Liste: Planhauptstädte

Planhauptstädte von Staaten

  • Abuja (Nigeria)
  • Belmopan (Belize)
  • Brasília (Brasilien)
  • Canberra (Australien)
  • Islamabad (Pakistan)
  • Naypyidaw (Myanmar)
  • Neu-Delhi (Indien)
  • Valletta (Malta)
  • Washington D. C. (USA)

Historische Planhauptstädte

Diese Planhauptstädte sind heute keine Hauptstädte mehr.

  • Karlsruhe (Markgrafschaft Baden-Durlach)
  • Konstantinopel (Oströmisches Reich, heute Istanbul)
  • Mandalay (Myanmar)
  • Sankt Petersburg (Russland)

Historische japanische Planhauptstädte

  • Fujiwara-kyō (694–710)
  • Heijō-kyō (710–741, 745–784),
  • Kuni-kyō (741–744)
  • Nagaoka-kyō (784–794)
  • Heian-kyō (794–1180, 1180–1868)

Unechte Planhauptstädte

Bei “unechten Planhauptstädten” handelt es sich um Städte, die es zwar schon vorher gab, die aber im Zuge ihrer Bestimmung zur Hauptstadt deutlich ausgebaut und verändert wurden.

  • Ankara (Türkei)
  • Dodoma (Tansania)
  • Helsinki (Finnland)
  • Ngerulmud (Palau)
  • Nursultan (Kasachstan)
  • Ottawa (Kanada)
  • Yamoussoukro (Elfenbeinkünste)

Frühere unechte Planhauptstädte

  • Bonn (Bundesrepublik Deutschland)

Geplante Planhauptstädte

  • Ciudad de la Paz (Äquatorialguinea)
  • Little Bay (Montserrat)
  • The Capital Cairo (Ägypten)
  • Viedma/Carmen de Patagones (Argentinien; hier wird der Plan derzeit nicht weiter verfolgt)

Geplante historische unechte Planhauptstädte

  • Reichshauptstadt Germania (Deutsches Reich)

Bild: Brasilia

“Waldbrand” in Pierer’s Universal Lexikon von 1864

Waldbrand, das Brennen eines Waldes. Es brennt meist nur im Frühjahr u. Sommer, u. zuerst nur die trockene Bodendecke an Laub, Nadeln, Gras, dann der Bodenüberzug an Moos, Heidekraut u. dergl. (Erdbrand), öfters aber auch das Gezweig u. die Bäume an u. der W. wird allgemein. Am meisten wird der W. durch Nachlässigkeit der im Walde Arbeitenden, Durchgehenden, Tabak Rauchenden, absichtliches Anlegen, sehr häufig durch den Betrieb der Eisenbahnen, bisweilen auch durch den Blitz, aber nie durch die Sonnenhitze veranlaßt, wohl aber befördert. So lange der W. auf Bodendecke u. Überzug sich beschränkt, kann durch Ausschlagen mit Ruthen etc. u. durch Entblößen eines angemessen, etwa 10–20 Fuß breiten Streifen von Moos, Laub, Heide u. sonst Brennbarem u. tiefe Graben in gehöriger Entfernung vor der Brandstätte, je nach der Windrichtung, ergreift der W. aber auch Gezweig u. Bäume, nur durch Niederhauen der Bäume etc. auf angemessen breiten Streifen wie oben dem Brande Einhalt gethan werden. Hilft kein Mittel, so legt man 500–1000 Schritt vom W. da, wohin der Wind weht, Gegenfeuer an, d.h. brennt eine Reihe kleiner Feuer, welche man durch Menschen im Zaum halten kann, an, die sich zu einem 10–20 Schritt breiten Gürtel verbinden, dort die Bäume niederbrennen u. dem W. Grenzen setzen. Zu Verhütung gefährlicher Waldbrände sind in manchen Waldgegenden, z.B. in Böhmen, während der trockenen Zeiten im Frühjahre, der bes. gefährlichen Zeit, so lange noch nicht die Vegetation des Bodenüberzuges eingetreten ist, u. im Sommer förmliche Feuerwachen eingerichtet, d.h. auf angemessen vertheilten Punkten muß der Wald fortwährend beobachtet werden, um jeden etwa entstehenden Brand sofort wahrnehmen u. Maßregeln zum Löschen ergreifen zu können. In holzreichen Ländern, z.B. Schweden, werden bisweilen Stücken Holz angebrannt, um Ackerland od. Wiese zu gewinnen (s. Swedjen). Am häufigsten u. verheerendsten sind Waldbrände in Nordamerika, doch kommen auch häufig solche bei uns, bes. in beißen Sommern, wo alles ausdorrt, vor. Es fanden dergleichen im Sommer 1842 in Schlesien u. der Sächsischen Schweiz am Prebischthor statt. In Nordamerika u. wo überhaupt nichts für Waldcultur geschieht, hat man die Bemerkung gemacht, daß bei Waldbränden aus der Asche nicht wieder die vorigen Holzgattungen, sondern die einer niederen Stufe, so z.B. statt der Fichten Pappeln, wachsen, obschon diese früher nicht daselbst vorkamen.

