Liste: Hilfe für Alkoholiker in Stuttgart

Hier erfahren Sie, wo Sie Hilfe bei Alkoholismus in und in der Nähe von Stuttgart finden.

Die erste von uns empfohlene Anlaufstelle ist grundsätzlich der Hausarzt. Warum, können Sie hier nachlesen. Unter dem Link finden Sie auch mehr allgemeine Informationen zu Hilfsangeboten bei der Alkoholkrankheit.

Weitere Anlaufstellen für Alkoholiker

BLAUKREUZ-ZENTRUM STUTTGART

Daimlerstraße 44a
70372 Stuttgart
Tel.: 0711/2238088

Telefonische Hilfe

Akute telefonische Hilfe erhalten Sie auch bei der bundesweiten Sucht- und Drogenhotline unter 01806-313031.

Wahlkreis 258 (Stuttgart I) bei der Bundestagswahl 2021

Hier finden Sie Informationen zu Wahlkreis 258 (Stuttgart I) in Baden-Württemberg bei der Bundestagswahl 2021.

Einzelbewerber

In diesem Wahlkreis tritt mit Werner Ressdorf ein unabhängiger Einzelbewerber an, der Sachbuchautor ist (z.B. Exit – Wege aus der Depression).

Statistische Daten

  • Auf dem Gebiet des Wahlkreis 258 (Stuttgart I) gibt es 1 Gemeinden. Der Wahlkreis hat eine Fläche von 113,8 km². Insgesamt leben hier 310.800 Menschen, die Bevölkerungsdichte liegt also bei 2732,3 Menschen je km².
  • Von den Einwohnern sind 242.100 Deutsche, der Ausländeranteil liegt also bei 22,1%.
  • Der Geburtensaldo je 1.000 Einwohner lag 2019 bei 2,3, der Zu- bzw. Abwanderungssaldo bei -0,2.
  • 15,4% der Einwohner sind unter 18 Jahre alt, 8,4% zwischen 18 und 24, 18,5% fallen unter die Altersgruppe von 25 bis 34, 34,6% sind zwischen 35 und 59 Jahre alt.13,1% sind zwischen 60 und 74 Jahre alt und10% sind 75 und älter.
  • 51,7% der Fläche sind bebaut, 48,3% bestehen aus Vegetation und Gewässern.
  • Es gibt 495,2 Wohnungen je 1.000 Einwohner, die im Schnitt 74,9m² Wohnfläche haben, womit dem durchschnittlichen Einwohner des Wahlkreises 37,1m² zur Verfügung stehen. 2,3 Wohnungen je 1.000 Einwohner wurden 2019 fertiggestellt.
  • Der PKW Bestand je 1.000 Einwohner liegt im Jahr 2020 bei 483,3und auf 1.000 Einwohner kommen 3,5 Elektro- bzw. Hybridfahrzeuge.
  • Von den Schulabgängern im Jahr 2019 hatten 42,2% Abitur oder Fachhochschulreife, 40,2% mittlere Reife, 11,1% einen Hauptschulabschluss und 6,5% keinen Schulabschluss.
  • Je 1.000 Einwohner gab es 2018 rund 48,1 Unternehmen und 4,7 Handwerksbetriebe.
  • Das BIP lag 2018 bei 90.518 Euro, das verfügbare Einkommen im Schnitt bei 25.788 Euro. Im Jahr 2020 waren von 1.000 Einwohnern 665,3 in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen.
  • 63,4 von 1.000 Einwohnern bezogen 2020 Leistungen nach SGB II, davon waren 26,1% nicht erwerbsfähig. 47,8% der Ausländer im Wahlkreis bezogen Leistungen nach SGB II.
  • Die Arbeitslosenquote lag im Februar 2021 insgesamt bei 5,6%, bei den Frauen bei 5,2%, bei den Männern bei 5,8%, bei den 15 bis 24-jährigen bei 4% und bei den 55 bis 64-jährigen bei 6,2%.

