10 Fakten über den Melbbach in Bonn

  1. Der Melbbach ist ein Bach in Bonn und hat die Gewässerkennzahl DE:2719716.
  2. Der Name ist wahrscheinlich keltischen Ursprungs. “Melb”  bedeutet so viel wie lehmig und deutet auf im Kottenforst vorhandenen Lehmvorkommen hin.
  3. Andere Namen sind Engelsbach – nach einem ehemaligen Kloster – und Poppelsdorfer Bach.
  4. Die Quelle liegt nahe der Waldau im Kottenforst.
  5. Der Bach fließt dann durch das Melbtal, ab dem Melbbach verläuft er unterirdisch.
  6. An der Stelle, an der sich heute das Melbbad befindet, befand sich früher eine Wassermühle (siehe Bild).
  7. In Poppelsdorf fließt er in den Poppelsdorfer Weiher am Poppelsdorfer Schloss, der auch Melbweiher genannt wird.
  8. Von dort aus fließt er auf verschiedenen Wegen unterirdisch weiter.
  9. Der Melbbach fließt bei Rheinkilometer 653,93 – also fast Rheinkilometer 654 – in den Rhein.
  10. Insgesamt ist der Melbbach 6,1km lang, sein Einzugsgebiet beträgt 5,024km².

10 Fakten über die Bürgerstiftung Bonn

  1. Die Bürgerstiftung Bonn ist eine Gemeinschaftsstiftung von zurzeit über 200 engagierten Bürgern, die alle ein gemeinsames Ziel verfolgen: das Leben in und für Bonn noch reicher zu machen. Die Stiftung gehört zu den tragenden Säulen der Bonner Zivilgesellschaft.
  2. Die Bürgerstiftung Bonn wurde 2001 von der Sparkasse KölnBonn errichtet, um bürgerschaftliches En-gagement nachhaltig zu fördern. Die Sparkasse hat als Gründungsstifterin 250.000 Euro für das An-fangskapital sowie weitere 500.000 Euro zur Verdopplung von Zustiftungen bereitgestellt. Aktuell liegt das Stiftungskapital bei rund 8,5 Millionen Euro. Damit gehört die Bürgerstiftung Bonn zu den zehn größten deutschen Bürgerstiftungen.
  3. Die Bürgerstiftung Bonn engagiert sich in nahezu allen gemeinnützigen Bereichen, wie zum Beispiel Jugend- und Altenhilfe, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur oder Umwelt- und Naturschutz.
  4. Bei der Bürgerstiftung Bonn kann jeder mithelfen und sich für das Gemeinwohl in der Stadt einsetzen. Sie will alle engagierten Bürger zusammenführen: Menschen mit Zeit, Menschen mit Ideen und nicht zuletzt Menschen mit dem notwendigen Geld, um aus einer guten Idee auch ein erfolgreiches Projekt zu machen.
  5. Ab einem Betrag von 500 Euro kann man Stifter der Bürgerstiftung Bonn werden. Als so genannte “Zustifter” wird man Mitglied der Stifterversammlung, die u.a. die Mitglieder des Stiftungsrates (Aufsichtssorgan der Bürgerstiftung) wählt.
  6. Wer eine “eigene” Stiftung als treuhänderische Stiftung oder Stiftungsfonds errichten will, kann dies ab einem Betrag von in der Regel 100.000 Euro schnell und unbürokratisch unter dem Dach der Bürgerstiftung Bonn tun. Zurzeit verwaltet die Bürgerstiftung 18 Stiftungen, die ausschließlich ihren eigenen gemeinnützigen Zweck erfüllen.
  7. Aktuell engagieren sich über 270 Ehrenamtliche – die “Zeitstifter” – bei der Bürgerstiftung Bonn. Sie arbeiten in den Gremien der Bürgerstiftung und der unter ihrem Dach geführten Stiftungen und unter-stützen die Geschäftsführung auf vielfältige Art und Weise. Hinzu kommt eine Vielzahl von Ehrenamtlichen in Projekten mit Bonner Grundschulen und Kindergärten.
  8. Jedes Jahr schreibt die Bürgerstiftung Bonn ihren Ideenwettbewerb aus. Zu den Gewinnern des ersten Ideenwettbewerbs im Jahr 2002 gehörte die Designerin und Bühnenbilderin Trixy Royeck, die einen Entwurf für einen “Offenen Bücherschrank” auf der Poppelsdorfer Allee eingereicht hatte. Seitdem fin-det der Bücherschrank zahlreiche Nachahmer in Deutschland und vielen anderen Ländern auf der Welt.
  9. Zu den besonderen Erfolgsprojekten der Bürgerstiftung Bonn gehören – neben den “Offenen Bücher-schränken” – der Bonner Bildungsfonds (www.bonner-bildungsfonds.de), die Kinderrestaurants “Tisch-lein deck dich” (www.kinderrestaurant-bonn.de), das Hospiztelefon Bonn (www.hospiztelefon-bonn.de) und der BONNi & BO-Klimaführerschein der Stiftung Bonner Klimabotschafter.
  10. Die Bürgerstiftung Bonn erfüllt die Anforderungen des Transparency International Deutschland e.V. Zahlreiche Akteure aus der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft haben zehn grundlegende Punkte definiert, die jede zivilgesellschaftliche Organisation der Öffentlichkeit zugänglich machen sollte.

