Was ist The Waterfall Model?

Abstrakte Grafik zur Programmiersprache The Waterfall Model

The Waterfall Model ist eine esoterische Programmiersprache oder, je nach Sichtweise, ein Rechenmodell, das ganz ohne Befehlszeiger auskommt: Alles geschieht, weil Zähler ablaufen. Finden Sie mehr rund ums Programmieren auf unserer Schwerpunktseite Programmiersprachen.

Geschichte

Ihren Namen erhielt die Sprache 2018 vom Esolang-Wiki-Nutzer ais523. Laut Wiki hatten ais523 und der Nutzer zzo38 aber schon 2017 Sprachen mit identischer Bedeutung beschrieben, beide angelehnt an die Sprache Kangaroo.

Funktionsweise

Ein Programm besteht aus mehreren „Wasseruhren“. Jede hat einen aktuellen Wert und einen festen „Nullauslöser“, der festlegt, um wie viel jede Wasseruhr aufgefüllt wird, wenn diese Uhr null erreicht. Man kann sich vorstellen, dass alle Uhren gleichmäßig nach unten zählen. Die mit dem kleinsten Wert erreicht zuerst null, ihr Auslöser füllt andere Uhren und auch sich selbst wieder auf. Ein ausdrückliches Verringern gibt es nicht, und was passiert, wenn zwei Uhren gleichzeitig null erreichen, ist nicht festgelegt.

Einordnung

Ein Hello-World-Programm gibt es nicht; die Sprache ist für Beweise gedacht, nicht für Textausgabe. The Waterfall Model ist turingvollständig und dient vor allem als Ausgangssprache, um die Turingvollständigkeit anderer Sprachen zu beweisen, indem man es in sie übersetzt. Ähnlich genutzt wird Bitwise Cyclic Tag. Von ais523 stammen auch Underload und Black. Weitere Sprachen finden Sie in unserer Liste: Esoterische Programmiersprachen.

Quelle

Stand: 15.10.2026

Was ist Typst?

Typst ist ein Satzsystem auf Basis einer Auszeichnungssprache. Laut offiziellem Repository soll es so leistungsfähig sein wie LaTeX und dabei viel leichter zu lernen und zu benutzen. Finden Sie mehr rund ums Programmieren auf unserer Schwerpunktseite Programmiersprachen.

Geschichte

Laut der Firmenseite arbeitet das Team seit 2019 an einer von Grund auf neuen Technik für die Erstellung von Dokumenten. Die Firma Typst wurde 2023 in Berlin gegründet. Gründer sind Martin Haug und Laurenz Mädje; Mädje ist der Hauptentwickler der Sprache und Autor großer Teile des Compilers.

Merkmale

Typst bietet eingebaute Auszeichnungen für die häufigsten Formatierungsaufgaben, flexible Funktionen für alles andere und ein eng integriertes Skriptsystem. Dazu kommen Formelsatz, Literaturverwaltung und mehr. Dank inkrementeller Übersetzung soll es kurze Übersetzungszeiten bieten und verständliche Fehlermeldungen liefern. Überschriften entstehen etwa mit Gleichheitszeichen, Seiten- und Elementeigenschaften stellt man mit „set“-Regeln ein, und mit „show“-Regeln lässt sich das Aussehen eines Elements ganz neu festlegen.

Der Compiler ist quelloffen und steht unter der Apache-Lizenz 2.0. Er übersetzt Typst-Auszeichnung in PDFs, Bilder und Webseiten und läuft als Kommandozeilenprogramm oder als Bibliothek. Daneben betreibt die Firma eine Web-App für gemeinsames Schreiben.

Einordnung

Typst ist eine moderne Alternative zu TeX und LaTeX. Weitere Sprachen finden Sie in unserer Liste: Programmiersprachen, die mit T beginnen.

Quellen

Stand: 15.10.2026

Was ist Tolk?

Tolk ist laut TON-Dokumentation eine statisch typisierte Sprache zum Schreiben von Smart Contracts auf der TON-Blockchain und die offizielle Vertragssprache von TON. Sie bietet deklarative Datenstrukturen, automatische Serialisierung in Zellen und Grundbausteine für die Verarbeitung von Nachrichten. Finden Sie mehr rund ums Programmieren auf unserer Schwerpunktseite Programmiersprachen.

