10 Fakten über die Bürgerstiftung Bonn

  1. Die Bürgerstiftung Bonn ist eine Gemeinschaftsstiftung von zurzeit über 200 engagierten Bürgern, die alle ein gemeinsames Ziel verfolgen: das Leben in und für Bonn noch reicher zu machen. Die Stiftung gehört zu den tragenden Säulen der Bonner Zivilgesellschaft.
  2. Die Bürgerstiftung Bonn wurde 2001 von der Sparkasse KölnBonn errichtet, um bürgerschaftliches En-gagement nachhaltig zu fördern. Die Sparkasse hat als Gründungsstifterin 250.000 Euro für das An-fangskapital sowie weitere 500.000 Euro zur Verdopplung von Zustiftungen bereitgestellt. Aktuell liegt das Stiftungskapital bei rund 8,5 Millionen Euro. Damit gehört die Bürgerstiftung Bonn zu den zehn größten deutschen Bürgerstiftungen.
  3. Die Bürgerstiftung Bonn engagiert sich in nahezu allen gemeinnützigen Bereichen, wie zum Beispiel Jugend- und Altenhilfe, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur oder Umwelt- und Naturschutz.
  4. Bei der Bürgerstiftung Bonn kann jeder mithelfen und sich für das Gemeinwohl in der Stadt einsetzen. Sie will alle engagierten Bürger zusammenführen: Menschen mit Zeit, Menschen mit Ideen und nicht zuletzt Menschen mit dem notwendigen Geld, um aus einer guten Idee auch ein erfolgreiches Projekt zu machen.
  5. Ab einem Betrag von 500 Euro kann man Stifter der Bürgerstiftung Bonn werden. Als so genannte “Zustifter” wird man Mitglied der Stifterversammlung, die u.a. die Mitglieder des Stiftungsrates (Aufsichtssorgan der Bürgerstiftung) wählt.
  6. Wer eine “eigene” Stiftung als treuhänderische Stiftung oder Stiftungsfonds errichten will, kann dies ab einem Betrag von in der Regel 100.000 Euro schnell und unbürokratisch unter dem Dach der Bürgerstiftung Bonn tun. Zurzeit verwaltet die Bürgerstiftung 18 Stiftungen, die ausschließlich ihren eigenen gemeinnützigen Zweck erfüllen.
  7. Aktuell engagieren sich über 270 Ehrenamtliche – die “Zeitstifter” – bei der Bürgerstiftung Bonn. Sie arbeiten in den Gremien der Bürgerstiftung und der unter ihrem Dach geführten Stiftungen und unter-stützen die Geschäftsführung auf vielfältige Art und Weise. Hinzu kommt eine Vielzahl von Ehrenamtlichen in Projekten mit Bonner Grundschulen und Kindergärten.
  8. Jedes Jahr schreibt die Bürgerstiftung Bonn ihren Ideenwettbewerb aus. Zu den Gewinnern des ersten Ideenwettbewerbs im Jahr 2002 gehörte die Designerin und Bühnenbilderin Trixy Royeck, die einen Entwurf für einen “Offenen Bücherschrank” auf der Poppelsdorfer Allee eingereicht hatte. Seitdem fin-det der Bücherschrank zahlreiche Nachahmer in Deutschland und vielen anderen Ländern auf der Welt.
  9. Zu den besonderen Erfolgsprojekten der Bürgerstiftung Bonn gehören – neben den “Offenen Bücher-schränken” – der Bonner Bildungsfonds (www.bonner-bildungsfonds.de), die Kinderrestaurants “Tisch-lein deck dich” (www.kinderrestaurant-bonn.de), das Hospiztelefon Bonn (www.hospiztelefon-bonn.de) und der BONNi & BO-Klimaführerschein der Stiftung Bonner Klimabotschafter.
  10. Die Bürgerstiftung Bonn erfüllt die Anforderungen des Transparency International Deutschland e.V. Zahlreiche Akteure aus der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft haben zehn grundlegende Punkte definiert, die jede zivilgesellschaftliche Organisation der Öffentlichkeit zugänglich machen sollte.

