10 Fakten zum Osterfest

  1. Ostern feiern die Christen die Auferstehung von Jesus, der als Sohn Gottes den Tod überwunden hat. Der Ostersonntags ist der Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Der frühestmögliche Termin ist damit der 22. März, was zuletzt 1818 der Fall war. Der spätest möglichste Termin ist der 25. April, was das nächste mal 2038 sein wird.
  2. Nach allen Evangelien wurde Jesu Auferweckung durch Gott und seine Auferstehung von keinem Menschen beobachtet. Frauen aus seiner Heimat stellen aber fest, dass sein Grab leer ist. Engel teilen ihnen dann die frohe Botschaft mit und senden sie zu Petrus und den übrigen Jüngern.
  3. Mit dem Ostersonntag beginnt die Osterzeit, die fünfzig Tage bis einschließlich Pfingsten dauert. Ganz ursprünglich war die erste Woche bis zum Weißen Sonntag eine besondere Woche und arbeitsfrei. Im Mittelalter hoben sich nur noch die ersten drei Tage als arbeitsfrei von der restlichen Feierwoche abhob. Heute ist nur noch der Ostermontag als gesetzlicher Feiertag erhalten geblieben.
  4. Das christliche Osterfest hat eine enge Beziehung mit dem jüdischen Pessach-Fest, an oder um das herum Jesu Kreuzigung stattfand. Das letzte Abendmahl Jesu ist bei den Synoptikern ein Pessachmahl Mk 14,12–26 EU). Diese Verwandtschaft merkt man noch in vielen Europäischen Sprachen; so heißt es im Dänischen “påske”, auf italienisch und katalanisch “Pasqua” oder auf französisch “Pâques”. Im Mittelalter waren in einigen deutschen Bistümern auch die Bezeichnung “Paschen” gebräuchlich, im Erzbistum Köln hieß es “pāsche”.
  5. Letztlich setzte sich aber im deutschsprachigen Raum die Bezeichnung “Ostern” durch, die wahrscheinlich auf das altgermanische Ausro (Morgenröte) zurückgeht. Es soll ein gleichnamiges Lichtfest und eine Lichtgöttin namens “Ostara” oder “Ēostra” gegeben haben; diese ist erstmals 738 durch Beda Venerabilis (de temporum ratione 15) belegt.  Dies passt insoweit, als das wegen der Entdeckung des leeren Grabes Jesu “früh am Morgen, als eben die Sonne aufging” (Mk 16,2 EU) die Morgenröte im Christentum Symbol der Auferstehung ist. Auch die Theorie, dass Ostern auf “Osten” zurückgeht, passt in dieses Bild, geht im Osten doch die Sonne auf (vgl. auch “Easter” und “East”).
  6. Dass Ostern das wichtigste Fest des Kirchenjahres ist, wird in den slawischen Sprachen deutlich. Hier heißt Ostern z.B. auf Polnisch “Wielkanoc”, auf Tschechisch “Velikonoce” und auf Slowenisch “Velika noč”, was jeweils “Große Nacht” bzw. “Große Nächte” heißt.
  7. Im frühen Christentum war Ostern der einzige Termin, an dem man getauft werden konnte. Dies ist auch noch im Ablauf der katholischen Osternachtfeier sichtbar (Lichtfeier; Wortgottesdienst; Tauffeier; Eucharistie) sichtbar. Die Osternachtfeier beginnt auf jeden Fall nach Sonnenuntergang am Karsamstag und spätestens um 5h am Morgen des Ostersonnstags. Der Ablauf bei den Altkatholiken ist ähnlich.
  8. Die evangelischen Kirchen feiern Ostern ähnlich, verzichten aber auf die Taufelemente. Auch bei den orthodoxen Kirchen ist der Ablauf meist einfacher.
  9. Der Ostermontag ist in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und fast der gesamten Schweiz staatlicher Feiertag und somit schul- und arbeitsfrei. Ebenso z.B. in den Niederlanden, Belgien, Italien, Kroatien, Schweden, Finnland, Norwegen, Dänemark, Island, Großbritannien, Irland, Luxemburg, Lettland, Polen, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Frankreich, Teilen Spaniens, Südafrika und Australien.
  10. Es gibt sehr viele regionale Bräuche zum Osterfest, von denen viele einen Bezug zu alten Fruchtbarkeitsriten und Frühlingsbräuchen haben. So sind Hase und Eier seit jeher Symbole der Fruchtbarkeit.