Geschichte

Tolk ist aus der älteren TON-Sprache FunC hervorgegangen und heute die empfohlene Sprache für Smart Contracts auf TON. Für den Umstieg stellt die Dokumentation Beispielverträge, Vergleiche des Gasverbrauchs, Referenzverträge, eine Gegenüberstellung „Tolk vs FunC“ und einen Konverter von FunC nach Tolk bereit. Auch die Dokumentation der früheren Sprache Tact verweist inzwischen auf Tolk.

Merkmale

Tolk übersetzt für die TON Virtual Machine (TVM) und gibt direkte Kontrolle über die Ausführung; der Compiler zielt auf den Fift-Assembler. Laut Dokumentation verbindet die Sprache gute Lesbarkeit mit maschinennaher Kontrolle: Ein Typsystem beschreibt den Aufbau von Zellen, verzögertes Laden überspringt ungenutzte Felder, und eine Vertragsdeklaration steuert den Export der Schnittstelle (ABI), TypeScript-Wrapper, Source Maps und Debugging. Tolk ist mit bestehenden TON-Standards kompatibel. Für JetBrains-IDEs und VS Code gibt es Erweiterungen, außerdem einen Language Server.

Einordnung

Tolk ist eine domänenspezifische Sprache für Blockchain-Verträge. Weitere Sprachen finden Sie in unserer Liste: Programmiersprachen, die mit T beginnen.

Quellen

Stand: 15.10.2026

Was ist Terra?

Terra ist laut offizieller Website eine maschinennahe Systemprogrammiersprache, die in die Skriptsprache Lua eingebettet ist und von ihr aus metaprogrammiert wird. Die Website nennt sie das „Low-Level-Gegenstück zu Lua“. Finden Sie mehr rund ums Programmieren auf unserer Schwerpunktseite Programmiersprachen.

Geschichte

Vorgestellt wurde Terra im Aufsatz „Terra: A Multi-Stage Language for High-Performance Computing“ von Zachary DeVito, James Hegarty, Alex Aiken, Pat Hanrahan und Jan Vitek auf der Konferenz PLDI 2013. Darin beschreiben die Autoren auch Orion, eine mit Terra umgesetzte Sprache für Bildverarbeitungs-Kernels.

Merkmale

Code auf oberster Ebene ist gewöhnlicher Lua-Code; das Schlüsselwort terra leitet eine Terra-Funktion ein. Terra ist rückwärtskompatibel zu C und kann C-Bibliotheken direkt einbinden. Terra-Funktionen lassen sich direkt aus Lua aufrufen und werden dabei mit LLVM per JIT in Maschinencode übersetzt. Sie sind vollwertige Lua-Werte, die man untersuchen und mit Lua metaprogrammieren kann. Terra-Code lässt sich außerdem als ausführbare Datei, Objektdatei oder gemeinsame Bibliothek speichern und in bestehende Programme einbinden. Die Macher nutzen diese generativen Möglichkeiten für domänenspezifische Sprachen und Auto-Tuner.

Hello World

Die offizielle Website zeigt dieses Beispiel, das eine C-Funktion aus Terra aufruft:

C = terralib.includec("stdio.h")

terra hello(argc : int, argv : &rawstring)
  C.printf("Hello, Terra!\n")
  return 0
end

hello(0,nil)

Einordnung

Terra verbindet eine Skriptsprache mit einer systemnahen Sprache. Einen ähnlichen Ansatz mit Python verfolgt Taichi. Weitere Sprachen finden Sie in unserer Liste: Programmiersprachen, die mit T beginnen.

Quellen

Stand: 15.10.2026

Was ist Tcl?

Tcl, ausgeschrieben Tool Command Language, ist eine Skriptsprache, die John Ousterhout entwickelt hat. Laut offizieller Website ist sie eine sehr einfache Sprache: Wer schon programmiert hat, kann in wenigen Stunden genug lernen, um interessante Tcl-Programme zu schreiben. Finden Sie mehr rund ums Programmieren auf unserer Schwerpunktseite Programmiersprachen.