Mehr über die zehn Punkte und viele weitere Informationen gibt es auf der Webseite www.buergerstiftung-bonn.de.

10 Fakten über die Friedrich-Ebert-Brücke in Bonn

  1. Die Friedrich-Ebert-Brücke ist die nördlichste der drei Rheinbrücken in Bonn und wird daher auch als Nordbrücke bezeichnet.
  2. Die Brücke wurde am 28. Juni 1967 für den Verkehr freigegeben; Beginn der Bauarbeiten war 1964.
  3. Inklusive der Vorlandteile ist die Brücke 1.290m lang und ist damit die längste der Bonner Rheinbrücken. Sie befindet sich bei Rheinkilometer 657,145.
  4. Sie ist die erste im Vielseilsystem erbaute Schrägseilbrücke.
  5. Über die Brücke führt die Bundesautobahn 565. Daneben hat sie Fahrrad- und Fußwege.
  6. Namensgeber der Brücke ist Friedrich Ebert, der der erste Reichspräsident der Weimarer Republik war.
  7. Eine erste umfassende Sanierung der Brücke fand zwischen 1994 und 1996 statt. Dabei wurden insbesondere die Pylone, Schrägseile und Versteifungsträger erneuert.
  8. Am 12. Juni 1998 wurden durch starken Wind die Schrägseile der Brücke in Schwingung versetzt, wodurch sie zu vibrieren begann. Daraufhin wurde die Brücke für mehrere Stunden gesperrt, bis die Schwingungen durch Kanthölzer zwischen den Seilen gestoppt werden konnte. Um diese Situation zukünftig zu verhindern, wurden später Schwingungsdämpfer verbaut.
  9. Eine große Sanierung der Brücke ist ab 2018 geplant. Schon jetzt dürfen genehmigungspflichtige Schwertransporte die Brücke nicht mehr überqueren.
  10. Wie die anderen großen Bonner Brücken ist die Friedrich-Ebert-Brücke auf twitter vertreten. Sie heißt dort @FE_Bruecke.

