10 Fakten über die Friedrich-Ebert-Brücke in Bonn

  1. Die Friedrich-Ebert-Brücke ist die nördlichste der drei Rheinbrücken in Bonn und wird daher auch als Nordbrücke bezeichnet.
  2. Die Brücke wurde am 28. Juni 1967 für den Verkehr freigegeben; Beginn der Bauarbeiten war 1964.
  3. Inklusive der Vorlandteile ist die Brücke 1.290m lang und ist damit die längste der Bonner Rheinbrücken. Sie befindet sich bei Rheinkilometer 657,145.
  4. Sie ist die erste im Vielseilsystem erbaute Schrägseilbrücke.
  5. Über die Brücke führt die Bundesautobahn 565. Daneben hat sie Fahrrad- und Fußwege.
  6. Namensgeber der Brücke ist Friedrich Ebert, der der erste Reichspräsident der Weimarer Republik war.
  7. Eine erste umfassende Sanierung der Brücke fand zwischen 1994 und 1996 statt. Dabei wurden insbesondere die Pylone, Schrägseile und Versteifungsträger erneuert.
  8. Am 12. Juni 1998 wurden durch starken Wind die Schrägseile der Brücke in Schwingung versetzt, wodurch sie zu vibrieren begann. Daraufhin wurde die Brücke für mehrere Stunden gesperrt, bis die Schwingungen durch Kanthölzer zwischen den Seilen gestoppt werden konnte. Um diese Situation zukünftig zu verhindern, wurden später Schwingungsdämpfer verbaut.
  9. Eine große Sanierung der Brücke ist ab 2018 geplant. Schon jetzt dürfen genehmigungspflichtige Schwertransporte die Brücke nicht mehr überqueren.
  10. Wie die anderen großen Bonner Brücken ist die Friedrich-Ebert-Brücke auf twitter vertreten. Sie heißt dort @FE_Bruecke.

Von Jan Arne PetersenEigenes Werk, CC BY-SA 2.5, Link

10 Fakten über die Konrad-Adenauer-Brücke in Bonn

  1. Die Konrad-Adenauer-Brück ist die südlichste der Bonner Rheinbrücken und wird daher oft auch einfach Südbrücke genannt.
  2. Für den Verkehr geöffnet wurde die Südbrücke am 11. Dezember 1972, Baubeginn war 1967.
  3. Die Brücke ist 770m lang und 39,2m breit; sie überquert nicht nur den Rhein sondern auch Teile des Rheinauenparks.
  4. Die Südbrücke befindet sich bei Rheinkilometer 651,3.
  5. Sie verbindet das alte Regierungsviertel mit Ramersdorf.
  6. Über die Südbrücke verlaufen die Autobahn A 562, die Stadtbahnlinien 66 und 68 sowie auf beiden Seiten ein Fuß- und Radweg.
  7. Zwischen Oktober 2003 und Januar 2005 wurde die Brücke umfangreich saniert.
  8. An der Stelle der Konrad-Adenauer-Brücke befand sich zwischen 1868 und 1919 eine Eisenbahnfähre, Trajekt Bonn–Oberkassel.
  9. Ursprünglich sollte die Südbrücke nach Theodor Heuss, dem ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, benannt werden. Da Altbundeskanzler Konrad Adenauer jedoch zu Beginn der Bauarbeiten der Brücke im April 1967 gestorben war und nur wenige Kilometer entfernt in Bad Honnef-Rhöndorf gelebt hatte, entschied man sich für den Namen “Konrad Adenauer Brücke”.
  10. Einige Bonner Brücken haben einen twitter Account. Die Konrad-Adenauer-Brücke hat derer aber gleich zwei: @Suedbruecke und @adenauerbruecke.