Geschichte

In seiner „History of Tcl“ beschreibt Ousterhout, dass die Sprache aus seiner Arbeit an Entwurfswerkzeugen für integrierte Schaltungen an der University of California in Berkeley hervorging. Seine Idee war eine einbettbare Befehlssprache mit allgemeinen Grundfunktionen wie Variablen, Kontrollstrukturen und Prozeduren, die jede Anwendung um eigene Befehle erweitert. Daher stammt der Name. Anfang 1988, nach seiner Rückkehr aus einem Forschungsfreisemester, begann Ousterhout mit der Arbeit an Tcl und nutzte die erste Version im Frühjahr 1988 in einem grafischen Texteditor. Kurz darauf entstand das Toolkit Tk für grafische Oberflächen.

1994 wechselte Ousterhout zu Sun Microsystems, um dort in den Sun Labs ein Team aufzubauen und Tcl zu einer universellen Skriptsprache für das Internet weiterzuentwickeln. Ende 1997 gab es laut seiner Darstellung Hunderttausende Tcl-Entwickler; später gründete er die Firma Scriptics.

Merkmale

Für die Sprache formulierte Ousterhout drei Ziele: Sie muss erweiterbar sein, sodass Anwendungen ihre eigenen Funktionen so ergänzen können, als gehörten sie von Anfang an dazu. Sie muss sehr einfach und allgemein sein, um mit vielen Anwendungen zusammenzuarbeiten. Und sie muss sich gut zum Verbinden („Kleben“) dieser Erweiterungen eignen.

Tcl-Skripte bestehen laut offizieller Sprachbeschreibung aus Befehlen, die durch Zeilenumbrüche oder Semikolons getrennt sind. Jeder Befehl besteht aus Wörtern, die durch Leerzeichen getrennt sind; das erste Wort nennt den Befehl. So berechnet expr 20 + 10 die Summe 30.

Hello World

Rosetta Code zeigt diese Ausgabe im Terminal:

puts stdout {Hello world!}

Einordnung

Eine verbreitete Erweiterung von Tcl ist TclX. Weitere Sprachen finden Sie in unserer Liste: Programmiersprachen, die mit T beginnen.

Quellen

Stand: 15.10.2026

Was ist Taichi?

Taichi ist eine domänenspezifische Sprache für paralleles Hochleistungsrechnen, die in Python eingebettet ist. Laut Dokumentation lassen sich rechenintensive Aufgaben damit stark beschleunigen, wenn man einige zusätzliche Regeln befolgt. Finden Sie mehr rund ums Programmieren auf unserer Schwerpunktseite Programmiersprachen.

Geschichte

Wissenschaftlich vorgestellt wurde die Sprache 2019 im Aufsatz „Taichi: A Language for High-Performance Computation on Spatially Sparse Data Structures“ von Yuanming Hu, Tzu-Mao Li, Luke Anderson, Jonathan Ragan-Kelley und Frédo Durand in der Zeitschrift ACM Transactions on Graphics; das offizielle Repository ordnet ihn der Konferenz SIGGRAPH Asia 2019 zu. Weitere Arbeiten folgten, etwa DiffTaichi für differenzierbare physikalische Simulationen. Taichi steht unter der Apache-Lizenz 2.0.

Merkmale

Kern sind zwei Dekoratoren: @ti.func und @ti.kernel. Damit markierte Funktionen übernimmt Taichi und übersetzt sie mit einem Just-in-time-Compiler in Maschinencode. Diese Aufrufe laufen auf Mehrkern-CPUs oder GPUs und können laut Dokumentation 50- bis 100-mal schneller sein als gewöhnlicher Python-Code. Ein Ahead-of-time-System exportiert Code außerdem in Binär- oder Shader-Dateien, die ohne Python laufen. Installiert wird Taichi als Paket über PyPI.

Hello World

Als „Hello, world!“ verwendet die offizielle Dokumentation ein Fraktal, die Julia-Menge:

import taichi as ti
import taichi.math as tm

ti.init(arch=ti.gpu)

n = 320
pixels = ti.field(dtype=float, shape=(n * 2, n))

@ti.func
def complex_sqr(z):  # complex square of a 2D vector
    return tm.vec2(z[0] * z[0] - z[1] * z[1], 2 * z[0] * z[1])

@ti.kernel
def paint(t: float):
    for i, j in pixels:  # Parallelized over all pixels
        c = tm.vec2(-0.8, tm.cos(t) * 0.2)
        z = tm.vec2(i / n - 1, j / n - 0.5) * 2
        iterations = 0
        while z.norm() < 20 and iterations < 50:
            z = complex_sqr(z) + c
            iterations += 1
        pixels[i, j] = 1 - iterations * 0.02

gui = ti.GUI("Julia Set", res=(n * 2, n))

i = 0
while gui.running:
    paint(i * 0.03)
    gui.set_image(pixels)
    gui.show()
    i += 1

Einordnung

Taichi gehört wie Terra zu den eingebetteten Sprachen für Hochleistungsrechnen. Weitere Sprachen finden Sie in unserer Liste: Programmiersprachen, die mit T beginnen.

