10 Fakten über die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD)

  1. Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) wurde am 28. November 1964 gegründet.
  2. Schon bei der Bundestagswahl 1965 erreichte die Partei 2% und 1966 gelang ihr der Einzug in die Landtage von Hessen und Bayern. 1967 zog sie zudem in die Landtage von Bremen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ein.
  3. Ihr bestes Ergebnis erreichte die NPD bei der baden-württembergischen Landtagswahl am 28. April 1968, wo sie 9,8% erreichte. Bei der Bundestagswahl 1969 scheiterte sie mit 4,3% knapp an der 5% Hürde.
  4. Danach begann ein Abstieg der Partei. Bei der Bundestagswahl 1972 erreichte sie nur noch 0,6% der Stimmen und war fortan auch in keinem Landesparlament mehr vertreten.
  5. Erfolge erzielte die NPD wieder in den frühen 2000ern. Bei der Landtagswahl im Saarland am 5. September 2004 erreichte die NPD 4%, bei der Landtagswahl in Sachsen am 19. September 2004 konnte die NPD schließlich zum ersten Mal seit 1968 wieder in ein Landesparlament einziehen – sie erreichte 9,2% der Stimmen. Bis 2016 war die NPD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern vertreten. Seitdem ist sie nur noch kommunalpolitisch erfolgreich.
  6. Die NPD ist programmatisch durchaus an der NSDAP ausgerichtet. Das Bundesverfassungsgericht stellt fest, sie wolle “die bestehende Verfassungsordnung durch einen an der ethnisch definierten ‚Volksgemeinschaft‘ ausgerichteten autoritären Nationalstaat ersetzen”.
  7. Auf dem Bundesparteitag von 1996 wurde das “Drei-Säulen-Konzept” beschlossen, beschlossen, das den “Kampf um die Straße”, den “Kampf um die Parlamente” und den “Kampf um die Köpfe” umfasst. So ist die NPD insbesondere in den östlichen Bundesländern außerparlarmentarisch sehr aktiv.
  8. 2001 wurden von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat Verbotsanträge beim Bundesverfassungsgericht gestellt, die im März 2003 aus Verfahrensgründen eingestellt wurden, nachdem bekannt wurde, dass in den Reihen der NPD V-Leute des Verfassungsschutzes tätig waren.
    Ein zweites 2015 eingeleitetes Verbotsverfahren wurde 2017 vom Bundesverfassungsgericht zurückgewiesen, da die Partei zwar verfassungswidrig sei, ihr aber die Potenzialität fehle, die Verfassung zu beseitigen. Dieses Urteil kann man durchaus kritisch sehen.
  9. Die NPD hat – insbesondere aufgrund von Unregelmäßigkeiten und daraus nicht gezahlter Parteifinanzierung – immer wieder finanzielle Probleme.
  10. Mehr über die NPD erfahren Sie unter npd.de.

