Was bedeutet Followende?

“Followende” kann im deutschen zwei Bedeutungen haben.

  1. Ist es die gendergerechte deutsche Variante des Plurals von Follower.
    “Liebe Followende” statt “Liebe Follower”.
  2. Bestätigung, dass man jemanden, insbesondere auf twitter, nicht mehr folgt.
    “Es reicht mir jetzt mit Deinen Verschwörungstheorien. Followende!”

Pressemitteilung: Beitrag von Dieter Nuhr bei der DFG wieder online

Die Deutsche Forschungemeinschaft hatte einen Beitrag des Kabarettisten Dieter Nuhr im Rahmen ihrer Aktion #fürdaswissen nach Protesten insbesondere auf twitter offline genommen, wir haben dies hier dokumentiert. Der Beitrag ist nun wieder online.

Wir begrüßen dies ausdrücklich. Es ist bedenklich, dass eine kleine, aber in sozialen Netzen lautstarke Minderheit , den öffentlichen Diskurs im Sinne einer Cancel Culture derart beeinflussen kann.

In der anhaltenden Debatte um den Beitrag von Dieter Nuhr hat die DFG mit Einverständnis des Kabarettisten dessen Beitrag wieder auf die Internetseite der Online-Aktion #fürdasWissen gestellt und dazu folgende Erklärung veröffentlicht:

Die DFG bedauert es ausdrücklich, das Statement von Dieter Nuhr vorschnell von der Internetseite der Online-Aktion #fürdasWissen heruntergenommen zu haben. Herr Nuhr ist eine Person, die mitten in unserer Gesellschaft steht und sich zu Wissenschaft und rationalem Diskurs bekennt. Auch wenn seine Pointiertheit als Satiriker für manchen irritierend sein mag, so ist gerade eine Institution wie die DFG der Freiheit des Denkens auf Basis der Aufklärung verpflichtet. Wir haben den Beitrag daher wiederaufgenommen. Die Diskussion um den Beitrag verdeutlicht exemplarisch die Entwicklungen, die aktuell viele öffentliche Diskussionen um die Wissenschaft kennzeichnen.

In verschiedenen Bereichen unserer Gesellschaft hat sich eine Debattenkultur entwickelt, in der oft nicht das sachliche und stärkere Argument zählt, in der weniger zugehört und nachgefragt, sondern immer häufiger vorschnell geurteilt und verurteilt wird. An die Stelle des gemeinsamen Dialogs treten zunehmend polarisierte und polarisierende Auseinandersetzungen. Gerade bei zentralen Fragen wie dem Klimawandel oder der Coronavirus-Pandemie werden damit die wirklich notwendige Diskussion um wissenschaftliche Themen und der konstruktive Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft behindert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ihre Erkenntnisse öffentlich machen und politische Handlungsoptionen beschreiben, sind immer häufiger Ziel unsachlicher Attacken und persönlicher Diffamierungen. Dies gilt auch für gesellschaftliche Bewegungen, die für die Wissenschaft eintreten und öffentlich dazu aufrufen, wissenschaftliche Erkenntnisse stärker zur Basis von Entscheidungen und Handlungen zu machen.

Diese Entwicklungen sind der Gesellschaft nicht zuträglich und umso bedenklicher, als die Wissenschaft bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen eine zentrale Rolle spielt, mit der sie derzeit in der Gesellschaft stark wahrgenommen und geschätzt wird. Dabei ist sie ihrerseits auf eine kritische, offene und konstruktive Kommunikationskultur angewiesen.

Die DFG möchte diese Beobachtungen zum Anlass nehmen, eine intensive Auseinandersetzung mit der aktuellen Debattenkultur rund um die Wissenschaft anzustoßen. Die DFG steht für Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit sowie für eine differenzierte Diskussionskultur. Hierfür wird sie sich auch in Zukunft weiter mit aller Kraft einsetzen – gemeinsam mit anderen Akteuren aus Wissenschaft, Medien, Politik und anderen Bereichen der Gesellschaft im In- und Ausland.

