Dokumentiert: Der “Es war nicht alles schlecht in der DDR!” tweet von Sixtus gegen Liefers

Es war nicht alles schlecht in der DDR!

Mal wieder ein typischer Sixtus eben…

Gedicht: Spanische Krankheit

Spanische Krankheit?

Was schleicht durch alle kriegführenden Länder?
Welches Ding schleift die infizierten Gewänder
vom Schützengraben zur Residenz?
Wer hat es gesehn? Wer nennts? Wer erkennts?
Schmerzen im Hals, Schmerzen im Ohr –
die Sache kommt mir spanisch vor.

Aber wenn ichs genau betrachte
und hübsch auf alle Symptome achte,
bemerke ich es mit einem Mal:
das ist nicht international.
Und seh ich das ganze Krankenkorps:
kommts mir gar nicht mehr spanisch vor.

Ein bißchen Gefieber, ein bißchen Beschwerden,
Onkel Doktor sagt: »Morgen wirds besser werden!«
Nachts im Dunkel Transpirieren,
Herzangst, Schwindel und Phantasieren,
mittags Erhitzen, abends Erkalten,
morgen ist alles wieder beim Alten –

Das ist keine Grippe, kein Frost, keine Phtisis –
das ist eine deutsche politische Krisis.

Von Kurt Tucholsky (1918)

Dokumentiert: Das Statement von Christoph Metzelder zu den Kinderpornographie Vorwürfen

Christoph Metzelder hat sich Ende April 2021 zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfe wegen des Besitzes von Kinderpornographie geäußert. Wir dokumentieren hier sein Statement:

Die vergangenen anderthalb Jahre habe ich geschwiegen. Ich bin dritter von vier Söhnen, geboren in Haltern am See. Ich bin ledig, habe eine Tochter aus einer ehemaligen Beziehung. 2000 Abitur abgelegt, im Anschluss beim BVB unterschrieben. Nach sieben Jahren zu Real Madrid gewechselt, dann zum FC Schalke. 2013 nach Verletzungen meine Karriere beendet. Im Anschluss habe ich eine neue Karriere eingeschlagen. Eine Sportmarketing-Agentur gegründet und bin TV-Experte geworden. Darüber hinaus habe ich mich für soziale Organisationen engagiert. 2006 die Christoph Metzelder Stiftung gegründet. Seit Mitte 2020 wird die Stiftung ohne meinen Namen fortgeführt. Auf die jahrelange ehrenamtliche Arbeit bin ich stolz. Den Landesverdienstorden NRW und das Bundesverdienstkreuz gebe ich zurück. Aus Respekt werde ich alle öffentlichen Auszeichnungen zurückgeben. Der 3. September 2019 war eine Zäsur in meinem Leben. Beruflich, gesellschaftlich und privat. Alle ehramtlichen Engagements sind beendet.

App Tipp: C-Infekt Info

Wer sich für Corona interessiert, wird es zu schätzen wissen, einen schnellen Blick auf Fallzahlen und Inzidenzwerte werfen zu können. Die C-Infekt Info App versorgt einen auf einen Blick mit den Inzidenzwerten, Impfquoten und Intensivbettenbelegung.

Den Startscreen kann man individuell konfigurieren und ansonsten sehr komfortabel im Datenbestand recherchieren.

Hier geht es zu der App:

Liste: Grippe Pandemien und Epidemien

Ausgewählte weltweite Grippe Pandemien

Influenza-Pandemie 1889

  • auch erste Russische Grippe genannt
  • 1889 bis 1895
  • geschätzt eine Million Tote weltweit
  • Subtyp A/H2N2 oder A/H3N8

Spanische Grippe

  • 1918 bis 1920
  • 20–50 Millionen Tote weltweit
  • Vermutlich 426.000 Tote in Deutschland
  • Subtyp A/H1N1

Asiatische Grippe

  • 1957 bis 1958
  • geschätzt 1–4 Millionen Tote weltweit
  • Subtyp A/H2N2

Hongkong-Grippe

  • 1968
  • geschätzt 1–4 Millionen Tote weltweit
  • Subtyp A/H3N2

Russische Grippe

  • 1977 bis 1978
  • geschätzt 700.000 Tote weltweit
  • Subtyp A/H1N1
  • Fallzahlen und Klassifikation als Pandemie umstritten, da vor allem Kinder und Jugendliche erkrankten

Schweinegrippe

  • 2009 bis 2010
  • 100.000 bis 400.000 Tote
  • Subtyp A/California/7/2009 (H1N1)
  • Bei dieser Schweinegrippe ist die Einordnung als Pandemie wegen der relativ geringen Pathogenität umstritten.

