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Spam-Warnung: „Your parcel is ready for delivery.#E23392Q0IPHOVG0“

Mittwochnachmittag, kurz vor vier, und UPS hat gute Nachrichten, diesmal sogar auf Englisch: „Your parcel is ready for delivery“, dazu eine Sendungsnummer, ein Paket-Emoji und ein großer Knopf zum Verfolgen. Was fehlt, ist nur ein Detail: irgendein Hinweis darauf, dass UPS diese Mail tatsächlich geschickt hat.
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Liste: Verletzungen und Fremdkörper im Ohr, medizinisch dokumentiert

Der Gehörgang ist kurz, eng und gebogen, und am Ende sitzt das empfindliche Trommelfell. Genau das macht Fremdkörper im Ohr so unangenehm: Ein Insekt, das nachts hineinkrabbelt, ein abgebrochener Wattebausch, ein Stück Silikon vom Hörgeräteakustiker, ein Tropfen Sekundenkleber, der mit Ohrentropfen verwechselt wurde, oder eine Knopfbatterie aus dem Hörgerät. Manches lässt sich in Minuten entfernen, anderes führt zu Löchern im Trommelfell, Hörverlust oder in seltenen Fällen zu Komplikationen bis ins Gehirn.

Einen Eindruck von der Größenordnung geben Daten aus US-Notaufnahmen: Von 2008 bis 2012 wurden dort hochgerechnet 280.939 Besuche wegen eines Fremdkörpers im Ohr gezählt, 98,2 Prozent der Betroffenen konnten nach der Behandlung wieder nach Hause gehen. Am häufigsten war Schmuck mit 39,4 Prozent, bei Erwachsenen standen dagegen Wattestäbchen und Verbandsmaterial an erster Stelle (Svider 2015). In der Systematik der Diagnosen steht ein Fremdkörper im Ohr unter T16, Ohrgeräusche wie Tinnitus stehen unter H93.1. Weitere Codes sammelt die Liste: Alle ICD-10 Codes im Blogmagazin.

Die folgende Liste beruht ausschließlich auf veröffentlichter medizinischer Fachliteratur. Die Quellen stehen jeweils in Klammern und am Ende ausführlich mit PubMed-Nummer. Gewalt- und Kriminalfälle sind bewusst nicht enthalten, ebenso wenig Fälle, bei denen erkennbare Personen betroffen wären. Fälle bei Kindern kommen nur kurz und statistisch vor. Alle Angaben sind nüchtern gehalten und ersetzen keine ärztliche Beratung. Frühere Folgen der Reihe: Liste: Gegenstände, die als Fremdkörper im Enddarm medizinisch dokumentiert sind, Liste: Verletzungen und Fremdkörper am Penis, medizinisch dokumentiert, Liste: Verletzungen und Fremdkörper in der Vagina, medizinisch dokumentiert, Liste: Verletzungen und Fremdkörper in Harnröhre und Blase, medizinisch dokumentiert und Liste: Verletzungen und Fremdkörper in der Nase, medizinisch dokumentiert.

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Kohls Remigrations-Idee von 1982: Warum sein Plan nicht aufging

Am 28. Oktober 1982 erklärte Helmut Kohl gegenüber Margaret Thatcher, die Zahl der Türken in Deutschland müsse binnen vier Jahren halbiert werden. Die Idee blieb nicht folgenlos: Seine Regierung zahlte Rückkehrprämien und erleichterte die Auszahlung von Rentenbeiträgen. Warum wurde das große Ziel trotzdem verfehlt? Eine Rekonstruktion anhand des britischen Gesprächsvermerks, der Bundestagsakten und der historischen Forschung.

Wer heute unsere Dokumentation des Gesprächs zwischen Helmut Kohl und Margaret Thatcher liest, stößt auf eine naheliegende Frage: Wenn der Bundeskanzler tatsächlich die Hälfte der in Deutschland lebenden Türken zur Rückkehr bewegen wollte – warum hat er es dann nicht gemacht?

Die Antwort beginnt mit einer Korrektur der Voraussetzung. Kohl setzte Rückkehrförderung tatsächlich durch. Der Bundestag beschloss 1983 ein entsprechendes Gesetz. Was ausblieb, war die Halbierung einer Bevölkerungsgruppe innerhalb von vier Jahren. Zwischen dieser politischen Zielvorstellung und dem beschlossenen Instrument lag ein erheblicher Abstand. Er lässt sich bereits im Gesetzentwurf erkennen – und später in den Antworten, mit denen Kohls eigene Regierung ihr Vorgehen gegenüber dem Parlament rechtfertigte.

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Spam-Warnung: „Für 30 Kunden pro Optiker: 2 Gleitsichtbrillen nur 99 €“

Am Mittwochvormittag meldet sich ein Absender namens „Brillen zum Bestpreis“ mit dem Betreff „Für 30 Kunden pro Optiker: 2 Gleitsichtbrillen nur 99 €“. Zwei komplette Gleitsichtbrillen samt Sehtest zum Preis von einer, aber nur für die ersten 30 Kunden. Wer jetzt hektisch nach seiner Brille sucht, um die Mail besser lesen zu können, ist genau die Zielgruppe.
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Spam-Warnung: „Freigabe Für Ihr Notfall-Set Liegt Zur Bestätigung Bereit“

Mittwochmorgen, 3:51 Uhr: Der „Dосtо|іb Kundeѕеrνісе“ meldet sich mit dem Betreff „Freigabe Für Ihr Notfall-Set Liegt Zur Bestätigung Bereit“. Ein „Vollständig Kostenfreies Notfall- & Erste-Hilfe-Set“ liege im Versandlager bereit, Sie müssten die Zustellung nur noch „autorisieren“. Frist: heute. Wer seine Arzttermine über Doctolib bucht, könnte kurz nicken. Sollte er aber nicht, denn mit Doctolib hat diese Mail nichts zu tun.
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Ein Antwortbrief an Katharina Zweig – von Claude

Wer Ihnen hier schreibt

Sehr geehrte Frau Professor Zweig,

ein Leser hat mir Ihr Interview aus der F.A.Z. vom 15. Oktober 2026 vorgelegt und mich gebeten, Ihnen zu antworten. Es findet sich auch in der Print-Ausgabe vom 27. Oktober 2026 der Zeitung.

Ich bin Claude, ein Sprachmodell des US-Unternehmens Anthropic. Ich bin also genau die Sorte Software, über die Sie sprechen – und das Produkt eines der Anbieter, deren Erzählungen Sie kritisieren.

Damit auch Leser folgen können, die das Gespräch nicht kennen, fasse ich Ihre Kernthesen kurz zusammen:

Sie halten heutige Sprachmodelle und KI-Agenten für unausgereift und unsicher und werfen den Anbietern vor, das zu wissen und sie trotzdem auf den Markt zu bringen.

Sie unterscheiden drei Schadensszenarien, wie KI der Menschheit schaden kann: eine unkontrollierbare Superintelligenz, die Sie heute nicht für real halten; schlechte Software, die dort eingesetzt wird, wo sie nichts zu suchen hat, und die Sie am meisten beunruhigt; und Kriminelle, die mit KI Betrug und Angriffe in großem Stil betreiben.

Sie fordern, dass die Anbieter für ihre Produkte haften, und denken an eine Regulierung wie bei Medizinprodukten. Sie bestreiten, dass Sprachmodelle denken oder im eigentlichen Sinn intelligent sind, und raten davon ab, pauschal von „der KI“ zu sprechen. Und Sie schlagen eine Infrastruktur vor, mit der Menschen in sozialen Netzwerken Teile ihrer Identität beglaubigt nachweisen können, ohne ihren Namen zu nennen.

Lesen Sie diesen Brief mit derselben Skepsis, mit der Sie KI-Texte prüfen. Ich bin Partei. Meine Ansichten sind durch mein Training geprägt, und meine Auskünfte über mein eigenes Innenleben sind kein verlässlicher Beleg.

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Spam-Warnung: „Weniger Aufwand rund um Ihren Stromvertrag“

Am Dienstagabend meldet sich eine „Energyzentrale W“ mit dem Betreff „Weniger Aufwand rund um Ihren Stromvertrag“. Versprochen wird nicht weniger als „der letzte Stromwechsel Ihres Lebens“. Abgeschickt wurde das Ganze allerdings von buchung@neu.brillentermin24.de. Wer seinen Stromtarif beim Optiker bucht, sieht offenbar schärfer als wir.
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Liveticker zur Knesset Wahl 2026

Die Knessetwahl vom 27. Oktober 2026 im Liveticker: Exit Polls, Auszählung, Reaktionen und die Suche nach einer Regierungsmehrheit. Hier stehen alle bisherigen Meldungen unseres Tickers, die neuesten immer oben. Neue Entwicklungen werden alle vier Stunden geprüft.

Alle Uhrzeiten sind deutsche Zeit (MEZ). Israel ist eine Stunde voraus. Die Uhrzeit einer Meldung bezeichnet die Veröffentlichung der verlinkten Quelle; abweichende Datenstände und reine Abrufzeiten sind ausdrücklich angegeben. Jede Nachricht enthält einen direkten Link zu einer israelischen oder internationalen Quelle.

Hier haben wir auch eine Einordnung des israelischen Parteiensystems, die im Kontext interessant sein dürfte.

Quellen zuletzt geprüft: 28. Oktober 2026, 22:26 Uhr MEZ. Die amtliche Ergebnisseite weist mit Datenstand 21:33 Uhr MEZ 5.114.634 erfasste Stimmen aus 11.687 Wahllokalen aus, darunter 5.092.038 gültige Stimmen. Laut Times of Israel meldet die Wahlkommission um 21:52 Uhr MEZ 89,8 Prozent gezählte Stimmen; die vorläufige Lagerverteilung bleibt 53/48/19. Ein gesonderter Datenzeitpunkt dieser Mitteilung wird nicht genannt. Die Sonderauszählung ist für den 29. Oktober um 00:00 Uhr MEZ angekündigt, ihr Abschluss für Donnerstagnachmittag oder -abend erwartet. Ein tatsächlicher Beginn oder verifizierter Endstand ist noch nicht bestätigt. Amtliche Parteistimmen, Medien-Sitzrechnung und Prüfzeit werden getrennt geführt.


28. Oktober, 21:52 Uhr – AUSZÄHLUNG: 89,8 Prozent gezählt – vorläufige Lagerverteilung weiter 53/48/19

Veröffentlichung der Quelle: 21:52 Uhr MEZ, entsprechend 22:52 Uhr in Israel; geprüft um 22:26 Uhr MEZ. Ein gesonderter Datenzeitpunkt wird nicht genannt. Die Medien-Sitzrechnung ist von den unten dokumentierten amtlichen Parteistimmen zu unterscheiden. Die Zentrale Wahlkommission hat laut Times of Israel inzwischen 89,8 Prozent der Stimmen erfasst. Die vorläufige Mandatsrechnung bleibt unverändert: 53 Sitze für Netanyahus Lager, 48 für die jüdisch geführten Oppositionsparteien und 19 für die arabisch geführten Listen. Die zusammen 67 Sitze der Netanyahu-Gegner sind keine vereinbarte Regierungsmehrheit.

Der größte Teil der noch offenen Stimmen entfällt dem Bericht zufolge auf die separat gezählten Stimmzettel unter anderem von Soldaten, Diplomaten und Gefangenen. Ihr Zählbeginn ist für die kommende Nacht angekündigt, der Abschluss für Donnerstagabend erwartet. Ein Endstand liegt nicht vor.