Mehr über die zehn Punkte und viele weitere Informationen gibt es auf der Webseite www.buergerstiftung-bonn.de.

10 Fakten über die Republikanische Partei (USA)

  1. Die Republikanische Partei (Republican Party) wird kurz auch als Republikaner (Republicans) oder mit ihrem Spitznamen als “Grand Old Party” (GOP) bezeichnet und ist neben den Demokraten eine der beiden großen Parteien der USA.
  2. Gegründet wurde die Partei am 28. Februar 1854 nach einer Idee von Alvan E. Bovay in Ripon (Wisconsin). Das wichtigste Ziel der Partei war die Verhinderung der Ausbreitung und letztlich auch die Abschaffung der Sklaverei.
  3. Der erste republikanische Präsident war Abraham Lincoln, der von 1861 an im Amt war, 1864 wiedergewählt wurde und 1865 ermordet wurde. Insgesamt stellten die Republikaner 17 US Präsidenten. Eine Übersicht finden Sie hier.
  4. Am 31. Januar 1865 beschlossen der republikanisch beherrschte Senat und das Repräsentantenhaus gegen die Stimmen der Demokraten die Abschaffung der Sklaverei. Bei den weißen Südstaatlern galten die Republikaner als Sklavenbefreier und “Negerfreunde”. Nach dem Abzug der letzten Besatzungstruppen 1877 konnten sie sich über achtzig Jahre in den Südstaaten bei keiner Wahl gegen die Demokraten durchsetzen.
  5. Ursprünglich waren die Republikaner also die liberalere und moderatere politische Partei in den USA. So wurde auch der Civil Rights Act 1964 von mehr Republikanern als Demokraten unterstützt.
  6. Heute ist die Partei sehr konservativ geprägt. Insbesondere die Tea-Party Bewegung drängte die Partei lange Zeit in eine extrem rechte, fundamentalistisch-christlich geprägte Ecke. Unter Präsident Trump ist der Einfluss der Tea-Party Bewegung jedoch leicht rückläufig. Ohnehin ist innerhalb der Partei ein breites Meinungsspektrum: Neokonservative, Paläokonservative, Liberale, Religiöse Rechte, Zentristen, Rechtspopulisten, Nationalisten und neuerdings Trumpisten.
  7. Das Logo der Partei zeigt einen Elefanten. Dies geht auf eine 1874 erschienene Karikatur zurück.
  8. Die Partei hat rund 55 Millionen registrierte Wähler, während die Demokraten rund 72 Millionen haben.
  9. Die Hochburgen der Partei liegen im mittleren Westen und inzwischen in den Südstaaten.
  10. Aktuelle Informationen der Partei finden Sie unter gop.com.

Stand: 2. März 2018

10 Fakten zum Mädler Kalender

  1. Der Mädler Kalender wurde 1864 von dem deutschen Astronomen Johann Heinrich von Mädler (Bild) vorgeschlagen, der der Leiter der Sternwarte Dorpat in Estland war.
  2. Sein System ist dem heute bei uns geltenden Gregorianischen Kalender sehr ähnlich.
  3. Anders als bei unserem Kalendersystem, bei dem der alle vier Jahre eingeschobene Schalttag am 29. Februar im Mittel alle 133,33 Jahre ausfällt, fällt er beim Mädler Kalender alle 128 Jahre aus.
  4. Damit beträgt die Differenz zur Länge des tropischen Jahrs mit 365,24219052 Tagen beim Mädler Kalender nur −0,26 Sekunden, während es beim gregorianischen Kalender, der ein durchschnittliches Jahr zu 365,2425 Tagen hat, +27 Sekunden sind.
  5. Somit muss bei Mädlers Vorschlag nur rund alle 3280 Jahre ein Schalttag ausgelassen werden, um mit dem tatsächlichen Jahreslauf synchron zu sein.
  6. Die Kalenderreformkommission der Russischen Astronomischen Gesellschaft schlug 1899 dem Zaren die Kalenderregel Johann Heinrich Mädlers zur Einführung vor, um den im Zarenreich noch gültigen julianischen Kalender zu ersetzen. Dazu kam es jedoch nicht mehr. Lenin führte dann nach der Oktoberrevolution in Russland den Gregorianischen Kalender ein.
  7. Mädler plante die Einführung seines Kalendersystems für das Jahr 1900, in dem die auf 12 Tage angewachsene Differenz zwischen dem julianischen Kalender und dem tropischen Jahr ausgleichen worden wäre.
  8. 1901 hätte dann mit einem 128-Jahre-Ausnahmezyklus begonnen, womit der Mädlersche Kalender bis 2027 mit dem unserem Gregorianischen Kalender übereingestimmt hätte.
  9. Die erste Differenz wäre dann im Jahr 2028 auftreten,  in dem es nach Mädler den 29. Februar erstmals nicht geben sollte, während diese Ausnahme im gregorianischen Kalender erst im Jahr 2100 eintritt.
  10. Der Mädler Kalender gilt als eines der exaktesten Kalendersysteme der Welt, ist aber leider dennoch in Vergessenheit geraten.

