Kurztest: Poco M3

Das Budget Smartphone

Das Poco M3 ist ein Budget Smartphone, das aus dem Hause Xiaomi kommt. Der Hersteller, der vor allem für seine Mi Smartphone Flaggschiffe bekannt ist, bringt unter diesem Label günstige, aber erfahrungsgemäß dennoch mehr als brauchbare Smartphones auf den Markt.

Und um das Ergebnis des Kurztests vorwegzunehmen: Man kriegt wirklich ziemlich viel Handy fürs Geld.

Es ist gelb

Das Modell, das ich hier habe, ist gelb. Gelbe Smartphones mag ich besonders, und so musste ich es einfach zumindest testweise haben.

Der Kunststoff macht etwas auf Lederoptik, was nicht nur gut aussieht, sondern auch dafür sorgt, dass das Smartphone gut und sicher in der Hand liegt. Gut so, denn mit 77,8 Millimetern (mm) ist das Poco M3 recht breit und für kleine Hände wie meine eher eine Herausforderung. Das Smartphone ist 162,3 mm lang, ohne den auffälligen Kamerabuckel hinten 9,6 mm hoch und wiegt 198 Gramm. Gorilla Glass 3 sorgt dafür, dass es nicht ganz so schlimm sein dürfte, wenn es mal runter fällt.

Die technischen Details

Eingeschaltet wird es mit einem seitlichen Powerbutton, der auch als als Fingerabdrucksensor dient. Daneben gibt es noch die obligatorische Lautstärkewippe, den USB-C Anschluss und eine Kopfhörerbuchse.

Will man nicht mit dem sehr gut funktionierenden Fingerabdrucksensor entsperren, geht das auch über Gesichtserkennung, wobei diese nicht so sicher ist wie beim iPhone oder HighEnd Androiden.

Hat man dann entsperrt, bekommt man einen ersten Eindruck vom Display, das mit FHD+-Auflösung, also mit 1.080 mal 2340 Pixel, auflöst. OLED darf man in der Preisklasse nicht erwarten, die Farben sind etwas blass und in der Sonne kann man es nicht perfekt ablesen. Aber im Zimmer oder an einem nicht zu hellen Februartag macht das Display richtig Spaß und ist mit seinen 6,53″ auch gut für Netflix oder Youtube – die Stereolautsprecher liefern dazu einen verblüffend klaren und satten Sound. Was mich nur etwas stört ist der kleine Tropfen-Notch, aber der ist nicht so nervig groß wie der z.B. vom iPhone oder dem Google Pixel 5.

Mit dem Snapdragon 662, eine Adreno 610 GPU und ein 4 Gigabyte (GB) RAM ist das Poco schnell genug für Alltagsaufgaben. Wer Whatsapp, E-Mails, Netflix, Youtube, Instagram, Casual Games und ähnliche Apps nutzt, wird in der Praxis nicht an die Grenzen stoßen. Sind viele Apps offen, dauert es manchmal ein bißchen und auch Highendgames sind nicht das, wofür dieses Smartphone gemacht wurde.

Der sparsame Prozessor hat in Verbindung mit dem riesigen Akku mit 6.000 mA aber den Vorteil, dass das Poco M3 mehr als gut durch den Tag kommt. Für den normalen Nutzer wird es nur alle zwei bis drei Tage an den Strom müssen, auch Poweruser sollten allenfalls am Abend aufladen müssen. Im Lieferumfang befindet sich übrigens ein Netzteil mit 22,5 Watt. Auch wenn das Netzteil also viel Power bietet, das Laden dauert etwas… Voll ist das Smartphone erst in gut drei Stunden.

Aber zurück zu anderen technischen Daten: Es gibt ein Modell mit 64 und eins mit 128 Gigabyte, beide lassen sich aber per microSD um bis zu 512 GB aufrüsten, was in der Praxis mehr als reichen sollte. Auch wenn die Speicherkarte drin ist, bleibt Platz für eine zweite SIM Karte (DualSIM), was übrigens nicht bei jedem – auch teureren – erweiterbaren Smartphone der Fall ist.

Das Betriebssystem ist MIUI 12 auf der Basis von Android 10. Ein bisschen ärgerlich ist, dass einiges an Bloatware dabei ist, bei der dann teilweise auch Werbung eingeblendet wird… OK, bei dem Preis kann man darüber hinwegsehen.

Ansonsten an Bord: Bluetooth 5.0, WLAN mit 2,4 und 5 Gigahertz, FM-Radio und ein IR-Sender. Was fehlt ist NFC – berührungsloses Bezahlen mit GooglePay geht also nicht.

Kommen wir zu den Kameras. Die Selfie Kamera vorne ist wie gesagt im Drop-Notch untergebracht. Für mehr oder weniger versierte Instastars  ist sie sicher nichts, für den Urlaubsgruß und auch Zoom, Skype und andere Videocalls aber ordentlich. Hinten sind drei Kameras, eine Makro Kamera mit 2MP, ein Tiefensensor für Portraits (2MP) und die Hauptkamera, die 48MP hat. Die Bildqualität ist für die Preisklasse wirklich gut – sowohl bei guten und nicht so guten Lichtverhältnissen. Klar, es ist kein Google Pixel oder iPhone, aber für Urlaubsschnappschüsse reicht es. Dank der Tiefenkamera

Fazit

Für wen ist das Poco M3 top? Für alle, die ein grundsolides Smartphone suchen, dessen Akku lange durchhält. Ideal ist es für Schüler oder dank des großen Displays auch für die ältere Generation.

Für wen ist das Poco M3 flop? Für alle, die Google Pay nutzen wollen, Wert auf eine herausragende Kamera legen und ein möglichst pures Android wollen.

Fragen

Bekommt das Poco M3 Android 11

Ja.

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2 Antworten auf „Kurztest: Poco M3“

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