10 Fakten über Karfreitag

  1. Karfreitag ist der Freitag nach dem Gründonnerstag und vor dem Ostersamstag. Das Datum des Karfreitags berechnet sich also nach dem Osterfest. Der frühestmögliche Termin ist damit der 20. März, was zuletzt 1818 der Fall war. Der spätest möglichste Termin ist der 23. April, was das nächste mal 2038 sein wird.
  2. Christen gedenken an diesem Tag des Kreuzestodes Jesu Christi.
  3. Der Name rührt vom althochdeutschen “kara” her, was soviel wie “Klage”, “Kummer” oder “Trauer” heißt.
  4. Der Karfreitag ist in der katholischen Kirche neben dem Aschermittwoch der einzige verbleibende strenge Fastentag, man soll sich an ihm nur einmal satt essen und auf Fleisch verzichten. Der Brauch, an Freitag kein Fleisch zu essen, geht auf den Karfreitag zurück.
  5. In der katholischen Kirche beginnt der Gottesdienst um 15 Uhr, der überlieferten Todesstunde Jesu. Die Glocken und Schellen schweigen, stattdessen kommen Ratschen zum Einsatz.
  6. In den evangelischen Kirchen ist die liturgische Farbe ist Schwarz, manchmal auch Violett. Auf Blumenschmuck und Kerzen wird eher unüblich. In Anlehnung an die katholische Kirche schweigen oft die Glocken, oder es läutet nur die größte Glocke. Ob es ein Abendmahl gibt, ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich.
  7. Auch in den Ostkirchen und bei den Altkatholiken hat der Karfreitag eine besondere Bedeutung.
  8. Karfreitag ist in Deutschland staatlicher Feiertag und somit schul- und arbeitsfrei. In der Schweiz ist er bis auf die katholischen Kantone Tessin und Wallis Feiertag; in Österreich und Luxemburg ist er kein Feiertag, in Liechtenstein ist er Feiertag, allerdings nicht nach dem Arbeitsgesetz. Weiters ist er Feiertag in Australien, Bermuda, Brasilien, Kanada, den karibischen Ländern, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, Finnland, Malta, Mexiko, Neuseeland, Osttimor, Peru, den Philippinen, Singapur, Spanien, Schweden, Slowakei, Tschechien, Ungarn, dem Vereinigten Königreich und Venezuela.
  9. Beim Karfreitag handelt es sich um einen “stillen Feiertag”, an dem in den meisten Bundesländern besondere Einschränkungen wie z.B. das Tanzverbot herrschen.
  10. Es gibt einige – oft regionale – Bräuche zu Karfreitag. In Bonn z.B. erklimmen Katholiken an Karfreitag (oder Karsamstag) die 28 Stufen der Heiligen Stiege der Kreuzbergkirche auf Knien. Oftmals provozieren Katholiken evangelische Christen, indem sie Bettwäsche waschen und im Garten zum Trocknen aufhängen. Im Mittelalter gab es Rumpelmetten, in denen durch das Rumpeln an Kirchenbänken das Erdbeben nachgeahmt wurde, das es in Jerusalem während der Kreuzigung gegeben haben soll. Regional gehören immer noch Prozessionen zum Brauchtum, so z.B. die Karfreitagsprozessionen in Lohr am Main, in Menden im Sauerland und in Stuttgart-Bad Cannstatt.

