10 Fakten über die Trojan-Room-Kaffeemaschine

  1. Die “Trojan Room Kaffeemaschine” war eine Kaffeemaschine im Flur vor dem sogenannten Trojan Room des alten Rechnerlabors der britischen University of Cambridge.
  2. Sie war die Motivation für die erste Webcam, die den Füllstand in der Kanne anzeigte. Die Webcam wurde 1991 in Betrieb genommen und war zuerst nur über das interne Netz der Universität abrufbar.
  3. Technisch wurde das Bild mittels einer Kamera und einer Framegrabberkarte über einen Acorn-Archimedes-Rechner erfasst.
  4. Ab 1993 war sie öffentlich über das Internet erreichbar und wurde schnell sehr populär und löste wohl den Webcam Boom im frühen Internet aus.
  5. Das Bild hatte eine Auflösung von 128 mal 128 Pixel und war schwarz-weiß.
  6. Sie kommt im Spiel “Hitman 2: Silent Assassin”, wo der Spieler sie in einer Mission zerstören muss. Auch war sie Gegenstand eines Aprilscherzes, laut dem es ein “Hyper Text Coffee Pot Control Protocol” geben würde.
  7. Am 22. August 2001 um 09:54 UTC wurde die Kamera abgeschaltet. Das letzte Bild zeigt, wie den Mausklick, mit dem der Kameraserver heruntergefahren wird.
  8. Die letzte der insgesamt vier oder fünf Kaffeemaschinen wurde für 3.500 Britische Pfund über eBay versteigert. Höchstbietender war “SPIEGEL Online”.
  9. Krups reparierte die Maschine kostenlos und dann war sie einige Zeit in der Redaktion von SPIEGEL Online im Einsatz.
  10. Inzwischen steht die Kamera als Dauerleihgabe im Nixdorf Museum in Paderborn.

Bild: By Quentin Stafford-FraserTrojan Room Coffee Pot biography, CC BY-SA 3.0, Link

10 Fakten über den Kuss

  1. Ein Kuss ist definiert als oraler Körperkontakt mit einer Person oder auch einem Gegenstand. Die Wissenschaft von der Erforschung des Kusses nennt man Philematologie.
  2. Über die Entstehung des Küssens gibt es verschiedene Theorien. Eine besagt, dass der Kuss daher rührt, dass die Mütter früher ihrer Kinder von Mund zu Mund mit vorgekauter Nahrung fütterten. Diese Theorie gilt aber inzwischen als überholt, insbesondere da der Kuss ursprünglich nur bei weniger als der Hälfte der Kulturen auf diesem Planeten verbreitet und anerkannt war.
  3. Große Bedeutung hatte der Kuss schon bei den Römern sowie dadurch später auch im Christentum, wodurch er ein vielfältiger Bestandteil unserer Kultur wurde. So war früher der Friedenskuss verbreitet, der als Osterkuss in der orthodoxen Kirche weiter Bestand hat – der sozialistische Bruderkuss ist auch auf diesen zurückzuführen. Im Mittelalter wurden Lehensverhältnisse mit einem Kuss besiegelt. Inzwischen ist er ein Symbol der Liebe. Eine besondere Bedeutung hat der Judaskuss, mit dem Judas in der Bibel Jesus Christus verriet. In der Mafia wird der Kuss oft auch als Todesdrohung verwendet, was in einigen Filmen und Krimis aufgegriffen wird.
  4. Beim Küssen bewegen sich bis zu 34 Gesichtsmuskeln, der Körper bildet mehr Hormone wie Dopamin und Adrenalin. Das Stresshormon Kortisol wird weniger ausgeschüttet. Der Herzschlag beschleunigt sich und der Blutdruck steigt. Viele Mediziner halten Küssen daher für gesund. Ein Kuss verbrennt  zudem rund 7kcal pro Minute
  5. Bei einem Kuss werden auch bis zu 80 Millionen Bakterien übertragen, was für Vielfalt in der Mundflora sorgt. Einige Krankheiten sind damit jedoch auch über Küsse übertragbar, darunter Herpes und Formen der Hepapitis. Das Pfeiffersche Drüsenfieber heißt sogar “Kissing Disease” oder “Kusskrankheit”. Wie immer im Leben sollte man also Vorsicht walten, sich die Lust am Küssen aber nicht vermiesen lassen. Passend dazu: Die Angst vorm Küssen heißt Philemaphobie
  6. Nur 3% der Frauen aber immerhin 37% der Männer küssen mit geöffneten Augen. Und rund 75% der Menschen neigen beim Küssen den Kopf nach Rechts.
  7. Auch im Tierreich gibt es Küsse, mit denen vom Menschen vergleichbar am ehesten bei Bonobos, die sich sogar Zungenküsse bei sexueller Erregung geben. Schimpansen küssen sich zur Versöhnung nach Streit. Viele Küsse im Tierreich, die wie Küsse aussehen, haben damit aber nichts zu tun sondern dienen anderen Zwecken, sondern z.B. dem Nahrungsaustausch, einer Art “Beschnüffeln” (Informationsaustausch) oder der Übergabe von Eiern bei Maulbrütern.
  8. Der längste dokumentierte Kuss dauerte 58 Stunden, 35 Minuten und 58 Sekunden und wurde von den Thailändern Ekkachai und Laksana Tiranarat vom 12. bis 14. Februar 2013 in Pattaya absolviert.
  9. Teilweise wird das Küssen reglementiert – in Frankreich darf man sich z.B. nicht auf Bahnübergängen küssen, was ja noch sinnvoll ist. In Wisconsin ist das Küssen in Zügen gleich ganz verboten, in Michigan darf man seine Frau nicht am Sonntag küssen und in Eureka (Nevada) gilt ein Kussverbot für Schnurrbartträger.
  10. Besondere Bedeutung hat das Küssen unter dem Mistelzweig: Macht man dies zu Weihnachten, bleibt man angeblich immer zusammen. Wenn es bei Ihnen nicht funktioniert hat: Die Regel gilt nur, wenn der Mistelzweig mit einer goldenen Sichel geschnitten und 12 Tage nach dem Kuss verbrannt wird.

