Liste: Anbieter von Signaltechnik für Eisenbahnen

Siemens steht in der Kritik, das es sich an der Carmichael Kohle Mine des indischen Adani Konzerns in Australien beteiligt. Dabei liefert Siemens hier lediglich Signaltechnik für die Güterzüge, die die Kohle von der Mine zu den Schiffen transportieren sollen. Die entsprechende Mitteilung von Joe Kaeser haben wir hier dokumentiert.

Da in der Diskussion immer wieder angedeutet wird, hätte Siemens sich zurückgezogen, wäre das Projekt gescheitert und Siemens hätte damit den Stop auslösen können, haben wir hier haben eine Liste mit anderen Anbietern von Signaltechnik für Züge:

• Alsthom SA (geplante Fusion mit Siemens von der EU nicht genehmigt)
• Ansaldo STS
• Bombardier Inc
• China Railway Signal and Communication Co, Ltd
• Cisco Systems, Inc
• GE Transportation
• Hitachi Ltd
• Siemens AG
• Thales

(Railway Signalling Companies)

Dokumentiert: Joe Kaeser zum Adani Projekt

Hier dokumentieren wir die Stellungnahme von Siemens Vorstand Joe Kaeser zur Fortführung des Adani Projekts, die er auf twitter bekanntgegeben hat. Das englische Original finden Sie hier.

Das Projekt wurde von FFF, insbesondere von Luisa Neubauer, stark kritisiert. Kaeser bot Neubauer in dem Zusammenhang sogar einen Aufsichtsratsposten bei einer Siemens Tochter an, was von dieser aber abgelehnt wurde.

Anmerken möchte ich, dass es bei dem Siemens Beitrag für das Projekt nur um die Lieferung von Signaltechnik für die Bahnstrecke an der Mine geht.

Sehr geehrte Damen und Herren,
alle, die angeht,

Zunächst einmal möchte ich mich für die unzähligen Mails, Social Media Engagements und persönlichen Treffen zu diesem wichtigen Thema bedanken. Die überwiegende Mehrheit hat ihre Anliegen klar und mit Respekt angesprochen. Für mich hat dies nur die Bedeutung und die Notwendigkeit unterstrichen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Besonders die Botschaften, die ich von den Australiern erhalten habe, haben mich persönlich bewegt, als sie beschrieben, dass ihre Häuser und ihr Land brennen und unter diesen schrecklichen Bränden leiden.

Auch wenn wir keine eindeutigen Beweise dafür haben, dass die Waldbrände und dieses Projekt in direktem Zusammenhang stehen, empfinde ich Mitgefühl für all jene, die sich zu Wort gemeldet und vor einer Verschlechterung der Bedingungen gewarnt haben. Als eines der ersten Unternehmen, das sich zur Klimaneutralität bis 2030 verpflichtet hat, teilt Siemens grundsätzlich das Ziel, fossile Brennstoffe im Laufe der Zeit für unsere Volkswirtschaften überflüssig zu machen.

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Warum Luisa Neubauer den Aufsichtsratposten bei Siemens abgelehnt hat

Siemens Vorstand Joe Kaeser hatte der Friday for Future Aktivistin Luisa Neubauer medienwirksam einen Position als Aufsichtsrat in dem neuen Unternehmen Siemens Energy angeboten. Neubauer hatte kritisiert, dass Siemens zwar Klimaneutralität bis 2030 anstrebt, aber trotzdem ein Projekt unterstützt, das noch Jahrzehnte Kohle in Australien fördern soll, die Mine Adani; Kaeser hatte ihr dann ein Gespräch angeboten, was Neubauer annahm, und in dem Zusammenhang dann den Posten angeboten.

Teils wurde der Schritt als mutig und visionär bezeichnet, teils wurde es kritisch gesehen, dass eine 23 Jahre alte Aktivistin ohne hinreichende Erfahrung einen Aufsichtsratsposten in einem renommierten Unternehmen erhält.

