Was ist Tea?

Tea ist eine Skriptsprache für die Java-Umgebung. Entwickelt wurde sie bei der Lissabonner Softwarefirma PDM&FC, ihr Hauptautor ist Jorge Nunes. Tea-Programme laufen in der Java Virtual Machine und können auch in Java-Anwendungen eingebettet werden. Finden Sie mehr rund ums Programmieren auf unserer Schwerpunktseite Programmiersprachen.

Geschichte

Tea war bei PDM&FC lange im produktiven Einsatz. Laut der Installationsanleitung lief es dort mit Datenbanken wie PostgreSQL, MySQL, Oracle, Sybase, Informix und SQL Server, angebunden über das Modul TDBC und die jeweiligen JDBC-Treiber. Die Entwicklungsnotizen im Quellcode-Archiv reichen mindestens bis 2008 zurück, als ein Wartungszweig für Version 3.2 entstand. Im Oktober 2010 wurde die Schnittstelle nach dem Java-Standard JSR 223 in die Version 4.0.0beta2 übernommen. Der Quellcode liegt heute auf GitHub, die letzte Änderung dort stammt vom Februar 2020.

Merkmale

Ein Blick in die Beispiele und Tests des Projekts zeigt die Eigenheiten der Sprache: Befehle stehen in eckigen Klammern und lassen sich verschachteln, wie man es von Tcl kennt, Variablen werden mit define angelegt, und mit lambda entstehen anonyme Funktionen. Über JSR 223 lässt sich Tea wie andere Skriptsprachen aus Java heraus aufrufen.

Hello World

Ein Test aus dem offiziellen Quellcode-Archiv (Datei tests/string/fmt.tea) gibt eine Begrüßung mit einem Formatierungsbefehl aus:

echo [str-fmt "Hello, {0}!" "World"]

Einordnung

Tea gehört zu den Skriptsprachen, die schon früh die Java-Plattform als Grundlage nutzten. Über den Einsatz bei PDM&FC hinaus blieb die Sprache wenig verbreitet. Weitere Sprachen finden Sie in unserer Liste: Programmiersprachen, die mit T beginnen.

Quellen

Stand: 15.10.2026

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