Todesstrafe: Würgschraube

Würgschraube oder auch Halseisen ist eine andere Bezeichnung für die Garrotte.

Der Brockhaus von 1911 schreibt dazu:

Garrotte (frz.), Halseisen, mittels dessen in Spanien die Todesstrafe durch Erdrosselung vollstreckt wird; garrottieren, mittels der G. töten; auch ein durch eine übergeworfene Schlinge bewußtlos gemachtes Opfer ausplündern.

Hier sind mehr Methoden der Todesstrafe.

Bild: By Gustave Doré – Exécution d`un assassin a Barcelone; CC BY 2.0,

Todesstrafe: Garrotte

Eine Garrotte ist ein Werkzeug oder eine Waffe, die zum Strangulieren verwendet wird. Ursprünglich stammt der Begriff aus dem Spanischen („garrote“) und bezeichnete ein einfaches Gerät, das zum Festziehen von Seilen diente. Im Laufe der Zeit wurde die Bezeichnung jedoch vor allem mit einer Methode der Hinrichtung oder Ermordung durch Strangulation verbunden.

„Todesstrafe: Garrotte“ weiterlesen

Methode der Todesstrafe: Der Elektrische Stuhl

Der elektrische Stuhl ist eine der bekanntesten Methoden der Todesstrafe, die im späten 19. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten entwickelt wurde. Er symbolisiert eine Ära, in der der technische Fortschritt in Kombination mit dem Bedürfnis nach „humaneren“ Hinrichtungsformen zu einer makabren Innovation führte. Trotz seiner brutalen Natur wurde der elektrische Stuhl lange Zeit als fortschrittliche Alternative zu vorherigen Methoden wie dem Hängen oder dem Erschießen betrachtet.

Entstehungsgeschichte und Entwicklung

Die Idee des elektrischen Stuhls entstand in den 1880er Jahren in den USA, als die Elektrizität in großem Stil Einzug in den Alltag hielt. Thomas Edison und George Westinghouse, die maßgeblich am sogenannten „Stromkrieg“ beteiligt waren, spielten eine Rolle in der Debatte über die Verwendung von Wechsel- oder Gleichstrom. Edison, der Gleichstrom (DC) bevorzugte, demonstrierte öffentlich die Gefahren des Wechselstroms (AC) durch das Töten von Tieren und befürwortete schließlich dessen Einsatz für Hinrichtungen, um die Öffentlichkeit gegen den Wechselstrom aufzubringen. Diese öffentliche Kampagne legte den Grundstein für die Entwicklung des elektrischen Stuhls.

Der erste Mensch, der auf einem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde, war William Kemmler im Jahr 1890 im Bundesstaat New York. Die Hinrichtung war jedoch alles andere als „human“. Der erste Stromschlag tötete Kemmler nicht sofort, und der zweite Versuch führte zu einem grausamen Tod, bei dem sein Körper Feuer fing. Diese missglückte Hinrichtung führte zu einer intensiven Debatte über die Menschlichkeit der Methode, doch der elektrische Stuhl setzte sich dennoch als primäre Hinrichtungsmethode in vielen US-Bundesstaaten durch.

Die Funktionsweise des Elektrischen Stuhls

Der elektrische Stuhl besteht aus einem robusten Holzstuhl mit Lederbändern, um den Verurteilten zu fixieren. Elektroden werden an Kopf und Bein des Häftlings befestigt, durch die ein hochvoltiger elektrischer Strom geleitet wird. Der Stromfluss, der in Intervallen erfolgt, soll das Herz stoppen und das Gehirn zerstören, wodurch der Tod eintreten soll.

Die Stromstärke beträgt in der Regel zwischen 1.500 und 2.400 Volt. Trotz des gezielten Einsatzes von Elektrizität kommt es bei Hinrichtungen häufig zu Komplikationen wie Verbrennungen, starkem Zittern des Körpers und verzögertem Todeseintritt. Diese Umstände haben zu erheblichen Kontroversen geführt und Zweifel an der Menschlichkeit dieser Methode geweckt.

Rechtliche und Ethische Kontroversen

Der elektrische Stuhl war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein eine der bevorzugten Methoden der Todesstrafe in den USA. Mit der zunehmenden Kritik an dieser Methode, besonders aufgrund von fehlerhaften und extrem schmerzhaften Hinrichtungen, geriet er jedoch immer stärker in die Kritik.

Ein bedeutendes Argument gegen den elektrischen Stuhl ist die Frage nach seiner Grausamkeit. Viele Menschenrechtsorganisationen und ethische Kommissionen betrachten diese Methode als grausam und unmenschlich. Dies führte dazu, dass der elektrische Stuhl in den meisten Staaten durch die Giftspritze ersetzt wurde, die als „sanftere“ Hinrichtungsart gilt.

Trotzdem bleibt der elektrische Stuhl in einigen Staaten wie Tennessee und Alabama weiterhin eine Alternative, insbesondere wenn andere Hinrichtungsarten aufgrund von Medikamentenmangel oder rechtlichen Herausforderungen nicht verfügbar sind. Diese Praxis stößt jedoch auf erheblichen Widerstand sowohl national als auch international.

