10 Fakten über Eleanor Roosevelt

  1. Eleanor Roosevelt wird am 11. Oktober 1884 als Eleanor Roosevelt als erstes Kind von Anna Livingston Ludlow Hall Roosevelt und Elliott Roosevelt, dem Bruder des späteren US-Präsidenten Theodore Roosevelt, in New York geboren.
  2. Ihre Eltern sterben früh, sie zieht zu ihrer Tante und wird zuerst von Verwandten erzogen. Von 1899 bis 1902 besucht sie ein exklusives Internat bei London, in dem sie eine umfangreiche Bildung erhält.
  3. Am 17. März 1905 heiratet sie Franklin D. Roosevelt, einen Onkel 6. Grades von ihr, mit dem sie seit 1903 verlobt ist. Sie werden sechs Kinder bekommen: Anna (1906–1975), James (1907–1991), Franklin Delano jr. (1909, stirbt im gleichen Jahr), Elliott (1910–1990), Franklin Delano jr. (1914–1988) und John Aspinwall (1916–1981).
  4. Ihr Mann beginnt 1910 eine politische Karriere, die ihn zunächst in den Senat des Bundesstaats New York führt. Eleanor begleitet diese eng und nimmt politisch großen Einfluss auf ihn. 1913 zieht die Familie nach Washington, da er Unterstaatssekretär für die Navy wird. Sie unterstützt ihn weiter, z.B. durch Einsätze für das Navy Red Cross nach dem Eintritt der USA in den ersten Weltkrieg 1917.
  5. Im Jahr 1918 entdeckte Eleanor Roosevelt, dass ihr Mann ein Verhältnis mit ihrer Sekretärin Lucy Mercer hat. Die Ehe wird nicht geschieden, jedoch führt sie fortan ein eigenständigeres Leben. 1929 beginnt sie zudem ein Verhältnis mit ihrem Leibwächter, Earl Miller und in den frühen 1930ern eine Liebesbeziehung zu der Journalistin Lorena Hickok, die erst mit Eleanors Tod endet.
  6. In den 1920er Jahren setzt sie sich innerhalb der demokratischen Partei stark für Frauenrechte ein. Auch sonst ist sie sehr umtriebig: 1925 gründet sie mit zwei Mitstreierinnen die politische Monatszeitschrift “Women’s Democratic News”. 1926 erwarben sie eine private Mädchenschule in Manhattan, in der sie dann in den folgenden Jahren Literatur, Geschichte und Politik unterrichtet. 1927 eröffnet sie mit den beiden Partnerinnen eine Möbelfabrik. Zudem unterstützt sie Franklin, der 1928 Gouverneur von New York wird.
  7. Als ihr Mann 1933 US-Präsident wird, entwickelt sie sich zur außergewöhnlich eigenständigen und aktiven First Lady und nimmt auch hinter den Kulissen großen Einfluss auf seine Politik. Ab 1936 schreibt sie eine wöchentliche Zeitungskolumne, die große Resonanz findet. Sie setzt sich stark für die Rechte von Afro-Amerikanern ein.
  8. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1945 ernennt sie dessen Nachfolger Harry S. Truman zur US-Delegierten bei den Vereinten Nationen. Im Jahr 1947 wird sie Vorsitzende der UN-Menschenrechtskommission vor, die zu diesem Zeitpunkt die Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ausarbeitet.
  9. Sie stirbt am 7. November 1962 an den Folgen einer Aplastischen Anämie. Sie wird auf dem Familienanwesen Springwood der Roosevelts neben ihrem Mann beerdigt.
  10. Auch nach ihrem Tod wird Eleanor Roosevelt viel Anerkennung zuteil. So werden Preise nach ihr benannt und eine Stiftung errichtet. Ihr Portrait wird die 2020 erscheinende 5 Dollar Note schmücken.