 

10 deutsche Städte, die man gesehen haben muss – die wichtigsten

Welche Städte in Deutschland sollte man unbedingt besucht haben? Die Entscheidung fällt gar nicht so leicht, aber hier sind 10, die man auf jeden Fall gesehen haben sollte:

  1. Aachen
    Die ehemalige Kaiserstadt ist immer einen Besuch wert. Was man in Aachen gesehen haben sollte, lesen Sie hier. Und wenn Sie in Aachen sind, bietet sich ein Abstecher in die Niederlande oder nach Belgien an.
  2. Berlin
    Klar, eine Liste der deutschen Städte, die man gesehen haben muss, ohne die Hauptstadt wäre unvollständig. Und so steht Berlin natürlich auf unserer Liste. Was man sich hier anschauen sollte, haben wir natürlich aufgeführt.
  3. Bonn
    In der ehemaligen Bundeshauptstadt ist nicht nur das ehemalige Regierungsviertel  mit Museumsmeile sehenswert. Besonders schön ist auch die Innenstadt mit dem Beethovenhaus. Bonn ist übrigens eines unserer Schwerpunktthemen.
  4. Essen
    Stellvertretend für das gesamte Ruhrgebiet führen wir hier Essen auf. Seit dem Verschwinden des Bergbaus hat die gesamte Region einen unheimlichen Wandel durchgemacht und bietet viel Kultur.
  5. Dresden
    Die Stadt wird nicht umsonst Elbflorenz genannt und hat sich nach der Wiedervereinigung so richtig herausgeputzt. Und wenn man schon dort ist, lohnt auch ein Abstecher nach Leipzig.
  6. Düsseldorf
    Die mondäne Kö, die gemütliche Altstadt und viel Kultur. Düsseldorf hat viel zu bieten und passt in keine Schublade.
  7. Hamburg
    Städte, die von der Seefahrt geprägt sind, haben immer ihren ganz eigenen Flair, und so ist es auch in Hamburg. Viele sagen, Hamburg sei die schönste deutsche Stadt. Sehenswertes gibt es jedenfalls genug.
  8. Köln
    Der Kölner Dom ist eines der beliebtesten Ziele in Deutschland. Aber Köln hat mehr zu bieten. Und damit meinen wir nicht nur das Bier und den Karneval.
  9. München
    Wer München nicht kennt, ist nicht in Deutschland gewesen. Die Metropole im Süden hat ihren ganz eigenen Charme. Um alles wichtige zu erleben, braucht man mehr als nur ein Wochenende.
  10. Stuttgart
    Eine Stadt, die viele nicht auf dem Schirm haben, und die viele erst auf den zweiten Blick überzeugt – dann aber umso mehr.

Meinung: Ruhig, Brauner – ein kurzer Kommentar zur Diesel Fahrverbot Diskussion

Wie dank ausgiebiger Berichterstattung in allen Medien, ARD Brennpunkt Sondersendungen und überbordender Diskussionen in den sozialen Medien wohl jeder in Deutschland mitbekommen:

das Bundesverwaltungsgericht lässt grundsätzlich Fahrverbote für Diesel Fahrzeuge in Deutschland zu.

Der Aufschrei ist groß. Allenthalben ist von Enteignung der Diesel-Fahrer die Rede. Als hätte das Gericht von Heute auf Morgen alle Dieselfahrzeuge in Deutschland verboten und deren Einziehung und Zerstörung angeordnet.

Konkret ging es in dem Urteil aber nur um die Rechtmäßigkeit der Fahrverbote in Düsseldorf und Stuttgart.

Zu Stuttgart (BVerwG 7 C 30.17 – Urteil vom 27. Februar 2018) schreibt das BVerwG in der Pressemitteilung:

Bei Erlass dieser Maßnahme wird jedoch – wie bei allen in einen Luftreinhalteplan aufgenommenen Maßnahmen – sicherzustellen sein, dass der auch im Unionsrecht verankerte Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt. Insoweit ist hinsichtlich der Umweltzone Stuttgart eine phasenweise Einführung von Verkehrsverboten, die in einer ersten Stufe nur ältere Fahrzeuge (etwa bis zur Abgasnorm Euro 4) betrifft, zu prüfen. Zur Herstellung der Verhältnismäßigkeit dürfen Euro-5-Fahrzeuge jedenfalls nicht vor dem 1. September 2019 (mithin also vier Jahre nach Einführung der Abgasnorm Euro 6) mit Verkehrsverboten belegt werden. Darüber hinaus bedarf es hinreichender Ausnahmen, z.B. für Handwerker oder bestimmte Anwohnergruppen.

