Rezept: Rosenkohl Quiche

Für 4 Personen braucht man:

  • ca. 300g Mürbteig, entweder selbstgemacht oder fertig
  • Rosenkohl (geputzt ca. 700g)
  • 200 g Speckwürfel
  • 100g Bergkäse, gerieben
  • 200 g Creme Fraiche
  • 50 ml Sahne
  • 1 Esslöffel Senf
  • 3 Eier
  • Walnüsse nach Belieben, grob zerstoßen
  • etwas Butter
  • Salz, Pfeffer und Muskatnuss

Backofen auf 200° vorheizen.

Eine Quiche Form buttern und mit dem Teig auslegen.

Rosenkohl putzen, sehr große Röschen halbieren und in Salzwassser ca. fünf Minuten blanchieren und dann kalt abschrecken.

Guss zusammenmischen: Drei Eier, Creme Fraiche, Sahne und Senf gut vermischen und mit etwas Muskatnuss und Pfeffer würzen. Allenfalls leicht salzen, der Käse und der Speck sorgen für genug Würze! Dann den geriebenen Käse und einige der zerstoßenen Walnüsse dazugeben.

In einer Pfanne den Speck anbraten, Rosenkohl auch kurz darin erhitzen.

Speck und Rosenkohl in die Form geben, den Guss gleichmäßig verteilen, einige der Walnüsse darüber geben und ab damit in den Ofen.

Ab der 20. Minute immer wieder mal kontrollieren, ob es nicht zu dunkel wird. Wenn ja, Alufolie darüber geben.

Nach gut 40 Minuten ist die Quiche fertig.

Dazu schmecken ein Chablis, ein alkoholfreier Muscat und als Beilage ein Feldsalat mit etwas Ziegenkäse und Tomaten.

Kurzkritik: The Pandemic Century – One Hundred Years of Panic, Hysteria and Hybris (Mark Honigsbaum)

Dank Corona sind wir heutzutage ja alle Hobbyvirologen. Und damit man nicht ganz so im trüben fischt oder sich mit Ahnungslosigkeit blamiert, wenn man – ob auf twitter wo auch immer – über Viren und Pandemiebekämpfung parliert, kann es nicht schaden, sich ein bisschen gesundes Halbwissen anzulesen.

Dazu möchte ich heute “The Pandemic Century – One Hundred Years of Panic, Hysteria and Hubris” von Mark Honigsbaum empfehlen. In leicht verständlichem Englisch geht es von der Spanischen Grippe, Ornithose, AIDS und einigen anderen Viruserkrankungen mehr hin zu SARS, Ebola und Zika. Im Vordergrund steht dabei, wie die jeweiligen Pandemien sich entwickelt haben und wie sie erforscht und bekämpft wurden, was sich oftmals wie ein Krimi liest. Basiswissen über die dahinterstehenden Viren rundet die jeweiligen Kapitel ab – und das wird in einer Form präsentiert, dass man es auch versteht, wenn man über den Bio-Grundkurs in der Schule nicht hinausgekommen ist.

Ich habe noch die Vorauflage aus dem April 2019 gelesen, der das Zusatzkapitel über COVID-19 fehlt, die in den aktuellen Taschenbuchausgaben aus dem Juni 2020 enthalten ist. Ich denke aber, das ist kein großer Verlust, eine wirkliche Beurteilung der COVID-Pandemie wird ohnehin erst mit einigem zeitlichem Abstand möglich sein. Das notwendige Rüstzeug, um Corona zu verstehen, liefert einem allein schon das Kapitel “SARS: Superspreader”.

Kurzum: “The Pandemic Century” ist die ideale kurzweilige Lektüre in den Zeiten des Lockdown.

Hinweis: Dieses Buch habe ich im Rahmen meines Projekts: Ein Buch je Woche 2021 gelesen. Die Übersicht dazu gibt es hier.

Dokumentiert: Der Einkaufszettel / Holocaust tweet der ZDF heute-show – und die misslungene Entschuldigung

Mit diesem tweet erinnerte die ZDF Heute Show an den Holocaust Gedenktag:

Dinge, die man mal vergessen kann: Milch, Butter, Mehl.

Dinge, die man nie vergessen darf: den Holocaust. #WeRemember #HolocaustGedenktag

Nicht wirklich überraschend wurde der tweet stark kritisiert. Woraufhin sich das ZDF entschloss, den tweet zu löschen und sich zu entschuldigen, hier zum tweet. Ob es diese nicht noch eher schlimmer macht, soll jeder für sich selbst beurteilen:

Die Absicht unseres heutigen Tweets zum Gedenktag war erkennbar gut gemeint, die Umsetzung für manche Menschen leider missverständlich. Deswegen haben wir ihn gelöscht.

