10 Erkenntnisse, die die Jamaika Sondierung schon jetzt gebracht hat

Ob die Jamaika Koalition jetzt kommt oder nicht – 10 wichtige Erkenntnisse haben uns die Sondierungsgespräche auf jeden Fall schon gebracht.

  1. Jamaika ist eine Insel und wird Jamaika geschrieben und nicht Jameika. Das weiß jetzt jeder, was gut für den Bildungsstandard ist.
  2. An sich müsste es aber Tansania Koalition heißen, denn angesichts des Umstands, dass CDU und CSU so zerstritten sind, braucht man vier Farben: Schwarz (CDU), Blau (CSU), Grün (Grüne) und Gelb (FDP) – und diese findet man in der Nationalflagge Tansanias.
  3. “Jürgen Trittin ist echt eine coole Socke. Hätte ich gar nicht gedacht.” (Jens Spahn).
  4. Es kann entgegen der Wünsche der Grünen nur einen Vizekanzler geben, einen zweiten Stellvertreter gibt Art 69 Abs. 1 Grundgesetz nicht her.
  5. Politiker ist ein ganz schön anstrengender Beruf – man muss manchmal bis vier Uhr morgens arbeiten.
  6. Dafür dürfen Sie immer noch huldvoll von Balkonen den Journalisten zuwinken.
  7. Auf twitter wurden natürlich wieder Sondierungsfilme gesucht. Mein Favorit “Gottes Werk und Merkels Beitrag”.
  8. “Wenns kühler wird, wirds drinnen wärmer.” (Horst Seehofer)
  9. Wolfgang Kubicki (FDP) geht gerne anderthalb Stunden duschen – und seine Frau liefert ihm Hemden nach Berlin.
  10. Die wichtigste Erkenntnis ist aber: Die Parteien sind doch nicht alle gleich.

10 Fakten über die Kennedybrücke in Bonn

  1. Die Kennedybrücke ist die älteste Bonner Rheinbrücke. Sie wurde ab September 1946 an der Stelle und auf den Pfeilern der alten Rheinbrücke erbaut, die am Ende des 2. Weltkriegs von der Wehrmacht gesprengt wurde. Für den Verkehr geöffnet wurde die Kennedybrücke am 12. November 1949.
  2. Die Brücke ist 394m lang und inzwischen 26,8m breit. Ursprünglich waren es nur 18m. Die Strompfeiler sind 9m hoch. Sie befindet sich an Rheinkilometer 654.
  3. Ihre jetzige Breite erhielt sie durch zwischen 2007 und 2011 durchgeführte Sanierungs- und Umbaumaßnahmen, die wegen aufgetretener Korrosionsschäden notwendig waren. Unter anderen wurden im Zuge der Arbeiten gesonderte Stadtbahnspuren angelegt.
  4. Über die Brücke führen die B56, die beiden Stadtbahnspuren und je Rad- und Fußwege, die das Bonner und das jetzige Beueler Zentrum verbinden.
  5. Wer wissen will, wie viele Fahrräder schon über die Brücke gefahren sind, kann dies einfach nachschauen: Auf der südlichen Auffahrt der Radwegeist ein sog. Fahrradbarometer angebracht, das jedes überquerende Fahrrad zählt und entsprechende Statistiken anzeigt.
  6. An der Südseite der Brücke ist über die gesamte Länge eine Solaranlage angebracht, die 2011 von Solarworld gespendet wurde. Eine Schautafel zeigt die aktuelle Energiegewinnung an.
  7. Ein Kuriosum an der Brücke ist das Bröckemännnche (Brückenmännchen), oben im Bild erkennbar. Es zeigte schon an der alten Rheinbrücke den Beuelern seinen Hintern – aus Verärgerung darüber, dass diese sich nicht an den Baukosten der Brücke beteiligen wollten.
  8. Ihren jetzigen Namen erhielt die Kennedybrücke am 2. Dezember 1963, nur zehn Tage nach der Ermordung des amerikanischen Präsidenten. Bei der Taufe waren der US-Botschafter George McGhee und der Bonner Oberbürgermeister Dr. Wilhelm Daniels zugegen.
  9. Zu Silvester und bei Rhein in Flammen ist die Kennedybrücke ein beliebter Ort, um das Feuerwerk anzuschauen und zu feiern.
  10. Wie andere Bonner Brücken hat auch die Kennedybrücke einen eigenen twitter-Account: @kennedybruecke.

