csocial.eu – ein kritischer Blick auf W Social

Mit csocial.eu starte ich ein kleines Beobachtungsprojekt zu W Social.

Eigentlich hätte ich die Seite gern A Social genannt. Das hätte schön gepasst: Alternative, Analyse, Aufklärung — oder einfach asozial… Die Domain war aber schon weg. Also wurde es C Social. Und das C steht hier ziemlich eindeutig für critical.

Der Anlass ist simpel: W Social tritt mit großen Versprechen an. Neues soziales Netzwerk, mehr Freiheit, mehr Unabhängigkeit, mehr Nähe zur Community. Das klingt erst einmal gut. Aber gerade bei solchen Projekten lohnt sich ein genauer Blick.

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Bückbürgertum jetzt auch zum Durchklicken

Ich habe aus gegebenem Anlass eine neue kleine Seite gebaut, bückbürgertum.de, auf der kann man in 13 Fragen herausfinden kann, ob man Bückbürger, Shitbürger oder doch etwas ganz anders ist…

Das ist natürlich kein wissenschaftlicher Test. Es ist eher eine kleine Spielerei an der Schnittstelle von politischer Typologie, Selbstdiagnose und gepflegter Beleidigung.

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„Automat und Gesellschaft“ – ein Buch über künstliche Intelligenz, bevor es künstliche Intelligenz gab

1969 erschien in Tiflis ein schmales, unscheinbares Lehrbuch mit dem Titel „Автомат и общество“, auf Deutsch „Automat und Gesellschaft“. Sein Verfasser, der georgische Kybernetiker und Sprachphilosoph Zurab Kharitonashvili, war damals außerhalb eines kleinen akademischen Kreises kaum bekannt. Das Buch wurde nie in größerem Umfang übersetzt, tauchte in westlichen Bibliografien nur am Rande auf und geriet bald in Vergessenheit.

Heute liest es sich, als habe jemand aus dem Jahr 1969 einen Blick auf die Gegenwart geworfen.

Kharitonashvili schrieb über Rechenmaschinen, Automaten, Sprache, gesellschaftliche Ordnung und die Grenzen planbarer Intelligenz. Begriffe wie Large Language Model, generative künstliche Intelligenz oder neuronales Netz kamen in seinem Werk naturgemäß nicht vor. Dennoch kreisen viele seiner Gedanken erstaunlich genau um die Fragen, mit denen wir uns heute beschäftigen.

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Köpfe: Zurab Kharitonashvili – der Mann, der die Maschine sprechen hörte, bevor es sie gab

Es gibt Denker, die wirken erst im Rückblick groß. Zu ihrer Zeit stehen sie etwas abseits, zu spekulativ für die Techniker, zu technisch für die Philosophen, zu philosophisch für die Funktionäre. Zurab Kharitonashvili gehörte zu diesen Figuren.

Geboren wurde er 1917 in Georgien, also in jenem Jahr, in dem das 20. Jahrhundert endgültig beschloss, nicht mehr harmlos zu sein. Seine Kindheit fiel in eine Zeit politischer Umbrüche, seine akademische Prägung in die sowjetische Wissenschaftskultur, seine geistige Reife in die Ära der Kybernetik. Er wurde Informatiker, bevor das Wort im heutigen Sinne selbstverständlich war. Er wurde Sprachtheoretiker, bevor Maschinen Sprache in einer Weise erzeugen konnten, die Menschen irritiert. Und er wurde ein Vordenker generativer künstlicher Intelligenz, lange bevor jemand den Begriff „generative AI“ verwenden konnte, ohne ausgelacht zu werden.

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Was bedeute Säxit?

Säxit ist eines dieser Wörter, die halb Witz, halb politisches Programm sind. Gemeint ist der Austritt Sachsens aus der Bundesrepublik Deutschland – also ein sächsischer Exit, sprachlich angelehnt an den Brexit.

Ganz neu ist der Begriff nicht. Schon rund um Pegida wurde mit ihm gespielt, teils ironisch, teils genervt, teils als böser Kommentar aus dem Rest der Republik: Dann geht doch.

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AIrotic.net: Ein Projekt über künstliche Intelligenz und Intimität

Mit airotic.net habe ich ein weiteres Projekt gestartet – und zugegeben eines mit einem Namen, der erst einmal die Augenbrauen hebt. „Airotic“ ist ein Kofferwort aus „Erotic“ und „AI“, und es benennt einen Bereich, über den im deutschsprachigen Raum erstaunlich selten nüchtern gesprochen wird: die Schnittstelle von künstlicher Intelligenz und menschlicher Intimität.

Dabei geht es ausdrücklich nicht um das, was der Name auf den ersten Blick vermuten lässt. airotic ist keine Sammlung anzüglicher Inhalte, sondern der Versuch, ein Thema ernst zu nehmen, das gerade vom Rand in die Mitte unseres Alltags rückt. KI-Begleiter, die zuhören und sich erinnern. Chatbots, in die sich Menschen verlieben. Bildgeneratoren, die Wünsche auf Knopfdruck bedienen. Roboter, an denen Forscherinnen und Forscher seit Jahren über Nähe, Einwilligung und das Wesen von Beziehungen streiten.

