Der Stromanbieter Grünstromwerk aus Hamburg ist nicht mehr eigenständig aktiv: Die Düsseldorfer Naturstrom AG hat das Geschäft samt Belegschaft und Kundenstamm übernommen.
Gibt es Grünstromwerk Vertriebs GmbH noch?
Nein, nicht mehr eigenständig. Laut pv magazine übernimmt der Düsseldorfer Ökostrom-Anbieter Naturstrom das Hamburger Start-Up Grünstromwerk, das sich auf dezentrale Mieter- und Regionalstrom-Modelle spezialisiert hat. Belegschaft und Kundenstamm von Grünstromwerk werden in den Geschäftsbereich Dezentrale Energieversorgung von Naturstrom integriert. Die Übernahme wurde am 13. Juli abgeschlossen. Die Marke Grünstromwerk wird dabei weitergeführt.
Unternehmen und Kontaktdaten
Grünstromwerk Vertriebs GmbH
Hamburg
Internetauftritt: pv-magazine.de (Naturstrom übernimmt Grünstromwerk)
Angebot
Was heute bekannt ist:
- Geschäft von der Naturstrom AG übernommen
- Kundenstamm in die Naturstrom AG integriert
- Schwerpunkte: Regionalstrom und Mieterstrom
Hinweise für Verbraucher
Vergleichen Sie vor einem Wechsel den Gesamtpreis für Ihren Jahresverbrauch aus Arbeits- und Grundpreis und achten Sie auf Laufzeit und Kündigungsfrist.
Dynamische Stromtarife geben schwankende Börsenpreise an Sie weiter und setzen ein intelligentes Messsystem voraus. Sie lohnen sich vor allem, wenn Sie größere Verbräuche wie E-Auto oder Wärmepumpe in günstige Stunden verschieben können. Wer das nicht kann, trägt das Risiko teurer Preisspitzen.
Gibt es Ärger mit Rechnung, Abschlag oder Belieferung, wenden Sie sich zunächst schriftlich an den Versorger. Hilft das nicht weiter, können Sie sich an die Schlichtungsstelle Energie e.V. wenden; das Verfahren ist für Verbraucher kostenlos.
Prüfen Sie die Jahresabrechnung Position für Position: Abrechnungszeitraum, Zählerstände, Preise und bereits gezahlte Abschläge. Fällt Ihnen ein Fehler auf, widersprechen Sie schriftlich und bewahren Sie eine Kopie auf.
Entscheidend ist der Gesamtpreis für Ihren tatsächlichen Jahresverbrauch, nicht der Arbeitspreis allein. Ein niedriger Preis pro Kilowattstunde kann durch einen hohen Grundpreis aufgezehrt werden. Achten Sie außerdem auf Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und darauf, wie sich der Vertrag nach der Erstlaufzeit verlängert.
Boni senken die Kosten meist nur im ersten Vertragsjahr. Notieren Sie sich deshalb das Ende der Erstlaufzeit und vergleichen Sie rechtzeitig vorher erneut, ob Ihr Tarif noch zu Ihrem Verbrauch passt.
Preisgarantie ist nicht gleich Preisgarantie. Manche Garantien gelten nur für den Energieanteil, andere zusätzlich für Netzentgelte, und nur wenige für fast alle Bestandteile. Steuern, Abgaben und Umlagen sind häufig ausgenommen. Lesen Sie deshalb genau, was der jeweilige Tarif abdeckt.
Ändert sich Ihr Verbrauch deutlich, etwa durch neue Geräte, Homeoffice oder mehr Personen im Haushalt, lohnt es sich, den monatlichen Abschlag anpassen zu lassen. So vermeiden Sie eine hohe Nachzahlung mit der nächsten Jahresrechnung.
Halten Sie bei jedem Wechsel und Umzug den Zählerstand mit Datum fest, am besten mit einem Foto. Bewahren Sie Auftragsbestätigung und Preisblatt auf. Kündigt ein Versorger eine Preiserhöhung an, haben Sie in der Regel ein Sonderkündigungsrecht und können in Ruhe prüfen, ob ein anderer Tarif günstiger ist.
Ihre Erfahrungen
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Stand: 31. Oktober 2026