10 Fakten über Schneewittchen

  1. Schneewittchen ist ein Märchen der Brüder Grimm (ATU 709). In der Erstausgabe von 1812 ist als Titel zusätzlich noch die Übersetzung “Schneeweißchen” angegeben
  2. Eine Königin sitzt an einem Fenster, näht und sticht sich mit der Nähnadel in den Finger, worauf drei Blutstropfen in den Schnee fallen. Sie wünscht sich ein Kind “so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie das Holz an dem Rahmen”. Sie bekommt eine Tochter, die Schneewittchen genannt wird, weil sie helle Haut, rote Wangen und schwarze Haare hat. Die Königin stirbt, ihr Mann heiratet eine sehr schöne, aber eitle und böse Frau, die einen Zauberspiegel hat. Als dieser ihr sagt, dass Schneewittchen schöner sei als sie, beauftragt sie einen Jäger, Schneewittchen zu töten, was dieser nicht ausführt. Schneewittchen findet bei sieben Zwergen hinter sieben Bergen Unterschlupf. Durch den Zauberspiegel erfährt dies die Königin und versucht Schneewittchen zu töten, was beim dritten Versuch mit einem giftigen Apfel gelingt. Die Zwerge legen Schneewittchen in einen Glassarg, wo es ein Königssohn sieht und nach Absprache mit den Zwergen mitnimmt, wobei der der Sarg hinfällt und dabei das giftige Apfelstück aus Schneewittchens Hals rutscht – Schneewittchen erwacht. Der Prinz heiratet sie und auch die Stiefmutter kommt zur Hochzeit, wo sie in rotglühenden Eisenpantoffeln tanzen muss, bis sie stirbt.
  3. Das Märchen gibt es in Varianten schon lange in verschiedenen Versionen in ganz Europa, was auch für die Universalität der Botschaften des Märchens spricht.
  4. Schneewittchen gehört zu den bekanntesten Märchen der Gebrüder Grimm, was auch mit der Verfilmung durch Disney (Snowhite) erklärt werden kann.
  5. Überhaupt entwickelte sich Schneewittchen zur Kulturikone und wurde oftmals verfilmt, neu erzählt und besungen. Zitate und Bilder aus dem Märchen gehören zum Allgemeingebrauch.
  6. Zunächst ist in dem Märchen symbolisch die Zahl drei besonders, was durch die drei Blutstropfen und die damit korrespondierenden drei Tötungsversuche seitens der König deutlich wird, bei der sie Schneewittchen die drei Symbole der Venus überreicht.
  7. Eine besondere Bedeutung spielt zudem die Zahl Sieben – Schneewittchen findet bei sieben Zwergen hinter den sieben Bergen Zuflucht. Die Sieben ist generell eine besondere Zahl. Oft wird interpretiert, sie stehe hier sowohl bei den Zwergen als auch bei den Bergen für etwas Raum- und Zeitübergreifendes, was die Allgemeingültigkeit der Botschaft des Märchens oder seine Zeitlosigkeit unterstreichen soll. Die sieben Zwerge werden teilweise auch als Verkörperungen von Sonne, Mond und die die in der Antike bekannten fünf Planeten oder die Wochentage gesehen, die jeweils auch für Raum und Zeit stehen. Nach hier vertretener Ansicht dürfte es sich hierbei um eine Überinterpretation handeln und der Hintergrund viel einfacher sein: Die sieben gilt in europäischen Kulturen und im Christentum als durchaus positiv besetzt, dadurch es sieben Zwerge sind, soll unterstrichen werden, dass es sich hier um positive hilfreiche Kobolde handelt, anders als z.B. beim alleine und eigennützig agierenden Rumpelstilzchen.
  8. Grundsätzlich ist die Botschaft des Märchens, dass Eitelkeit übel endet und sich das Gute – wie immer – durchsetzt.
  9. Als Schneewittchen bezeichnet man eine schöne Frau mit heller Haut. Beim Bundesverfassungsgericht spricht man scherzhaft von einem Schneewittchensenat, wenn dieser sieben Richter und eine Richterin umfasst. Einige Produkte mit großen Glasflächen werden als Schneewittchensarg bezeichnet, z.B. der Volvo P1800 ES.
  10. Mehrere Städte und Regionen behaupten, Heimat von Schneewittchen zu sein, darunter Kassel und Lohr am Rhein.

