte zu entrichten” ist hat der BGH entschieden, dass Samstage hierbei nicht als Werktag zählt.
  8. Im Judentum ist der Samstag der Sabbat, also der Feiertag. In Israel haben an diesem Tag die meisten Geschäfte geschlossen und sogar der öffentliche Nahverkehr kommt teilweise zum Erliegen.
  9. Der Karsamstag ist der letzte Tag der Karwoche und der zweite Tag des österlichen Triduums vor dem Ostersonntag an dem der Grabesruhe Jesu gedacht wird.
  10. Der Saturn wird mit dem Samstag in Verbindung gebracht, ebenso wie die Sternzeichen Steinbock and Wassermann.

Bild: Renganeschi’s Saturday Night von John French Sloan

10 Fakten zum Freitag

  1. Der Freitag ist nach ISO 8601/DIN 1355 der fünfte Tag der Woche; bis 1976 war er der sechste Wochentag, wie es nach wie vor in einigen Kulturen der Fall ist.
  2. Der Name rührt von der Göttin Frija her, die im Norden Frigg hieß – dies wird im althochdeutschen “Frîatac” und dem altenglischen “Frīgedeag” deutlich. Freitag hat wahrscheinlich also nichts mit der Liebesgöttin Freya zu tun. Frija (Frigg) ist die Göttin der Ehe und der Mutterschaft, war aber ursprünglich wohl der römischen Venus, der Göttin der Liebe, ähnlicher. In Rom war der Freitag der “dies Veneris”, also der Tag der Venus.
  3. Im bairischen sagt man auch Freida, im norddeutschen Freedag, im alemannischen Friitig und im rheinischen Freedaach oder Freidaach.
  4. Der Freitag ist in der katholischen Kirche ein Fastentag, an dem insbesondere kein Fleisch gegessen werden soll; in dem Zusammenhang interessant: Der Filet-O-Fish wurde 1962 von Lou Groen, einem McDonald’s Franchisenehmer in Cincinnati (Ohio) erfunden, da seine Umsätze mit Hamburgern am Freitag deutlich niedriger waren. Jesus wurde am Freitag gekreuzigt und der daran erinnernde Karfreitag gilt als der höchste evangelische Feiertag. Adam und Eva sollen an einem Freitag in den Apfel gebissen haben.
  5. Freitag der 13. gilt als besonderer Unglückstag. Es gibt einige Untersuchungen, die für diesen Tag ein etwas höheres Unfallrisiko sehen – da die Menschen dann übervorsichtig sind und dann tatsächlich etwas mehr passiert.
  6. Im Judentum ist der Freitag (hebräisch יום שישי, jom schischi, also der sechste Tag) der Rüsttag und Vorabend des Sabbats, der am Freitagabend bei Einbruch der Dunkelheit beginnt.
  7. Im Islam ist der Freitag der wöchentliche Feiertag, an dem das Freitagsgebet stattfindet.
  8. Der Freitag wird astrologisch mit der Venus verbunden, sein Symbol ist dementsprechend ♀. Außerdem wird er mit den Tierkreiszeichen Waage und Stier in Verbindung gebracht.
  9. In Büros geht es an Freitagen oft etwas ungezwungener zu, so spricht man vom “Casual Friday”, an dem man sich locker kleiden kann. Der Spruch “Freitag ab eins macht jeder seins.” deutet darauf hin, dass in vielen Behörden und Firmen am Freitag die Arbeit früher endet. Im angelsächsischen Raum sagt man zudem “TGIF”, was für “Thanks God It’s Friday” steht.
  10. Der Black Friday bezeichnet nicht nur schwarze – “unglückliche” – Freitage, sondern inzwischen auch den Beginn der Weihnachts-Shopping-Saison in den USA am Freitag nach Thanksgiving – ein Trend, den es inzwischen weltweit gibt.

