Spam: 💳💰 PayPal Guthaben im Wert von 1000€ zu gewinnen! ✅💰

Samstagabend, kurz nach sieben, und PayPal hat offenbar beschlossen, mir eine Freude zu machen. Mit gleich vier Emojis im Betreff, zwei Geldsäcken, einer Kreditkarte und einem grünen Haken, verspricht mir die Mail „PayPal Guthaben im Wert von 1000€“. Klingt erst einmal nach einem ziemlich guten Start ins Wochenende. Ein zweiter Blick zeigt allerdings, dass hier nicht PayPal großzügig ist, sondern jemand ziemlich dreist versucht, an Deine Daten zu kommen. Und das Schönste daran: Die Mail verrät sich am Ende sogar selbst. Aber der Reihe nach.

Was die Mail von Dir will

Die Geschichte ist schnell erzählt. „Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass Sie heute die Chance haben, ein PayPal-Guthaben im Wert von 1000€ zu gewinnen“, heißt es da. Achte auf die Formulierung: Du hast nichts gewonnen, Du hast lediglich „die Chance“. Ein Gewinnspiel, an dem Du nie teilgenommen hast, veranstaltet von einem Zahlungsdienstleister, der solche Verlosungen per Massenmail nicht macht. Danach folgen drei nummerierte „Vorteile“: Das Guthaben lande direkt auf Deinem PayPal-Konto, die „Auszalung“ sei einfach (ja, ohne h), und einlösbar sei das Ganze „in über 500 Shops“. Wer kurz innehält, merkt schon hier, dass etwas nicht passt. PayPal-Guthaben ist Geld auf einem Konto und kein Gutschein, den man in einer begrenzten Zahl von Läden einlösen muss. Da hat jemand offensichtlich einen Textbaustein für Einkaufsgutscheine recycelt.

Und dieser Verdacht bestätigt sich ganz konkret: Am nächsten Tag landete im selben Spamordner eine angebliche ALDI-Mail, die einen 500-€-Einkaufsgutschein verlost, und darin stehen exakt dieselben drei Vorteile, nur mit „ALDI Konto“ statt „PayPal-Konto“. Gleiche Vorlage, anderes Logo. Die Masche ist also eine Fließbandproduktion, bei der nur das Markenetikett ausgetauscht wird.

Dann kommt der eigentliche Kern: „Bestätigen Sie nur noch Ihre Angaben“ mit einem Link dahinter. Das ist der einzige Zweck der ganzen Mail. Kein Gewinncode, keine Teilnahmebedingungen, kein Veranstalter, keine Frist, nur dieser eine Klick.

Warum das garantiert nicht von PayPal kommt

Fangen wir beim Absender an. Als Name steht da zwar brav „PayPal“, aber die Adresse dahinter lautet PayPal@ANWB-client-45872850. Fällt Dir was auf? Da fehlt die Domain. Kein .com, kein .de, nichts, nur eine Kette aus Buchstaben und Ziffern. Echte Mails von PayPal kommen von einer Adresse unter paypal.com oder paypal.de, und nicht von einem „Client“ mit Nummer. Kleiner Bonus: ANWB ist eigentlich der Name des niederländischen Automobilclubs, der mit PayPal ungefähr so viel zu tun hat wie ein Pannenhelfer mit Deinem Kontostand. Exakt dasselbe Muster, Markenname vorne und „ANWB-client“ plus Zufallszahl hinten, taucht übrigens auch bei der ALDI-Mail und bei mehreren Casino- und Abnehm-Spams im selben Ordner auf.

Noch deutlicher werden die technischen Kopfzeilen der Mail, also das, was Du normalerweise gar nicht siehst. Eingeliefert wurde die Nachricht von einem Server namens 7yze.freediving.academy. Richtig gelesen: Die angebliche PayPal-Post kam von einer Adresse unter freediving.academy, also einer Domain, die nach Freitauch-Akademie klingt, aber ganz sicher nicht nach PayPal. Die gängigen Echtheitsprüfungen sind komplett leer: SPF meldet „none“, DKIM sagt „message not signed“, DMARC ebenfalls „none“. Übersetzt heißt das, dass niemand die Mail digital unterschrieben hat und keine Domain sich dafür verbürgt. Eine Rücksendeadresse gibt es auch nicht, das Feld ist leer. Microsofts Filter hat die Mail mit einem Spam-Wert von 6 bewertet und deshalb direkt in den Junk-Ordner verfrachtet, völlig zu Recht. Ein echtes Unternehmen wie PayPal signiert seine Mails selbstverständlich, und zwar von den eigenen Servern aus.

Dann die Links. Egal ob Du auf den Bestätigungslink, auf „Hilfe & Kontakt“, auf die Symbole für Twitter, Instagram, Facebook und LinkedIn, auf „Unsubscribe“ oder sogar auf „Lernen Sie, Phishing zu erkennen“ klickst: Alles führt auf dieselbe Adresse bei einer Domain namens homtail.online. Keine einzige Verlinkung zeigt auf PayPal. Dass ausgerechnet der Link zur Phishing-Aufklärung direkt auf die Phishing-Seite führt, ist schon fast Satire.

Und jetzt mein persönlicher Lieblingsmoment. Ganz unten im Kleingedruckten steht, wörtlich übernommen aus echten PayPal-Mails: „E-Mails von PayPal enthalten immer Ihren vollständigen Namen.“ Und wie beginnt die Mail? Nicht mit meinem Namen. Die Anrede in der E-Mail ist z.B. die E-Mail Adresse und nicht Dein echter Name. Die Betrüger liefern Dir also gleich selbst das Prüfkriterium mit, an dem sie durchfallen. Das ist ein bisschen so, als würde ein Taschendieb ein Schild tragen mit der Aufschrift „Achtung, Taschendiebe erkennt man an diesem Schild“.