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Wie es zu umstellung.info kam – und was kommt

Viele Menschen machen sich über richtige Ernährung erst Gedanken, wenn es zu spät ist. Genau so war es auch bei mir. Lange Jahre lag mein Gewicht bei etwas über 70kg. Bei einer Größe von ca. 184cm am unteren Ende des Normalbereichs. Mit Ende 20 fing ich an, schleichend zuzunehmen – bis ich eines morgens im Jahr 2008 beim Wiegen auf die 99,8kg blickte und mir schwor, nicht “dreistellig” zu werden.

Kurzfristig entschied ich mich für eine Atkins-Diät, gefolgt von der Montignac Methode. Schnell kam ich in zwei Phasen auf ca. 85kg und fiel dann wieder in alte Ernährungsmuster zurück und nahm wieder zu.

Als ich wieder über 90kg lag, wurde mir klar, dass man sein Gewichtsproblem nur durch eine dauerhafte Ernährungsumstellung lösen kann und nicht durch eine Abfolge von Diäten und Phasen der Gewichtszunahme.

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PromptGarden.net: Ein Projekt für bessere Prompts

Mit promptgarden.net habe ich ein neues Projekt gestartet, das sich mit Prompts für LLMs und andere generative KI Systeme befasst.

Der Ausgangspunkt ist eine Beobachtung, die auf den ersten Blick banal wirkt: Bei der Arbeit mit KI-Systemen entscheidet die Frage oft stärker über das Ergebnis als das System selbst. Ein Prompt ist deshalb nicht nur eine Eingabezeile. Er ist eine kleine Versuchsanordnung. Er legt fest, worauf ein Modell achtet, welche Rolle es einnimmt, wie es Unsicherheit behandelt, welche Form eine Antwort bekommt und welche Denkbewegung überhaupt möglich wird.

Genau dafür soll PromptGarden ein Ort sein.

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Neues Projekt: 1000prompts.net

Mit 1000prompts.net habe ich ein neues kleines Projekt gestartet: eine Sammlung von Prompts, die nicht einfach nur Antworten erzeugen sollen, sondern Denkbewegungen.

Die Idee ist simpel: Gute Fragen verändern den Blick auf die Welt. Manchmal reichen ein Satz, ein Perspektivwechsel oder eine leicht absurde Ausgangslage, um mit einer KI nicht nur nützliche, sondern überraschende, irritierende oder wirklich interessante Ergebnisse zu erzielen.

1000prompts.net soll genau dafür ein Ort sein. Kein Handbuch, keine Prompt-Bibel, kein überambitioniertes KI-Manifest. Sondern eher ein wachsendes Archiv kurzer Denkwerkzeuge: Prompts über blinde Flecken, Selbsttäuschung, Zukunft, Matrix-Gedanken, Bildexperimente, absurde Perspektiven und die kleinen Risse in der eigenen Wahrnehmung.

Mich interessiert daran vor allem der Moment, in dem ein Prompt nicht bloß eine Aufgabe stellt, sondern ein Gespräch öffnet. Wenn die KI nicht nur liefert, sondern einen Gedanken zurückspiegelt, den man so noch nicht hatte.

Die Seite ist bewusst schlicht gehalten. Im Mittelpunkt stehen die Fragen selbst. Manche sind praktisch, manche philosophisch, manche spielerisch, manche leicht unangenehm. Genau darin liegt für mich der Reiz: KI wird erst dann spannend, wenn man sie nicht nur als Werkzeug für Effizienz benutzt, sondern auch als Spiegel, Sparringspartner und Störsender für die eigenen Routinen. Viele funktionieren für sich allein, andere dienen dazu, bestehende Ideen und Gedanken zu schärfen. Derzeit ist es englischsprachig, eine deutsche Version folgt vielleicht bald.

1000prompts.net ist damit ein Experiment. Ein kleines Prompt-Lexikon für Menschen, die nicht nur bessere Antworten wollen, sondern bessere Fragen.

Probieren Sie es einfach aus – hier.

Zitat: „There is Freedom of Speech…“ von Idi Amin

There is freedom of speech, but I cannot guarantee freedom after speech.

Das Idi Amin zugeschriebene Zitat ist so düster, weil es den Kern jeder autoritären Herrschaft offenlegt: Reden darf man vielleicht noch – aber nicht folgenlos.

Aber die Freiheit der Rede und der Meinung ist wertlos, wenn der Staat die Konsequenzen kontrolliert. Genau deshalb erkennt man Freiheit nicht an schönen Verfassungsartikeln, sondern daran, was nach dem gesprochenen Satz passiert – seinerzeit unter Idi Admin wie jetzt 2026 in der EU.