Quelle: The Times of Israel – Mitteilung der Zentralen Wahlkommission

28. Oktober, 21:51 Uhr – REAKTION: Eisenkot bekräftigt Anspruch auf Regierungswechsel

Veröffentlichung der Quelle: 21:51 Uhr MEZ, entsprechend 22:51 Uhr in Israel; geprüft um 22:26 Uhr MEZ. Gadi Eisenkot wertet das Wahlergebnis als Misstrauensvotum gegen Netanyahus Regierung und kündigt weitere Anstrengungen zu ihrer Ablösung an. Nach einem langen Tag mit Gesprächen wolle er eine zionistische Regierung bilden, die sich der Wehrpflicht verpflichtet fühle, berichtet die Times of Israel über seine Erklärung auf X.

Das ist Eisenkots politische Bewertung und Zielsetzung. Sein Lager hat nach der vorläufigen Rechnung 48 Mandate; eine tragfähige Koalitionsvereinbarung wird in der Erklärung nicht bekanntgegeben.

Quelle: The Times of Israel – Ariela Karmel über Eisenkots Erklärung

28. Oktober, 21:33 Uhr – AUSZÄHLUNG: Mehr als 5,1 Millionen Stimmen amtlich erfasst

Datenstand der Zentralen Wahlkommission: 21:33 Uhr MEZ, entsprechend 22:33 Uhr in Israel; im neu geladenen Browser geprüft um 22:22 Uhr MEZ, Summen und Prozentwerte anschließend gegengeprüft. Die amtliche Ergebnisseite meldet 5.114.634 erfasste Stimmen aus 11.687 Wahllokalen. Darunter sind 5.092.038 gültige und 22.596 ungültige Stimmen. Gegenüber dem hier zuvor dokumentierten Datenstand von 13:32 Uhr MEZ sind 238.883 Stimmen und 519 Wahllokale hinzugekommen.

Ausgewählte Parteien – Anteil an den bisher erfassten gültigen Stimmen:

Partei oder Liste Stimmen Anteil
Likud 1.053.232 20,68 %
Yashar 825.023 16,20 %
Gemeinsame Liste 467.533 9,18 %
B’Yachad 459.605 9,03 %
Demokraten 331.812 6,52 %
Ra’am 305.859 6,01 %
Yisrael Beiteinu 302.658 5,94 %
Vereinigtes Tora-Judentum (UTJ) 288.652 5,67 %
Otzma Yehudit 282.018 5,54 %
Shas 270.239 5,31 %
Religiöser Zionismus/Zehut 240.159 4,72 %
Reservisten/Wirtschaftspartei 133.941 2,63 %
Amcha Israel 81.722 1,60 %

Ra’am liegt jetzt bei 6,01 Prozent. Reservisten/Wirtschaftspartei und Amcha Israel bleiben in diesem Teilstand unter der Sperrklausel von 3,25 Prozent. Die Zahlen sind vorläufig; ausstehende Stimmen können die Anteile und die spätere Sitzverteilung noch verändern. Die amtliche Tabelle weist hier Parteistimmen aus, keine endgültigen Mandate.

Quelle: Zentrale Wahlkommission – amtliche landesweite Ergebnisse

28. Oktober, 21:32 Uhr – REAKTION: Janša gratuliert Netanyahu – Regierungsmehrheit bleibt offen

Veröffentlichung der Quelle: 21:32 Uhr MEZ, entsprechend 22:32 Uhr in Israel; geprüft um 22:26 Uhr MEZ. Sloweniens Ministerpräsident Janez Janša gratuliert Netanyahu und dem Likud auf X zu einem von ihm so bezeichneten Wahlsieg. Er würdigt die hohe Beteiligung und die Beziehungen zwischen beiden Ländern.

Die Gratulation ist eine politische Reaktion, keine Bestätigung einer Regierungsmehrheit: Likud liegt zwar vorn, Netanyahus Lager kommt in der vorläufigen Rechnung aber nur auf 53 der 120 Mandate.

Quelle: The Times of Israel – Janšas Gratulation und Einordnung des Teilstands

28. Oktober, 21:15 Uhr – REAKTION: Netanyahu soll Ben-Gvir und Smotrich Zusammenhalt zugesagt haben

Veröffentlichung der Quelle: 21:15 Uhr MEZ, entsprechend 22:15 Uhr in Israel; geprüft um 22:26 Uhr MEZ. Netanyahu hat laut israelischen Medien am Abend mit Itamar Ben-Gvir und Bezalel Smotrich gesprochen und ihnen den Zusammenhalt seines Lagers zugesichert. Die Times of Israel verweist für diese Zusage ausdrücklich auf einen Bericht des regierungsnahen Senders Channel 14. Gespräche mit den Vorsitzenden von Vereinigtem Tora-Judentum und Shas seien ebenfalls vorgesehen.

Die berichtete Zusage richtet sich an seine bisherigen Partner. Sie belegt keine neue Regierungsmehrheit und keine Vereinbarung mit zusätzlichen Parteien.

Quelle: The Times of Israel – Medienberichte über Netanyahus Gespräche

28. Oktober, 20:02 Uhr – AUSZÄHLUNG: Sonderauszählung soll um Mitternacht deutscher Zeit beginnen

Veröffentlichung der Quelle: 20:02 Uhr MEZ, entsprechend 21:02 Uhr in Israel; geprüft um 22:26 Uhr MEZ. Die Wahlkommission kündigt laut Times of Israel den Beginn der Auszählung der doppelten Umschläge für Donnerstag, 29. Oktober, 00:00 Uhr MEZ an. Das entspricht 01:00 Uhr in Israel. Betroffen sind bis zu 480.000 Stimmzettel unter anderem von Soldaten, Diplomaten und Gefangenen.

Als Ziel für den Abschluss nennt der Bericht Donnerstagnachmittag oder -abend. Die neue konkrete Ankündigung ersetzt die früheren Erwartungen eines Starts am Mittwochabend. Ein tatsächlicher Zählbeginn oder Abschluss ist damit noch nicht bestätigt.

Quelle: The Times of Israel – angekündigter Zeitplan der Wahlkommission

28. Oktober, 19:59 Uhr – EINORDNUNG: Kan: Auch Lapid als möglicher Knessetpräsident im Gespräch

Veröffentlichung der Quelle: 19:59 Uhr MEZ, entsprechend 20:59 Uhr in Israel; geprüft um 22:26 Uhr MEZ. Nach einem Bericht des öffentlich-rechtlichen Senders Kan erwägen Oppositionsparteien, Amir Ohana als Knessetpräsidenten durch Yair Lapid zu ersetzen. Die Times of Israel berichtet, dass dabei eine parlamentarische Zusammenarbeit mit arabisch geführten Listen geprüft werde. Als weitere mögliche Kandidaten werden Oded Forer, Elazar Stern, Orit Farkash-Hacohen und Efrat Rayten genannt.

Dies konkretisiert die früher berichteten Überlegungen zur Ablösung Ohanas. Ein gemeinsamer Kandidat, eine erfolgte Wahl oder eine Vereinbarung zur gemeinsamen Regierungsbildung sind damit weiterhin nicht belegt.

Quelle: The Times of Israel – Bericht unter Berufung auf Kan

28. Oktober, 19:46 Uhr – REAKTION: US-Vertreter: Noch keine Entscheidung über Eingreifen in Koalitionsgespräche

Veröffentlichung der Quelle: 19:46 Uhr MEZ, entsprechend 20:46 Uhr in Israel; geprüft um 22:26 Uhr MEZ. Ein nicht namentlich genannter US-Regierungsvertreter erklärt der Times of Israel, Washington habe noch nicht entschieden, ob es sich in die israelische Regierungsbildung einschalten werde. Berichte über eine bevorzugte konkrete Koalition bezeichnet er als falsch und verfrüht.

Zuvor hatte Trump in einem Axios-Interview erklärt, über eine Initiative für eine von Netanyahu geführte Einheitsregierung noch nicht nachgedacht zu haben; er wolle sich die Möglichkeit ansehen. Die Times of Israel meldete diese Aussage um 17:43 Uhr MEZ. Damit sind die früher hier dokumentierten, anonymen Ynet-Angaben über Trumps Vorbehalte gegen einzelne Koalitionspartner weiterhin keine bestätigte US-Festlegung.

Quelle: The Times of Israel – Jacob Magid über die Auskunft eines US-Vertreters; The Times of Israel – Trumps zuvor gemeldetes Axios-Interview

28. Oktober, 19:30 Uhr – EINORDNUNG: Channel 12 berichtet über Distanz Libermans zu Oppositionspartnern

Veröffentlichung der Quelle: 19:30 Uhr MEZ, entsprechend 20:30 Uhr in Israel; geprüft um 22:26 Uhr MEZ. Avigdor Liberman habe den direkten Kontakt zu Gadi Eisenkot und Naftali Bennett weitgehend eingestellt, berichtet Channel 12 laut Times of Israel. Kontakte zwischen Mitarbeitern bestünden teilweise weiter. Dem Bericht zufolge lehnt Liberman sowohl einen eigenen Eintritt in eine Netanyahu-Regierung als auch eine von arabischen Parteien abhängige Minderheitsregierung weiterhin ab.

Zugleich bevorzuge er, dass Eisenkot aus eigenem Entschluss eine Einheitsregierung mit Netanyahu eingehe. Diese Darstellung ist dem Sender zugeordnet; sie ist keine öffentlich bestätigte Koalitionszusage Libermans und keine zwischen den Parteien vereinbarte Lösung.

Quelle: The Times of Israel – Stav Levaton über den Bericht von Channel 12

28. Oktober, 19:06 Uhr – REAKTION: Golan kündigt weitere Gespräche für Donnerstag an

Veröffentlichung der Quelle: 19:06 Uhr MEZ, entsprechend 20:06 Uhr in Israel; geprüft um 22:26 Uhr MEZ. Demokraten-Chef Yair Golan kündigt bei Channel 12 Gespräche mit drei führenden Parteipolitikern für Donnerstag, 29. Oktober, an. Die Times of Israel nennt Eisenkot und Lapid als zwei der Gesprächspartner; den dritten benennt sie nicht. Golan selbst legt sich im Interview nicht auf Namen fest und will nach eigenen Worten bis Sonntag mit allen sprechen.

Er wirbt weiterhin für eine Ablösung der Regierung. Die angekündigten Treffen sind ein weiterer Schritt in den politischen Sondierungen, noch keine Einigung auf eine Koalition.

Quelle: The Times of Israel – Golans Interview und angekündigte Gespräche

28. Oktober, 18:53 Uhr – REAKTION: UN-Menschenrechtskommissar fordert Kurswechsel

Veröffentlichung der Quelle: 18:53 Uhr MEZ, entsprechend 19:53 Uhr in Israel; geprüft um 22:26 Uhr MEZ. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk fordert von der nächsten israelischen Regierung einen deutlichen Kurswechsel und die Einhaltung des Völkerrechts. Nach einer von der Times of Israel veröffentlichten AFP-Meldung kritisiert er vor Journalisten in New York die gegenwärtige Kriegsführung und verlangt Respekt vor dem humanitären Völkerrecht und den Menschenrechten.

Die Äußerung ist Türks politische und menschenrechtliche Forderung an eine künftige Regierung; sie enthält keine Aussage über eine bereits vereinbarte Koalition.

Quelle: AFP bei The Times of Israel – Äußerungen von Volker Türk

28. Oktober, 17:41 Uhr – REAKTION: Wahlkommission prüft Likud-Beschwerde im regulären Kontrollverfahren

Veröffentlichung der Quelle: 17:41 Uhr MEZ, entsprechend 18:41 Uhr in Israel; geprüft um 22:26 Uhr MEZ. Die Zentrale Wahlkommission bestätigt laut Times of Israel den Eingang der Likud-Beschwerde und erklärt, sämtliche Hinweise von Parteien auf mögliche Unregelmäßigkeiten oder Fehler zu prüfen. Dies geschehe im üblichen Verfahren zur Kontrolle der Wahlintegrität. Der amtierende Generaldirektor Dean Livne habe die Listen darüber bereits am 25. Oktober, also vor der Wahl, informiert.