Auch der Rest des Footers ist liebevoll zusammengeklaubt. Das Copyright reicht von 1999 bis 2025, obwohl die Mail im Oktober 2026 kam. Dazu gibt es einen Hinweis, dass „PayPal Pte. Ltd.“ von der Monetary Authority of Singapore lizenziert sei. Das ist der Rechtshinweis für Kunden in Singapur und hat in einer deutschsprachigen Mail nichts verloren. Ganz am Ende steht noch ein technischer Code mit der Sprachkennung „en_US(en-MA)“, also amerikanisches Englisch, Region Marokko. Kurz gesagt: Da wurde eine echte PayPal-Mail aus irgendeinem Land kopiert, der Text darüber auf Deutsch ausgetauscht und das Ende einfach stehen gelassen. Die doppelte Satzzeichen-Kombination „zu gewinnen! .“ rundet das handwerkliche Gesamtbild ab.

Was passiert, wenn Du klickst

Was genau auf der Seite hinter dem Link wartet, habe ich mir bewusst nicht angesehen, und das solltest Du auch nicht. Das Muster solcher Mails ist aber bekannt. „Bestätigen Sie Ihre Angaben“ bedeutet in der Praxis meist, dass Du auf einer Seite landest, die wie PayPal aussieht und Dich nach Deinen Zugangsdaten fragt. Wer dort E-Mail-Adresse und Passwort eingibt, übergibt sein Konto direkt an Fremde. Andere Varianten wollen Name, Adresse, Telefonnummer und Kreditkartendaten, angeblich für eine kleine „Bearbeitungsgebühr“ oder Versandkosten, und am Ende steht ein teures Abo oder schlicht ein leergeräumtes Konto. Selbst wenn Du nur klickst und nichts eingibst, weiß der Absender dann zumindest, dass Deine Adresse aktiv ist und gelesen wird, und das bedeutet in der Regel noch mehr Spam.

Die 1000 Euro gibt es in keinem dieser Szenarien. Es ist ein reines Fake-Gewinnspiel, und der einzige, der hier etwas gewinnen soll, sitzt am anderen Ende der Leitung.

Was Du tun solltest

Bitte nicht klicken, auf keinen der Links, auch nicht auf „Unsubscribe“. Nicht antworten, nichts bestätigen. Am besten löschst Du die Mail einfach oder lässt sie im Spamordner verschwinden. Wenn Du unsicher bist, ob PayPal Dir wirklich etwas mitteilen will, öffne die App oder tippe die Adresse selbst in den Browser und schau dort in Deine Nachrichten. Was PayPal Dir wirklich mitzuteilen hat, findest Du in aller Regel auch dort. Verdächtige Mails kannst Du außerdem an PayPal weiterleiten, die sammeln solche Phishing-Versuche.

Falls Du doch schon geklickt und Daten eingegeben hast: Sofort das PayPal-Passwort ändern, die Zwei-Faktor-Anmeldung aktivieren, Kontobewegungen prüfen und bei Kreditkartendaten die Bank informieren und die Karte sperren lassen. Je schneller, desto besser.

Und als Faustregel für alle Gewinnmails: Wenn Du an keinem Gewinnspiel teilgenommen hast, hast Du auch nichts gewonnen. Schon gar nicht 1000 Euro an einem Samstagabend, abgeschickt über einen Server mit Freitauch-Namen.

Der Mailtext (ohne Links)

Absender: PayPal <PayPal@ANWB-client-45872850>, Betreff: 💳💰 PayPal Guthaben im Wert von 1000€ zu gewinnen! ✅💰, eingegangen am 10.10.2026 um 19:12 Uhr

[PayPal]

Hallo [E-Mail-Adresse des Empfängers]

PayPal Guthaben im Wert von 1000€ zu gewinnen!

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass Sie heute die Chance haben, ein PayPal-Guthaben im Wert von 1000€ zu gewinnen! .

Sie haben folgende Vorteile:

1. Sie erhalten das Guthaben direkt auf Ihr PayPal-Konto!
2. Einfache Auszalung des Guthabens!
3. In über 500 Shops einlösbar!

Bestätigen Sie nur noch Ihre Angaben: [Link entfernt]

[PayPal]

Hilfe & Kontakt | (Unsubscribe) | Apps

[Twitter] [Instagram] [Facebook] [LinkedIn]

PayPal setzt sich dafür ein, betrügerische E-Mails zu verhindern. E-Mails von PayPal enthalten immer Ihren vollständigen Namen. Lernen Sie, Phishing zu erkennen

Bitte antworten Sie nicht auf diese E-Mail. Um mit uns in Kontakt zu treten, klicken Sie auf „Hilfe & Kontakt“ .

Sind Sie sich nicht sicher, warum Sie diese E-Mail erhalten haben? Mehr erfahren

Copyright © 1999–2025 PayPal. Alle Rechte vorbehalten.

PayPal Pte. Ltd. ist von der Monetary Authority of Singapore als großes Zahlungsinstitut gemäß dem Payment Services Act 2019 lizenziert.

PayPal RT000093:en_US(en-MA):1.0.0:1fffdfbaab988

Buch: Die Hirse ist noch gar nicht gar – Zwölf Geschichten von geträumten und geliehenen Leben, vom alten China bis 1935

Lange bevor es „Matrix“ gab, ließen Schriftsteller ihre Helden ganze Leben träumen. Sie machten Karriere, verliebten sich, bekamen Kinder, wurden alt und starben – und erwachten an einem Ort, an dem kaum Zeit vergangen war.

Die Frage dahinter beschäftigt uns bis heute: Ist das Leben, das ich lebe, echt?