Ausgewählte Grippe Epidemien in Deutschland

Grippesaison 1995/1996

  • geschätzt bis zu 30.000 Tote in Deutschland, siehe hier

Grippesaison 2004/2005

  • geschätzt rund 20.000 Tote, siehe hier

Grippesaison 2017/2018

  • geschätzt mindestens 25.000 Tote in Deutschland, siehe hier

Ist es schlimm, Fotos vom Impfpass zu posten? Und wenn man es tut, worauf sollte man achten?

Ist man frisch gegen Corona geimpft und in sozialen Netzwerken aktiv, möchte man das vielleicht teilen: Aus Freude darüber oder um andere dazu zu motivieren, sich selbst impfen zu lassen. Am besten natürlich mit einem Foto des Impfpass.

Immer wieder wird aber pauschal davor gewarnt, Fotos vom Impfpass zu posten, da man es damit Fälschern zu leicht mache.

Beachtet man aber folgende Hinweise, kann man auch seinen Impfpass posten:

  • Der Stempel und die Unterschrift des Arztes sollten nicht zu sehen sein.
    Zum einen geht niemanden etwas an, welchen Arzt sie aufsuchen. Zum anderen könnten Fälscher diesen Ausschnitt tatsächlich verwenden, um Impfpässe bzw. Einträge in Impfpässen nachzumachen.
  • Nicht die Vorderseite posten.
    Auf der Vorderseite sind zu viele persönliche Daten zu sehen. Wenn sie nicht wollen, dass diese im Netz kursieren, sollten Sie diese also auf keinen Fall veröffentlichen.
  • Die Etiketten der Impfstoffe sind so einfach aufgebaut, dass man sie mit jeder gängigen Textverarbeitung nachmachen kann – unter diesem Aspekt können Sie diese also posten.
  • Bleibt aber die Frage, ob Sie die Chargennummer vorher schwärzen oder anderweitig unkenntlich machen. Gültige Chargennummer der Impfstoffe lassen sich aus vielen anderen Quellen beziehen (mehr soll an dieser Stelle dazu nicht geschrieben werden), so dass es jemanden mit auch nur minimaler Energie nicht viel bringt, wenn Sie diese leserlich lassen. Ein zweiter Aspekt, ist, dass viele Impfgegner die Chargennummern verwenden, um beim Paul Ehrlich Institut unter Nennung dieser falsche Impfschäden zu nennen. Gerade diesen machen Sie es dann ein bisschen zu leicht, sie müssen sich nicht erst auf die Suche nach einer Chargennummer machen.  Und da sie sicherlich von vielen Menschen angesprochen werden, dass Sie doch die Chargennummer nicht posten sollten, ist es besser, diese im Vorfeld unleserlich zu machen.

Um es zum Schluss aber auf den Punkt zu bringen: Wenn Sie einen Ausschnitt wie im obigen Beispiel posten, bei dem die Chargennummer unkenntlich gemacht ist, kann niemand etwas sagen.

Sage: Vom Siebengebürg

Von sieben Burgen, die auf nachbarlichen Berghöhen einander nahe lagen, hat das Siebengebürge am Rhein seinen Namen, und nicht von einem Gebirge, nicht Mons Sibenus, wie die Alten im barbarischen Latein es nannten, sollte es geheißen haben, sondern Heptapyrgos, obschon diese Berggruppe auch den Namen eines kleinen Gebirges verdient.

Die Namen dieser Burgtürme waren: Drachenfels, Wolkenburg, Löwenburg, Dadenberg, Blankenberg, Mahlberg und Stromberg.