Bild: By von Kospoth (Triggerhappy) – Own work, CC BY-SA 2.5, Link

10 Fakten rund um Nikolaus

  1. Der Heilige Nikolaus wurde um das das Jahr 280 in Patara (Lykien, damals römisches Reich, griechisch byzantinischer Einflussbereich; heutige Türkei, Antalya) geboren und starb am 6. Dezember entweder 326, 345, 351 oder 365. Anfang des 4. Jahrhunderts war Nikolaus Bischof von Myra (ebenfalls Lykien).
  2. Seine herausragende Bedeutung für alle christlichen Kirchen rührt von den zahlreichen Wundern und guten Taten her, die ihm nachgesagt werden. So soll er unter anderem durch eine Spende drei Töchter eines verarmten Mannes vor der Prostitution gerettet, Schiffe in Seenot sicher in den Hafen navigiert, Korn vermehrt (Bild), Unschuldige vor der Verurteilung befreit, ein entführtes Kind gerettet, Diebesgut zurückgebracht, einen Juden zum Christentum bekehrt, Verbrecher auf den Pfad der Tugend zurückgebracht und mehrfach Tote wiedererweckt haben.
  3. Nikolaus ist der Schutzpatron der Russen, Kroaten, Serben sowie Süditaliens und Lothringens. Aufgrund seiner zahlreiche Wunder haben ihn sich auch viele Berufsgruppen als Schutzpatron erwählt, vorneweg die Seefahrer und Schiffer. Aber auch Kaufleute, Rechtsanwalt und Juristen allgemein, Apotheker, Metzger, Bäcker, Getreidehändlern, Drescher, Pfandleiher, Schneider, Küfer, Fuhrleute und Salzsieder haben ihn sich erwähnt. Weiter gilt er als Patron der Prostituierten, Pilger, Reisenden, Dieben, Liebenden, Gebärenden, Gefangenen, Alten, Ministranten, Gefängniswärtern, Schüler, Studenten und Kinder allgemein.
  4. Verbreitet ist der Brauch, dass Kinder ihren Stiefel vor die Tür stellen, der dann mit Süßigkeiten, Obst oder kleinen Geschenken gefüllt wird. Oft besucht der Nikolaus aber auch die Familien am Vorabend oder am Nikolaustag selbst, liest den Kindern aus seinem goldenen Buch ihre Sünden vor und verteilt dann Geschenke.
  5. Begleitet wird er dabei teilweise von Engeln, meist aber von einem Antipoden, der den Kindern zunächst Angst einflößen soll. Dieser ist meist an den Teufel oder andere Perchtenfiguren angelegt und orientiert sich im süddeutschen eher an der Grundform des Krampus und im Rheinland und Norden an Knecht Ruprecht. Die Namen sind dabei auch unterschiedlich. So gibt es z.B. den Hans Muff, Pelzebock, Beelzebub, Pelznickel oder den Bullerklaas. Manchmal treten diese Figuren auch eigenständig am 5. Dezember auf, besonders im süddeutschen Raum, und sorgen für Unruhe. Am Nikolaustag werden sie dann vom Heiligen Nikolaus gezähmt – und so siegt wie immer in den Wunschwelten der Menschen das Gute.
