Dokumentiert: Das Statement von Ritter Sport zu den Russland Geschäften

Gegen den Schokoladenersteller Ritter Sport gab es viel Kritik – siehe Bild -, da da sich dieser weigerte, die Geschäfte mit Russland abzubrechen. Inzwischen hat sich der Hersteller geäußert. Wir dokumentieren hier die Stellungnahme:

Liebe Ritter Sport Community,

wir verurteilen die grausame Aggression der russischen Armee in der Ukraine aufs Schärfste und wünschen uns genau wie Ihr, dass diese endlich aufhört. Ein offener und ehrlicher Austausch mit Euch ist uns sehr wichtig – auch jetzt, wo es unbequem ist und wir massiv kritisiert werden.

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Warum ein Importstopp für russisches Öl und Gas sinnvoll ist – von Prof. Jan Schnellenbach

Hier dokumentieren wir die Begründung von Prof. Jan Schnellenbach, warum er einen Importstopp für russisches Öl und Gas unterstützt. Die Argumentation wurde zuerst von ihm in einem Thread auf twitter veröffentlicht.

Warum habe ich den Aufruf für einen Importstopp für russisches Öl und Gas unterschrieben? Mehrere Punkte waren ausschlaggebend.

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Die Entwicklung der Mineralölsteuer bzw. Energiesteuer auf Diesel von 1939 bis 2022

 

Hier finden Sie Entwicklung der Mineralölsteuer, seit 2006 Energiesteuer genannt, auf Diesel. Die Beträge sind auf Cent umgerechnet.

05.09.1939 1,68
21.01.1951 4,69
01.06.1953 2,71
01.05.1955 7,77
01.04.1960 9,8
01.01.1964 15,18
01.01.1967 16,73
01.03.1972 18,8
01.07.1973 21,38
01.04.1981 22,93
01.07.1991 28,12
01.01.1994 31,7
01.04.1999 34,77
01.01.2000 37,84
01.01.2001 40,9
01.01.2002 43,97
01.01.2003 47,04

Die Entwicklung für Benzin ist hier.

Die Entwicklung der Mineralölsteuer bzw. Energiesteuer auf Benzin von 1939 bis 2022

Hier finden Sie Entwicklung der Mineralölsteuer, seit 2006 Energiesteuer genannt, auf Benzin.

05.09.1939 2,29
21.01.1951 7,24
01.06.1953 10,28
01.05.1955 11,33
01.04.1960 12,38
01.01.1964 16,36
01.01.1967 17,9
01.03.1972 19,94
01.07.1973 22,5
01.04.1981 26,08
01.04.1985 25,05
01.01.1986 23,52
01.04.1987 24,03
01.04.1988 24,54
01.01.1989 29,14
01.01.1991 30,68
01.07.1991 41,93
01.01.1994 50,11
01.04.1999 53,17
01.01.2000 56,24
01.01.2001 59,31
01.01.2002 62,38
01.01.2003 65,45

Die entsprechende Entwicklung für Diesel haben wir hier dokumentiert.

Köpfe: Andreas Schöfbeck

Auf seiner Sitzung am 1.3.2022 hat der Verwaltungsrat der BKK ProVita beschlossen, sich mit sofortiger Wirkung von dem bisherigen Vorstand Andreas Schöfbeck zu trennen. Die Führung der BKK geht nahtlos in die Hände von Walter Redl über, dem langjährigen Stellvertreter des bisherigen Vorstandes. Die BKK ProVita bittet um Verständnis, dass sie sich zu den verschiedenen Hintergründen dieser Personalentscheidung aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht weiter äußern will. Schöfbeck hatte allerdings – wohl unplausible – Aussagen zu Nebenwirkungen der Corona Impfung verbreitet.

Andreas Schöfbeck ist Krankenkassenbetriebswirt und war von 2001 bis 2022 Vorstand der BKK ProVita. Er hat die Geschicke der Kasse in den vergangenen 20 Jahren entscheidend geprägt. Unter seiner Leitung hat sich die BKK ProVita zu einer bundesweit geöffneten gesetzlichen Krankenkasse mit über 125.000 Versicherten entwickelt und zählt heute zu den 50 größten Kassen in Deutschland.