10 Fakten über die A555

  1. Die Bundesautobahn 555 (BAB 555, Autobahn 555, A 555) verbindet die Städte Köln und Bonn.
  2. Sie wird – noch in Anlehnung an die Zeiten, in denen Bonn Bundeshauptstadt war – auch Diplomatenrennbahn genannt. Geläufiger ist aber der Name Köln/Bonner Autobahn.
  3. Sie hat eine Länge von 20km und ist inzwischen sechsspurig ausgebaut.
  4. Baubeginn war im Oktober 1928. Eröffnet wurde sie am 6. August 1932 von Konrad Adenauer, dem damaligen Kölner Oberbürgermeister.
  5. Die A555 ist damit Deutschlands älteste Autobahn, auch wenn sie  formal als “Kraftwagenstraße” und “Landstraße 185” hieß. Sie hatte aber alle Merkmale einer Autobahn. So regelte die “Polizeiverordnung über die Benutzung und den Ausbau an der Kraftwagenstraße Köln–Bonn” vom 2. August 1932, dass die vierspurige Straße nur dem Verkehr der Kraftwagen vorbehalten sein sollte und dass auf dieser Straße Wenden, Halten und Parken verboten war.
  6. Jahre 1932 galt die Straße mit täglich rund 3.000 Kraftwagen als die verkehrsreichste Straße im Deutschen Reich. Heute wird sie im Durchschnitt täglich von 71.000 Kraftfahrzeugen genutzt, an Werktagen sind es 80.500 täglich.
  7. Die Kraftwagenstraße wurde ein halbes Jahr nach Eröffnung herabgestuft, damit die inzwischen regierenden Nationalsozialisten den Titel als Erbauer der ersten Autobahn für sich in Anspruch nehmen konnten.
  8. Erst 1958 wurde sie wieder zur Autobahn, zunächst als A72. Erst 1974 wurde sie zur A555.
  9. Diese Autobahn wurde gerne als Teststrecke genutzt. In den 1930ern für Straßenbeleuchtung, in den 1990ern und in den frühen 2000er Jahren für Mautsysteme.
  10. Der Künstler Lutz Fritsch installierte am 12. und 13. September 2008 an den Endpunkten der Autobahn in Bonn und Köln jeweils eine rote Stahl-Säule, um Bonn und Köln in einen künstlerischen Dialog zu bringen und symbolisch zu verbinden.

Ratgeber: Besserungsabreden als Methode der stillen Sanierung in Krisenzeiten

Die Ausgangssituation – das Unternehmen in der Krise

Ist ein Unternehmen in der Krise, werden Gesellschafter und Geschäftsführer primär bemüht sein

  • ei­nen Zahlungsaufschub zu erhalten,
  • die in der Überschuldungsbilanz zu passivierenden Verbind­lich­keiten zu reduzieren
  • und haftendes Ka­pital zuzuführen

um zu vermeiden, dass es zu einer Gesamtsituation kommt, die zu einer Insolvenzantragspflicht führt.

Besserungsabreden

Ein besonders geeignetes Mittel, die ersten beiden Punkte zu erreichen, sind sog. Besserungsabreden, die man in erster Linie dann einsetzen wird, wenn man als Unternehmer große Verbindlichkeiten gegenüber engen Partnern wie wichtigen Lieferanten, Dienstleistern oder auch Vermietern und Verpächtern hat.

Doch was ist eine Besserungsabrede? Es handelt sich dabei grundsätzlich um eine Vereinbarung zwischen Schuldner und Gläubiger, in der der Gläubiger auf die Geltend­ma­chung seiner For­de­rung zunächst verzichtet, um sie bei ei­ner Besserung der Vermögens­ver­hält­nisse des Schuldners gel­tend zu machen.

