Mein Abendessen: Brokkolicremesuppe mit Hackfleisch und Shi-Take Pilzen

Das Rezept

Ein schnelles Abendessen mit wenig Kohlenhydraten und einem asiatischen Touch. Die Brokkolicremesuppe lässt sich gut vorbereiten, auch auf Vorrat – dann macht es noch weniger Arbeit.

Für die Suppe Brokkoli (hier ca. drei Köpfe) in Salzwasser samt Strunk in Stücke geschnitten so weich kochen, dass man sie gut pürieren kann. Ich habe hier zwei Köpfe verwendet und dann noch etwas TK-Brokkoli, der weg musste. Abgießen, mit ca. 500ml Gemüsebrühe aufkochen und mit dem Mixstab pürieren. 200ml Kokosmilch dazu, mit etwas Fischfond, Sojasauce und Zitronensalz abschmecken und ggf. mit Brühe (oder Wasser und Kokosmilch) auf die gewünschte Konsistenz bringen. Ich mag es fest und cremig.

In einer Pfanne für zwei Personen eine handvoll Shitake-Pilze mit ca. 350g Hackfleisch (Rind oder gemischt) anbraten und idealerweise mit etwas Tamarinden-Sojasauce würzen. Normale Sojasauce geht notfalls aber auch.

Suppenportion in eine Schale geben, Hackfleisch mit Pilzen dazu und nach Wunsch mit etwas Koriander und Chili abrunden.

Wer kommt?

Das Gericht habe ich auch in der Reihe „Wer kommt?“ auf X vorgestellt. Alle Rezepte aus der Serie, die ich bereits veröffentlicht habe, gibt es hier.

Persönlich – meine Ernährungsphilosophie

Rund um das Thema Ernährung entwickeln viele Menschen einen nahezu religiösen Eifer. Da werden auf der einen Seite Fette verteufelt, auf der anderen Kohlenhydrate, da soll man seine Ernährung nach seiner Blutgruppe oder doch nach Mondphasen ausrichten. Täglich werden neue medizinische Studien präsentiert, die Nutzen oder Schaden bestimmter Nahrungsmittel beweisen sollen.

Tatsächlich kratzen wir in diesem Bereich noch sehr an der Oberfläche: die Komplexität der Stoffwechselvorgänge, der Inhaltsstoffe unserer Nahrungsmittel und deren Wechselwirkung haben wir noch lange nicht durchschaut – auch wenn manche Ernährungsexperten das gerne behaupten.

Sicher ist jedenfalls, dass nicht jeder Mensch gleich auf bestimmte Nährstoffe reagiert, was allgemeinverbindliche Regeln schwierig macht. Ein einfaches Beispiel vermag dies zu verdeutlichen: Die meisten Menschen auf der Erde können Laktose (also Milchzucker aus Kuhmilch) nicht verwerten – ganz im Gegenteil, er führt bei ihnen zu Durchfall. Lediglich die meisten Mitteleuropäer haben mit Laktose keine Probleme. Sie verdanken dies einer Genmutation, die die Verwertung von Milchzucker ermöglicht. Menschen mit dieser Mutation hatten mit Beginn von Ackerbau und Viehzucht an bessere Überlebenschancen, da sie Kuhmilch trinken konnten: die Mutation setze sich durch. Und in anderen Bereichen mag es ähnlich sein.

So lassen sich nahezu alle seriösen langfristigen Ernährungsformen sich in zwei Gruppen einordnen: viel oder wenig Kohlenhydrate. Die vorherrschende Meinung in der Ernährungslehre setzt nach wie vor auf eher kohlenydratlastige Kostformen: Brot, Reis, Nudeln, Kartoffeln und andere meist stärkehaltige Kohlenhydratlieferanten sind dort Grundlage der Ernährungspyramide.

Es gibt jedoch viele Gegenmeinungen, die Kohlenhydraten einen deutlich geringeren Anteil an unserer Ernährung zugestehen wollen. Und denkt man an die ursprüngliche Ernährung des Menschen, so können vor der Ausbreitung des Ackerbaus vor gut 7.000 Jahren Kohlenhydrate gar keine so große Rolle gespielt haben: es gab sie schlicht und ergreifend gar nicht in hinreichender Menge.