Da der 6. Juli der Tag des Kusses ist, ist dies einer der Artikel zum Tage.

10 Fakten über den Mars

  1. Der Mars ist der vierte Planet unseres Sonnensystems.
  2. Mit einem Durchmesser von rund 6.792 km ist er der zweitkleinste Planet im Sonnensystem.
  3. Die mittlere Entfernung von der Sonne beträgt 227,9 Millionen Kilometer, das Licht von der Sonne zum Mars benötigt damit etwas über 12 Minuten.
  4. Ein Marsjahr dauert 687 Erdentage, ein Marstag, Sol genannt, 24 Stunden, 39 Minuten und 35,244 Sekunden..
  5. Der Mars ist ein Gesteinsplanet, der von vielen Kratern und Vulkanbergen, aber auch ausgedehnten Ebenden geprägt ist. Die höchste Erhebung ist der Olympus Mons (21,3 km über mittlerem Null; 26,4km oberhalb der Ebene), die höchste Erhebung auf einem Planeten im Sonnensystem. Die Oberfläche erscheint durch Eisenoxyd rötlich, so dass der Mars auch der “Rote Planet” genannt wird.
  6. Der Mars hat eine sehr dünne Atmosphäre, die fast ausschließlich aus Kohlenstoffdioxid  (95,97%) besteht. Es gibt Jahreszeiten und gelegentlich sogar noch in geringen Mengen flüssiges Wasser. Die Temperaturen betragen zwischen -133° und 27° Celsius, im Mittel -55° Celsius. Die Umwelt ist damit alles in allem eher lebensfeindlich. Es wird aber nicht ausgeschlossen, dass die Bedingungen früher besser waren und sich auch noch jetzt in wenigen Gebieten oder unter der Oberfläche einfache Mikroben erhalten haben.
  7. Der Mars hat zwei Monde, Phobos und Deimos.
  8. Als zweithellstes Objekt des Nachthimmels ist der Mars seit jeher bekannt; er lässt sich mit Teleskopen sehr gut beobachten. Er wurde bislang von zahlreichen Raumsonden besucht, insbesondere den USA gelangen seit den zahlreiche erfolgreiche Landungen und Missionen. So ist der Mars außer der Erde der am besten erforschte Planet des Sonnensystems.
  9. Benannt ist er Mars , dem römischen Kriegsgott. In der nordischen Mytologie ist ihm Tyr, der Gott des Rechts und des Krieges zugeschrieben. Mars hatte in den meisten Kulturen eine große Bedeutung.
  10. Der Mars beflügelte schon immer die Phantasie der Menschen, was sich in zahlreicher Science-Fiction Literatur auch schon aus dem 19. Jahrhundert widerspiegelt. Immer noch lesenswert ist “Auf zwei Planeten” aus dem Jahr 1897. Aktuell ist z.B. “Der Marsianer“. Hier haben wir eine Liste mit weiteren interessanten Büchern und Links rund um den Mars.