10 Fakten über Fridtjof Nansen

  1. Fridtjof Nansen wurde am 10. Oktober 1861 in Store Frøen bei Christiania (Norwegen), heute Oslo, geboren.
  2. Während seiner Jugend war er sportlich sehr aktiv, u.a. als Schwimmer, Eisschnellläufer und Skisportler. Er gewann zwölf Mal die nationalen Meisterschaften im Skilanglauf, und stellte im Alter von 18 Jahren den Weltrekord im Eisschnelllauf über die Distanz von einer Meile auf.
  3. 1881 begann Jansen, Zoologie zu studieren. Dadurch angeregt, nahm er 1882 an einer Expedition durch arktische Gewässer teil, in deren Verlauf er entdeckte, dass die Eisbildung im Meerwasser an der Oberfläche stattfindet und dass der warme Golfstrom unterhalb einer Schicht kalten Salzwassers verläuft. Direkt nach dieser Expedition wurde er Kurator der zoologischen Abteilung des Museums in Bergen und forschte. 1888 verteidigte er seine Dissertation über “Struktur und Verbindung der histologischen Elemente des zentralen Nervensystems”, auch wegen dieser gilt er als einer der Väter der modernen Neurologie.
  4. Vom 3. Juni 1888 bis zum 30. Mai 1889 führte er eine Expedition durch, während derer er Grönland durchquerte. Für diese entwickelte er das Prinzip der modernen Funktionskleidung, den modernen Kocher und entwickelte den Schlitten zum Nansenschlitten weiter. Während der Expedition lebten die Teilnehmer sieben Monate bei den Inuit, worüber Nansen das Buch “Eskimoleben” (Eskimoliv) schrieb. Außerdem machte er wesentliche Entdeckungen über die Geographie und Meteorologie Grönlands.
  5. Nach dieser Expedition heirate Jansen Eva Sars am 6. September 1889 und bekam mit ihr in Folge fünf Kinder: Liv (1893–1959), Kåre (1897–1964), Irmelin (1900–1977), Odd (1901–1973) und Asmund (1903–1913). Er soll jedoch während dieser Ehe durchaus Affären gehabt haben, u.a. mit Sigrun Munthe die er nach dem Tod seiner ersten Frau sogar heiratete. Während dieser zweiten Ehe hatte er dann ein Verhältnis mit der deutlich jüngeren US-amerikanischen Autorin Brenda Ueland.
  6. Eine weitere Expedition führte Jansen vom 21. Juli 1893 bis zum 13. August 1896 mit der Fram in die Barentssee und auf den Weg zum Nordpol, den er aber nicht erreichte. Immerhin brach er jedoch den Rekord für den nördlichsten bislang von Menschen erreichten Breitengrad. Auch wenn er sein eigentliches Ziel nicht erreichte, galt die Expedition wissenschaftlich und von der Leistung her als voller Erfolg und Jansen erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Orden. Über seine Erlebnisse schrieb er das Buch “In Nacht und Eis”, das ihn finanziell unabhängig machen sollte.
  7. Danach widmete er sich zunächst vornehmlich der Erforschung des Ozeans und entwickelte im zur Werkstatt ausgebauten Keller seines von ihm geplanten Herrenhauses u.a. die Nansenflasche, mit der Wasserproben aus der Tiefe entnommen werden können.
  8. Nansen setzte sich sehr für die Unabhängigkeit Norwegens ein. Nachdem die Norweger sich 1905 für die Unabhängigkeit von Schweden und die Beibehaltung der Monarchie stimmten, reiste Nansen nach Kopenhagen und überzeugte dort Carl von Glücksburg, Prinz von Dänemark, dass dieser König von Norwegen werden solle. 1906 wurde Nansen norwegischer Botschafter Norwegens in London.
  9. Später engagierte sich Nansen im Rahmen des Völkerbundes u.a. für Kriegsflüchtlinge des Ersten Weltkriegs (Nansen-Pass), Hungernde in der Sowjetunion und für die Opfer des türkischen Genozids an den Armeniern. 1922 erhielt er für “seine Arbeit zur Rückführung von Kriegsgefangenen, seine Arbeit für die russischen Flüchtlinge, seine Bemühungen zur Hilfe Millionen vom Hunger bedrohter Russen und schließlich seine gegenwärtige Arbeit für die Flüchtlinge in Kleinasien und Thrakien“ den Friedensnobelpreis.
  10. Am 13. Mai 1930 starb Nansen in einem Liegestuhl auf dem Balkon oberhalb der Südterrasse seines Hauses Polhøgda sitzend mit Blick auf den Oslofjord an einem Herzinfarkt. Sein Herz war durch die Folgen einer verschleppten Grippe geschwächt.