Für das Buch „Die Hirse ist noch gar nicht gar“ habe ich zwölf solcher Geschichten zusammengestellt. Sie umspannen mehr als elf Jahrhunderte und wurden in neun Sprachen geschrieben. Mit dabei sind Ambrose Bierce, Miguel de Unamuno und Luigi Pirandello, aber auch ein Historiker am chinesischen Kaiserhof, ein koreanischer Mönch und Autoren, deren Erzählungen heute kaum noch jemand kennt.

Ein junger Mann erlebt auf einem Zauberkissen fünfzig Jahre Aufstieg und Fall – und erwacht, während die bei seinem Einschlafen aufgesetzte Hirse im Topf noch nicht gar ist. Ein König taucht den Kopf in einen Wasserbottich und verbringt sieben Jahre in der Fremde. Ein japanischer Malermönch lebt im Fieber als Karpfen, bis ein Fischer ihn fängt. Und ein junger Offizier erwacht im Körper seines Doppelgängers und muss die eigene Leiche begraben.

Was bleibt von einem Leben, wenn es nur geträumt war? Was bedeutet ein Erwachen, wenn der Traum Spuren in der Wirklichkeit hinterlassen hat? Und wer entscheidet, welches unserer Leben das wirkliche ist? Maschinen braucht es dafür noch nicht. Kissen, Zauberer, Fieber und Hypnose erledigen ihre Arbeit.

Die fremdsprachigen Geschichten wurden für diese Ausgabe vollständig und frei in heutiges Deutsch übertragen, Volkmann-Leanders Märchen behutsam modernisiert. Grundlage waren die Originalsprachen; nur die osmanische Erzählung musste über eine englische Übersetzung erschlossen werden. Kurze Nachworte stellen die Autoren und die Hintergründe ihrer Geschichten vor. Auch befremdliche Ansichten und grausame Stellen sind erhalten geblieben.

Die Neuübersetzungen hat Claude Opus 5.5 übernommen, ein Sprachmodell von Anthropic. Ein Programm hilft damit, Geschichten wieder zugänglich zu machen, in denen Menschen an der Echtheit ihres Erlebens zweifeln. Dass solche Fragen heute auch im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz gestellt werden, hätten sich die meisten ihrer Verfasser wohl kaum vorstellen können.

„Die Hirse ist noch gar nicht gar“ ist der dritte Band meiner Reihe „Künftige Dinge“: zwölf berührende, kühne und manchmal verstörende Geschichten über geträumte und geliehene Leben. Ein weiterer Band wird sich der anderen Seite der Frage widmen: Ist die Welt um mich herum echt?

Viel Vergnügen beim Erwachen.

Buch: Das Zwinkern des Automaten – Elf Geschichten von künstlichen Menschen und denkenden Maschinen, vom alten China bis 1936

Lange bevor es Computer gab, ließen Schriftsteller Maschinen denken, sprechen und lieben. Sie bauten künstliche Menschen aus Holz und Leder, aus Uhrwerken und Elektromagneten. Und stellten dabei Fragen, die uns im Zeitalter der künstlichen Intelligenz erstaunlich vertraut vorkommen.

Für mein Buch „Das Zwinkern des Automaten“ habe ich elf solcher Geschichten zusammengestellt. Sie umspannen mehr als sechzehn Jahrhunderte, stammen von fünf Kontinenten und wurden in fünf Sprachen geschrieben. Mit dabei sind Jean Paul, E. T. A. Hoffmann, Herman Melville und Ambrose Bierce, aber auch Autoren, deren Maschinenmenschen heute kaum noch jemand kennt.

Im alten China zwinkert ein künstlicher Sänger den Hofdamen zu und bringt damit seinen Erbauer in Lebensgefahr. Ein russischer Diplomat verdankt seine überragenden Fähigkeiten einer Denkmaschine im Kopf. In Buenos Aires behauptet ein Erfinder, längst Tausende unerkennbare Androiden unter die Menschen gemischt zu haben. Und eine Automatendame findet auf jede Frage die passende Antwort – weshalb sie in der Londoner Gesellschaft niemandem auffällt.

Ist eine Maschine, die richtig antwortet, deshalb schon klug? Was unterscheidet einen künstlichen Menschen von seinem Vorbild? Wer trägt die Verantwortung, wenn eine Maschine tötet? Und was geschieht, wenn unsere Geschöpfe uns eines Tages überholen?

Die fremdsprachigen Texte wurden für diese Ausgabe vollständig und frei in heutiges Deutsch übertragen, die Geschichten von Jean Paul und Hoffmann behutsam modernisiert. Kurze Nachworte erläutern ihre Entstehung und ihre Bedeutung. Historische Ansichten und Zumutungen bleiben erhalten.

Die Neuübersetzungen stammen von Claude Opus 5.5, einem Sprachmodell von Anthropic. Eine Maschine, die Antworten gibt, hilft damit, Geschichten über antwortende Maschinen wiederzuentdecken. Was deren Verfasser davon gehalten hätten, mag sich jeder selbst ausmalen.

„Das Zwinkern des Automaten“ ist der zweite Band meiner Reihe „Künftige Dinge“: elf kluge, witzige und manchmal unheimliche Versuche, den Menschen zu verstehen, indem man ihn nachbaut.

Hier als E-Book bei Amazon.

5 Jahre Trackrecord: Wie haben die Thelen-Fonds wirklich performt?

Am 1. September 2021 startet Frank Thelen seinen ersten Publikumsfonds, den 10xDNA – Disruptive Technologies. Der Andrang ist groß: Binnen weniger Monate sammelt der Fonds rund 100 Millionen Euro ein. Das Ziel, das Thelen ausgibt, ist ambitioniert – das Geld in vier bis fünf Jahren verdreifachen.