  6. Es gibt viele weitere lokale Bräuche rund um Nikolaus. So verkleiden sich rund um Kassel und im Siegerland die Kinder am Nikolaustag selber als Nikoläuse und ziehen von Haus zu Haus und sammeln Süßigkeiten, Obst, kleine Geschenke oder auch Geld. Ähnliches gibt es in Bremen mit dem Sunnerklauslaufen. Im Berchtesgadener Land gibt es Umzüge, bei denen der Nikolaus vom Nikoloweibl begleitet wird. In
  7. In Spanien ist der Nikolaustag als Tag der Verfassung von 1978 Feiertag und arbeitsfrei und auch in Finnland ist er Staatsfeiertag in Erinnerung an die Unabhängigkeitserklärung von 1917. In Luxemburg müssen immerhin die Grundschulkinder nicht aus dem Haus und es gibt sogar mehr Geschenke als zu Weihnachten. Auch in den Niederlanden ist der Sinterklaas mit seinem Begleiter, dem Zwarte Piet, der Hauptgeschenkebringer in der Weihnachtszeit.
  8. Nicht zu verwechseln ist der Nikolaus mit dem Weihnachtsmann, der in seiner heutigen Form eine Kunstfigur ist und ganz ursprünglich auf nordische Gestalten zurückgeht, die sich ihrerseits bis hin zu Odin zurückverfolgen lassen. Inzwischen vereint er auch Element von Knecht Ruprecht, anderen Perchtenfiguren, Djed Moros (Väterchen Frost) aber eben auch des Heiligen Nikolaus. Wichtigste Unterscheidungsmerkmale sind: Der Nikolaus hat eine spitze Bischofsmütze wohingegen der Weihnachtsmann eine Zipfelmütze hat. Der Nikolaus hat eine Mitra und ist nicht zwingend rot gekleidet, sondern kann auch ein weißes oder goldenes Bischofsgewand haben. Zudem bringt er in Deutschland die Geschenke am Nikolaustag oder an dessen Vorabend, der Weihnachtsmann kommt am 24. oder 25. Dezember.
  9. Andere Namen sind Nikolo und Nikló (beides in Teilen Bayerns und Österreichs), Sankt Niklas (in Österreich, Südtirol), Samichlaus oder Santiglaus (Schweiz), Zinniklos, Kleeschen (Luxemburg), Sunner Klaas oder Sunner Klaus (Norddeutschland), Sint Nicolaas oder Sinterklaas (Niederlande und Flandern), Sint Niklaas (Belgien), Saint Nicholas (England und Irland), Santa Claus oder einfach nur Santa (Nordamerika), San Nicola (Italien), Saint Nicolas (Frankreich), San Nicolás (Spanien), São Nicolau (Portugal und Brasilien), Sveti Nikolaj (Slowenien), Sveti Nikola (Kroatien und Serbien), Święty Mikołaj (Polen), Святой Николай/Sviatoi Nikolai (Russland), Άγιος Νικόλαος/Ájos Nikólaos (Griechenland), Szent Miklós (Ungarn), Свети Николай/Sweti Nikolay (Bulgarien und Mazedonien).
  10. Rund um den Nikolaustag gibt es zahlreiche Wetterregeln wie z.B. “Trockener Nikolaus, milder Winter rund um’s Haus”, die wir hier zusammengestellt haben.

