Offener Brief: Abschluss-Prüfungen 2020 Bremen

Gerne veröffentlichen wie diesen offenen Brief hinsichtlich der Abschluss-Prüfungen in Bremen angesichts der COVID-19 Situation.

Sehr geehrte Frau Bogedan,

die Welt steht momentan still, die Menschen befinden sich überwiegend in ihren Häusern wegen der normativen Ausgangssperre und sie fürchten um das Leben, derer die sie kennen sowie lieben und um ihr eigenes. Die Panik um das Virus ist nicht unbegründet, denn es tötet Menschen. Starr in einem Angstzustand, welcher durch Unsicherheit und Verwirrtheit geprägt ist, durchlaufen die Bürger einen Wahn nach Hamsterkäufen, Distanz durch Quarantäne und weiteren Schutzmaßnahmen wie Atemmasken.

Eine heikle sowie extrem ernst zu nehmende Phase durchlebt die Bevölkerung und der internationale Raum. Eine Massenpanik, welche durch den Anstieg der Corona-Infizierten-Zahl und der Ungewissheit auch im Expertenbereich gefüttert wird, breitet sich in Deutschland aus und wie aktuell berichtet wurde, setzt sich das Bundesland Bremen wie Nordrhein-Westfalen für einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Corona-Regeln ein. Mehr als zwei Personen, die sich im öffentlichen Raum treffen, müssen Bußgelder zahlen um so das Fortschreiten des Corona-Virus zu unterbinden.

Unmengen an Fragen bilden sich, wenn die aktuelle Situation sowie ihre Schutzmaßnahmen im Zusammenhang zur Entscheidung die Abschluss-Prüfungen nicht entfallen zu lassen, betrachtet wird. Denn Sie und die verantwortlichen SenatorInnen sowie KultusministerInnen sind vertraut mit unserem Schulsystem und den Anordnungen während den Prüfungen.
Folgende Problemstellungen bilden sich aus der entschiedenen bundesweiten Verpflichtung die Abschluss-Prüfungen zu schreiben:

Wenn beispielsweise 12 Personen in einem Raum aufgeteilt werden um die Prüfung zu schreiben, dann beträgt der Schutzabstand 1,50 m und die SchülerInnen treten nicht in Kontakt, sondern sind getrennt voneinander. Wenn ein/e Schüler/in eine Frage zur Aufgabenstellung hat, wie kann der/die Lehrer/in die Frage beantworten ohne, dass andere SchülerInnen gestört werden? Oder ohne, dass der/die Lehrer/in einem/einer anderen Schüler/in etwas vorweg nimmt? Denn die LehrerInnen können sich den Schülern bis auf weiteres nicht mehr als 1,50 m nähern sonst droht ihnen noch die Gefahr angesteckt zu werden und Bußgeld zu zahlen.

Wie sollen die Englisch-Prüfungen ablaufen? Wenn der Listening-Part separat ausgeteilt wurde, wie soll dieser wieder eingesammelt werden ohne, dass sich die Lehrer und Schüler in die Quere kommen? Wie soll die restliche Austeilung nach dem Listening-Part aussehen? Was ist, wenn einige Schüler infiziert sind und unbewusst diesen an die Lehrer oder Schüler weitergeben trotz der Schutzmaßnahmen? Was ist mit den immunschwachen und vorerkrankten Schülern, die sich durch die Corona-Zeit quälen und auf keinen Fall das Haus verlassen? Wer soll die Verantwortung daraus ziehen, wenn ein/e Schüler/in angesteckt wird, weil die Schutzmaßnahmen in dem Rahmen gewiss nicht eingehalten werden können und andere (Familienmitglieder) ansteckt, die dadurch erkranken oder sterben? Wie sieht es mit dem Lehrerpersonal aus? Es gibt alte und vorerkrankte Lehrer, die nicht der Lebensgefahr ausgesetzt werden wollen. Wenn viele Aufteilungen stattfinden, wird das Lehrerpersonal ausreichen? Stehen diese nicht in unmittelbarer Gefahr, da die Viren mehrere Tage auf Oberflächen überleben und somit durch Tröpfchen auf den Prüfungen verteilt werden können?