10 Fakten über das Rumpelstilzchen

  1. Bekannt wurde das Rumpelstilzchen durch das gleichnamige Märchen der Gebrüder Grimm (ATU 500).
  2. In diesem Märchen behauptet ein Müller, dass seine Tochter Stroh zu Gold spinnen könne. Der König stellt ihr die Aufgabe, über Nacht eine Kammer voll Stroh zu Gold zu spinnen, ansonsten müsse sie sterben. Ein Männchen erscheint, das ihr gegen ihr Halsband Hilfe anbietet und die Aufgabe erledigt. In der zweiten Nacht fordert es einen Ring, dann das erste  Kind aus der Ehe mit dem König. Als der Zwerg später das Kind fordert, bietet ihm die Müllerstochter Reichtümer an, was der Zwerg ablehnt; er gibt ihr aber drei Tage Zeit, um seinen Namen zu erraten. Liege sie richtig, dürfe sie das Kind behalten. Als die Königin den Namen durch glückliche Fügung erfährt, zerreißt sich das Rumpelstilzchen vor Wut und ruft dabei “Das hat dir der Teufel gesagt!”
  3. Von dem Märchen gibt es wie übliche mehrere Versionen, in der ersten von den Gebrüdern Grimm 1812 veröffentlichten läuft das Rumpelstilzchen nur weg und zerreisst sich nicht.
  4. Ursprünge des Märchens gab es mündlich überliefert im deutschsprachigen Raum, ein ähnliches schriftlich festgehaltenes französisches Märchen bereits im frühen 18. Jahrhundert. Das Bild der Gold spinnenden Jungfrau sowie die Notwendigkeit, einen Namen zu erraten, um ein Unheil zu verhindern, gibt es zudem in anderen alten Sagen.
  5. Ansätze an den Namen Rumpelstilzchen tauchen erstmals im 16. Jahrhundert in einer Auflistung von Kinderspielen auf: “Rumpele stilt, oder der Poppart” (Fischarts Geschichtsklitterung, Kapitel 25). Das Buch war den Gebrüdern Grimm bekannt und sie bezogen sich beim Namen wohl auch darauf. Wahrscheinlich handelte es sich dabei um ein Spiel mit einer klopfenden Holzpuppe o.ä. Ein Rumpelstilzchen könnte in der Folge eine Art Kobold bezeichnet haben, der an Möbeln, z.B. Tischbeinen poltert und rumpelt.
  6. Eine ähnliche Erklärung könnte auch in “Schrumpelstelzchen” liegen, was einen Zwerg mit kurzen Beinen bezeichnet.
  7. Weitgehende Einigkeit herrscht in der Märchenforschung, dass es sich bei dem Geschäft “Goldspinnen” gegen Kind um einen typischen Teufelspakt handelt, das Rumpelstilzchen also ein Gehilfe oder Verbündeter des Teufels ist. Darauf deuten insbesondere seine letzten Worte “das hat Dir der Teufel gesagt” hin, denn nur der Teufel konnte also seinen echten Namen kennen. Auch das Einräumen einer eigentlich unmöglich zu erfüllenden Aufgabe als Ausweg ist typisch für einen Teufelspakt. So oder so – das Rumpelstilzchen handelt zu jedem Zeitpunkt keinesfalls uneigennützig, sondern ist immer auf seinen Vorteil bedacht. Insbesondere hätte es nicht das Kind fordern müssen und hätte sich auch nicht selbst töten müssen. Es gehört damit keinesfalls zu den positiven Zwergen und Kobolden, wie z.B. die Heinzelmännchen.
  8. Andere Deutungen sehen in der Figur des Rumpelstilzchens auch antisemitische Motive, die an Ritualmordlegenden anknüpfen. Auch in der Psychoanalyse wird es behandelt und dort als eine Ausprägung des Unterbewussten gesehen.
  9. Als Rumpelstilzchen bezeichnet man heute, insbesondere im süddeutschen Sprachraum, einen jähzornigen, tobenden Menschen.
  10. Auch in der Popkultur hat sich das Rumpelstilzchen fest etabliert und kommt in Songs, Filmen und Computerspielen vor.

10 Fakten über Lunar Orbiter 1

  1. Lunar Orbiter 1 ist eine Mondsonde der NASA.
  2. Sie wurde am 10. August 1966 um 19:31 UTC gestartet.
  3. Das Gewicht der Sonde betrug rund 388kg und sie wurde von Boeing hergestellt.
  4. Ziel der Mission war die Kartographierung der Mondoberfläche, um geeignete Plätze für Landesonden und die bemannte Mondmission zu finden.
  5. Die Sonder erreichte den Mond am 14. August 1966 und begann am 18. August 1966 mit der Übermittlung der ersten Bilder.
  6. Am 23. August 1966 sendete sie das erste Foto eines Erdaufgangs aus Mondperspektive überhaupt (siehe oben).
  7. Insgesamt übermittelte die Sonde 229 Bilder.
  8. Neben der Kamera hatte die Sonde weitere Instrumente an Bord, die u.a. Mikrometeoriten aufspüren sollten.
  9. Am 29. Oktober 1966 endete die Mission, Lunar Orbiter 1 zerschellte geplant während der 577. Umkreisung auf dem Mond.
  10. Auch wenn nicht alle geplanten Bereiche fotografiert wurden, gilt die Mission als voller Erfolg.

