Liste: Herkunft der Namen der deutschen Großstädte

In dieser Liste finden Sie die Namensherkunft der Deutscher Großstädte:

Aachen

Im weitesten Sinne von Aqua (lat. Wasser), in Bezug auf die heißen Quellen dort.

Augsburg

Der Name kommt von Augusta Vindelicum, dem römischen Heerlager, aus dem sich die Stadt entwickelte.

Bergisch Gladbach

Der Namensteil Bergisch kommt von den Grafen von Berg, bei Gladbach handelt es sich um einen veränderten, “glattgemachten” Bach, die Strunde.

Berlin

Vom slawischen “br’lo” bzw. “berlo”, was soviel wie “Sumpf” oder “Morast” bedeutet.

Bielefeld

Im Mittelalter hieß die Region schon “Bylenvelde”, wobei “Biele” für einen Steinbruch oder auch für die hier vorhandene Einbuchtung des Teutoburger Waldes stehen kann.

Bochum

Hier müsse einst ausgedehnte Buchenwälder gewesen sein, denn darauf deutet der Name hin. Bochum heißt “Buchenheim”.

Bonn

Der Name hat wahrscheinlich keltischen Ursprung und bedeutet soviel wie “Gründung”. Zwischenzeitlich wurde die Stadt auch Verona genannt. Dies und mehr erfahren Sie hier.

Bottrop

Kommt von Borthorpe, was “Dorf am Hügel” bedeutet.

Braunschweig

Der urspüngliche Name “Brūnes-wīk” deutet darauf hin, dass an dieser Stelle eine Siedlung durch Brandrodung geschaffen wurde.

Bremen

Dieser Name rührt wahrscheinlich vom altsächsischen/mittelniederdeutschen Wortes “brem” her‚ was Einfassung und Rand bedeutet. Es gab hier also eine eingefasste Siedlung.

Bremerhaven

Die Herkunft des Namens der 1827 gegründeten Stadt ist ganz einfach: es handelt sich um den Hafen von Bremen.

Chemnitz

Die Stadt ist nach dem gleichnamigen Fluss benannt, dessen Name kommt wiederum vom sorbischen “Kamenica”, was Steinbach bedeutet.

Cottbus

Der Name der Metropole der Sorben bezieht sich auf ihren sorbischen Gründer; es war einmal die “Siedlung des Chóśebud”.

Darmstadt

Nein, es hat nichts mit dem Körperteil zu tun. Die genaue Herkunft des Namens ist allerdings ungeklärt. Möglicherweise kommt es von “Dar mont” (altcymrisch, Eichenberg) oder wurde nach einem Darimund benannt. Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Erklärungsversuche, von denen keiner wirklich zu überzeugen vermag.

Dortmund

Auch Dortmund macht es in Hinblick auf die Namensherskunft schwierig. Nach einer Theorie könnte es ursprünglich die “Siedlung am gurgelnden Gewässer” gewesen sein, nach anderer der “Berg mit einer Kerbe” oder auch die Stadt der drei Mauern gewesen sein.

Dresden

Der Name Dresden ist ebenfalls sorbisch und kommt von “Drežďany”, was Sumpf- oder Auenwaldbewohner heißt.

Duisburg

Hier ist unklar ob der Name ursprünglich soviel wie “Burg auf dem Hügel” oder “Burg im Überschwemmungsgebiet” bedeutet.

Düsseldorf

Der Name leitet sich vom Fluß “Düssel” her, was “die Rauschende” bedeutet.

Erfurt

Auch der Name Erfurt hat mit einem Fluß zu tun. Die den Ort durchfließende Gera hieß früher zumindest in diesem Abschnitt anders, es handelt sich um eine Furt an der Erpesa (“die Dunkelbraune”).

Erlangen

Die Herkunft des Namens ist nicht geklärt, es gibt sogar keine stichhaltige Theorie. Teilweise wird versucht, diesen auf Erlen zurückzuführen oder auf einen Anger (Wiesengrund) zurückzuführen.

Essen

Die Stadt Essen geht auf ein im 9. Jahrhundert gegründetes Frauenstift zurück, das auf dem Grund einer Adelsfamilie errichtet wurde. Der Name des Gebiets war “Astnidhi”.

Frankfurt am Main

Hier gab es eine von den Franken genutzte Furt.

Freiburg im Breisgau

Wie der Name schon sagt: es handelt sich hierbei um eine Freie Stadt (Burg).