10 Fakten über alkoholfreies Bier

  1. Als “Alkoholfrei” dürfen Biere bezeichnet werden, die nicht mehr als 0,5% Alkohol enthalten. Gesetzlich geregelt ist dies interessanterweise nicht, ergibt sich aber aus der aus § 47 Weinverordnung hergeleiteten allgemeinen Verkehrsauffassung, nach der alkoholfreier Wein maximal 0,5% Alkohol enthalten darf. Nach EU Recht ist die Angabe des Alkoholgehalts bei Lebensmitteln ohnehin erst ab 1,2% erforderlich.
  2. Die meisten alkoholfreien Biere enthalten um die 0,4% Alkohol. Auf dem Etikett ist aber von wenigen Ausnahmen abgesehen meist nur “<0,5% Alkohol” angegeben.
  3. Der geringe Alkoholanteil ist jedoch unproblematisch. Viele Lebensmittel enthalten ebenfalls geringe Mengen Alkohol, z.B. Obstsäfte, Bananen, Sauerkraut, Kefir und sogar Brot. Für Autofahrer und Schwangere ist also das ein oder andere Alkoholfreie Bier unproblematisch und für Schwangere sogar gelegentlich empfehlenswert, da alkoholfreie Hefeweizen wertvolle B-Vitamine enthalten. Bei stillenden Müttern kann alkoholfreies Hefeweizen die Milchproduktion anregen.
  4. Wer wirklich ganz auf Alkohol verzichten will, kann auf einige wenige Biere, z.B. Bitburger 0,0, zurückgreifen, die tatsächlich gar keinen Alkohol enthalten. Diese dürfen dann auch als “ohne Alkohol” bezeichnet und beworben werden.
  5. Kinder und trockene Alkoholiker sollten jedoch keine alkoholfreien Biere und auch keine ohne Alkohol trinken, da sie der herbe Geschmack (wieder) an Alkohol heranführen kann.
  6. Das erste alkoholfreie Bier in der Bundesrepublik war das “Sanwald Pro”, das 1972 von der Sanwalder Brauerei auf den Markt gebracht wurde. Die Brauerei wurde 1977 von Dinkelacker übernommen und ist vollständig in dieser aufgegangen. Der Name lebt aber in den Weizenbieren von Dinkelacker weiter. Auch 1972 kam in der DDR das “AUBI” (Autofahrerbier) auf den Markt, das nur 0,3% Alkohol hatte und dort als “alkoholarm” bezeichnet wurde.
  7. Es gibt im wesentlichen zwei Verfahren, um alkoholfreies Bier herzustellen. Bei der einen Methode wird die Gärung gestoppt, sobald der gewünschte Alkoholgehalt von weniger als 0,5% erreicht wird; diese Biere zeichnen sich im Regelfall durch eine gewisse Süße aus. Im anderen Fall wird das Bier zunächst normal gebraut und dann der Alkohol entzogen; diese Biere sind meist herber und enthalten kaum oder gar keinen Zucker. Wenige Brauereien setzen beim Gärprozess auch spezielle Hefen ein, die den Zucker nicht in Alkohol umwandeln können. Das ist z.B. beim Kehrwieder Ü.NN der Fall.
  8. Inzwischen stellen über 200 Brauereien alkoholfreie Biere her. 2015 wurden 5,2 Millionen Hektoliter alkoholfreies Bier gebraut, was einem Marktanteile von ca. 5,6% entspricht. Am beliebtesten sind alkoholfreie Hefeweizen und Pils.
  9. Auf alkoholfreiem Bier müssen die Nährwertangaben ausgezeichnet werden; so kann man schnell erkennen, wie hoch z.B. der Zuckergehalt ist und sich so bewusst für ein möglichst gesundes Getränk entscheiden. Besonders bei Hefeweizen wird auch oft der Gehalt an bestimmten Vitaminen angegeben. Dies ist zulässig, wenn
  10. Eine Liste mit alkoholfreien Bieren und entsprechenden Verkostungsnotizen finden Sie hier.