Neubauer lehnte den Posten jedoch ab. Sie betonte dabei, unter anderem im Gespräch mit Bild plus, dass sie nach Annahme des Postens nicht mehr so frei sein könnte, Siemens unabhängig zu kritisieren. Diese Möglichkeit wolle sie nicht aus der Hand geben. Tatsächlich sehen die aktienrechtlichen Vorschriften für Aufsichtsratsmitglieder natürlich entsprechende Einschränkungen sowie Treuepflichten und Verschwiegenheitspflichten vor. Außerdem sagte sie, dass sie wichtigeres zu tun habe, nämlich Ihre Aufgabe bei FFF.

Stattdessen hat Neubauer Joe Kaeser vorgeschlagen, ein Mitglied von Scientists for Future in den Aufsichtsrat zu berufen.

Außerdem schaltete sich die Klimaaktivistin Greta Thunberg in die Auseinandersetzung im weitesten Sinne ein und forderte ihre Anhänger dazu auf, Siemens dazu zu drängen, sich aus dem Geschäft mit der australischen Kohle zurückzuziehen.

Was ist Agile Markenführung?

Die agile Markenführung ist ein Konzept, dass die ursprünglich aus der Software-Entwicklung stammenden Prinzipien der Agilität auf das Management von Marken und somit auf die betriebswirtschaftliche Funktion des Marketings überträgt. Annette Bruce und Christoph Jeromin verstehen unter Agilität in der Markenführung eine angemessene, zielgerichtete und schnelle Reaktion auf sich verändernde Marktsituationen. Sie beschrieben 2016 vier Prinzipien der agilen Markenführung, die aus ihrer Sicht ein erfolgreiches Marken-Management in heutigen und zukünftigen Märkten ermöglichen bzw. fördern.

Inhaltlich abzugrenzen ist das Konzept von Ansätzen, die unter agilem Marketing diskutiert werden. Letztere beziehen sich ausschließlich auf eine Art der Entwicklung und Erstellung von operativen Marketing-Maßnahmen, während sich die agile Markenführung auf die Ebene der Markenstrategie bezieht.

In einer Reihe von Fachbeiträgen, u. a. von Jean-Noël Kapferer (2012), Henrietta Jowitt und Giles Lury (2012) oder Thomas Heun (2014), wurde darauf hingewiesen, dass in der jüngeren Vergangenheit zahlreiche neue Entwicklungen eingetreten sind, die sich maßgeblich auf den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen und Marken auswirken. Zu diesen Entwicklungen gehört in erster Linie die Digitalisierung, die sowohl eine Vielzahl an neuen Kommunikationsmedien als auch an Vertriebskanälen hervorgebracht hat. Außerdem sind eine zunehmende Wettbewerbsintensität zwischen Anbietern und ein zunehmend komplexeres Verhalten der Nachfrager zu beobachten.
Diesen Entwicklungen, die die Marktsituationen für Unternehmen dynamischer und komplexer machen, stehen Instrumente der Markenführung – wie z. B. die Markenpositionierung gegenüber – deren wichtigste Aufgabe die Wahrung von Kontinuität und Stabilität ist. Diesem erstmals von Christian Belz 2006 formulierten Spannungsfeld widmen sich Annette Bruce und Christoph Jeromin mit ihren Prinzipien der agilen Markenführung. Diese sollen im Marken-Management ein Gleichgewicht aus Planen und Handeln bzw. aus Kontinuität und Veränderung ermöglichen, um den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern.

Prinzipien der agilen Markenführung

Bruce und Jeromin definierten 2016 vier Prinzipien der agilen Markenführung:

Marktintelligenz

Das Konzept der Marktintelligenz ist weiter gefasst als klassische Marktforschung. Neben der Exploration der Kundenbedürfnisse schließt sie eine intensive Wettbewerbsanalyse, die Messung der Leistungserbringung einer Marke und die Identifikation wesentlicher Einflussfaktoren der Marktumwelt ein. Die Entwicklung von Marktintelligenz ist als Grundlage für die agile Markenführung zu verstehen.