Und für Düsseldorf (BVerwG 7 C 26.16 – Urteil vom 27. Februar 2018):

Hinsichtlich des Luftreinhalteplans Düsseldorf hat das Verwaltungsgericht festgestellt, dass Maßnahmen zur Begrenzung der von Dieselfahrzeugen ausgehenden Emissionen nicht ernsthaft in den Blick genommen worden sind. Dies wird der Beklagte nachzuholen haben. Ergibt sich bei der Prüfung, dass sich Verkehrsverbote für Diesel-Kraftfahrzeuge als die einzig geeigneten Maßnahmen zur schnellstmöglichen Einhaltung überschrittener NO2-Grenzwerte darstellen, sind diese – unter Wahrung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit – in Betracht zu ziehen.

Festhalten kann man also, dass

  • es Diesel Fahrverbote nur in einzelnen Gebieten geben wird
  • Fahrverbote wohl nur an einzelnen Tagen geben wird
  • diese dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gerecht werden müssen
  • es daher z.B. Ausnahmeregelungen für Handwerker und Anwohner geben muss.

Man kann das Urteil sogar noch viel weiter denken: Dieselfahrverbote sind nur zulässig, wenn Sie dem Ziel der Luftreinhaltung dienen. Sollte sich in der Zukunft also zeigen, dass Diesel KfZ gar keinen so großen Beitrag zur Luftverschmutzung in den Städten leisten, wären Fahrverbote also gar nicht mehr zulässig.

Warten wir also ab. Die große Panik und Empörung ist jedenfalls unnötig.

Nachtrag:

Eine andere Meinung zum Thema finden Sie hier im Blog vom Huegelkind.

10 Dinge, die man in Stuttgart gemacht haben sollte – Vorschläge von Stefan Kaufmann

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  1. Auf den Stuttgarter Fernsehturm fahren.
  2. Die gerade neu in die Weltkulturerbeliste aufgenommene Weißenhofsiedlung besuchen.
  3. In die Staatsgalerie Stuttgart gehen.
  4. In der historischen Markthalle bummeln.
  5. Die preisgekrönte Oper besuchen.
  6. Auf der Königsstraße shoppen gehen.
  7. Das Stuttgarter Weindorf besuchen.
  8. Den Stuttgarter Weihnachsmarkt besuchen.
  9. Eines der vielen hundert Stuttgarter Stäffele besteigen und die Aussicht genießen, etwa im Biergarten auf der Karlshöhe.
  10. Mit der historischen Stuttgarter Standseilbahn und/oder der Zahnradbahn fahren.

Diese Liste aus der „10 Dinge Reihe“ hat Dr. Stefan Kaufmann erstellt, der den Wahlkreis 258 (Stuttgart 1) im Deutschen Bundestag vertritt.

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Sie wollen auch mitschreiben? Hier sind alle Infos dazu! Denn es gibt 10 Dinge Listen für viele Städte, Orte und Regionen auf der ganzen Welt.

Bild oben: Fernsehturm Stuttgart (pixabay)

10. Mai 1949 – Bonn wird Regierungssitz

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Im Zuge der Gründung der Bundesrepublik Deutschland stellte sich natürlich auch die Frage nach dem Regierungssitz – von Hauptstadt sollte bewusst nicht gesprochen werden, um den provisorischen Charakter der Bundesrepublik zu unterstreichen.

Berlin mit seinem besonderen Viermächte-Status schied als Regierungssitz aus. Bonn und Frankfurt am Main warfen daher schon 1948 ihren Hut in den Ring, Stuttgart und Kassel folgten später, hatten jedoch keine echten Chancen: Stuttgart, da die Stadt zu verschuldet war und Kassel, da es eine verkehrsungünstige sowie militärstrategisch problematische Lage hatte und auch sehr zerstört war. Celle und Karlsruhe waren kurzzeitig im Gespräch, wurden jedoch schnell wieder verworfen.