10 Fakten über Stephen Hawking

  1. Stephen William Hawking wurde am 8. Januar 1942 in Oxford geboren. Sein Vater war der Tropenmediziners Frank Hawking, seine Mutter die Wirtschaftswissenschaftlerin Isobel Hawking.
  2. Noch vor dem Schulabschluss an der renommierten St. Albans School in London nahm er probeweise an einer Aufnahmeprüfung für die Universität Oxford teil, die er mit Auszeichnung bestand und die ihm dann ein Stipendium gewährte.
  3. Seinen Bachelor Abschluss in Oxford legte er 1962 ab und wechselte zur Trinity Hall in Cambridge, wo er 1966 in Astronomie und Kosmologie promovierte.
  4. 1963 wurde bei Hawking die Krankheit ALS diagnostiziert, die ihn ab 1968 an den Rollstuhl fesselte. 1985 verlor er die Fähigkeit zu sprechen und war auf seitdem auf einen Sprachcomputer angewiesen.
  5. Von 1979 bis 2009 war er der Inhaber des Lucasischen Lehrstuhls für Mathematik an der Universität Cambridge, den schon Isaac Newton besetzte.
  6. Während seiner wissenschaftlichen Laufbahn lieferte er bedeutende Arbeiten zur Kosmologie, Allgemeinen Relativitätstheorie und der Physik der Schwarzen Löcher.
  7. Daneben wurde er der Öffentlichkeit durch populärwissenschaftliche Veröffentlichungen wie “Eine kurze Geschichte der Zeit” und zahlreiche teils provokante Zitate bekannt.
  8. Auch sonst suchte er die Öffentlichkeit: So spielte er sich in der Folge “Angriff der Borg – Teil 1” bei “Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert”. Auch bei den Simpsons, Futurama, Cosmo und Wanda, Dilbert, The Big Bang Theory sowie bei der Show Monty Python Live hatte er Gastauftritte bzw. wurde in diesen dargestellt.
  9. In den Hyperion Büchern von Dan Simmons werden Raumschiffe mit einem Hawking-Antrieb auf Überlichtgeschwindigkeit beschleunigt und eines der Schiffe trägt den Namen “HS Stephen Hawking”. In der Episode “Odan, der Sonderbotschafter” trägt eine Transportfähre der Enterprise den Namen Hawking.
  10. Am 14. März 2018 verstarb Hawking in Cambridge.

