Bewaldung: Barrage vert

Barrage vert heißt soviel wie “grüne Sperre” und ist ein Bewaldungsprojekt, das das Fortschreiten der Sahara in Nordalgerien aufhalten soll. Mehr noch, bereits verwüstete Gebiete sollen auch wieder bewaldet werden.

Gestartet ist das Projekt bereits in den frühen 1970er Jahren. Auf einer Länge von rund 1.500 Kilometern von der marokkanischen bis zur tunesischen Grenze soll ein mindestens 20–40 Kilometer breiter bewaldeter Streifen entstehen, gepflanzt werden Aleppo-Kiefern und Korkeichen. Letztlich sollen mehr als 3 Millionen Hektar Wald gepflanzt werden.

Das Bild zeigt einen neu gepflanzten Wald in Nordalgerien.

Bild: By رمزي زودةOwn work, CC BY-SA 3.0, Link

Bewaldung: Die Nachteile von Fichtenmonokulturen in einem Bild

Die deutsche Forstwirtschaft setzte und setzt noch sehr stark auf Fichtenmonokulturen. Die Vorteile für die Waldbauen liegen in erster Linie darin, dass Fichten sehr schnell wachsen und man damit dazu auch noch höhere Holzpreise erzielt. Auf den ersten Blick scheint sich das also doppelt zu lohnen.

Betrachtet man diese künstlichen Fichtenwälder aber umfassender, sind sie problematisch, wie man hier auch auf einem Foto aus dem Kottenforst bei Bonn Röttgen sehen kann – hier stoßen eine Fichtenmonokultur und ein Laubmischwald direkt aufeinander.

  • Da die Fichten flach wurzeln, sind sie entsprechend anfällig für Trockenheit.
  • Weiter fallen Fichten bei Stürmen leicht um.
  • Monokulturen sind anfällig für Schädlinge, insbesondere für den Borkenkäfer.
  • Fichtenwälder bieten nur wenig Lebensraum für andere Pflanzen und Tiere.

Natürlich gibt es in Deutschland auch natürliche Fichtenwälder. Diese treten aber erst ab ca. 500 bis 600m Höhe auf und sind dort deutlich artenreicher.

Im Sinne natürlicher Wälder und einer nachhaltigen Waldwirtschaft wäre es also wichtig und wünschenswert, von diesen Monokulturen Abstand zu nehmen.