10 Fakten zum Donnerstag

  1. Der Donnerstag ist nach ISO 8601/DIN 1355 der vierte Tag der Woche; bis 1976 war er der fünfte Wochentag, wie es nach wie vor in einigen Kulturen der Fall ist.
  2. Der Name rührt von Donar bzw. Thor, dem germanischen Donnergott. Schon bei den Babyloniern war der Tag dem Hauptgott Marduk zugeordnet, bei den Griechen war er der Tag des Zeus und bei den Römern Jovis Dies, der Tag des Jupiter. Da Jupiter Donar entspricht, wurde daraus Donrestac, Toniristac, Thunersdei (nordfriesisch, vgl. englisch Thursday). Auf Hindi ist es der बृहस्पतिवार bṛhaspativār “Tag des Brihaspat”, einer Gottheit, die mit dem Planeten Jupiter identifiziert wird.
  3. Im bairischen sagt man auch Pfinztag, Pfinzda oder Pfinsda, was daran erinnert, dass der Donnerstag der fünfte Tag der Woche war. Andere bairische Bezeichnungen sind Dunasda, Dunaschda und Dunasdog. Im Norddeutschen sind Dunnersdag, Dörndag, Donnersdag und Dundersdag gebräuchlich, im alemannischen Dunschtig oder Donnschtig. In der Schweiz wurde er auch Frontag oder Donnstag genannt.
  4. Es gibt zahlreiche Feiertage, die – auch in Abhängigkeit vom Osterfest – immer auf einen Donnerstag fallen. Darunter der Gründonnerstag, Christi Himmelfahrt und Fronleichnam. In den USA wird Thanksgiving am 4. Donnerstag im November begangen.
  5. Der Beginn des rheinischen Straßenkarnevals ist immer am Donnerstag vor Aschermittwoch – Weiberfastnacht, bzw. Wiewerfastelovend. Auch in anderen Karnevalsregionen ist dieser Donnerstag z.B. als Fettdonnerstag oder Schmotziger Donnerstag wichtig.
  6. Der Donnerstag ist bei der Deutschen Marine und Handelsmarine der Seemannssonntag. Ursprünglich gab es an dem Tag ein besonders gutes Essen, heute meist Kaffee und Kuchen. Der Brauch kommt wahrscheinlich aus dem norddeutschen Raum, wo früher am Thorstag eine besondere Mahlzeit aufgetischt wurde.
  7. In Deutschland gab es von 1989 bis 1996 den “Langen Donnerstag” an dem die Geschäfte bis 21h geöffnet sein durften. Auch in Australien hatten und haben Geschäfte am Donnerstag länger geöffnet, da es dort an diesem Tag traditionell Gehaltsschecks gibt.
  8. Regional gab es am Donnerstag verschiedene Aberglauben. In Teilen der Schweiz durfte am Donnerstag nicht der Stall ausgemistet werden, im südlichen Schweden wurde nicht begraben und nicht getauft, in Mecklenburg durfte man nicht spinnen und sich nicht dem Hopfenanbau widmen. In vielen Gegenden aß man am Donnerstag Erbsen.
  9. Astrologisch ist der Donnerstag mit dem Jupiter und den Sternzeichen Fische und Schütze verbunden.
  10. Der Donnerstag wird inzwischen auch gerne als Vizefreitag oder “kleiner Freitag” bezeichnet. Viele Universitäten verringern auch die Zahl der Vorlesungen und anderen Veranstaltungen am Donnerstag.

10 Fakten zum Mittwoch

  1. Der Mittwoch ist nach ISO 8601/DIN 1355 der dritte Tag der Woche; bis 1976 war er der vierte Wochentag, wie es nach wie vor in einigen Kulturen der Fall ist.
  2. Der Name bezieht sich darauf, dass er in der Mitte der Woche liegt und ist mit der Bedeutung z.B. als “Mittiwehha” seit dem frühen Mittelalter gebräuchlich.
  3. Vorher war es der Tag des Wotan, was z.B. im niederdeutschen Wunsdag oder im englischen Wednsday deutlich wird. In Bayern sagt man jetzt auch noch Migga, in Norddeutschland auch noch Medeweken, Gunsdag oder Woensdag, im Rheinischen Mettwoch, Medvoch oder auch Wuunßdaach. Im Alemmanischen sagt man auch Mektig, Mittwuch und Miagde.
  4. An sich müsste es “die Mittwoch” und nicht “der Mittwoch” heißen, da sich das Geschlecht von Komposita im Deutschen nach dem Grundwort richtet. Das Grundwort in Mittwoch ist “Woche”  – und diese ist feminin. Tatsächlich erwähnt z.B. noch das Grimmsche Wörterbuch die feminine Form. Im Zuge der Zeit hat sich jedoch “der Mittwoch” durchgesetzt, wahrscheinlich in erster Linie wegen der Vereinheitlichung mit den anderen Wochentagen.
  5. Der Beginn der katholischen Fastenzeit ist immer der Aschermittwoch.
  6. Früher galt der Mittwoch als Unglückstag, insbesondere da Jesus an diesem Tag von Judas verraten wurde. In der orthodoxen Kirche ist er deswegen auch ein Fastentag.
  7. Früher fanden stille Hochzeiten – z.B. die gefallener Mädchen – an einem Mittwoch statt.
  8. Von Bürokräften mit 5-Tagewoche wird der Mittwoch auch als Bergfest bezeichnet.
  9. Der Black Wednsday (Schwarzer Mittwoch) war der 16. September 1992, an dem das Britische Pfund stark einbrach.
  10. Das Zeichen des Tages ist das des Merkur (☿), da er in Rom der “Dies Mercurii”, also der Tag des Merkur war.