Der Elektrische Stuhl in der Populärkultur

Der elektrische Stuhl hat auch in der Populärkultur einen festen Platz gefunden. Filme, Bücher und Fernsehserien haben diese Hinrichtungsmethode oft thematisiert, was zu einer düsteren Faszination in der Öffentlichkeit geführt hat. Der elektrische Stuhl ist dabei oft ein Symbol für die Grausamkeit und die Kontroversen rund um die Todesstrafe.

Fazit

Der elektrische Stuhl bleibt ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Todesstrafe. Obwohl er einst als technischer Fortschritt in der Hinrichtungspraxis gefeiert wurde, zeigt die Geschichte, dass der Fortschritt nicht immer mit Menschlichkeit gleichzusetzen ist. Die Diskussionen über den elektrischen Stuhl verdeutlichen die anhaltenden ethischen und moralischen Herausforderungen, die mit der Todesstrafe verbunden sind. In einer Welt, die zunehmend die Abschaffung der Todesstrafe anstrebt, wird der elektrische Stuhl wahrscheinlich weiterhin ein Symbol für die Schattenseiten der Justiz bleiben.

Mehr zur Todesstrafe

Todesstrafe: Enthaupten

Die Todesstrafe durch Enthaupten ist eine Methode der Hinrichtung, bei der das Opfer durch Abschneiden des Kopfs von seinem Körper getrennt wird. Sie wurde in vielen Kulturen und zu unterschiedlichen Zeiten verwendet und ist eine der ältesten Methoden der Todesstrafe.

Enthauptungen können auf verschiedene Weise durchgeführt werden, je nachdem, welche Werkzeuge oder Waffen verwendet werden. Einige Kulturen haben beispielsweise Schwerter oder Axt verwendet, während andere Guillotinen oder elektrische Stühle verwendet haben.

Heute ist die Todesstrafe durch Enthauptung in nur wenigen Ländern weltweit noch legal, darunter Saudi-Arabien, Iran, Irak und Ägypten. In den USA wurde die Todesstrafe durch Enthauptung als legal und angemessen für bestimmte Verbrechen betrachtet, aber es wurde nicht mehr seit 1936 vollstreckt.

Berühmte Menschen, die enthauptet wurden

  • Marie Antoinette: Die französische Königin wurde 1793 während der Französischen Revolution durch Enthauptung hingerichtet.
  • Charles I of England: Der englische König wurde 1649 während des englischen Bürgerkriegs durch Enthauptung hingerichtet.
  • Anne Boleyn: Die zweite Frau von König Heinrich VIII von England wurde 1536 durch Enthauptung hingerichtet, wegen angeblichen Ehebruchs und Hochverrats.
  • Sir Thomas More: Der englische Staatsmann und Schriftsteller wurde 1535 durch Enthauptung hingerichtet, wegen seiner Weigerung, die Autorität von König Heinrich VIII anzuerkennen.
  • Maximilien Robespierre: Einer der Anführer der Französischen Revolution, wurde 1794 während der „Thermidor-Reaktion“ durch Enthauptung hingerichtet.

Hier haben wir mehr Methoden der Todesstrafe.

Todesstrafe: Zersägen

Die Bezeichnung dieser Methode der Todesstrafe spricht eigentlich für sich.

Den meisten Schilderungen ist gemein, dass die Personen kopfüber mit auseinandergespreizten Beinen aufgehängt und dann zersägt wurden. Dies wird z.B. in der Geschichte über Simon den Zeloten, z.B. explizit beschrieben.

Seltener sind Fällen beschrieben, bei denen das Sägen durch die Mitte (quer) erfolgte. Dies ist z.B. bei den Zersägeberichten zur Zeit des römischen Kaiser Caligula der Fall (s.u). Diese Form des Zersägens ähnelt dann dem chinesischen Hüftschneiden.

In der europäischen Kultur wird das Zersägen meist im Zusammenhang mit Heiligenlegenden erwähnt.

Zersägen im alten Rom

Diese Hinrichtungsmethode war im Römischen Reiches eher unüblich, wurde jedoch ausgiebig während der Herrschaft Caligulas angewandt. Caligula soll bei solchen Hinrichtungen zugesehen haben, während er aß.

Bild: Illustration aus Benoît de Sainte-Maures Trojaroman (um 1350); die Zersägung des Jesaja.

Todesstrafe: Estrapade

Die Estrapade ist eigentlich eine Foltermethode, die aber oftmals – versehentlich oder auch geplant – zum Tode führte.

Man spricht auch vom Schleudern, beim entsprechenden Gerät vom Wippgalgen. Die Arme des Opfers werden meist auf dem Rücken an Seile gebunden. Dann wird der Deliquent hochgezogen und dann plötzlich fallen gelassen, ohne dass der Körper den Boden berührt. Dies führte zum Auskugeln der Schultern, was extrem schmerzhaft ist. Manchmal wurden Gewichte an den Füßen des Opfers befestigt, was dann zum Abreißen der Gliedmaßen und auch zum Tod führen konnte.