Die Niederländer hatten den Glauben, daß in dem innern Bergesschoß des Siebengebürgs der Fegefeuersitz sei, wie die Thüringer vom Hörseelberg glaubten, wohinein auch die armen Seelen gebannt würden, die das Jüngste Gericht den Böcken zugesellen müsse. Die hatten also schon etwas voraus, nämlich ihr Urteil. Bisweilen sieht man zwischen den Burgen und Bergen, deren viel mehr als nur sieben sind, eine und die andere Seele leibhaftig spuken gehn; da tappt sich mühselig ein Gespenst mit beschwerten Füßen durchs Klippengestein, das ist der Geist eines Wucherers aus Köln, hierher verwünscht, mit bleiernen Schuhen umzuwandeln bis zum Jüngsten Tag. Dort flackert ein rasches großes Licht heran, ein Feuermann, rast- und ruhelos; es ist der Geist eines weiland sehr feurigen Staatsministers aus Bonn, der feurig und eifrig bemüht war, das Volk zu schinden und mit ekelhaftem Geiz Schätze für sich zu häufen, und war ihm ganz einerlei, ob die ganze Welt zugrunde ging, wenn er nur hatte. Ein gemütlicher Bauer traf den Minister-Feuermann einstens bei Königswinter an, erkannte in ihm das Glied aus der berühmten Ministerfamilie Kümmelspalter und rief ihn an: Warte he mant en bisken! Ick will mir mant an ihm mine Piepe anzonden! – Su – hebbe jou Dank! – Da pustete und prustete der Feuermann und schnob einen ganzen Regen von Funken um sich her, mußte aber doch stillhalten und dem Bauer die Pfeife an sich anzünden lassen, und als der Bauer obigen Dank gesagt hatte, fügte er noch hinzu: He is mant doch ein schlechter Kerel geweten! Dat bisken Brennen schadt ihm nich de Lus! – Dort fährt viermal im Jahre auf einem Wagen mit Feuerrädern ein verdammter Bürgermeister Kölns, der seine Stadt an den Feind verriet, lichterloh brennend umher. Wenn die Talschluchten Nebel dampfen aus dem Siebengebürg und Wolken schwer um die Gipfel schweben, so sind das die ganzen Scharen armer Seelen, die von Zeit zu Zeit aus dem Bergesschoß, wie die Züchtlinge aus einem Philanthropin, herausdürfen, um der frischen Luft zu genießen. Sie müssen sich aber immer wieder hineinverziehen. Die höchste Spitze des kleinen Gebirgs ist der Drachenfels, er ist mit Drachen- und Lindwurmsagen völlig umschuppt und umpanzert, es wäre mit ihnen allein leicht ein Buch zu füllen. Hier hat der hörnene, nicht der fälschlich so genannte gehörnte Siegfried des alten deutschen Volksbuchs den Drachen erlegt, gebraten und mit seinem Fett, das zu Horn erhärtete, sich überall die Haut bestrichen, daß sie unverwundbar ward. Nur zwischen die Achseln vermochte er nicht zu langen, eine kleine Stelle blieb unbestrichen, und das ward hernach die Ursache, daß der Kampfheld erlag, denn gerade, als Siegfried sich an einem Brunnen niederbückte und diese Stelle preisgab, schleuderte ein boshafter Feind eine Lanze auf ihn, die ihm tödlich ward.

Von Ludwig Bechstein

Bild: Leizelt, Balthasar Friedrich: Bonn, Rheinkai, im Hintergrund Siebengebirge

Meinung: Zur Verfassungsmäßigkeit einer möglichen Corona Impfpflicht

Im Zusammenhang mit möglichen Sonderrechten für gegen Corona geimpfte Personen ergeben sich derzeit sich immer wieder Diskussion zu einer theoretisch möglichen Impfpflicht gegen das Virus, in deren Rahmen auch die Verfassungsmäßigkeit diskutiert und teilweise verneint wird.

Hier daher ein paar Gedanken zur Rechtslage bei Impfpflichten im allgemeinen und einer Corona Impfpflicht im Besonderen. „Meinung: Zur Verfassungsmäßigkeit einer möglichen Corona Impfpflicht“ weiterlesen

Alkoholismus: An wen kann ich mich wenden, wenn ich zu viel Alkohol trinke und Hilfe suche?