Von Jan Arne PetersenEigenes Werk, CC BY-SA 2.5, Link

10 Fakten über die Konrad-Adenauer-Brücke in Bonn

  1. Die Konrad-Adenauer-Brück ist die südlichste der Bonner Rheinbrücken und wird daher oft auch einfach Südbrücke genannt.
  2. Für den Verkehr geöffnet wurde die Südbrücke am 11. Dezember 1972, Baubeginn war 1967.
  3. Die Brücke ist 770m lang und 39,2m breit; sie überquert nicht nur den Rhein sondern auch Teile des Rheinauenparks.
  4. Die Südbrücke befindet sich bei Rheinkilometer 651,3.
  5. Sie verbindet das alte Regierungsviertel mit Ramersdorf.
  6. Über die Südbrücke verlaufen die Autobahn A 562, die Stadtbahnlinien 66 und 68 sowie auf beiden Seiten ein Fuß- und Radweg.
  7. Zwischen Oktober 2003 und Januar 2005 wurde die Brücke umfangreich saniert.
  8. An der Stelle der Konrad-Adenauer-Brücke befand sich zwischen 1868 und 1919 eine Eisenbahnfähre, Trajekt Bonn–Oberkassel.
  9. Ursprünglich sollte die Südbrücke nach Theodor Heuss, dem ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, benannt werden. Da Altbundeskanzler Konrad Adenauer jedoch zu Beginn der Bauarbeiten der Brücke im April 1967 gestorben war und nur wenige Kilometer entfernt in Bad Honnef-Rhöndorf gelebt hatte, entschied man sich für den Namen “Konrad Adenauer Brücke”.
  10. Einige Bonner Brücken haben einen twitter Account. Die Konrad-Adenauer-Brücke hat derer aber gleich zwei: @Suedbruecke und @adenauerbruecke.

Bild: By von Kospoth (Triggerhappy) – Own work, CC BY-SA 2.5, Link

10 Fakten über die Kennedybrücke in Bonn

  1. Die Kennedybrücke ist die älteste Bonner Rheinbrücke. Sie wurde ab September 1946 an der Stelle und auf den Pfeilern der alten Rheinbrücke erbaut, die am Ende des 2. Weltkriegs von der Wehrmacht gesprengt wurde. Für den Verkehr geöffnet wurde die Kennedybrücke am 12. November 1949.
  2. Die Brücke ist 394m lang und inzwischen 26,8m breit. Ursprünglich waren es nur 18m. Die Strompfeiler sind 9m hoch. Sie befindet sich an Rheinkilometer 654.
  3. Ihre jetzige Breite erhielt sie durch zwischen 2007 und 2011 durchgeführte Sanierungs- und Umbaumaßnahmen, die wegen aufgetretener Korrosionsschäden notwendig waren. Unter anderen wurden im Zuge der Arbeiten gesonderte Stadtbahnspuren angelegt.
  4. Über die Brücke führen die B56, die beiden Stadtbahnspuren und je Rad- und Fußwege, die das Bonner und das jetzige Beueler Zentrum verbinden.
  5. Wer wissen will, wie viele Fahrräder schon über die Brücke gefahren sind, kann dies einfach nachschauen: Auf der südlichen Auffahrt der Radwegeist ein sog. Fahrradbarometer angebracht, das jedes überquerende Fahrrad zählt und entsprechende Statistiken anzeigt.
  6. An der Südseite der Brücke ist über die gesamte Länge eine Solaranlage angebracht, die 2011 von Solarworld gespendet wurde. Eine Schautafel zeigt die aktuelle Energiegewinnung an.
  7. Ein Kuriosum an der Brücke ist das Bröckemännnche (Brückenmännchen), oben im Bild erkennbar. Es zeigte schon an der alten Rheinbrücke den Beuelern seinen Hintern – aus Verärgerung darüber, dass diese sich nicht an den Baukosten der Brücke beteiligen wollten.
  8. Ihren jetzigen Namen erhielt die Kennedybrücke am 2. Dezember 1963, nur zehn Tage nach der Ermordung des amerikanischen Präsidenten. Bei der Taufe waren der US-Botschafter George McGhee und der Bonner Oberbürgermeister Dr. Wilhelm Daniels zugegen.
  9. Zu Silvester und bei Rhein in Flammen ist die Kennedybrücke ein beliebter Ort, um das Feuerwerk anzuschauen und zu feiern.
  10. Wie andere Bonner Brücken hat auch die Kennedybrücke einen eigenen twitter-Account: @kennedybruecke.