Bild: pixabay

10 Fakten über das ehemalige Schloss Herzogsfreude in Bonn Röttgen

  1. Das Schloss Herzogsfreude ist ein nicht mehr existierendes barockes Jagdschloss, das am Rande des Kottenforsts in Bonn-Röttgen gelegen war.
  2. Es wurde von Clemens August in Auftrag gegeben und von 1753 bis 1755 gebaut. Zeitweise waren um die 1.400 Handwerker mit dem Bau befasst, es soll über 130.000 Taler gekostet haben.
  3. Das Schloss sollte dem Kurfürsten als Stützpunkt zur Parforcejagd dienen. Noch heute ist erkennbar, dass die Alleen des Kottenforst sternförmig auf den Standort des Schlosses zulaufen.
  4. Weder Clemens August noch einer Nachfolger haben das Schloss je genutzt. Anders als viele sagen, hat Clemens August es aber mindestens zwei mal kurz besucht.
  5. Allein der Hauptflügel war 70m lang und verfügte über 19 Fensterachsen, daneben gab es zwei große Seitenflügel. Das Schloss hatte über 100 Zimmer für die Jagdgesellschaften.
  6. Nach Auflösung des Kurfürstentums im Jahre 1803 wurde der französische Staat Eigentümer des Schlosses.
  7. 1804 wurde es von den Franzosen versteigert, den Zuschlag erhielt der Dachdecker Peter Lander für 3550 Francs. Dieser begann dann rasch mit dem Abriss und verkaufte die Baumaterialien. Bis 1810 war das Schloss weitgehend verschwunden.
  8. Die Steine wurden zum Bau der Zitadelle Wesel verwendet, Teile der Innenausstattung findet man in Schloss Augustusburg (Brühl).
  9. Außer einigen Kellergewölben, die zu Privathäusern gehören und teilweise am Tag des offenen Denkmals besucht werden können, gibt es keine nennenswerten Reste mehr des Schlosses.
  10. Die Straßennamen „Schlossplatz“, “Kurfürstenplatz” und „Herzogsfreudenweg“ erinnern in Röttgen noch an das Schloss. Ein durch Röttgen fließender Bach heißt “Schlossbach”. Und auf dem Schlossplatz erinnert ein kleines Modell aus Bronze an das ehemalige Schloss.

Bild: Schloss Herzogsfreude mit Venantiuskapelle.

10 Fakten über das Saarland

  1. Das Saarland ist seit 1. Januar 1957 ein Land der Bundesrepublik Deutschland, im Bundesrat hat es drei Stimmen. Hauptstadt ist Saarbrücken.
  2. Es hat etwas weniger als eine Million Einwohner und ist mit 2.569,69 km² der kleinste deutsche Flächenstaat. Die Bevölkerungsdichte beträgt 387 Einwohner je km².
  3. In seiner derzeitigen Form bildete sich das Saarland 1920 als Saargebiet, das unter Verwaltung des Völkerbunds stand. Am 1. März 1935 wurde es Teil des Deutschen Reichs, nach dem 2. Weltkrieg war es Teil der französischen Besatzungszone, 1947 wurde es ein (nominell) autonomer Staat, der jedoch unter starkem französischem Einfluss stand, so hieß die Währung Franken. Der Staat Saarland hatte eine eigene Fußballnationalmannschaft und nahm 1952 an der Olympiade in Helsinki teil. Nach einer Volksabstimmung wurde es 1957 Teil der Bundesrepublik; die D-Mark wurde aber erst 1959 eingeführt.
  4. Das Saarland richtet sich nach wie vor stark an Frankreich aus. So ist es das einzige Bundesland, in dem Französisch an Gymnasien Pflichtfach ist. Haltestellenansagen im grenzüberschreitenden ÖPNV erfolgen zweisprachig.
  5. Das Saarland hat mit 62 Prozent katholischer Bevölkerung den prozentual größten katholischen Bevölkerungsanteil in Deutschland. 19% sind evangelischen Glaubens. Zudem hat es , das Saarland hat es bundesweit die höchste Eigentumsrate beim Grundbesitz und die meisten PKW pro 1.000 Einwohner.
  6. Ein Drittel der Fläche des Saarlands ist von Wald bedeckt, was es auch zu einem der waldreichsten Bundesländer macht. Höchster Berg ist der Dollberg, der jedoch nicht so bekannt wie der Schaumberg ist.
  7. Wirtschaftlich war das Saarland ursprünglich stark vom Steinkohlebergbau und Eisenproduktion geprägt. Im Rahmen des Strukturwandels gewinnen nunmehr neue Wirtschaftszweige – besonders auch im Bereich der Informationstechnologie – an Bedeutung.
  8. Das Saarland hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Zu den bekanntesten gehört sicherlich die Saarschleife (Bild), die als Wahrzeichen des Bundeslands gilt. Am Bostalsee kann man gut baden, auf der Blies – dem längsten Fluss – Kanu fahren. Es gibt viele archäologische Funde schon aus keltischer und römischer Zeit, Schlösser, Burgen und Kirchen. Das UNESCO Kulturerbe Völklinger Hütte erinnert an die Industriezeit des Saarlands. Daneben gibt es viele Museen und weitere kulturelle Einrichtungen.
  9. Auch kulinarisch hat das Saarland viel zu bieten. Es ist geprägt von eher bodenständiger Küche, die auch Einflüsse von Frankreich aufnimmt; besonders beliebt sind Kartoffelgerichte wie z.B. Klöße. Die meisten Saarweine kommen übrigens aus Rheinland-Pfalz (Mosel-Saar-Ruwer). Die bundesweit bekannte Karlsberg Brauerei kommt aus dem Saarland (Homburg). Als Getränke sind noch der Viez (Apfelwein) und Obstbrände beliebt.
  10. Das Saarland wird in deutschen Medien sehr oft als vergleichende Einheit verwendet: z.B. “eine Fläche doppelt so groß wie das Saarland”.