Bis auf weiteres wird deutlich von den verantwortlichen KultusministerInnen und SenatorInnen gemacht, dass keine Nachteile durch den momentanen Umstand entstehen sollen, jedoch wurde die soziale Ungleichheit, die in Deutschland herrscht nicht mit einbedacht. Die Möglichkeiten wurden denen genommen, die durch die Quarantäne und Schließung aller möglichen Bildungsinstanzen mit ihren Familien unter einem Dach auskommen müssen. Häufig besitzen diese SchülerInnen keinen eigenen Computer oder Laptop und müssen diesen mit Studierenden oder jüngeren Schülern teilen, die ebenfalls ihre Aufgaben digital bearbeiten müssen. Die verschiedenen Facetten, die durch das Bestehen der Prüfungen hervortreten, bilden eine Ungerechtigkeit, die erst einmal diejenigen trifft, welche sozial schwächer sind.

Wie Sie sehen, gibt es noch verschiedene Aspekte, dessen Sie sowie ihre Kollegen/innen nicht genügend Aufmerksamkeit gewidmet haben. Die soziale Ungleichheit ist ein enormes Problem und könnte vielen Schüler/innen das Abitur kosten, da diese nicht die selben Möglichkeiten haben von denen sie möglicherweise ausgehen.

Wenn von dem „Anerkennungsabitur“ oder „Durschnittsabitur“ die Rede ist, wird es kritisiert. Was jedoch nicht kritisiert wird, ist die Ungleichheit zwischen den Bundesländern und der Fortführung eines alten Systems. Eines Systems, das Armut erfassbar macht und große Nachteile birgt. Ist Bremen, denn ein Bundesland, welches soziale Ungleichheit erfassbar machen will bzw. wird?

Der aktuelle Umstand verursacht nicht bloß Nachteile für sozial Schwächere, sondern ebenfalls für alle Bürger Deutschlands, denn die Gesundheit wird im Allgemeinen als oberste Priorität aufgefasst, jedoch wird diese Priorität mit dem Bestehen der Abschluss-Prüfungen untergraben. Wenn prinzipiell die Corona-Zahlen sinken würden, dann bestünde im Regelfall dennoch das Risiko durch die Abschluss-Prüfungen einen tiefgreifenden Fehler zu begehen, da die Zahlen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wieder steigen würden. Die besondere Situation wird nicht „gerettet“, sondern mit einem verantwortungslosen Risiko verschlimmert! Als „goldene“ Beispiele gelten Hessen und Rheinland-Pfalz, denn:

Karin Prien wurde wegen der Absage der Abschluss-Prüfungen stark kritisiert, doch aktuell sollten wohl eher die BildungsministerInnen Hessens und Rheinland-Pfalz kritisiert werden, denn die Zahlen in den Bundesländern steigen rapide an. Die Zahl der Erkrankten und Toten in den Bundesländern sind nicht alleinig durch die wenigen Schutzmaßnahmen zu verantworten, sondern ebenfalls durch das achtlose Fortführen der Abschluss-Prüfungen. Die Verantwortungslosigkeit wird geduldet und statt, dass dagegen angegangen wird, führen die Bundesländer diese weiter fort.

Die Bevölkerung hat Angst und kann sich nicht konzentrieren, warum sollten die Abschluss-Schüler, dann in der Lage sein dies zu können? Wie sollen so Nachteile ausgebaut werden?

Wir befinden uns in einer Krise, die von Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Angela Merkel als größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet wird und diese Herausforderung sollte ernst genommen werden!

Unser Lösungsansatz:

1. Eine Möglichkeit wäre, dass jede Schülerin und jeder Schüler in diesem Jahr ein sogenanntes Durchschnittsabitur erhält. Hierfür wird ein Durchschnitt der einzubringenden 32 Semesterergebnisse der letzten 4 Semester errechnet und als Abiturnote festgelegt. Bei einer erwünschten Verbesserung der Note, kann eine mündliche Leistung in einem der vier bereits gewählten Prüfungsfächer erbracht werden (zum Beispiel per Online-Videocall) und wie in den Vorjahren als mündliche Prüfung mit einberechnet werden.

2. Zwei Drittel der gesamten Abiturnote stehen bereits fest. Das letzte Drittel der Abiturnote kann durch alte Klausurleistungen hochgerechnet werden.