10 Fakten über Mariä Himmelfahrt

  1. Mariä Himmelfahrt, auch Mariä Aufnahme in den Himmel, ist ein kirchlicher Feiertag am 15. August. Es ist ein Hochfest der katholischen Kirche und wird auch von anderen christlichen Kirchen begangen.
  2. Gefeiert wird die Aufnahme der Gottesmutter Maria in den Himmel.
  3. Andere und volkstümliche Bezeichnungen sind “Assumptio Beatae Mariae Virginis”, “Aufnahme der seligen Jungfrau Maria”, Dormitio, “Hoher Frauentag”, “Maria Würzweih” oder Büschelfrauentag.
  4. In den Ostkirchen ist die Bezeichnung “Hochfest des Entschlafens der allheiligen Gottesgebärerin” oder “Entschlafung der hochheiligen Meisterin unser, der Gottesgebärerin” (Syrisch Orthodox). In den orthodoxen Kirchen findet vorher das zweiwöchige Marienfasten statt, in dem auf Fleisch, Fisch, Milchprodukte und in der Regel auch auf Wein und Öl verzichtet werden soll und in der Armenisch Apostolischen Kirche werden danach traditionell die Weintrauben gesegnet.
  5. Eingeführt wurde der Tag im 5. Jahrhundert von Bischof Kyrill von Alexandrien.
  6. Der 15. August wurde gewählt, da er im römischen Reich schon eine Tradition als Feiertag hatte. So waren es die “Feriae Augusti”, Feiertage des Augustus, an denen Ader römische Kaiser Augustus Mitte August drei Tage lang seine Siege über Marcus Antonius und Kleopatra bei Actium und Alexandria feierte; später beschränkte sich dies auf den 15. August. Möglicherweise wurde am 15. August auch die Himmelfahrt der mythischen Gottheit Astraea gefeiert. Weitere Bezüge bestehen zu der iranischen Gottheit Anahita und der altarmenischen Muttergottheit Anahit.
  7. Gerade in Süddeutschland und Österreich wird das Fest groß gefeiert, oft auch mit Prozessionen. Bekannt ist z.B. die Lindauer Schiffsprozession.
  8. Zum Brauchtum gehört auch, dass an dem Tag Kräuter gesegnet werden, womit sich z.B. der Name “Maria Würzweih” erklärt.
  9. In Deutschland ist Mariä Himmelfahrt im Saarland und in Gemeinden Bayerns mit überwiegend katholischer Bevölkerung Feiertag. In einigen Bundesländern wie z.B. Sachsen ist es zwar kein gesetzlicher Feiertag, es gelten aber bestimmte Schutzvorschriften, so dass z.B. das Rasenmähen an Maria Himmelfahrt zu den Gottesdienstzeiten untersagt ist.
  10. In Österreich ist Mariä Himmelfahrt bundesweit gesetzlicher Feiertag, im Bundesland Tirol wurde das Fest Mariä Himmelfahrt im Jahr 1959 zudem zum Gedenken an die Befreiung Tirols im Jahr 1809 zum Landesfeiertag mit der Bezeichnung “Hoher Frauentag” erklärt. In Liechtenstein ist Maria Himmelfahrt gleichzeitig der Staatsfeiertag, in der Schweiz ist er in einigen Kantonen geschützt. In vielen katholisch geprägten Staaten wie Belgien, Frankreich, Italien, Kroatien, Litauen, Luxemburg, Malta, Polen, Portugal, Slowenien und Spanien ist heute Feiertag, ebenso in den überwiegend orthodoxen Staaten Griechenland, Georgien, Rumänien und Zypern.

Bild: Pinturicchio (und Gehilfen) Entstehung: 15./16. Jahrhundert

 

10 Fakten über den Intel 80286

  1. Der Intel 80286, auch einfach 286 oder 286er genannt, ist ein 16 Bit Prozessor von Intel.
  2. Er wurde von 1981 bis 1991 hergestellt.
  3. Der 80286 verfügt über 134.000 Transistoren.
  4. Die Fertigung des 80286 erfolgte in 1,5 µm Technik.
  5. Er beherrscht den x86-16 Befehlssatz und hat zudem MMU Unterstützung.
  6. Den 80286 gibt es mit Taktfrequenzen zwischen 4MHz und 25 MHz.
  7. Der 80286 kann leistet je nach Variante bis zu 2,66 MIPS.
  8. Es gibt – teilweise verbesserte – in Lizenz gefertigte Varianten, u.a. von IBM, AMD, Harris (Intersil), Siemens und Fujitsu.
  9. Der 80286 war der erste Intel Prozessor, der den Protected Mode und damit auch die Adressierung von mehr Speicher erlaubte, was anfangs von den meisten Betriebssystemen nicht oder nur unzureichend unterstützt wurde.
  10. Für eine große Verarbeitung sorgte der IBM PC AT (Advanced Technology), der 1984 vorgestellt wurde.