Bild: pixabay

10 Fakten über die aserbaidschanische Fußballnationalmannschaft

  1. Die aserbeidschanische Fußballnationalmannschaft ist die Auswahl des Fußballverbandes “Azərbaycan Futbol Federasiyaları Assosiasiyası”, der Mitglied der UEFA ist. Der FIFA Code Ascherbeidschans lautet AZE.
  2. Aserbeidschan liegt zwar in Asien, da das Land aber Mitglied der UEFA ist, spielt es im europäischen Fußball mit.
  3. Der Spitzname der Mannschaft lautet “Milli” (etwa “die Nationalen”) oder auch “Odlar Yurdu” (“Land des Feuers”); die klassischen Farben der Mannschaft sind rot, blau und weiß.
  4. Heimatstadion der Mannschaft ist das “Tofiq-Bəhramov-Stadion” in Baku, das rund 31.200 Plätze hat.
  5. Ihr erstes Spiel absolvierte die aserbeidschanische Nationalmannschaft am 17. September 1992 in Gurjaani und unterlag 6:3 gegen Georgien. Es gab zwar schon 1912 “internationale” Spiele, die aber keine offiziellen Länderspiele waren. Danach war Aserbeidschan Teil der Sowjetunion.
  6. Der höchste Siege bislang war ein 4:0 gegen Liechtenstein; das Spiel fand am 5. Juni 1999 in Baku statt.
  7. Die höchste Niederlage war ein 10:0 gegen Frankreich in Auxxerre am 6. September 1995.
  8. Die Mannschaft konnte sich bislang nicht für eine Weltmeisterschaft qualifizieren.
  9. Ebenso nahm Aserbeidschan noch an keiner Europameisterschaft teil.
  10. Rekordspieler ist Rəşad Sadıqov (Abwehr), der es seit 2001 auf 104 Einsätze und 4 Tore brachte. Rekordtorschütze ist Qurban Qurbanov, der es zwischen 1994 und 2008 auf 14 Tore in 68 Spielen brachte.

Fanartikel gibt es hier.

Bild: Flagge Aserbeidschans (pixabay)

Stand: 25.03.2017

10 Fakten über die saarländische Fußballnationalmannschaft

  1. Die saarländische Fußballnationalmannschaft war von 1950 bis 1956 die Auswahl des “Saarländischen Fußballbundes” (SFB), der Mitglied der UEFA war. Der FIFA Code des Saarlandes lautete SAA. Das Saarland war seinerzeit ein eigenständiger Staat.
  2. Insgesamt absolvierte die Mannschaft 19 Spiele, von denen sechs gewonnen wurden und zehn verloren. Drei endeten unentschieden.
  3. Heimatstadion der Mannschaft war das Stadion in Saarbrücken.
  4. Ihr erstes Spiel absolvierte die saarländische Nationalmannschaft am 22. September 1950 in Saarbrücken und gewann 5:3 gegen die Schweiz.
  5. Der höchste Siege gelang auch gegen die Schweiz: ein 2:5 in Bern am 15. September 1956.
  6. Die höchste Niederlage war ein 1:7 gegen Uruguay in Saarbrücken am 5. Juni 1954. Der Ball damals wurde aus einem Flugzeug abgeworfen.
  7. Das letzte Spiel war am 6. Juni 1956 in Amsterdam gegen die Niederlande. Es ging 3:2 verloren.
  8. Die Mannschaft konnte sich für keine Weltmeisterschaft qualifizieren.
  9. Auch nahm das Saarland an keiner Europameisterschaft teil.
  10. Rekordspieler ist Waldemar Philippi, der an 18 der 19 Spiele teilnahm. Rekordtorschützen sind mit je 6 Toren Herbert Martin (17 Spiele) und Herbert Binkert (12 Spiele).