10 Fakten über den Rheinfall bei Schaffhausen

  1. Der Rheinfall bei Schaffhausen ist der größte Wasserfall am Rhein.
  2. Er befindet sich in der Schweiz auf dem Gebiet der Gemeinden Neuhausen am Rheinfall im Kanton Schaffhausen (rechtes Ufer) und Laufen-Uhwiesen im Kanton Zürich (linkes Ufer). Die Stadt Schaffhausen ist ca. 4km entfernt.
  3. Wegen der Gemeinde Laufen wurde der Rheinfall auch “Großer Laufen” genannt.
  4. Er ist 150m breit und das Wasser fällt 23m tief. In der Mitte befindet sich ein Fels.
  5. Im Mittel stürzen 373 Kubikmeter Wasser je Sekunde herunter, was aber starken Schwankungen unterworfen ist: Der höchste gemessene Wert betrug 1.250 Kubikmeter (1965), der niedrigste 95 (1921).
  6. Er gehört neben dem Sarpsfossen in Norwegen und dem Dettifoss auf Island zu den drei größten Wasserfällen Europas.
  7. Der Rheinfall ist touristisch sehr gut erschlossen. So gibt es auf beiden Seiten des Ufers Aussichtsplattformen. Zudem verkehren Boote um ihn herum, mit denen man auch zum mittleren Felsen fahren kann.
  8. Fische können den Rheinfall flussaufwärts nicht überwinden. Die einzige Ausnahme ist der Aal, der sich seitwärts – außerhalb des Flussbettes, also an Land –  am Wasserfall entlang schlängeln kann.
  9. Es ist verboten, den Rheinfall mit Kajaks etc. zu überwinden, was aber immer wieder ignoriert wird. Abgesehen davon, dass es sehr gefährlich ist, droht eine Strafe von bis zu 5.000 Schweizer Franken. Dennoch gibt es davon Videos.
  10. Der Rheinfall ist Gegenstand vieler Gedichte, Sagen und Geschichten. Eines der bekanntesten Gedichte stammt von Eduard Mörike.

Bild: (c) Tolomir72

10 Fakten über den Melbbach in Bonn

  1. Der Melbbach ist ein Bach in Bonn und hat die Gewässerkennzahl DE:2719716.
  2. Der Name ist wahrscheinlich keltischen Ursprungs. “Melb”  bedeutet so viel wie lehmig und deutet auf im Kottenforst vorhandenen Lehmvorkommen hin.
  3. Andere Namen sind Engelsbach – nach einem ehemaligen Kloster – und Poppelsdorfer Bach.
  4. Die Quelle liegt nahe der Waldau im Kottenforst.
  5. Der Bach fließt dann durch das Melbtal, ab dem Melbbach verläuft er unterirdisch.
  6. An der Stelle, an der sich heute das Melbbad befindet, befand sich früher eine Wassermühle (siehe Bild).
  7. In Poppelsdorf fließt er in den Poppelsdorfer Weiher am Poppelsdorfer Schloss, der auch Melbweiher genannt wird.
  8. Von dort aus fließt er auf verschiedenen Wegen unterirdisch weiter.
  9. Der Melbbach fließt bei Rheinkilometer 653,93 – also fast Rheinkilometer 654 – in den Rhein.
  10. Insgesamt ist der Melbbach 6,1km lang, sein Einzugsgebiet beträgt 5,024km².

