Mein Abendessen: Slavink mit Sahnerosenkohl

Slavink – auch Slavinken – sind mit Speck umwickelte Hackfleischröllchen aus der niederländischen Küche. Schweinehack wird mit wenig Semmelbröseln vermischt (ca. 40g Semmelbrösel auf 400g Hack), mit etwas Pfeffer, Muskat und Salz gewürzt. Es werden je 100g schwere Würstchen geformt und dann fest mit Speck umwickelt.

Von allen Seiten in Öl scharf anbraten und ca. 15 Minuten in der Pfanne garen lassen, alternativ im Airfryer.

Dazu passt Sahnerosenkohl: Rosenkohl putzen, vierteln, in Butter kurz andünsten, mit Sahne angießen, einen Esslöffel Senf dazu, mit etwas gekörnter Brühe und Pfeffer würzen, Sahne etwas einkochen lassen und in Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln zugeben.

Das Abendessen habe ich auch auf X in meiner Serie „Wer kommt?vorgestellt.

Rezept: Irisches Kartoffelpüree

Inspiriert von Jamie Oliver

Auf irisches Kartoffelpüree bin ich im Kochbuch „Zu Gast bei Jamie“  von Jamie Oliver gestoßen,

Bei ihm werden 1 kg mehlige Kartoffeln in Salzwasser weich gekocht. Parallel dazu Lauch und Frühlingszwiebeln fein geschnitten, in etwas Butter angedünstet und anschließend mit 150 ml Milch sowie einem Lorbeerblatt 7–8 Minuten geköchelt.

Die abgegossenen Kartoffeln werden gestampft; die Milchmischung wird nach und nach eingerührt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Eine Handvoll gehackte Brunnenkresse wird untergehoben und das Püree kurz erhitzt.

Zum Schluss werden gehackte Petersilie und Sellerieblätter (oder Liebstöckel) untergerührt; etwas davon wird als Dekoration obenauf gestreut.

Ich habe das Rezept etwas angepasst: Statt Milch habe ich Sahne genommen und die Frühlingszwiebel nicht mit gekocht, sondern zusammen mit der Petersilie und Kresse untergehoben und nicht mehr erhitzt. Außerdem habe ich nur Kresse als Deko genommen, aber das ist ja Geschmackssache.

Weitere Varianten

Nachdem ich das Rezept in meiner Serie „Wer kommt?“ als Beilage zu Tafelspitz in Worcestershire Sauce vorstellte, kamen viele Fragen und ich recherchierte noch etwas weiter.

Jamies Rezept ist eine etwas verbesserte „Champ“ Variante – bei Champ werden ursprünglich nur Frühlingszwiebeln verwendet.

Daneben gibt es „Colcannon“ – cremiges Kartoffelpüree mit fein geschnittenem Kohl (Weißkohl oder Grünkohl), viel Butter, warmer Milch oder Sahne, Salz, Pfeffer; oft noch mit Lauch oder Frühlingszwiebeln dazu. Oben kommt meist eine Buttermulde drauf.

So oder so: Es schmeckt sehr gut und ist mal eine Abwechslung zum normalen Kartoffelstampf.

 

Tipp zur OB Stichwahl 2025 in Bonn

Nachdem es in Bonn bei der Kommunalwahl 2025 zur Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters kommt, hier mein Tipp:

Stimmen Prozent
Dörner             71.384 49,51%
Déus             72.805 50,49%

Der Tipp beruht auf dem Wahlergebnis der ersten Runde, berücksichtigt die traditionell niedrigere Wahlbeteiligung bei den Stichwahlen und die wahrscheinlichen Wanderungen von den ausgeschiedenen Kandidaten aus dem ersten Wahlgang.

Sollte es außergewöhnliche Ereignisse geben, die aus meiner Sicht eine Anpassung des Tipps erforderlich machen, werde ich das hier im Blog und auf X veröffentlichen.