Quellen

Stand: 15.10.2026

Was ist Tact?

Tact ist eine Programmiersprache für Smart Contracts auf der TON-Blockchain. Laut Dokumentation ist sie auf Effizienz und Einfachheit ausgerichtet, leicht zu lernen und statisch typisiert, mit einfacher Syntax und leistungsfähigem Typsystem. Finden Sie mehr rund ums Programmieren auf unserer Schwerpunktseite Programmiersprachen.

Geschichte

Das Repository des Tact-Compilers auf GitHub wurde im Februar 2023 angelegt. Inzwischen gilt Tact als veraltet: Die offizielle Dokumentation weist auf jeder Seite darauf hin und empfiehlt stattdessen, die Sprache Tolk in der TON-Dokumentation zu lernen.

Merkmale

Das Lehrbuch in der Tact-Dokumentation behandelt das Typsystem mit einfachen und zusammengesetzten Typen, den Aufbau von Verträgen (Contracts) und die möglichen Exit-Codes. Weil TON auf dem Aktorenmodell beruht, nimmt das Senden und Empfangen von Nachrichten breiten Raum ein. Für Funktionen nahe an der TON Virtual Machine (TVM) gibt es Assembler-Funktionen, außerdem lässt sich vorhandener Code in der älteren Sprache FunC einbinden.

Einordnung

Tact ist eine domänenspezifische Sprache für Blockchain-Verträge. Ihr empfohlener Nachfolger ist Tolk. Weitere Sprachen finden Sie in unserer Liste: Programmiersprachen, die mit T beginnen.

Quellen

Stand: 15.10.2026

Was ist TypeScript?

TypeScript ist laut offizieller Website „JavaScript mit Syntax für Typen“: eine stark typisierte Programmiersprache, die auf JavaScript aufbaut und bessere Werkzeuge für Projekte jeder Größe bieten soll. Entwickelt wird sie von Microsoft. Finden Sie mehr rund ums Programmieren auf unserer Schwerpunktseite Programmiersprachen.

Geschichte

Am 1. Oktober 2012 stellte Microsoft TypeScript vor. Im Microsoft-Blog von S. Somasegar hieß es dazu, TypeScript sei eine Obermenge von JavaScript, die Typprüfung, statische Analyse, explizite Schnittstellen und bewährte Praktiken in einer Sprache und einem Compiler vereine. Eine Einführung lieferte Anders Hejlsberg, der zuvor schon an Turbo Pascal gearbeitet hatte. Die Sprachspezifikation stellte Microsoft unter das Open Web Foundation Agreement (OWFa 1.0), den Compiler unter die Apache-Lizenz 2.0. Zusätzlich erschien eine Erweiterung für Visual Studio 2012.

Merkmale

Laut README im offiziellen Repository ist TypeScript eine Sprache für JavaScript-Anwendungen im großen Maßstab. Sie ergänzt JavaScript um optionale Typen, die Werkzeuge für große Anwendungen unterstützen, in jedem Browser, auf jedem Host und jedem Betriebssystem. Der Compiler erzeugt lesbares, standardkonformes JavaScript. Der Quellcode steht weiterhin unter der Apache-Lizenz 2.0.

Hello World

Die offizielle Anleitung „TypeScript Tooling in 5 minutes“ beginnt mit diesem Beispiel, hier mit der Typannotation für den Parameter:

function greeter(person: string) {
  return "Hello, " + person;
}

let user = "Jane User";

document.body.textContent = greeter(user);

Einordnung

TypeScript gehört zu den Sprachen, die nach JavaScript übersetzt werden. Weitere Sprachen finden Sie in unserer Liste: Programmiersprachen, die mit T beginnen.

Quellen

Stand: 15.10.2026

Was ist Tynker?