Fürth

Der Name geht auf eine Furt an der Rednitz zurück.

Gelsenkirchen

Die Stadt taucht als “Gelstenkerken” oder “Geilistirinkirkin” im Mittelalter auf. Die erste Variante heißt Kirche bei den Siedlern im Bruchland, die zweite Variante etwa “Kirche (am Bach) der üppigen Stiere”.

Göttingen

Der Name der Stadt kommt von “Gutingi”, dies war ein Dorf an dem Bach “Gute” oder “Gote”.

Hagen

Hier gibt es zwei Theorien: zur Namensherkunft Entweder es kommt von “Hafen” oder von “Hag”, also einem mit Büschen o.ä. befriedeten Bereich.

Halle an der Saale

Der Namenszusatz “an der Saale” ist klar, anders aber “Halle” selbst. Die verbreitete These, dies habe etwas mit Salz zu tun, ist wohl sprachwissenschaftlich nicht haltbar. Wahrscheinlich dürfte der Name auf ein indogermanisches Wort für Abhang oder Senke zurückzuführen sein.

Hamburg

Auch der Ursprung des Namens “Hamburg” ist nicht zweifelsfrei geklärt. Am wahrscheinlichsten gilt, dass es hier eine “Hamme” gab, was ein geschützter – z.B. von Moor umgebener – trockener Bereich ist. Hier entstand dann eine Siedlung (Burg).

Hamm

Hamm ist eine im 13. Jahrhundert gegründete Planstadt. Der Name dürfte auf eine alte Flurbezeichnung zurückgehen. Die Ursprünge der Stadt liegen an einer Landspitze der Lippe und der Einmündung der Ahse, also an einer von Wasser geschützten trockenen Stelle, einer Hamme – wie bei Hamburg.

Hannover

Wahrscheinlich kommt der Name von “Honovere” was in etwas “am hohen Ufer” (der Leine) bedeutet.

Heidelberg

Ganz herrschende Meinung ist inzwischen. dass der Name von einer Heide auf einem Berg herrührt.

Heilbronn

Hier muss es einmal eine Quelle mit heilsamen Wirkungen gegeben haben.

Herne

Die Namensherkunft liegt wohl im althochdeutschen “haranni” begründet, was soviel wie “Siedlung auf der Anhöhe” heißt.

Hildesheim

Namensgebeber ist wahrscheinlich ein “Hildwin”, der hier einmal lebte und größere Bedeutung gehabt haben muss.

Ingolstadt

Der Name zeigt, dass hier einmal Franken gesiedelt haben müssen, der Name geht auf den fränkischen Namen “Ingold” zurück.

Jena

Die Herkunft des Namens ist unsicher. Möglicherweise kommt es vom Namen Janus oder Jani (Jan), möglicherweise aber auch von “Jahn”, was ein alter Begriff für Flurbereiche oder auch Wege aus dem Weinbau ist. Klären lassen wird sich dies nicht mehr.

Karlsruhe

Bei der heutigen Gerichtsstadt handelt es sich um eine von Karl Wilhelm, Markgraf von Baden-Durlach, gegründete Planstadt. Der Name bezieht sich auf ihn.

Kassel

Bei Kassel ist unklar, ob der Name römischen oder germanischen Ursprungs ist. Wäre er römisch, käme er von Kastell, wäre er germanisch, wäre er eine Zusammensetzung von “Kas” und “seli”, was dann Gebäude in der Mulde hieße. Passen würde beides.

Kiel

Der Name Kiel kommt von Keil und bezieht sich auf die Form der Kieler Bucht (Förde).

Koblenz

Der römische Name war ürsprüngliche “Confluentes” (die Zusammenfließenden), was sich auf die Mündung der Mosel in den Rhein bezieht. Im Dialekt – “Kowelenz” – wird dies noch deutlicher.

Köln

Die Stadt am Rhein hieß bei den Römern “Colonia Claudia Ara Agrippinensium”. Aus Colonia entwickelte sich Coellen, Cöllen, Cölln, Cöln und schließlich Köln.

Krefeld

Der Name der Stadt Krefeld geht vermutlich auf “Krinvelde” zurück, was Krähenfeld bedeutet.

Leipzig

Der Ortsnamen Leipzig leitet sich vom sorbischen Wort “Lipsk” ab, was “Ort der Linden” bedeutet.

