Das Nokia 6.1 (2018) im Kurztest

Gut fünf Jahre lang hatte meine Mutter ein Nokia Lumia 925 im Einsatz. Und hätte nicht der Akku nach einigen kleinen Vorwarnungen nun endgültig den Geist aufgegeben, würde sie es noch die nächsten Jahre nutzen, zumindest solange, wie WhatsApp auf Windows Phone unterstützt wird. Übrigens, Datenverluste, insbesondere von Bildern, gab es trotz plötzlichen Ausfalls praktisch keine, da ich die automatische Sicherung über OneDrive aktiviert hatte. Grundsätzlich rate ich bei jeder Gelegenheit, zumindest seine Fotos automatisch bei einem der gängigen Cloud Anbieter zu sichern. Bei Diebstahl oder defekter Hardware hat man dann zumindest diesbezüglich keine Verluste. Aber ich schweife mal wieder ab…

Jedenfalls musste schnell Ersatz her. Ein subventioniertes Gerät im Rahmen des Mobilfunkvertrags hätte sich nicht gelohnt, sogar die freundliche Dame bei der Telekom Hotline riet davon ab. Angesichts der Anforderungen meiner Mutter – telefonieren, WhatsApp, E-Mail, mal eine Google Recherche und hin und wieder ein Schnappschuss – wäre ein iPhone oder Android Flaggschiff wie das Google Pixel 3 überdimensioniert gewesen.

Was mir bei der Auswahl wichtig war: es sollte möglichst ein pures  Android sein, ansprechende Haptik, Optik und  Verarbeitungsqualität haben, ausreichend schnell sein und über eine nicht zu schlechte Kamera verfügen.

Auf dem Papier sollte das Nokia 6.1 (2018) diese Anforderungen erfüllen. Und bei Amazon gibt es es aktuell (November 2018) für rund 250 Euro. Und so habe ich es kurzerhand in der silbernen Variante bestellt…

In der Packung findet man neben dem eigentlichen Gerät ein Ladegerät im alten Nokia Look, ein passendes USB-C Kabel, ziemlich billig wirkende Ohrhörer und die übliche Kurzanleitung.

Das Design ist elegant, besonders die Rückseite aus Metall weiß zu gefallen. Dazu liegt es gut in der Hand. Die Ränder vorne sind nicht übermäßig groß. Notch gibt es keine (oder keinen?). Das Smartphone wirkt zudem sehr gut gearbeitet, in Verbindung mit dem verbauten Gorilla Glass 3 sollte es auch kleine Stürze gut überstehen.

Neben dem USB-C Anschluss gibt es eine 3,5mm Klinke, den Ein-Ausschalter, Lautstärkewippe und auf der Rückseite unterhalb der Kamera einen Fingerabdrucksensor. In den Slot für die SIM passt übrigens noch eine Speicherkarte.

Beim Einschalten fällt das 5,5″ Full-HD Display direkt positiv auf. Es ist schön scharf, das Betrachten von Videos macht Spaß. Lediglich bei starker Sonneneinstrahlung spiegelt es etwas zu sehr und die automatische Helligkeitsregelung stellt es manchmal für meinen Geschmack zu dunkel. Ansonsten gibt es nichts zu meckern und man hat den Eindruck, ein deutlich teureres Modell vor sich zu haben.

Schnell die Nano SIM eingesetzt und mit dem WLAN verbunden. Neben einem neuen Google Account habe ich auch gleich den bestehenden Microsoft Account meiner Mutter aktiviert – so sind z.B. alle bestehenden Kontakte und dank OneDrive wenig später auch alle alten Fotos direkt da. Es lebe die Cloud.

Ausgeliefert wurde das vorliegende Gerät mit Android Oreo, das Update auf Android Pie steht aber schon zur Verfügung, also die neueste Version. Etwas, worauf man bei der Konkurrenz noch lange warten kann – wenn man es überhaupt bekommen wird…

Neben OneDrive installiere ich Outlook als Mail Programm und Edge als Browser – um den Umstieg von Windows Phone einfacher zu gestalten. Auch SwiftKey erinnert sehr an die Tastatur des gewohnten Lumia und wird daher als Standardtastatur installiert – übrigens etwas, was ich aus mehreren Gründen auch bei meinen Smartphones immer mache. Dann kommt noch WhatsApp drauf und in Sachen Software ist alles eingerichtet.

Mit 3GB RAM und Snapdragon 630 Prozessor ist es für diese Auswahl auch mehr als schnell genug, App-Wechsel laufen glatt und schnell ab.

Die Kamera mit 16MB und Zeiss Optik ist bei Tageslicht – besonders mit aktiviertem HDR – sehr ordentlich. Lediglich der Fokus könnte deutlich schneller sein. Aber hey, wir sprechen hier über ein günstiges Mittelklasse Smartphone. Bei Nachtaufnahmen sollten sich die Objekte nicht bewegen und mit einem Google Pixel kann sich das günstige Nokia in dieser Disziplin nicht messen. Aber für übliche Schnappschüsse ist es mehr als gut geeignet, bei guten Lichtbedingungen sieht man auch keinen Unterschied zu deutlich teureren Smartphones.

Ach ja, telefonieren kann man auch: der Empfang ist gut, die Klangeigenschaften ebenfalls. Und wo wir schon beim Alltagseinsatz sind: mit dem 3.000mAh Akku kommt man bei normalen Einsatz mehr als gut durch den Tag.