Bild: CC2.0 Lizenz, LWP Kommunicacio (Flickr)

10 Fakten über die Friedrich-Ebert-Brücke in Bonn

  1. Die Friedrich-Ebert-Brücke ist die nördlichste der drei Rheinbrücken in Bonn und wird daher auch als Nordbrücke bezeichnet.
  2. Die Brücke wurde am 28. Juni 1967 für den Verkehr freigegeben; Beginn der Bauarbeiten war 1964.
  3. Inklusive der Vorlandteile ist die Brücke 1.290m lang und ist damit die längste der Bonner Rheinbrücken. Sie befindet sich bei Rheinkilometer 657,145.
  4. Sie ist die erste im Vielseilsystem erbaute Schrägseilbrücke.
  5. Über die Brücke führt die Bundesautobahn 565. Daneben hat sie Fahrrad- und Fußwege.
  6. Namensgeber der Brücke ist Friedrich Ebert, der der erste Reichspräsident der Weimarer Republik war.
  7. Eine erste umfassende Sanierung der Brücke fand zwischen 1994 und 1996 statt. Dabei wurden insbesondere die Pylone, Schrägseile und Versteifungsträger erneuert.
  8. Am 12. Juni 1998 wurden durch starken Wind die Schrägseile der Brücke in Schwingung versetzt, wodurch sie zu vibrieren begann. Daraufhin wurde die Brücke für mehrere Stunden gesperrt, bis die Schwingungen durch Kanthölzer zwischen den Seilen gestoppt werden konnte. Um diese Situation zukünftig zu verhindern, wurden später Schwingungsdämpfer verbaut.
  9. Eine große Sanierung der Brücke ist ab 2018 geplant. Schon jetzt dürfen genehmigungspflichtige Schwertransporte die Brücke nicht mehr überqueren.
  10. Wie die anderen großen Bonner Brücken ist die Friedrich-Ebert-Brücke auf twitter vertreten. Sie heißt dort @FE_Bruecke.

Von Jan Arne PetersenEigenes Werk, CC BY-SA 2.5, Link

10 Fakten über die Konrad-Adenauer-Brücke in Bonn

  1. Die Konrad-Adenauer-Brück ist die südlichste der Bonner Rheinbrücken und wird daher oft auch einfach Südbrücke genannt.
  2. Für den Verkehr geöffnet wurde die Südbrücke am 11. Dezember 1972, Baubeginn war 1967.
  3. Die Brücke ist 770m lang und 39,2m breit; sie überquert nicht nur den Rhein sondern auch Teile des Rheinauenparks.
  4. Die Südbrücke befindet sich bei Rheinkilometer 651,3.
  5. Sie verbindet das alte Regierungsviertel mit Ramersdorf.
  6. Über die Südbrücke verlaufen die Autobahn A 562, die Stadtbahnlinien 66 und 68 sowie auf beiden Seiten ein Fuß- und Radweg.
  7. Zwischen Oktober 2003 und Januar 2005 wurde die Brücke umfangreich saniert.
  8. An der Stelle der Konrad-Adenauer-Brücke befand sich zwischen 1868 und 1919 eine Eisenbahnfähre, Trajekt Bonn–Oberkassel.
  9. Ursprünglich sollte die Südbrücke nach Theodor Heuss, dem ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, benannt werden. Da Altbundeskanzler Konrad Adenauer jedoch zu Beginn der Bauarbeiten der Brücke im April 1967 gestorben war und nur wenige Kilometer entfernt in Bad Honnef-Rhöndorf gelebt hatte, entschied man sich für den Namen “Konrad Adenauer Brücke”.
  10. Einige Bonner Brücken haben einen twitter Account. Die Konrad-Adenauer-Brücke hat derer aber gleich zwei: @Suedbruecke und @adenauerbruecke.