10 Fakten über die Trojan-Room-Kaffeemaschine

  1. Die “Trojan Room Kaffeemaschine” war eine Kaffeemaschine im Flur vor dem sogenannten Trojan Room des alten Rechnerlabors der britischen University of Cambridge.
  2. Sie war die Motivation für die erste Webcam, die den Füllstand in der Kanne anzeigte. Die Webcam wurde 1991 in Betrieb genommen und war zuerst nur über das interne Netz der Universität abrufbar.
  3. Technisch wurde das Bild mittels einer Kamera und einer Framegrabberkarte über einen Acorn-Archimedes-Rechner erfasst.
  4. Ab 1993 war sie öffentlich über das Internet erreichbar und wurde schnell sehr populär und löste wohl den Webcam Boom im frühen Internet aus.
  5. Das Bild hatte eine Auflösung von 128 mal 128 Pixel und war schwarz-weiß.
  6. Sie kommt im Spiel “Hitman 2: Silent Assassin”, wo der Spieler sie in einer Mission zerstören muss. Auch war sie Gegenstand eines Aprilscherzes, laut dem es ein “Hyper Text Coffee Pot Control Protocol” geben würde.
  7. Am 22. August 2001 um 09:54 UTC wurde die Kamera abgeschaltet. Das letzte Bild zeigt, wie den Mausklick, mit dem der Kameraserver heruntergefahren wird.
  8. Die letzte der insgesamt vier oder fünf Kaffeemaschinen wurde für 3.500 Britische Pfund über eBay versteigert. Höchstbietender war “SPIEGEL Online”.
  9. Krups reparierte die Maschine kostenlos und dann war sie einige Zeit in der Redaktion von SPIEGEL Online im Einsatz.
  10. Inzwischen steht die Kamera als Dauerleihgabe im Nixdorf Museum in Paderborn.

Bild: By Quentin Stafford-FraserTrojan Room Coffee Pot biography, CC BY-SA 3.0, Link

10 Fakten über den Kuss

  1. Ein Kuss ist definiert als oraler Körperkontakt mit einer Person oder auch einem Gegenstand. Die Wissenschaft von der Erforschung des Kusses nennt man Philematologie.
  2. Über die Entstehung des Küssens gibt es verschiedene Theorien. Eine besagt, dass der Kuss daher rührt, dass die Mütter früher ihrer Kinder von Mund zu Mund mit vorgekauter Nahrung fütterten. Diese Theorie gilt aber inzwischen als überholt, insbesondere da der Kuss ursprünglich nur bei weniger als der Hälfte der Kulturen auf diesem Planeten verbreitet und anerkannt war.
  3. Große Bedeutung hatte der Kuss schon bei den Römern sowie dadurch später auch im Christentum, wodurch er ein vielfältiger Bestandteil unserer Kultur wurde. So war früher der Friedenskuss verbreitet, der als Osterkuss in der orthodoxen Kirche weiter Bestand hat – der sozialistische Bruderkuss ist auch auf diesen zurückzuführen. Im Mittelalter wurden Lehensverhältnisse mit einem Kuss besiegelt. Inzwischen ist er ein Symbol der Liebe. Eine besondere Bedeutung hat der Judaskuss, mit dem Judas in der Bibel Jesus Christus verriet. In der Mafia wird der Kuss oft auch als Todesdrohung verwendet, was in einigen Filmen und Krimis aufgegriffen wird.
  4. Beim Küssen bewegen sich bis zu 34 Gesichtsmuskeln, der Körper bildet mehr Hormone wie Dopamin und Adrenalin. Das Stresshormon Kortisol wird weniger ausgeschüttet. Der Herzschlag beschleunigt sich und der Blutdruck steigt. Viele Mediziner halten Küssen daher für gesund. Ein Kuss verbrennt  zudem rund 7kcal pro Minute
  5. Bei einem Kuss werden auch bis zu 80 Millionen Bakterien übertragen, was für Vielfalt in der Mundflora sorgt. Einige Krankheiten sind damit jedoch auch über Küsse übertragbar, darunter Herpes und Formen der Hepapitis. Das Pfeiffersche Drüsenfieber heißt sogar “Kissing Disease” oder “Kusskrankheit”. Wie immer im Leben sollte man also Vorsicht walten, sich die Lust am Küssen aber nicht vermiesen lassen. Passend dazu: Die Angst vorm Küssen heißt Philemaphobie
  6. Nur 3% der Frauen aber immerhin 37% der Männer küssen mit geöffneten Augen. Und rund 75% der Menschen neigen beim Küssen den Kopf nach Rechts.
  7. Auch im Tierreich gibt es Küsse, mit denen vom Menschen vergleichbar am ehesten bei Bonobos, die sich sogar Zungenküsse bei sexueller Erregung geben. Schimpansen küssen sich zur Versöhnung nach Streit. Viele Küsse im Tierreich, die wie Küsse aussehen, haben damit aber nichts zu tun sondern dienen anderen Zwecken, sondern z.B. dem Nahrungsaustausch, einer Art “Beschnüffeln” (Informationsaustausch) oder der Übergabe von Eiern bei Maulbrütern.
  8. Der längste dokumentierte Kuss dauerte 58 Stunden, 35 Minuten und 58 Sekunden und wurde von den Thailändern Ekkachai und Laksana Tiranarat vom 12. bis 14. Februar 2013 in Pattaya absolviert.
  9. Teilweise wird das Küssen reglementiert – in Frankreich darf man sich z.B. nicht auf Bahnübergängen küssen, was ja noch sinnvoll ist. In Wisconsin ist das Küssen in Zügen gleich ganz verboten, in Michigan darf man seine Frau nicht am Sonntag küssen und in Eureka (Nevada) gilt ein Kussverbot für Schnurrbartträger.
  10. Besondere Bedeutung hat das Küssen unter dem Mistelzweig: Macht man dies zu Weihnachten, bleibt man angeblich immer zusammen. Wenn es bei Ihnen nicht funktioniert hat: Die Regel gilt nur, wenn der Mistelzweig mit einer goldenen Sichel geschnitten und 12 Tage nach dem Kuss verbrannt wird.