10 Fakten über das Palais Fürstenberg in Bonn

  1. Das am Münsterplatz gelegene Palais Fürstenberg – auch Fürstenbergisches Palais genannt – kennen die meisten Bonner wahrscheinlich unter dem Namen “Hauptpost”.
  2. Gebaut wurde es zwischen 1751 und 1753 im Auftrag von Dechant Caspar Anton Radermacher, der es als Wohnhaus nutzte. Das Schlösschen ist im Rokoko-Stil ausgeführt.
  3. Am 15. April 1824 kaufte es der Augenarzt und Chirurg Philipp Franz von Walther Am 12. Februar 1830 verkaufte er es an Franz Egon von Fürstenberg-Stammheim – so kam es auch zu seinem Namen.
  4. Um 1830 bewohnte der bekannte Bonner Universitätsprofessor und Altertumsforscher Friedrich Gottlieb Welcker den unteren Teil des Palais.
  5. Am 15. August 1845 beobachteten König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und Königin Viktoria von England vom Balkon des Palais aus Enthüllung des Beethoven-Denkmals.
  6. Später wurde das Gebäude als Mädchenpensionat genutzt.
  7. Am 1. Oktober 1876 kaufte die Post- und Telegraphenverwaltung für 234.000 Mark das Gebäude von Gisbert Egon von Fürstenberg-Stammheim, baute es um und eröffnete es am 3. Dezember 1877 als Postamt.
  8. Das im Zuge des Umbaus geschaffene Giebelrelief zeigt seitdem typische Aufgaben der Post des 19. Jahrhunderts – schauen Sie mal hoch, wenn Sie auf dem Münsterplatz sind.
  9. Eine 1991 erschienene Wohlfahrtsmarke der Deutschen Bundespost zeigt das Gebäude in der Reihe „Posthäuser in Deutschland“.
  10. Seit 2008 ist es keine Hauptpost mehr, ist aber nach wie vor Sitz eines Finanzcenters der Postbank, und eines Dienstleistungsbereichs der Deutschen Post und DHL. Die oberen Etagen ist ohnehin seit 1999 an das Max-Planck-Institut für Mathematik vermietet.

10 Fakten über das ehemalige Schloss Herzogsfreude in Bonn Röttgen

  1. Das Schloss Herzogsfreude ist ein nicht mehr existierendes barockes Jagdschloss, das am Rande des Kottenforsts in Bonn-Röttgen gelegen war.
  2. Es wurde von Clemens August in Auftrag gegeben und von 1753 bis 1755 gebaut. Zeitweise waren um die 1.400 Handwerker mit dem Bau befasst, es soll über 130.000 Taler gekostet haben.
  3. Das Schloss sollte dem Kurfürsten als Stützpunkt zur Parforcejagd dienen. Noch heute ist erkennbar, dass die Alleen des Kottenforst sternförmig auf den Standort des Schlosses zulaufen.
  4. Weder Clemens August noch einer Nachfolger haben das Schloss je genutzt. Anders als viele sagen, hat Clemens August es aber mindestens zwei mal kurz besucht.
  5. Allein der Hauptflügel war 70m lang und verfügte über 19 Fensterachsen, daneben gab es zwei große Seitenflügel. Das Schloss hatte über 100 Zimmer für die Jagdgesellschaften.
  6. Nach Auflösung des Kurfürstentums im Jahre 1803 wurde der französische Staat Eigentümer des Schlosses.
  7. 1804 wurde es von den Franzosen versteigert, den Zuschlag erhielt der Dachdecker Peter Lander für 3550 Francs. Dieser begann dann rasch mit dem Abriss und verkaufte die Baumaterialien. Bis 1810 war das Schloss weitgehend verschwunden.
  8. Die Steine wurden zum Bau der Zitadelle Wesel verwendet, Teile der Innenausstattung findet man in Schloss Augustusburg (Brühl).
  9. Außer einigen Kellergewölben, die zu Privathäusern gehören und teilweise am Tag des offenen Denkmals besucht werden können, gibt es keine nennenswerten Reste mehr des Schlosses.
  10. Die Straßennamen „Schlossplatz“, “Kurfürstenplatz” und „Herzogsfreudenweg“ erinnern in Röttgen noch an das Schloss. Ein durch Röttgen fließender Bach heißt “Schlossbach”. Und auf dem Schlossplatz erinnert ein kleines Modell aus Bronze an das ehemalige Schloss.