Bild: NASA/JPL/Malin Space Science Systems (Mars at Ls 211°: Tharsis)

10 Fakten über die Erde (als Planet)

This color image of the Earth was obtained by NASA’s Galileo spacecraft on Dec. 11, 1990, when the spacecraft was about 1.5 million miles from the Earth.
  1. Die Erde ist der dritte Planet unseres Sonnensystems und einer der vier sog. Gesteinsplaneten.
  2. Mit einem Durchmesser von rund 12.756,32 km ist sie der fünftgrößte Planet im Sonnensystem.
  3. Die mittlere Entfernung zur Sonne beträgt etwa 149,6 Millionen Kilometer, das Licht von der Sonne zur Erde benötigt damit etwa 8 Minuten.
  4. Die Erde umkreist die Sonne in 365 Tagen, 6 Stunden, 9 Minuten und 9,54 Sekunden, ein Tag auf der Erde dauert 24 Stunden.
  5. Die Erde ist der einzige Planet im Sonnensystem, auf dem flüssiges Wasser bekannt ist; 70,7% sind damit bedeckt; sie wird daher auch der “blaue Planet” genannt. Es gibt eine ausgeprägte Plattentektonik. Sie ist derzeit der einzige uns bekannte Planet, auf dem es Leben gibt.
  6. Die Erde hat eine dichte Atmosphäre, die im wesentlichen aus Stickstoff (78,08%), Sauerstoff (20,95%) Argon (0,93%) und weiteren Gasen. Die Atmosphäre schützt die Erde wirksam vor Meteoriteneinschlägen.
  7. Die Erde verfügt über einen Mond.
  8. Als unser Heimatplanet ist die Erde sehr gut erforscht und wird von vielen Satelliten umkreist.
  9. Die Erde ist der einzige Planet des Sonnensystems, dessen Name nicht aus der griechischen oder römischen Mythologie stammt.
  10. Kulturell hat die Erde als unser Heimatplanet natürlich die größte Bedeutung für uns Menschen. Diese ging so weit, dass sie früher als Mittelpunkt des Weltalls gesehen wurden. Viele frühe Religionen verehren Erdgöttinnen- und götter. Die Gaia-Hypothese aus den 1960er Jahren besagt, dass die Erde und ihre Biosphäre wie ein Lebewesen betrachtet werden können.

Bild: This color image of the Earth was obtained by NASA’s Galileo spacecraft on Dec. 11, 1990, when the spacecraft was about 1.5 million miles from the Earth.

