Frank Thelen und Nathalie Thelen-Sattler: Zwischen Karriere und großer Liebe

Nathalie Thelen-Sattler ist promovierte Kieferorthopädin und führt ihre eigene Praxis, die sie einst von ihrer Mutter übernahm. Sie beschreibt ihre Erziehung als „elitär“ im positiven Sinne: Ihre Familie habe ihr vermittelt, dass Einsatz sich auszahlt – Unterstützung gebe es, aber die Leistung müsse man selbst erbringen. Nach 33 Absagen deutscher Kliniken zog sie kurzerhand in die USA, arbeitete dort intensiv und kehrte zufrieden zurück, weil sie die Erfahrung machte: Einsatz zahlt sich aus.

Genau diese unterschiedlichen Erfahrungen sind der Antrieb für ihr gemeinsames Engagement: Im Rahmen der „WoMen on Top„-Initiative kommen Nathalie und Frank Thelen dieses Jahr für den Studienkredit der angehenden Gynäkologin Samira Dabelow auf. Zusätzlich wird in diesem Jahr erstmals auch eine Handwerksmeisterin gefördert – ausgezeichnet wurde Lena Widenmayer.

Neben ihrem sozialen Engagement sprechen die beiden auch über ihre Beziehung. Frank Thelen wünscht sich, gemeinsam alt zu werden und dabei die Verbindung zueinander nicht zu verlieren – das erfordere aktive Arbeit. Nathalie stimmt zu: Trotz gegenseitiger Liebe brauche es bewusste Aufmerksamkeit füreinander, gerade weil beide gerne und viel arbeiten. Ein fester wöchentlicher Abend nur für sie beide ist bis heute ihr Ritual dafür.

Kineys Blog: Ein eigener Orte im Netz zusätzlich zu X

Plattformen wie X sind wichtig. Sie sind schnell, direkt und erreichen viele Menschen. Gleichzeitig sind sie kein Ersatz für eigene Veröffentlichungsorte im Netz.

Ein gutes Beispiel dafür ist Kineys Blog unter blog.kiney.de. Dort sammelt Jannik längere Beiträge, die er auch auf X veröffentlicht. Es geht also nicht darum, X zu verlassen oder Plattformen grundsätzlich abzulehnen. Es geht darum, Inhalte zusätzlich an einem Ort verfügbar zu machen, der nicht vollständig von einer Plattform abhängt.

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csocial.eu – ein kritischer Blick auf W Social

Mit csocial.eu starte ich ein kleines Beobachtungsprojekt zu W Social.

Eigentlich hätte ich die Seite gern A Social genannt. Das hätte schön gepasst: Alternative, Analyse, Aufklärung — oder einfach asozial… Die Domain war aber schon weg. Also wurde es C Social. Und das C steht hier ziemlich eindeutig für critical.

Der Anlass ist simpel: W Social tritt mit großen Versprechen an. Neues soziales Netzwerk, mehr Freiheit, mehr Unabhängigkeit, mehr Nähe zur Community. Das klingt erst einmal gut. Aber gerade bei solchen Projekten lohnt sich ein genauer Blick.

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Bückbürgertum jetzt auch zum Durchklicken

Ich habe aus gegebenem Anlass eine neue kleine Seite gebaut, bückbürgertum.de, auf der kann man in 13 Fragen herausfinden kann, ob man Bückbürger, Shitbürger oder doch etwas ganz anders ist…

Das ist natürlich kein wissenschaftlicher Test. Es ist eher eine kleine Spielerei an der Schnittstelle von politischer Typologie, Selbstdiagnose und gepflegter Beleidigung.

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„Automat und Gesellschaft“ – ein Buch über künstliche Intelligenz, bevor es künstliche Intelligenz gab

1969 erschien in Tiflis ein schmales, unscheinbares Lehrbuch mit dem Titel „Автомат и общество“, auf Deutsch „Automat und Gesellschaft“. Sein Verfasser, der georgische Kybernetiker und Sprachphilosoph Zurab Kharitonashvili, war damals außerhalb eines kleinen akademischen Kreises kaum bekannt. Das Buch wurde nie in größerem Umfang übersetzt, tauchte in westlichen Bibliografien nur am Rande auf und geriet bald in Vergessenheit.

Heute liest es sich, als habe jemand aus dem Jahr 1969 einen Blick auf die Gegenwart geworfen.

Kharitonashvili schrieb über Rechenmaschinen, Automaten, Sprache, gesellschaftliche Ordnung und die Grenzen planbarer Intelligenz. Begriffe wie Large Language Model, generative künstliche Intelligenz oder neuronales Netz kamen in seinem Werk naturgemäß nicht vor. Dennoch kreisen viele seiner Gedanken erstaunlich genau um die Fragen, mit denen wir uns heute beschäftigen.