Das Regierungsfindungsdilemma – oder: die Hängepartie

Jamaika – da liegt kein Segen drauf

Vor der Bundestagswahl 2017 habe ich geschrieben, dass es Neuwahlen geben wird. Damalige Kurzbegründung: Schwarz/Gelb reicht nicht, die SPD will und sollte nicht, Jamaika wird mehr als schwierig.

Und so ist es: Die Jamaika Sondierungsgespräche sind noch nicht vorbei und es ist unklar, ob es dann überhaupt Koalitionsverhandlungen geben wird. Aber selbst wenn es zu diesen kommen sollte, ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass diese dann scheitern. Und selbst wenn es eine Jamaika Koalition geben sollte, wird sich diese auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen müssen. Deutschland würde nicht gestaltet werden, sondern noch mehr als vorher schon nur noch verwaltet.

Die Jamaika Alternativen

Aber wie sehen die Alternativen aus? “Das Regierungsfindungsdilemma – oder: die Hängepartie” weiterlesen

Brief der SPD Bonn: Heutige Berichterstattung des General-Anzeigers zum Neubau Schwimmbad

Folgenden Brief hat die SPD Bonn zur aktuellen Berichterstattung des GA Bonn zum neuen geplanten Zentralschwimmbad vom 14.11.2017 (Aufsichtsrat segnet neues Bad in Bonn Dottendorf ab) geschrieben.

Liebe Genossinnen und Genossen,

am heutigen Dienstag berichtet der General-Anzeiger in seinem Artikel „Aufsichtsrat segnet neues Bad in Bonn-Dottendorf ab“ aus laut eigener Angabe „sicherer Quelle“, der Aufsichtsrat der Stadtwerke habe das Projekt Neubau Schwimmbad einstimmig bei einer Enthaltung beschlossen. Das sei besonders bemerkenswert, weil die SPD, die mit uns beiden im Aufsichtsrat vertreten ist, das Projekt bisher kritisch begleitet habe.

Die Darstellung des Abstimmungsverhaltens im Aufsichtsrat entspricht nicht den Tatsachen. Wir haben dem Projekt im Aufsichtsrat nicht zugestimmt.
Diese Berichterstattung ist besonders deshalb ärgerlich, weil der General-Anzeiger in dem genannten Artikel den Schluss zieht, dann sei die Lage für den finalen Beschluss in der Ratssitzung ja klar. Es gebe offensichtlich keine Gegnerschaft mehr.

Wir haben dem General-Anzeiger mitgeteilt, dass wir eine Richtigstellung von vergleichbarem Umfang und Positionierung im Blatt sowie eine Entschuldigung erwarten. Alle anderen Redaktionen haben diese Mail – für den General-Anzeiger erkennbar – auch von uns erhalten. In dieser Mail haben wir explizit darauf hingewiesen, dass der General-Anzeiger das Gespräch mit uns nicht gesucht hat, bevor er den Artikel veröffentlicht hat.

Dem Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Klaus-Peter Gilles haben wir bereits geschrieben, dass wir von ihm erwarten, dass er die Sachlage in der nächsten Aufsichtsratssitzung anspricht und auch in der Öffentlichkeit klarstellt. Das ist seine Aufgabe im Sinne des Unternehmens.

Dem Oberbürgermeister haben wir sowohl die Mail an den General-Anzeiger und die anderen Redaktionen, als auch die an Herrn Dr. Gilles zur Kenntnis gegeben.

Wir finden es sehr bedauerlich, dass ein Aufsichtsratsmitglied sich – und dann auch noch in der Sache falsch – gegenüber ausgewählten Vertreterinnen und Vertretern der Presse über Beratungsinhalte und Abstimmungsverhalten aus dem Aufsichtsrat zu einem Projekt, das schon allein aus finanziellen Gründen für die gesamte Stadt von großem Gewicht ist, äußert. Leider ist das aber natürlich auch nichts Neues.