Da der 6. Juli der Tag des Kusses ist, ist dies einer der Artikel zum Tage.

10 Fakten über den Mars

  1. Der Mars ist der vierte Planet unseres Sonnensystems.
  2. Mit einem Durchmesser von rund 6.792 km ist er der zweitkleinste Planet im Sonnensystem.
  3. Die mittlere Entfernung von der Sonne beträgt 227,9 Millionen Kilometer, das Licht von der Sonne zum Mars benötigt damit etwas über 12 Minuten.
  4. Ein Marsjahr dauert 687 Erdentage, ein Marstag, Sol genannt, 24 Stunden, 39 Minuten und 35,244 Sekunden..
  5. Der Mars ist ein Gesteinsplanet, der von vielen Kratern und Vulkanbergen, aber auch ausgedehnten Ebenden geprägt ist. Die höchste Erhebung ist der Olympus Mons (21,3 km über mittlerem Null; 26,4km oberhalb der Ebene), die höchste Erhebung auf einem Planeten im Sonnensystem. Die Oberfläche erscheint durch Eisenoxyd rötlich, so dass der Mars auch der “Rote Planet” genannt wird.
  6. Der Mars hat eine sehr dünne Atmosphäre, die fast ausschließlich aus Kohlenstoffdioxid  (95,97%) besteht. Es gibt Jahreszeiten und gelegentlich sogar noch in geringen Mengen flüssiges Wasser. Die Temperaturen betragen zwischen -133° und 27° Celsius, im Mittel -55° Celsius. Die Umwelt ist damit alles in allem eher lebensfeindlich. Es wird aber nicht ausgeschlossen, dass die Bedingungen früher besser waren und sich auch noch jetzt in wenigen Gebieten oder unter der Oberfläche einfache Mikroben erhalten haben.
  7. Der Mars hat zwei Monde, Phobos und Deimos.
  8. Als zweithellstes Objekt des Nachthimmels ist der Mars seit jeher bekannt; er lässt sich mit Teleskopen sehr gut beobachten. Er wurde bislang von zahlreichen Raumsonden besucht, insbesondere den USA gelangen seit den zahlreiche erfolgreiche Landungen und Missionen. So ist der Mars außer der Erde der am besten erforschte Planet des Sonnensystems.
  9. Benannt ist er Mars , dem römischen Kriegsgott. In der nordischen Mytologie ist ihm Tyr, der Gott des Rechts und des Krieges zugeschrieben. Mars hatte in den meisten Kulturen eine große Bedeutung.
  10. Der Mars beflügelte schon immer die Phantasie der Menschen, was sich in zahlreicher Science-Fiction Literatur auch schon aus dem 19. Jahrhundert widerspiegelt. Immer noch lesenswert ist “Auf zwei Planeten” aus dem Jahr 1897. Aktuell ist z.B. “Der Marsianer“. Hier haben wir eine Liste mit weiteren interessanten Büchern und Links rund um den Mars.