Insbesondere aus diesem Grund habe ich mich persönlich für eine Low-Carb Ernährung entschieden, da ich sie schlicht für die natürliche Ernährungsform halte. Allerdings will ich nicht bestreiten, dass es – genau wie bei der Laktosetolernaz – viele Menschen geben wird, deren Stoffwechsel auf kohlenhydratlastige Kostformen eingerichtet ist.

Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er sich dauerhaft gesund ernähren will und kann – und ich will hier nur einige Hintergrundinformationen und Denkanstöße liefern.

Schauen Sie einfach in unsere Rubrik Essen und Trinken.

Rezept: Irisches Kartoffelpüree

Inspiriert von Jamie Oliver

Auf irisches Kartoffelpüree bin ich im Kochbuch „Zu Gast bei Jamie“  von Jamie Oliver gestoßen,

Bei ihm werden 1 kg mehlige Kartoffeln in Salzwasser weich gekocht. Parallel dazu Lauch und Frühlingszwiebeln fein geschnitten, in etwas Butter angedünstet und anschließend mit 150 ml Milch sowie einem Lorbeerblatt 7–8 Minuten geköchelt.

Die abgegossenen Kartoffeln werden gestampft; die Milchmischung wird nach und nach eingerührt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Eine Handvoll gehackte Brunnenkresse wird untergehoben und das Püree kurz erhitzt.

Zum Schluss werden gehackte Petersilie und Sellerieblätter (oder Liebstöckel) untergerührt; etwas davon wird als Dekoration obenauf gestreut.

Ich habe das Rezept etwas angepasst: Statt Milch habe ich Sahne genommen und die Frühlingszwiebel nicht mit gekocht, sondern zusammen mit der Petersilie und Kresse untergehoben und nicht mehr erhitzt. Außerdem habe ich nur Kresse als Deko genommen, aber das ist ja Geschmackssache.

Weitere Varianten

Nachdem ich das Rezept in meiner Serie „Wer kommt?“ als Beilage zu Tafelspitz in Worcestershire Sauce vorstellte, kamen viele Fragen und ich recherchierte noch etwas weiter.

Jamies Rezept ist eine etwas verbesserte „Champ“ Variante – bei Champ werden ursprünglich nur Frühlingszwiebeln verwendet.

Daneben gibt es „Colcannon“ – cremiges Kartoffelpüree mit fein geschnittenem Kohl (Weißkohl oder Grünkohl), viel Butter, warmer Milch oder Sahne, Salz, Pfeffer; oft noch mit Lauch oder Frühlingszwiebeln dazu. Oben kommt meist eine Buttermulde drauf.

So oder so: Es schmeckt sehr gut und ist mal eine Abwechslung zum normalen Kartoffelstampf.

 

Getränk: Bulletproof Coffee

Rezept

Eigentlich ist die Zubereitung von Bulletproof Kaffee ganz einfach. Für eine Portion benötigt man:

  • 200ml Kaffee
  • 1 Teelöffel Butter (oder Ghee)
  • 1 Teelöffel Kokosöl

Butter (oder Ghee) und Kokosöl werden einfach in den heißen Kaffee gegeben und dann gut verrühren, bis sich die beiden Fette gut vermischt haben. Manche geben auch alles in den Mixer, bis eine homogene Flüssigkeit entstanden ist.

Der Kaffee kann auch aus dem Vollautomaten kommen, besonders gut schmeckt er aber händisch frisch aufgebrüht.

Aufpassen sollte man aber bei der Auswahl der Zutaten: Der Kaffee sollte aus Bio-Anbau kommen und nicht zu bitter sein. Bei der Butter sollte man darauf achten, dass sie von grasgefütterten Kühen stammt: am besten direkt vom Bauern oder aus dem Bioladen. Kann man beides nicht erhalten tut es im Notfall irische Butter. Auch das Kokosöl sollte aus Bio-Anbau stammen. Statt des Kokosöls kann man auch MCT Öl verwenden.