Bild: Flagge des Saarlands (1947-1956)

10 Fakten über das alte Bonn-Center

  1. Auf ehemaligen Schrebergärten begannen 1968 die Bauarbeiten für das Bonn-Center, das am 25. November 1969 eröffnet wurde. Vorbild war das Berliner Europa-Center. Es sollte abends eine belebende Wirkung auf das Regierungsviertel haben.
  2. So gab es dort anfänglich ein Steigenberger Hotel (300 Betten), im obersten Stockwerk das Restaurant Ambassador, eine Ladenzeile, zahlreiche Banken, ein Kulturforum und Büros, die von Botschaften und politischen Einrichtungen genutzt wurden.
  3. So schrieb “Der Spiegel”: “Wie New York sein Rockefeller Center (259 Meter), Berlin sein Europa-Center (86 Meter), so soll die Residenz am Rhein binnen zwei Jahren ihr Bonn-Center (55 Meter) bekommen.”. Den ganzen Artikel kann man noch hier nachlesen.
  4. Von 1991 bis 1999 beherbergte das Bonn Center in der 7. und 8. Etage die Bundestagsabgeordneten der PDS, da im “Langen Eugen” und den umliegenden Gebäuden kein Platz mehr für sie war. Vorher hatten auch Bundesministerien im Bonn Center ihren Sitz.
  5. Der wohl prominenteste Mieter war das Pantheon Theater, das 1987 einzog und bis Mitte 2016 blieb. Hier traten nicht nur viele bekannte Kabarettisten – die alternative Karnevalssitzung (Pink Punk Pantheon) und die zahlreichen Parties wurden vom Autor dieser 10 Fakten gerne besucht.
  6. Viele Bonner werden sich auch noch an das dortige Bowling-Center erinnern können und andere besuchten dort den Tanzunterricht.
  7. Besonders nach dem Auszug des Steigenberger Hotels 1988 veränderte sich die Nutzung stark. Ein Bürocenter zog ein, die Ladenzeile wurde zurückgebaut. Das Bonner Studio von n-tv war noch einmal ein Highlight in der Nutzung. Nachdem 2011 auch DHL ausgezogen war, standen über 70% der Fläche leer und es wurden nur noch wenige Etagen genutzt.
  8. Das BonnCenter bestand im wesentlichen aus dem 18-geschossigen Hochhaus, das das 5-höchste in Bonn war, sowie einem Nebengebäude, das fünf Stockwerke hatte. Die Nutzfläche betrug rund 25.000 m².
  9. Das Wahrzeichen des Bonn-Centers – und auch des Berliner Europa-Centers – war der große Mercedes-Stern auf dem Dach. Er drehte sich pro Minute zwei mal um sich selbst.
  10. Die Abrissarbeiten begannen im September 2016 und fande ihren Höhepunkt am 19. März 2017 um 11h mit der Sprengung des Gebäudes; der Bonner General-Anzeiger und der WDR berichteten live. Danach gehen die Arbeiten mit dem Abtransport des Bauschutts weiter. Ab 2018 soll ein neues Bonn Center entstehen, das 2020 fertiggestellt werden soll.

Bild: DT / pixabay

Hier gibt es mehr über Bonn.