Dieses Vorgehen ist nicht neu: Schon das Preussische Obertribunal hatte 1851 über eine Verein­barung zu urteilen, in der sich ein Schuldner gegenüber einem seiner Gläubiger verpflichtete, eine Ver­bindlichkeit zu erfüllen, “sobald er in bessere Vermögensverhältnisse” gelangt. Besserungsabreden sind naheliegenderweise immer wieder in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gefragt: nach dem ersten Weltkrieg und der Inflation in der 1920er hatten sie eine Blüte. Danach gerieten sie etwas in Vergessenheit, könnten aber gerade jetzt in der Corona Krise wieder ein Comeback erleben.

Sie bietet Vorteile für Schuldner und Gläubiger:

  • Wesentliches Interesse der Schuldner-GmbH ist dabei, sich von einer sofor­tigen Zahlungs­pflicht zu befreien und hier­durch die (drohende) Zah­lungsun­fähigkeit und ggf. sogar Über­schuldung zu vermeiden oder zu beseitigen.
  • Der Gläubiger wird in dem Besserungsschein in erster Linie die Mög­lichkeit sehen, seine derzeit faktisch un­einbringliche Forderung ggf. später realisieren zu können und einen Kunden, Pächter oder Mieter enger an sich zu binden.

Wie sollte man Besserungsabreden ausgestalten?

Eine Besserungsabrede sollte immer schriftlich abgefasst sein. Das entsprechende Dokument wird dann als Besserungs­­schein bezeichnet. Sie können sogar als indossable kaufmännische Ver­pflich­tungs­scheine ausgestaltet werden, was heutzutage in der Praxis aber nicht mehr sonderlich relevant sein dürfte. Interessant sind sie im weiteren auch im Rahmen eines Insolvenzplans nach §§ 217 ff InsO, ist dann aber eben keine Methode der stillen Sanierung mehr.

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Abkürzung: BPoC

BPOC steht für “Black People of Color” oder “Black Person of Color” (singular) und meint damit ganz konkret Schwarze in Abgrenzung zu PoC und BIPoC.

Meinung: Warum es gut ist, dass Kevin Kühnert keine Berufsausbildung hat

Der Juso Vorsitzende Kevin Kühnert kandidiert für den Bundestag und viele eskalieren:

“Der hat nicht mal eine abgeschlossene Berufsausbildung.”

Und das ist auch gut so. Der Bundestag soll die Gesamtheit der Bevölkerung abbilden. Die Abgeordneten sollen ihre eigenen Erfahrungen mit einbringen. Wenn jetzt alle die gleichen glattgebügelten Lebensläufe haben, ist dies im Sinne der Vielfalt sicherlich nicht hilfreich. Sprich: man kann sich nicht einerseits über einen immer konformer werdenden Bundestag beschweren und andererseits kritisieren, wenn jemand mit einem nicht ganz so konformen Hintergrund ins Parlament gewählt werden will.

Kühnerts Lebenslauf – Arbeit im Callcenter unterhalb des heutigen Mindestlohns – ist bis zu einem bestimmten Punkt typisch für ein modernes, gerade entstehendes Prekariat, das gerade die Zielgruppe der SPD sein sollte, dazu mehr hier und hier.

Und daher ist es gut, dass auch ein Vertreter mit genau diesen Erfahrungen für den Bundestag kandidiert und nicht der nächste Lehrer, Verwaltungsbeamte oder Rechtsanwalt.

Dokumentiert: Die Tripolis / Beirut Verwechslung von Ralf Stegner

Ralf Stegner hat bei seinem tweet zum Explosionsunglück von Beirut anscheinend Tripolis und Beirut verwechselt.

Meinung: Gekommen, um zu bleiben. Leben mit COVID-19.

COVID-19 hat das Jahr 2020 bis jetzt geprägt. Und das Virus ist gekommen, um zu bleiben. Ob und wann es einen Impfstoff geben wird, steht in den Sternen. Wir werden die nächsten Jahre jedenfalls, übrigens unabhängig davon, immer wieder mit lokalen Ausbrüchen zu tun haben. Sei es in Fleischverarbeitungsbetrieben, in Schulen oder nach Großveranstaltungen.