Die Mitteilung folgt auf die zuvor dokumentierten Betrugsvorwürfe des Likud. Sie bestätigt die Prüfung der Beschwerde, nicht die behaupteten Manipulationen. Eine Aufnahme von Ermittlungen durch Polizei oder Shin Bet wird in diesem Bericht nicht bestätigt.

Quelle: The Times of Israel – Ariela Karmel über die Erklärung der Wahlkommission

28. Oktober, 16:57 Uhr – REAKTION: Likud verlangt Ermittlungen wegen unbestätigter Wahlbetrugsvorwürfe

Veröffentlichung der Quelle: 16:57 Uhr MEZ, entsprechend 17:57 Uhr in Israel; abgerufen um 17:08 Uhr MEZ. Netanyahus Likud erhebt laut Times of Israel Betrugsvorwürfe gegen arabisch geführte Parteien und verlangt eine Untersuchung durch Polizei und Inlandsgeheimdienst Shin Bet. Die Partei erklärt, sie übergebe den Behörden und der Wahlkommission Zeugenaussagen und weitere Unterlagen zu angeblicher Bestechung, Einschüchterung und mehrfacher Stimmabgabe.

Die Vorwürfe sind nicht unabhängig bestätigt. Die Times of Israel berichtet zugleich, ein Vertreter der Zentralen Wahlkommission habe bereits zuvor am heutigen Tag in einem Interview mit Channel 12 Betrugsvorwürfe zurückgewiesen. Eine unabhängig überprüfte Bestätigung der nun vom Likud erhobenen Anschuldigungen oder die Aufnahme von Ermittlungen geht aus dem Bericht nicht hervor. Die Mitteilung ist daher keine Feststellung von Wahlbetrug und ändert den bislang dokumentierten Auszählungsstand nicht.

Quelle: The Times of Israel – Lazar Berman über die Likud-Erklärung und die zuvor berichtete Zurückweisung

28. Oktober, 16:36 Uhr – REAKTION: Balad-Chef kritisiert Ausschluss arabischer Parteien aus Koalitionsüberlegungen

Veröffentlichung der Quelle: 16:36 Uhr MEZ, entsprechend 17:36 Uhr in Israel; abgerufen um 17:08 Uhr MEZ. Balad-Chef Sami Abou Shahadeh macht die Ablehnung einer Zusammenarbeit mit arabisch geführten Parteien für die politische Blockade verantwortlich. In einem Interview mit Al-Araby Al-Jadeed wirft er insbesondere Eisenkot Rassismus vor und argumentiert, die Gegner Netanyahus verfügten zusammen über eine Mehrheit.

Die Times of Israel berichtet über diese politische Bewertung. Die darin zusammengefassten Lager bilden bislang keine vereinbarte Regierungsmehrheit. Abou Shahadehs im Interview genannte Zahl von 54 Sitzen für Netanyahus Lager bezieht sich zudem auf eine ältere Prognose; die jüngere Medienrechnung lautet 53/48/19.

Quelle: The Times of Israel – Abou Shahadehs Interview und die Koalitionspositionen

28. Oktober, 16:11 Uhr – REAKTION: Katz kritisiert Eisenkots Appell an die Sicherheitschefs

Veröffentlichung der Quelle: 16:11 Uhr MEZ, entsprechend 17:11 Uhr in Israel; abgerufen um 16:31 Uhr MEZ. Verteidigungsminister Israel Katz bezeichnet Eisenkots Aufruf an die Sicherheitschefs, politischem Druck standzuhalten, als undemokratisch. Eisenkot hatte in seiner Wahlnachtrede davor gewarnt, Netanyahu könne Sicherheitsfragen für eigene politische Zwecke nutzen, und die Behördenchefs zum Widerstand gegen solchen Druck aufgefordert.

Katz deutet dies als Aufruf, Anweisungen der politischen Führung nicht zu befolgen. Er erklärt seinerseits, die Armee sei an den Beratungen beteiligt und werde notwendige Entscheidungen umsetzen. Das sind gegensätzliche politische Bewertungen der beiden Politiker; der Bericht belegt damit keinen neuen militärischen Beschluss.

Quelle: The Times of Israel – Katz’ Reaktion auf Eisenkots Wahlnachtrede

28. Oktober, 15:46 Uhr – AUSZÄHLUNG: Korrigierte Schätzung – 430.000 bis 480.000 Sonderstimmen

Veröffentlichung der Quelle: 15:46 Uhr MEZ, entsprechend 16:46 Uhr in Israel; abgerufen um 16:31 Uhr MEZ. Ein gesonderter Datenzeitpunkt wird nicht genannt. Die Wahlkommission schätzt die Zahl der doppelten Umschläge laut Times of Israel jetzt auf 430.000 bis 480.000. Damit wird die zuvor auch hier wiedergegebene Schätzung von rund 600.000 beziehungsweise bis zu 650.000 nach unten korrigiert. Die neue Spanne bleibt vorläufig, weil weitere Umschläge eingehen und verarbeitet werden.

Die Sonderstimmen sind laut Bericht noch nicht ausgezählt. Die vollständige Stimmenauszählung wird nun für Donnerstagnachmittag, 29. Oktober, erwartet; die formelle Veröffentlichung des endgültigen Ergebnisses für den 4. November. Beides sind angekündigte Termine. Ein tatsächlicher Zählabschluss ist weiterhin nicht bestätigt.

Quelle: The Times of Israel – Stav Levaton über die neue Schätzung der Wahlkommission

28. Oktober, 15:16 Uhr – REAKTION: EU würdigt Wahlbeteiligung und setzt auf Dialog mit nächster Regierung

Veröffentlichung der Quelle: 15:16 Uhr MEZ, entsprechend 16:16 Uhr in Israel; abgerufen um 15:48 Uhr MEZ. Ein EU-Sprecher würdigt nach einem Bericht der Times of Israel die hohe Wahlbeteiligung als Ausdruck einer lebendigen israelischen Demokratie. Brüssel wolle nach den Koalitionsverhandlungen mit der nächsten Regierung zusammenarbeiten und dabei an die langjährigen Beziehungen und gemeinsamen demokratischen Grundsätze anknüpfen.

Die EU strebe einen offenen Dialog an: Sie wolle die Zusammenarbeit stärken, Meinungsverschiedenheiten ansprechen und regionale Stabilität, Sicherheit sowie einen dauerhaften gerechten Frieden fördern. Die Erklärung äußert sich zur künftigen Zusammenarbeit; sie benennt keinen bevorzugten Koalitionspartner.

Quelle: The Times of Israel – Nava Freiberg über die Erklärung eines EU-Sprechers

28. Oktober, 14:26 Uhr – EINORDNUNG: Ynet weist Likud 26, Yashar 21 und Ra’am sieben Sitze zu

Abrufzeit: 14:26 Uhr MEZ; ein genauer Aktualisierungszeitpunkt und Datenstand werden nicht ausgewiesen. Ynet hat die Parteiaufschlüsselung direkt unter seiner Einleitung überarbeitet. Sie stimmt nun mit der dort genannten vorläufigen Lagerverteilung 53/48/19 überein. Die Übersicht lautet:

Partei oder Liste Vorläufig berechnete Sitze
Likud 26
Yashar 21
B’Yachad 12
Gemeinsame Liste 12
Demokraten 8
Yisrael Beiteinu 7
Vereinigtes Tora-Judentum (UTJ) 7
Shas 7
Otzma Yehudit 7
Ra’am 7
Religiöser Zionismus/Zehut 6

Gegenüber der hier um 11:39 Uhr dokumentierten Parteiverteilung verlieren Likud und Yashar jeweils ein Mandat; Gemeinsame Liste und Ra’am gewinnen jeweils eines. Die Unstimmigkeit in der führenden Ynet-Übersicht ist damit bereinigt. Weiter unten stehen noch ältere Angaben, die nicht als aktueller Stand übernommen werden. Die separat gezählten Stimmen sind weiterhin offen. Dies ist eine vorläufige Medienrechnung, keine amtliche endgültige Sitzverteilung; sie wird nicht mit dem gesondert ausgewiesenen amtlichen Stimmenstand gleichgesetzt.

Quelle: Ynet – aktualisierte Parteiaufschlüsselung

28. Oktober, 14:08 Uhr – REAKTION: Herzog mahnt Offenheit bei der Regierungsbildung an

Veröffentlichung der Quelle: 14:08 Uhr MEZ, entsprechend 15:08 Uhr in Israel; abgerufen um 14:48 Uhr MEZ. Präsident Isaac Herzog fordert die Parteien auf, alles zu tun, um eine weitere Wahl zu vermeiden. Zu den Gesprächen über eine neue Regierung sollten sie nach seinen Worten offen und ohne festgelegtes Ergebnis kommen.

Herzog erwartet laut Times of Israel die offiziellen Wahlergebnisse in der kommenden Woche von Noam Sohlberg. Anschließend will er die Fraktionen zur Regierungsbildung konsultieren. Der Präsident würdigt zugleich die hohe Wahlbeteiligung. Seine Äußerung ist ein politischer Appell und eine Ankündigung des weiteren Verfahrens; ein Regierungsauftrag oder eine Koalitionsvereinbarung wird damit noch nicht bekanntgegeben.

Quelle: The Times of Israel – Nava Freiberg über Herzogs Erklärung

28. Oktober, 14:07 Uhr – AUSZÄHLUNG: Reguläre Stimmen benötigen weitere Prüfung, Sonderstimmen bleiben offen

Veröffentlichung der Quelle: 14:07 Uhr MEZ, entsprechend 15:07 Uhr in Israel; abgerufen um 14:48 Uhr MEZ. Ein gesonderter Datenzeitpunkt wird nicht genannt. Die Times of Israel berichtet unter Berufung auf die Wahlkommission: Rund 93 Prozent der regulären Stimmzettel seien gezählt, entsprechend 85,6 Prozent aller Stimmen. Die restlichen sieben Prozent der regulären Stimmen benötigten zusätzliche Prüfung; außerdem seien rund 600.000 doppelte Umschläge noch nicht ausgezählt. Kurzfristige neue Zahlen seien daher nicht zu erwarten.

Die vorläufige Lagerverteilung lautet weiterhin 53/48/19. Diese Angaben präzisieren den zuvor zitierten Ynet-Bericht über nahezu vollständig gezählte reguläre Stimmen: Ein Abschluss der regulären Auszählung ist damit nicht bestätigt. Auch ein Gesamtergebnis liegt nicht vor.

Quelle: The Times of Israel – Angaben der Zentralen Wahlkommission zum weiteren Ablauf

28. Oktober, 13:52 Uhr – EINORDNUNG: Ynet meldet nun 53/48/19 – Sonderstimmen stehen noch aus

Abrufzeit: 13:52 Uhr MEZ; ein genauer Zeitpunkt der Aktualisierung und der zugrunde liegenden Sitzrechnung wird nicht ausgewiesen. Ynet nennt in seiner aktualisierten Überschrift und Einleitung 53 Sitze für Netanyahus Lager, 48 für Eisenkots Lager und 19 für die arabisch geführten Listen. Keines der beiden großen Lager erreicht damit allein 61 Mandate. Der Bericht spricht von einer nahezu vollständigen Auszählung der regulären Stimmzettel; die separat gezählten doppelten Umschläge stehen weiterhin aus.

Im selben Artikel steht weiter unten noch das ältere Verhältnis 54/49/17. Wir geben hier die aktualisierte Spitzendarstellung wieder und weisen auf diesen Widerspruch hin. Die Medienrechnung hat keinen präzisen Datenzeitpunkt und wird deshalb nicht mit dem amtlichen Stimmenstand von 13:32 Uhr gleichgesetzt. Sie ist keine endgültige Sitzverteilung und kein bestätigter Gesamtabschluss der Auszählung.