Bild: NASA/JPL/Malin Space Science Systems (Mars at Ls 211°: Tharsis)

10 Fakten über die Erde (als Planet)

This color image of the Earth was obtained by NASA’s Galileo spacecraft on Dec. 11, 1990, when the spacecraft was about 1.5 million miles from the Earth.
  1. Die Erde ist der dritte Planet unseres Sonnensystems und einer der vier sog. Gesteinsplaneten.
  2. Mit einem Durchmesser von rund 12.756,32 km ist sie der fünftgrößte Planet im Sonnensystem.
  3. Die mittlere Entfernung zur Sonne beträgt etwa 149,6 Millionen Kilometer, das Licht von der Sonne zur Erde benötigt damit etwa 8 Minuten.
  4. Die Erde umkreist die Sonne in 365 Tagen, 6 Stunden, 9 Minuten und 9,54 Sekunden, ein Tag auf der Erde dauert 24 Stunden.
  5. Die Erde ist der einzige Planet im Sonnensystem, auf dem flüssiges Wasser bekannt ist; 70,7% sind damit bedeckt; sie wird daher auch der “blaue Planet” genannt. Es gibt eine ausgeprägte Plattentektonik. Sie ist derzeit der einzige uns bekannte Planet, auf dem es Leben gibt.
  6. Die Erde hat eine dichte Atmosphäre, die im wesentlichen aus Stickstoff (78,08%), Sauerstoff (20,95%) Argon (0,93%) und weiteren Gasen. Die Atmosphäre schützt die Erde wirksam vor Meteoriteneinschlägen.
  7. Die Erde verfügt über einen Mond.
  8. Als unser Heimatplanet ist die Erde sehr gut erforscht und wird von vielen Satelliten umkreist.
  9. Die Erde ist der einzige Planet des Sonnensystems, dessen Name nicht aus der griechischen oder römischen Mythologie stammt.
  10. Kulturell hat die Erde als unser Heimatplanet natürlich die größte Bedeutung für uns Menschen. Diese ging so weit, dass sie früher als Mittelpunkt des Weltalls gesehen wurden. Viele frühe Religionen verehren Erdgöttinnen- und götter. Die Gaia-Hypothese aus den 1960er Jahren besagt, dass die Erde und ihre Biosphäre wie ein Lebewesen betrachtet werden können.

Bild: This color image of the Earth was obtained by NASA’s Galileo spacecraft on Dec. 11, 1990, when the spacecraft was about 1.5 million miles from the Earth.

