Reim: The fifth of November, since I can remember

The fifth of November, since I can remember,
Was Guy Faux, Poke him in the eye,
Shove him up the chimney-pot, and there let him die.
A stick and a stake, for King George’s sake,
If you don’t give me one, I’ll take two,
The better for me, and the worse for you,
Ricket-a-racket your hedges shall go.

Dieser Reim zur Bonfire Nacht (5. November) wurde 1903 dokumentiert.

Fotografie: The Valley of the Shadow of Death

Ein Foto einer kargen Schlucht, übersät mit Kanonenkugeln, die von den russischen Verteidigungsstellungen abgefeuert wurden. Roger Fenton nahm dieses Bild am 24. April 1855 südöstlich von Sewastopol während des Krimkriegs auf – genau dort, wo kurz zuvor noch Geschosse einschlugen. Er wollte ursprünglich an einer anderen Stelle fotografieren, musste aber weichen, weil die russische Artillerie genau auf diesen Punkt feuerte. „Es war klar, dass die Feuerlinie genau über die Stelle ging, die ich gewählt hatte“, schrieb Fenton. Also rückte er rund 100 Meter ab – und konnte dann in relativer Sicherheit arbeiten, auch wenn weiterhin genug Kugeln um ihn herum einschlugen.

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Gastbeitrag: Des Übels Wurzeln – hier ist eine davon (Warum es in Deutschland schwierig ist und noch viel schwieriger wird)

Hier geht es um die Entwicklung der Gesellschaft in Fragen von Erziehung und Bildung.

Unser ganz famoses Grundgesetz enthält sehr viele (leider oft unterschätzte) wertvolle Passagen.

Heute ist mir eine ganz wichtig. In Artikel 6, Satz 2 heißt es: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.“

Verkürzt heißt das: „Zuallererst ist die ERZIEHUNG eine Pflicht der Eltern.“

Das beginnt im Säuglingsalter. Meine Frau hat eine sehr gute Freundin, die Erzieherin ist. Es war unfassbar wohltuend zu sehen, wie dort mit dem Nachwuchs umgegangen wurde: Solange der Säugling wach war, gab es kein Gedudel aus dem Radio und kein Gedaddel am eigenen Smartphone. Das Kind hatte die Aufmerksamkeit der Mutter, sie hatte Blickkontakt und – man staune – sie sprach mit dem Kind. Das fiel sogar der Hebamme, die zur Nachsorge kam, als »wohltuende Atmosphäre« besonders auf.

Wie häufig sehe ich junge Eltern mit Kinderkarren durch die Gegend schieben, die überhaupt keine Interaktion mit dem Kind haben, sondern lediglich wie ein Zombie in das Smartphone starren oder lediglich mit Dritten sprechen, während das Kind sich selbst überlassen ist. Man muss als vernünftig denkender Mensch den Impuls unterdrücken, den Rabeneltern das Gerät zu entreißen, es im nächsten Teich zu versenken und den jungen Leuten eine Ansage zu verpassen, dass die Haare wehen.

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ChatGPT Prompt Idee: Kafkaeskes Textadventure

Sie lieben Kafka, kafkaeske Welten und klassische Textadventure?

Dann probieren Sie bei ChatGPT – oder einem anderen LLM – mal folgenden Prompt aus….

Simuliere ein abstruses Textadventure im klassischen Stil, bei dem ich mich in der Welt von Kafkas „Der Process“ befinde. Es soll absurd sein.

Viel Spaß!

Gedicht: Von bösen und guten Freunden

Das habe ich gemacht von bösen und guten Freunden:

Wer in der Noth vom Freunde weicht,
Und seinen Freund entbehret leicht;
Wer nicht im Herzen dessen liest,
Der ein recht treuer Freund ihm ist,
Und wer allzeit Recht haben möcht‘,
Des Freundes Wohl besorget schlecht;
Mit jedermann im Streite steht
Und wie gehörnt stets d’rauf losgeht:
Der ist ein eigenmächtiger Mann,
Dem niemand besteh’n und Recht thun kann.
Denn wer begehrt stets krumme Rücken,
Und dass man sich vor ihm soll bücken:
Solch‘ einen ist es besser zu meiden,
Als nur Betrübniss von ihm leiden.