Leverkusen

Die Stadt ist nach dem Apotheker und Chemieunternehmer Carl Leverkus benannt, der von der Hofschaft Leverkusen abstammt. Leverkus gründete bei Wiesdorf am Rhein im 19. Jahrhundert eine Chemiefabrik und gab der Arbeitersiedlung den Namen Leverkusen.

Lübeck

Der Name Lübeck ist slawischen Ursprungs und kommt von “Liubice”, was die  “Siedlung der Nachkommen des L’ubomir” bedeutet. Die Theorie, es komme von “Liubice” im Sinne von “die Liebliche” ist zwar schön, wird heute aber nicht mehr vertreten.

Ludwigshafen

Der Hafen des ursprünglichen Mannheimer Brückenkopfs wurde 1843 zu Ehren von König Ludwig I. von Bayern in Ludwigshafen umbenannt.

Magdeburg

Bei Magdeburg ist der Ortsname ebenfalls strittig – es könnte für “mächtige Burg” oder “Burg der Jungfrauen” stehen.

Mainz

Der Name Mainz hat sich aus “Mogontiacum” entwickelt, was “Land des Mogon” bedeutet; dieser war ein keltischer Gott. Zwischenstufen des Namens waren Moguntia, Magantia, Mogancia, Maguntia, Magontia, Moguntie, Magonta, Magontie, Maguntiam, Maiansa, Meginze, Menze, Meynce, Meintz, Maentze, Meintze, Mayntz, Mayence  und letztlich eben Mainz.

Mannheim

Hier ist es einfach: Mannheim ist das “Heim des Manno”.

Moers

Der Stadtname leitet sich von Moor ab.

Mönchengladbach

Der erste Teil des Ortsnamens – Mönchen – kommt tatsächlich von den hier schon seit dem 10. Jahrhundert siedelnden Mönchen. Gladbach bezieht sich auf den Gladbach, wobei der Name darauf hinweist, dass das Gewässer entweder sehr ruhig oder in irgendeiner Form beruhigt wurde. Den Gladbach gibt es nicht mehr.

Mühlheim an der Ruhr

Auch bei diesem Ortsnamen muss man kein Wissenschaftler sein. Hier gab es einmal viele oder eine sehr bedeutende Mühle.

München

Siehe Mönchengladbach – der Name München deutet darauf hin, dass hier ursprünglich Mönche siedelten.

Münster

Auch der Name Münster geht auf Mönche zurück. Hier gab es schon im 8. Jahrhundert ein “Monestarium”, also Kloster.

Neuss

Die Stadt Neuss ist nicht nur für ihr Schützenfest bekannt, sondern ist auch eine der ältesten Städte Deutschlands. Der Name geht auf das römische Lager “Castrum Novaesium” zurück.

Nürnberg

Der Name der alten Reichsstadt ist erstmals als “Nuorenberc” überliefert. Dies kommt entweder von “nor” für “steiniger Fels” oder von dem Personennamen Noro.

Oberhausen

Die Stadt Oberhausen hat ihren Namen von dem gleichnamigen Schloss des Grafen Westerholt.

Offenbach am Main

Der Name Offenbach kommt wahrscheinlich von “Avenbach”, also einem Bach an einer Aue.

Oldenburg (Oldb)

Oldenburg geht auf den Namen “Aldenburg” zurück.

Osnabrück

“Osna” ist ein alter Name zumindest eines Teilabschnitts der Hase. An der Stelle, an der Osnabrück entstand, gab es eine Brücke darüber.

Paderborn

Der Name Paderborn weist darauf hin, dass die Pader hier entspringt.

Pforzheim

Die Stadt geht auf eine alte römische Siedlung an der Enz zurück, die einen Hafen hatte. Von diesem “Portus” leitet sich auch der Name Pforzheim ab.

Potsdam

Die Stadt Potsdam heißt auf sorbisch “Podstupim”, was “Vorposten” bedeutet.

Recklinghausen

Der Name der Stadt war im 12. Jahrhundert “Ricoldinchuson”.

Regensburg

Der Name Regensburg geht indirekt auf den Fluss Regen zurück – genauer gesagt entwickelte er sich aus dem Namen des römischen Lagers “Castra Regina”.

Remscheid

Eine Scheid ist immer eine Trennung, also z.B. eine Wasserscheide oder ein Höhenrücken.