Im Jahr 2014 hat Andreas Schöfbeck eine Neuausrichtung und Neupositionierung der BKK ProVita initiiert. Seither widmet sich die „Kasse fürs Leben“ verstärkt der ganzheitlichen Gesundheit sowie den Themen gesunde Ernährung, Achtsamkeit und Nachhaltigkeit.

Die BKK ProVita zählt heute zu den nachhaltigsten Krankenkassen in Deutschland, fördert gesunde, vollwertige, pflanzliche Ernährung, übernimmt bewusst Verantwortung für das Gemeinwohl und die Umwelt und unterstützt ihre Versicherten in vielfältiger Weise dabei, selbstbestimmt den für sie richtigen Weg zur Gesundheit zu finden.

Andreas Schöfbeck sagt:

„Ich bin davon überzeugt, dass die Einheit von Körper, Seele und Geist eine wichtige Voraussetzung für die Gesundheit ist und beschäftige mich mit den wissenschaftlichen Grundlagen ganzheitlicher Gesundheit, wie Achtsamkeit, Psychoneuroimmunologie und Epigenetik. Als begeisterter Veganer habe ich die gesundheitlichen Vorteile pflanzenbasierter Ernährung selbst erfahren und setze mich in vielen Bereichen für ökologisch und ethisch verantwortungsvolles Handeln ein.“

Strommarkt: Auch „Bürger speichern Energie“ ist raus

Der alternative Stromversorger „Bürger speichern Energie eG“ ist raus und teilt über seine Website mit, dass er wegen der Kündigung der Bilanzkreisverträge seine Kunden nicht mehr beliefern kann. Was in dieser Situation wichtig ist, lesen Sie hier.

Beendigung der Stromlieferung zum 02.02.2022

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Ihnen wahrscheinlich bereits aus den Medien bekannt ist, haben sich die Energiepreise an der Börse in den letzten Monaten um teilweise über 400% erhöht.

Leider ging diese drastische Preissteigerung nicht spurlos an unserem Unternehmen vorbei.

Wir waren in den letzten Monaten bemüht, Maßnahmen gegen diese extremen Erhöhungen zu treffen, was uns leider nicht gelungen ist.

Aus diesem Grund wurden uns aus wirtschaftlichen Gründen die sogenannten Bilanzkreisverträge mit den Übertragungsnetzbetreibern (Tennet, Amprion, Transnet BW und 50Hertz) gekündigt, was zur Folge hat, dass wir keine Stromlieferberechtigung mehr haben.

Ihr jeweiliger Grundversorger wurde über die Kündigung bereits informiert.

Was müssen Sie nun tun?

Sie befinden sich seit dem 02.02.2022 in der Grundversorgung Ihres jeweiligen Netzbetreibers, welcher sich in den nächsten Wochen mit Ihnen in Verbindung setzten wird.

Sie haben ab dem 02.02.2022 eine Frist von 6 Wochen (bis zum 16.03.2022) um sich um ein Vertragsverhältnis mit einem neuen Stromlieferanten zu bemühen. Dieser kann Sie dann rückwirkend zum 02.02.2022 aus der Grundversorgung abmelden, sodass keine teureren Gebühren aus der Grundversorgung auf Sie zukommen. Genaue Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem Grundversorger.

Bereits gekündigte Verträge, werden ebenso vorzeitig zum 02.02.2022 beendet.

Wir bedauern das plötzliche Beenden des Liefervertrages und wünschen Ihnen weiterhin alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der „Bürger speichern Energie eG“

Meinung: Wie der Staat den Strompreis senken könnte – über die EEG Umlage hinaus

Steigende Strompreise sind für viele Haushalte Anfang 2022 ein Thema. Die Kilowattstunde kostet nahezu überall in Deutschland auch bei günstigen Anbietern deutlich über 30 Cent, bei Neuverträgen teilweise sogar 40 Cent und mehr. Dazu kommt noch der monatliche Grundpreis.