Denn wer ein guter Freund dir ist,
Der übt an dir nie arge List,
Dass er dir nichts zum Uebel kehrt,
Doch Böses allzeit dir abwehrt;
Dich nimmer auch verlasst in Noth,
Einsteht für dich, wenn Gefahr dir droht;
Der jederzeit auch Mitleid trägt,
Wenn du von Trauer bist bewegt,
Und nie geringer achtet dich,
Als selbst er pflegt zu schätzen sich:

Solch einen Freund halt‘ hoch in Ehren,
Lass‘ dich durch nichts von ihm abkehren.
Und keinen Freund sollst merken lassen,
Du woll’st dich nimmer mit ihm befassen.

Dieses Gedicht wurde von Albrecht Dürer geschrieben.

 

Gedicht: In Hamburg

In Hamburg ist die Nacht
nicht wie in andern Städten
die sanfte blaue Frau,
in Hamburg ist sie grau
und hält bei denen, die nicht beten,
im Regen Wacht.

In Hamburg wohnt die Nacht
in allen Hafenschänken
und trägt die Röcke leicht,
sie kuppelt, spukt und schleicht,
wenn es auf schmalen Bänken
sich liebt und lacht.

In Hamburg kann die Nacht
nicht süße Melodien summen
mit Nachtigallentönen,
sie weiß, daß uns das Lied der Schiffssirenen,
die aus dem Hafen stadtwärtsbrummen,
genau so selig macht.

Das Gedicht ist von Wolfgang Borchert, der am 20. Mai 1921 in Hamburg geboren wurde. Die Illustration hat die Midjourney AI passend zum Gedicht erstellt.

Gedicht: Soll ein Weib wohl Bücher schreiben; Oder soll sie’s lassen bleiben?

Schreiben soll sie, wenn sie’s kann,
Oder wenn es wünscht ihr Mann;
Und befiehlt er’s gar ihr an
Ist es eheliche Pflicht. –
Aber schreiben soll sie nicht,
Wenn es ihr an Stoff gebricht,
Oder an gehör’ger Zeit,
Oder gar an Fähigkeit,
Oder mit zerriss’nem Kleid. –
Schreiben soll sie früh und spät,
Wenn es für die Armuth geht,
Wenn sie sonst was Schlechtres thät;
Aber schreiben soll sie nie
Wenn durch ihre Phantasie
Leidet die Oekonomie. –
Und nun sag’ ich noch zum Schluß
Lebt in ihr der Genius,
Wird sie schreiben, weil sie muß.

Dieses Gedicht hat Rahel Varnhagen von Ense (geborene Levin) um 1823 geschrieben. Sie wurde am 19. Mai 1771 geboren und war war eine deutsche Schriftstellerin und Salonnière jüdischer Herkunft.

Sie gehört der romantischen Epoche an und vertrat zugleich Positionen der europäischen Aufklärung. Sie trat für die jüdische Emanzipation und die Emanzipation der Frauen ein.

Erstausgabe von Dracula

Am 18. Mai 1897 organisiert Bram Stoker eine szenische Lesung seines Theaterstücks „Dracula, or The Un-Dead“ im Lyceum Theatre in London. Diese einmalige Aufführung diente der Sicherung der Urheberrechte für eine mögliche Bühnenadaption des Romans. Obwohl diese Lesung kein offizieller Veröffentlichungstermin des Romans ist, wird das Datum oft als Veröffentlichungsdatum genannt.

Die erste gedruckte Ausgabe von Dracula wird am 26. Mai 1897 von Archibald Constable and Company in London veröffentlicht. Dieses Datum wird allgemein als offizieller Erscheinungstermin des Romans anerkannt. Das Bild oben zeigt die englische Erstausgabe.