Dann kommt 2022. Zinswende, Tech-Sell-off – High-Beta-Strategien werden weltweit abgestraft. Thelens Fonds trifft es besonders hart: Im Kalenderjahr 2022 verliert er rund 51 Prozent. Die Kritik ist laut, das NDR-Magazin Panorama spricht von „fragwürdigen Versprechen“ für Kleinanleger.

Fünf Jahre nach dem Start heißt die Fondsgesellschaft TEQ Capital, aus einem Fonds ist eine Familie aus mehreren Fonds und einem ETF geworden. Zeit für eine Bilanz: Wie haben sich die Fonds in der Praxis geschlagen – und was hätte ein Anleger mit einem schlichten Welt-ETF verdient?

Die Bilanz in Zahlen

2026, über zwölf und über 24 Monate liegen alle Fonds vor dem MSCI World. Seit Start sind alle Werte positiv.

Fonds Start Seit Start 2026 lfd. 12 Monate 24 Monate
Disruptive Technologies [DNA10S] 01.09.2021 +19,00 % +41,08 % +29,65 % +86,01 %
Small & Mid Cap Technologies [DNA10N] 13.02.2023 +42,15 % +35,82 % +22,25 % +51,09 %
Clean Technologies [DNA10C] 05.03.2024 +47,17 % +27,50 % +28,49 % +37,85 %
General Artificial Intelligence Index [DE000A4AKGT6] * 17.12.2024 +97,41 % +62,85 % +64,70 % +97,41 %
Tell’s Arrow Opportunities Bond [A3E1XF] 04.12.2023 +75,00 % +25,45 % +30,99 % +72 %
Disruptive Technologies Institutional [DNA10W] ** 17.11.2021 +79,27 % +63,04 % +60,54 % +152,90 %
MSCI World [A0RPWH] – – +17,62 % +20,50 % +34,18 %
  • Der Index ist die Grundlage des TEQ – General Artificial Intelligence UCITS ETF (LU3098954871), der seit Januar 2026 an der Börse gehandelt wird. Indexwerte enthalten keine ETF-Kosten (0,69 % p.a.); die Wertentwicklung des ETF kann abweichen. 24 Monate: maximale Laufzeit seit Indexstart am 17.12.2024.

** Nur für semiprofessionelle und professionelle Investoren

Absturz und Erholung

TEQ-Factsheet DNA10T (Axxion S.A.), Stand 05.10.2026 · 2025: Morningstar über Yahoo Finance

Der Einbruch 2022 prägt die Bilanz seit Start bis heute, seitdem legte der Fonds in jedem abgeschlossenen Kalenderjahr zu. Gezeigt ist die Tranche I-II, weil für sie alle Kalenderjahre öffentlich vorliegen; DNA10S lag in den verfügbaren Jahren 0,1 bis 0,3 Prozentpunkte darunter.

Was sich verändert hat

Nach 2022 hat Thelens Team mehr umgebaut als den Namen.

  • Neuer Name, neuer Prozess. 2024 wird aus 10xDNA Capital Partners TEQ Capital. Im Gespräch mit der Börsen-Zeitung erläutern Thelen und Marcel Vogler im Dezember 2025, dass nach dem Einbruch auch der Investmentprozess überarbeitet wurde.
  • Vom Hype zur Profitabilität. Zum Start kündigte Thelen Palantir als größte Position an, dazu unter anderem Coinbase und Tesla; auch Kryptowährungen sollten ins Portfolio. Heute hält der Disruptive-Fonds 25 bis 35 Titel mit 1,5 bis 8,5 % Zielgewicht, 68 % stecken in der von TEQ als „Developed Stage“ bezeichneten Gruppe profitabler Unternehmen.
  • Breitere Palette. Small & Mid Cap Technologies (2023), Clean Technologies (2024), der gemeinsam mit Geneve Invest aufgelegte Wandelanleihenfonds Tell’s Arrow (2023) und ein KI-ETF, der seit Januar 2026 an der Börse gehandelt wird.
  • Das Geld ist zurück. Aktienfonds und ETF verwalten zusammen wieder rund 110 Mio. € (Anfang Oktober 2026). Das Team ist laut eigenen Angaben mit über 10 Mio. € selbst investiert.

„Wir haben TEQ Capital gegründet, um auch unser eigenes Kapital zu verwalten. Die ersten Jahre waren sehr wild. Ich freue mich, dass in den letzten drei Jahren unsere Strategien gute Ergebnisse geliefert haben.“ – Frank Thelen

Fazit

Das Verdreifachungsziel von 2021 ist verfehlt – die Strategie dahinter hat seit 2023 aber kräftig zugelegt.

Wer zum Start eingestiegen ist, liegt mit der Tranche DNA10S bei +19 % und damit im Plus, aber deutlich hinter dem MSCI World mit +78,8 % im selben Zeitraum. Den Absturz von 2022 haben drei Jahre Erholung noch nicht aufgeholt.

Seit 2023 sieht das Bild anders aus: Der Disruptive-Fonds legte 2023, 2024 und 2025 zu und hat über zwei Jahre 86 % gewonnen, der MSCI World 34 %. 2026 und über zwölf Monate liegen alle Fonds vor dem Weltindex.

Der Preis dafür ist Schwankung: Die 1-Jahres-Volatilität der Publikumsfonds liegt bei rund 19 bis 31 %, beim MSCI World bei 11,1 %. Selbst 2026 ging es im Disruptive-Fonds zwischenzeitlich um 21 % abwärts. Für Anleger heißt das: ein Tech-Satellit mit langem Atem, kein Ersatz für das Weltdepot.