10 Fakten über die Venus

  1. Die Venus ist der zweite Planet unseres Sonnensystems.
  2. Mit einem Durchmesser von rund 12.103,6 km ist sie der drittkleinste Planet im Sonnensystem.
  3. Die mittlere Entfernung von der Sonne beträgt 108 Millionen Kilometer, das Licht von der Sonne zur Venus benötigt damit etwa 6 Minuten.
  4. Ein Venusjahr dauert 225 Erdentage, ein Venustag 243 Erdentage.
  5. Die Venus ist ein Gesteinsplanet, der keine sehr hohen Höhenunterschiede aufweist. Der größte bekannte Krater wurde Mead getauft und hat einen Durchmesser von 270km. Daneben gibt es eine intensive vulkanische Aktivität.
  6. Sie hat eine sehr dichte Atmosphäre, die fast ausschließlich aus Kohlendioxid  (96,5%) besteht. Die Wolkenschicht ist so dicht, dass die Oberfläche des Planeten nicht beobachtet werden kann. Die Temperaturen betragen zwischen 437° und 497° Celsius. Die Umwelt ist damit alles in allem sehr lebensfeindlich.
  7. Neben dem Merkur ist die Venus der einzige Planet des Sonnensystems, der keinen Mond hat. Möglicherweise war der Merkur früher einmal ein Mond der Venus.
  8. Als zweithellstes Objekt des Nachthimmels ist die Venus seit jeher bekannt; sie lässt sich mit Teleskopen sehr gut beobachten. Sie wurde bislang von zahlreichen Raumsonden besucht, insbesondere der Sowjetunion gelangen seit den 1960ern Jahren zahlreiche Landungen.
  9. Benannt ist sie nach Venus, der römischen Göttin der Liebe. Bei den Germanen wurde sie Freya zugeschrieben.
  10. Lange ging man aufgrund der beobachteten dichten Wolken davon aus, dass die Venus ein lebensfreundlicher Planet sei, was sich in der frühen SciFi Literatur widerspiegelt. Dies hat sich seit den 1960er Jahren etwas abgeschwächt, seitdem man um die wahren Bedingungen auf dem Planeten weiß. Dennoch ist die Venus nach wie vor häufiger Gegenstand der Pop-Kultur.

Bild: NASA’s MESSENGER spacecraft snapped a series of images as it approached Venus on June 5. The planet is enshrouded by a global layer of clouds that obscures its surface to the MESSENGER Dual Imaging System (MDIS) cameras. Quelle NASA

10 Fakten über den Merkur

  1. Der Merkur ist der sonnennächste Planet unseres Sonnensystems.
  2. Mit einem Durchmesser von rund 4.879,4 km ist er der kleinste Planet im Sonnensystem.
  3. Die mittlere Entfernung von der Sonne beträgt 58 Millionen Kilometer, das Licht von der Sonne zu Merkur benötigt damit etwa 3:13 Minuten.
  4. Ein Merkurjahr dauert 88 Erdentage, ein Merkurtag 176 Erdentage.
  5. Merkur ist ein von Kratern geprägter Gesteinsplanet. Der größte bekannte Krater wurde Rembrandt getauft und hat einen Durchmesser von 716km.
  6. Er hat eine sehr dünne Atmosphäre, die aus Sauerstoff (42%), Natrium (29 %), Wasserstoff (22 %) und Helium (6 %) besteht. Die Temperaturen betragen zwischen -173° und +430° Celsius. Die Umwelt ist damit alles in allem sehr lebensfeindlich.
  7. Neben der Venus ist der Merkur der einzige Planet des Sonnensystems, der keinen Mond hat. Möglicherweise war er selber einmal ein Mond der Venus.
  8. Bekannt ist der Merkur bereits seit der Zeit der Sumerer. Er lässt sich mit Teleskopen recht gut beobachten. Von Raumsonden wurde er bislang erst zwei mal besucht: den Mariner 10 (1974 bis 1975) und Messenger (2008 bis 2015).
  9. Benannt ist er nach Mercurius, dem römischen Gott der Händler und Diebe. Bei den Germanen wurde er Odin bzw. Wotan zugeschrieben. Die Alchemisten des Mittelalters ordneten ihm das Element Quecksilber zu, worauf noch die englische Bezeichnung Mercury dafür hinweist.
  10. In der Pop Kultur SciFi Literatur kommt er wegen seiner Größe und lebensfeindlichen Bedingungen nur selten vor. Lesenswert ist der Roman 2312 von Kim Stanley Robinson.

Bild: Südpol des Merkur; Quelle NASA