Bild: By Konstantin Lanzet (with permission) – CPU collection Konstantin Lanzet, received per EMailCamera: Canon EOS 400D, CC BY-SA 3.0, Link

10 Fakten über den Intel 8086

  1. Der Intel 8086 ist ein 16 Bit Prozessor von Intel.
  2. Er wurde von 1978 bis 1998 hergestellt.
  3. Der 8086 verfügt über 29.000 Transistoren.
  4. Die Fertigung des 8086 erfolgte in 3 µm Technik.
  5. Er beherrscht den x86-16 Befehlssatz.
  6. Den 8086 gibt es mit Taktfrequenzen zwischen 5 MHz und 10 MHz.
  7. Der 8086 kann rund 750.000 Instruktionen je Sekunde verarbeiten.
  8. Es gibt – teilweise verbesserte – in Lizenz gefertigte Varianten, u.a. von AMD, NEC, Fujitsu, Harris (Intersil), OKI, Siemens, Texas Instruments, Mitsubishi, Panasonic (Matsushita). Daneben gibt es weitere Varianten von Intel für spezielle Anwendungsbereiche.
  9. Der erste kommerzielle Computer mit dem 8086 Prozessor war der Mycron 2000, der 1980 auf den Markt kam. Aber auch noch 1987 eingeführte PS/2 Systeme von IBM setzten auf den Prozessor. Die NASA setzte spezielle Versionen des 8086 bis zum Ende für die Space Shuttles ein. Erfolgreicher war übrigens der Intel 8088, der kleinere Bruder, der im ersten IBM PC zum Einsatz kam.
  10. Am 5. Juni 2018 veröffentlichte Intel eine Jubiläumsedition des 8086, genannt Intel Core i7-8086K.

By Thomas NguyenOwn work, CC BY-SA 4.0, Link

10 Fakten über den Intel 8088

  1. Der Intel 8088 ist ein 16/8 Bit Prozessor von Intel.
  2. Intern arbeitet er mit 16 Bit, hat allerdings nur einen 8 Bit Datenbus. Er ist damit die abgespeckte Variante des Intel 8086 Prozessors.
  3. Er wurde von 1979 bis 1998 hergestellt.
  4. Der 8088 verfügt über 29.000 Transistoren.
  5. Die Fertigung des 8088 erfolgte in 3 µm Technik.
  6. Er beherrscht den x86-16 Befehlssatz.
  7. Anfänglich wurde er mit 4,77 MHz getaktet. Spätere Versionen liefen mit bis zu 10 MHz.
  8. Der 8088 kann zwischen 0,33 bis zu 1 Million Instruktionen je Sekunde verarbeiten.
  9. Es gibt – teilweise verbesserte – in Lizenz gefertigte Varianten, u.a. von AMD, NEC, Siemens und Mitsubishi.
  10. IBM entschied sich 1981 für den 8088 als Prozessor für den ersten IBM PC. Dies begründete den Erfolg der x86 Prozessor Familie, die bis heute den PC Markt beherrscht.