10 Fakten zum Aschermittwoch

  1. Aschermittwoch ist der Mittwoch nach dem Karnevalsdienstag; das Datum des Aschermittwoch berechnet sich nach dem Osterfest, er ist der der 46. Tag vor dem Ostersonntag. Der frühestmögliche Termin ist damit der 4. Februar, der späteste der 10. März. Der Aschermittwoch ist der Beginn der katholischen Fastenzeit.
  2. Andere Namen sind Aschertag, Aschetag oder Tag der Asche. Auf twitter findet man inzwischen den #Aschtag oder auch #ashtag. Die lateinischen Bezeichnungen sind “Feria quarta cinerum” (vierter Tag der Asche) oder auch einfach “Dies cinerum” (Tag der Asche).
  3. Der Name rührt daher, dass man an diesem Tag in der katholischen Heiligen Messe die Asche der Palmzweige des Vorjahres segnet und der Priester den Gläubigen ein Kreuz aus dieser Asche auf die Stirn zeichnet, auf die Hand gibt oder sie damit bestreut. Dies geschieht auch vereinzelt in den evangelischen Gottesdiensten. Währenddessen werden die Worte “Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“ (Gen 3,19 EU) oder “Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“ (Mk 1,15) gesprochen. Der Brauch in dieser Form entwickelte sich im 12. Jahrhundert, Asche ist jedoch schon seit dem alten Testament ein Symbol für Buße, Reue und die Vergänglichkeit des Menschen:
    Als die Nachricht davon den König von Ninive erreichte, stand er von seinem Thron auf, legte seinen Königsmantel ab, hüllte sich in ein Bußgewand und setzte sich in die Asche.” (Jona 3,6).
  4. In vielen Kirchen wird an Aschermittwoch ein Hungertuch aufgehangen, das oft den Altar bedeckt und ein Symbol der Buße, des Fastens und des Besinnens ist. Dieser Brauch verschwand langsam seit dem 17. Jahrhundert, kommt inzwischen aber wieder vermehrt auf. Auch manche Kreuze oder Altarbilder werden an Aschermittwoch verhangen – wie oben auf dem Bild im Bonner Münster. Im Hintergrund ist ein Teil des großen Hungertuchs zu sehen (blau).
  5. Der Aschermittwoch ist in der katholischen Kirche neben dem Karfreitag der einzige verbleibende strenge Fastentag, man soll sich an ihm nur einmal satt essen und auf Fleisch verzichten. Die Tradition des Fischessens an Aschermittwoch entspringt diesem, wobei es sich hierbei gerade in Restaurants oft um opulente Gerichte handelt, die an sich dem Geist des Tages widersprechen.
  6. Viele Bistümer begehen den Aschermittwoch der Künstler, eine Begegnung von Kirche und Kunst. Begründet wurde dieser von dem katholischen Schriftsteller und Diplomaten Paul Claudel nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris begründete. Vorbild ist ein Treffen französischer Künstler zu einer religiösen Besinnung, das im Jahr 1914 von dem französischen Karikaturisten und Theatermaler Adolphe Willette ausgerichtet wurde. Künstler besuchen gemeinsam einen Gottesdienst, erhalten das Aschekreuz und treffen sich danach. Oft wird dann auch für notleidende Künstler gesammelt.
  7. Aschermittwoch ist kein staatlicher Feiertag und daher nicht schul- und arbeitsfrei. Katholische Schüler und Arbeitnehmer haben aber Anspruch auf Freistellung, um einen Gottesdienst zu besuchen.
  8. Traditionell ist inzwischen auch der politische Aschermittwoch. Die Parteien rufen zu Veranstaltungen auf, während derer meist recht derbe und direkte Reden mit Angriffen auf den politischen Gegner gehalten werden. Etabliert ist dieser seit 1953, als die CSU unter Franz-Josef-Strauß ihren ersten politischen Aschermittwoch abhielt. Die Veranstaltungen gehen auf Versammlungen der Bauern im 16. Jahrhundert zurück, während derer auch die Politik der Fürsten diskutiert wurde. Im frühen 20. Jahrhundert gab es schon vereinzelt Parteiversammlungen und 1946 gründete sich die Bayernpartei bewusst an diesem Tag.
  9. An den politischen Aschermittwoch angelehnt ist der Aschermittwoch der Kabarettisten, der seit 2006 in München stattfindet und an dem durch verschiedene – nicht nur bayerische – Kabarettisten aktuelle politische Themen satirisch kommentiert werden.
  10. Es gibt zahlreiche weitere – oft regionale – Bräuche zu Aschermittwoch. In der schwäbisch-alemannischen Fasnacht ist das Gelbeutelauswaschen verbreitet, bei dem die von den Karnevalstagen leeren Geldbeutel in Brunnen oder Gewässern ausgewaschen werden, um sie von den Sünden des Feierns zu reinigen aber auch um neues Geld hinein zu spülen. Interessanterweise gehört dieses Ritual auch zum Bonner Karneval: Das Stadtsoldaten-Corps ziehen mit Prinz und Bonna in schwarzer Kleidung zum Rheinufer, um dort ihre Portemonnaies auszuwaschen. In anderen Gemeinden isst man gemeinsam Suppe und lädt bedürftige Mitbürger ein.