Gedicht: Soll ein Weib wohl Bücher schreiben; Oder soll sie’s lassen bleiben?

Schreiben soll sie, wenn sie’s kann,
Oder wenn es wünscht ihr Mann;
Und befiehlt er’s gar ihr an
Ist es eheliche Pflicht. –
Aber schreiben soll sie nicht,
Wenn es ihr an Stoff gebricht,
Oder an gehör’ger Zeit,
Oder gar an Fähigkeit,
Oder mit zerriss’nem Kleid. –
Schreiben soll sie früh und spät,
Wenn es für die Armuth geht,
Wenn sie sonst was Schlechtres thät;
Aber schreiben soll sie nie
Wenn durch ihre Phantasie
Leidet die Oekonomie. –
Und nun sag’ ich noch zum Schluß
Lebt in ihr der Genius,
Wird sie schreiben, weil sie muß.

Dieses Gedicht hat Rahel Varnhagen von Ense (geborene Levin) um 1823 geschrieben. Sie wurde am 19. Mai 1771 geboren und war war eine deutsche Schriftstellerin und Salonnière jüdischer Herkunft.

Sie gehört der romantischen Epoche an und vertrat zugleich Positionen der europäischen Aufklärung. Sie trat für die jüdische Emanzipation und die Emanzipation der Frauen ein.

Erstausgabe von Dracula

Am 18. Mai 1897 organisiert Bram Stoker eine szenische Lesung seines Theaterstücks „Dracula, or The Un-Dead“ im Lyceum Theatre in London. Diese einmalige Aufführung diente der Sicherung der Urheberrechte für eine mögliche Bühnenadaption des Romans. Obwohl diese Lesung kein offizieller Veröffentlichungstermin des Romans ist, wird das Datum oft als Veröffentlichungsdatum genannt.

Die erste gedruckte Ausgabe von Dracula wird am 26. Mai 1897 von Archibald Constable and Company in London veröffentlicht. Dieses Datum wird allgemein als offizieller Erscheinungstermin des Romans anerkannt. Das Bild oben zeigt die englische Erstausgabe.

Am 27. Mai 1897 berichtet die Daily News über die Veröffentlichung des Romans und erwähnte, dass Dracula „heute veröffentlicht“ wurde. Dies könnte darauf hindeuten, dass der Roman an diesem Tag erstmals in Buchhandlungen erhältlich war oder zumindest öffentlich beworben wurde.

Das Buch können Sie hier in Englisch kostenlos lesen.

 

Dokumentiert: Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD 2025

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Das erste erhaltene Foto der Welt: View from the Window at Le Gras

Das erste Foto der Welt – und es zeigt keinen Menschen, kein Ereignis, kein Spektakel. Sondern einfach: den Blick aus einem Fenster. View from the Window at Le Gras, aufgenommen um 1826 von Joseph Nicéphore Niépce auf seinem Gut in Burgund. Ein paar Dächer, ein Taubenhaus, etwas Landschaft. Grobkörnig, kaum zu erkennen – aber historisch gesehen ein Urknall.

Niépce hatte eine verrückte Idee: Licht sollte ein Bild erzeugen, das bleibt. Dafür nahm er eine Zinnplatte, bestrich sie mit einer Schicht aus sogenanntem „Bitumen von Judäa“ – einer Art Naturasphalt – und setzte sie in einer Camera obscura dem Sonnenlicht aus. Wo das Licht stark genug war, härtete das Material aus; wo Schatten lag, konnte es später weggewaschen werden. Das Ergebnis: das erste dauerhafte Foto der Geschichte.

Wie lange die Belichtung dauerte, weiß niemand genau. Lange Zeit hieß es acht Stunden, neuere Untersuchungen vermuten mehrere Tage. Man sieht es dem Bild an – das Licht kommt aus mehreren Richtungen, als hätte sich die Sonne selbst entschieden, mit Niépce zu experimentieren.