Im Namen aller Schüler/innen in meiner Situation bitten wir Sie diese Probleme nicht zu ignorieren, denn so könnte die Zukunft vieler ruiniert werden und viele Menschen in Lebensgefahr gebracht werden.

In unserer Demokratie und besonders in diesen Zeiten, sollten wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Jetzt heißt es: Handeln und nicht dem schäbigen Ruf der Politik nach gehen und schlafen!

Mit freundlichen Grüßen

Die Abschluss-Schüler

Pressemitteilung: Startschuss für die Machbarkeitsstudie zur „Monoklärschlammverbrennung mit Phosphorrecycling“

Gerne veröffentlichen wir diese Pressemitteilung der ENTEGA:

Startschuss für die Machbarkeitsstudie zur „Monoklärschlammverbrennung mit Phosphorrecycling“
Förderbescheid des Hessischen Umweltministeriums von Staatssekretär Conz an ZAS offiziell übergeben

Der Zweckverband Abfallverwertung Südhessen (ZAS) prüft im Rahmen einer Machbarkeitsstudie, wie Klärschlamm künftig noch umweltschonender verwertet und der enthaltende Phosphor recycelt werden kann. Hintergrund sind Änderungen der Klärschlamm, Dünge- und Düngemittelverordnung, nach denen kommunale Klärschlämme nicht mehr im bisherigen Umfang als Dünger in der Landwirtschaft genutzt werden können.
Der Staatssekretär im Hessischen Umweltministerium, Oliver Conz, hat dem ZAS in Darmstadt am Freitag, 24. Januar, eine Zuwendung in Höhe von 81.000 Euro für die Erstellung der Machbarkeitsstudie „Monoklärschlammverbrennung mit Phosphorrecycling“ überreicht. Conz würdigte die Studie als richtungsweisendes Projekt: „Phosphor ist ein knapper Rohstoff, der für das Düngen in der Landwirtschaft von großer Bedeutung ist, da Phosphor für das Pflanzenwachstum notwendig ist. Weil in Klärschlamm neben Phosphor jedoch auch andere – umwelt- und gesundheitsgefährdende – Stoffe enthalten sind, ist es zum Schutz des Grundwassers wichtig, das Düngen mit Klärschlamm zu reduzieren. Kommunen, die sich um die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm bemühen, schonen also unsere natürlichen Ressourcen und gehen damit einen zukunftsweisenden Weg. Ich freue mich über die Weitsicht, mit der der Zweckverband Abfallverwertung Südhessen jetzt ein kommunales Konzept entwickelt, um die Klärschlammverwertung sicher und zukunftsfähig zu gestalten und das Phosphorrecycling zu ermöglichen.“
Der Zweckverband Abfallwirtschaft Südhessen (ZAS), der in seinem Müllheizkraftwerk (MHKW) in Darmstadt bereits den Restmüll seiner Mitglieder, also dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem Odenwaldkreis sowie weiterer kommunaler Partner wie der Landkreise Groß-Gerau und Bergstraße thermisch behandelt, prüft im Rahmen der Machbarkeitsstudie die Realisierung einer Monoklärschlammverbrennungsanlage in Darmstadt. „Auf Grund dieser Rahmenbedingungen sollte die Chance genutzt werden, mittelfristig eine zentrale Lösung für Südhessen anzustreben, mit dem Ziel die Klärschlammverwertung in Südhessen regional, zukunftsfähig und entsorgungssicher zu kostendeckenden Konditionen zu gestalten“, sagt Landrat und ZAS-Verbandsvorsitzender Klaus Peter Schellhaas.
An zwei potentiellen Standorten soll die Realisierbarkeit von drei verschiedenen thermischen Konversionstechnologien (Wirbelschichtfeuerung, Drehrohrofen und Hydrothermale Carbonisierung) untersucht werden. Darüber hinaus wird insbesondere auch die Phosphorrückgewinnung aus der Klärschlammasche Bestandteil der Machbarkeitsstudie sein.
Stadtkämmerer und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des ZAS André Schellenberg betont: „Die Studie soll eine gute Entscheidungsgrundlage für das weitere konzertierte Vorgehen, sowohl für die beiden Darmstädter Kläranlagen, die interessierten Anlagen des Landkreises Darmstadt-Dieburg sowie weiterer potentieller kommunaler Partner bilden.
Andreas Niedermaier, Vorstand Personal und Infrastruktur der Entega AG, welche die Geschäfts- und Betriebsführung des ZAS übernimmt, unterstreicht die vorausschauende und übergreifende Betrachtungsweise: „Diese Studie ist ein erster Meilenstein auf dem Weg die gesetzlichen Vorgaben, im Sinne einer umweltschonenden Kreislaufwirtschaft bis zum gesetzlich vorgegebenen Zieljahr 2029, frühzeitig auf regionaler Ebene zu planen und umzusetzen“. Die Ergebnisse der Studie werden voraussichtlich Mitte 2020 vorliegen.
Mit freundlichen Grüßen
ENTEGA AG
Unternehmenskommunikation und Public Affairs
Frankfurter Str. 110
64293 Darmstadt
Pressekontakt:
Michael Ortmanns (Unternehmenssprecher)
Telefon: 06151 701-2000
Telefax: 06151 701-1169
E-Mail: presse@entega.ag

