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Anthropics Börsenprospekt: Was hinter 80 Milliarden Dollar Verlust steckt

Anthropic meldet einen gewaltigen Verlust, verdient im jüngsten ausgewiesenen Quartal aber bereits operativ Geld. Wie passt das zusammen? Eine Analyse des Börsenprospekts zeigt, was die Schlagzeile verdeckt – und wo die wirtschaftlichen Risiken tatsächlich liegen.

80,75 Milliarden Dollar Verlust in einem halben Jahr. Das ist die Zahl, die aus dem Börsenprospekt von Anthropic hängen bleibt. Sie klingt nach einem Unternehmen, das mit jeder Antwort seines KI-Assistenten Claude Geld verbrennt.

Doch im selben Dokument stehen zwei weitere Zahlen: 974 Millionen Dollar operativer Gewinn im zweiten Quartal 2026 und 3,93 Milliarden Dollar positiver Zahlungsüberschuss aus dem laufenden Geschäft im ersten Halbjahr. Alle drei Angaben können gleichzeitig stimmen.

Anthropic hat seinen ersten öffentlichen Börsenprospekt am 26. Oktober 2026 bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC eingereicht. Er enthält geprüfte Jahresabschlüsse bis 2025 und ungeprüfte Zwischenzahlen bis Juni 2026. Einzelne Angaben reichen bis September oder Oktober. Diese unterschiedlichen Zeiträume muss man auseinanderhalten. Grundlage dieser Analyse ist die öffentliche S-1-Fassung vom 26. Oktober 2026.

Warum ein wertvolleres Unternehmen einen höheren Verlust ausweisen kann

Der größte Teil des Nettoverlusts hat mit der Finanzierung von Anthropic zu tun. Frühe Geldgeber haben unter anderem Wandelanleihen erhalten: Finanzierungsinstrumente, die unter bestimmten Bedingungen in Unternehmensanteile umgewandelt werden.

Steigt der Wert des Unternehmens stark, können auch diese Ansprüche wertvoller werden. Anthropic muss bestimmte Instrumente zum jeweils aktuellen Wert bilanzieren. Wird eine als Verbindlichkeit erfasste Forderung eines Investors wertvoller, entsteht auf Unternehmensseite ein Aufwand.

Vereinfacht: Ein Investor besitzt einen Anspruch auf einen Teil eines Kuchens. Wird der Kuchen viel wertvoller, steigt der Wert seines Anspruchs. Das Unternehmen verbucht einen höheren Aufwand, obwohl dieser Bewertungsvorgang für sich genommen kein Geld vom Bankkonto abzieht.

Genau dieser Mechanismus erklärt im ersten Halbjahr 72,388 Milliarden Dollar an Verlusten. Der Prospekt führt sie überwiegend auf den gestiegenen Wert ausstehender Wandelanleihen infolge der höheren Unternehmensbewertung zurück. Die Erläuterung auf Seite 151 beschreibt diesen Zusammenhang ausdrücklich.

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Spam-Warnung: „Schluss mit eiskalten Füßen!“

Gestern Abend war es einer Spam-Mail noch „nachts zu warm“, heute früh verspricht die nächste: „Schluss mit eiskalten Füßen!“ Absender ist „WellaHeat“, und WellaHeat sei angeblich „zu den besten beheizbaren Socken des Jahres 2026 gekürt“ worden. Von wem, verrät die Mail nicht. Sie lag am Dienstagmorgen im Junk-Ordner, wo sie hingehört.
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Kühlschrank, Banane, Mexikaner: Der X-Krieg zwischen Argentiniern und Saudis

Fortsetzung von: Katze, Patrick Star, Halbmond: Der X-Krieg zwischen Türken und Chinesen

Der türkisch-chinesische Krieg hatte kaum Zeit zum Auslaufen, da meldete sich die nächste Front: Argentinier gegen Saudis. Als Waffe diente diesmal kein Katzenbild, sondern ein Mann vor einem geöffneten Kühlschrank, der vor Rührung weint. Was danach folgte, reicht von Bananen über Mexikaner bis zur Weltmeisterschaft 2022, ausgetragen von Konten, die teils erst seit diesem Sommer existieren. Die Frage, warum das alles passiert, hat bislang niemand belastbar beantwortet. Dieser Text sammelt, was sich belegen lässt, und markiert den Rest mit einem Augenzwinkern.
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Katze, Patrick Star, Halbmond: Der X-Krieg zwischen Türken und Chinesen

Es begann mit einer Katze. Genauer: mit einem Katzenbild, auf dem das Tier einen gelben Kegelhut und ein schmales Schnurrbärtchen trägt, ein Klischeegag auf Kosten der Chinesen. Was danach kam, nennen manche Beteiligte den „First Twitter War“: türkische und chinesische X-Nutzer, die einander mit Flaggen, Geschichte, Bruttoinlandsprodukt und Filmbewertungen bewerfen, ersatzweise mit Wörtern, die sich hier nicht zitieren lassen. Die Frontberichterstattung folgt, soweit sie sich belegen lässt.
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Spam-Warnung: „Nachts zu warm? Probieren Sie Derila Ergo.“