10 Fakten über die Venus

  1. Die Venus ist der zweite Planet unseres Sonnensystems.
  2. Mit einem Durchmesser von rund 12.103,6 km ist sie der drittkleinste Planet im Sonnensystem.
  3. Die mittlere Entfernung von der Sonne beträgt 108 Millionen Kilometer, das Licht von der Sonne zur Venus benötigt damit etwa 6 Minuten.
  4. Ein Venusjahr dauert 225 Erdentage, ein Venustag 243 Erdentage.
  5. Die Venus ist ein Gesteinsplanet, der keine sehr hohen Höhenunterschiede aufweist. Der größte bekannte Krater wurde Mead getauft und hat einen Durchmesser von 270km. Daneben gibt es eine intensive vulkanische Aktivität.
  6. Sie hat eine sehr dichte Atmosphäre, die fast ausschließlich aus Kohlendioxid  (96,5%) besteht. Die Wolkenschicht ist so dicht, dass die Oberfläche des Planeten nicht beobachtet werden kann. Die Temperaturen betragen zwischen 437° und 497° Celsius. Die Umwelt ist damit alles in allem sehr lebensfeindlich.
  7. Neben dem Merkur ist die Venus der einzige Planet des Sonnensystems, der keinen Mond hat. Möglicherweise war der Merkur früher einmal ein Mond der Venus.
  8. Als zweithellstes Objekt des Nachthimmels ist die Venus seit jeher bekannt; sie lässt sich mit Teleskopen sehr gut beobachten. Sie wurde bislang von zahlreichen Raumsonden besucht, insbesondere der Sowjetunion gelangen seit den 1960ern Jahren zahlreiche Landungen.
  9. Benannt ist sie nach Venus, der römischen Göttin der Liebe. Bei den Germanen wurde sie Freya zugeschrieben.
  10. Lange ging man aufgrund der beobachteten dichten Wolken davon aus, dass die Venus ein lebensfreundlicher Planet sei, was sich in der frühen SciFi Literatur widerspiegelt. Dies hat sich seit den 1960er Jahren etwas abgeschwächt, seitdem man um die wahren Bedingungen auf dem Planeten weiß. Dennoch ist die Venus nach wie vor häufiger Gegenstand der Pop-Kultur.

Bild: NASA’s MESSENGER spacecraft snapped a series of images as it approached Venus on June 5. The planet is enshrouded by a global layer of clouds that obscures its surface to the MESSENGER Dual Imaging System (MDIS) cameras. Quelle NASA

10 Fakten über den Merkur

  1. Der Merkur ist der sonnennächste Planet unseres Sonnensystems.
  2. Mit einem Durchmesser von rund 4.879,4 km ist er der kleinste Planet im Sonnensystem.
  3. Die mittlere Entfernung von der Sonne beträgt 58 Millionen Kilometer, das Licht von der Sonne zu Merkur benötigt damit etwa 3:13 Minuten.
  4. Ein Merkurjahr dauert 88 Erdentage, ein Merkurtag 176 Erdentage.
  5. Merkur ist ein von Kratern geprägter Gesteinsplanet. Der größte bekannte Krater wurde Rembrandt getauft und hat einen Durchmesser von 716km.
  6. Er hat eine sehr dünne Atmosphäre, die aus Sauerstoff (42%), Natrium (29 %), Wasserstoff (22 %) und Helium (6 %) besteht. Die Temperaturen betragen zwischen -173° und +430° Celsius. Die Umwelt ist damit alles in allem sehr lebensfeindlich.
  7. Neben der Venus ist der Merkur der einzige Planet des Sonnensystems, der keinen Mond hat. Möglicherweise war er selber einmal ein Mond der Venus.
  8. Bekannt ist der Merkur bereits seit der Zeit der Sumerer. Er lässt sich mit Teleskopen recht gut beobachten. Von Raumsonden wurde er bislang erst zwei mal besucht: den Mariner 10 (1974 bis 1975) und Messenger (2008 bis 2015).
  9. Benannt ist er nach Mercurius, dem römischen Gott der Händler und Diebe. Bei den Germanen wurde er Odin bzw. Wotan zugeschrieben. Die Alchemisten des Mittelalters ordneten ihm das Element Quecksilber zu, worauf noch die englische Bezeichnung Mercury dafür hinweist.
  10. In der Pop Kultur SciFi Literatur kommt er wegen seiner Größe und lebensfeindlichen Bedingungen nur selten vor. Lesenswert ist der Roman 2312 von Kim Stanley Robinson.