Wer viel Alkohol trinkt, wird ihn wahrscheinlich kennen: den Moment, in dem man merkt, dass man soviel trinkt, dass es ein Problem ist oder man vermutet, dass es eins sein könnte.

In einer sehr frühen Phase kann es durchaus sein, dass man das Problem selbst in den Griff kriegen kann. Wenn man hier aber schon aber weiter fortgeschritten ist, sollte man es nicht ohne Hilfe angehen.

Doch an wen kann und soll man sich wenden?

Der Hausarzt

Die erste Anlaufstelle sollte idealerweise immer der Hausarzt sein. Sprechen Sie diesen an, dem Sie ihr Anliegen offen schildern sollten:

Ich habe das Problem, dass ich inzwischen jeden Tag eine Flasche Wein trinke, das macht mir Sorgen.

Ohne einen Vodka morgens kann ich nicht mehr in den Tag starten.

Diese Ehrlichkeit ist der erste wichtigste Schritt.

Doch was kann der Hausarzt tun? Er kann in zunächst ihre Blutwerte und dabei insbesondere die Leberwerte  kontrollieren. So erfahren Sie, ob sich ihr Alkoholismus schon körperlich ausgewirkt hat.

Jenachdem, wie gut Ihr Arzt im Thema ist, kann er Ihnen auch konkret helfen, z.B. beim körperlichen Entzug oder mit Medikamenten, die helfen nichts oder weniger zu trinken.

Nicht zuletzt kann er Ihnen helfen, weitergehende professionelle Hilfen zu finden, z.B. durch die Empfehlung und Überweisung an einen Psychologen oder eine geeignete Suchtklinik (s.u.).

Aber obacht: es gibt auch einige Hausärzte, die das Thema bagatellisieren (“Ach, eine Flasche Wein am Tag in Ihrem Alter ist doch nichts.”). Dann sollten Sie sich einen anderen Ansprechpartner suchen, am besten einen neuen Hausarzt.

Psychologe / Psychiater

Viele Psychologen und Psychiater sind auf Suchterkrankungen spezialisiert. Sie werden aber leider sehr schnell merken, dass es sehr schwer ist, dort schnell Termine zu finden. Hier kann aber wieder ihr Hausarzt ins Spiel kommen. Er kennt ggf. geeignete Psychologen oder hat in Kliniken Ansprechpartner dort und kann beschleunigen, dass sie einen Termin bekommen.

Suchtkliniken und andere psychiatrische Krankenhäuser

Hier werden Sie oft das gleiche Problem haben, wie bei den Psychologen. Viele auf Suchterkrankungen spezialisierte Kliniken sind hoffnungslos überlaufen. Auch hier kann wieder der Hausarzt helfen.

In vielen entsprechenden Kliniken werden Sie jedoch zumindest zur Entgiftung aufgenommen, wenn Sie akut intoxikiert sind. Werden Sie dann bei der entsprechenden Notaufnahme vorstellig.

Zudem gibt es in Deutschland einige private Suchtkliniken, in denen Sie ggf. deutlich schneller einen Termin erhalten. Je nach Versicherungsstatus müssen Sie die meist recht teuren Behandlungen dann jedoch ganz oder zumindest zu einem Großteil bezahlen. Sie sollten sich daher unbedingt vorher mit Ihrer Krankenkasse abstimmen.

Selbsthilfegruppen

Ein weiterer Ansatzpunkt können die zahlreichen Selbsthilfegruppen sein, die es für Alkoholiker und andere Suchtkranke gibt. Am bekanntesten sind sicher die Anonymen Alkoholiker, die es in jeder größeren Stadt gibt.

Grundsätzlich sollten Sie sich genau ansehen, ob die jeweilige Selbsthilfegruppe zu Ihnen passt. Aber selbst wenn es für den Start nicht die ganz richtige sein sollte: sie haben dort auf jeden Fall die Möglichkeiten, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.

Weitere Möglichkeiten

  • online Foren und Selbsthilfegruppen im Netz
  • einzelne Heilpraktiker haben sich auch  auf das Thema Alkohol spezialisiert
  • Coaches für kontrolliertes Trinken oder Abstinenz
  • Krankenkasse

Fazit

Wie man sieht gibt es viele Anlaufstellen, wenn man weniger oder gar keinen Alkohol mehr trinken möchte. Einige davon – Psychologen oder Suchtkliniken – sind allerdings oft sehr überlaufen, so dass es schwer sein kann, hier einen Termin zu erhalten.