Ende Oktober, die Heizperiode hat gerade begonnen, und ausgerechnet jetzt fragt eine Mail besorgt: „Nachts zu warm? Probieren Sie Derila Ergo.“ Gemeint ist ein Kissen mit „Kühltechnologie“. Die Mail kam am späten Montagabend und landete direkt im Junk-Ordner, was zum Thema passt: Dort ist es angenehm kühl.
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Das freie Web ist tot, es lebe das freie Web

In den vergangenen Jahren habe ich diese Seite hier ziemlich vernachlässigt. Zwar sind immer wieder neue Inhalte hinzugekommen, aber aktuelle Gedanken, Beobachtungen und Kommentare habe ich überwiegend auf X veröffentlicht.

Das hatte einen einfachen Grund: Für kleine Websites und Blogs wurde es immer schwieriger, Aufmerksamkeit zu bekommen.

Ein immer größerer Teil dessen, was früher auf einzelnen Websites stattfand, hat sich auf einige wenige große Plattformen verlagert. Dort werden Nachrichten gelesen, Meinungen ausgetauscht, Bilder und Videos geteilt und Diskussionen geführt. Gleichzeitig verändert KI die Art, wie wir nach Informationen suchen. Viele Fragen werden inzwischen direkt an Chatbots gestellt. Und auch klassische Suchmaschinen wie Google oder Bing beantworten immer mehr Anfragen unmittelbar mit eigenen KI-generierten Zusammenfassungen.

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Serbien-Wahl 2026: Woher der Vorsprung der Studentenliste kommt

52,65 Prozent für die Studentenliste, 39,22 Prozent für die Vučić-Liste: Die vorläufigen Zahlen der serbischen Parlamentswahl vom 25. Oktober 2026 zeigen einen Vorsprung von 573.226 Stimmen. Unsere Auswertung der amtlichen Wahllokaldaten erklärt, wo dieser Abstand entsteht, was sich gegenüber 2023 verändert hat und welche Fragen noch offen sind.

Datenstand: 26. Oktober 2026, 12:15 Uhr MEZ, zugleich Ortszeit in Belgrad. Erfasst sind 8.136 von 8.392 Wahllokalen, also 96,95 Prozent. Dies ist eine Analyse dieses Zwischenstands, kein amtliches Endergebnis.

Drei Befunde sind besonders aufschlussreich: Belgrad liefert knapp 60 Prozent des landesweiten Vorsprungs der Studentenliste. Auch außerhalb der Hauptstadt liegt sie insgesamt vorn. Und die noch offenen Ergebnisse allein reichen rechnerisch nicht aus, den Abstand zur Vučić-Liste zu schließen – sofern bereits erfasste Ergebnisse unverändert bleiben.

Das vorläufige Ergebnis: 2,25 Millionen Stimmen für die Studentenliste

Die Liste „Studentska lista – Studenti pobeđuju“ kommt im ausgewerteten Stand auf 2.246.624 Stimmen. Auf „Aleksandar Vučić – Ujedinjena Srbija“, hier kurz Vučić-Liste beziehungsweise SNS-Liste genannt, entfallen 1.673.398 Stimmen. Die Dačić-Liste folgt mit 92.537 Stimmen und 2,17 Prozent. Grundlage sind das amtliche Ergebnisportal der Republik-Wahlkommission RIK und dessen Export der Wahllokalergebnisse.

Studentenliste 52,65 %, Vučić-Liste 39,22 %, Dačić-Liste 2,17 %, übrige Listen 4,68 %, ungültig 1,29 %.
Die Prozentwerte beziehen sich auf alle 4.267.203 erfassten Stimmzettel, einschließlich ungültiger Stimmzettel. Rundungen können Summenabweichungen verursachen.

Der Nenner ist wichtig: Von den erfassten Stimmzetteln sind 4.212.092 gültig und 55.111 ungültig. Bezogen ausschließlich auf die gültigen Stimmen erreicht die Studentenliste 53,34 Prozent. Die 52,65 Prozent in der Grafik verwenden dagegen alle Stimmzettel. Beide Werte beschreiben denselben Stimmenstand.

Belgrad liefert 341.167 Stimmen Vorsprung

In der RIK-Region Belgrad entfallen 62,96 Prozent der erfassten Stimmzettel auf die Studentenliste und 31,63 Prozent auf die Vučić-Liste. Daraus entsteht ein Saldo von 341.167 Stimmen zugunsten der Studentenliste. Das entspricht 59,52 Prozent ihres landesweiten Nettovorsprungs.

