Whitespace ist eine imperative, stapelbasierte esoterische Programmiersprache, die nur Leerzeichen, Tabulatoren und Zeilenumbrüche als Befehle kennt. Alle anderen Zeichen werden ignoriert. Finden Sie mehr rund ums Programmieren auf unserer Schwerpunktseite Programmiersprachen.
Geschichte
Edwin Brady und Chris Morris entwarfen Whitespace 2003. Kurz berühmt wurde die Sprache, als sie am 1. April 2003 auf Slashdot vorgestellt wurde: Die meisten hielten sie für einen Aprilscherz, was sie aber nicht war. Die ursprüngliche Website der Sprache bei der Computing Society der Durham University ist nicht mehr erreichbar.
Funktionsweise
Jeder Befehl beginnt mit einem „Instruction Modification Parameter“, der die Befehlsgruppe festlegt: Ein- und Ausgabe, Stapelbefehle, Arithmetik, Ablaufsteuerung oder Zugriff auf den Heap. Zahlen beginnen mit einem Vorzeichen, gefolgt von Leerzeichen für 0 und Tabulatoren für 1, und enden mit einem Zeilenumbruch. Sprungmarken sind ebenfalls Folgen aus Leerzeichen und Tabulatoren.
Hello World
Im Esolang-Wiki stehen ␠ für ein Leerzeichen, ␉ für einen Tabulator und ␊ für einen Zeilenumbruch; alles andere ist Kommentar. So sieht dort das Hello-World-Programm aus:
Hello,␠world!␠␠␉␠␠␉␠␠␠␊
␉␊␠␠
␠␠␠␉␉␠␠␉␠␉␊
␉␊␠␠
␠␠␠␉␉␠␉␉␠␠␊
␉␊␠␠
␠␠␠␉␉␠␉␉␠␠␊
␉␊␠␠
␠␠␠␉␉␠␉␉␉␉␊
␉␊␠␠
␠␠␠␉␠␉␉␠␠␊
␉␊␠␠
␠␠␠␉␠␠␠␠␠␊
␉␊␠␠
␠␠␠␉␉␉␠␉␉␉␊
␉␊␠␠
␠␠␠␉␉␠␉␉␉␉␊
␉␊␠␠
␠␠␠␉␉␉␠␠␉␠␊
␉␊␠␠
␠␠␠␉␉␠␉␉␠␠␊
␉␊␠␠
␠␠␠␉␉␠␠␉␠␠␊
␉␊␠␠
␊␊␊
Einordnung
Wie Brainfuck kommt die Sprache mit sehr wenigen Zeichen aus. Weitere Sprachen finden Sie in unserer Liste: Esoterische Programmiersprachen.
Quellen
Stand: 15.10.2026