Besonders Konrad Adenauer setzte sich für Bonn ein. Dafür hatte er mehrere Gründe:

  • in der Tat war Bonn verkehrsgünstig gelegen und wenig zerstört
  • Adenauer wohnte in Rhöndorf bei Bonn und war Rheinländer
  • Frankfurt am Main war die „Hauptstadt“ der USA in Deutschland; der Regierungssitz sollte aber besatzungsfrei sein
  • nach wie vor war zu befürchten, dass die linksrheinischen Teile Deutschlands Frankreich zugeschlagen oder zumindest als eigener Staat abgetrennt würde (Rheinstaat) – ein linksrheinischer Regierungssitz würde das zumindest erschweren

Letztlich ausschlaggebend dürften aber parteipolitische Muskelspiele gewesen sein. Die SPD trat für Frankfurt ein, die CDU für Bonn. Die ganze CDU? Nein, die hessischen Abgeordneten plädierten für das hessische Frankfurt. Vor der entscheidenden Abstimmung zeichnete sich ab, dass Frankfurt eine Mehrheit der Stimmen erhielte.

Doch auch diese konnte Adenauer überzeugen: er ließ bei den CDU Abgeordneten eine angebliche dpd Meldung durchsickern, laut derer sich der SPD-Vorsitzende Kurt Schumacher schon darüber erfreut gezeigt habe, dass es eine „sichere Niederlage“ der CDU in der Regierungssitz-Frage geben würde. Auch wenn sich Schumacher über eine CDU Niederlage sicher gefreut hätte – diese Meldung hat es so nie gegeben. Die Delegierten überzeugte er damit dennoch.

Am 10. Mai 1949 entschied dann der parlamentarische Rat mit 33 zu 29 Stimmen, dass Bonn Regierungssitz werden solle.

Die SPD versuchte dann noch einmal im Bundestag, Frankfurt am Main zum Regierungssitz zu wählen, was bekanntlich scheitern sollte.

10 Fakten zum 2. April

  1. Heute ist der „Internationale Kinderbuchtag“, der vom International Board on Books for Young People (IBBY) ins Leben gerufen wurde und jedes Jahr am Geburtstag von Hans-Christian Andersen gefeiert wird. Er soll u.a. anregen, Kindern einen leichteren Zugang zu Büchern zu geben. Verschenken Sie doch heute ein Kinderbuch.
    Die UNO hat den heutigen Tag zum Welt Autismus Tag erklärt. Es soll heute auf die besonderen Situation der von der Entwicklungsstörung betroffenen Menschen hingewiesen werden.
    Sandra, Theodosia und Franz haben heute Namenstag.
  2. 1792 führen die USA mit dem von Finanzminister Alexander Hamilton initiierten „Coinage Act of 1792“ den US-Dollar als offizielles und einheitliches Zahlungsmittel ein.
  3. Der „Verein für Bewegungsspiele Stuttgart“ wird 1912 durch Fusion des Stuttgarter FV 93 mit dem Fußballverein Kronen-Club Cannstatt gegründet.
  4. 1946 erscheint die erste Ausgabe der Tageszeitung „Die Welt„.
  5. Im Jahr 1968 legen Gudrun Ensslin, Andreas Baader, Horst Söhnlein und Thorwald Proll Brandsätze in zwei Frankfurter Kaufhäusern, wobei ein Sachschaden i.H.v. rund 675.000 DM entsteht. Baader und Ensslin gehören später zu den Gründern der RAF.
  6. Ebenfalls 1968 hat der Film „2001: Odyssee im Weltraum“ Premiere (Foto).
  7. Argentinische Truppen besetzen heute im Jahr 1982 die britischen Falklandinseln und beginnen so den Falkland-Krieg.
  8. Der Ausbruch des philippinischen Vulkans Pinatubo beginnt 1991. Die Ausbrüche dauern bis zum August an. Sie zerstören nicht nur ein Gesamtgebiet von 150 km², sondern sorgen für eine globale Sonnenlichtreduktion und einen Temperaturabfall von 0,4 Grad weltweit.
  9. Émile Zola kommt 1840 auf die Welt.
  10. Max Ernst wird 1891 geboren.