Komplexitätsreduktion

Die zunehmend komplexen Märkte führten auf der Ebene der Markenführungsinstrumente ebenfalls zu einer Zunahme von Komplexität. Schwer verständliche oder zu umfangreiche Steuerungsinstrumente bergen das Risiko, dass die Orientierungsfunktion einer Marke sowohl für Kunden als auch für Mitarbeiter gemindert wird. Um dem entgegen zu wirken, stellen Bruce und Jeromin ein neues Modell zur Markenpositionierung vor, welches eine geringere Komplexität als viele der bisher etablierten Modelle aufweist, aber trotzdem eine starke Orientierungsfunktion erfüllt.

Handlungsorientierung

Dynamische Märkte erfordern häufige und schnelle Entscheidungen auf verschiedenen Ebenen eines Unternehmens. Dies erfordert sowohl eine hohe Entscheidungsgeschwindigkeit als auch -qualität. Bestehende Instrumente der Markenführung bleiben jedoch inhaltlich meist auf einem strategisch-abstrakten Niveau und bieten deshalb keine oder nur wenig Anknüpfungspunkte für die operative Unternehmensarbeit. Zur Erhöhung der Handlungsorientierung wird die Übersetzung der Markenstrategie in wenige, unternehmens- und hierarchieübergreifend gültige Prinzipien, die in Auswahlsituationen als Entscheidungsgrundlage dienen, empfohlen.

Anpassungsfähigkeit

Die Entwicklung von Anpassungsfähigkeit adressiert direkt das Spannungsfeld zwischen den statischen Instrumenten der Markenführung und der Dynamik der Märkte. Anpassungsfähigkeit ist im Sinne der agilen Markenführung nicht mit Aktionismus zu verwechseln. Sie ist vielmehr im Sinne des Survival of the Fittest zu verstehen. Dazu müssen Unternehmen in der Lage sein, kontinuierlich Feedback aus dem Markt zu erheben, zu analysieren und Entscheidungen für oder gegen die Anpassung des Marketing-Mix und bei besonders tiefgreifenden Veränderungen auch der Markenstrategie zu treffen.

Köpfe: Ralf Spangenberg

Ralf Spangenberg (* 1955 in Altena) ist ein deutscher Fotograf und Verleger.

Spangenberg, Sohn eines Polizeihauptkommissars, lernte den Beruf des Reprofotografen. Er war von 1977 – 1982 in zwei Druckereien in Münster beschäftigt.

Im Dezember 1983 eröffnete er in Münster den ersten Farbkopier-Service. Die Farbkopien wurden mit einer Reprokamera auf Ilfochrome direkt Colour Fotopapier erstellt. Das Geschäft entwickelte sich weiter, 1995 wagt er als einer der ersten den Wandel ins digitale Zeitalter. Zunächst scheitert das Vorhaben, die Akzeptanz war noch zu gering, und 1999 musste der Betrieb in die Insolvenz.

2000 ergab sich eine neue Chance: der Unternehmer Titus Dittmann aus Münster digitalisiert seinen Printkatalog und Spangenberg bringt sich erfolgreich als freier Digital-Fotograf in das Unternehmen ein. Das Geschäft ist jetzt eingetragen als PROdigit, Fotografie & Medienproduktion. 2010 endete diese Zusammenarbeit, und die Firmenbezeichnung änderte sich in: PROdigit, Verlag & Medienproduktion.

Ratgeber: Wenn das Konto nach der Restschuldbefreiung nicht frei ist

Während eines Privatinsolvenzverfahrens wird ein Girokonto im Regelfall als ein  sog. P-Konto (Pfändungsschutzkonto) geführt und man kann über Guthaben, die über den jeweiligen Pfändungsfreigrenzen liegen, nicht verfügen, da diese ja an den Insolvenzverwalter abgegeben werden müssen.

Nach der Erteilung der Restschuldbefreiung ist dies ja nicht mehr notwendig und über das Konto sollte wieder uneingeschränkt verfügt werden können.