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Spam-Warnung: „+ 400 Freispiele“

Manche Spammer schicken eine Mail, diese hier schickt gleich ein ganzes Rudel: Am Montagvormittag landeten innerhalb von zwei Stunden vier fast identische Casino-Mails im Junk-Ordner, zweimal mit dem Betreff „+ 400 Freispiele“, zweimal mit „bis zu €5.000“. Mal heißt der Absender „Online Games“, mal „Casino Offers“, „The Casino Team“ oder „Casino for you“. Der Inhalt ist immer derselbe: ein Willkommenspaket des Online-Casinos SkyCrown.
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Brasilien-Wahl 2026 im Ausland: So wählten die Länder

Die brasilianische Auslandswahl war alles andere als einheitlich. In den USA und Japan gewann Flávio Bolsonaro deutlich, in Deutschland, Frankreich und Portugal lag Lula vorn. Insgesamt erhielt Lula im Ausland 53,86 Prozent der gültigen Stimmen. Hier finden Sie die Länderergebnisse, den Vergleich mit dem ersten Wahlgang und die Wahlbeteiligung.

Für diese Übersicht haben wir sämtliche 186 Auslandswahlgebiete im TSE-Datensatz geprüft und nach Ländern zusammengefasst. Eine Besonderheit bleibt sichtbar: Belgien und Luxemburg werden gemeinsam ausgewiesen, weil sie im verwendeten Ergebnisdatensatz unter „Brüssel“ zusammenlaufen. Frankreich umfasst auch Französisch-Guayana; China umfasst Hongkong. Taiwan und die palästinensischen Gebiete sind gesondert benannt. Die Übersicht ist damit vollständig für den veröffentlichten Auslandsdatensatz, ohne aus gemeinsamen Ergebnissen künstlich getrennte Länderwerte zu machen.

Direkt zu den ausführlichen Länderartikeln: Deutschland, Österreich und Schweiz. Zur vollständigen Tabelle geht es hier.

USA, Portugal und Japan stellen fast die Hälfte der gültigen Stimmen

Die 15 größten Auslandswahlgebiete: Bolsonaro gewinnt unter anderem in den USA, Japan und Paraguay; Lula in Portugal, Kanada und Deutschland.
Die 15 größten Auslandswahlgebiete, gemessen an gültigen Stimmen. Die Reihenfolge folgt ihrem Gewicht, nicht der Höhe eines Kandidatenanteils.

Die USA waren mit 85.741 gültigen Stimmen das größte Auslandswahlgebiet. Es folgten Portugal mit 57.752 und Japan mit 35.636. Zusammen entfielen auf diese drei Länder 48,20 Prozent aller gültigen Auslandsstimmen. Ihre Ergebnisse waren politisch sehr verschieden: Bolsonaro gewann in den USA mit 62,65 Prozent und in Japan mit 80,08 Prozent. In Portugal setzte sich Lula mit 59,42 Prozent durch.

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Brasilien-Wahl in der Schweiz: Lula gewinnt mit 56,68 Prozent

Lula gewann die brasilianische Stichwahl auch in der Schweiz: 7.089 Stimmen und 56,68 Prozent für ihn standen 5.419 Stimmen und 43,32 Prozent für Flávio Bolsonaro gegenüber. In beiden TSE-Wahlgebieten, Genf und Zürich, lag Lula vorn. Die Wahlbeteiligung blieb landesweit unter 50 Prozent.

Die Schweiz fällt im Vergleich der deutschsprachigen Nachbarländer auf. Während Lula in Deutschland 79,09 Prozent und in Österreich 74,98 Prozent erreichte, war sein Vorsprung unter den in der Schweiz abgegebenen gültigen Stimmen deutlich kleiner. Ein Blick auf die beiden Wahlgebiete zeigt zudem Unterschiede innerhalb der Schweiz.

Zürich liefert den größeren Stimmenvorsprung

Lula erhält in Genf 54,06 Prozent, in Zürich 58,81 Prozent und in der Schweiz insgesamt 56,68 Prozent der gültigen Stimmen.
Das Schweizer Gesamtergebnis entsteht aus den addierten Stimmen der TSE-Wahlgebiete Genf und Zürich. Es ist kein einfacher Durchschnitt ihrer Prozentwerte.
Wahlgebiet Lula Flávio Bolsonaro Lula-Anteil Gültige Stimmen
Genf 3.041 2.584 54,06 % 5.625
Zürich 4.048 2.835 58,81 % 6.883
Schweiz insgesamt 7.089 5.419 56,68 % 12.508

In Genf betrug Lulas Vorsprung 457 Stimmen, in Zürich 1.213. Zusammen ergibt das den Schweizer Saldo von 1.670 Stimmen. Zürich lieferte damit rund 73 Prozent dieses Vorsprungs. Dort wurden auch mehr gültige Stimmen abgegeben als in Genf.

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