10 Fakten zu Weiberfastnacht

  1. Weiberfastnacht wird regional auch Weiberfasching, Wieverfastelovend, Fettdonnerstag, Schwerdonnerstag, Weiberfasnet, Altweiberfasching, Altweiberfastnacht, Altweiber, Aalwiewer oder Schmotziger Dunschtig genannt.
  2. Der Tag markiert den Übergang vom Sitzungskarneval zum Straßenkarneval. Anders als an Rosenmontag gibt es aber keine Umzüge – gefeiert wird auf Plätzen, Kneipen und Partys.
  3. Weiberfastnacht findet immer am Donnerstag vor Aschermittwoch statt. Der früheste mögliche Termin ist demnach der 29. Januar, der späteste der 4. März.
  4. Schwerpunkt der Feiern ist natürlich das Rheinland. Ab 11:11h ruhen Arbeit und das normale öffentliche Leben weitgehend und es wird gefeiert.
  5. Am wichtigsten ist Weiberfastnacht in Bonn-Beuel – hier ist der Donnerstag wichtiger als der Rosenmontag. Hier hatten in den 1820er Jahren die Wäscherinnen ihren freien Tag, vom Karneval waren sie aber ausgeschlossen. 1824 schlossen sich die Beueler Wäscherinnen daher zum “Alten Damenkomitee von 1824 e. V.” zusammen, um eine Teilnahme an Karneval zu erzwingen. Inzwischen wichtigstes Ritual in Beuel ist die Erstürmung des Rathauses, die auch heute noch stattfindet und live vom WDR übertragen wird. Dieser Brauch des Rathaussturms hat sich auch zahlreiche andere Städte übertragen. Die Beuelerinnen gelten gemeinhin als Mütter der modernen Weiberfastnacht.
  6. Ältere Bräuche sind aber schon länger belegt. So haben sich in vielen Nonnenklöstern im Mittelalter die Schwestern nicht an ihre Gelübde gehalten. Der Tag wurde passenderweise Pfaffenfastnacht genannt. Mit Auflösung der Klöster um 1800 geriet dieser Brauch in Vergessenheit. In einigen mittelalterlichen Städten wurden die Bürgerinnen an diesem Tag vom Rat bewirtet.
  7. Krawattenträger aufgepasst: Traditionell werden diese von den Damen im Rheinland an Weiberfastnacht abgeschnitten. Und da man damit in den Karnevalshochburgen rechnen muss, ist dies im Regelfall auch keine Sachbeschädigung. Da Krawatten immer seltener werden, sind manche Frauen übergegangen, die Schnürsenkel zu durchschneiden. Als Entschädigung gibt es immerhin ein Bützchen (Küsschen).
  8. Für das Taxigewerbe ist Weiberfastnacht in Köln und Bonn der umsatzstärkste Tag, da das Geschäft schon vor 11h bis spät in die Nacht läuft.
  9. Ganz anders als im Rheinland wird der “Schmotzige Dunschtig” in der alemannischen Fasnacht gefeiert, wo er aber auch große Bedeutung hat. So werden in Konstanz im 6:00 Uhr die Bewohner Trommler und Fanfarenzüge geweckt, danach die Schüler aus den Schulen befreit und der Bürgermeister gibt im Rathaus die Macht an die Narrren ab.
  10. Noch ein paar praktische Tipps zum Feiern im Rheinland: eine frühe Anreise ist empfohlen, will man einen guten Platz am Heumarkt/Alter Markt oder beim Beueler Rathaus bekommen. Und auch bei den Kneipen sollte man sich auf lange Wartezeiten gefasst machen. Wer früher da ist, ist früher drin. Das Auto sollte man besser stehen lassen… Ein Bützchen ist was unverbindliches und keine Aufforderung für mehr.