Buch: Der Spiegel auf dem Mond: Zehn Reisen zu den Anfängen der Science-Fiction

Science-Fiction ist viel älter als ihr Name. Lange bevor es das Genre gab, reisten literarische Helden zum Mond, begegneten fremden Wesen und erkundeten ferne Zukünfte. Dabei ging es erstaunlich oft um die eigene Gegenwart. Wer seine Geschichte auf einen anderen Planeten verlegt, kann dort manches sagen, was zu Hause gefährlich wäre.

Für mein Buch „Der Spiegel auf dem Mond“ habe ich zehn solcher Geschichten zusammengestellt. Sie umspannen fast achtzehn Jahrhunderte, stammen aus drei Kontinenten und wurden ursprünglich in sieben Sprachen geschrieben. Mit dabei sind bekannte Namen wie Voltaire, Edgar Allan Poe, Jules Verne und Mark Twain, aber auch Autoren, deren Zukunftsgeschichten heute kaum noch jemand kennt.

Lukian von Samosata lässt ein Segelschiff zum Mond fliegen. Ippolito Nievo entwirft eine Welt, in der Maschinen den Menschen sämtliche Arbeit abnehmen – woraufhin die Menschheit an Langeweile zugrunde geht. Rokeya Sakhawat Hossain beschreibt ein von Frauen regiertes Land mit Sonnenenergie und Luftwagen. Und Kim Dong-in erzählt von einem Wissenschaftler, der den Welthunger mit Gebäck aus Kot besiegen will.

So unterschiedlich diese Geschichten sind, ihre Fragen beschäftigen uns bis heute: Macht technischer Fortschritt die Menschen glücklicher? Wer verfügt über Wissen und Macht? Wie viel Freiheit verträgt eine Gesellschaft?

Alle Texte wurden für diese Ausgabe vollständig und frei aus den Originalsprachen in heutiges Deutsch übertragen. Kurze Nachworte erläutern ihre Hintergründe. Historische Ansichten und Zumutungen bleiben erhalten.

Die Übertragungen stammen von Claude Opus 5.5, einer künstlichen Intelligenz von Anthropic. Ein Stück jener Zukunft, über die diese Autoren nachdachten, hilft damit, ihre Geschichten wieder zugänglich zu machen.

„Der Spiegel auf dem Mond“ eröffnet meine Reihe „Künftige Dinge“, die weitere SciFi Geschichten umfassen wird,

Hier direkt zum Buch, das auch für Kindle unlimited verfügbar ist.

Buch: Ludwig Tiecks „Der Hexensabbat“ in neuer Fassung

Ein Fest im Garten, ein paar Kostüme, ein Gemälde, über das die Stadt redet, und am Ende brennen Scheiterhaufen. Ludwig Tiecks Novelle „Der Hexensabbat“ erzählt, wie aus Gerüchten Anklagen werden. Jetzt ist sie in einer modernisierten Fassung von Jonathan Klarsang als E-Book erschienen, das Sie hier erwerben können.

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Buch: Der Strandkorb Effekt

Es ist eines der großen politischen Themen Ende September 2026 – der Strandkorb von Philipp Amthor. Die einen halten ihn für eine politische Instinktlosigkeit und empören sich lautstark, die anderen – besonders aus dem CDU Umfeld, aber auch anderen Parteien und etablierten Medien – verstehen ihrerseits die Stimmen nicht, die nicht nur Amthors Gehabe anprangern, sondern schon mit dem Strandkorb an sich ihr Problem haben.

Ich bekenne mich ganz klar zum Lager, das schon den Strandkorb für sich genommen für den Fehler hält und hinter und im Strandkorb genau die Denke verankert sieht, die AfD und Linkspartei erst groß gemacht hat. Und so postete ich am 29. September ein fiktives Buchcover, das dem obigen schon sehr nahe kam. Nur zu gerne hätte ich dieses Buch gerne geschrieben, allein mir fehlt die Zeit.

Nachdem aber jemand anmerkte, das erledige mir Claude doch in zehn Minuten, gab ich der KI den entsprechenden Auftrag. Etwas länger gedauert hat es dann doch. Herausgekommen ist ein guter Überblick über die Fehler der Mitte in den letzten 13 Jahren – und wie diese Fehler zum Aufstieg von AfD und Die Linke beigetragen haben. Nicht nur einmal dachte ich beim Durchlesen des fertigen Manuskripts: „Stimmt, das war ja auch noch!“

Jedenfalls finde ich die Ausführungen von Claude dann doch zu gelungen, um sie in der Versenkung verschwinden zu lassen. Und daher gibt es sie bei Amazon für 0,99 Euro zu kaufen oder hier direkt kostenlos als PDF Download.

So ist das ganze für mich am Ende nicht nur eine politische Frage sondern auch ein Test der Fähigkeiten von Frontier Modellen.

Über eine ehrliche – auch gerne harte – Rückmeldung freue ich mich, am liebsten direkt über X an @stagerbn.

Und welcher Prompt?

Ach ja, wer sich für den Prompt interessiert – ich kopierte einfach das mit ChatGPT generierte Cover in den Chat, dazu noch diese Anweisung:

Schreibe dieses Buch. Es soll erklären, warum die AfD und die Linke groß werden konnte, da die Mitte – insbesondere die CDU – das Gespür für die Wähler verloren hat. Nimm als Aufhänger den Amthorschen Strandkorb und dass viele CDU Funktionäre die Empörung darüber nicht verstanden haben. Fange früh an, mit der Gründung der AfD, gehe Etappen durch und ende dann wieder bei Amthor und der Berlin Wahl 2026, bei der die Linke so stark war.

