Strolchin ist ein altes, heute nur noch selten gebräuchliches, Schimpfwort, das aber durch den Trend zur geschlechterspezifischen Sprache eine Renaissance erleben könnte.
Es handelt sich dabei einfach um die weibliche Form von Strolch.
Die Gebrüder Grimm schreiben in Ihrem Wörterbuch:
landstreicherin, liederliche, unehrliche weibsperson; auch als schimpfwort gebraucht: hast wieder holz gestohlen, du strolchin? G. Keller ges. w. (1889) 3, 132; die moderne verläszlichkeit läuft wie eine strolchin herum in allen weiten, nur das musz treibt sie an ihren platz Rosegger schr. (1895) III 7, 33; (edelmann zu einer ehrlichen bauersfrau:) du strolchin, zahl das geld, und du kriegst ihn (deinen erhängten mann) zu sehen
Vergleiche auch Strolch.