Bild: Schloss Herzogsfreude mit Venantiuskapelle.

10 Fakten über das alte Bonn-Center

  1. Auf ehemaligen Schrebergärten begannen 1968 die Bauarbeiten für das Bonn-Center, das am 25. November 1969 eröffnet wurde. Vorbild war das Berliner Europa-Center. Es sollte abends eine belebende Wirkung auf das Regierungsviertel haben.
  2. So gab es dort anfänglich ein Steigenberger Hotel (300 Betten), im obersten Stockwerk das Restaurant Ambassador, eine Ladenzeile, zahlreiche Banken, ein Kulturforum und Büros, die von Botschaften und politischen Einrichtungen genutzt wurden.
  3. So schrieb “Der Spiegel”: “Wie New York sein Rockefeller Center (259 Meter), Berlin sein Europa-Center (86 Meter), so soll die Residenz am Rhein binnen zwei Jahren ihr Bonn-Center (55 Meter) bekommen.”. Den ganzen Artikel kann man noch hier nachlesen.
  4. Von 1991 bis 1999 beherbergte das Bonn Center in der 7. und 8. Etage die Bundestagsabgeordneten der PDS, da im “Langen Eugen” und den umliegenden Gebäuden kein Platz mehr für sie war. Vorher hatten auch Bundesministerien im Bonn Center ihren Sitz.
  5. Der wohl prominenteste Mieter war das Pantheon Theater, das 1987 einzog und bis Mitte 2016 blieb. Hier traten nicht nur viele bekannte Kabarettisten – die alternative Karnevalssitzung (Pink Punk Pantheon) und die zahlreichen Parties wurden vom Autor dieser 10 Fakten gerne besucht.
  6. Viele Bonner werden sich auch noch an das dortige Bowling-Center erinnern können und andere besuchten dort den Tanzunterricht.
  7. Besonders nach dem Auszug des Steigenberger Hotels 1988 veränderte sich die Nutzung stark. Ein Bürocenter zog ein, die Ladenzeile wurde zurückgebaut. Das Bonner Studio von n-tv war noch einmal ein Highlight in der Nutzung. Nachdem 2011 auch DHL ausgezogen war, standen über 70% der Fläche leer und es wurden nur noch wenige Etagen genutzt.
  8. Das BonnCenter bestand im wesentlichen aus dem 18-geschossigen Hochhaus, das das 5-höchste in Bonn war, sowie einem Nebengebäude, das fünf Stockwerke hatte. Die Nutzfläche betrug rund 25.000 m².
  9. Das Wahrzeichen des Bonn-Centers – und auch des Berliner Europa-Centers – war der große Mercedes-Stern auf dem Dach. Er drehte sich pro Minute zwei mal um sich selbst.
  10. Die Abrissarbeiten begannen im September 2016 und fande ihren Höhepunkt am 19. März 2017 um 11h mit der Sprengung des Gebäudes; der Bonner General-Anzeiger und der WDR berichteten live. Danach gehen die Arbeiten mit dem Abtransport des Bauschutts weiter. Ab 2018 soll ein neues Bonn Center entstehen, das 2020 fertiggestellt werden soll.

Bild: DT / pixabay

Hier gibt es mehr über Bonn.