Die Frage ist, wie wir damit umgehen wollen. Ignorieren wir die Gefahr und nehmen Corona hin wie die Grippe? Oder bewegen wir uns in Richtung einer 0-Risiko-Gesellschaft und schränken das öffentliche Leben weiter stark ein?

Einen diesbezüglichen Konsens hierüber wird es nur schwer geben können. Denn auf der einen Seite sind die Verschwörungstheoretiker, die das Virus für einen Vorwand zur Einführung einer Diktatur halten, auf der anderen Seite die Hysteriker, die schon nach der Polizei rufen, wenn sie nur einen einsamen Maskenverweigerer in der Ferne sehen.

Die Herausforderung für die Politik – aber auch für die gesamte Gesellschaft – ist es jetzt, Maßnahmen zu ergreifen, die Infektionsschutz und Alltagsleben in einen Einklang bringen, der von der Breite der Gesellschaft getragen wird.

Dokumentiert: Das Schreiben, mit dem Ursula Sarrazin aus der SPD ausgetreten ist

Hier dokumentieren wir das Austrittschreiben von Ursula Sarrazin aus der SPD.

Ursula Sarrazin

Berlin, 3. August 2020

Parteivorstand der SPD
Wilhelmstraße 140
10963 Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren des Parteivorstandes,

hiermit erkläre ich, Ursula Sarrazin geb. Breit, Tochter des ehemaligen DGB-Vorsitzenden Ernst Breit und seit über 40 Jahren Mitglied der SPD, meinen Austritt. Das Parteibuch ist beigefügt.

Grund: absurder Ausschluss meines Mannes Thilo Sarrazin

Ich war bei allen drei mündlichen Verhandlungen der Kreis-, Landes- und Bundesschiedskommission dabei: Polemik und Demagogie beherrschten die Seite des Antragstellers. Vor allem Lars Klingbeil, rhetorisch gefährlich gewandt, hatte an Wissen und Argumenten nichts zu bieten.

Jetzt weiß jeder, dass man in der SPD die brennenden Probleme der Gegenwart, Migration und Islam, nicht mehr offen diskutieren darf. Die Lösungsvorschläge meines Mannes sind tabu. Die einstige große Volkspartei SPD mutiert zur Sekte.

In der SPD wird nur noch zu hören sein, dass Migration grundsätzlich gut ist, da sie ja so vielfältig ist, dass der Islam harmlos und gut integrierbar sei, wenn wir uns nur genug anstrengen. Da nur noch diese Stimmen in der Partei zu hören sind, wird man glauben, dass dieses Bild der Wirklichkeit entspricht. Das führt zur Verkennung der tatsächlichen problematischen Gegebenheiten, zu Illusionen und zu Ideologien, die letztlich allen und allem übergestülpt werden. Wer so regiert und Macht ausübt, richtet großen Schaden an. Wozu das schon mehrmals in der Geschichte geführt hat, ist hinlänglich bekannt.

Die SPD ist zu einer Partei geworden, in der man die Wirklichkeit nicht mehr
beschreiben darf.

Mit freundlichen Grüßen

Dokumentiert: #fürdasWissen: Erklärung zur Debatte um Beitrag von Dieter Nuhr

Gerne dokumentieren wir das Statement der DFG zum Beitrag von Dieter Nuhr. Auffällig ist: Auch die DFG entschuldigt sich bei ihm – und bittet nicht um Entschuldigung, wie es korrekt wäre. Ansonsten lassen wir das Statement mal so unkommentiert stehen.

Die Veröffentlichung eines Beitrags des Kabarettisten Dieter Nuhr #fürdasWissen auf Twitter hat dort starke Reaktionen ausgelöst, die sich zunächst um Nuhr und seine Teilnahme an der Aktion und dann um die Löschung des Beitrags auf der Kampagnen-Seite drehten. In dieser Erklärung nimmt die DFG zu den Vorgängen Stellung.