Reutlingen

Die Stadt Reutlingen hieß früher “Rutelingin”, das deutet darauf hin, dass es die Gründung durch einen Alemannen namens Rutilo (Rudolf) war.

Rostock

Der Name Rostock stammt schon aus dem 7. Jahrhundert, ist slawischen Ursprungs und bezieht sich auf das Mündungsdelta der Warnow: rastokŭ. Hier geht der Fluß (tok) auseinander (roz).

Saarbrücken

Der Name bezieht sich auf einen Übergang der Saar.

Salzgitter

Am Namen erkennt man, dass es hier schon früh Salzabbau gab.

Siegen

Der Name der Stadt Siegen kommt vom Fluß Sieg. Dieser wiederum geht auf das keltische “Sikkere” zurück, was “schnelles Gewässer” bedeutet.

Solingen

“Sol” steht für ein morastiges Gebiet.

Stuttgart

Die Stadt hieß “Stuotgarte”. Der Name setzte sich aus Garten und Stuot (Pferdeherde, vergleiche StuteStuttgart ist also ein “Pferdegarten”.

Trier

Trier ist eine der ältesten deutschen Städte – wenn nicht die älteste. Der Name leitet sich von “Augusta Treverorum” ab, was die “Stadt des Augustus im Land der Trever” bedeutet.

Ulm

Ulm kommt von “Hulma”, was ein alter Gewässername ist. Wahrscheinlich wurde dieser gewählt, da hier die Blau in die Donau fließt.

Wiesbaden

Hier standen bei der Namensgebung die schon von den Römern geschätzten heißen Quellen Namenspate – “Bäder” in der Wiese.

Wolfsburg

Die Planstadt aus dem 20. Jahrhundert hieß bis 1945 “Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben”. Die Stadt wurde dann nach der seit dem 14. Jahrhundert nachgewiesenen Wolfsburg benannt, deren Name selbsterklärend ist. Anders als viele vermuten gibt es also keinen NS Bezug.

Wuppertal

Der Name von Barmen-Elberfeld wurde Jahr 1930 nach einer Bürgerbefragung in Wuppertal geändert und bezeichnet ganz einfach die geografische Lage der Stadt.

Würzburg

Hier gibt es vier verbreitete Theorien:  Die Burg (Stadt) am kräuterreichen Platz (Wurz), auf einem Berg, an der Verehrungsstätte einer keltischen Göttin (wirc für keltisch Jungfrau) oder eines keltischen Anführers. Als Wahrscheinlich gilt die Kräuter-Variante; die Stadt wurde auch “Herbipolis” genannt.

Liste: Orte, in denene Franz von Papen Ehrenbürger war

Hier finden Sie eine Liste der Orte, in denen Franz von Papen Ehrenbürger war oder noch ist:

Werl

1933–1945

Wer (Kreis Soest im Regierungsbezirk Arnsberg) ist die Heimatstadt von von Papen.

Die Ehrenbürgerwürde wurde 1945 aberkannt.

Olpe

1933–1946

Iburg

1933–1948

Dülmen

1933–2010

von Papen wurde 2010 zusammen mit Adolf Hitler und Paul von Hindenburg von der Liste der Ehrenbürger gestrichen.

Merfeld

1933–2010

Merfeld ist inzwischen ein Teil von Dülmen.

Frankenholz

1933-

Wallerfangen

1933-

Hintergrund: Welche Kerzen darf man denn noch kaufen?

Darf man noch Kerzen?

Über einen Thread auf twitter bin ich auf das Thema gestossen, welche Kerzen man denn überhaupt noch kaufen dürfe. Empfohlen wurden dort letztlich Kerzen aus Rapswachs.

Schauen wir also etwas genauer hin:

Woraus werden hergestellt?

Woraus werden Kerzen überhaupt gemacht? Wikipedia nennt als wichtigste Materialien Wachs, Stearin, Paraffin, Talg oder Walrat.

Ganz schnell fertig sind wir mit Walrat, das aus der Melone gewonnen wird; die Melone ist hier nicht die Frucht, sondern ein Organ im Kopf von Walen. Ob es in Japan noch Kerzen aus Walrat gibt, weiß ich nicht, hierzulande sind sie nicht mehr erhältlich.

Auch kaum mehr verwendet wird reiner Talg, also aus Tieren gewonnenes Fett. Ich kann mich noch dunkel erinnern, dass wir in der Grundschule in den frühen 1980er Jahren einmal Talgkerzen hergestellt haben. Auf Amazon habe ich aber keine gefunden, was ja faktisch mit “Gibt es eigentlich nicht mehr im Handel” gleichzusetzen ist.