ENTEGA AG, Sitz der Gesellschaft: Darmstadt
Reg.-Gericht Darmstadt HRB 5151, Ust.Idnr. / St.-Nr. DE811215048 / 007 225 46604
Vorstand: Dr. Marie-Luise Wolff (Vorsitzende), Dipl.-Kfm. Albrecht Förster, Andreas Niedermaier
Aufsichtsratsvorsitzender: Oberbürgermeister Jochen Partsch
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© 2019 ENTEGA AG

Köpfe: Jan Philipp Reemtsma

Jan Philipp Reemtsma ist eines der bekanntesten Mitglieder der Reemtsma Familie und wurde am 26. November 1952 in Bonn geboren.

Er ist ein deutscher Germanist, Publizist und Mäzen, dessen Wirken von der Literaturwissenschaft bis zur sozialwissenschaftlichen Gewaltanalyse reicht. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er bekannt, als er im Jahr 1996 Opfer einer Entführung wurde.

Von 2012 bis Ende 2015 war er als Honorarkonsul der Republik Slowenien für Hamburg und Schleswig-Holstein tätig.

Jan Philipp Reemtsma ist der Sohn des Unternehmers Philipp Fürchtegott Reemtsma. Er studierte Germanistik und Philosophie in Hamburg.

Mit 26 durfte er laut Testament über sein Erbe verfügen und verkaufte dann direkt seine Anteile an der Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH, seit 1980 hat Reemtsma daher keine Verbindungen mehr zur gleichnamigen Firma. Mit einem Vermögen von 700 Millionen Euro zählt ihn das Manager Magazin zu den 150 reichsten Deutschen.

Vom 25. März bis zum 26. April 1996 war Reemtsma Opfer einer Entführung und wurde er nach Zahlung eines Lösegeldes von den Entführern freigelassen. Seine Verschleppung, Gefangenschaft und Befreiung schildert und reflektiert er im Buch “Im Keller”. Es gelang ihm später den Entführer durch von ihm beauftragte Ermittler in Südamerika ausfindig zu machen und so der Strafjustiz zu übergeben. Reemtsma widmet sich persönlich der Literatur und Wissenschaft und ist ein bedeutender Mäzen für kulturelle, wissenschaftliche und politische Initiativen.

Reemtsma ist verheiratet mit Ann Kathrin Scheerer und Vater von Johann Scheerer. Auch Johann Scheerer verarbeitete die Entführung seines Vaters in einem Roman mit dem Titel: Wir sind dann wohl die Angehörigen.

Was ist Agile Markenführung?

Die agile Markenführung ist ein Konzept, dass die ursprünglich aus der Software-Entwicklung stammenden Prinzipien der Agilität auf das Management von Marken und somit auf die betriebswirtschaftliche Funktion des Marketings überträgt. Annette Bruce und Christoph Jeromin verstehen unter Agilität in der Markenführung eine angemessene, zielgerichtete und schnelle Reaktion auf sich verändernde Marktsituationen. Sie beschrieben 2016 vier Prinzipien der agilen Markenführung, die aus ihrer Sicht ein erfolgreiches Marken-Management in heutigen und zukünftigen Märkten ermöglichen bzw. fördern.