Bild: By FriedrichsenOwn work, CC BY-SA 3.0, Link

10 Fakten zum Barbaratag und rum um die Heilige Barbara

  1. Am 4. Dezember ist Barbaratag. Sie lebte um das Jahr 300 wahrscheinlich in Griechenland und war die Tochter eines reichen Vaters. Da dieser nicht damit einverstanden war, dass sie zum Christentum konvertierte, sperrte er sie zunächst ein, folterte sie später und tötete sie schließlich eigenhändig mit dem Schwert. Sie zählt zu den vierzehn Nothelfern. Ihr Verhalten im Angesicht von Verfolgung und Tod gilt als Symbol der Wehr- und Standhaftigkeit im Glauben.
  2. Das zweite vatikanischen Konzils hat die heilige Barbara aus dem römischen Generalkalender gestrichen, da ihre Existenz historisch nicht gesichert ist. Ihr Gedenktag ist jedoch in einigen Regionalkalendern erhalten, da sie eine wichtige Volksheilige ist.
  3. Der bekannteste der vielen Volksbräuche, die es rund um diesen Tag  gibt, sind die Barbarazweige: Es werden Zweige von Obstbäumen – klassischerweise Kirschen – oder auch Forsythien abgeschnitten und in eine Vase ins Haus gestellt. Bis Weihnachten blühen diese und sollen so ein bisschen mehr Farbe in die Winterzeit bringen. Mädchen, die sich nicht zwischen verschiedenen Verehrern entscheiden können, benennen je einen Zweig nach diesen und entscheiden sich dann für den, der als erster blüht. Übrigens: die Zweigbündel – auch Barbarabaum genannt – sind einer der Ursprünge des heutigen Weihnachtsbaums.
  4. In einigen Regionen ist der Brauch des Barbaraweizens verbreitet: Weizenkörner werden auf einem Teller mit etwas Wasser gesät und an einem warmen Ort feucht gehalten. Bis Weihnachten wächst ein kleines „Barbaragärtlein“, in das man dann eine Kerze stellt.
  5. Die heilige Barbara ist auch die Schutzpatronin der Bergleute. In vielen alten Bergbauorten viele weitere Bräuche, z.B. Umzüge, bei denen Kinder mit Mandarinen, Äpfeln, Nüssen und neuerdings auch Süßigkeiten beschenkt werden.
  6. Des weiteren ist sie in einigen Gegenden – Rheinland, Süddeutschland und Österreich – auch die Schutzpatronin der Feuerwehr, neben St. Florian.
  7. Weiters ist sie die Schutzpatronin der Artillerie und der Sprengmeister. So heißt die Pulverkammer auf französischen Schiffen “La Sainte Barbe” und auf deutschen Schiffen „Barbette“ (kleine Barbara) genannt. Auf Schiffen und Booten der deutschen Marine werden zumeist im Bereich der Batterie kleine Statuen der heiligen Barbara angebracht.
  8. Barbara ist ebenfalls die Patronin der Türme, der Festungsbauten und in Folge auch die der Architekten und Bauarbeiter.
  9. In Teilen des Rheinlands stellen Kinder am Vorabend des Barbaratags einen Schuh vor die Tür, der dann mit Süßigkeiten, Gebäck, Obst oder kleinen Geschenken gefüllt wird – ähnlich wie zu Nikolaus. Daher gilt sie regional auch oft als Begleiterin des Nikolaus und hilft diesem bei der Bescherung der Kinder.
  10. Rund um den Barbaratag gibt es viele Bauernregeln, die wir hier zusammengefasst haben.

10 Fakten über den Advent

  1. Advent ist die Zeit vor dem Weihnachtsfest. Sie umfasst immer vier Adventssonntage. Mithin ist der frühestmögliche Beginn der Adventszeit der 27. November, der spätestmögliche der 3. Dezember.
  2. Advent heißt eigentlich Adventus Domini, was aus dem lateinischen kommt und Ankunft des Herrn heißt – es ist also die Zeit vor der Geburt Jesus Christus, die eben Weihnachten gefeiert wird.
  3. Mit dem ersten Advent beginnt in der katholischen wie in der evangelischen Kirche das neue Kirchenjahr.
  4. An sich ist der Advent eine Fastenzeit, in der wie in der vorösterlichen Fastenzeit kein Fleisch gegessen wird. Die vier Adventssonntage sind aber fastenfrei. Seit 1917 schreibt die katholische Kirche das Fasten aber nicht mehr vor. Wenn Sie dennoch den Advent selber als Fastenzeit nutzen wollen, haben wir hier eine Anleitung.
  5. Hierin spiegelt sich aber auch wieder, dass wir heutzutage die Adventszeit an sich falsch feiern: früher wurde diese ruhig begangen und weihnachtliche Dekoration, Weihnachtsbäume und Gebäck gab es erst ab dem 24. Dezember und in der Zeit danach bis Lichtmess (2. Februar).
  6. Die orthodoxen Kirchen begehen den Advent übrigens auch heute noch als Fastenzeit, die allerdings sechs Wochen dauert und am 15. November des jeweils entsprechenden Kalenders beginnt und bis zum 24. Dezember dauert.
  7. Rund um den Advent hat sich inzwischen ein reichhaltiges Brauchtum entwickelt. Mit am bekanntesten ist der Adventskranz, der für jeden Adventssonntag ein Kerze hat. Verbreitet ist dieser Brauch seit der Mitte des 19. Jahrhunderts.
  8. Sehr beliebt sind auch Adventskalender, die meist – abweichend von der Dauer der Adventszeit – am 1. Dezember beginnen und 24 Türchen haben, hinter denen sich Süßigkeiten oder kleine Geschenke verstecken.
  9. Aus dem Erzgebirge kommen die Lichterbögen. In der Adventszeit stellten diese oft jeden Tag, an dem sie wohlbehalten aus dem Berg kamen, eine Grubenlampe in ein Fenster des Hauses. So symbolisieren die Lichter an den Lichterbögen die Grubenlampen der Bergleute.
  10. In vielen Kirchen leuchtet ein Friedenslicht, das ursprünglich an der Geburtskirche in Bethlehem entzündet wurde und über eine Lichterstafette weitergegeben wurde.