Ähnlich wie beim Preis für Kraftstoffe setzt sich der Strompreis aus zahlreichen Elementen zusammen. Die Stromerzeugung machte 2021 im Mittel rund 8ct je kWh aus, ist aber gewissen Schwankungen unterworfen, derzeit kann es aber auch deutlich mehr sein. Neben der Abschaltung von Kohle- und Atomkraftwerken spielen die Unsicherheiten am Gasmarkt eine große Rolle. In dieser Betrachtung schauen wir aber auf die gemittelten Werte 2021.

Als nächster großer Posten kommen die Netzentgelte, die ebenfalls bei rund 8 ct liegen. Hier gibt es tatsächlich wenig Spielraum, auch wenn die Energiewende die Kosten für den Netzausbau teilweise in die Höhe getrieben hat. Die Stromnetze müssen nun einmal für die Energiewende fit gemacht werden.

Dann die EEG Umlage, die 2021 bei 6,5ct pro kWh lag, 2022 aber bereits auf  3,723 ct gesunken ist. Ziel der Umlage ist die Förderung der erneuerbaren Energien, wobei deren Sinnhaftigkeit aber breit diskutiert wird. Eine recht passende Aussage ist, dass mit der EEG Umlage die Bürger in der Mitte Deutschlands den Eigenheimbesitzern im Süden das Solardach und den Landbesitzern im Norden die Windkraftanlage finanzieren… Immerhin, über eine komplette Streichung wird zur Zeit – Anfang 2022 nachgedacht. Sie ist sinnvoll und gar nicht mal so unwahrscheinlich, möglicherweise schon ab Mitte des Jahres.

Nicht wirklich diskutieren kann man hingegen über die Konzessionsabgabe, derzeit 1,66ct je kWh. Dieses Entgelt für die Einräumung von Wegerechten wurde mit dem Energiewirtschaftsgesetz 1935 eingeführt und geht an die Kommunen. Da es für diese eine der wichtigsten Finanzquellen ist, kann man hier wohl nicht auf die Schnelle eingreifen.

Dann gibt es diversere kleinere Umlagen, wie die KWK-Umlage (Förderung der Stromerzeugung aus Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung), die Umlage nach § 19 Abs. 2 StromNEV (Ausgleich für Netzentgeltbefreiungen stromintensiver Unternehmen), die Offshore-Haftungsumlage nach § 17f EnWG (Deckung von Schadensersatzkosten, die durch Probleme bei Offshore-Windparks entstehen können können) und die Umlage für abschaltbare Lasten nach § 18 AbLaV, die zur Deckung von Kosten abschaltbarer Lasten zur Aufrechterhaltung der Netz- und Systemsicherheit dient. All das könnte man besser durch den Markt regeln lassen – einmal abgesehen davon, dass diese kleineren Umlagen auch nur 1,09 ct pro kWh ausmachen und im Gegenzug hohe Verwaltungskosten verursachen. Weg damit.

Ein etwas größerer Posten ist dann wieder die Stromsteuer, die 2,05 Cent je kWh ausmacht und nicht nur der Durchsetzung klimapolitischer Ziele sondern auch der Stabilisierung der Rentenbeiträge dient. Rund Ca. 90 % der Einnahmen aus der Stromsteuer fließen in die Rentenkasse… Dies ist eine absolut nicht sachgerechte Quersubventionierung, allein schon deswegen gehört sie abgeschafft.

Nachdenken könnte man weiter darüber, ob man für Strom zumindest für Privathaushalte nicht den reduzierten Mehrwertsteuersatz in Anschlag bringt, was ebenfalls sachgerecht wäre.

Alles in allem wäre so eine deutliche Entlastung der Verbraucher von rund 10ct je kWh möglich. Bei einem typischen 4 Personen Haushalt wären das dann rund 400 EURO im Jahr.

Ist 2021 Aktuelle EEG Streichung EEG zus. Kleinumlagen zus. Stromsteuer 7% MwSt.
Erzeugung 7,7 7,7 7,7 7,7 7,7 7,7
Stromsteuer 2,05 2,05 2,05 2,05 0 0
Umsatzsteuer 5,09 4,56 3,86 3,65 3,26 1,2
EEG Umlage 6,5 3,72 0 0 0 0
Konzessionsabgabe 1,66 1,66 1,66 1,66 1,66 1,66
Offshore Umlage u.a. 1,09 1,09 1,09 0 0 0
Netzentgelte 7,8 7,8 7,8 7,8 7,8 7,8
Gesamt 31,89 28,58 24,16 22,86 20,42 18,36

 

Selbsttest: Die sechs Alkoholkontrollfragen nach Dr. Christiaan Barnard mit Auswertung

Dr. Christiaan Barnard hat einen Test entwickelt, mit dem man sich selbst hinterfragen kann, ob man ein Problem mit seinem Alkoholkonsum hat, dazu mehr hier.