Bild: Grafiker61Own work, CC BY-SA 4.0, Link

10 Fakten zum 20. Januar

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  1. An einem 20. Januar um 12h Mittags werden traditionell die US-Präsidenten vereidigt. So 1937 erstmals Franklin D. Roosevelt, der auch noch 1941 und 1945 vereidigt wird, dann Harry S. Truman (1949), Dwight D. Eisenhower (1953, 1957), John F. Kennedy (1961), Lyndon B. Johnson (1965), Richard Nixon (1969, 1973), Jimmy Carter (1977), Ronald Reagan (1981, 1985), George Bush (1989), Bill Clinton (1993, 1997), George W. Bush (2001, 2005) und Barack Obama (2009, 2013). Ausnahmen gab es 1945, wo Harry S. Truman nach Roosevelts Tod am 12. April vereidigt wird, 1963, als Lyndon B. Johnson am 22. November nach Kennedys Ermordung und Gerald Ford am 9. August 1974 nach Nixons Rücktritt.
  2. Fabian und Sebastian haben heute Namenstag.
  3. 1885 wird die erste Achterbahn patentiert.
  4. Das Hoftheater in Stuttgart brennt 1902 nieder.
  5. 1942 beginnt die Wannsee Konferenz, bei der die Organisation der „Endlösung der Judenfrage“ besprochen wird. Einberufen wird sie von Reinhard Heydrich, Protokoll führt Adolf Eichmann.
  6. Der SC Lokomotive Leipzig wird 1966 Jahren gegründet.
  7. An diesem Tag im Jahr 1969 kommt es zum Soldatenmord von Lebach. Dabei werden vier der fünf wachhabenden Soldaten des Munitionsdepots Landsweiler getötet, einer schwer verletzt, Waffen und Munition werden erbeutet. Der Tat werden schließlich drei junge homosexuelle Männer überführt, nachdem nach einem Aufruf in „Aktenzeichen-XY“ die Wahrsagerin Buchela den entscheidenden Hinweis gibt – zwei der Täter hatten sich im Vorfeld der Tat von ihr beraten lassen. Die Tat führt zu einer neuen Diskussion über die Todesstrafe in Deutschland und später zum Lebach Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das dem ZDF das Senden einer Dokumentation zu dem Fall wegen der Persönlichkeitsrechte der Täter untersagt.
  8. Die Geiselnahme in der US-Botschaft im iranischen Teheran endet 1981, nachdem die Geiseln 444 Tage festgehalten wurden. Die Botschaft wurde am 4. November 1979 von angeblichen iranischen Studenten besetzt, die damit die Auslieferung des abgesetzten Schah von den USA erzwingen wollen. Am 25. April 1980 scheitert die Operation Eagle Claw zur Befreiung der Geiseln. Zur Freilassung führen schließlich lange Verhandlungen.
  9. Johannes Vilhelm Jensen, späterer Träger des Literaturnobelpreises, wird 1873 geboren.
  10. Buzz Aldrin, der zweite Mann auf dem Mond, wird an diesem Tag im Jahr 1930 geboren.

Bild: Public Domain

3. November 1949 – Bonn bleibt Regierungssitz

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Schon am 10. Mai 1949 hatte sich der parlamentarische Rat für Bonn als Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland entschieden, was in Teilen der SPD – die sich für Frankfurt am Main eingesetzt hatte – als politische Niederlage gesehen wurde.

Und so sollte es das für Bonn noch nicht gewesen sein: Am 3. November 1949 beantragt die SPD Fraktion im Bundestag, den Regierungssitz nach Frankfurt zu verlegen, kommt damit aber nicht durch; 200 von 390 abstimmenden Abgeordneten stimmen sich gegen den Antrag aus, nur 176 dafür (siehe Bild). Ein weiterer Antrag der KPD, den Regierungssitz nach Berlin zu verlegen, hat gar keine Chancen.