10 Fakten über die Kennedybrücke in Bonn

  1. Die Kennedybrücke ist die älteste Bonner Rheinbrücke. Sie wurde ab September 1946 an der Stelle und auf den Pfeilern der alten Rheinbrücke erbaut, die am Ende des 2. Weltkriegs von der Wehrmacht gesprengt wurde. Für den Verkehr geöffnet wurde die Kennedybrücke am 12. November 1949.
  2. Die Brücke ist 394m lang und inzwischen 26,8m breit. Ursprünglich waren es nur 18m. Die Strompfeiler sind 9m hoch. Sie befindet sich an Rheinkilometer 654.
  3. Ihre jetzige Breite erhielt sie durch zwischen 2007 und 2011 durchgeführte Sanierungs- und Umbaumaßnahmen, die wegen aufgetretener Korrosionsschäden notwendig waren. Unter anderen wurden im Zuge der Arbeiten gesonderte Stadtbahnspuren angelegt.
  4. Über die Brücke führen die B56, die beiden Stadtbahnspuren und je Rad- und Fußwege, die das Bonner und das jetzige Beueler Zentrum verbinden.
  5. Wer wissen will, wie viele Fahrräder schon über die Brücke gefahren sind, kann dies einfach nachschauen: Auf der südlichen Auffahrt der Radwegeist ein sog. Fahrradbarometer angebracht, das jedes überquerende Fahrrad zählt und entsprechende Statistiken anzeigt.
  6. An der Südseite der Brücke ist über die gesamte Länge eine Solaranlage angebracht, die 2011 von Solarworld gespendet wurde. Eine Schautafel zeigt die aktuelle Energiegewinnung an.
  7. Ein Kuriosum an der Brücke ist das Bröckemännnche (Brückenmännchen), oben im Bild erkennbar. Es zeigte schon an der alten Rheinbrücke den Beuelern seinen Hintern – aus Verärgerung darüber, dass diese sich nicht an den Baukosten der Brücke beteiligen wollten.
  8. Ihren jetzigen Namen erhielt die Kennedybrücke am 2. Dezember 1963, nur zehn Tage nach der Ermordung des amerikanischen Präsidenten. Bei der Taufe waren der US-Botschafter George McGhee und der Bonner Oberbürgermeister Dr. Wilhelm Daniels zugegen.
  9. Zu Silvester und bei Rhein in Flammen ist die Kennedybrücke ein beliebter Ort, um das Feuerwerk anzuschauen und zu feiern.
  10. Wie andere Bonner Brücken hat auch die Kennedybrücke einen eigenen twitter-Account: @kennedybruecke.