Kommen wir zu Stearin, aus dem aktuell* rund 7% der Kerzen auf dem deutschen Markt hergestellt werden. Stearin wird im Regelfall entweder aus Palmöl oder tierischen Fetten (Talg) hergestellt; die Herstellung aus anderen pflanzlichen Fetten – z.B. Kokosfett – steigt langsam an. Kerzen aus Stearin sind – wenn sie keine Zusatzstoffe enthalten – kompostierbar. Sie können das Bio-Siegel tragen, wenn Sie aus Bio-Palmöl hergestellt werden. Die Herstellung aus tierischen Fetten könnte für Veganer problematisch sein, ekeln müssen Sie sich vor Stearin – anders als vielleicht bei einer Talg-Kerze – nicht, da das tierische Ausgangsprodukt chemisch extrem stark verändert wird. Kerzen aus reinem tierischen Stearin sind ohnehin relativ selten.

Daneben gibt es noch Kerzen, die aus reinen Pflanzenölen, also z.B. Palmöl, Rapsöl oder Sojaöl hergestellt werden. Diese heißen dann eben auch Rapswachs (sic!) oder Sojawachs.

Bei Paraffin handelt es sich strenggenommen um ein Abfallpodukt der Schmierölproduktion, Paraffin ist also aus Erdöl. Da die Produktionsverfahren immer besser werden, fällt immer weniger Paraffin als Abfallprodukt an, so dass sich die Preise langsam erhöhen. Derzeit* werden je nach Quelle zwischen 75% und 90% der Kerzen in Deutschland aus Paraffin hergestellt.

Den geringsten Marktanteil hat inzwischen Bienenwachs, nur 0,5% der in Deutschland verkauften Kerzen bestehen daraus. Hiervon kommt übrigens nur ein Bruchteil des Ausgangsmaterials wiederum aus Deutschland, das meiste wird importiert.

Anzumerken ist noch, dass viele Kerzen aus mehreren Stoffen bestehen. So dürfen z.B. Stearin-Kerzen bis zu 10% Paraffin beigesetzt werden, was in der Praxis auch regelmäßig geschieht.

Welche Kerzen also kaufen?

Stellt sich also die Frage, welche Kerzen der umweltbewusste Verbraucher kaufen soll? Die Antwort ist nicht ganz einfach und mag für jeden auch ein bisschen anders ausfallen.

Hier aber kurz ein paar Gedanken zu den einzelnen Kerzensorten:

Wer Veganer oder Vegetarier ist, könnte mit aus tierischem Stearin hergestellten Kerzen ein Problem haben. Letztlich dürfte es sich dabei aber auch um eine der nachhaltigsten Kerzenarten handeln (jedenfalls, solange noch geschlachtet wird): Hier wird einfach ein ohnehin anfallendes Material genutzt, das sonst im Abfall landen würde. Die Verwendung von tierischem Stearin liegt auch im Sinne einer möglichst umfassenden Verwertung des getöteten Tieres, die ja wünschenswert ist. Zudem sind die Transportwege kurz, da ja in Deutschland oder zumindest benachbarten Ausland geschlachtet wird.

Das sieht beim Bienenwachs ggf. schon anders aus. Kommt es aus dem Ausland, bringt es eine schlechte CO2 Bilanz mit sich und möglicherweise ist dort auch die Art und Weise der Bienenhaltung sehr extensiv und damit nicht wirklich umweltfreundlich. Wenn Sie aber die Möglichkeit haben, beim Imker um die Ecke zu kaufen, der eigenes Wachs für seine Kerzen verwendet, machen Sie sicher nichts falsch, insbesondere, da dieser, anders als im o.g. Thread dargestellt, durchaus etwas für die Umwelt tut.

Anders als tierisches ist pflanzliches Stearin kein Abfallprodukt, sondern es müssen auf jeden Fall extra Flächen dafür genutzt werden, Bio-Anbau hin oder her. Und gerade wenn es aus Palmöl hergestellt wird, was ja der Regelfall zu sein scheint, ist es aufgrund der Transportwege nicht ganz unproblematisch, von der Palmöl Produktion an sich ganz zu schweigen.