Danach wurde die „Hauptstadtfrage“ bis zur Wiedervereinigung nicht mehr ernsthaft diskutiert.

Der „Stern“ und der Fall Brüderle

What happens in Stuttgart stays in Stuttgart.

Sollte sich Herr Brüderle auf diesen Spruch verlassen haben, den man sonst in Zusammenhang mit Las Vegas kennt, ist er enttäuscht worden. Denn die Stern Journalistin Laura Himmelreich (@im_himmelreich) schreibt darüber, wie Herr Brüderle sie während des traditionellen Stuttgarter Dreikönigstreffens der FDP in einer Hotelbar „angemacht“ haben soll. Man könnte sogar sagen, er hat versucht, sie sehr dummdreist anzubaggern – jedenfalls stellt Himmelreich das so dar. Die ganze „Story“ wird in der Stern Ausgabe Nummer 5 erscheinen, wird aber heute schon notgeil auflagenheischend vorbereitend ausgebreitet.

Mir kommen dazu nur folgende Gedanken: Sollte Rainer Brüderle sich tatsächlich so verhalten haben, so ist das nicht sehr gentlemanlike und nicht in Ordnung. Punkt. Keine weitere Diskussion. Und auch weitere Sprüche Brüderles, die in dem Artikel zitiert werden, sind geschmacklos und nicht unbedingt mein Fall (worüber man aber lange diskutieren mag).

Das Verhalten der Frau Himmelreich und des Stern ist aber ebenso fragwürdig und geschmacklos.

Das fängt damit an, dass es absolut unprofessionell ist, ein offizielles Interview abends in einer Bar führen zu wollen. Sechs, setzen.

Doch spätestens dann, wenn man dann merkt, dass der potentielle Gesprächspartner schon angesäuselt wenn nicht sogar – Entschuldigung -hackebreit ist, sollte man das Vorhaben abbrechen. Das gilt um so mehr, wenn man feststellen muss, dass er einem mehr oder weniger plumpe Avancen macht. Frau Himmelreich hätte spätestens jetzt gehen sollen. Aber augenscheinlich fährt sie die Strategie, die im Stern selbst so beschrieben wird:

Offenherzigkeit gegen tiefes Dekolleté und klimpernde Wimpern. So einfach ist das manchmal wirklich, leider.

Scheint ja geklappt zu haben – denn jetzt ist die „große Brüderle Story“ im Stern, geschrieben in ziemlich beleidigenden Worten. Und in der ersten Fassung des verlinkten vorbereitenden Artikels ist auch noch Brüderles Familie einbezogen worden – immerhin das wurde gelöscht.

Angesichts der Umstände, wie alles zustandegekommen ist, wäre es besser gewesen, Frau Himmelreich hätte das unter vier Augen mit Rainer Brüderle geklärt oder meinetwegen über ihre Anwältin – aber nicht in dieser Form breitgetreten in der Öffentlichkeit.

Und auch der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist fragwürdig. Alles ist schließlich schon vor über einem Jahr passiert. Es sieht sehr danach aus, als sei der Zeitpunkt gezielt gewählt worden, an dem eine Veröffentlichung den größtmöglichen Schaden anrichten kann. Ich bin geneigt, hier von Kampagnenjournalismus zu sprechen.

Die Diskussion über Sexismus in der Politik ist richtig und wichtig – aber auf diese Art erweist man dem Thema einen Bärendienst, in dem eine an sich notwendige Diskussion mehr als ein Gschmäckle bekommt und mit sachfremden Themen überlagert wird.

Wenn das aber Dominik Wichmanns angekündigte „journalistische Spitzenleistungen“ sind, dann „Gute Nacht, Stern“.

Nachtrag 25.01.2013 – Inzwischen hat sich wider Erwarten eine sinnvolle Diskussion rund um das Thema Sexismus in Politik und Gesellschaft entwickelt.

28.01.2013 – Hier noch ein interessanter Beitrag, wie es sich wohl Frau Himmelreichs Begegnung mit Brüderle in der Hotelbar zugetragen hat.