Bild: Aschermittwoch von Carl Spitzweg

10 Fakten zum Dienstag

  1. Der Dienstag ist nach ISO 8601/DIN 1355 der zweite Tag der Woche; bis 1976 war er der dritte Wochentag, wie es nach wie vor in einigen Kulturen der Fall ist.
  2. Der Name rührt vom lateinischen “Dies Martis”, also dem Tag des Mars her. Dieser entspricht auch dem “Mars Thincsus”, der wiederum dem Tyr (Bild) entspricht.
  3. Ursprünglich waren im deutschen Sprachraum die Bezeichnungen “Ziestag” und “Ziostag” gebräuchlich. Dies ist der Tag des Gottes Ziu, der auch dem Tyr entspricht. Erkennbar ist dies noch in der alemannischen Bezeichnung “Zischtig” oder “Zischdi”. In Bayern ist auch der Name Ertag (Erchtag, Irda) gebräuchlich, was von Tag des Ares – entsprechend Mars – kommt. In einigen schwäbischen Gegend ist auch die Bezeichnung “Aftermontag” verbreitet, was der Tag nach dem Montag heißt.
  4. Das Zeichen für den Dienstag ist ♂, das unter anderem für den Mann und auch den Planeten Mars steht.
  5. Als “Schwarzer Dienstag” (“Black Tuesday”) bezeichnet den 29. Oktober 1929, fünf Tage nach der US-Börsenkrise am “Schwarzen Donnerstag”. Dieser Tag und die darauffolgende Woche waren der Beginn der sogenannten Großen Depression in den USA und der Weltwirtschaftskrise.
  6. In Griechenland bezeichnet man als “Schwarzen Dienstag” den 29. Mai 1453. An diesem Tag wurde Konstantinopel, die Hauptstadt des byzantinischen Reiches, von osmanischen Truppen. Das byzantinische Reich ging unter und die türkischen Fremdherrschaft in Griechenland und auf dem Balkan brach an. Seitdem gilt der Dienstag in Griechenland bis heute als Unglückstag.
  7. Der Dienstag gilt in der Arbeitswelt als der produktivste Tag.
  8. In einigen Regionen ist der Karnevalsdienstag der Höhepunkt der Session, so z.B. in München (Faschingsdienstag) oder New-Orleans (Mardi-Gras).
  9. In Frankfurt am Main wird am Dienstag nach Pfingsten der Wäldchestag gefeiert, der als Frankfurter Nationalfeiertag gilt und an dem ein traditionelles Volksfest am Oberforsthaus im Frankfurter Stadtwald stattfindet. Die Ursprünge gehen auf alte Pfingstfeste im Mittelalter zurück, als oft noch Pfingstdiensttag gefeiert wurde.
  10. In den USA finden Präsidentschaftswahlen immer am Dienstag statt. Und am “Supertuesday” finden in zahlreichen US-Bundesstaaten die Vorwahlen statt.