10 Fakten über das Bonner Münster

  1. Das Bonner Münster ist die katholische Hauptkirche von Bonn. Es ist inzwischen im Besitz der Pfarre St. Martin und trägt den Titel einer päpstlichen Basilika Minor. Das Münster hat eine eigene Homepage, die auch das umfangreiche religiöse und kulturelle Leben rund um das Bonner Wahrzeichen dokumentiert. Stadtdechant ist seit 1998 Wilfried Schumacher.
  2. Am Ort des Münsters sind alte heidnische Kultstätten und römische Bestattungen seit dem Jahr 90 nachgewiesen. Um das Jahr 300 wurde an der Stelle eine “cella memoriae” gebaut, in der den Toten mit einer rituellen Mahlzeit gedacht wurde. Auch die Bonner Stadtheiligen Cassius und Florentius sollen hier beerdigt worden sein. So entstand dort im Zuge der Christianisierung um 575 eine erste Kirche, um die herum sich um 780 eine klosterähnliche Gemeinschaft entwickelte. Diese hatte auch wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung Bonns als Stadt.
  3. Die alte Kirche wurde um 1050 abgerissen und mit dem Bau des Münsters als Stiftskirche im Stil einer romanische Basilika begonnen. Es war seinerzeit eine der größten kirchlichen Bauanlagen im Rheinland, die ihren Abschluss um 1240 fand.
  4. Zwei mal wurden im Bonner Münster Könige gekrönt: Am 25. November 1314 Friedrich III. von Österreich (genannt der Schöne) zum Gegenkönig, der sich nur bis 1322 halten konnte. Am 26. November 1346 wurde dann Markgraf Karl von Mähren ebenfalls zum Gegenkönig. Karl IV. gekrönt. Er hatte mehr Erfolg, wurde 1355 in Rom zum Kaiser gekrönt und gilt inzwischen als der wichtigste Herrscher des Spätmittelalters. Fresken und ein Fenster erinnern an die Ereignisse.
  5. 1587 werden das Bonner Münsters und der Cassius-Stift geplündert und schwer beschädigt, fast der gesamte Kirchenschatz kam abhanden. Schwere Schäden gab es auch beim Bombardement Bonns 1698 und bei dem Luftangriff am 18. Oktober 1944. Die Kirche wurde immer wieder aufgebaut.
  6. Besonders sehenswert sind der Kreuzgang, die Marmoraltäre, zahlreiche Fresken, die Bronzestatue der heiligen Helena und die Krypta. Unter dieser befindet sich die Gruft mit den Gräbern der legendären christlichen Märtyrer Cassius und Florentius. Diese ist nur während der Oktav des Stadtpatronenfestes am 10. Oktober zugänglich. Und auch um das Münster herum gibt es einiges zu sehen – den Martinsbrunnen, den alten Bonner Pranger, das Martinsrelief von Ernemann Sander, die übergroßen Köpfe von Cassius und Florentius und den Münsterladen.
  7. Kaiser Wilhelm II. studiert in Bonn und war vom Bonner Münsters so beeindruckt, dass er die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin als Kopie des Bonner Münsters bauen ließ.
  8. Am 15. November 1980 besuchte Papst Johannes Paul II. das Bonner Münster und betete mit rund 10.000 Bonnern vor dem Schrein der Stadtpatrone, der vor dem Hauptportal aufgestellt wurde. Im offiziellen Programmheft des Papstbesuchs findet man diesen Programmpunkt nicht,  er wurde sehr kurzfristig zwischen Stadt, Stadtdekanat und Nuntiatur organisiert.
  9. Die acht historischen Glocken hängen im 81,4m  hohen Turm. In beiden Weltkriegen sollten sie eingeschmolzen werden und waren schon auf dem Glockenfriedhof in Hamburg. Beide Male kehrten die Glocken aber zurück. Beim Wiederhochziehen der zweitgrößten Glocke nach dem zweiten Weltkrieg riss ein Seil, doch die Glocke überstand den 20 Meter tiefen Sturz – nur an der untere Kante der Glocke brach ein kleines Stück ab. Der Legende nach sollen Cassius und Florentius die Glocke gerettet haben – nachzulesen hier.
  10. Aktuell stehen umfangreiche Sanierungsarbeiten an, die über 20 Millionen Euro kosten werden und in deren Zusammenhang das Münster voraussichtlich über zwei Jahre geschlossen werden muss. Sie sollten es alsi schnell besuchen, solange es noch geöffnet ist. Die Sanierung können Sie auch als Spender unterstützen.

Sie interessieren sich für weitere Kirchen in der Bonner Innenstadt? Dann folgen Sie einmal diesem Spazierweg. Und was Kaiser Wilhelm der zweite sonst noch mit Bonn zu tun hat, können Sie hier nachlesen.