Todesstrafe: Taillenschnitt

Der Taillenschnitt, auch Hüftschnitt, war eine Form der Hinrichtung, die im alten China verwendet wurde.

Der Verurteilte wurde dabei von einem Henker an der Taille in zwei oder seltener auch mehr Teile geschnitten.

Das Tailleaufschneiden tauchte erstmals während der Zhou-Dynastie (ca. 1046 v. Chr. – 256 v. Chr.) auf.

Oftmals wurde mehr als ein Schnitt ausgeführt: Gao Qi, ein Dichter der Ming-Dynastie, wurde vom Hongwu-Kaiser dazu verurteilt, wegen seiner politisch satirischen Schriften in acht Teile geschnitten zu werden.

Als Yu Hongtu (俞鴻圖), der Erziehungsadministrator von Henan, 1734 zum Tode durch einem Hüftschnitt verurteilt und zerteilt worden war, blieb er lange genug am Leben, um das chinesische Schriftzeichen cǎn (慘; „elend, schrecklich“) siebenmal mit seinem eigenen Blut zu schreiben, bevor er starb. Nachdem er dies gehört hatte, soll der Kaiser diese Form der Hinrichtung abgeschafft haben.

In der modernen chinesischen Sprache hat sich „Hüftschlag“ zu einer Metapher für den Abbruch eines laufenden Projekts entwickelt, insbesondere auch für das Absetzen von Fernsehprogrammen.

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