Wir bitten die OV-Vorsitzenden unter Euch herzlich, diese Mail auch an ihre Mitglieder weiterzuleiten.

Mit solidarischen Grüßen

Angelika Esch und Herbert Spoelgen

Liste: Schlachten rund um Bonn

Hier entsteht eine Liste mit Schlachten und Belagerungen rund um Bonn:

Belagerung von Bonn 1583

Belagerung von Bonn 1588

Belagerung von Bonn 1673

Belagerung von Bonn 1689

Belagerung von Bonn 1703

Schlacht bei Siegburg 1796

Bonner Brücken: Fußgängerbrücke “Am Katzenlochbach”

Diese Brücke verbindet die Straße “Am Katzenlochbach” (Bonn Röttgen) mit den Wanderwegen Richtung Waldau und Ippendorf.

10 Fakten über Pils

  1. Pilsner Bier – auch Pilsener, Pils oder Bier nach Pils(e)ner Brauart – ist ein nach der böhmischen Stadt Pilsen (tschechisch Plzeň) benanntes, untergäriges Bier mit höchstens 12,5 °P Stammwürzegehalt.
  2. Pils wird mit mehr Hopfen als die meisten andere Biere gebraut, so dass es eine höhere Bittere hat. Klassisches Pils sollte um die 40 Bittereinheiten haben, dies ist aber nur noch bei wenigen Bieren dieser Brauart der Fall, z.B. bei Jever oder dem Pilsener Urquell. So liegt z.B. Bitburger Pils nur noch bei 33 Bittereinheiten, Beck’s Gold nur bei 22.
  3. In der Schweiz werden Biere nach Pilsener Brauart, die  nicht in Tschechien gebraut werden, Spezialbier genannt.
  4. Das Bier in Pilsen war ursprünglich so schlecht, dass die “extra den bayerischen Braumeister Josef Groll aus Vilshofen nach Pilsen holten, um den Böhmen dort ein gutes Bier zu brauen.
  5. Groll setzte den ersten Sud am 5. Oktober 1842 an. Erstmals ausgeschenkt wurde es am 11. November 1842 in drei Pilsener Gaststätten und konnte sofort überzeugen. Hergestellt wurde es von der “Měšťanský pivovar Plzeň” (Bürger-Brauerei), der heutigen Brauerei, die auch das Pilsener Urquell herstellt. Das Rezept hatte Groll von seinem Vater, der Brauereibesitzer war.
  6. Da der Braumeister ein Bayer war, war Bier nach dieser Brauart lange Zeit unter dem Namen “nach bayerischer Brauart” bekannt. So gibt es alte Heineken Flaschen mit dieser Aufschrift.
  7. Als untergäriges Bier ist es bei der Herstellung auf niedrige Temperaturen angewiesen, die früher z.B. in Höhlen herrschten. Daher konnte es sich auch erst ab 1870 mit dem Aufkommen von Kältemaschinen in der Breite durchsetzen.
  8. Pils ist in Deutschland inzwischen die mit Abstand beliebteste Biersorte und hat einen Marktanteil von rund 55%.
  9. Pils sollte aus einer Pilstulpe getrunken werden, idealerweise aus dem Fass kommen und eine Temperatur von ca. 7-9° C haben. Dass ein gut gezapftes Pils sieben Minuten braucht, ist ein Gerücht.
  10. Das Lieblingspils des Autors dieser 10 Fakten ist das Schönramer Pils, das mit 45 Bittereinheiten überzeugen kann.

Mein Mittagessen: Weißwürste

Eines meiner liebsten Mittagessen am Samstag oder Sonntag sind Weißwürste, die man ja aus Tradition vor 12h Mittags essen soll – zugegebenermaßen kann es manchmal etwas später werden, aber ich versuche immer, die Zeitgrenze einzuhalten.

Die Würste lasse ich einfach ca. 10 bis 12 Minuten in nicht kochendem oder siedendem Wasser ziehen – denn sonst platzen sie auf. Ob man dem Wasser

  • Milch
  • Salz
  • Brühe
  • Zitronensaft
  • Salz und Zitronensaft

zugibt, ist Geschmackssache.

Die Würste serviere ich in der Suppenschüssel, so bleiben sie warm.