Dokumentiert: Offener Brief – Berliner Jüdinnen und Juden für eine soziale und sichere Stadt

Wir dokumentieren hier den Offenen Brief der Berliner Jüdinnen und Juden für eine soziale und sichere Stadt:

Offener Brief: Berliner Jüdinnen und Juden für eine soziale und sichere Stadt

Berlin, den Tag nach der Wahl

Wir sind Berliner Jüdinnen und Juden und kommen aus unterschiedlichen Milieus; wir beten in unterschiedlichen Synagogen oder gar nicht; wir wählen unterschiedliche Parteien – und wir schreiben diesen Brief, weil wir in den vergangenen Wochen immer wieder dieselbe Behauptung gehört haben: Die Linke sei gefährlich für Juden, eine Koalition unter ihrer Beteiligung ein Sicherheitsrisiko für unsere Gemeinden. Wir widersprechen dieser Darstellung – nicht, weil wir die Sorgen kleinreden, sondern weil wir sie ernster nehmen, als es plakative Warnungen tun.

In einer Zeit, in der eine teilweise offen faschistische Partei quer durch Deutschland auf dem Weg zur Macht ist, entziehen sich die großen Publikumsmedien und (wichtige) Teile unserer eigenen jüdischen Gemeinschaft ihrer Verantwortung, wenn sie weiterhin so tun, als würde die Linke die größte Gefahr für jüdische Sicherheit darstellen. Wie alle Arten von Ressentiment und Vorurteil tritt auch der Antisemitismus in vielen verschiedenen Teilen der Gesellschaft auf. Und genau wie die anderen Formen von Gruppenhass wird er dort am gefährlichsten, wo er mit rechtsextremer Ideologie und mit den antidemokratischen Tendenzen und Konflikten zusammenfällt, die sich manchmal auch gewaltsam auf unseren Straßen Bahn brechen. Dass gerade die Linken ständig des Antisemitismus beschuldigt werden, ist nicht nur eine zynische politische Instrumentalisierung, sondern setzt beinahe jede Kritik an der israelischen Politik mit Antisemitismus gleich. Diese Flut an Anschuldigungen zielt darauf ab, andere Meinungen zu unterdrücken und das internationale Völkerrecht auszuhöhlen. Vor dem Hintergrund des überall anschwellenden Antisemitismus ist es nicht einfach eine neutrale Beobachtung, eine demokratische linke Partei herauszugreifen, sondern ein politisches Instrument, um Aufmerksamkeit ab- und umzulenken.
Uns beschäftigt etwas anderes mindestens genauso: Wie werden wir – und alle Berlinerinnen und Berliner – in dieser Stadt in den nächsten fünf Jahren leben? Steigende Mieten treffen jüdische Familien genauso wie alle anderen. Prekäre Beschäftigung, überlastete Schulen, ein Gesundheitssystem am Limit, wachsende soziale Spaltung – all das erzeugt genau jene gesellschaftlichen Spannungen, die auch den Judenhass fördern. Wer soziale Missstände ignoriert, überlässt das Feld denen, die immer als erstes nach Sündenböcken suchen. Eine Stadtregierung, die bezahlbaren Wohnraum sichert, öffentliche Daseinsvorsorge stärkt und soziale Ungleichheit spürbar reduziert, tut mehr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt – und damit auch für unsere Sicherheit! – als bloß eine demokratische Partei auszugrenzen.

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Spam: HELLO BELOVED CAN YOU STAND AS MY NEXT OF KIN TO HELP THE POOR?

Im Junk-Ordner, Sonntagmorgen, 9. August. Absender: Missionary Carol Mitchell. Betreff in Großbuchstaben: Kannst Du als mein nächster Angehöriger einspringen und den Armen helfen. Outlook hat SCL 6 vergeben und die Mail weggeräumt. Zu Recht.

Die Geschichte ist schnell erzählt. Eine Missionarin, früher bei Saints Peter and Paul in San Francisco, Filbert Street, echte Adresse einer echten Gemeinde. Sechs Millionen Dollar bei Citizens Financial Group. Leukämie, zwei oder drei Wochen noch. Du sollst als Next of Kin herhalten, damit die Bank das Geld überweist. Drei Millionen darfst Du behalten, drei Millionen gehen an irgendein Heim in den USA, Afrika, Kanada, Europa oder Asien, weil sie das Gott versprochen hat, bevor sie Missionarin wurde. Wenn Du Interesse hast, schreibt sie sofort zurück, dann kommt der Anwalt, die Bank, die Anleitung. Danach sterbe ich, steht da, ich habe nur noch zwei Wochen.

Das ist keine Erbschaft. Das ist keine sterbende Missionarin. Das ist die alte Next-of-Kin-Masche, diesmal im Kirchenkostüm. Es gibt kein Konto mit sechs Millionen, das auf Deinen Namen wartet. Es gibt keinen Arzt, der Dir per Rundmail die Frist diktiert. Es gibt keine Gemeinde, die wildfremde Postfachinhaber als Erben einsetzt.

Die Kirche ist echt, die Mail nicht

Saints Peter and Paul in North Beach gibt es. 655 Filbert Street gibt es. Citizens als Bank gibt es auch. Genau deshalb stehen die Namen da: Du kannst sie googeln, und dann fühlt sich der Rest wahrer an. Die Mail klaut die Adresse, nicht die Stimme der Gemeinde. Eine sterbende Frau, die wirklich sechs Millionen vererben will, schreibt nicht „Hello Beloved“ an „Recipients“ und schickt dieselbe Datei in den Junk von Leuten, die sie nie getroffen hat.

Die Anrede in der E-Mail ist z.B. die E-Mail Adresse und nicht Dein echter Name. Hier nicht mal das. Hier ist nur Beloved, plus ein Tippfehler, der sitzt: formally with, statt formerly. United State, ohne s. Zwei oder drei Wochen, einen Absatz später nur noch zwei. Wer in Eile stirbt, zählt die Tage nicht in zwei Versionen.