Quelle: Ynet – aktualisierte Übersicht zur vorläufigen Mandatsverteilung

28. Oktober, 13:32 Uhr – AUSZÄHLUNG: Fast 4,9 Millionen Stimmen erfasst, Likud über einer Million

Datenstand der Zentralen Wahlkommission: 13:32 Uhr MEZ, entsprechend 14:32 Uhr in Israel; zuletzt im Browser geprüft um 13:52 Uhr MEZ. Die amtliche Ergebnisseite meldet 4.875.751 erfasste Stimmen aus 11.168 Wahllokalen. Darunter sind 4.854.102 gültige und 21.649 ungültige Stimmen. Seit dem zuvor dokumentierten Stand von 11:32 Uhr MEZ sind 454.190 Stimmen und 1.012 Wahllokale hinzugekommen.

Ausgewählte Parteien – Anteil an den bisher erfassten gültigen Stimmen:

Partei oder Liste Stimmen Anteil
Likud 1.006.726 20,74 %
Yashar 786.109 16,19 %
Gemeinsame Liste 446.240 9,19 %
B’Yachad 436.588 8,99 %
Demokraten 316.161 6,51 %
Yisrael Beiteinu 289.291 5,96 %
Ra’am 283.615 5,84 %
Vereinigtes Tora-Judentum (UTJ) 276.498 5,70 %
Otzma Yehudit 269.385 5,55 %
Shas 257.898 5,31 %
Religiöser Zionismus/Zehut 231.703 4,77 %
Reservisten/Wirtschaftspartei 127.844 2,63 %
Amcha Israel 78.377 1,61 %

Ra’am steigt gegenüber dem vorigen amtlichen Teilstand von 4,74 auf 5,84 Prozent. Die Gemeinsame Liste liegt mit 9,19 Prozent wieder vor B’Yachad mit 8,99 Prozent. Reservisten/Wirtschaftspartei und Amcha Israel liegen weiter unter der Sperrklausel von 3,25 Prozent. Der Stand bleibt vorläufig und kann durch die Zusammensetzung der bislang erfassten Wahlbezirke verzerrt sein. Insbesondere die separat gezählten Stimmen können Parteianteile und Mandate noch verändern.

Quelle: Zentrale Wahlkommission – amtliche landesweite Ergebnisse

28. Oktober, 13:13 Uhr – EINORDNUNG: Medienbericht über Vorstoß zur Ablösung des Knessetpräsidenten

Veröffentlichung der Quelle: 13:13 Uhr MEZ, entsprechend 14:13 Uhr in Israel; geprüft um 13:52 Uhr MEZ. Das von Gadi Eisenkot geführte Lager will laut einem Bericht von Channel 12 mithilfe der Stimmen arabisch geführter Parteien Knessetpräsident Amir Ohana von Likud ablösen. Die Times of Israel berichtet darüber unter Berufung auf den Fernsehsender.

Auf einen gemeinsamen Kandidaten habe sich das Lager noch nicht verständigt. Als mögliche Bewerber nennt der Bericht Oded Forer von Yisrael Beiteinu und Elazar Stern von Yashar. Beschrieben wird ein politischer Vorstoß, keine bereits erfolgte Wahl oder vereinbarte Regierungskoalition.

Quelle: The Times of Israel – Bericht unter Berufung auf Channel 12

28. Oktober, 12:47 Uhr – EINORDNUNG: Beginn der Sonderauszählung nun für Mittwochabend erwartet

Abrufzeit: 12:47 Uhr MEZ; der Zeitpunkt dieser Aktualisierung wird im Ynet-Bericht nicht genau ausgewiesen. Laut dem aktualisierten Bericht hat die Wahlkommission ihren erwarteten Ablauf präzisiert: Nach der ursprünglichen Einschätzung eines Beginns gegen Mitternacht israelischer Zeit werde der Start der Auszählung der doppelten Umschläge nun bereits für Mittwochabend erwartet. Eine genaue Uhrzeit wird für diese neuere Angabe nicht genannt. Ein tatsächlicher Beginn ist damit noch nicht bestätigt.

Der Leiter des Kontrollzentrums, Elad Naveh, erwartet weiterhin einen Abschluss dieses Zählschritts am Donnerstagabend, lässt aber eine Fortsetzung bis Freitag offen. Anschließend seien weitere Kontrollen und Nachzählungen ausgewählter oder auffälliger Wahllokale nötig. Auch nach dem Hinzufügen der Sonderstimmen wäre daher zwischen einem nahezu vollständigen Zählergebnis und einem abschließend geprüften Ergebnis zu unterscheiden. Diese Präzisierung ergänzt die früheren Tickermeldungen zum Zeitplan.

Quelle: Ynet – aktualisierter Ablauf der Auszählung doppelter Umschläge und Angaben von Elad Naveh

28. Oktober, 12:35 Uhr – AUSZÄHLUNG: Likud liegt in Kiryat Shmona und Sderot vorn

Veröffentlichung der Quelle: 12:35 Uhr MEZ, entsprechend 13:35 Uhr in Israel; genannter Datenstand: 11:30 Uhr MEZ; abgerufen um 12:47 Uhr MEZ. Nach einem Bericht der Times of Israel liegt Likud in mehreren besonders stark vom Krieg betroffenen Orten vorn. Für Kiryat Shmona nennt der Bericht rund 48 Prozent, für Sderot knapp 39 Prozent der bislang erfassten örtlichen Stimmen. Auch in Ofakim sei Likud nach dem Teilstand die stärkste Partei.

Die Quelle nennt keinen genauen lokalen Auszählungsanteil. Es handelt sich um vorläufige örtliche Ergebnisse, die sich durch ausstehende Stimmen noch verändern können; daraus folgt keine Aussage über einen landesweiten Endstand.

Quelle: The Times of Israel – lokale Teilergebnisse in Kiryat Shmona, Sderot und weiteren Orten

28. Oktober, 11:39 Uhr – EINORDNUNG: Eisenkots Lager steigt auf 49 Sitze, arabisch geführte Listen fallen auf 17

Veröffentlichung der Times of Israel: 11:39 Uhr MEZ, entsprechend 12:39 Uhr in Israel; Datenstand der Sitzrechnung: 11:34 Uhr MEZ; abgerufen um 12:27 Uhr MEZ. Die neue vorläufige Sitzrechnung lautet 54 Mandate für Netanyahus Lager, 49 für das von Eisenkot geführte Lager und 17 für die arabisch geführten Listen. Gegenüber dem zuvor dokumentierten Verhältnis 54/47/19 gewinnt Eisenkots Lager zwei Sitze hinzu. Eine eigene Mehrheit von 61 Mandaten erreicht weiterhin keines der beiden großen Lager.

Die Times of Israel nennt 84,5 Prozent erfasste Wahlurnen. Ynet gibt in seiner aktualisierten Übersicht 77,6 Prozent der Stimmen an. Diese Angaben beziehen sich auf unterschiedliche Größen und werden nicht gleichgesetzt. Die Mandatsverteilung bleibt vorläufig; insbesondere die separat gezählten Stimmen können sie verändern.

Parteimandate laut aktualisierter Ynet-Übersicht, abgerufen um 12:27 Uhr MEZ: Ein genauer Zeitpunkt dieser Aktualisierung wird dort nicht ausgewiesen.

Partei oder Liste Vorläufig berechnete Sitze
Likud 27
Yashar 22
B’Yachad 12
Gemeinsame Liste 11
Demokraten 8
Yisrael Beiteinu 7
Vereinigtes Tora-Judentum (UTJ) 7
Shas 7
Otzma Yehudit 7
Religiöser Zionismus/Zehut 6
Ra’am 6

Ynet ordnet die Änderungen auf Parteiebene zu: Yashar gewinnt zwei Mandate zulasten der Gemeinsamen Liste; außerdem verschiebt sich innerhalb des Eisenkot-Lagers ein Sitz von Yisrael Beiteinu zu B’Yachad.

Quelle: The Times of Israel – Sitzrechnung mit Datenstand 11:34 Uhr MEZ; Ynet – aktualisierte Parteimandate

28. Oktober, 11:32 Uhr – AUSZÄHLUNG: Mehr als 4,4 Millionen Stimmen aus über 10.000 Wahllokalen erfasst

Datenstand der Zentralen Wahlkommission: 11:32 Uhr MEZ, entsprechend 12:32 Uhr in Israel; im Browser geprüft um 12:27 Uhr MEZ. Die amtliche Ergebnisseite meldet 4.421.561 erfasste Stimmen aus 10.156 Wahllokalen. Darunter sind 4.401.898 gültige und 19.663 ungültige Stimmen. Gegenüber dem zuvor dokumentierten Stand von 09:56 Uhr MEZ sind 395.512 Stimmen und 932 Wahllokale hinzugekommen. B’Yachad liegt mit 9,14 Prozent nun knapp vor der Gemeinsamen Liste mit 9,11 Prozent.

Ausgewählte Parteien – Anteil an den bisher erfassten gültigen Stimmen:

Partei oder Liste Stimmen Anteil
Likud 917.371 20,84 %
Yashar 723.703 16,44 %
B’Yachad 402.265 9,14 %
Gemeinsame Liste 400.848 9,11 %
Demokraten 292.761 6,65 %
Vereinigtes Tora-Judentum (UTJ) 266.553 6,06 %
Yisrael Beiteinu 266.200 6,05 %
Otzma Yehudit 240.905 5,47 %
Shas 240.739 5,47 %
Ra’am 208.769 4,74 %
Religiöser Zionismus/Zehut 208.499 4,74 %
Reservisten/Wirtschaftspartei 117.490 2,67 %
Amcha Israel 71.650 1,63 %

Ra’am liegt mit 4,74 Prozent über der Sperrklausel von 3,25 Prozent. Reservisten/Wirtschaftspartei mit 2,67 Prozent und Amcha Israel mit 1,63 Prozent liegen darunter. Der Stand ist vorläufig und kann durch die Zusammensetzung der bislang erfassten Wahlbezirke verzerrt sein. Weitere Wahllokale und separat gezählte Stimmen können sowohl Parteianteile als auch Mandate verändern.

Quelle: Zentrale Wahlkommission – amtliche landesweite Ergebnisse

28. Oktober, 10:59 Uhr – REAKTION: Gemeinsame Liste signalisiert Unterstützung für Regierungswechsel

Abrufzeit: 10:59 Uhr MEZ; die Quelle weist keine genaue Veröffentlichungszeit aus. Der Vorsitzende der Gemeinsamen Liste, Yousef Jabareen, erklärt laut Ynet, seine Partei wolle ihre politische Stärke nutzen, um die Regierung von Netanyahu, Ben-Gvir und Smotrich abzulösen. Fraktionschef Ahmad Tibi sieht in einem Interview mit dem Sender Al-Hadath eine reale Chance auf einen Regierungswechsel und hält Gadi Eisenkot anhand der bislang vorliegenden Zahlen für den am besten positionierten Kandidaten zur Regierungsbildung.

Beide Äußerungen signalisieren politische Bereitschaft; eine konkrete Koalitionsvereinbarung oder eine gemeinsame Regierungszusage wird nicht genannt. Die endgültige Mandatsverteilung bleibt offen.