Dazu gibt es natürlich süßen Senf, Radieschen, Laugengebäck mit Butter (lasse ich in Low-Carb Zeiten weg) und ein Hefeweizen.

Hinsichtlich der Schältechnik – die Haut wird ja nicht mitgegessen – setze ich an einem Ende einen Querschnitt und ziehe die Pelle in einem ab.

Was die Auswahl der Weißwürste angeht, sollten Sie einfach verschiedene Sorten probieren. Im Großraum Bonn kann ich die von Rasting empfehlen, die es bei EDEKA gibt. Und je Esser sollten Sie zwischen zwei (wenig Hunger) und vier Weißwürste einplanen.

Für mehr Vielfalt auf twitter

Der geneigte Beobachter wird festgestellt haben, dass ich auf twitter in den letzten Tagen wieder etwas aktiver geworden bin. Das hat auch mit der Erweiterung auf 280 Zeichen zu tun, aber nicht nur – die Aufklärung über die weiteren Beweggründe folgt später.

Und so habe ich auch die gute alte Tradition des Follow Friday (#FF) aufgegriffen und ganz bewusst auch User mit ganz unterschiedlichen Weltanschauungen in einen tweet gepackt, was von diesen dann auch durchaus bemerkt wurde:

Wer sich einmal anschaut, wem ich alles folge, wird feststellen, dass ich damit ein recht breites Spektrum abdecke. Nicht nur, was die politische Anschauung angeht.

Und natürlich ecke ich damit an. “Wie kannst Du nur solchen Nazi Accounts folgen? Sorry, ich muss Dich blocken.” versus “Bist Du auch so ein Linksgrünversiffter?”.

Ohne dass ich jetzt im Detail auf meine politischen Positionen eingehen will, sind diese doch recht komplex und können sich nach einigem Nachdenken durchaus ändern. Und so halte ich es auch für wichtig, unterschiedlichste Standpunkte zu erfahren und eben nicht in einer twitter-Filterblase gefangen zu sein. Nur deshalb, dass ich einem Account folge heißt nicht, dass ich all dessen Ansichten teile und ihnen zustimme.

Und dadurch, dass man so vielen unterschiedlichen Accounts folgt, stellt man auch fest, dass sich Menschen nicht nur in Schwarz/Weiss Kategorien einordnen oder in Schubladen stecken lassen. Die meisten haben durchaus differenzierte Ansichten.

So kann ich zum Abschluss vier Ratschläge geben:

  1. Sorgt in Euren sozialen Netzen für bunte Timelines.
  2. Entfolgt jemanden nicht, nur weil derjenige jemandem folgt, dessen Ansichten Ihr nicht teilt.
  3. Ich habe noch nie jemanden auf twitter geblockt. Und Du kannst das auch.
  4. FOLGT. MIR. JETZT.

twitter und die 280 Zeichen – ein erster Eindruck

Es zeichnete sich ja schon vor einiger Zeit ab, dass twitter sein 140 Limit aufheben würde. Am 8. November 2017 war es dann für alle soweit.

Gerade für deutsche Nutzer sollte die Änderung willkommen sein – braucht das Deutsche doch besonders viele Buchstaben, um Inhalte zu kommunizieren. Dennoch gibt es viele User, die die Änderung sehr kritisch sehen. Gefühlt ausgerechnet besonders Deutsche…

Auch ich brauche ja (fast) immer ein bisschen, mich an Änderungen zu gewöhnen. Und so ist es auch hier – ich bin ein wenig hin- und hergerissen.

Auf der einen Seite ist natürlich schön, dass man sich bei den meisten tweets gar keine Gedanken mehr machen muss wie

  • wie kürze ich das ab
  • ok, dann lass ich halt das Leerzeichen hinter dem Komma weg
  • brauche ich das Komma überhaupt
  • ah wie schön, ich kann wieder 1 statt “ein” schreiben.

Auf der anderen Seite hat genau das den Reiz von twitter ausgemacht. Aber wer weiß, wahrscheinlich gewöhnen wir uns auch an die 280 Zeichen und machen uns in einigen Wochen wieder die gleichen Gedanken…

So oder so: wer mir folgen will, findet mich unter @stagerbn.