Bild: Südpol des Merkur; Quelle NASA

10 Fakten über die Sonne

  1. Die Sonne ist der zentrale Stern unseres Sonnensystems. Sie befindet sich im äußeren Drittel der Milchstraße, bis zu deren Zentrum sind es 28.000 Lichtjahre.
  2. Sie ist als Zwergstern klassifiziert und wiegt 1,99 Quadrilliarden Tonnen, was 332.946 Erdmassen entspricht. Sie macht damit 99,86% der Masse in unserem gesamten Sonnensystem aus. Dabei hat sie einen Durchmesser von 1,4 Millionen Kilometern, dem 109-fachen der Erde.
  3. Sie ist im Mittel 149,6 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Der kleinste Erdabstand beträgt 147,1 Millionen  km, der größte 152,1 Millionen. Das Licht benötigt rund 8 Minuten, um von der Sonne zur Erde zu kommen.
  4. Zu 92,1% besteht die Sonne aus Wasserstoff und zu 7,8% aus Helium. Die restliche Masse setzt sich aus Sauerstoff, Stickstoff, Kohlenstoff, Neon sowie Eisen, Nickel und in kleinen Spuren alle anderen natürlichen Elemente, die im Sonnensystem vorkommen.
  5. Die thermonuklear gespeiste Strahlung der an der Oberfläche 6000 °C heißen Plasmakugel sorgt dafür, dass wir auf der Erde Wärme und Licht haben, die Grundvoraussetzung für die Entstehung und Entwicklung des Lebens, wie wir es auf unserem Planeten kennen.
  6. Die Sonne ist ein vergleichsweise heller Stern. Sortierte man die 50 Sterne in unserer Umgebung nach Helligkeit, wäre sie auf Platz 4. Vom Weltraum aus betrachtet ist die Sonne weiß, die gelbe Farbe ergibt sich durch unsere Atmosphäre.
  7. Das Alter der Sonne beträgt rund 4,57 Milliarden Jahre. Sie erwärmt sich langsam, so dass die Temperatur auf der Erde in 900 Millionen Jahre für höher entwickeltes Leben kritisch wird. In knapp 2 Milliarden Jahre wird die mittlere Temperatur bei uns dann 100° Celsius betragen, was die Erde endgültig lebensfeindlich macht. Im Alter von ca. 12 Milliarden Jahren wird sich die Sonne zum Roten Riesen aufblähen, dabei Merkur und Venus vernichten und das Gestein der Erde schmelzen. Danach endet sie nach einer Übergangsphase als Schwarzer Zwerg.
  8. Die Sonne besteht aus mehreren Schichten. In ihrem Kern herrscht ein Druck von 200 Milliarden bar. Die äußersten Schichten – die z.B. bei einer Sonnenfinsternis sichtbare Korona – gehen fließend in den Weltraum über. Die Temperaturen, Zusammensetzung und Druck  in den einzelnen Schichten sind sehr unterschiedlich. So wird die Korona bis auf fünf Millionen Grad aufgeheizt, im Kern sind es 15 Millionen Grad und an der Oberfläche wie gesagt nur rund 6.000.
  9. Aufgrund der großen Bedeutung der Jahreszeiten für das Leben wurde die Sonne schon früh beobachtet, wie Kultstätten wie Stonehenge beweisen. Inzwischen wird die Sonne auch von Satelliten und Raumsonden beobachtet und untersucht.
  10. Die Sonne wurde schon früh als Gottheit verehrt. So kannten die Sumerer den Sonnengott Utu, die Babylonier Schamasch, die Ägypter Ra und kurzzeitig Aton, den wahrscheinlichen Vorläufer unseres heutigen in Christentum, Judentum und Islam verehrten monotheistischen Gottes.