Bei vielen Banken und Sparkassen ist das aber nicht automatisch der Fall, es gelten auch nach der Beendigung des Insolvenzverfahrens die Beschränkungen des P-Kontos. Gerade die Sparkassen aber auch andere Banken, allen voran die Commerzbank, sind hier oft problematisch.

Meistens lässt sich das Problem dadurch lösen, dass man der Bank den Beschluss über die Erteilung der Restschuldbefreiung zukommen lässt. Lassen Sie am besten in einer Filiale eine Kopie machen und geben Sie nie das Original aus der Hand.

Ein oft aber übersehenes Problem sind Pfändungen aus der Zeit vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Wenn diese noch Guthaben aus der Zeit vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens betreffen und wirksam sind, muss tatsächlich das davon umfasste Guthaben an den Pfändungsgläubiger ausgekehrt werden. In den anderen Fällen müssen die Pfändungen tatsächlich noch formell aufgehoben werden. Zu diesem Fragekomplex haben wir hier mehr geschrieben.

Dokumentiert: Deutsche Post AG stellt Post ID ein

Die Deutsche Post AG stellt Ihre Dienst PostID ein und informiert darüber Ihre Kunden per E-Mail. Die E-Mail haben wir hier dokumentiert. Bitte beachten Sie, dass Sie zu keiner Aktion etc. aufgefordert werden. Sollten Sie aufgefordert werden, etwas zu bestätigen o.ä. handelt es sich dabei wahrscheinlich um Trittbrettfahrer!  Achten Sie darauf, dass die E-Mail wirklich von Postid@info.deutschepost.de (oben grau hinterlegt) kommt und steuern Sie die Seiten der Post lieber direkt und nicht über einen Link in einer E-Mail an.

Bitte beachten Sie weiter: Es geht hier um den Login-Service PostID – nicht um den Postident Service, der weiter angeboten wir!

Bitte beachten Sie folgende Information zu Ihrem Vertrag, 07.10.2019

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

heute möchten wir Sie über eine Änderung zu dem von Ihnen genutzten POSTID Service der Deutsche Post AG informieren:

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass sich die Deutsche Post dazu entschlossen hat, den Service POSTID einzustellen. Daher kündigen wir den mit Ihnen geschlossenen Vertrag mit der E-Mail-Adresse postid@xyz.de über den Service POSTID zum 30.11.2019 und löschen das damit verbundene Benutzerkonto am 01. Dezember 2019. Von Ihrer Seite ist keine weitere Aktion erforderlich. Ihre Daten werden vollständig und datenschutzkonform gelöscht.

Andere Legitimierungen von Ihnen mit POSTIDENT werden von der Einstellung des POSTID Services nicht beeinflusst.
Weitere Fragen beantworten wir Ihnen gerne unter postid.de/info.

Wir danken für Ihr Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr POSTID Team

Liste: Übertragungsnetzbetreiber und Regelzonen in Deutschland

Hier finden Sie eine Liste der Übertragungsnetzbetreiber und Regelzonen Strom in Deutschland.

  • 50Hertz Transmission
  • Amprion
  • Tennet TSO
  • TransnetBW
  • Virtuelle Regelzone Flensburg

Was sind Doppelwetten?

Grundlagen

Doppelwetten (im Englischen auch als “Matched Betting”, “back bet matching”, “lay bet matching” oder “double bеtting” bekannt) ist eine Sportwetten-Strategie, die von Wettenden genutzt wird, um von den von Wettanbietern angebotenen Gratiswetten und Bonussen zu profitieren. Im deutschen Sprachgebrauch wird die Technik auch als ‚Doppelwetten‘ bezeichnet.