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Köpfe: Zurab Kharitonashvili – der Mann, der die Maschine sprechen hörte, bevor es sie gab

Es gibt Denker, die wirken erst im Rückblick groß. Zu ihrer Zeit stehen sie etwas abseits, zu spekulativ für die Techniker, zu technisch für die Philosophen, zu philosophisch für die Funktionäre. Zurab Kharitonashvili gehörte zu diesen Figuren.

Geboren wurde er 1917 in Georgien, also in jenem Jahr, in dem das 20. Jahrhundert endgültig beschloss, nicht mehr harmlos zu sein. Seine Kindheit fiel in eine Zeit politischer Umbrüche, seine akademische Prägung in die sowjetische Wissenschaftskultur, seine geistige Reife in die Ära der Kybernetik. Er wurde Informatiker, bevor das Wort im heutigen Sinne selbstverständlich war. Er wurde Sprachtheoretiker, bevor Maschinen Sprache in einer Weise erzeugen konnten, die Menschen irritiert. Und er wurde ein Vordenker generativer künstlicher Intelligenz, lange bevor jemand den Begriff „generative AI“ verwenden konnte, ohne ausgelacht zu werden.

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Was bedeute Säxit?

Säxit ist eines dieser Wörter, die halb Witz, halb politisches Programm sind. Gemeint ist der Austritt Sachsens aus der Bundesrepublik Deutschland – also ein sächsischer Exit, sprachlich angelehnt an den Brexit.

Ganz neu ist der Begriff nicht. Schon rund um Pegida wurde mit ihm gespielt, teils ironisch, teils genervt, teils als böser Kommentar aus dem Rest der Republik: Dann geht doch.

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AIrotic.net: Ein Projekt über künstliche Intelligenz und Intimität

Mit airotic.net habe ich ein weiteres Projekt gestartet – und zugegeben eines mit einem Namen, der erst einmal die Augenbrauen hebt. „Airotic“ ist ein Kofferwort aus „Erotic“ und „AI“, und es benennt einen Bereich, über den im deutschsprachigen Raum erstaunlich selten nüchtern gesprochen wird: die Schnittstelle von künstlicher Intelligenz und menschlicher Intimität.

Dabei geht es ausdrücklich nicht um das, was der Name auf den ersten Blick vermuten lässt. airotic ist keine Sammlung anzüglicher Inhalte, sondern der Versuch, ein Thema ernst zu nehmen, das gerade vom Rand in die Mitte unseres Alltags rückt. KI-Begleiter, die zuhören und sich erinnern. Chatbots, in die sich Menschen verlieben. Bildgeneratoren, die Wünsche auf Knopfdruck bedienen. Roboter, an denen Forscherinnen und Forscher seit Jahren über Nähe, Einwilligung und das Wesen von Beziehungen streiten.

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Wie es zu umstellung.info kam – und was kommt

Viele Menschen machen sich über richtige Ernährung erst Gedanken, wenn es zu spät ist. Genau so war es auch bei mir. Lange Jahre lag mein Gewicht bei etwas über 70kg. Bei einer Größe von ca. 184cm am unteren Ende des Normalbereichs. Mit Ende 20 fing ich an, schleichend zuzunehmen – bis ich eines morgens im Jahr 2008 beim Wiegen auf die 99,8kg blickte und mir schwor, nicht “dreistellig” zu werden.

Kurzfristig entschied ich mich für eine Atkins-Diät, gefolgt von der Montignac Methode. Schnell kam ich in zwei Phasen auf ca. 85kg und fiel dann wieder in alte Ernährungsmuster zurück und nahm wieder zu.

Als ich wieder über 90kg lag, wurde mir klar, dass man sein Gewichtsproblem nur durch eine dauerhafte Ernährungsumstellung lösen kann und nicht durch eine Abfolge von Diäten und Phasen der Gewichtszunahme.

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PromptGarden.net: Ein Projekt für bessere Prompts

Mit promptgarden.net habe ich ein neues Projekt gestartet, das sich mit Prompts für LLMs und andere generative KI Systeme befasst.

Der Ausgangspunkt ist eine Beobachtung, die auf den ersten Blick banal wirkt: Bei der Arbeit mit KI-Systemen entscheidet die Frage oft stärker über das Ergebnis als das System selbst. Ein Prompt ist deshalb nicht nur eine Eingabezeile. Er ist eine kleine Versuchsanordnung. Er legt fest, worauf ein Modell achtet, welche Rolle es einnimmt, wie es Unsicherheit behandelt, welche Form eine Antwort bekommt und welche Denkbewegung überhaupt möglich wird.

Genau dafür soll PromptGarden ein Ort sein.

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