Bild: By von Kospoth (Triggerhappy) – Own work, CC BY-SA 2.5, Link

10 Fakten rund um Nikolaus

  1. Der Heilige Nikolaus wurde um das das Jahr 280 in Patara (Lykien, damals römisches Reich, griechisch byzantinischer Einflussbereich; heutige Türkei, Antalya) geboren und starb am 6. Dezember entweder 326, 345, 351 oder 365. Anfang des 4. Jahrhunderts war Nikolaus Bischof von Myra (ebenfalls Lykien).
  2. Seine herausragende Bedeutung für alle christlichen Kirchen rührt von den zahlreichen Wundern und guten Taten her, die ihm nachgesagt werden. So soll er unter anderem durch eine Spende drei Töchter eines verarmten Mannes vor der Prostitution gerettet, Schiffe in Seenot sicher in den Hafen navigiert, Korn vermehrt (Bild), Unschuldige vor der Verurteilung befreit, ein entführtes Kind gerettet, Diebesgut zurückgebracht, einen Juden zum Christentum bekehrt, Verbrecher auf den Pfad der Tugend zurückgebracht und mehrfach Tote wiedererweckt haben.
  3. Nikolaus ist der Schutzpatron der Russen, Kroaten, Serben sowie Süditaliens und Lothringens. Aufgrund seiner zahlreiche Wunder haben ihn sich auch viele Berufsgruppen als Schutzpatron erwählt, vorneweg die Seefahrer und Schiffer. Aber auch Kaufleute, Rechtsanwalt und Juristen allgemein, Apotheker, Metzger, Bäcker, Getreidehändlern, Drescher, Pfandleiher, Schneider, Küfer, Fuhrleute und Salzsieder haben ihn sich erwähnt. Weiter gilt er als Patron der Prostituierten, Pilger, Reisenden, Dieben, Liebenden, Gebärenden, Gefangenen, Alten, Ministranten, Gefängniswärtern, Schüler, Studenten und Kinder allgemein.
  4. Verbreitet ist der Brauch, dass Kinder ihren Stiefel vor die Tür stellen, der dann mit Süßigkeiten, Obst oder kleinen Geschenken gefüllt wird. Oft besucht der Nikolaus aber auch die Familien am Vorabend oder am Nikolaustag selbst, liest den Kindern aus seinem goldenen Buch ihre Sünden vor und verteilt dann Geschenke.
  5. Begleitet wird er dabei teilweise von Engeln, meist aber von einem Antipoden, der den Kindern zunächst Angst einflößen soll. Dieser ist meist an den Teufel oder andere Perchtenfiguren angelegt und orientiert sich im süddeutschen eher an der Grundform des Krampus und im Rheinland und Norden an Knecht Ruprecht. Die Namen sind dabei auch unterschiedlich. So gibt es z.B. den Hans Muff, Pelzebock, Beelzebub, Pelznickel oder den Bullerklaas. Manchmal treten diese Figuren auch eigenständig am 5. Dezember auf, besonders im süddeutschen Raum, und sorgen für Unruhe. Am Nikolaustag werden sie dann vom Heiligen Nikolaus gezähmt – und so siegt wie immer in den Wunschwelten der Menschen das Gute.
  6. Es gibt viele weitere lokale Bräuche rund um Nikolaus. So verkleiden sich rund um Kassel und im Siegerland die Kinder am Nikolaustag selber als Nikoläuse und ziehen von Haus zu Haus und sammeln Süßigkeiten, Obst, kleine Geschenke oder auch Geld. Ähnliches gibt es in Bremen mit dem Sunnerklauslaufen. Im Berchtesgadener Land gibt es Umzüge, bei denen der Nikolaus vom Nikoloweibl begleitet wird. In
  7. In Spanien ist der Nikolaustag als Tag der Verfassung von 1978 Feiertag und arbeitsfrei und auch in Finnland ist er Staatsfeiertag in Erinnerung an die Unabhängigkeitserklärung von 1917. In Luxemburg müssen immerhin die Grundschulkinder nicht aus dem Haus und es gibt sogar mehr Geschenke als zu Weihnachten. Auch in den Niederlanden ist der Sinterklaas mit seinem Begleiter, dem Zwarte Piet, der Hauptgeschenkebringer in der Weihnachtszeit.
  8. Nicht zu verwechseln ist der Nikolaus mit dem Weihnachtsmann, der in seiner heutigen Form eine Kunstfigur ist und ganz ursprünglich auf nordische Gestalten zurückgeht, die sich ihrerseits bis hin zu Odin zurückverfolgen lassen. Inzwischen vereint er auch Element von Knecht Ruprecht, anderen Perchtenfiguren, Djed Moros (Väterchen Frost) aber eben auch des Heiligen Nikolaus. Wichtigste Unterscheidungsmerkmale sind: Der Nikolaus hat eine spitze Bischofsmütze wohingegen der Weihnachtsmann eine Zipfelmütze hat. Der Nikolaus hat eine Mitra und ist nicht zwingend rot gekleidet, sondern kann auch ein weißes oder goldenes Bischofsgewand haben. Zudem bringt er in Deutschland die Geschenke am Nikolaustag oder an dessen Vorabend, der Weihnachtsmann kommt am 24. oder 25. Dezember.
  9. Andere Namen sind Nikolo und Nikló (beides in Teilen Bayerns und Österreichs), Sankt Niklas (in Österreich, Südtirol), Samichlaus oder Santiglaus (Schweiz), Zinniklos, Kleeschen (Luxemburg), Sunner Klaas oder Sunner Klaus (Norddeutschland), Sint Nicolaas oder Sinterklaas (Niederlande und Flandern), Sint Niklaas (Belgien), Saint Nicholas (England und Irland), Santa Claus oder einfach nur Santa (Nordamerika), San Nicola (Italien), Saint Nicolas (Frankreich), San Nicolás (Spanien), São Nicolau (Portugal und Brasilien), Sveti Nikolaj (Slowenien), Sveti Nikola (Kroatien und Serbien), Święty Mikołaj (Polen), Святой Николай/Sviatoi Nikolai (Russland), Άγιος Νικόλαος/Ájos Nikólaos (Griechenland), Szent Miklós (Ungarn), Свети Николай/Sweti Nikolay (Bulgarien und Mazedonien).
  10. Rund um den Nikolaustag gibt es zahlreiche Wetterregeln wie z.B. “Trockener Nikolaus, milder Winter rund um’s Haus”, die wir hier zusammengestellt haben.