10 Fakten zum Montag

  1. Der Montag ist nach ISO 8601/DIN 1355 der erste Tag der Woche; bis 1976 war er der zweite Wochentag, wie es nach wie vor in einigen Kulturen der Fall ist.
  2. Der Name rührt von der direkten Übersetzung des lateinischen “Dies Lunae” her, er ist also der Tag des Mondes und der Tag der damit verbundenen Göttin Diana.
  3. Die althochdeutsche Bezeichnung ist Munitag. Im alemannischen Sprachgebiet sagt man auch Mäntig oder Mentig, im Norden Mondag, Mandag oder Mändag, in Bayern Monda oder Maada, im rheinischen Moondach oder Monndach und bei den Siebenbürger Sachsen Möntich, im Jiddischen auch Munteg.
  4. Die Bezeichnung des “blauen Montags” rührt vom Mittelalter her. In der Fastenzeit waren die Kirchen blau geschmückt und viele Handwerker feierten die Fastenmontage, arbeiteten also nicht.
  5. Als Montagsgerät, insbesondere Montagsauto, bezeichnet man ein grundlegend defektes technisches Gerät. Die Bezeichnung kommt daher, dass nach dem  Wochenende die Arbeitsabläufe noch nicht wieder eingespielt sind. Der BGH urteilte “Ein Neufahrzeug ist dann als ‚Montagsauto‘ zu qualifizieren, wenn der bisherige Geschehensablauf aus Sicht eines verständigen Käufers bei wertender und prognostischer Betrachtung die Befürchtung rechtfertigt, es handele sich um ein Fahrzeug, das wegen seiner auf herstellungsbedingten Qualitätsmängeln – namentlich auf schlechter Verarbeitung – beruhenden Fehleranfälligkeit insgesamt mangelhaft ist und das auch zukünftig nicht über längere Zeit frei von herstellungsbedingten Mängeln sein wird.”
  6. Zahlreiche Feiertage fallen immer auf einen Montag, so der Ostermontag und der Pfingstmontag. Der Höhepunkt – insbesondere des rheinischen – Karnevals fällt immer auf einen Montag und wird Rosenmontag genannt.
  7. Viele Demonstrationen finden immer an einem Montag statt, sog. Montagsdemonstrationen. Am bekanntesten sind sicherlich die 1989/1990 in der DDR, die zum Anschluss an die Bundesrepublik führten. Gegen Sozialabbau wurde ab 2004 demonstriert, gegen das Bauprojekt Stuttgart 21 ab 2009 und gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens ab 2011.
  8. Als Beginn der Arbeitswoche ist der Montag sehr unbeliebt. Zahlreiche Studien belegen, dass am Montag besonders viele Selbstmorde verübt werden und es besonders viele Krankschreibungen gibt.
  9. Der “Schwarze Montag” war der 19. Oktober 1987 und war der erste Börsenkrach nach dem Zweiten Weltkrieg. Er begann an der Hong Kong Stock Exchange und nach Öffnung der Börsen in Westeuropa und dann auch in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland.
  10. Besonders auch in der Popkultur wird der Montag oft als traurig oder melancholisch behandelt, z.B. in “Monday, Monday” (1966) von “The Mamas & the Papas”, “Rainy Days and Mondays” (1971) von “The Carpenters”, “I Don’t Like Mondays” (1979) von den “Boomtown Rats” oder “Manic Monday” (1986) von den “Bangles”. Auch der Comic Kater Garfield hasst Montage.

Bild: Hans Baluschek – Montagmorgen.