Die DFG führt im laufenden Jahr anlässlich des 100. Gründungsjubiläums ihrer Vorgängerorganisation die Kampagne “DFG2020 – Für das Wissen entscheiden” durch, die mit verschiedenen Elementen und Formaten den Wert der freien und unabhängigen Wissenschaft für eine offene und informierte Gesellschaft herausstellt.

Ein zentrales Element der Kampagne ist die Online-Aktion #fürdasWissen, in der Personen aus allen gesellschaftlichen Bereichen sich in persönlichen Statements zur Bedeutung von Wissenschaft und zur Frage, warum sie selber sich für das Wissen entschieden haben, äußern können. Die Statements können bei der DFG eingereicht werden. Ausgewählte Persönlichkeiten aus der Wissenschaft, aber auch aus Politik, Kunst und Kultur, wurden direkt von der DFG eingeladen, sich zu beteiligen, so auch der Kabarettist Dieter Nuhr. Insgesamt haben bislang mehr als 200 Personen zu der Online-Aktion beigetragen.

Das von Herrn Nuhr eingebrachte Statement wurde am 21. Juli zunächst auf der eigenen Internetseite der DFG2020-Aktion und über den Youtube-Kanal der DFG öffentlich gemacht. Die DFG bedankte sich bei Herrn Nuhr für seinen Beitrag. Am 30. Juli erfolgte auch eine Veröffentlichung via Twitter, die unmittelbar eine intensive Diskussion auslöste. Die Entscheidung, Herrn Nuhr als Botschafter der Jubiläumskampagne einzusetzen und sein Statement zu veröffentlichen, wurde in vielen Kommentierungen kritisiert. Kritik erreichte die DFG auch von zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft über verschiedene Kanäle. Zu ihrem Bedauern sah sich die DFG nicht in der Lage, kurzfristig und während einer zum Teil aggressiven Twitter-Diskussion eine klare Einschätzung zu den Kommentaren vorzunehmen.

Die DFG hat sich daher am 31. Juli entschieden, den Beitrag von der Seite “DFG2020 – Für das Wissen” und aus ihrem Youtube-Kanal zu nehmen und die Situation näher zu beleuchten.

Die Entfernung des Beitrags erfolgte ohne weitere Erläuterung und ohne vorherige Information an Herrn Nuhr, was die DFG ausdrücklich bedauert und wofür sie sich bei Herrn Nuhr entschuldigt. Auch möchte die DFG betonen, dass sie mit der Entfernung des Beitrags keineswegs Herrn Nuhrs persönliche Einstellung zur Wissenschaft bewerten wollte.

Es ist der DFG jedoch auch ein Anliegen zu betonen, dass der Beitrag von Herrn Nuhr auf dem Twitterkanal @dfg_public nicht gelöscht wurde. Damit wurde die vorangegangene Diskussion dokumentiert, und die Fortsetzung der Diskussion wurde ausdrücklich ermöglicht.

Im Folgenden hat sich die DFG intensiver mit dem Statement von Dieter Nuhr befasst und weitere Hintergrundrecherchen durchgeführt. Dabei wurde deutlich, dass Herr Nuhr die Sätze: “Wissenschaft ist nämlich keine Heilslehre, keine Religion, die absolute Wahrheiten verkündet. Und wer ständig ruft ‘Folgt der Wissenschaft!’ hat das offensichtlich nicht begriffen.” in ähnlicher Form bereits in der stark polarisierten Debatte zum Klimawandel und der Aktivistin Greta Thunberg geäußert hat.

In dieser spezifischen Debatte Stellung zu beziehen, ist jedoch nicht Ziel der Kampagne #DFG2020. Die DFG bietet Herrn Nuhr aber sehr gerne eine im Lichte der aktuellen Debatte kommentierte Wieder-Online-Stellung seines Statements an, nicht zuletzt auch, um die Diskussion offenzuhalten. Die DFG will diesen Fall zum Anlass nehmen, eine Auseinandersetzung über die aktuelle Debattenkultur anzustoßen und sich dabei auch selbstkritisch mit dem eigenen Handeln zu befassen.