Eine ‚Back-Wette‘ ist eine Wette auf den Eintritt eines bestimmten Ereignisses, und eine Lay-Wette ist eine Wette darauf, dass ein bestimmtes Ereignis nicht eintritt. Doppelwetten wird im Allgemeinen als risikofrei angesehen, da es auf der Anwendung einer mathematischen Gleichung und nicht dem Zufall basiert. Außerdem gilt es als risikofrei, da der mögliche Verlust aus einer Wette durch das ,Layen‘ des gleichen Ergebnisses aufgehoben wird. Der typische Ertrag aus einer Doppelwette bei Auszahlung des Einsatzes ist ≥85 % des Freiwettenbetrages, und ≥70 %, wenn der Einsatz nicht mit ausbezahlt wird. Bei den meisten Gratiswetten wird der Einsatz nicht mit ausbezahlt.

Konzept

Bei der Technik des Doppelwettens benötigt man ein Konto bei zwei oder mehr Wettanbietern bzw. Wettbörsen, wobei mindestens einer der Wettanbieter dem Nutzer eine Freiwette oder einen Bonus anbietet. Wenn die Freiwette platziert wird, werden die anderen Wettanbieter/Wettbörsen dazu benutzt, alle möglichen Ausgänge abzudecken, so dass der Wert der Gratiswette unabhängig vom Ausgang des Spiels erhalten bleibt. Die einfachste Doppelwette besteht darin, eine Back-Wette bei einem Wettanbieter zu setzen und gleichzeitig die entgegengesetzte Lay-Wette bei einer Wettbörse zu platzieren. Bei fortgeschrittenen Versionen werden die Wetten bei mehreren Wettanbietern platziert (Dutching), um die Zahlung einer Provision für die Nutzung einer Wettbörse zu vermeiden. Angebote von Wettanbietern enthalten üblicherweise Konditionen, unter denen Wettende zunächst eine Wette mit ihrem eigenen Geld abschließen müssen, um sich für die Gratiswette zu qualifizieren. Hierfür wird eine Wette bei dem Wettanbieter darauf platziert, dass ein bestimmtes Ergebnis eintritt, und eine zweite Wette bei der Wettbörse darauf, dass das gleiche Ergebnis nicht eintritt. Die zweite Wette ist notwendig, um die Verluste auszugleichen, die entstehen, falls das Ergebnis nicht eintritt; z. B. falls ein Team verliert. Sobald man sich für die Freiwette qualifiziert hat, wird das gleiche Vorgehen verfolgt, mit der Ausnahme, dass eine Freiwette genutzt wird. Unabhängig vom Ergebnis ist ein Gewinn stets garantiert, da die Gratiswette umsonst platziert wurde. Online-Wettstellen, so wie Wettbörsen, haben in den letzten Jahren an Popularität gewonnen, da sie es Wettenden erlauben, ohne offizielle Quotenmacher zu wetten. Im Prinzip agiert die Person, die die Lay-Wette platziert, als der Wettanbieter. Mit Sportwetten Geld zu verdienen hat auch in Deutschland an Beliebtheit zugenommen. Neben den traditionellen Gratiswetten sind hierbei auch die Willkommensbonusse der Wettanbieter von Bedeutung für Doppelwetten. Die Konditionen der Wettanbieter beinhalten üblicherweise, dass ein gewährter Bonus vor einer Auszahlung eventueller Gewinne für eine Mindestanzahl an Wetten gesetzt werden muss. Die Technik des Doppelwettens schließt hierbei genau wie bei den Freiwetten das Risiko von Verlusten beim ‚Durchspielen‘ des Bonus aus.

Neben den Neukunden- oder Willkommensangeboten versuchen Doppelwettende auch, von sogenannten Reload-Angeboten der Wettanbieter zu profitieren. Bei einem Sportwetten-Einzahlungsbonus wird dem Kunden ähnlich wie bei einem Neukundenbonus eine bestimmte Summe für eine Einzahlung angeboten, die dann mit gewissen Wettanforderungen vebunden ist.

Analyse-Tools für Sportwetten, so wie online-Rechner, helfen bei der Beurteilung, ob die qualifizierenden Kosten, die entstehen, um eine Freiwette zu erhalten bzw. um einen Bonus durchzuspielen, sich für den letztendlichen Profit aus der Gratiswette oder dem Bonus lohnen.