Was bedeutet based?

based kann je nach Kontext verschiedene Bedeutungen haben.

So kann es einfach “basiert” bedeuten. Also bedeutet z.B. “based in Austria” als Angabe in einem Instagram Profil, dass jemand aus Österreich kommt.

Inzwischen heißt es oft aber soviel wie “in sich ruhend” im Sinne von “seine Basis” gefunden haben.

Das stress mich nicht, ich bin based.

Was bedeutet Wokeistan?

Wokeistan, manchmal auch Wokistan, ist meist, besonders in sozialen Netzwerken wie twitter, die scherzhafte oder leicht abwertende Bezeichnung für die Woke Bubble (zum Wort “woke” hier mehr).

Daneben kann Wokeistan für einen Staat oder eine Gesellschaft stehen, in denen Wokeness einen besonders hohen Stellenwert hat.

Wokeistan ist auch der Titel eines Romans, der sich kritisch mit dem Thema Woke auseinandersetzt.

Was bedeutet Woketard?

Ein Woketard ist jemand, der übertrieben woke ist. Meist in Wokeistan zuhause.

Was bedeutet Merkellappen?

Merkellappen ist ein abwertendes Synonym für Maske.

Dokumentiert: Der Ausschwitz Tweet von Wayne Schlegel – und die Verteidigung durch Micky Beisenherz

Camp Ausschwitz

Tweet von @WayneSchlegel_

Micky Beisenherz verteidigte diesen viel kritisierten tweet:

um die Tweets von @WayneSchlegel_ zu verstehen, muss man a) sicher auch schon mal ein bisschen was gelesen haben, um die politischen aktuellen Referenzen zu verstehen oder zumindest b) Auschwitz richtig schreiben. Wenigstens aus Respekt.

Dies brachte ihm dann wieder einiges an Kritik ein…

Ausgetrunken: Ingwerwasser mit Zitronenpfeffer

Nachdem ich letztens einen Teebeutel mit Ingwer und Pfeffer getrunken und für sehr gut befunden hatte, fragte ich mich, warum man nicht einfach Ingwerwasser mit etwas grobem schwarzen Pfeffer aufwertet.

Und wenn schon denn schon: Zitronenpfeffer.

Also einfach einige kleine Stücke Ingwer in eine Tasse geben, Zitronenpfeffer dazu, ziehen lassen und trinken. Bringt einen mit Kickstart in den Tag!

Wer keinen Zitronenpfeffer hat, nimmt normalen groben Pfeffer und gibt einen Schuss Zitronensaft dazu.

Tipps:

  • Obacht, es gibt Zitronenpfeffermischungen, bei denen Salz dabei ist. Die passen weniger gut.
  • Kann mehrfach aufgegossen werden.
  • Ingwerstücke können danach noch zum Kochen verwendet werden.

Kurzkritik: Porträt eines jungen Kochs (Maylis de Kerangal)

Der junge Mauro ist ein Freigeist, der vom Kochen besessen ist – trotz bester akademischer Voraussetzungen beschließt er, eine Karriere in der Gastronomie zu absolvieren. Und im “Porträt eines jungen Kochs” werden seine verschiedenen Stationen aufgeführt. Vom Knochenjob zum Mindestlohn vom Inhaber eines Pariser In-Restaurants, den nächsten Knochenjob, Bangkok…

Und wie immer bei meinen Kurzkritiken wird zum Inhalt nicht mehr verraten.

Weniger als 100 Seiten, leicht aber eindrucksvoll geschrieben – man hat es schnell an einem Abend gelesen. Eine echte Geschichte gibt es nicht, geschildert werden die einzelnen Stationen Mauros Karriere, wobei eine deutliche Distanz der Ich-Erzählerin zu ihm zu spüren ist. Anschaulich sind die Schilderungen der Gerichte. Man hat mehr das Gefühl, eine kulinarische Reportage zu lesen, keinen Roman.

Es ist ein eigenwilliges Buch, das einen etwas ratlos zurücklässt, das aber eine anregende Lektüre für einen trüben Sonntagnachmittag ist, während man dem Rinderbraten beim Schmoren zuriecht.

Hinweis: Dieses Buch habe ich im Rahmen meines Projekts: Ein Buch je Woche 2021 gelesen. Die Übersicht dazu gibt es hier.