Glass ist eine esoterische Programmiersprache, die Postfix-Notation mit konsequenter Objektorientierung verbindet. Finden Sie mehr rund ums Programmieren auf unserer Schwerpunktseite Programmiersprachen.
Geschichte
Gregor Richards entwickelte Glass im Jahr 2005. Er wollte eine unintuitive Postfix-Notation mit starker Objektorientierung kombinieren; nach seinen Worten ist ihm keine andere Sprache bekannt, die so umgesetzt ist, „weil es idiotisch wäre“.
Funktionsweise
Ein Glass-Programm ist eine Folge von Klassendefinitionen in geschweiften Klammern, Funktionen stehen in eckigen Klammern. Ausgeführt wird die Funktion m der Klasse M. Fast alles läuft über einen Hauptstapel, auf den Namen, Zeichenketten und Zahlen gelegt werden. Eingebaut sind unter anderem Klassen für Arithmetik (A), Zeichenketten (S), Ausgabe (O) und Eingabe (I). Glass ist turingvollständig.
Hello World
Das Hello-World-Programm aus dem Esolang-Wiki legt ein Objekt der Ausgabeklasse O an und ruft dessen Funktion o mit „Hello World!“ auf:
{M[m(_o)O!"Hello World!"(_o)o.?]}
Einordnung
Glass zeigt, dass esoterische Sprachen nicht minimalistisch sein müssen wie Brainfuck. Weitere Sprachen finden Sie in unserer Liste: Esoterische Programmiersprachen.
Quellen
Stand: 15.10.2026