Bild: By FriedrichsenOwn work, CC BY-SA 3.0, Link

10 Fakten zum Barbaratag und rum um die Heilige Barbara

  1. Am 4. Dezember ist Barbaratag. Sie lebte um das Jahr 300 wahrscheinlich in Griechenland und war die Tochter eines reichen Vaters. Da dieser nicht damit einverstanden war, dass sie zum Christentum konvertierte, sperrte er sie zunächst ein, folterte sie später und tötete sie schließlich eigenhändig mit dem Schwert. Sie zählt zu den vierzehn Nothelfern. Ihr Verhalten im Angesicht von Verfolgung und Tod gilt als Symbol der Wehr- und Standhaftigkeit im Glauben.
  2. Das zweite vatikanischen Konzils hat die heilige Barbara aus dem römischen Generalkalender gestrichen, da ihre Existenz historisch nicht gesichert ist. Ihr Gedenktag ist jedoch in einigen Regionalkalendern erhalten, da sie eine wichtige Volksheilige ist.
  3. Der bekannteste der vielen Volksbräuche, die es rund um diesen Tag  gibt, sind die Barbarazweige: Es werden Zweige von Obstbäumen – klassischerweise Kirschen – oder auch Forsythien abgeschnitten und in eine Vase ins Haus gestellt. Bis Weihnachten blühen diese und sollen so ein bisschen mehr Farbe in die Winterzeit bringen. Mädchen, die sich nicht zwischen verschiedenen Verehrern entscheiden können, benennen je einen Zweig nach diesen und entscheiden sich dann für den, der als erster blüht. Übrigens: die Zweigbündel – auch Barbarabaum genannt – sind einer der Ursprünge des heutigen Weihnachtsbaums.
  4. In einigen Regionen ist der Brauch des Barbaraweizens verbreitet: Weizenkörner werden auf einem Teller mit etwas Wasser gesät und an einem warmen Ort feucht gehalten. Bis Weihnachten wächst ein kleines „Barbaragärtlein“, in das man dann eine Kerze stellt.
  5. Die heilige Barbara ist auch die Schutzpatronin der Bergleute. In vielen alten Bergbauorten viele weitere Bräuche, z.B. Umzüge, bei denen Kinder mit Mandarinen, Äpfeln, Nüssen und neuerdings auch Süßigkeiten beschenkt werden.
  6. Des weiteren ist sie in einigen Gegenden – Rheinland, Süddeutschland und Österreich – auch die Schutzpatronin der Feuerwehr, neben St. Florian.
  7. Weiters ist sie die Schutzpatronin der Artillerie und der Sprengmeister. So heißt die Pulverkammer auf französischen Schiffen “La Sainte Barbe” und auf deutschen Schiffen „Barbette“ (kleine Barbara) genannt. Auf Schiffen und Booten der deutschen Marine werden zumeist im Bereich der Batterie kleine Statuen der heiligen Barbara angebracht.
  8. Barbara ist ebenfalls die Patronin der Türme, der Festungsbauten und in Folge auch die der Architekten und Bauarbeiter.
  9. In Teilen des Rheinlands stellen Kinder am Vorabend des Barbaratags einen Schuh vor die Tür, der dann mit Süßigkeiten, Gebäck, Obst oder kleinen Geschenken gefüllt wird – ähnlich wie zu Nikolaus. Daher gilt sie regional auch oft als Begleiterin des Nikolaus und hilft diesem bei der Bescherung der Kinder.
  10. Rund um den Barbaratag gibt es viele Bauernregeln, die wir hier zusammengefasst haben.