Die Adresse vorne ist jesusvalle@movilidapp.com. Dieselbe Adresse steht auch im An-Feld, der eigentliche Empfänger kommt als Kopie. movilidapp.com gehört zu einem spanischen App- und Web-Laden, nicht zu einer Pfarrei in Kalifornien. SPF, DKIM, DMARC: alles fail. Der Server, der die Mail wirklich abgeliefert hat, heißt mailcu04.computersunleashed.store. Antworten sollst Du nicht an die Kirche und nicht an movilidapp, sondern an mitchellmissionarycarol78 auf Gmail. Drei Namen, eine Masche.

Was passiert, wenn Du schreibst

Du antwortest, weil drei Millionen nach Nächstenliebe klingen und die andere Hälfte nach Jackpot. Dann kommt jemand, der sich Anwalt nennt, oder die Bank, oder beide. Irgendwann eine Gebühr, eine Steuer, eine Freigabe, ein Scan vom Ausweis, „sonst kann Citizens nicht überweisen“. Das Geld kommt nicht. Die Gebühr schon, wenn Du zahlst.

Nicht antworten. Nicht dem Gmail. Nicht der Kirche in San Francisco eine Mail schicken, als müsstest Du sie warnen, dass ihr Briefkopf missbraucht wird, das klärt sich ohne Dich. Nichts überweisen, nichts fotografieren.

Kurz: sterbende Missionarin, sechs Millionen, Next of Kin, Reply an Gmail, Versand von computersunleashed.store. Löschen. Es lag kein Erbe bereit.

Der Mailtext (ohne Links)

Absender: MISSIONARY CAROL MITCHELL (jesusvalle@movilidapp.com)
An: Recipients (dieselbe Adresse)
Antworten an: mitchellmissionarycarol78 auf Gmail
Betreff: HELLO BELOVED CAN YOU STAND AS MY NEXT OF KIN TO HELP THE POOR?
Datum: 9. August 2026

Hello Beloved

I am Carol Mitchell a Missionary formally with Saints Peter and Paul Church Catholic North Beach/Telegraph Hill 655 Filbert St San Francisco, CA 94133 USA, I have the Sum of US$6M in Citizens Financial Group, Inc before I was diagnosed with cancer leukemia and according to my doctors I have just two or three weeks to live.
So I want you to help me stand as my Next of Kin to enable Citizens Financial Group, Inc Transfer this US$6M to you, note that you will take US$3M out of this US$6M and give the remaining US$3M to any Charity Home here in United State, Africa, Canada, Europe and Asia because that was the vow I made to my God Almighty before I became a Missionary.

I want you to get back to me immediately if you are interested in standing as my Next of Kin, So that I can introduce you to my Lawyer, Bank and direct you on how to proceed before I pass away in this world because I have only two weeks to live according to my Doctor. I await your urgent response.

Thanks,
Missionary Carol Mitchell.
Saints Peter and Paul Church
North Beach/Telegraph Hill 655 Filbert St San Francisco, CA 94133 USA

Spam: Confirmation of Your Contact Number Change Request. Mail#5877142394

Wenn Du die Mail nur überfliegst, steht da Crypto.com Account Services. Klickst Du auf den Absender, ist es at@mercadata.com. Dazwischen, unsichtbar, stecken Unicode-Zeichen in den Buchstaben von Crypto.com, damit Filter und Suche das Wort nicht sauber erkennen. Du liest die Börse. Der Scanner sieht Buchstabensalat. Der Betreff gibt sich als Bestätigung: jemand will Deine Kontaktnummer ändern, Mail#5877142394, klingt nach Ticket. Outlook hat die Sache mit SCL 1 in den Posteingang gelegt. SPF, DKIM und DMARC sind grün, aber für mercadata.com. Die Häkchen gehören zur Absenderdomain, nicht zur App in Deiner Tasche.

Du musst hier nichts bestätigen. Crypto.com hat keine Nummer für Dich umgestellt, und +49 3082 684924 ist kein Support. Die Mail will, dass Du anrufst. Wer das tut, spricht mit Leuten, die Codes abfragen, Login, notfalls die Wiederherstellungsphrase. Vor ein paar Tagen lag in demselben Postfach schon eine Crypto.com-Mail, die eine Abhebung stoppen wollte. Andere Domain, anderer Film, gleiche Marke auf der Stirn. Hier geht es ums Telefon.

Eine Bestätigung, die nicht weiß, von wem sie ist

Crypto.com schreibt nicht von mercadata.com. Die echte Domain ist crypto.com, ohne unsichtbare Zeichen, ohne mail2-Theater. Der Anzeigenname ist extra so gebaut, dass Menschen „Crypto.com“ sehen und Maschinen es schwerer haben. Dieselbe Idee wie bei anderen Mails, in denen mitten im Betreff Zeichen liegen, die Du nicht siehst.

Und dann der Text. Er redet in der Ich-Form: I have submitted a request to update my registered contact number through your call center service. This letter serves as written confirmation. Das ist der Ton eines Kunden, der der Börse einen Brief schickt. Oben steht Account Services. Unten Account Security Team. In der Mitte ein Mensch, der seine eigene Nummer umstellt. Drei Rollen, eine Vorlage. Die Referenz heißt CHG-2026-XXXXX, und XXXXX steht wirklich so da, fünf X, kein Generator hat sich die Mühe gemacht, fünf Ziffern zu würfeln. Date & Time verspricht eine Uhrzeit und liefert nur Wednesday, June 17, 2026. Status ist einmal Pending Review, einmal Verification Required. Beides gleichzeitig, beides dringend.