Quelle Text: Pierer’s Universal-Lexikon, Band 18. Altenburg 1864

Bild: Piero di Cosimo; Bildfolge zur Frühgeschichte der Menschheit, Szene: Waldbrand; um 1488–1507

Foto: Bitte nicht auf die Pilze…

Es sollte eigentlich jedem klar sein, dass man aus hygienischen Gründen nicht auf die Pilze koten sollte.

Fotografiert in der Ukraine.

10 Fakten über die Godesburg

  1. Die Godesburg ist eine Burgruine im Bonner Stadtteil Bad Godesberg.
  2. Die Burg liegt auf dem Godesberg, der heute Burgberg genannt wird. Es handelt sich bei ihm um einen erloschenen Vulkan. Der markante Hügel wurde wohl schon von den Römern besiedelt. Später handelte es sich um eine Kultstätte für Wotan, der Berg hieß z.B. noch im 8. Jahrhundert Woudensberg (Wotansberg).
  3. Im Jahr 1210 wurde die heutige Godesburg vom Kölner Erzbischof Dietrich von Hengebach gegründet und während der Amtszeit des Erzbischofs Konrad von Hochstaden um 1244 deutlich ausgebaut. Ein weiterer Ausbau erfolgte im 14. Jahrhundert unter Walram von Jülich.
  4. Die Godesburg zählte zu den wichtigsten Residenzburgen der Kölner Kurfürsten und beherbergte zeitweise auch Teile des erzbischöflichen Archivs.
  5. Während der Reformationszeit trat der Kölner Erzbischof Gebhard I. von Waldburg zum Calvinismus über, er wurde abgesetzt und der Truchsessischen Krieg begann, in dessen Zuge Gebhard die Burg besetzte. Truppen des neu gewählten Kurfürsten Ernst von Bayern belagerten die Godesberg 1583. Während der Belagerung wurde sie zerstört. Die Eroberung gelang übrigens am 17. Dezember 1583, als ein katholischer Söldner durch einen Abort in die Burg schlich.
  6. Kurfürst Joseph Clemens von Wittelsbach plante um 1715 den Wiederaufbau der Burgruine nach Entwürfen von Robert de Cotte. Dieser wurde jedoch nicht ausgeführt.
  7. Um die Burg ranken sich viele Sagen und Geschichten, wie die Sage von Godesberg. Mehr rund um die Godesburg gibt es unter diesem Link.
  8. Bereits im 19. Jahrhundert wurde in der Ruine ein Restaurant eingerichtet, das aber 1959 geschlossen wurde.
  9. Heute beherbergt die Godesburg seit der 1970ern wieder ein Restaurant. Aber auch so ist sie ein beliebtes Ausflugsziel. An ausgewählten Terminen ist es sogar möglich, dort standesamtlich zu heiraten.
  10. Auf dem Burgfriedhof befinden sich sehenswerte Grabstätten des Großbürgertums aus dem 19. Jahrhundert. Auch Herbert Wehner, Paul Kemp und Lindenwirtin Aennchen Schumacher sind hier beerdigt.

Bild: Aquarell nach Laurenz Janscha, um 1792 entstanden