Das Flächenproblem sehe ich auch bei Kerzen aus anderen pflanzlichen Ölen: Für Sojaanbau wird oft Urwald gerodet. Und auch heimischer Rapsanbau – selbst wenn er Bio ist – führt zu an sich nicht wünschenswerten Monokolturen. Das Thema Rapswachs sehe ich also durchaus problematischer als die Thread-Erstellerin.

Paraffin ist als Erdölprodukt grundsätzlich eher problematisch. Auf der anderen Seite ist auch Paraffin – noch – ein sowieso anfallendes Abfallprodukt. Hier ist abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt. Anmerken möchte ich noch, dass wohl immer wieder große Mengen Paraffin an den Küsten angeschwemmt werden, das aus den Tanks und Motoren von Frachtschiffen stammt und ein echtes Problem für die Umwelt darstellt. Die Menge ist wohl so groß, dass damit die Kerzenproduktion von Deutschland locker abgedeckt werden könnte – ein Thema, das man sich mal näher ansehen sollte…

Aus meiner Sicht am besten sind also Kerzen aus tierischem Stearin, jedenfalls solange man kein grundsätzliches Problem mit der Herkunft hat. Auch Paraffin als sowieso anfallenden Stoff sehe ich ebenso als nicht so problematisch an. Skeptischer bin ich tatsächlich bei pflanzlichem Stearin oder anderen pflanzlichen Quellen, bei denen extra Flächen zum Anbau genutzt werden müssen. Heimisches Bienenwachs für Kerzenz ist ein Exot und sehr teuer, aber für den umweltbewussten Kerzenkäufer eine gute Alternative.

Übrigens, Kerzenreste – oder Bienenwachs – können Sie auch selbst wieder zu Kerzen verarbeiten. Und inwieweit LED Kerzen eine Alternative zu echten Kerzen sind, wird unter vielen Gesichtspunkten kontrovers diskutiert… Und sonst kann es nicht schaden, insbesondere beim Kauf von Kerzen aus pflanzlichem Stearin – und anderen pflanzlichen Fetten – auf ein Bio-Siegel zu achten.

Grundsätzlich müssen wir aber auch sehen, worüber wir hier reden: Der Pro-Kopf Verbrauch an Kerzen in Deutschland liegt bei weniger als 1,5kg im Jahr. Mit der gleichen Menge an Benzin fährt ein durchschnnittliches Auto keine 25 Kilometer. Ich will damit nicht sagen, dass man beim Thema Kerzen nicht auf seinen Konsum achten sollte, aber in anderen Bereichen lässt sich mehr einsparen.

* Stand des Artikels: Dezember 2019.

Gottheit: JHVH-1

Jehova 1 oder JHVH-1 (auch bekannt als Woden, Ra, etc.) ist ein gottähnliches Wesen ,das in der Mythologie Subgenius Kirche eine wichtige spielt und der Gegenpart des teuflischen Wesens NHGH ist.

Der “zornige außerirdische Raumgott aus einer korporativen Sünden-Galaxie” (wrathful alien space god from some corporate sin galaxy) ist deckungsgleich mit dem Gott der abrahamitischen und den meisten anderen monotheistischen Religionen.

Nach dem SubGenius-Dogma kontaktierte “JHVH-1” im Jahr 1953 J. R. “Bob” Dobbs über einen Fernseher, den Dobbs selbst entwickelt hat.

Die vielen Dinge, die Bob von JHVH-1 während der “göttlichen Emakulation” erzählt und gezeigt wurden, wurden in den “Prescriptures” festgehalten; dabei handelt es sich um die heiligsten Texte des Subgenius-Glaubens, von denen Auszüge im “Book of the SubGenius” veröffentlicht wurden.