Der Trick ist alt und funktioniert trotzdem: If you authorized this request, no further action. If you did not, call immediately. Hast Du nichts beantragt, sollst Du anrufen. Bist Du unsicher, auch. Die Nummer ist das eigentliche Ziel, nicht die Tabelle.

Oben Callcenter, unten Justiz und Immobilien

Die Karte selbst ist brav. Weiß, Logo als cid-Anhang (den würde ich nicht öffnen), Dear Valued Customer, gelber Streifen Request Status, eine kleine Tabelle. Call Center Support, rund um die Uhr, die Telefonnummer als tel-Link. +49 3082 684924, Berliner Vorwahl. Crypto.com ist keine Berliner Behörde. Sincerely, Account Security Team. Unten: automated security notification, please do not reply, Copyright 2026, ohne Firmennamen. Wer wirklich die Börse ist, schreibt den Namen ins Copyright.

Dann kommt das Seltsame. Unter der Karte liegen Dutzende leere Zeilen, absichtlich, damit Du im normalen Fenster nur den Crypto-Teil siehst. Scrollst Du weiter, fängt ein zweiter Brief an: United States Department of Justice, Victim Notification System. Du wärst Opfer oder mögliches Opfer in einem Strafverfahren. Bitte E-Mail verifizieren. Der Link geht auf google.com. Danach ein Zillow-Home-Loans-Disclaimer, NMLS, Irvine in Kalifornien, in der Telefonnummer wieder unsichtbare Zeichen. Zum Schluss unterschreiben Adam Mildred als United States Attorney und Laura Nunez als Victim Witness Specialist.

Das hat mit Deiner Mobilnummer nichts zu tun. Das ist Futter für Spamfilter. DOJ, Hypotheken, US-Staatsanwalt, Crypto.com, alles in einer Datei, plus Anhang. Scanner sehen viele harmlose Wörter. Du siehst, wenn Du zu Ende liest, dass jemand drei Briefköpfe in denselben Umschlag gesteckt hat. Ein VNS-Link auf Google ist nicht das US-Justizministerium.

An geht an eine no-reply-Adresse, die wie Crypto.com aussehen soll, wieder mit unsichtbaren Zeichen. In CC steht customer@email2.crypto.com. Bei Dir ist die Mail trotzdem angekommen. Angeredet wirst Du als Dear Valued Customer. Die Anrede in der E-Mail ist z.B. die E-Mail Adresse und nicht Dein echter Name. Hier nicht mal das, nur die Schablone.

Google-Postfach, zwei Mailprogramme, ein Anhang

Geschickt hat at@mercadata.com. Im Google-Header steht noch dk@mercadata.com als Original-From. Der Weg geht über smtp.gmail.com, davor ein Host namens meocloud. DKIM ist mercadata.com mit Google-Selector, also Workspace auf einer Domain, die nicht der Börse gehört. Die Message-ID kommt von Gmail. Im X-Mailer stehen zwei Namen: Sendgrid Default Mailer, extra mit Zufallsstring, und SaintFelicite Mail Platform. Dazu eine Wolke Tracking-Felder, Kampagne, Batch, Feedback-Loop, sogar ein Abo-Link auf mercadata.com.

Auto-Submitted sagt auto-generated. Lesebestätigungen sollen an im@mercadata.com. Missbrauch an abuse@mercadata.com. Die Domain spielt Newsletter. Eine echte Nummernänderung in der Crypto.com-App braucht keinen Newsletter und keinen Anhang.

Der Anhang ist da. Logo per cid, Outlook sagt hasAttachments. Nicht öffnen, auch nicht „nur das Bild“. Bei den Gehalts- und Rechnungsmails in diesem Postfach gilt dasselbe.

Was passiert, wenn Du anrufst

Du rufst an, weil angeblich jemand Deine Nummer am Call Center umgestellt hat. Ab, es ist das Call Center. Sie müssen nur kurz verifizieren: letzte Bewegung, SMS-Code, Wiederherstellungssatz, Bildschirm teilen. Mail#5877142394 und CHG-2026-XXXXX sind die Stichworte für das Gespräch, damit es nach Vorgang klingt. 24 Hours / 7 Days heißt, irgendwer hebt immer ab.

In der App stellst Du eine Nummer um, wenn Du das wirklich willst. Nicht über diesen Brief. Nicht über diese +49.

Nicht anrufen. Nichts in der Mail antippen. Den Anhang in Ruhe lassen. Dem DOJ-Absatz, Zillow und Laura Nunez musst Du nicht glauben, die gehören zur Verpackung.

Es gab keinen Request. Löschen reicht.

Der Mailtext (ohne Links)

Absender: Crypto.com Account Services, mit unsichtbaren Zeichen im Namen (at@mercadata.com)
An: eine no-reply-Adresse, die wie Crypto.com aussehen soll
Betreff: Confirmation of Your Contact Number Change Request. Mail#5877142394
Datum: 17. Juni 2026
Anhang: ja (nicht öffnen)

Dear Valued Customer,

I am writing to formally notify you that I have submitted a request to update my registered contact number through your call center service. This letter serves as written confirmation of that request and provides the relevant details for your records.

Request Status: Pending Review

Reference Number: CHG-2026-XXXXX
Date & Time: Wed, June 17, 2026
Status: Verification Required

If you authorized this request, no further action is required at this time.

If you did not request this change, please contact our Call Center immediately to prevent unauthorized access to your account.

Call Center Support
Phone: +49 3082 684924
Hours: 24 Hours / 7 Days

Thank you for helping us keep your account secure.

Sincerely,
Account Security Team

This is an automated security notification. Please do not reply to this email.
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(Darunter, nach vielen Leerzeilen: DOJ Victim Notification System, Link ohne URL, Zillow-Home-Loans-Disclaimer, Adam Mildred / Laura Nunez.)