So wie es aussieht, was das Nokia 6.1 also eine gute Wahl.

Ach ja, standardmäßig war die Rufnummernunterdrückung für ausgehende Anrufe aktiviert – in den Einstellungen der Telefon-App lässt sich das aber schnell ändern.

Faktencheck: Die Thesen aus dem AfD-Flyer zum Migrationspakt

Die AfD ist die einzige größere Partei, die geschlossen gegen den Migrationspakt eintritt. In einem Flyer werden bestimmte Aussagen zum Migrationspakt gemacht, die hier einem Faktencheck unterzogen werden.

Die Aussagen der AfD im Faktencheck

1. wurde von Institutionen ohne demokratische Legitimation initiiert, wie z.B. der UNO und Nichtregierungsorganisationen.

Diese Aussage ist falsch.

Der Migrationspakt geht grundsätzlich auf einen Beschluss der UNO Vollversammlung vom 16. September 2016 zurück und soll am 11. Dezember anlässlich der “Zwischenstaatlichen Konferenz zur Annahme des Globalen Paktes für eine sichere, geordnete und reguläre Migration” in Marrakesch (Marokko) als Ergebnisdokument verabschiedet werden.

Es ist also nicht so, dass UNO und NGOs “aus dem Nichts” einen Migrationspakt entworfen haben.

2. benennt praktisch nur die Rechte der „Migranten“ und die Pflichten der Zielländer.

Diese Aussage ist zumindest überspitzt.

Der Pakt enthält Verpflichtungen für Migranten und Zielländer. Die Pflichten der Zielländer finden aber durchaus mehr Raum als Pflichten der Migranten.

ist ein verstecktes Umsiedlungsprogramm für Wirtschafts- und Armutsflüchtlinge.

Diese Aussage ist falsch.

Ein gezieltes Umsiedlungsprogramm kann aus dem Migrationspakt nicht herausgelesen werden – allenfalls mit viel Phantasie.

3. ermöglicht allen künftigen Migranten den Zugang zum Sozialsystem, zu dessen Erbringung sie nichts beigetragen haben.

Diese Aussage ist richtig.

Sie entspricht aber schon der bestehenden Rechtslage in Deutschland.

4. statuiert eine Aufnahmepflicht für alle, die behaupten, Opfer des „Klimawandels“ zu sein.

Diese Aussage ist falsch.

Eine Aufnahmepflicht für Klimaflüchtlinge ist dem Pakt nicht zu entnehmen.

Allerdings erkennt der Pakt den Klimawandel als Migrationsursache an, z.B. in Ziffer 21 h:

“Wir werden… bei der Ermittlung, Entwicklung und Verstärkung von Lösungen für Migranten zusammenarbeiten, die aufgrund von schleichenden Naturkatastrophen, den nachteiligen Auswirkungen des Klimawandels und Umweltzerstörung, beispielsweise Wüstenbildung, Landverödung, Dürren und Anstieg des Meeresspiegels, gezwungen sind, ihr Herkunftsland zu verlassen…”

5. bürdet sämtliche mit der Zuwanderung einhergehenden Kosten (z.B. Sozialleistungen, Beratungen, Schulungen jedweder Art, sprachliche Übersetzungen, RechtsmittelEinlegung etc.) den Zielländern auf.

Diese Aussage ist richtig, aber unvollständig.

Grundsätzlich ist es richtig, dass die Kosten der Zuwanderung vom Zielland zu tragen sind.

Ziel 22 des Pakts fordert die Übertragbarkeit von Sozialansprüchen, hier sind auch Mechanismen vorstellbar, die einen finanziellen Ausgleich zwischen den Staaten sicherstellen.

6. blendet die möglichen Gefahren für die innere Sicherheit durch Zuwandererkriminalität aus.

Diese Aussage ist falsch, zumindest überspitzt.

Der Migrationspakt geht grundsätzlich von einem positiven Menschenbild aus und fordert natürlich Migranten auf, die Gesetze des Ziellandes einzuhalten.

7. klammert die Probleme bei der Integration von Menschen aus anderen Kulturkreisen aus.

Diese Aussage ist falsch, zumindest überspitzt.

Der Migrationspakt fordert durchaus Maßnahmen, die der Integration in die Zielgesellschaften bewirken sollen.

Allerdings fordert er auch von den Zielgesellschaften Akzeptanz von Religion, Sitten und Gebräuchen von Migrantengruppen.

8. fordert auf, in den Medien über die Vorteile der Zuwanderung im Sinne einer „Bereicherung der Gesellschaft“ zu berichten.

Diese Aussage ist grundsätzlich richtig.

Der Migrationspakt schlägt tatsächlich eine pos

9. wird zusätzliche Anreize für eine weiter ansteigende Zuwanderung nach Deutschland geben.

Diese Aussage ist richtig.

Auch laut Auswärtigem Amt sollen Anreize für eine reguläre Migration nach Deutschland geschaffen werden.

Fazit

Die AfD macht es fast wie die CDU – nur andersherum. Es werden nur Aussagen getroffen, die den Migrationspakt in einem schlechten Licht erscheinen lassen. Aspekte, die dem vorgefassten Bild nicht entsprechen, werden unterschlagen.

 

 

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Andreas Schlich
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Schwerpunktthema: Migrationspakt

Hier im Blogmagazin finden Sie viele Beiträge rund um den sog. Migrationspakt.

Hier finden Sie eine Übersicht.

Grundlagen

Erläuterungen / Hintergründe

Faktencheck

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