Inhaltlich abzugrenzen ist das Konzept von Ansätzen, die unter agilem Marketing diskutiert werden. Letztere beziehen sich ausschließlich auf eine Art der Entwicklung und Erstellung von operativen Marketing-Maßnahmen, während sich die agile Markenführung auf die Ebene der Markenstrategie bezieht.

In einer Reihe von Fachbeiträgen, u. a. von Jean-Noël Kapferer (2012), Henrietta Jowitt und Giles Lury (2012) oder Thomas Heun (2014), wurde darauf hingewiesen, dass in der jüngeren Vergangenheit zahlreiche neue Entwicklungen eingetreten sind, die sich maßgeblich auf den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen und Marken auswirken. Zu diesen Entwicklungen gehört in erster Linie die Digitalisierung, die sowohl eine Vielzahl an neuen Kommunikationsmedien als auch an Vertriebskanälen hervorgebracht hat. Außerdem sind eine zunehmende Wettbewerbsintensität zwischen Anbietern und ein zunehmend komplexeres Verhalten der Nachfrager zu beobachten.
Diesen Entwicklungen, die die Marktsituationen für Unternehmen dynamischer und komplexer machen, stehen Instrumente der Markenführung – wie z. B. die Markenpositionierung gegenüber – deren wichtigste Aufgabe die Wahrung von Kontinuität und Stabilität ist. Diesem erstmals von Christian Belz 2006 formulierten Spannungsfeld widmen sich Annette Bruce und Christoph Jeromin mit ihren Prinzipien der agilen Markenführung. Diese sollen im Marken-Management ein Gleichgewicht aus Planen und Handeln bzw. aus Kontinuität und Veränderung ermöglichen, um den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern.

Prinzipien der agilen Markenführung

Bruce und Jeromin definierten 2016 vier Prinzipien der agilen Markenführung:

Marktintelligenz

Das Konzept der Marktintelligenz ist weiter gefasst als klassische Marktforschung. Neben der Exploration der Kundenbedürfnisse schließt sie eine intensive Wettbewerbsanalyse, die Messung der Leistungserbringung einer Marke und die Identifikation wesentlicher Einflussfaktoren der Marktumwelt ein. Die Entwicklung von Marktintelligenz ist als Grundlage für die agile Markenführung zu verstehen.

Komplexitätsreduktion

Die zunehmend komplexen Märkte führten auf der Ebene der Markenführungsinstrumente ebenfalls zu einer Zunahme von Komplexität. Schwer verständliche oder zu umfangreiche Steuerungsinstrumente bergen das Risiko, dass die Orientierungsfunktion einer Marke sowohl für Kunden als auch für Mitarbeiter gemindert wird. Um dem entgegen zu wirken, stellen Bruce und Jeromin ein neues Modell zur Markenpositionierung vor, welches eine geringere Komplexität als viele der bisher etablierten Modelle aufweist, aber trotzdem eine starke Orientierungsfunktion erfüllt.

Handlungsorientierung

Dynamische Märkte erfordern häufige und schnelle Entscheidungen auf verschiedenen Ebenen eines Unternehmens. Dies erfordert sowohl eine hohe Entscheidungsgeschwindigkeit als auch -qualität. Bestehende Instrumente der Markenführung bleiben jedoch inhaltlich meist auf einem strategisch-abstrakten Niveau und bieten deshalb keine oder nur wenig Anknüpfungspunkte für die operative Unternehmensarbeit. Zur Erhöhung der Handlungsorientierung wird die Übersetzung der Markenstrategie in wenige, unternehmens- und hierarchieübergreifend gültige Prinzipien, die in Auswahlsituationen als Entscheidungsgrundlage dienen, empfohlen.

Anpassungsfähigkeit

Die Entwicklung von Anpassungsfähigkeit adressiert direkt das Spannungsfeld zwischen den statischen Instrumenten der Markenführung und der Dynamik der Märkte. Anpassungsfähigkeit ist im Sinne der agilen Markenführung nicht mit Aktionismus zu verwechseln. Sie ist vielmehr im Sinne des Survival of the Fittest zu verstehen. Dazu müssen Unternehmen in der Lage sein, kontinuierlich Feedback aus dem Markt zu erheben, zu analysieren und Entscheidungen für oder gegen die Anpassung des Marketing-Mix und bei besonders tiefgreifenden Veränderungen auch der Markenstrategie zu treffen.