Diese Foltermethode war bei der Inquisition weit verbreitet; in Paris wurde diese Strafe an desertierenden Soldaten und Protestanten auf dem „Place de l’Estrapade“ vollstreckt. 1776 wurde die Strafe von Ludwig XVI. abgeschafft.

Opfer

  • Pierre de Torrenté wurde so gefoltert, bevor er 1481 in der Schweiz wegen Hexerei verbrannt wurde.
  • Michée Chauderon, eine Wäscherin aus Savoyen die als Heilerin tätig war und auch als Hexe bezeichnet wurde, wurde ebenfalls dieser Folter unterzogen, bevor sie 1652 in Genf (Schweiz) wegen Hexerei gehängt und verbrannt wurde.
  • Der Häftling Manadel al-Jamadi starb im November 2003 im irakischen Gefängnis Abu Ghraib nach einem Verhör, bei dem er von CIA-Agenten und einem privaten Militärauftragnehmer mit einer Art Wippgalgen gefoltert wurde.

Plätze und Straßen

Es gibt zahlreiche Plätze und Straßen, an deren Namen man erkennen kann, dass hier einmal eine Estraßpade stand. z.B. in Paris (s.o.), Toulose und Loudun.

Todesstrafe: Taillenschnitt

Der Taillenschnitt, auch Hüftschnitt, war eine Form der Hinrichtung, die im alten China verwendet wurde.

Der Verurteilte wurde dabei von einem Henker an der Taille in zwei oder seltener auch mehr Teile geschnitten.

Das Tailleaufschneiden tauchte erstmals während der Zhou-Dynastie (ca. 1046 v. Chr. – 256 v. Chr.) auf.

Oftmals wurde mehr als ein Schnitt ausgeführt: Gao Qi, ein Dichter der Ming-Dynastie, wurde vom Hongwu-Kaiser dazu verurteilt, wegen seiner politisch satirischen Schriften in acht Teile geschnitten zu werden.

Als Yu Hongtu (俞鴻圖), der Erziehungsadministrator von Henan, 1734 zum Tode durch einem Hüftschnitt verurteilt und zerteilt worden war, blieb er lange genug am Leben, um das chinesische Schriftzeichen cǎn (慘; „elend, schrecklich“) siebenmal mit seinem eigenen Blut zu schreiben, bevor er starb. Nachdem er dies gehört hatte, soll der Kaiser diese Form der Hinrichtung abgeschafft haben.

In der modernen chinesischen Sprache hat sich „Hüftschlag“ zu einer Metapher für den Abbruch eines laufenden Projekts entwickelt, insbesondere auch für das Absetzen von Fernsehprogrammen.

Todesstrafe: Lingchi

Beim Lingchi handelt es sich um eine in China praktizierte Form der Todesstrafe. Es handelt sich dabei um das sukzessive Abtrennen von Körperteilen. Die Strafe heißt wortwörtlich übersetzt „Schlechtbehandlung langsam“, besser übersetzt mit „langsamer Tod“ oder „schleichender Tod“.

Es war eine Form der Folter und Hinrichtung, die in China von etwa 900 bis zu ihrem Verbot im Jahr 1905 angewendet wurde. Sie wurde auch in Vietnam und Korea angewendet. Bei dieser Form der Hinrichtung wurden mit einem Messer methodisch Teile des Körpers über einen längeren Zeitraum entfernt, was schließlich zum Tod führte.

Lingchi war für Verbrechen reserviert, die als besonders abscheulich angesehen wurden, wie z.B. Verrat. Einige Westler wurden auf diese Weise hingerichtet.

Erst mit der der Revision des chinesischen Strafgesetzbuchs von Shen Jiaben wurde diese Strafe im Jahr 1905 abgeschafft.

 

Todesstrafe: Erschießen

Das Erschießen bzw. die Erschießung ist eine der gängigsten Methoden der Todesstrafe. Im militärischen Bereich wird sie auch als Füsilierung oder Füsillade (von französisch fusil „Gewehr“) bezeichnet. Umgangssprachlich spricht man auch vom „an die Wand stellen“, wenn von der Erschießung die Rede ist.

 

Todesstrafe: in den Weltraum schicken

Im Weltraum ist der Mensch nicht lebensfähig. So könnte man sie rein theoretisch ohne Raumanzug in den Weltraum schicken, um sie hinzurichten.

Bisher sind Menschen noch nicht auf diese Weise hingerichtet worden und wohl überhaupt noch nicht noch nicht auf diese Art zu Tode gekommen.

In Science Fiction Filmen und Serien werden Todesstrafen häufig durch das Schicken durch die Luftschleuse in den Weltraum vollstreckt. So wird in „The Expanse“ z.B. Klaes Ashford auf diese Weise getötet.

Hier sind mehr Methoden der Todesstrafe.