10 Fakten über den Advent

  1. Advent ist die Zeit vor dem Weihnachtsfest. Sie umfasst immer vier Adventssonntage. Mithin ist der frühestmögliche Beginn der Adventszeit der 27. November, der spätestmögliche der 3. Dezember.
  2. Advent heißt eigentlich Adventus Domini, was aus dem lateinischen kommt und Ankunft des Herrn heißt – es ist also die Zeit vor der Geburt Jesus Christus, die eben Weihnachten gefeiert wird.
  3. Mit dem ersten Advent beginnt in der katholischen wie in der evangelischen Kirche das neue Kirchenjahr.
  4. An sich ist der Advent eine Fastenzeit, in der wie in der vorösterlichen Fastenzeit kein Fleisch gegessen wird. Die vier Adventssonntage sind aber fastenfrei. Seit 1917 schreibt die katholische Kirche das Fasten aber nicht mehr vor. Wenn Sie dennoch den Advent selber als Fastenzeit nutzen wollen, haben wir hier eine Anleitung.
  5. Hierin spiegelt sich aber auch wieder, dass wir heutzutage die Adventszeit an sich falsch feiern: früher wurde diese ruhig begangen und weihnachtliche Dekoration, Weihnachtsbäume und Gebäck gab es erst ab dem 24. Dezember und in der Zeit danach bis Lichtmess (2. Februar).
  6. Die orthodoxen Kirchen begehen den Advent übrigens auch heute noch als Fastenzeit, die allerdings sechs Wochen dauert und am 15. November des jeweils entsprechenden Kalenders beginnt und bis zum 24. Dezember dauert.
  7. Rund um den Advent hat sich inzwischen ein reichhaltiges Brauchtum entwickelt. Mit am bekanntesten ist der Adventskranz, der für jeden Adventssonntag ein Kerze hat. Verbreitet ist dieser Brauch seit der Mitte des 19. Jahrhunderts.
  8. Sehr beliebt sind auch Adventskalender, die meist – abweichend von der Dauer der Adventszeit – am 1. Dezember beginnen und 24 Türchen haben, hinter denen sich Süßigkeiten oder kleine Geschenke verstecken.
  9. Aus dem Erzgebirge kommen die Lichterbögen. In der Adventszeit stellten diese oft jeden Tag, an dem sie wohlbehalten aus dem Berg kamen, eine Grubenlampe in ein Fenster des Hauses. So symbolisieren die Lichter an den Lichterbögen die Grubenlampen der Bergleute.
  10. In vielen Kirchen leuchtet ein Friedenslicht, das ursprünglich an der Geburtskirche in Bethlehem entzündet wurde und über eine Lichterstafette weitergegeben wurde.