Heute hängt die kleine Zinnplatte im Harry Ransom Center in Texas. Unscharf, blass, aber von monumentaler Bedeutung. Denn hier beginnt alles: Fotografie, Film, Instagram – alles wurzelt in diesem Versuch, Licht einzufangen.

Ein bisschen poetisch betrachtet: Das erste Foto der Welt zeigt nicht die Welt, wie sie ist, sondern den Moment, in dem der Mensch beginnt, sie festzuhalten.

Bekannter als die oben abgebildete echte Fassung ist übrigens diese Retouche, hinter der eine interessante Geschichte steckt:

Denn das Foto wäre vielleicht für immer vergessen geblieben, wenn nicht der deutsch-britische Historiker Helmut Gernsheim und seine Frau Alison es 1952 wiederentdeckt hätten – in einer alten Kiste in Frankreich. Sie erkannten sofort, was sie da in Händen hielten: das Urbild der Fotografie. Um es zu sichern, ließen sie bei Kodak eine moderne Kopie anfertigen – was sich als schwierig erwies, weil das Original kaum Licht reflektierte und winzige Details nur unter bestimmten Winkeln sichtbar waren.

Gernsheim griff deshalb selbst zum Retuschepinsel und besserte die Aufnahme nach, damit man überhaupt erkennen konnte, was auf der Platte zu sehen ist. Jahrzehntelang war diese überarbeitete Version die einzige, die veröffentlicht wurde. Erst später bemerkte man, dass die Originalplatte irgendwann nach 1952 Schaden genommen hatte – sie bekam kleine Beulen, die das Licht so brachen, dass Teile des Bildes kaum noch sichtbar sind. Ironischerweise wurde also das erste Foto der Welt durch seine eigene Rettung ein Stück weit entstellt.

Ich finde auch, dass bei der Retouche viel vom alten Charme verloren geht, daher habe ich mal Gemini gefragt, wie eine vermittelnde Version aussähe:

Und ChatGPT hat schließlich eine Fassung erstellt, wie es damals möglicherweise in Echt aussah:

 

Dokumentiert: Der offene Brief von Kulturschaffenden zum Erhalt der „Brandmauer“

Wir dokumentieren diesen offenen Brief von Kulturschaffenden vom 30. Januar 2025:

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Mein Abendessen: Blumenkohl-Zwiebel-Rucola Salat und Pistazien Hähnchen

Low Carb und recht schnell auf dem Tisch ist dieses Abendessen:

Für den Salat rote Zwiebeln in dünne Scheiben schneiden und mit etwas Essig – weißer Balsamico oder Weißweinessig, bei letzterem dann noch eine Prise Zucker – marinieren.

Blumenkohl in Röschen teilen und mit Salz, Pfeffer, reichlich Kreuzkümmel und Olivenöl marinieren und im vorgeheizten Ofen bei 220° kurz anrösten. Geht alternativ auch im Airfryer.

Pistazien zerstoßen und mit Senf, Salz und Olivenöl vermischen und damit Hähnchenbrustfilets (halbiert, damit sie nicht so dick sind) bestreichen.

Den angerösteten Blumenkohl aus dem Ofen oder Airfryer nehmen und dann dort in ca. 10 Minuten das Hähnchen überbacken – es sollte nicht so dunkel werden, wie auf dem Bild…

Derweil die Zwiebeln in eine Salatschüssel geben, etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer, den Blumenkohl, einige Rosinen und Olivenöl ebenso und alles gut vermischen. Kurz vor dem Servieren Rucola unterheben und mit dem Hähnchenbrustfilet servieren.

Guten Appetit!

Dieses Rezept wurde auch im Rahmen meiner Serie „Wer kommt?auf X vorgestellt.

Dokumentiert: Der offene Brief von Alice Weidel an Friedrich Merz

Hier dokumentieren wir den offenen Brief, den Alice Weidel als Reaktion auf dessen Rede zu Aschaffenburg auf X veröffentlicht hat.

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