Bild: By KunszaboOwn work, CC BY-SA 4.0, Link

10 Fakten über Schwarz-Rot-Gold

  1. Erstmals verwendet wurden die Farben wohl bei der Krönung von König Barbarossa 1152, ohne allerdings eine nationale Bedeutung zu haben. Auch während der Bauernaufstände 1525 wurden sie möglicherweise verwendet.
  2. Breitere Verwendung fanden die Farben dann während der Freiheitskriege 1813, insbesondere als Farben des Lützowschen Freikorps. Von dort ausgehend wurde Schwarz-Rot-Gold zu den Farben vieler liberaler Burschenschaften. Schwarz-Rot-Gold waren zudem die Farben der Fürstentümer Reuß-Greiz, Reuß-Gera und Waldeck-Pyrmont.
  3. Verwendung fanden die Farben dann 1817 auf dem Wartburgfest als Farben der Einheit und der Freiheit. Die Farben wurden auch in einer – konstruierten – Tradition des alten Kaiserreichs gesehen. Wirklich populär wurde Schwarz-Rot-Gold – von den Burschenschaften kommend – durch das Hambacher Fest 1832 und spätestens dadurch zu den Farben der Demokratie und der Freiheit.
  4. Folgerichtig waren es auch die Farben der Paulskirchenversammlung 1848 die eine für ihre Zeit verblüffend moderne und liberale Verfassung erarbeitete. Auch nach deren Scheitern blieben die Farben das Symbol der republikanisch-revolutionären und antimonarchischen Bewegung in Deutschland.
  5. In dieser Tradition wurde Schwarz-Rot-Gold, getragen von Sozialdemokraten, Katholiken und Linksliberalen, bekämpft durch monarchistische und nationalistische Kräfte, zu den Farben der Weimarer Republik.
  6. Die Nazis bekämpften und verhöhnten die Farben u.a. als “Schwarz-Rot-Senf” oder “Schwarz-Rot-Mostricht” und führten nach der Machtergreifung wieder Schwarz-Weiß-Rot ein. Die Widerstandskämpfer des 20. Juli entschieden sich übrigens auch für Schwarz-Rot-Gold in der Form der sog. Wirmer Flagge.
  7. Gemäß Artikel 22 Absatz 2 Grundgesetz ist die Bundesflagge der Bundesrepublik Deutschland Schwarz-Rot-Gold. Ludwig Bergsträsser, Abgesandter der Sozialdemokraten, begründete das so: “Die Tradition von Schwarz-Rot-Gold ist Einheit und Freiheit. Diese Flagge soll uns als Symbol gelten, daß die Freiheitsidee, die Idee der persönlichen Freiheit, eine der Grundlagen unseres zukünftigen Staates sein soll.”
  8. Auch die DDR entschied sich für Schwarz-Rot-Gold. In einem einstimmig angenommenen Antrag Friedrich Ebert jrs. hieß es dazu: “bin der Meinung, daß es kein besseres, in der deutschen Geschichte tiefer begründetes Zeichen der deutschen Einheit gibt, als die alten Reichsfarben Schwarz-Rot-Gold. Um dieses Banner scharten sich zu allen Zeiten die Kämpfer für Deutschlands Einheit, für eine glückliche Zukunft des Landes und des Volkes. Ihr Tuch deckte die Leiber jener, die im Kampf gegen die feudale despotische Monarchie Preußens für Deutschlands Einheit und Freiheit ihr Leben gaben. Diese Stunde gebietet, die große Tradition der deutschen Geschichte wieder aufzunehmen und das Banner der deutschen Einheit über dem ganzen Land zu entrollen. Damit vollstrecken wir auch das revolutionäre Ergebnis der Kämpfe vom Jahre 1848.”
  9. So war auch klar, dass Schwarz-Rot-Gold die Farben des wiedervereinigten Deutschlands sein sollten, insbesondere auch, da sich die Demonstranten der friedlichen Revolution unter diesen Farben versammeln sollten.
  10. Rechte radikale Kräfte verwenden bevorzugt Schwarz-Weiß-Rot und die Farben Schwarz-Rot-Gold nur selten und wenn meist nur “auf dem Kopf” als Zeichen der Ablehnung der Demokratie oder in Verkennung der Geschichte in Form der Wimmer-Flagge.
    Bundespräsident Steinmeier führte gegen die vereinzelte Vereinnahmung durch demokratiefeindliche Kräfte am 9. November 2018 aus:
    Es war insbesondere die Flagge der Republik, auf die es ihre Feinde abgesehen hatten und die sie immer wieder in den Schmutz zogen: Schwarz-Rot-Gold, die Farben der deutschen Freiheitsbewegung seit dem Hambacher Fest von 1832. Das allein ist Grund genug, den 9. November 1918 aus dem geschichtspolitischen Abseits zu holen! Wer heute Menschenrechte und Demokratie verächtlich macht, wer alten nationalistischen Hass wieder anfacht, der hat gewiss kein historisches Recht auf Schwarz-Rot-Gold. Den Verächtern der Freiheit dürfen wir diese Farben niemals überlassen! Sondern lassen Sie uns stolz sein auf die Traditionslinien, für die sie stehen: Schwarz-Rot-Gold, das sind Demokratie und Recht und Freiheit!

10 Fakten über Dayton

  1. Dayton ist eine Stadt im Montgomery County in Ohio (USA).
  2. Die Stadt wurde 1796 gegründet und ist nach einem Captain des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges benannt.
  3. Der Spitzname der Stadt ist “Gem City”.
  4. Im Jahre 2016 hatte Dayton rund 140.000 Einwohner.
  5. Die Fläche liegt beträgt rund 147 km², es liegt auf 225 m Höhe.
  6. Die Vorwahl ist 937, der ZIP Code ist 45402.
  7. Die Wirtschaft ist eher schwach entwickelt. Eine gewisse Berühmtheit erlangte die Stadt durch das Daytoner Abkommen.
  8. Die Stadt ist kein typisches Touristenziel.
  9. Zu den bekannten Söhnen und Töchtern der Stadt gehören die beiden Flugpioniere Gebrüder Wright.
  10. Mehr Informationen gibt es unter der offiziellen Website daytonohio.gov.