10 Fakten über Pils

  1. Pilsner Bier – auch Pilsener, Pils oder Bier nach Pils(e)ner Brauart – ist ein nach der böhmischen Stadt Pilsen (tschechisch Plzeň) benanntes, untergäriges Bier mit höchstens 12,5 °P Stammwürzegehalt.
  2. Pils wird mit mehr Hopfen als die meisten andere Biere gebraut, so dass es eine höhere Bittere hat. Klassisches Pils sollte um die 40 Bittereinheiten haben, dies ist aber nur noch bei wenigen Bieren dieser Brauart der Fall, z.B. bei Jever oder dem Pilsener Urquell. So liegt z.B. Bitburger Pils nur noch bei 33 Bittereinheiten, Beck’s Gold nur bei 22.
  3. In der Schweiz werden Biere nach Pilsener Brauart, die  nicht in Tschechien gebraut werden, Spezialbier genannt.
  4. Das Bier in Pilsen war ursprünglich so schlecht, dass die “extra den bayerischen Braumeister Josef Groll aus Vilshofen nach Pilsen holten, um den Böhmen dort ein gutes Bier zu brauen.
  5. Groll setzte den ersten Sud am 5. Oktober 1842 an. Erstmals ausgeschenkt wurde es am 11. November 1842 in drei Pilsener Gaststätten und konnte sofort überzeugen. Hergestellt wurde es von der “Měšťanský pivovar Plzeň” (Bürger-Brauerei), der heutigen Brauerei, die auch das Pilsener Urquell herstellt. Das Rezept hatte Groll von seinem Vater, der Brauereibesitzer war.
  6. Da der Braumeister ein Bayer war, war Bier nach dieser Brauart lange Zeit unter dem Namen “nach bayerischer Brauart” bekannt. So gibt es alte Heineken Flaschen mit dieser Aufschrift.
  7. Als untergäriges Bier ist es bei der Herstellung auf niedrige Temperaturen angewiesen, die früher z.B. in Höhlen herrschten. Daher konnte es sich auch erst ab 1870 mit dem Aufkommen von Kältemaschinen in der Breite durchsetzen.
  8. Pils ist in Deutschland inzwischen die mit Abstand beliebteste Biersorte und hat einen Marktanteil von rund 55%.
  9. Pils sollte aus einer Pilstulpe getrunken werden, idealerweise aus dem Fass kommen und eine Temperatur von ca. 7-9° C haben. Dass ein gut gezapftes Pils sieben Minuten braucht, ist ein Gerücht.
  10. Das Lieblingspils des Autors dieser 10 Fakten ist das Schönramer Pils, das mit 45 Bittereinheiten überzeugen kann.

10 Fakten über die TPD – Transhumane Partei Deutschland

  1. Die TPD (Transhumane Partei Deutschland) wurde im September 2015 gegründet.
  2. Die TPD versteht sich grundsätzlich als eine humanistische Gruppierung mit den Bestrebungen zur Aufklärung und Bildung. Da sie aber davon ausgeht, dass die aktuellen Entwicklungen im AI Bereich (Artificial Intelligence /Künstliche Intelligenz) nahezu alle Bereiche unseres jetzigen Lebens verändern werden, denkt sie über den reinen Humanismus hinaus und ist insofern transhuman.
  3. Themenschwerpunkte sind dementsprechend Gesundheit, Mobilität, Energie, Sicherheit, Automatisierung, Wissen und Bildung, Soziales und Arbeit. Diese will die TPD demokratisieren, digitalisieren und idealisieren.
  4. So tritt die Partei dafür ein, neue Technologien schneller im Alltag einzusetzen.
  5. Eine der weiteren zentralen Forderungen der Partei ist ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE).
  6. Der Nationalstaat soll überwunden werden, die EU zu einem europäischen Bundesstaat entwickelt werden.
  7. Mehr über Transhumanismus erfahren Sie in diesem kostenlosen Kindle Buch oder in Ray Kurzweils “Menschheit 2.0“.
  8. Transhumane Bewegungen und Parteien gibt es inzwischen in vielen Staaten der Welt.
  9. Die Partei hat bislang noch an keinen Wahlen teilgenommen. Sie wurde zwar zur Bundestagswahl 2017 zugelassen, tritt aber nicht an.
  10. Mehr über die Partei erfahren Sie unter transhumane-partei.de.