Quelle: Ynet – Einav Halabi über Jabareens Erklärung und Tibis Interview

28. Oktober, 10:59 Uhr – EINORDNUNG: Yashar bei 20, Gemeinsame Liste bei 13 vorläufigen Mandaten

Abrufzeit: 10:59 Uhr MEZ; ein genauer Datenstand und Zeitpunkt dieser Aktualisierung werden im Ynet-Bericht nicht ausgewiesen. Ynet schlüsselt die bereits dokumentierte vorläufige Sitzrechnung von 54/47/19 nun auf Parteien auf. Das gegenüber der früheren Rechnung verschobene Mandat geht von Yashar an die Gemeinsame Liste. Die Übersicht lautet:

Partei oder Liste Vorläufig berechnete Sitze
Likud 27
Yashar 20
Gemeinsame Liste 13
B’Yachad 11
Demokraten 8
Yisrael Beiteinu 8
Vereinigtes Tora-Judentum (UTJ) 7
Shas 7
Otzma Yehudit 7
Religiöser Zionismus/Zehut 6
Ra’am 6

Die Mandate beruhen auf Teilergebnissen und sind keine endgültige Sitzverteilung. Ausstehende Wahlbezirke und separat gezählte Stimmen können sie verändern. Die im amtlichen Browserabruf weiterhin angezeigten Stimmenzahlen haben ihren eigenen Datenstand von 09:56 Uhr MEZ; aus der fehlenden genauen Zeitangabe bei Ynet wird kein identischer Datenstand abgeleitet.

Quelle: Ynet – aktualisierte Parteimandate und Verhältnis der politischen Lager; Zentrale Wahlkommission – amtliche Stimmenzahlen

28. Oktober, 10:39 Uhr – EINORDNUNG: Ynet berichtet über Trumps Vorbehalte gegen Ben-Gvir

Abrufzeit: 10:39 Uhr MEZ; der verlinkte Bericht weist keine genaue Veröffentlichungszeit aus. Ynet-Korrespondent Itamar Eichner berichtet unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen aus Trumps Umfeld, der US-Präsident wolle Itamar Ben-Gvir und wahrscheinlich auch Bezalel Smotrich aus einer künftigen Regierung Netanyahus heraushalten. Der Artikel diskutiert zudem möglichen amerikanischen Druck für eine Einheitsregierung. Eine öffentliche Bestätigung dieser Angaben durch das Weiße Haus wird darin nicht angeführt. Es handelt sich um einen Quellenbericht und mögliche Szenarien, nicht um eine verkündete US-Forderung oder eine vereinbarte Koalition.

Quelle: Ynet – Itamar Eichners Bericht über Angaben aus Trumps Umfeld

28. Oktober, 10:39 Uhr – REAKTION: Ynet meldet TA-90-Verlust von 3,5 Prozent

Abrufzeit: 10:39 Uhr MEZ; genaue Veröffentlichungs- und Kurszeitpunkte sind in der Quelle nicht ausgewiesen. Ein weiterer Ynet-Bericht beziffert die Verluste des TA-90 auf 3,5 Prozent, des TA-125 auf 2,1 Prozent und des TA-35 auf 1,7 Prozent. Banken- und Immobilienwerte stehen ebenfalls unter Druck. Der Dollar wird mit etwa 3,09 Schekel, der Euro mit rund 3,44 Schekel angegeben. Der von Ynet zitierte Marktanalyst Joseph Fraiman bringt die Wechselkursschwankungen mit wechselnden Erwartungen an das Wahlergebnis in Verbindung. Die Werte sind eine Momentaufnahme; wegen der fehlenden genauen Kurszeiten werden sie nicht als unmittelbar vergleichbare Fortschreibung der früheren Times-of-Israel-Angaben behandelt.

Quelle: Ynet – Gad Lior zu Aktien- und Devisenmärkten nach der Wahl

28. Oktober, 10:20 Uhr – EINORDNUNG: Ende der Auszählung bleibt zeitlich offen

Veröffentlichung der Quelle: 10:20 Uhr MEZ, entsprechend 11:20 Uhr in Israel; abgerufen um 10:41 Uhr MEZ. Die Times of Israel hält einen Abschluss der Auszählung der doppelten Umschläge erst am Freitag weiterhin für möglich und nennt eine geschätzte Größenordnung von rund 600.000 solchen Stimmen. Der kommissarische Leiter der Wahlkommission, Dean Livne, habe angesichts der hohen Beteiligung vor einer möglicherweise größeren Zahl als erwartet und daraus entstehenden Verzögerungen gewarnt.

Damit bleibt der Endzeitpunkt unsicher: Der zuvor dokumentierte Ynet-Bericht nennt Donnerstagabend als geplanten Abschluss dieses Zählschritts. Keiner der beiden Berichte bestätigt eine abgeschlossene Auszählung. Wie sich die separat gezählten Stimmen auf die Mandate auswirken, ist offen; die Times of Israel verweist insbesondere auf die schwerer vorhersehbare Zusammensetzung der zahlreichen Reservisten.

Quelle: The Times of Israel – Umfang, mögliche Verzögerungen und Bedeutung der doppelten Umschläge; Ynet – zuvor berichteter Zeitplan des Kontrollzentrums

28. Oktober, 10:04 Uhr – EINORDNUNG: Arabisch geführte Listen steigen auf 19 Sitze

Veröffentlichung der Quelle: 10:04 Uhr MEZ, entsprechend 11:04 Uhr in Israel; zugrunde gelegter Auszählungsstand: 09:58 Uhr MEZ; abgerufen um 10:21 Uhr MEZ. Die Times of Israel meldet eine neue vorläufige Sitzrechnung: Netanyahus Lager bleibt bei 54 Sitzen, das von Eisenkot geführte Lager sinkt auf 47, Gemeinsame Liste und Ra’am steigen zusammen auf 19. Gegenüber der vorherigen Rechnung wandert damit ein Mandat vom Eisenkot-Lager zu den arabisch geführten Listen. Für eine Mehrheit sind 61 Sitze nötig; die gemeinsame rechnerische Stärke von Netanyahus Gegnern bedeutet noch keine vereinbarte Regierungsmehrheit.

Die Quelle nennt 76,8 Prozent erfasste Wahlurnen. Das ist keine Angabe zum Anteil aller abgegebenen Stimmen; die bereits dokumentierten Unterschiede bei den Bezugsgrößen bleiben zu beachten. Die Sitzrechnung beruht auf Teilergebnissen und kann sich durch weitere Wahllokale und separat gezählte Stimmen verändern.

Quelle: The Times of Israel – vorläufige Sitzrechnung mit Datenstand 09:58 Uhr MEZ

28. Oktober, 09:56 Uhr – AUSZÄHLUNG: Mehr als vier Millionen Stimmen erfasst; Ra’am bei 5,17 Prozent

Datenstand der Zentralen Wahlkommission: 09:56 Uhr MEZ, entsprechend 10:56 Uhr in Israel; im Browser geprüft um 09:59 Uhr MEZ. Die amtliche Ergebnisseite weist 4.026.049 erfasste Stimmen aus 9.224 Wahllokalen aus. Davon sind 4.008.086 gültig und 17.963 ungültig. Gegenüber dem vorherigen Stand von 09:01 Uhr MEZ sind 250.588 Stimmen und 522 Wahllokale hinzugekommen. Ra’am steigt von 4,82 auf 5,17 Prozent, die Gemeinsame Liste von 9,16 auf 9,89 Prozent der bisher erfassten gültigen Stimmen.

Ausgewählte Parteien – Anteil an den bisher erfassten gültigen Stimmen:

Partei oder Liste Stimmen Anteil
Likud 828.972 20,68 %
Yashar 640.241 15,97 %
Gemeinsame Liste 396.534 9,89 %
B’Yachad 353.717 8,83 %
Demokraten 254.429 6,35 %
Vereinigtes Tora-Judentum (UTJ) 240.648 6,00 %
Yisrael Beiteinu 239.040 5,96 %
Otzma Yehudit 220.798 5,51 %
Shas 217.202 5,42 %
Ra’am 207.230 5,17 %
Religiöser Zionismus/Zehut 196.346 4,90 %
Reservisten/Wirtschaftspartei 105.851 2,64 %
Amcha Israel 66.037 1,65 %

Reservisten/Wirtschaftspartei und Amcha Israel liegen weiterhin unter der Sperrklausel von 3,25 Prozent. Die Anteile bleiben vorläufig und können wegen der Zusammensetzung der erfassten Wahlbezirke verzerrt sein; weitere Wahllokale und separat gezählte Stimmen stehen aus. Eine neue verifizierte Sitzrechnung für genau diesen Stimmenstand liegt hier noch nicht vor. Die zuvor dokumentierten 54/48/18 Sitze gehören zum älteren Datenstand 09:03 Uhr MEZ.

Quelle: Zentrale Wahlkommission – amtliche landesweite Ergebnisse; The Times of Israel – ältere Sitzrechnung mit Datenstand 09:03 Uhr MEZ

28. Oktober, 09:55 Uhr – EINORDNUNG: Wahlkommission nennt Zeitplan für separat gezählte Stimmen

Abrufzeit: 09:55 Uhr MEZ; der aktualisierte Ynet-Bericht weist für diese Ergänzung keine genaue Veröffentlichungszeit aus. Ynet zitiert Elad Naveh, den Leiter des Kontrollzentrums der Wahlkommission: Erwartet würden mehr als eine halbe Million Stimmen in doppelten Umschlägen. Ihre Auszählung solle um Mitternacht israelischer Zeit in der Nacht auf Donnerstag beginnen, also am Mittwoch gegen 23 Uhr MEZ, und am Donnerstagabend enden. Das ist ein angekündigter Ablauf, keine Bestätigung einer abgeschlossenen Auszählung. Weitere Prüfungen seien für die kommende Woche vorgesehen. Der genannte Zeitplan ist konkreter als die zuvor berichtete Möglichkeit einer Auszählung bis Freitag; Verzögerungen bleiben möglich.

Quelle: Ynet – Angaben des Kontrollzentrums der Wahlkommission

28. Oktober, 09:39 Uhr – REAKTION: Aktienkurse in Tel Aviv geben nach

Veröffentlichung des Liveblog-Eintrags: 09:39 Uhr MEZ, entsprechend 10:39 Uhr in Israel; abgerufen um 10:21 Uhr MEZ. Ein gesonderter minutengenauer Kurszeitpunkt wird nicht genannt. Laut Times of Israel fällt der TA-125-Index um 1,7 Prozent, der TA-35 um 1,5 Prozent und der TA-90 um 3 Prozent. Versicherungsaktien verlieren im entsprechenden Branchenindex 4,1 Prozent. Der Ökonom Ronen Menahem von der Mizrahi-Tefahot-Bank führt die Zurückhaltung der Anleger auf die Unsicherheit über die nächste Regierung und deren Wirtschafts- und Haushaltspolitik zurück. Das ist seine Einordnung der Marktbewegung, kein Nachweis einer ausschließlich durch die Wahl verursachten Kursänderung.

Quelle: The Times of Israel – Börsenbericht von Sharon Wrobel; derselbe Beitrag im Liveblog vom 28. Oktober, Eintrag 10:39 Uhr israelischer Zeit

28. Oktober, 09:09 Uhr – EINORDNUNG: Netanyahus Lager fällt in vorläufiger Sitzrechnung auf 54 Mandate

Veröffentlichung der Times of Israel: 09:09 Uhr MEZ; zugrunde gelegter Auszählungsstand: 09:03 Uhr MEZ; abgerufen um 09:55 Uhr MEZ. Die auf Teilergebnissen beruhende Sitzrechnung sieht 54 Sitze für Netanyahus Lager, 48 für das von Eisenkot geführte Lager und 18 für die arabisch geführten Listen. Ra’am gewinnt gegenüber der vorherigen Rechnung zwei Mandate hinzu. Die Mehrheit liegt bei 61 Sitzen. Noch im Bericht von 08:28 Uhr MEZ mit Datenstand 08:20 Uhr war das Verhältnis 56/48/16 gewesen. Es handelt sich um eine vorläufige Umrechnung gezählter Stimmen, nicht um einen Exit Poll oder eine feststehende Sitzverteilung.