Die erste Anlaufstelle sollte daher der Hausarzt sein, der nicht nur untersuchen kann, ob der Alkoholkonsum auch schon negative gesundheitliche Folgen für Sie hat, sondern Sie auch beim Finden konkreter Hilfe unterstützen kann.

Dokumentiert: Der #allesdichtmachen Thread von Dietrich Brüggemann

Hier dokumentieren wir den twitter Thread von Dietrich Brüggemann, mit dem dieser sich gegen die Kritik an #allesdichtmachen wendet:

1/ Thread zu #allesdichtmachen Es hat eingeschlagen. An alle, die jetzt von “Verhöhnung” schwurbeln: Ich schwurble jetzt auch mal. Ihr verhöhnt die Opfer. Ihr trampelt auf denen herum, die jetzt selbstmordgefährdet sind. Ihr spuckt auf all die, die ihre Existenz verloren haben.
2/ Ihr macht euch lustig über das Leid derer, die in ärmeren Schichten und ärmeren Ländern über die Klinge springen, die ihr ihnen hinhaltet. Ihr seid zynisch und menschenverachtend. Es macht Spaß, so herumzupöbeln, stimmt’s? Wollen wir trotzdem mal damit aufhören? Ja? Gut.
3/ Oder nein, wir können auch noch ein bißchen weitermachen. Euch ist ja immer “übel” und ihr “kotzt” auch gern. Wißt ihr was? Mir ist auch übel. Und zwar wegen euch. Ihr seid ein Teil des Schlimmsten, was die Menschheit hervorgebracht hat: Ihr seid ein Lynchmob. Ganz einfach.
4/ So, genug gepöbelt. Ich könnte jetzt die üblichen Distanzierungsfloskeln von mir geben, aber vorher schlafe ich vor Langeweile ein. Nazis sind Nazis und Selbstverständlichkeiten sind selbstverständlich. Und was auch selbstverständlich sein sollte:
5/ Wenn Kritik an Corona-Politik “rechts” ist, dann ist meine linke Hand auch rechts. Ja klar habe ich Respekt vor allen Ärzten und Pflegern. Ich habe auch Respekt vor all denen im Lande, die im Eimer sind und nicht mehr weiterwissen. Und jetzt möge mir mal einer erklären,
6/ warum das eine zwingend das andere erfordert. Und warum unsere ganze Gesellschaft in einer Art Kriegszustand sein muss, in der die gesamte Zivilgesellschaft strammzustehen hat und nichts anderes mehr wichtig ist als der Kampf gegen den einen, maximalen Feind. Und wer fragt, ob
7/ dieser Feind wirklich so maximal ist und ob man den vielleicht auch mit anderen, zivilen Mitteln bekämpfen könnte, der ist ein Leugner und Volksfeind und muß an die Laterne gehängt werden. Ihr merkt gar nicht, was für Reflexen ihr hier nachgebt, aber das ist Teil des Problems.
8/ An einer Medienelite, die den immer härteren Lockdown fordert und jeden Kritiker mit Verweis auf volle Intensivstationen zum Abschuss freigibt, gibt es jede Menge zu kritisieren. Und dieser Shitstorm kommentiert sich ohnehin selbst.
9/ Hat euch Tod und Sterben jemals interessiert? War es euch bisher egal, dass um euch herum jeden Tag Menschen aus vermeidbaren Gründen gestorben sind? Aber auf einmal gibt es für euch nur noch dieses Thema?
10/ Keins von diesen Videos handelt von der Pandemie. Aber sie ziehen das hohle Pathos durch den Kakao, mit dem wir uns seit einem Jahr konfrontiert sehen. Sie kritisieren die Gnadenlosigkeit, mit der alles, das jetzt den Bach heruntergeht, als zweitrangig abgetan wird.
11/ Sie hinterfragen die Geschichten, die eine Gesellschaft sich selbst erzählt. Und wenn diese Gesellschaft (oder die 1%, die auf Twitter sind) dann derart überschäumend reagiert, dann war das Ganze offenbar notwendig. Ende.