10 Fakten über Saljut 3

  1. Saljut 3 war eine sowjetische Raumstation, die am 25. Juni 1974 gestartet wurde.
  2. Es handelte sich bei Saljut 3 um die fünfte sowjetische Raumstation, die gestartet wurde, aber erst die zweite, die eine Besatzung aufnahm. International war es die sechste gestartete Raumstation.
  3. Saljut 3 war eine eigentlich eine militärische Mission der Almas Serie (Almas 2), wurde jedoch aus Gründen der Geheimhaltung Saljut genannt, die Bezeichnung für die zivilen DOS Missionen. Westliche Beobachter waren sich über die militärische Nutzung aber recht schnell sicher, da ein für Spionage optimaler niedriger konstanter Orbit gewählt, militärische Funkfrequenzen genutzt und eine entsprechend ausgebildete Crews eingesetzt wurden.
  4. Es ist auch die einzige Raumstation, von der man sicher – wenn auch nur inoffiziell – weiß, dass sie bewaffnet war. Sie war mit einer Nudelman-Richter NR-23 Maschinenkanone ausgestattet, von der minderstens bei einer der Missionen gefeuert wurde, um die Wirkung des Rückstoß zu testen. Angeblich wurde bei den Tests ein Satellit zerstört.
  5. Die Gesamtlänge der Stationen betrug ca. 14,5 Meter, das Gewicht ca. 18,9 Tonnen und der Durchmesser an der breitesten Stelle ca. 4,15m.
  6. Die erste Mannschaft dockte mit Sojus 14 am 4. Juli 1974 an und blieb für 15 Tage an Bord. Eine der Hauptaufgaben war das Erstellen von Spionage-Bildern.
  7. Die Mannschaft der am 24. August 1974 gestarteten Sojus 11 sollte ebenfalls an Salhut 3 andocken, was aber aus technischen Gründen misslang. Die TASS sprach in der Folge von einem reinen Andock-Test, um das Scheitern zu verschleiern.
  8. Daneben fanden etliche Tests statt, die von der Bodenstation aus gesteuert wurden. Angeblich wurden auch einige Schuss-Tests von dort aus ausgeführt
  9. Am 24. Januar 1975 trat die Raumstation planmäßig über dem Pazifik in die Erdatmosphäre ein und verglühte.
  10. Saljut 3 war insgesamt 283 im Orbit. Es war lediglich eine Mannschaft für 15 Tage an Bord.

10 Fakten über Kosmos 557

  1. Kosmos 557 war eine sowjetische Raumstation der Saljut Serie, die am 11. Mai 1973 gestartet wurde.
  2. Es handelte sich um die dritte zivile sowjetische Raumstation (DOS3) nach Saljut 1 (DOS1) und der gescheiterten Saljut 2A (DOS2).
  3. Insgesamt war es die vierte sowjetische Raumstation, wenn man die militärische Sojus 2 (Almas 1) berücksichtigt.
  4. Die Station war weitgehend baugleich mit den übrigen Saljut Stationen und wog ca. 19,4t.
  5. Die Station erreichte zwar eine Erdumlaufbahn, konnte aber nicht stabilisiert werden, da die Kommandoübertragung nicht korrekt funktionierte.
  6. Am 22. Mai 1973 trat die Raumstation unplanmäßig unweit von Bolivien in die Erdatmosphäre ein und verglühte.
  7. An sich sollte die Station eine Sojus Bezeichnung erhalten, da man den Rest der Welt nach dem Scheitern aber nachträglich im unklaren lassen wollte, nannte man die Mission dann Kosmos 557.
  8. Es dockte kein Raumschiff an Kosmos 557 an.
  9. Die Station absolvierte wahrscheinlich 175 Erdumrundungen.
  10. Kosmos 557 blieb lediglich 11 Tage im All.

10 Fakten über Saljut 2

  1. Saljut 2 war eine sowjetische Raumstation, die am 3. April 1973 gestartet wurde.
  2. An sich handelte es sich bei dieser Sojus 2 Mission um einen Prototyp der streng geheimen militärischen Almas-Station. Um dies zu verschleiern, wurde ebenfalls eine Sojus Bezeichnung gewählt.
  3. Die eigentliche – ursprüngliche – Saljut 2 startete am 2. Juli 1972, die Trägerrakete explodierte aber kurz nach dem Start. Diese ebenfalls nicht erfolgreiche Mission wird als Saljut 2A bezeichnet.
  4. 13 Tage nach dem Start kam es zu einem Druckabbau in der Station.
  5. Ab dem 25. April wurden keine Telemetriedaten mehr von der Station übertragen.
  6. Am 28. Mai 1973 trat die Raumstation unplanmäßig unweit von Australien in die Erdatmosphäre ein und verglühte.
  7. Am gleichen Tag gab die sowjetische Nachrichtenagentur TASS bekannt, dass die Mission beendet sei, es wurde aber kein Erfolg vermerkt.
  8. Es dockte kein Raumschiff an Saljut 2 an.
  9. Saljut 2 blieb 54 Tage im All.
  10. Als vermutliche Ursache für das Scheitern dieser Mission gilt, dass es zu einer Explosion in der letzten Stufe der Trägerrakete kam, wodurch die Station beschädigt wurde.