Tynker ist eine digitale Lernplattform, auf der Kinder und Jugendliche programmieren lernen. Laut Website bietet sie einen umfassenden Lehrplan aus Kursen, Apps und Lektionen und soll Programmieren auf spielerische Weise vermitteln. Finden Sie mehr rund ums Programmieren auf unserer Schwerpunktseite Programmiersprachen.

Geschichte

Tynker feierte laut eigener Darstellung 2022 sein zehnjähriges Bestehen. Das Team beschreibt sich als Gruppe aus Entwicklern, Pädagogen, Gamern, Hackern und Eltern, die Tynker gegründet haben, um den eigenen Kindern einen besseren Zugang zum Programmieren zu geben. Nach Angaben des Unternehmens haben über 100 Millionen Kinder mit Tynker programmieren gelernt, und der ausgezeichnete Lehrplan wird an mehr als 150 000 Schulen weltweit eingesetzt.

Ziele

Tynker will jedem Kind eine solide Grundlage in Informatik, Programmierung und kritischem Denken vermitteln. Bis 2033 soll laut Website jeder Highschool-Absolvent zumindest mit einer formalen Programmierausbildung in Berührung gekommen sein. Neben Angeboten für Eltern gibt es eigene Bereiche für Schulen mit Lehrplänen, Fortbildungen und Material zur „Hour of Code“.

Einordnung

Tynker gehört zu den Lernumgebungen für Kinder. Verwandt sind die Scratch-Variante TurboWarp und das ältere System ToonTalk. Weitere Einträge finden Sie in unserer Liste: Programmiersprachen, die mit T beginnen.

Quellen

Stand: 15.10.2026

Was ist TXL?

TXL ist eine Programmiersprache, die speziell für die Analyse von Software und die Transformation von Quelltext entworfen wurde. Laut Projektwebsite ist sie eine hybride funktionale und regelbasierte Sprache mit Unifikation, impliziter Iteration und tiefem Musterabgleich. Finden Sie mehr rund ums Programmieren auf unserer Schwerpunktseite Programmiersprachen.

Geschichte

Die ursprüngliche „Turing eXtender Language“ entwarfen laut James R. Cordy Charles Halpern-Hamu und er selbst 1985 an der University of Toronto. Gedacht war sie, um neue Sprachideen und Erweiterungen für die Programmiersprache Turing im Stil von Beispielen festzuhalten und sofort als Prototyp auszuprobieren. Die ersten praxistauglichen Implementierungen entwickelten Eric Promislow und Ian Carmichael zwischen 1986 und 1990 an der Queen’s University. Die moderne Sprache TXL entwarf und implementierte Cordy von 1990 bis 1995 bei der GMD in Karlsruhe und an der Queen’s University; Andrew Malton entwickelte 1993 die formale Semantik.

Merkmale

Jedes TXL-Programm besteht aus zwei Teilen: einer Beschreibung der zu verarbeitenden Strukturen als direkt interpretierte, kontextfreie BNF-Grammatik und einer Menge von Transformationsregeln als Paare aus Muster und Ersetzung, kombiniert mit Mitteln der funktionalen Programmierung. Formale Semantik und Implementierung beruhen auf Baumersetzung, die Bäume bleiben für Nutzer aber weitgehend verborgen.

Am besten eignet sich TXL laut Website für die Strukturanalyse und Umformung formaler Notationen wie Programmier- und Spezifikationssprachen. Eingesetzt wurde sie aber auch für das Übersetzen von Datenbankschemata, VLSI-Layout, Handschrifterkennung mathematischer Formeln, die Analyse von Netzwerkpaketen, Sicherheitsprüfungen und das semantische Web.

Hello World

Die Beispielsammlung auf ntecs.de enthält dieses Programm von Jim Cordy, das jede beliebige Eingabe in „Hello World“ umwandelt:

% Required description of input forms - in this case
% any input will do
define program
    [repeat token]
end define

% Main transformation rule - whatever the input,
% transform it into Hello World
function main
    replace [program]
        _ [program]
    by
        "Hello World"
end function

Einordnung

TXL ist eine Transformationssprache. Ähnliche Ziele mit anderem Ansatz verfolgt die Spracherweiterung Tom. Weitere Sprachen finden Sie in unserer Liste: Programmiersprachen, die mit T beginnen.

Quellen

Stand: 15.10.2026