Bild: By © St. Kenneth Huey., CC BY 2.5, Link

10 Fakten zum Buß- und Bettag

  1. Der Buß- und Bettag ist ein evangelischer Feiertag, der auf Buß- und Bettage zu Notzeiten zurückgeht.
  2. So steht in der Bibel die Geschichte von Jona, der von Gott nach Ninive geschickt wird, um der Stadt ihren Untergang zu verkünden (Jona 3,4–10 LUT): „Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen. Da glaubten die Leute von Ninive an Gott und ließen ein Fasten ausrufen und zogen alle, groß und klein, den Sack zur Buße an. … Als aber Gott ihr Tun sah, wie sie sich bekehrten von ihrem bösen Wege, reute ihn das Übel, das er ihnen angekündigt hatte, und tat’s nicht.”
  3. Er fällt auf den Mittwoch vor dem Ewigkeitssonntag, der der letzte Sonntag des Kirchenjahres ist. Merken kann man sich auch, dass er 11 Tage vor dem ersten Adventssonntag bzw. am Mittwoch vor dem 23. November stattfindet.
  4. Der früheste mögliche Termin ist der 16. November, der späteste der 22. November.
  5. Früher gab es in Deutschland zahlreiche Termine für Buß- und Bettage: 1878 waren es in 28 deutschen Ländern insgesamt 47 Bußtage an 24 unterschiedlichen Tagen. In Preußen dann 1893 der einheitliche Buß- und Bettag eingeführt. Durch das “Reichsgesetz über die Feiertage” vom 27. Februar 1934 wurde der Buß- und Bettag dann gesetzlicher Feiertag im gesamten Deutschen Reich.
  6. Nach der Wiedervereinigung war der Buß- und Bettag ein bundesweiter Feiertag, 1994 wurde dann  beschlossen, ihn zur Finanzierung der Pflegeversicherung abzuschaffen. Seitdem ist nur noch in Sachsen arbeitsfrei.
  7. In Bayern ist jedoch für Schüler am Buß- und Bett schulfrei, ansonsten können sich in allen Bundesländern evangelische Schüler und Arbeitnehmer freistellen lassen.
  8. Einige Feiertagsgesetze der Bundesländer verbieten an diesem Tag auch Tanzveranstaltungen und Glücksspiel in Spielhallen.
  9. Der Tag wurde insbesondere früher, als er noch überall Feiertag war, scherzhaft als “Buß und Betttag”, derber auch als “Bumms- und Betttag” bezeichnet.
  10. In anderen Staaten gibt es den Buß- und Bettag nicht. Am nächsten kommt ihm “Eidgenössischer Dank-, Buss- und Bettag”, der am dritten Sonntag im September begangen wird.

10 Fakten zum Volkstrauertag

  1. Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag.
  2. Er findet jeweils am Sonntag zwei Wochen vor dem ersten Adventssonntag statt, was 1952 festgelegt wurde.
  3. Es handelt sich um einen stillen Feiertag.
  4. Die Bezeichnung des Tages ist abhängig von den Feiertagsgesetzen der Bundesländer. So heißt er in Hessen, “Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus und die Toten beider Weltkriege” oder in Hamburg “Tag des Jahres zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus und die Gefallenen beider Weltkriege”. Die meisten Bundesländer definieren ihn aber nicht so weitgehend.
  5. Dementsprechend haben sich die Schwerpunkte im Lauf der Gesichte der Bundesrepublik verändert: Zunächst standen die Kriegsopfer der beiden Weltkriege im Vordergrund, dann die Opfer des Nationalsozialismus und inzwischen auch die Toten der Bundeswehr bei Auslandseinsätzen.
  6. Der Volkstrauertag wird mit einer zentralen Gedenkstunde im Deutschen Bundestag begangen. Dabei ist eine Rede und ein Wort des Bundespräsidenten in Anwesenheit des Bundeskanzlers, des Kabinetts und des Diplomatischen Corps üblich. Klassischerweise werden die Nationalhymne und das Lied “Der gute Kamerad” gespielt.
  7. Daneben finden in allen Bundesländern und in zahlreichen Städten und Gemeinden Gedenkstunden mit Kranzniederlegungen statt.
  8. Bundespräsident Gauck sagte 2016 zum Totengedenken:
    Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.
    Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.
    Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, Teil einer Minderheit waren oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.
    Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.
    Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.
    Wir gedenken heute auch derer, die bei uns durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache Opfer geworden sind.
    Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten, und teilen ihren Schmerz.
    Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern,
    und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.
  9. Vorläufer des Volkstrauertags war ein entsprechender Gedenktag der Weimarer Republik, der im Dritten Reich zum Heldengedenktag wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Notwendigkeit eines Gedenktags für die Toten und die Opfer des Regimes gesehen. Auch die DDR kannte den „Internationaler Gedenktag für die Opfer des faschistischen Terrors und Kampftag gegen Faschismus und imperialistischen Krieg”, der jährlich am zweiten Sonntag im September begangen wurde.
  10. Entsprechende Gedenktage gibt es in zahlreichen Ländern: In Großbritannien den “Remembrance Day” (11. November), in Russland und einigen anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion am 22. Juni, Memorial Day in den USA (letzter Montag im Mai), in den Niederlanden der 4. Mai (Nationale Dodenherdenking) und in Österreich am 1. November.