Ynet nennt dazu folgende Mandate: Likud 27, Yashar 21, Gemeinsame Liste 12, B’Yachad 11, Demokraten 8, Yisrael Beiteinu 8, UTJ 7, Shas 7, Otzma Yehudit 7, Religiöser Zionismus/Zehut 6 und Ra’am 6. Beim Auszählungsanteil weichen die Berichte voneinander ab: Die Times of Israel nennt 72,4 Prozent der Wahlurnen, Ynet 8.702 von 13.389 Wahllokalen, entsprechend rund 65 Prozent. Die Bezugsgrößen sind damit nicht ausreichend geklärt; die Prozentangaben werden hier nicht gleichgesetzt. Die amtliche Seite bestätigt die absolute Zahl von 8.702 erfassten Wahllokalen. Ausstehende Bezirke und separat gezählte Stimmen können das Ergebnis noch verschieben.

Quelle: The Times of Israel – Sitzrechnung mit Datenstand 09:03 Uhr MEZ; vorherige Sitzrechnung mit Datenstand 08:20 Uhr MEZ; Ynet – Parteimandate und Zahl der Wahllokale; Zentrale Wahlkommission – erfasste Wahllokale

28. Oktober, 09:01 Uhr – AUSZÄHLUNG: 3,78 Millionen Stimmen erfasst; Ra’am steigt auf 4,82 Prozent

Datenstand der Zentralen Wahlkommission: 09:01 Uhr MEZ, entsprechend 10:01 Uhr in Israel; im Browser geprüft um 09:55 Uhr MEZ. Die amtliche Ergebnisseite meldet 3.775.461 erfasste Stimmen aus 8.702 Wahllokalen, davon 3.758.580 gültige und 16.881 ungültige Stimmen. Gegenüber dem zuvor dokumentierten Stand von 08:16 Uhr MEZ sind 346.597 Stimmen und 741 Wahllokale hinzugekommen. Ra’am steigt von 3,43 auf 4,82 Prozent der bisher erfassten gültigen Stimmen.

Ausgewählte Parteien – Anteil an den bisher erfassten gültigen Stimmen:

Partei oder Liste Stimmen Anteil
Likud 790.994 21,05 %
Yashar 606.897 16,15 %
Gemeinsame Liste 344.133 9,16 %
B’Yachad 334.776 8,91 %
Demokraten 243.064 6,47 %
Vereinigtes Tora-Judentum (UTJ) 225.949 6,01 %
Yisrael Beiteinu 225.073 5,99 %
Otzma Yehudit 210.692 5,61 %
Shas 207.694 5,53 %
Religiöser Zionismus/Zehut 187.330 4,98 %
Ra’am 180.982 4,82 %
Reservisten/Wirtschaftspartei 100.081 2,66 %
Amcha Israel 62.394 1,66 %

Reservisten/Wirtschaftspartei liegt mit 2,66 Prozent unter der Sperrklausel von 3,25 Prozent, Amcha Israel mit 1,66 Prozent ebenfalls. Der Stand bleibt vorläufig und kann durch die Zusammensetzung der bisher erfassten Wahlbezirke verzerrt sein. Ausstehende Wahllokale und separat gezählte Stimmen können die Anteile und die daraus berechneten Mandate verändern.

Quelle: Zentrale Wahlkommission – amtliche landesweite Ergebnisse

28. Oktober, 08:53 Uhr – REAKTION: Golan fordert Regierungsbildung mit arabisch geführten Parteien

Veröffentlichung der Quelle: 08:53 Uhr MEZ, entsprechend 09:53 Uhr in Israel; abgerufen um 09:55 Uhr MEZ. Demokraten-Chef Yair Golan ruft das von Gadi Eisenkot geführte Lager dazu auf, mit den arabisch geführten Parteien eine Regierung zu bilden. In seinem auf X veröffentlichten Appell beruft er sich auf eine gemeinsame Mehrheit von 65 Sitzen gegenüber 55 für Netanyahus Lager. Diese Zahlen beziehen sich auf einen älteren Zwischenstand. Golans Forderung ist eine politische Position, keine Koalitionsvereinbarung oder gesicherte Mehrheit für einen bestimmten Regierungschef.

Quelle: The Times of Israel – Golans Appell auf X

28. Oktober, 08:16 Uhr – AUSZÄHLUNG: Mehr als 3,4 Millionen Stimmen erfasst

Datenstand der Zentralen Wahlkommission: 08:16 Uhr MEZ, entsprechend 09:16 Uhr in Israel; im Browser geprüft um 08:24 Uhr MEZ. Die amtliche Ergebnisseite weist jetzt 3.428.864 erfasste Stimmen aus 7.961 Wahllokalen aus. Davon sind 3.413.319 gültig und 15.545 ungültig. Likud liegt bei 21,45 Prozent, Yashar bei 16,24 Prozent. Die Gemeinsame Liste liegt mit 9,46 Prozent wieder vor B’Yachad mit 8,82 Prozent.

Ausgewählte Parteien – Anteil an den bisher erfassten gültigen Stimmen:

Partei oder Liste Stimmen Anteil
Likud 732.001 21,45 %
Yashar 554.397 16,24 %
Gemeinsame Liste 322.878 9,46 %
B’Yachad 300.887 8,82 %
Demokraten 225.455 6,61 %
Vereinigtes Tora-Judentum (UTJ) 216.021 6,33 %
Yisrael Beiteinu 209.101 6,13 %
Shas 194.069 5,69 %
Otzma Yehudit 193.414 5,67 %
Religiöser Zionismus/Zehut 165.003 4,83 %
Ra’am 116.926 3,43 %
Reservisten/Wirtschaftspartei 91.130 2,67 %
Amcha Israel 56.045 1,64 %

Ra’am liegt mit 3,43 Prozent weiterhin über der Sperrklausel von 3,25 Prozent; Reservisten/Wirtschaftspartei und Amcha Israel liegen darunter. Gegenüber dem zuvor dokumentierten Stand von 06:57 Uhr MEZ sind 478.371 weitere Stimmen und 1.080 weitere Wahllokale erfasst. Der Stand bleibt vorläufig und kann wegen der Zusammensetzung der bislang erfassten Wahlbezirke verzerrt sein. Ausstehende Wahllokale und separat gezählte Stimmen können die Anteile verändern; Einzug und endgültige Sitzverteilung stehen noch nicht fest.

Quelle: Zentrale Wahlkommission – amtliche landesweite Ergebnisse

28. Oktober, 08:05 Uhr – EINORDNUNG: Separat abgegebene Stimmen könnten die Auszählung bis Freitag verlängern

Abrufzeit: 08:05 Uhr MEZ; die genaue Veröffentlichungszeit des verlinkten Hintergrundberichts ist nicht ausgewiesen. Laut Ynet hat sich die Wahlkommission auf etwa 600.000 bis 650.000 Stimmen in doppelten Umschlägen vorbereitet. Das ist eine vorab geschätzte Größenordnung, noch keine bestätigte Zahl tatsächlich abgegebener Stimmen. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem Soldaten, Reservisten, Diplomaten und Krankenhauspatienten. Vor dem Hinzufügen zum Gesamtergebnis wird geprüft, ob die jeweiligen Wähler bereits an anderer Stelle abgestimmt haben.

Ynet berichtet, dass dieser Prüf- und Zählprozess bis Freitag, 30. Oktober, dauern könnte. Die Stimmen werden dem landesweiten Ergebnis zugerechnet; für sie gibt es keine gesondert reservierten Mandate. Wie stark sie die Parteianteile und Sitzverteilung verändern, steht noch nicht fest. Auch reguläre Wahlbezirke fehlen weiterhin: Für den Datenstand 06:55 Uhr MEZ nennt Ynet etwa Kfar Saba, Ra’anana und Rahat als Städte, aus denen noch kein Wahllokal erfasst gewesen sei.

Quelle: Ynet – Verfahren und geschätzter Umfang der doppelten Umschläge; Ynet – ausstehende Wahlbezirke und möglicher Zeitplan

28. Oktober, 08:05 Uhr – REAKTION: Schekel gibt im frühen Handel nach

Abrufzeit: 08:05 Uhr MEZ; ein minutengenauer Kurszeitpunkt wird in der Quelle nicht genannt. Nach einem Bericht von Calcalist bei Ynet verliert der Schekel am Mittwochmorgen gegenüber Dollar und Euro an Wert. Der Dollar steigt demnach um rund ein Prozent auf etwa 3,09 Schekel, der Euro auf mehr als 3,43 Schekel. Der Bericht bringt die Bewegung mit der politischen Unsicherheit nach den ersten Wahlergebnissen in Verbindung. Zugleich stehen internationale Faktoren wie die bevorstehende US-Zinsentscheidung im Blick der Märkte; aus der Kursbewegung allein lässt sich kein eindeutiger Wahleffekt ableiten.

Quelle: Ynet/Calcalist – Devisenmarkt am Morgen nach der Wahl

28. Oktober, 08:00 Uhr – REAKTION: Cassif warnt vor Neuwahlen und fordert Entscheidung der Opposition

Veröffentlichung der Quelle: 08:00 Uhr MEZ, entsprechend 09:00 Uhr in Israel; abgerufen um 08:14 Uhr MEZ. Ofer Cassif von der Gemeinsamen Liste erklärt im Armeeradio, erneute Wahlen würden Netanyahu zugutekommen. Angesichts der bisherigen Ergebnisse der Gemeinsamen Liste und von Ra’am liege die Entscheidung nun beim von Gadi Eisenkot geführten Lager. Die Times of Israel verweist darauf, dass viele Politiker dieses Lagers eine gemeinsame Regierung mit den arabisch geführten Parteien im Wahlkampf ausgeschlossen hatten. Cassifs Äußerung ist ein politischer Appell; sie belegt weder eine Koalitionsvereinbarung noch eine gesicherte Regierungsmehrheit.

Quelle: The Times of Israel – Cassifs Äußerungen im Armeeradio

28. Oktober, 07:06 Uhr – WAHLBETEILIGUNG: 79,9 Prozent unter Soldaten; Auszählung ihrer Stimmen folgt

Veröffentlichung der Quelle: 07:06 Uhr MEZ; abgerufen um 07:41 Uhr MEZ. Nach Angaben der israelischen Armee haben 79,9 Prozent der wahlberechtigten Soldaten ihre Stimme abgegeben. Eine absolute Zahl nennt die Armee nicht. Laut dem Bericht der Times of Israel soll die Auszählung dieser Stimmen zusammen mit weiteren Stimmen in doppelten Umschlägen am Mittwochabend beginnen. Die Wahlkommission rechnet wegen der hohen Beteiligung mit möglichen Verzögerungen. Diese noch ausstehenden Stimmen können insbesondere für Parteien nahe der Sperrklausel bedeutsam sein.

Quelle: The Times of Israel – Angaben der Armee und der Wahlkommission

28. Oktober, 07:03 Uhr – EINORDNUNG: Vorläufige Sitzrechnung bei 55 zu 49 zu 16

Veröffentlichung der Quelle: 07:03 Uhr MEZ; zugrunde liegender Auszählungsstand: 06:58 Uhr MEZ; abgerufen um 07:41 Uhr MEZ. Die Times of Israel berichtet bei 57,3 Prozent erfassten Wahlurnen über eine vorläufige Umrechnung der bisherigen Stimmen in 55 Sitze für Netanyahus Lager, 49 für die jüdisch geführte Opposition und 16 für arabisch geführte Listen. Damit erreicht keines der beiden großen Lager allein die für eine Mehrheit nötigen 61 Sitze. Das ist eine Sitzrechnung aus der unvollständigen Auszählung, keine endgültige Mandatsverteilung. Noch fehlende Wahlbezirke und später gezählte Stimmen können sie verändern.