Wer mag, kann seinen Bulletproof Coffee noch aufpeppen – z.B. mit etwas Zimt oder auch Ingwerpulver. Wer ihn unbedingt gesüßt trinken will, kann auf etwas Ahornsirup, Bio-Honig oder notfalls braunen Rohrzucker zurückgreifen – besser ist es aber, darauf zu verzichten.

Beurteilung und Hintergrund

Bulletproof Coffee ist besonders bei der Steinzeit-Ernährung beliebt (Paleo Diät) und dient dort auch als Ersatz für das Frühstück. Die Kombination aus Koffein und gesundem Fett gibt einen Energiekick und treibt die Ketose an.

Rezept: Waldmeisterbowle

Rezept

Sie gehört zum Mai einfach dazu – eine frische Maibowle, auch Waldmeisterbowle genannt. Hier ein Rezept, dass sich gut auf Ihrer Grill-Party im Frühling macht.

  • zwei Flaschen Weißwein (z.B. trockener oder halbtrockener Riesling)
  • eine Flasche Sekt (z.B. halbtrockener Rieslingsekt)
  • ein Bund Waldmeister

Den Bund Waldmeister waschen und trocknen; ruhig auch über Nacht, das Aroma ist dann intensiver. Noch besser wird es, wenn Sie den Waldmeister über Nacht in einem Beutel im Tiefkühlfach lassen. Verwenden Sie jungen Waldmeister, der kurz vor der Blüte steht. In eine Bowleschüssel eine Flasche Weißwein geben und den Bund hineingeben; achten Sie darauf, dass die Schnittflächen der Stiele nicht im Wein sind; es werden sonst zu viele Stoffe abgegeben, die Kopfschmerzen verursachen können. Lassen Sie den Waldmeister ca. 20-30 Minuten ziehen und nehmen ihn heraus. Mit kühlem Sekt und der zweiten Flasche Weißwein aufgießen und einige Eiswürfel hinzugeben. Ein frisches Blatt Waldmeister zur Dekoration dazugeben. Tipp: Wenn Sie es noch frischer mögen, geben Sie einige Scheiben unbehandelter Zitronen und/oder Limetten dazu.

Rund um Waldmeister

Waldmeister lässt sich gut um eigenen auswildern, wenn Sie einige schattige Stellen haben. Dann haben Sie zur Waldmeisterzeit immer frischer Kräuter für Ihre selbstgemachte Waldmeister-Bowle zur Hand. Sie erhalten Pflanzen in Ihrem Gartenfachmarkt oder auch online.

Spargel mit Sauce Mousseline nach Dr. Pierre Dukan

Rezept

Als Beilage für vier:

Den Spargel schälen und für ca. 20 Minuten im leicht gesalzene Wasserbad kochen.

Währenddessen das Eiweiß nicht zu steif schlagen und vorsichtig mit der Mayonnaise vermischen. Mit etwas Himbeeressig abschmecken.

Den Spargel mit der Sauce servieren.

Tipp: Für eine Hauptspeise verdoppeln Sie einfach die Mengenangaben.

Beurteilung

Spargel ist eines der gesündesten Gemüse – so schmeckt er auch ab der zweiten Phase der Dukan-Diät.

Die Atkins Diät

Atkins Diät Kompakt

  • langfristige Ernährungsumstellung
  • Low-Carb Diät
  • vier Phasen der Ernährungsumstellung

Details zur Atkins Diät

Die Atkins Diät war lange Zeit die bekannteste Low-Carb Diät.

Entwickelt wurde sie Anfang der 1970er Jahre von dem amerikanischen Arzt Dr. Robert Atkins.

Die Diät gliedert sich in vier Phasen. In der Einleitungsphase dürfen lediglich 20g Kohlenhydrate am Tag zu sich genommen werden. Die Ernährung besteht in erster Linie aus Fleisch und Eiern, dazu Gemüse und Salat. Stärkenhaltige Lebensmittel wie Brot, Reis, Nudeln und Kartoffeln sind jedoch streng verboten. Diese Phase dauert 14 Tage.