10 Fakten über die Partei “Volksabstimmung – Ab jetzt…Demokratie durch Volksabstimmung Politik für die Menschen”

  1. Die Partei “Volksabstimmung – Ab jetzt…Demokratie durch Volksabstimmung Politik für die Menschen” wurde 1997 gegründet, hat ihren Sitz in Siegburg bei Bonn und derzeit rund 1.000 Mitglieder.
  2. Sie tritt im wesentlichen für Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild ein.
  3. In der Europapolitik tritt sie für ein “Europa der Vaterländer” und einen Austritt aus dem Euro ein.
  4. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Gesundheitspolitik. Hier setzt sich die Partei für eine antiwissenschaftliche alternative Medizin ein und spricht z.B. von der “AIDS-Lüge”.
  5. Auch in der Umwelt- und Klimapolitik vertritt sie alternative Positionen  und hält z.B. die CO2 Diskussion für einen Irrweg.
  6. Der Landesverfassungsschutz NRW hat die Partei gerade in ihren ersten Jahren als rechtsextrem eingestuft, zuletzt im Verfassungsschutzbericht 2006 des Bundeslandes.
  7. Die Partei nimmt regelmäßig an Wahlen teil, ihre größten Erfolge erzielt sie regelmäßig bei Europawahlen (z.B. 2004: 0,5% und 2014 noch 0,3%), ansonsten liegt sie prozentual meist darunter.
  8. Da die Partei ihren Sitz in Siegburg hat, ist sie hier auch kommunalpolitisch aktiv und hält seit 2004 einen Sitz im Rat der Stadt Siegburg und im Kreistag des Rhein-Sieg Kreis.
  9. Der Bundeswahlausschuss hat die Partei zur Bundestagswahl 2017 zugelassen.
  10. Mehr über die Partei erfahren Sie unter:
    blog.demokratie-durch-volksabstimmung.de.

10 Fakten über die Allianz Deutscher Demokraten

  1. Die Allianz Deutscher Demokraten (AD-Demokraten) wurde 2016 von dem türkischstämmigen Remzi Aru gegründet.
  2. Anlass für ihn war die nahezu einhellige Zustimmung zur Armenien Resolution des Deutschen Bundestags vom 2. Juni 2016, in der der Bundestag den Völkermord an den Armeniern durch das osmanische Reich während des 1. Weltkriegs, der von der Türkei geleugnet wird. Laut Aru wäre für Deutsche türkischer Abstammung keine deutsche Partei mehr wählbar.
  3. Ursprünglich wollten die AD-Demokraten die Abkürzung ADD verwenden, wogegen die AfD klagte und in erster Instanz Recht bekam.
  4. Der Partei wird inhaltliche Nähe zur türkischen AKP, deren Vorsitzender Erdogan ist, vorgeworfen.
  5. Die Partei tritt dafür ein, dass alle Kinder von Einwanderern einen Doppelpass erhalten können.
  6. In ihrer Medienarbeit setzt sie sich stark gegen vermeintlich anti-türkische Bestrebungen der deutschen Politik und griff z.B. Außenminister Gabriel scharf für seine Kritik an Erdogan an.
  7. Bei der Landtagswahl in NRW 2017 trat die Partei erstmals an und erhielt 0,15% der Zweitstimmen. 
  8. Der Bundeswahlausschuss hat die Partei zur Teilnahme an der Bundestagswahl 2017 zugelassen.
  9. Eine zentrale Forderung im Bundestagswahlkampf 2017 ist, Käufer deutscher Diesel PKW mit 9.000 Euro zu entschädigen.2
  10. Mehr Informationen über die Partei finden Sie unter ad-demokraten.de.