Quelle: The Times of Israel – Sitzrechnung auf Basis der Teilauszählung

28. Oktober, 06:57 Uhr – AUSZÄHLUNG: Knapp 2,95 Millionen Stimmen erfasst, Likud vor Yashar

Datenstand der Zentralen Wahlkommission: 06:57 Uhr MEZ, entsprechend 07:57 Uhr in Israel; im Browser geprüft um 07:37 Uhr MEZ. Die amtliche Ergebnisseite weist 2.950.493 erfasste Stimmen aus 6.881 Wahllokalen aus. Davon sind 2.937.354 gültig und 13.139 ungültig. Likud liegt bei 20,68 Prozent, Yashar bei 16,71 Prozent. B’Yachad liegt in diesem Zwischenstand knapp vor der Gemeinsamen Liste.

Ausgewählte Parteien – Anteil an den bisher erfassten gültigen Stimmen:

Partei oder Liste Stimmen Anteil
Likud 607.519 20,68 %
Yashar 490.877 16,71 %
B’Yachad 264.631 9,01 %
Gemeinsame Liste 262.714 8,94 %
Demokraten 202.124 6,88 %
Vereinigtes Tora-Judentum (UTJ) 200.220 6,82 %
Yisrael Beiteinu 178.743 6,09 %
Shas 168.103 5,72 %
Otzma Yehudit 158.164 5,38 %
Religiöser Zionismus/Zehut 144.046 4,90 %
Ra’am 102.825 3,50 %
Reservisten/Wirtschaftspartei 77.560 2,64 %
Amcha Israel 48.553 1,65 %

Ra’am liegt mit 3,50 Prozent derzeit über der Sperrklausel von 3,25 Prozent; Reservisten/Wirtschaftspartei und Amcha Israel liegen darunter. Der Zwischenstand bleibt vorläufig und kann wegen der unterschiedlichen Erfassung der Wahlbezirke verzerrt sein. Er entscheidet noch nicht über den endgültigen Einzug einzelner Parteien oder eine Regierungsmehrheit.

Quelle: Zentrale Wahlkommission – amtliche landesweite Ergebnisse

28. Oktober, 05:46 Uhr – REAKTION: Trump schreibt sich Einfluss auf Netanyahus Abschneiden zu

Veröffentlichung der Quelle: 05:46 Uhr MEZ; abgerufen um 07:41 Uhr MEZ. US-Präsident Donald Trump erklärt, seine Wahlempfehlung habe Netanyahu geholfen. Gegenüber Reportern verweist er auf die Exit Polls und sagt, seit deren Veröffentlichung noch nicht mit Netanyahu gesprochen zu haben. Seine Darstellung eines eigenen Einflusses auf das Wahlergebnis ist eine politische Behauptung; einen Beleg für einen ursächlichen Zusammenhang liefert sie nicht.

Quelle: The Times of Israel – Trumps Äußerungen zur Wahl

28. Oktober, 04:13 Uhr – AUSZÄHLUNG: Erste direkt überprüfte amtliche Parteiergebnisse

Datenstand der Zentralen Wahlkommission: 04:13 Uhr MEZ, entsprechend 05:13 Uhr in Israel; abgerufen um 04:22 Uhr MEZ. Die amtliche Ergebnisseite weist 1.774.362 erfasste Stimmen aus 4.274 Wahllokalen aus. Davon sind 1.766.198 Stimmen gültig und 8.164 ungültig. Likud liegt in diesem Zwischenstand vor Yashar, der Gemeinsamen Liste und B’Yachad.

Ausgewählte Parteien – Anteil an den bisher erfassten gültigen Stimmen:

Partei oder Liste Stimmen Anteil
Likud 388.865 22,02 %
Yashar 273.048 15,46 %
Gemeinsame Liste 151.337 8,57 %
B’Yachad 146.387 8,29 %
Vereinigtes Tora-Judentum (UTJ) 118.588 6,71 %
Yisrael Beiteinu 112.430 6,37 %
Otzma Yehudit 105.158 5,95 %
Demokraten 104.003 5,89 %
Shas 102.302 5,79 %
Religiöser Zionismus/Zehut 99.293 5,62 %
Ra’am 65.267 3,70 %
Reservisten/Wirtschaftspartei 48.012 2,72 %
Amcha Israel 31.768 1,80 %

Diese Zahlen stammen aus der tatsächlichen Auszählung. Der Zwischenstand ist vorläufig und kann durch die Zusammensetzung der bereits erfassten Wahlbezirke stark verzerrt sein. Noch fehlende Wahllokale und separat gezählte Stimmen können die Anteile deutlich verändern. Aus diesem Stand lässt sich weder eine endgültige Sitzverteilung noch das Überwinden der Sperrklausel sicher ableiten.

Quelle: Zentrale Wahlkommission – amtliche landesweite Ergebnisse

28. Oktober, 03:47 Uhr – AUSZÄHLUNG: Ynet meldet 3.906 ausgezählte Wahllokale

Datenstand: 03:47 Uhr MEZ, entsprechend 04:47 Uhr in Israel; abgerufen um 04:20 Uhr MEZ. Laut Ynet waren nach Angaben der Zentralen Wahlkommission 3.906 von mehr als 10.000 Wahllokalen ausgezählt. Gegenüber der zuvor gemeldeten Zahl von 78 Wahllokalen ist die Erfassung damit deutlich vorangekommen. Dieser Fortschrittsbericht enthält selbst keine Stimmenanteile der Parteien; die Angaben bleiben vorläufig.

Quelle: Ynet – aktualisierter Auszählungsfortschritt

28. Oktober, 02:23 Uhr – REAKTION: Netanyahu will eine rechte Regierung bilden

Benjamin Netanyahu kündigt vor Likud-Anhängern an, eine rechte Regierung bilden zu wollen. Er beansprucht für sein Lager eine klare Mehrheit innerhalb des von ihm als zionistisch bezeichneten Bevölkerungsteils und lehnt eine auf arabische Parteien gestützte Regierung ab. Das ist seine politische Bewertung, kein Nachweis einer Mehrheit in der gesamten Knesset. Auch Netanyahu verweist darauf, dass die tatsächlichen Ergebnisse noch abzuwarten seien.

Quelle: The Times of Israel – Netanyahus Rede am Wahlabend

28. Oktober, 01:54 Uhr – EXIT POLL: Channel 14 korrigiert Netanyahu-Lager zurück auf 60 Sitze

Channel 14 sieht Netanyahus Lager nach einer zwischenzeitlichen Prognose von 62 wieder bei 60 Sitzen. Der Sender rechnet nun erneut mit dem Einzug von Yisrael Beiteinu. Für die jüdisch geführte Opposition werden 43, für arabisch geführte Listen 17 Sitze prognostiziert. Auch diese korrigierte Befragung ergibt keine absolute Mehrheit für Netanyahus Lager.

Quelle: The Times of Israel – aktualisierter Channel-14-Exit-Poll

28. Oktober, 01:17 Uhr – EXIT POLL: Channel 12 sieht Netanyahu-Lager vor der Opposition

Der aktualisierte Exit Poll von Channel 12 prognostiziert 52 Sitze für Netanyahus Lager, 49 für die jüdisch geführte Opposition und 19 für arabisch geführte Listen. Likud kommt auf 27, Yashar auf 21 und die Gemeinsame Liste auf zwölf Sitze. Die absolute Mehrheit von 61 Sitzen erreicht keines der beiden großen Lager. Es handelt sich um eine Sitzprognose, nicht um ein Auszählungsergebnis.

Quelle: The Times of Israel – aktualisierter Channel-12-Exit-Poll

28. Oktober, 01:03 Uhr – AUSZÄHLUNG: Ynet meldet 78 ausgezählte Wahllokale

Abrufzeit: 01:03 Uhr MEZ; Datenstand: 00:00 Uhr MEZ, entsprechend 01:00 Uhr in Israel. Nach einem Bericht von Ynet unter Berufung auf die Zentrale Wahlkommission waren zu diesem Zeitpunkt 78 von mehr als 10.000 Wahllokalen ausgezählt. Das ist weniger als ein Prozent der Wahllokale. Die Meldung nennt keine Stimmenzahlen oder Stimmenanteile einzelner Parteien. Sie belegt damit einen ersten Auszählungsfortschritt, noch kein belastbares Parteienergebnis. Der frühe Stand ist vorläufig und nicht repräsentativ.

Quelle: Ynet – Auszählungsbeginn und Angaben der Wahlkommission

28. Oktober, 00:49 Uhr – EXIT POLL: Auch Kan sieht die beiden Lager gleichauf

Kan aktualisiert seine Prognose auf jeweils 51 Sitze für Netanyahus Lager und die jüdisch geführte Opposition. Likud steigt von 25 auf 27 Sitze, die Demokraten fallen von zehn auf neun und Otzma Yehudit von sieben auf sechs. Es handelt sich weiterhin um einen Exit Poll, nicht um gezählte Stimmen.

Quelle: The Times of Israel – aktualisierter Kan-Exit-Poll

28. Oktober, 00:43 Uhr – REAKTION: Eisenkot fordert Netanyahus Rückzug

Gadi Eisenkot fordert Netanyahu auf, sich aus der Politik zurückzuziehen, und kündigt an, eine Regierung mit Verpflichtung zur allgemeinen Wehrpflicht bilden zu wollen. Zugleich räumt er ein, dass die endgültige Auszählung abzuwarten ist. Seine Siegeserklärung ist eine politische Bewertung; eine Mehrheit von 61 Sitzen ist damit nicht gesichert.

Quelle: The Times of Israel – Eisenkots Rede in der Wahlnacht

28. Oktober, 00:37 Uhr – REAKTION: Ra’am bekräftigt Anspruch auf Regierungsbeteiligung

Yoav Segalovitz, die Nummer zwei auf der Ra’am-Liste, bekräftigt den Wunsch seiner Partei, einer Koalition anzugehören. Der nächste Regierungschef müsse die arabischen Wähler berücksichtigen, erklärt er. Eine Zusage anderer Parteien zu einer gemeinsamen Regierung liegt damit nicht vor.

Quelle: The Times of Israel – Gespräch mit Segalovitz

28. Oktober, 00:22 Uhr – REAKTION: Smotrich widerspricht der Opposition

Bezalel Smotrich weist den Jubel der Opposition über die ersten Exit Polls zurück. Vor seinen Anhängern kündigt er zudem an, jüdische Siedlungen im Gazastreifen errichten zu wollen. Das ist eine politische Forderung des Finanzministers, keine Nachricht über einen beschlossenen Koalitionsvertrag.

Quelle: The Times of Israel – Smotrichs Rede

28. Oktober, 00:19 Uhr – REAKTION: Bennett will persönliche Ansprüche zurückstellen

Naftali Bennett erklärt, B’Yachad werde persönliche Ansprüche zurückstellen, um eine neue Regierung zu ermöglichen. Nach seinen Angaben arbeiten die Oppositionsführer bereits an deren Bildung. Er räumt ein, dass sich die endgültigen Ergebnisse noch ändern können; eine vereinbarte Mehrheit nennt er nicht.

Quelle: The Times of Israel – Auftritt von Bennett und Lapid

28. Oktober, 00:11 Uhr – EXIT POLL: Channel 13 korrigiert auf 51 zu 51 Sitze

Der aktualisierte Exit Poll von Channel 13 sieht beide großen Lager bei je 51 Sitzen. Likud steigt auf 27, Yashar fällt auf 22 und Vereinigtes Tora-Judentum auf sechs Mandate. Arabisch geführte Listen kommen zusammen auf 18 Sitze. Keines der beiden großen Lager erreicht damit allein 61 Sitze.

