Aufgegessen: Der Long McB – geht doch, McDonalds

Über den ersten “Bio Burger” von McDonalds habe ich ja schon geschrieben. Das Fleisch war gut, der Rest war wirklich – uhm, ja… schlecht. Besonders negativ aufgefallen war mir der hohe Zuckeranteil von 4,4g pro 100g, insgesamt bei der Portion 13g. Dementsprechend unangenehm süß hat er auch geschmeckt.

Jetzt ist also der zweite McB da – der Long McB. Und ich nehme es vorweg: hier hat McDonalds wirklich alles richtig gemacht. Klar, auch hier ist nur das Fleisch Bio und nicht der Rest- aber das Fleisch ist bei einem Burger auch das wichtigste.

Kommen wir also zum Geschmack: Das Fleisch hat die gleiche gute Qualität wie beim ersten McB. Aber anders als bei diesem wird es eben nicht komplett von Schaumgummi-Brot und süßen Gurken überdeckt. Zum Vergleich: Der McB Long hat nur 2,4g Zucker pro 100g, insgesamt 6,2g – deutlich besser, als beim Vorgänger.

Geschmacklich ist dieser Burger so ausgewogen, wie man es auch bei einer Burgermanufaktur kaum besser erhält (und auch zuhause nicht immer so schafft): Das Brot ist fast so knusprig, wie es auf den Bildern aussieht. Rucola und Zwiebeln sorgen für eine frische, leicht scharfe und leicht bittere Note, die wiederum von den Tomaten, der Sauce und dem Käse gut abgefedert wird. Hier ist wirklich eine gute Balance gelungen.

Dass McDonalds so gut Burger kann, hätte ich nicht gedacht.

So sieht der Burger übrigens im Original aus – mein Foto wird ihm leider nicht gerecht.

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Kurzkritik: Sieben Seelen

Ethan Savage ist ein ziemlicher Psychopath. Nach außen gibt er den erfolgreichen Geschäftsmann, doch seit seiner Jugend pflastern Leichen seinen Weg. Deren Seelen haben sich aber entschieden, nicht “ins Helle Licht” zu gehen, bis sie ihren Tod gerächt haben. Zunächst können Sie nur wenig ausrichten, doch als sie schließlich zu siebt sind, werden sie mächtig und versuchen, Ethans Plan, seine Frau ins Gefängnis zu bringen, zu durchkreuzen und dabei auch noch das ein oder andere Leben zu retten.

Wie immer gibt es bei meinen Kurzkritiken nicht viel mehr zum Inhalt. Nur noch soviel: Bei “Sieben Seelen” von Alex Turow geht es um Drogenhandel, Morde, DEA, FBI, die Russenmafia und viel tiefere Abgründe – hier kommt einiges zusammen. Dazu eine Prise Parapsychologie und fertig ist gute und spannende Unterhaltung.

Besonders gut gefallen hat mir übrigens der Charakter von Megan, der Ehefrau des Schurken. Sie ist vielschichtig gezeichnet und setzt sich damit von den sonst doch etwas eindimensionalen Figuren ab.

Und auch wenn der ein oder andere bei dem Thema “Geister” zunächst skeptisch reagiert – die sind hier so gut eingearbeitet, dass es wie das natürlichste auf der Welt erscheint, dass diese mit der realen Welt interagieren.

Spannende Lektüre für alle Krimifans abseits der ausgetretenen Pfade.

Format: Kindle Edition
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 288 Seiten
Sprache: Deutsch
ASIN: B015VG94XG

Buchtrailer: Bringt sie zum Schweigen

Bringt sie zum Schweigen von Ramon Maria Winter (Scylla Verlag) habe ich hier ja schon vorgestellt, z.B. bei den Leseempfehlungen in der Kindle Leihbücherei.

Wenn Sie sich noch nicht durchringen konnten, das Buch zu lesen, macht dieser Buchtrailer vielleicht Lust auf mehr…

3. November 1949 – Bonn bleibt Regierungssitz

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Schon am 10. Mai 1949 hatte sich der parlamentarische Rat für Bonn als Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland entschieden, was in Teilen der SPD – die sich für Frankfurt am Main eingesetzt hatte – als politische Niederlage gesehen wurde.

Und so sollte es das für Bonn noch nicht gewesen sein: Am 3. November 1949 beantragt die SPD Fraktion im Bundestag, den Regierungssitz nach Frankfurt zu verlegen, kommt damit aber nicht durch; 200 von 390 abstimmenden Abgeordneten stimmen sich gegen den Antrag aus, nur 176 dafür (siehe Bild). Ein weiterer Antrag der KPD, den Regierungssitz nach Berlin zu verlegen, hat gar keine Chancen.

Danach wurde die “Hauptstadtfrage” bis zur Wiedervereinigung nicht mehr ernsthaft diskutiert.