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Köpfe: Antje Grothus

Antje Grothus (* 1964) ist eine deutsche Umweltschützerin. Sie war Mitglied der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung („Kohlekommission“) der deutschen Bundesregierung. Sie ist Koordinatorin Kohlepolitik NRW bei der Klima-Allianz Deutschland.

Grothus engagiert sich in der Bürgerinitiative Buirer für Buir, die sich für den Schutz von Kultur und Umwelt im rheinischen Braunkohlegebiet einsetzt. Sie setzte sich aktiv gegen die Rodung des Hambacher Forstes ein. Im Juni 2018 wurde sie zur Vertreterin der Betroffenen aus der rheinischen Braunkohleregion in die Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung („Kohlekommission“) gewählt.

Grothus lebt seit 1994 im Kerpener Ortsteil Buir. Sie hat drei Töchter.

Grothus trat als Gesprächspartnerin in Nachrichtensendungen und im Herbst 2018 in Talksendungen wie Anne Will und Maybrit Illner auf. Auf dem Bundesparteitag der Tierschutzpartei am 9. und 10. Februar 2019 wurde ihr die MUT-Medaille verliehen.

Köpfe: Marcel Remus

Marcel Remus (*3. Oktober 1986 in Hamm) ist ein deutscher Unternehmer, Speaker und Autor. Bekanntheit erlangte er insbesondere als Immobilienmakler auf Mallorca durch die Reality TV-Show mieten, kaufen, wohnen auf dem deutschen Fernsehsender VOX.

Marcel Remus ist der Sohn von Uwe und Silke Remus und wuchs in Bergkamen-Rünthe, in Niedersachsen und in Altdorf bei Nürnberg auf, wo er bis zur 10. Klasse das Leibnitz-Gymnasium besuchte und 2005 für ein Jahr als Austauschschüler in den USA verbrachte. Anschließend schloss er in Deutschland eine Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten in den Sprachen Englisch und Spanisch (Schwerpunkt auf Wirtschaft) ab. 2006 wanderte die Familie nach Mallorca aus, wo sein Vater geschäftlich tätig war.

Neben einem Fernstudium in International Business & Marketing arbeitete Remus in Spanien zunächst noch als Dressurreiter für die Pferdegala Apassionata. Ab 2007 war er für ein Immobilienunternehmen auf Mallorca als Makler tätig. 2009 machte er sich mit der Gründung des Immobilien-Unternehmens „Marcel Remus Real Estate“ in Palma selbständig.

Überregional bekannt wurde er u. a. durch die Produktionen des Fernsehsenders VOX mieten, kaufen, wohnen und Goodbye Deutschland.
Seit 2009 gibt Remus das jährlich erscheinende Magazin „MR-Lifestyle“ heraus. Außerdem gründete er sein eigenes Modelabel.

Köpfe: Jutta Ludewig

Jutta Ludewig (geb. in Halle an der Saale) ist eine deutsche Solotänzerin und Tanzpädagogin.

Jutta Ludewig wurde in Halle an der Saale geboren. Während ihrer Schulzeit wurde sie gezielt in rhythmischer Gymnastik unterrichtet, später durch Mary Wigman beruflich ausgebildet und arbeitete anschließend als deren Assistentin in Leipzig. Sie hat sich nicht nur dem Ballett, sondern ebenfalls dem Ausdruckstanz verschrieben (als Vorbild benennt sie auch Isadora Duncan), und so erntete sie als Solotänzerin internationale Anerkennung auf ihren Tourneen innerhalb Europa, sowie nach Kanada, Ägypten, Marokko, Libanon u.a.
In den 1950er Jahren eröffnete sie ein Ballett-Studio in Mainz, das sie bis zur Aufgabe des Studios rund fünfzig Jahre leitete. Sie unterrichtete selbst, und aus ihrer Schule gingen Profitänzer hervor, die Karriere machten.

Köpfe: Alina Nosow

Alina Nosow (* 24. August 1987 in Kiew, Ukrainische SSR) ist eine deutsche Künstlerin ukrainischer Herkunft. Sie lebt und arbeitet in Berlin und Wien.