10 Fakten über das Bonner Münster

  1. Das Bonner Münster ist die katholische Hauptkirche von Bonn. Es ist inzwischen im Besitz der Pfarre St. Martin und trägt den Titel einer päpstlichen Basilika Minor. Das Münster hat eine eigene Homepage, die auch das umfangreiche religiöse und kulturelle Leben rund um das Bonner Wahrzeichen dokumentiert. Stadtdechant ist seit 1998 Wilfried Schumacher.
  2. Am Ort des Münsters sind alte heidnische Kultstätten und römische Bestattungen seit dem Jahr 90 nachgewiesen. Um das Jahr 300 wurde an der Stelle eine “cella memoriae” gebaut, in der den Toten mit einer rituellen Mahlzeit gedacht wurde. Auch die Bonner Stadtheiligen Cassius und Florentius sollen hier beerdigt worden sein. So entstand dort im Zuge der Christianisierung um 575 eine erste Kirche, um die herum sich um 780 eine klosterähnliche Gemeinschaft entwickelte. Diese hatte auch wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung Bonns als Stadt.
  3. Die alte Kirche wurde um 1050 abgerissen und mit dem Bau des Münsters als Stiftskirche im Stil einer romanische Basilika begonnen. Es war seinerzeit eine der größten kirchlichen Bauanlagen im Rheinland, die ihren Abschluss um 1240 fand.
  4. Zwei mal wurden im Bonner Münster Könige gekrönt: Am 25. November 1314 Friedrich III. von Österreich (genannt der Schöne) zum Gegenkönig, der sich nur bis 1322 halten konnte. Am 26. November 1346 wurde dann Markgraf Karl von Mähren ebenfalls zum Gegenkönig. Karl IV. gekrönt. Er hatte mehr Erfolg, wurde 1355 in Rom zum Kaiser gekrönt und gilt inzwischen als der wichtigste Herrscher des Spätmittelalters. Fresken und ein Fenster erinnern an die Ereignisse.
  5. 1587 werden das Bonner Münsters und der Cassius-Stift geplündert und schwer beschädigt, fast der gesamte Kirchenschatz kam abhanden. Schwere Schäden gab es auch beim Bombardement Bonns 1698 und bei dem Luftangriff am 18. Oktober 1944. Die Kirche wurde immer wieder aufgebaut.
  6. Besonders sehenswert sind der Kreuzgang, die Marmoraltäre, zahlreiche Fresken, die Bronzestatue der heiligen Helena und die Krypta. Unter dieser befindet sich die Gruft mit den Gräbern der legendären christlichen Märtyrer Cassius und Florentius. Diese ist nur während der Oktav des Stadtpatronenfestes am 10. Oktober zugänglich. Und auch um das Münster herum gibt es einiges zu sehen – den Martinsbrunnen, den alten Bonner Pranger, das Martinsrelief von Ernemann Sander, die übergroßen Köpfe von Cassius und Florentius und den Münsterladen.
  7. Kaiser Wilhelm II. studiert in Bonn und war vom Bonner Münsters so beeindruckt, dass er die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin als Kopie des Bonner Münsters bauen ließ.
  8. Am 15. November 1980 besuchte Papst Johannes Paul II. das Bonner Münster und betete mit rund 10.000 Bonnern vor dem Schrein der Stadtpatrone, der vor dem Hauptportal aufgestellt wurde. Im offiziellen Programmheft des Papstbesuchs findet man diesen Programmpunkt nicht,  er wurde sehr kurzfristig zwischen Stadt, Stadtdekanat und Nuntiatur organisiert.
  9. Die acht historischen Glocken hängen im 81,4m  hohen Turm. In beiden Weltkriegen sollten sie eingeschmolzen werden und waren schon auf dem Glockenfriedhof in Hamburg. Beide Male kehrten die Glocken aber zurück. Beim Wiederhochziehen der zweitgrößten Glocke nach dem zweiten Weltkrieg riss ein Seil, doch die Glocke überstand den 20 Meter tiefen Sturz – nur an der untere Kante der Glocke brach ein kleines Stück ab. Der Legende nach sollen Cassius und Florentius die Glocke gerettet haben – nachzulesen hier.
  10. Aktuell stehen umfangreiche Sanierungsarbeiten an, die über 20 Millionen Euro kosten werden und in deren Zusammenhang das Münster voraussichtlich über zwei Jahre geschlossen werden muss. Sie sollten es alsi schnell besuchen, solange es noch geöffnet ist. Die Sanierung können Sie auch als Spender unterstützen.

Sie interessieren sich für weitere Kirchen in der Bonner Innenstadt? Dann folgen Sie einmal diesem Spazierweg. Und was Kaiser Wilhelm der zweite sonst noch mit Bonn zu tun hat, können Sie hier nachlesen.