Am 27. Mai 1897 berichtet die Daily News über die Veröffentlichung des Romans und erwähnte, dass Dracula „heute veröffentlicht“ wurde. Dies könnte darauf hindeuten, dass der Roman an diesem Tag erstmals in Buchhandlungen erhältlich war oder zumindest öffentlich beworben wurde.

Das Buch können Sie hier in Englisch kostenlos lesen.

 

Gedicht: Drei Sonette – von Getrud Pfander

  1. Schicksal
    Ich weiß, es war vom Schicksal mir beschieden,
    Daß einst zu dir mein Aug ich sollte kehren,
    Und ich Unselige, wie konnt ich wehren,
    Daß du mir raubtest kaum errungnen Frieden?

Tiefschmerzlich Glück ward seither mir hienieden,
Traumselig Elend will mein Hirn betören.
Ich muß dich suchen, muß die Sehnsucht mehren,
Wünscht auch die Welt, daß wir uns streng vermieden.

Könnt ich dich hassen nur, könnt ich dir grollen,
Daß du mich wider Willen hast entflammt . . .!
So aber muß ich wilde Glut dir zollen.

Muß fühlen, was mein Mädchenstolz verdammt,
Muß lieben, wo ich hätte hassen sollen, –
Maßloses Weh, das solchem Streit entstammt!

  1. Liebesmacht
    Und türmt sich himmelhoch die Bitterkeit,
    Und ob mich alle, alle mißverstehn,
    Dir nach, mein Lieb, will unentwegt ich gehn,
    Dein zaubermächtiger Blick hat mich gefeit.

Hohn auf die Mädchenwelt, die nicht verzeiht,
Hohn dieser Art, mit der sie nach mir sehn!
In dir, mein Lieb, will unentwegt ich stehn,
Ob auch der Sturm mich faßt, ich bin gefeit.

Und flöss‘ der Becher voll des Gifts, des herben,
Und droht mir Untergang und jäh Verderben,
Wie selig wär’s, um deinetwillen sterben!

Dir an die Brust, dem ich mich gab zu eigen,
Wollt mein ermüdet Haupt ich wortlos neigen,
Bis uns umschläng‘ barmherzigen Todes Schweigen.

  1. Licht
    Wir zaudern, wo ein Gott uns Rettung fand
    So glückumwoben und so glanzumlichtet?
    Nun hat mein bangend Herz sich aufgerichtet.
    Den Vorhang heb ich auf mit zager Hand.

Und würd uns hier im düstern Abendland
Jedwedes Glück durch Vorurteil vernichtet:
O weißt du noch, wie du mir oft berichtet
Von jenem fernen, zauberischen Strand?

Wo ungekühlt glutfarbne Sonne loht,
Wo nimmermehr uns bittre Trennung droht,
Wo friedevoll die heiligen Palmen winken,

Dorthin, Geliebter, lass‘ uns gläubig ziehn,
Dort will ich glückdurchschüttert auf den Knien
Maßlose Wonn‘ aus deinem Antlitz trinken.

Die „Drei Sonette“ sind von Gertrud Pfander, die am 1. Mai 1874 in Basel geboren wurde. Die Illustration wurde mit der Midjourney AI erstellt.

ChatGPT Prompt Idee: Barockes Liebesabenteuer

Sie mögen barocke Sonette? Dann probieren Sie mal folgendes ChatGPT Prompt aus:

Simuliere ein Textadventure, das sich in der Welt der barocken Liebeslyrik bewegt, sehnsuchtsvoll, prall, etwas schmachtend, lustig, traurig, passende Sprache. Es soll kein festes Ziel haben, sondern Dich lange in dieser Welt halten und unterhalten.

Lassen Sie sich überraschen…

Wenn der Gang der Geschichte in eine langweilige Richtung geht, können Sie jederzeit mit neuen Prompts eingreifen und das Abenteuer steuern.