10 Fakten über die Bürgerstiftung Bonn

  1. Die Bürgerstiftung Bonn ist eine Gemeinschaftsstiftung von zurzeit über 200 engagierten Bürgern, die alle ein gemeinsames Ziel verfolgen: das Leben in und für Bonn noch reicher zu machen. Die Stiftung gehört zu den tragenden Säulen der Bonner Zivilgesellschaft.
  2. Die Bürgerstiftung Bonn wurde 2001 von der Sparkasse KölnBonn errichtet, um bürgerschaftliches En-gagement nachhaltig zu fördern. Die Sparkasse hat als Gründungsstifterin 250.000 Euro für das An-fangskapital sowie weitere 500.000 Euro zur Verdopplung von Zustiftungen bereitgestellt. Aktuell liegt das Stiftungskapital bei rund 8,5 Millionen Euro. Damit gehört die Bürgerstiftung Bonn zu den zehn größten deutschen Bürgerstiftungen.
  3. Die Bürgerstiftung Bonn engagiert sich in nahezu allen gemeinnützigen Bereichen, wie zum Beispiel Jugend- und Altenhilfe, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur oder Umwelt- und Naturschutz.
  4. Bei der Bürgerstiftung Bonn kann jeder mithelfen und sich für das Gemeinwohl in der Stadt einsetzen. Sie will alle engagierten Bürger zusammenführen: Menschen mit Zeit, Menschen mit Ideen und nicht zuletzt Menschen mit dem notwendigen Geld, um aus einer guten Idee auch ein erfolgreiches Projekt zu machen.
  5. Ab einem Betrag von 500 Euro kann man Stifter der Bürgerstiftung Bonn werden. Als so genannte “Zustifter” wird man Mitglied der Stifterversammlung, die u.a. die Mitglieder des Stiftungsrates (Aufsichtssorgan der Bürgerstiftung) wählt.
  6. Wer eine “eigene” Stiftung als treuhänderische Stiftung oder Stiftungsfonds errichten will, kann dies ab einem Betrag von in der Regel 100.000 Euro schnell und unbürokratisch unter dem Dach der Bürgerstiftung Bonn tun. Zurzeit verwaltet die Bürgerstiftung 18 Stiftungen, die ausschließlich ihren eigenen gemeinnützigen Zweck erfüllen.
  7. Aktuell engagieren sich über 270 Ehrenamtliche – die “Zeitstifter” – bei der Bürgerstiftung Bonn. Sie arbeiten in den Gremien der Bürgerstiftung und der unter ihrem Dach geführten Stiftungen und unter-stützen die Geschäftsführung auf vielfältige Art und Weise. Hinzu kommt eine Vielzahl von Ehrenamtlichen in Projekten mit Bonner Grundschulen und Kindergärten.
  8. Jedes Jahr schreibt die Bürgerstiftung Bonn ihren Ideenwettbewerb aus. Zu den Gewinnern des ersten Ideenwettbewerbs im Jahr 2002 gehörte die Designerin und Bühnenbilderin Trixy Royeck, die einen Entwurf für einen “Offenen Bücherschrank” auf der Poppelsdorfer Allee eingereicht hatte. Seitdem fin-det der Bücherschrank zahlreiche Nachahmer in Deutschland und vielen anderen Ländern auf der Welt.
  9. Zu den besonderen Erfolgsprojekten der Bürgerstiftung Bonn gehören – neben den “Offenen Bücher-schränken” – der Bonner Bildungsfonds (www.bonner-bildungsfonds.de), die Kinderrestaurants “Tisch-lein deck dich” (www.kinderrestaurant-bonn.de), das Hospiztelefon Bonn (www.hospiztelefon-bonn.de) und der BONNi & BO-Klimaführerschein der Stiftung Bonner Klimabotschafter.
  10. Die Bürgerstiftung Bonn erfüllt die Anforderungen des Transparency International Deutschland e.V. Zahlreiche Akteure aus der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft haben zehn grundlegende Punkte definiert, die jede zivilgesellschaftliche Organisation der Öffentlichkeit zugänglich machen sollte.

Mehr über die zehn Punkte und viele weitere Informationen gibt es auf der Webseite www.buergerstiftung-bonn.de.