Wir haben diesen Test etwas modernisiert und differenziert, so dass Sie ihn hier schnell absolvieren können:

Die sechs Alkohol Fragen nach Dr. Christiaan Barnard

Trinken Sie erst einmal etwas, bevor Sie sich mit einem Problem auseinandersetzen?
Trinken Sie, weil es Ihnen schmeckt, oder wegen der Wirkung?
Trinken Sie manchmal heimlich?
Trinken Sie auch, wenn Sie alleine sind?
Haben Sie nach dem Trinken manchmal Erinnerungslücken?
Stört es sie, wenn andere zu langsam trinken und sie daher aus Höflichkeit nicht mehr trinken können?

Mehr Selbsttests zum Thema Alkoholismus finden Sie hier.

Was ist die Kapazitätsreserve im Strommarkt?

Mit der Kapazitätsreserve wird gemäß § 13e EnWG ab dem Winterhalbjahr 2020/2021 außerhalb des Strommarktes eine Reserve in Höhe von 2 GW gebildet werden.

Diese Leistung kann von Erzeugungsanlagen, Speichern sowie regelbaren Lasten vorgehalten werden.

Diese Kapazitätsreserve ist notwendig, um in außergewöhnlichen und nicht vorhersehbaren Situationen die Systembilanz zu stützen und auf diese Weise das Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und -verbrauch zu erhalten.

Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit soll die Kapazitätsreserve dann zum Einsatz kommen, wenn trotz freier Preisbildung an der Strombörse kein ausreichendes Angebot existiert, um die Nachfrage an elektrischer Energie zu decken. Die in der Kapazitätsreserve gebundenen Anlagen sollen zudem, soweit möglich, die Funktion der Netzreserve übernehmen. Sofern die Anlagen in netztechnisch geeigneten Regionen stehen, werden die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) diese auch in Fällen anfordern, in denen es für die Systemsicherheit aufgrund von Netzengpässen erforderlich ist.

Zur Bildung der Kapazitätsreserve führen die deutschen ÜNB – 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW – ein gemeinsames Beschaffungsverfahren durch.

Quelle: netztransparenz.de

Stellenangebot: Mitarbeit bei Jugend musiziert 2022

Hin und wieder veröffentlichen wir hier nicht ganz alltägliche Stellenangebote. Diesmal sucht der  Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (m/w/d) auf Stundenbasis.

Das Team des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ sucht für die Vorbereitung des Bundeswettbewerbs 2022 Mitarbeiter*innen (auf Stundenbasis).

Die Tätigkeit besteht in der digitalen Verarbeitung von Wettbewerbsdaten.

Musikalische Kenntnisse, sowie ein gutes Gefühl für Sprache und Rechtschreibung sind von Vorteil. Wünschenswert sind Kenntnisse im Umgang mit Standard-Office-Programmen.

Die Beschäftigung erfolgt ab Ende März 2022, befristet bis Ende April 2022 (Verlängerung möglich).

Die Arbeitszeit orientiert sich an Vollzeit. In Absprache ist die Beschäftigung auch in Teilzeit (20 bis 40 Stunden) möglich.

Die Vergütung richtet sich nach den Richtlinien der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Stundensatz (brutto) zwischen 10€ und 16€. (abhängig von Qualifikation)

Die Beschäftigung über das Model Mini-Job ist leider nicht möglich.

Der Arbeitsort ist das Haus der Kultur (Weberstr. 59, 53113 Bonn).

Eine Tätigkeit im Homeoffice ist nicht möglich.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann freuen wir uns über Ihre Kurz-Bewerbung per Mail an:

Bundeswettbewerb “Jugend musiziert“
Reinhild Pairott
r.pairott@musikrat.de

Weberstr. 59, 53113 Bonn – Tel.: (0228) – 2091137