Alina Nosow wurde 1987 in Kiew als einzige Tochter der Pianistin Alexandra Grabowskaja und des Cellisten Viktor Nosow geboren. Die jüdische elitäre Musikerfamilie emigrierte 1991 aufgrund der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl nach Deutschland und ließ sich zunächst in Heidelberg nieder.

Mit 18 Jahren verließ Alina Nosow ohne Abschluss das Gymnasium, um Kunst zu studieren. Sie studierte zwischen 2006 und 2016 Malerei / Grafik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe, der Akademie der Bildenden Künste Wien und der Freien Kunstakademie in Mannheim. 2016 schloss Sie ihr Studium als Meisterschülerin bei Marcel van Eeden ab.

Während Ihres Studiums erhielt sie ein Stipendium des jüdischen Begabtenförderwerks Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk. 2017 gründete sie gemeinsam mit Liat Graywer und Leonid Kharlamov die Künstlergruppe „Transparent Bodies“. 2018 leitete sie einen Kunstkurs für Sicherungsverwahrte in der JVA Tegel. 2019 war sie dann als Dozentin an der Akademie der Bildenden Künste an der Alten Spinnerei tätig.

Alina Nosow ist eine Malerin, Fotografin und näht Puppen aus Nylon. Die universalen, immer wiederkehrenden Themen in Ihrer Kunst sind Macht, Anziehung und Verfall.

In der Malerei als auch der inszenierten Fotografie zeigt Nosow die Figuren und Modelle oftmals mit den aus Nylon und Watte genähten Puppen zusammen. Geheimnisvoll, fast unterkühlt wirken die Figuren in den Bildern. Der Mensch, oftmals auch Selbstportraits Nosows, der seinen Gefühlen, Trieben, Abgründen seit jeher ausgeliefert ist formt das Zentrum jedes Bildes. Die gezeigten Locations bilden in Ihrer Alltäglichkeit einen großen Kontrast zu den starken, bizarren Posen der Figuren.

Alina Nosow malte bis 2010 ausschließlich abstrakt. Gegenwärtig lösen sich die Figuren in den mit Öl gemalten Bildern teilweise in der Farbe auf, sind verzerrt dargestellt.

Ausstellungen

2009: OW Biennale für junge und zeitgenössische Kunst, Buchen
2011: Mannheimer Kunstverein Lions Art
2012: Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern Pfalzpreis für Malerei
2012: Galerie Knecht und Burster. Westsüd : Studierende der Kunstakademie Karlsruhe
2012: Villa Böhm Stadtmuseum Neustadt an der Weinstraße, Junge Künstler in der Villa
2016: Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum Dagesh on Stage [7]
2016: Mannheimer Kunstverein Meisterschüler der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
2017: Leipziger Baumwollspinnerei Rundgang Rundgang Winter / Herbst
2017: Galerie Hinterconti und Galerie G21 Hamburg, Künstlergruppe transparent bodies
2017: Galerie Bunkerhill Hamburg
2018: Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk, Künstlergruppe transparent bodies
2019: Geschichtswerkstatt Altes Volksbad Mannheim: Ausgebadet
2019: Galerie Marcus Ritter London/Leipzig ‘From Russia’

Stipendien / Preise

2010-2016: Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk, Stipendium
2011: Artgrant Kunstpreis, Nominierung
2011: Lions Club Lions Art Stipendium
2012: Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern Pfalzpreis für Malerei, Nominierung
2013: Akademie der Bildenden Künste Wien, Stipendium
2016: Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum, Aufenthaltsstipendium
2017: Asylum Arts, Aufenthaltsstipendium

Köpfe: Wolfgang Klietz

Wolfgang Klietz (* 1963) ist ein deutscher Journalist und Autor.

Klietz lebt in Hamburg und ist als Redakteur beim Hamburger Abendblatt beschäftigt. Der gebürtige Schleswig-Holsteiner hat sich intensiv mit der maritimen Geschichte der DDR beschäftigt und zahlreiche Aufsätze für Fachzeitschriften und Bücher geschrieben. Außerdem hat Klietz als Co-Autor an der 45-minütigen ARD-Produktion Mukran – Honeckers Superhafen in der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ mitgearbeitet.