Methoden

Es gibt mehrere übliche Strategien für Doppelwetten, einschließlich unterstütztem und manuellem Doppelwetten:

Online-Assistenten („Auto-Matcher“)

Unterstütztes Doppelwetten bezieht sich auf Webseiten oder Software-Pakete, bei denen Vergleichstabellen von Märkten, auf die man wetten kann, zur Verfügung gestellt werden. Diese sind allgemein als „Auto-Matcher“ bzw. „Oddsmatcher“ bekannt.[5] Auto-Matcher werden normalerweise von Personen benutzt, die mit Doppelwetten vertraut sind. Auto-Matcher stellen dem Nutzer üblicherweise einen Doppelwetten Rechner zur Verfügung, der in Verbindung mit der Vergleichstabelle genutzt wird und in dem der Nutzer die Wettart, den Einsatz, den Bonus und etwaige Provisionen auswählen kann.

Manuell

Beim manuellen Doppelwetten findet man die Angebote, Märkte und Quoten eigenständig, sowie tätigt dann die entsprechenden Kalkulationen. Quoten richtig zu „matchen“ kann zeitaufwendig sein und erfordert u. U. ein hohes Maß an mathematischen Fähigkeiten und Kenntnis von Strategien für Sportwetten. In Anbetracht des Verlustpotentials hat diese Technik mehr Ähnlichkeit mit Vorteilsspiel.

Reaktionen der Branche

Doppelwetten ist legal, und ein Sprecher des Wettanbieters William Hill hat angedeutet, dass die Wettbranche kein Problem mit einer solchen Verwendung von Gratiswetten hat.

Die meisten Wettanbieter beschäftigen Angestellte, um Wettende zu identifizieren, die ‘zu viel Wert abgreifen’; eine Erscheinung, die beim Doppelwetten meist eintritt. Die Wettanbieter schränken dann u. U. die Konten von Wettenden, die Angebote zu häufig wahrnehmen, ein, z. B. indem sie sie davon abhalten, Wetten über einen bestimmten Betrag hinaus abzuschließen. Wettende, dessen Wettverhalten für einen bestimmten Wettanbieter inakzeptabel ist, gehen das Risiko ein, dass dieser Wettanbieter sie von der Nutzung seiner Webseite ausschließt. Dies wird in der Doppelwetten Branche auch als ‚gegubbt werden‘ bezeichnet.

Vermittler von Doppelwetten

Der Anstieg von Doppelwetten hat zu der Entstehung von Doppelwetten-Anbieterdiensten geführt – üblicherweise auf Beiträgen basierte Unternehmen, die den Prozess durch Schritt-für-Schritt Anleitungen sowie speziell entwickelte Software, z. B. für den Vergleich von Quoten, vereinfachen sollen.

Besteuerung

Seit der Einführung des Rennwett- und Lotteriegesetzes unterliegen alle Sportwetten in Deutschland einer 5%igen Besteuerung. Der Steuerbetrag wird von den Wettanbietern üblicherweise von dem Betrag einer gewonnen Wette (Einsatz plus Gewinn) einbehalten. Manche Wettanbieter behalten 5% direkt von den Wetteinsätzen ein. Wieder andere tragen die 5% Steuer selbst oder überlassen es ihren Kunden, die Wettsteuer eigenständig an das Finanzamt abzuführen.

Liste: Jugendarbeitslosigkeit in ausgewählten Ländern

Anteil arbeitsloser Jugendlicher in ausgewählten Ländern:

Südafrika: 56,4%
Griechenland: 39,6%
Nigeria: 36,5%
Spanien: 32,4%
Algerien: 29,1%
Iran: 28,3%
Italien: 28,1%
Türkei: 25,2%
Frankreich: 20,1%
Schweden: 16,4%
Australien: 12%
Kanada: 11,4%
Vereinigtes Königreich: 11%
Südkorea: 10,5%
USA: 8,5%
Niederlande: 6,5%
Deutschland: 5,5%
Japan: 3,8%

Stand Juli 2019