Piet ist eine stapelbasierte esoterische Programmiersprache, deren Programme wie abstrakte Gemälde aussehen. Finden Sie mehr rund ums Programmieren auf unserer Schwerpunktseite Programmiersprachen.
Geschichte
Erfunden hat Piet David Morgan-Mar; das Esolang-Wiki ordnet die Sprache dem Jahr 2001 zu. Benannt ist sie nach Piet Mondrian, dem Pionier der geometrischen abstrakten Kunst. Lieber hätte Morgan-Mar sie laut seiner Website „Mondrian“ genannt, doch der Name war bereits vergeben.
Funktionsweise
Piet verwendet 20 Farben. 18 davon hängen über einen Farbton- und einen Helligkeitszyklus zusammen, dazu kommen Weiß und Schwarz. Gleichfarbige, waagerecht oder senkrecht benachbarte Bildpunkte („Codels“) bilden einen Farbblock. Ein Richtungszeiger startet im Block mit dem Codel ganz links oben und zeigt nach rechts. Welcher Befehl ausgeführt wird, hängt nicht von der Farbe ab, sondern davon, wie sich Farbton und Helligkeit beim Übergang zum nächsten Block ändern; es gibt 17 Befehle. Weiß wird ohne Wirkung durchlaufen, Schwarz kann nicht betreten werden. Findet der Zeiger nach allen Versuchen keinen Ausweg, endet das Programm – der einzige Weg, ein Piet-Programm zu beenden.
Einordnung
Bei unbegrenztem Stapel ist Piet turingvollständig; es gibt sogar einen Brainfuck-Interpreter in Piet. Ein Hello-World-Programm existiert nur als Bild und lässt sich hier nicht als Text wiedergeben. Von Morgan-Mar stammt auch Chef. Weitere Sprachen finden Sie in unserer Liste: Esoterische Programmiersprachen.
Quellen
Stand: 15.10.2026