Bild: Kranzniederlegung am 14. November 1964 in Bonn. Quelle: Bundesarchiv.

Überblick: Bezeichnungen der Generationen

Überblick der gängigen Bezeichnungen

Hier in der Grafik finden Sie einen groben Überblick der zeitlichen Einordnung der soziologischen Generationenbezeichnungen:

  • Lost Generation ~ 1880 bis 1900
  • Greatest Generation ~1901 bis 1927
  • Silent Generation ~ 1928 bis 1945 (in Deutschland bis ca. 1954)
  • Baby Boomer ~1946 bis 1964 (in Deutschland ab ca. 1955 und etwas länger, bis Ende der 1960er)
  • Generation X ~ 1965 bis 1980
  • Millennials ~1981 bis 1996
  • Generation Z ~ 1997 bis …

Die Bezeichnungen werden im wesentlichen für die westlichen Staaten verwendet. Je nach Staat und Definition ergeben sich jedoch Unterschiede, so dass ich hier mit ca. Angaben arbeite.

Lost Generation

Als “Lost Generation” (Verlorene Generation) werden diejenigen bezeichnet, die im 1. Weltkrieg gekämpft haben, bzw. in dieser Zeit jung waren. Meist werden die Jahrgänge 1880 bis 1900 als dieser Generation zugehörig betrachtet. Den Begriff hat Gertrude Stein geprägt. Es gibt keine Überlebenden mehr aus dieser Generation.

Greatest Generation

Der Begriff der “Greatest Generation” ist in Deutschland nicht sehr gebräuchlich, bezeichnet er doch diejenigen, die im zweiten Weltkrieg aktiv waren. Üblicherweise rechnet man diesen die Geburtenjahrgänge 1900 bis Mitte der 1920er Jahre zu. In den USA werden diese auch die “GI Generation” genannt, ebenso wie “World War II Generation”. In Deutschland spricht man oft von der Kriegsgeneration.

Baby Boomer

Bei dieser Generation gibt es auch in den westlichen Staaten hinsichtlich der Einordnung größere Unterschiede. So begann der Babyboom z.B. in den USA unmittelbar nach dem Ende des zweiten Weltkriegs, in Westdeutschland aber erst mit dem Beginn des Wirtschaftswunders, also Mitte der 1950er Jahre. Ein einheitlicher Einschnitt war dann wieder der “Pillenknick”, der im Westen ca. 1965 einsetzte, in den USA ziemlich genau dann, in Westdeutschland etwas verzögert.

Weitere Bezeichnungen für diese Generation ist “Generation Me” oder “Me Generation”, da diese sehr stark auf sich selbst fokussiert sein soll. Eine neutralere Bezeichnung ist “Generation W”.

Millennials

Diese Generation wird auch als Generation Y bezeichnet, verwirrenderweise aber insbesondere in Deutschland auch “Generation Me”.

Zur Bedeutung von “OK Boomer” finden Sie hier mehr.

Liste: Edelgase

Hier finden Sie eine Liste der Edelgase:

  • Helium
  • Neon
  • Argon
  • Krypton
  • Xenon
  • Radon
  • Oganesson

Bild: Luftaballons mit Helium

Liste: Globuli und andere homöopathische Mittel, die in jede Hausapotheke gehören

Hier finden Sie eine Liste mit Globuli und anderen homöopathischen Medikamenten wie Salben und Tropfen, die unbedingt in jede Hausapotheke gehören.

Liste unverzichtbarer Globuli

keine

Begründung

Homöopathie wirkt nach dem faktisch einhelligen Stand der Wissenschaft nicht über den Placebo-Effekt hinaus. Sie sollten daher Ihr Geld nicht für teure Zuckerkügelchen ausgeben.

Chemie-Nobelpreisträger nach Nationen:

Hier ist die Auswertung der Nationalitäten der Physiknobelpreis von 1901 bis 2019.

  • Rot ganz oder überwiegend Europäisch
  • Blau ganz oder überwiegend Amerikanisch.
  • Gelb: ganz oder überwiegend Asien
  • Grün: Gleicher Anteil Europa/USA oder auch Asien.
  • Weiß: nicht vergeben.