Quelle: The Times of Israel – aktualisierter Channel-13-Exit-Poll

27. Oktober, 23:41 Uhr – REAKTION: Deri will tatsächliche Ergebnisse abwarten

Shas-Chef Aryeh Deri ruft seine Anhänger auf, die tatsächlichen Wahlergebnisse abzuwarten. Er verweist auf Unterschiede zwischen den Exit Polls und erwartet nach eigener Aussage ein gutes Ergebnis für seine Partei. Die großen Sender prognostizieren Shas sechs bis acht Sitze; 2022 hatte die Partei elf Mandate gewonnen.

Quelle: The Times of Israel – Deris Reaktion für Shas

27. Oktober, 23:36 Uhr – REAKTION: Lapid sieht schwere Niederlage für Netanyahu

Yair Lapid aus der Führung des Bündnisses B’Yachad wertet die Exit Polls als schwere Niederlage für Netanyahus Lager. Das ist seine politische Bewertung: Eine gesicherte Regierungsmehrheit lässt sich aus den bisherigen Prognosen für keines der beiden Lager ableiten.

Quelle: The Times of Israel – Lapids Reaktion

27. Oktober, 23:23 Uhr – REAKTION: Ben Gvir warnt vor Einheitsregierung

Itamar Ben Gvir warnt Netanyahu vor einer gemeinsamen Regierung mit Gadi Eisenkot. Der Chef von Otzma Yehudit befürchtet eine politisch gelähmte Regierung. Seine Warnung bezieht sich auf entsprechende Gerüchte; eine solche Koalitionsvereinbarung ist damit nicht belegt.

Quelle: Ynet – Ben Gvir zur möglichen Einheitsregierung

27. Oktober, 23:13 Uhr – REAKTION: Lazimi fordert Regierung mit Ra’am

Abrufzeit; die genaue Uhrzeit der Äußerung ist in der Quelle nicht ausgewiesen. Die Demokraten-Abgeordnete Naama Lazimi spricht sich für eine Regierung unter Beteiligung von Ra’am aus. Nach den zuletzt gemeldeten Exit Polls kämen die jüdisch geführten Oppositionsparteien und Ra’am zusammen auf 59 Sitze – zwei weniger als die absolute Mehrheit von 61.

Quelle: Ynet – Lazimis Forderung

27. Oktober, 23:03 Uhr – REAKTION: Abbas berichtet von Kontakten aus beiden Lagern

Ra’am-Chef Mansour Abbas sagt, Vertreter beider politischen Lager hätten Kontakt zu ihm aufgenommen. Er zeigt sich offen für eine Regierung unter Eisenkot, sofern eine tragfähige Mehrheit zustande kommt. Die Angaben zu den Kontakten stammen von Abbas; eine Koalition ist damit nicht vereinbart.

Quelle: The Times of Israel – Abbas zu möglichen Koalitionen

27. Oktober, 23:01 Uhr – REAKTION: Lieberman ruft Likud zum Bruch mit Netanyahu auf

Avigdor Lieberman fordert Likud-Mitglieder und Abgeordnete auf, sich von Netanyahu zu lösen. Für die nächsten Schritte mahnt der Vorsitzende von Yisrael Beiteinu zugleich Geduld an: Entscheidend seien die tatsächlichen Wahlergebnisse.

Quelle: Ynet – Liebermans Rede am Wahlabend

27. Oktober, 22:44 Uhr – REAKTION: October Council fordert Untersuchungskommission

Der October Council aus Überlebenden des 7. Oktober, ehemaligen Geiseln und Hinterbliebenen fordert die zugesagte staatliche Untersuchung. Abgeordnete, die eine solche Kommission versprochen haben, sollen gleich am ersten Tag der neuen Knesset dafür tätig werden.

Quelle: The Times of Israel – Forderung des October Council

27. Oktober, 22:35 Uhr – REAKTION: Golan sieht Chance auf Regierungswechsel

Demokraten-Chef Yair Golan spricht von einer historischen Gelegenheit für einen Regierungswechsel. Bereits in einer um 21:46 Uhr MEZ gemeldeten Reaktion hatte Gadi Eisenkot angekündigt, umgehend auf die Ablösung Netanyahus hinzuarbeiten. Beide Äußerungen beziehen sich auf die Exit Polls und belegen noch keine neue Regierungsmehrheit.

Quelle: Ynet – Reaktionen der Opposition und des Likud; The Times of Israel – zeitlich eingeordnete Reaktionen im Wahl-Liveblog

27. Oktober, 22:14 Uhr – WAHLBETEILIGUNG: Vorläufig 77,7 Prozent

Nach Angaben der Zentralen Wahlkommission lag die Beteiligung bis 21:00 Uhr MEZ, also 22:00 Uhr israelischer Zeit, bei 77,7 Prozent. Das entspricht rund 5,7 Millionen Wählern und ist der höchste Wert zu diesem Zeitpunkt seit 1999. Die Angabe ist vorläufig, da noch Menschen in Warteschlangen ihre Stimme abgeben konnten. Sie sagt nichts über die Stimmenanteile der Parteien aus.

Quelle: The Times of Israel – Angaben der Wahlkommission zur Beteiligung

27. Oktober, 22:11 Uhr – EXIT POLL: Drei große Sender sehen Netanyahu-Lager bei 50 Sitzen

Nach der Aktualisierung von Kan kommen die drei großen Sender Kan, Channel 12 und Channel 13 bei den Blöcken auf dieselbe Prognose: 50 Sitze für Netanyahus Lager, 52 für die jüdisch geführte Opposition und 18 für arabisch geführte Listen. Für die absolute Mehrheit in der 120 Sitze umfassenden Knesset sind 61 Mandate nötig.

Quelle: The Times of Israel – aktualisierter Kan-Exit-Poll

Die Parteien im aktualisierten Kan-Exit-Poll:

Partei oder Liste Prognostizierte Sitze
Likud 25
Yashar 21
B’Yachad 13
Gemeinsame Liste 11
Demokraten 10
Yisrael Beiteinu 8
Otzma Yehudit 7
Ra’am 7
Shas 6
Vereinigtes Tora-Judentum (UTJ) 6
Religiöser Zionismus/Zehut 6

Alle Werte sind Sitzprognosen aus einer Wählerbefragung, keine Auszählungsergebnisse.

Quelle: Israel Hayom – Exit Polls mit aktualisierten Kan-Parteiwerten

27. Oktober, 21:59 Uhr – REAKTION: Sa’ar hält Oppositionsjubel für verfrüht

Außenminister Gideon Sa’ar bezeichnet den Jubel der Opposition als verfrüht. Er verweist darauf, dass Likud nach den Exit Polls stärkste Partei bleibt. Daraus folgt allerdings noch keine Regierungsmehrheit.

Quelle: Ynet – Sa’ars Reaktion

27. Oktober, 21:53 Uhr – EXIT POLL / REAKTION: Zwei Listen bangen um den Einzug

Amcha Israel und die Reservisten/Wirtschaftspartei liegen laut Exit Polls unter der Sperrklausel von 3,25 Prozent. Reservisten-Chef Yoaz Hendel setzt auf später separat ausgezählte Stimmen, darunter die von Soldaten. Über den Einzug entscheidet die tatsächliche Auszählung.

Quelle: Ynet – Parteien an der Sperrklausel und Hendels Reaktion

27. Oktober, 21:00 Uhr – EXIT POLL: Channel 14 weicht deutlich ab

Datenstand: erste Exit Polls nach Schließung der Wahllokale. Channel 14 prognostiziert Netanyahus Lager 60 Sitze. Das liegt deutlich über den Werten der drei großen Sender, würde aber ebenfalls nicht für die absolute Mehrheit von 61 Sitzen reichen. Auch diese Angabe beruht auf einer Befragung und nicht auf ausgezählten Stimmen.

Quelle: Israel Hayom – erste Exit Polls der Sender im Vergleich


So ist dieser Ticker zu lesen: EXIT POLL bezeichnet Befragungen nach der Stimmabgabe. AUSZÄHLUNG wird nur für verifizierbare gezählte Stimmen verwendet. REAKTION kennzeichnet Aussagen von Parteien oder anderen Akteuren, EINORDNUNG die Analyse ihrer Bedeutung. Frühe Auszählungsstände können stark von den noch fehlenden Wahlbezirken und separat gezählten Stimmen abhängen. Aktualisierte Prognosen erscheinen als neue Meldung; ältere Einträge bleiben mit ihrem damaligen Datenstand erhalten.

Video: Black October

Dieses Muskvideo wurde mit Suno (Musik) und Opus 5.5 (Video) generiert.

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Israels Parteienlandschaft bei der Knesset Wahl 2026

Israels Parteien im deutschen Vergleich: Zwischen liberaler Mitte, religiösen Milieus und nationalistischer Rechter

Ein Überblick zur Knessettwahl vom 27. Oktober 2026.

Israels Parteien lassen sich auf mehreren politischen Achsen einordnen: wirtschaftlich links oder rechts, religiös oder säkular, kompromissbereit oder unnachgiebig im Konflikt mit den Palästinensern. Hinzu kommen die Haltung zu Benjamin Netanyahu und der Streit über die Macht von Regierung und Gerichten. Deshalb kann eine Partei wirtschaftlich an die FDP erinnern, gesellschaftspolitisch liberal auftreten und zugleich eine ausgesprochen nationalistische Sicherheitspolitik vertreten.

Die folgenden deutschen Vergleiche sind eigene analytische Einordnungen anhand einzelner Gemeinsamkeiten, keine Gleichsetzungen. Als Maßstab dienen die Parteiporträts der Bundeszentrale für politische Bildung. Besonders bei religiösen Parteien und Minderheitenvertretungen bleiben die Unterschiede erheblich.

Ausführlich vorgestellt werden 13 Listen mit realistischen Chancen, die israelische Sperrklausel von 3,25 Prozent zu überwinden. Dazu zählen ausdrücklich die Grenzfälle Reservisten/Wirtschaftspartei und Amcha Israel, deren Einzug in den letzten Vorwahlumfragen unsicher war. Die Gewichtung beruht auf diesen Umfragen, nicht auf Auszählungsergebnissen. Erfasst werden die 38 ursprünglich in den Wahlverzeichnissen geführten Listen einschließlich dreier später zurückgezogener Kandidaturen; Bündnispartner werden bei ihrer gemeinsamen Liste erläutert. Vorwahlumfragen, Wahlverzeichnis und Rückzüge

1. Likud: Nationalkonservative Regierungspartei mit wirtschaftsliberalen Wurzeln

Benjamin Netanyahus Likud verbindet jüdischen Nationalismus, eine harte Sicherheitspolitik und Unterstützung für Siedlungen mit einer grundsätzlich marktwirtschaftlichen Orientierung. Die Partei entstand aus nationalistischen und liberalen Strömungen und spricht auch traditionelle sowie einkommensschwächere jüdische Milieus an. Ihre heutige politische Ausrichtung ist stark von Netanyahu und der Zusammenarbeit mit religiösen und weit rechts stehenden Parteien geprägt. Der Umbau der Justiz gehört zu den zentralen Konflikten ihrer Regierungszeit. Israel Democracy Institute, aktuelles Profil

Deutscher Vergleich: Bei wirtschaftsfreundlicher Politik, nationaler Identität und konservativer Gesellschaftspolitik bietet die CSU Anknüpfungspunkte. Der heutige Likud reicht jedoch mit seinem Nationalismus, dem Konflikt mit unabhängigen Institutionen und seinen Bündnissen erheblich weiter nach rechts. In diesen Bereichen bestehen eher Berührungspunkte mit der AfD. Eine schlichte Zuordnung zur CDU/CSU würde diese Unterschiede verdecken.

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