In der zweiten Phase wird die Kohlenhydratmenge pro Woche um 5g gesteigert. In der ersten Woche dieser Phase also 25g Kohlenhydrate am Tag; die Stärken bleiben aber verboten. Sobald man kein Gewicht mehr verliert oder gar zunimmt, wird die Kohlenhydratmenge wieder reduziert. So ermittelt man die Kohlenhydratmenge die man maximal zu sich nehmen darf, wenn man abnehmen möchte.

Hat man sein Wunschgewicht erreicht und nimmt nur noch leicht ab, beginnt die dritte Phase in der man die Kohlenhydrate solange steigert, bis das Gewicht stabil bleibt. Nun kennt man die Kohlenhydratmenge, die man maximal zu sich nehmen darf, um sein Gewicht zu halten. Mit diesem Wissen beginnt die letzte, lebenslang dauernde, Phase. Auch Obst ist jetzt erlaubt; Brot, Kartoffeln, Reis und Nudeln bleiben aber nur in Ausnahmefällen erlaubt.

Beurteilung der Atkins Diät

Die Atkins Diät zog anfangs sehr viel Kritik als “Fett- und Fleisch-Diät” auf sich. Allerdings postulierte Atkins anfangs für die erste Phase maximal 5g Kohlenhydrate am Tag, so dass man faktisch kein Gemüsen und keinen Salat zu sich nehmen durfte. Inzwischen sind diese Regeln aber deutlich gelockert und mit den maximal 20g Kohlenhydraten am Tag ist eine ausgewogenere Ernährung möglich. Zudem wird von den Kritikern oft übersehen, dass die Einführungsphase nur 14 Tage andauert. Inzwischen bestätigen viele Studien, dass Low-Carb Diäten zu einer besonders schnellen Gewichtsabnahme führen. Zudem sind sie für die meisten Menschen auch als dauerhafte Ernährung gut geeignet.

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Rezept: All i Pebre de Morena

Dieses Gericht ist besonders in Süditalien beliebt.

Zutaten:

  • 1 kg Muräne
  • 2 dl Öl
  • 50 g Zwiebeln
  • 50 g Mehl
  • 1 Chili (nach Geschmack)
  • Paprikapulver
  • 10 Mandeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • Petersilie
  • Salz
  • ½ Liter Wasser

Zubereitung:

  1. Muräne vorbereiten:
    Die Muräne gründlich reinigen, den Schwanz abschneiden und die Haut entfernen. Anschließend in Stücke schneiden und beiseitelegen.
  2. Sofrito ansetzen:
    Das Öl in einem Topf erhitzen. Den zerdrückten Knoblauch und die fein gehackte Zwiebel hinzufügen. Sobald sie leicht gebräunt sind, das Mehl und etwas Paprikapulver einrühren.
  3. Flüssigkeit hinzufügen:
    Das Wasser in den Topf gießen und alles aufkochen lassen. Sobald die Mischung kocht, die vorbereiteten Muränenstücke und die Chili (je nach gewünschter Schärfe) hinzufügen. Den Eintopf etwa 15 Minuten köcheln lassen.
  4. Mandelmischung zubereiten:
    Mandeln und Brotscheiben in einer Pfanne anrösten. Danach zusammen mit der Petersilie in einem Mörser zerdrücken, bis eine feine Paste entsteht.
  5. Abschließende Schritte:
    Die Mandelmischung etwa 5 Minuten vor Ende der Garzeit in den Eintopf geben und gut unterrühren.

Optional:
Das Gericht kann mit Kartoffeln ergänzt werden. Dazu geschälte und grob gewürfelte Kartoffeln gleichzeitig mit dem Fisch hinzufügen.

Serviervorschlag:
Den Eintopf heiß servieren, idealerweise mit frischem Brot als Beilage.

Hinweis:
Dieses traditionelle Gericht aus der mediterranen Küche besticht durch seine kräftigen Aromen und eignet sich perfekt für Liebhaber von Fischgerichten.