10 Fakten über Bonn, mit denen man beim Smalltalk punkten kann

Mit diese 10 Fakten über Bonn sind glänzen Sie beim Smalltalk über die Stadt.

  1. Am 31. Dezember 2015 hatte Bonn 320.820 Einwohner, darunter 154.103 Männer (48%)  und 166.717 Frauen (52%)
  2. Der höchste Bodenpunkt von Bonn ist der Paffelsberg im Ennert mit 194,8m der tiefster Bodenpunkt bei der Mündung der Sieg mit 45,6m.
  3. Das höchstes Bauwerk Bonns ist der Funkmast auf dem Venusberg mit 180m, das Höchste Gebäude ist der Post Tower mit 163m.
  4. Die größte Nord-Süd Ausdehnung beträgt 15 km, die größte Ost-West Ausdehnung 12,5km. Würde man die Stadtgrenze umwandern, müsste man 61km gehen.
  5. Die Fläche Bonns beträgt 141km². Davon sind 33% bebaut, 28% bewaldet, 16% landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzt, 12% Verkehrsfläche und 5% Grünfläche (Friedhöfe, Parks, Spielplätze).
  6. Das Datum für die 2.000 Jahr Feier der Stadt Bonn wurde auf 1989 gelegt, womit sich das Gründungsjahr 11 vor Christus ergibt. Das römische Heerlager, auf dessen Gründung man sich hierbei bezieht ist aber zwischen dem Jahr 13 und dem Jahr 9 vor Christus errichtet worden – man hat sich aus pragmatischen Gründen dann einfach für die Mitte entschieden. Ohnehin: die Region Bonn ist schon viel länger besiedelt. So wurden in Oberkassel die beiden ältesten Skelette des Homo sapiens in Deutschland gefunden – sie sind rund 14.000 Jahre alt. Und auf dem Kreuzberg in Ippendorf wurde ein 50.000 Jahre altes Werkzeug aus der Steinzeit gefunden.
  7. Im 11. Jahrhundert wurde Bonn auch Verona genannt, es gibt sogar Münzen mit dieser Prägung. Dieser von der Kirche favorisierte Name konnte sich gegen das bei der Bevölkerung verwurzelte “Bonn” nicht durchsetzen. Was aber Bonn genau bedeutet, ist unklar. Wahrscheinlich geht es auf das keltische “Bona” zurück, das “Gründung, Stamm” bedeutet.
  8. Eigentlich müssten die Kölner Kurfürsten Bonner Kurfürsten heißen – denn ab 1597 war Bonn deren Haupt- und Residenzstadt.
  9. Zwischen dem 9. Juli 1949 und bis zum Inkrafttreten des Deutschlandvertrags am 5. Mai 1955 hatte Bonn in Deutschland einen Sonderstatus inne: aufgrund seiner Hauptstadtfunktion war es kein Teil einer Besatzungszone, sondern wurde von allen drei westlichen Besatzungsmächten gemeinschaftlich verwaltet. Zudem waren hier keine Besatzungstruppen stationiert. Der Name war “Enklave Bonn” oder auch internationale Zone, Besatzungsfreie Zone, Bundeszone; Bonn Enclave oder Enclave de Bonn. Vorher war Bonn Teil der britischen Besatzungszone.
  10. Klar – Adenauer machte Bonn mit einem Trick zur Hauptstadt der Bundesrepublik – allerdings als Provisorium. Doch besonders dankbar sollten die Bonner Willy Brandt sein, denn der gab in seiner Regierungserklärung am 18. Januar 1973 ein deutliches Bekenntnis zum Ausbau der Bundeshauptstadt Bonn ab.  Dies war der entscheidende Anstoß zum Ausbau der Stadt. So hätte es ohne diese Rede z.B. das Haus der Geschichte (siehe Bild) wohl nie gegeben – wobei dieser konkrete Bau später von Helmut Kohl initiiert wurde.

Noch mehr interessantes über Bonn lesen? Hier sind 10 Dinge über die Stadt, die sie wahrscheinlich noch nicht wussten.