10 Fakten über die Republikanische Partei (USA)

  1. Die Republikanische Partei (Republican Party) wird kurz auch als Republikaner (Republicans) oder mit ihrem Spitznamen als “Grand Old Party” (GOP) bezeichnet und ist neben den Demokraten eine der beiden großen Parteien der USA.
  2. Gegründet wurde die Partei am 28. Februar 1854 nach einer Idee von Alvan E. Bovay in Ripon (Wisconsin). Das wichtigste Ziel der Partei war die Verhinderung der Ausbreitung und letztlich auch die Abschaffung der Sklaverei.
  3. Der erste republikanische Präsident war Abraham Lincoln, der von 1861 an im Amt war, 1864 wiedergewählt wurde und 1865 ermordet wurde. Insgesamt stellten die Republikaner 17 US Präsidenten. Eine Übersicht finden Sie hier.
  4. Am 31. Januar 1865 beschlossen der republikanisch beherrschte Senat und das Repräsentantenhaus gegen die Stimmen der Demokraten die Abschaffung der Sklaverei. Bei den weißen Südstaatlern galten die Republikaner als Sklavenbefreier und “Negerfreunde”. Nach dem Abzug der letzten Besatzungstruppen 1877 konnten sie sich über achtzig Jahre in den Südstaaten bei keiner Wahl gegen die Demokraten durchsetzen.
  5. Ursprünglich waren die Republikaner also die liberalere und moderatere politische Partei in den USA. So wurde auch der Civil Rights Act 1964 von mehr Republikanern als Demokraten unterstützt.
  6. Heute ist die Partei sehr konservativ geprägt. Insbesondere die Tea-Party Bewegung drängte die Partei lange Zeit in eine extrem rechte, fundamentalistisch-christlich geprägte Ecke. Unter Präsident Trump ist der Einfluss der Tea-Party Bewegung jedoch leicht rückläufig. Ohnehin ist innerhalb der Partei ein breites Meinungsspektrum: Neokonservative, Paläokonservative, Liberale, Religiöse Rechte, Zentristen, Rechtspopulisten, Nationalisten und neuerdings Trumpisten.
  7. Das Logo der Partei zeigt einen Elefanten. Dies geht auf eine 1874 erschienene Karikatur zurück.
  8. Die Partei hat rund 55 Millionen registrierte Wähler, während die Demokraten rund 72 Millionen haben.
  9. Die Hochburgen der Partei liegen im mittleren Westen und inzwischen in den Südstaaten.
  10. Aktuelle Informationen der Partei finden Sie unter gop.com.

Stand: 2. März 2018

10 Fakten zum Mädler Kalender

  1. Der Mädler Kalender wurde 1864 von dem deutschen Astronomen Johann Heinrich von Mädler (Bild) vorgeschlagen, der der Leiter der Sternwarte Dorpat in Estland war.
  2. Sein System ist dem heute bei uns geltenden Gregorianischen Kalender sehr ähnlich.
  3. Anders als bei unserem Kalendersystem, bei dem der alle vier Jahre eingeschobene Schalttag am 29. Februar im Mittel alle 133,33 Jahre ausfällt, fällt er beim Mädler Kalender alle 128 Jahre aus.
  4. Damit beträgt die Differenz zur Länge des tropischen Jahrs mit 365,24219052 Tagen beim Mädler Kalender nur −0,26 Sekunden, während es beim gregorianischen Kalender, der ein durchschnittliches Jahr zu 365,2425 Tagen hat, +27 Sekunden sind.
  5. Somit muss bei Mädlers Vorschlag nur rund alle 3280 Jahre ein Schalttag ausgelassen werden, um mit dem tatsächlichen Jahreslauf synchron zu sein.
  6. Die Kalenderreformkommission der Russischen Astronomischen Gesellschaft schlug 1899 dem Zaren die Kalenderregel Johann Heinrich Mädlers zur Einführung vor, um den im Zarenreich noch gültigen julianischen Kalender zu ersetzen. Dazu kam es jedoch nicht mehr. Lenin führte dann nach der Oktoberrevolution in Russland den Gregorianischen Kalender ein.
  7. Mädler plante die Einführung seines Kalendersystems für das Jahr 1900, in dem die auf 12 Tage angewachsene Differenz zwischen dem julianischen Kalender und dem tropischen Jahr ausgleichen worden wäre.
  8. 1901 hätte dann mit einem 128-Jahre-Ausnahmezyklus begonnen, womit der Mädlersche Kalender bis 2027 mit dem unserem Gregorianischen Kalender übereingestimmt hätte.
  9. Die erste Differenz wäre dann im Jahr 2028 auftreten,  in dem es nach Mädler den 29. Februar erstmals nicht geben sollte, während diese Ausnahme im gregorianischen Kalender erst im Jahr 2100 eintritt.
  10. Der Mädler Kalender gilt als eines der exaktesten Kalendersysteme der Welt, ist aber leider dennoch in Vergessenheit geraten.