Wir dokumentieren hier den Text, mit dem Joe Biden seinen Sohn begnadigt hat, in deutscher Übersetzung. Das englische Original gibt es zusätzlich am Ende dieses Beitrags:
Mit dem Amtsantritt habe ich erklärt, dass ich mich nicht in die Entscheidungsfindung des Justizministeriums einmischen werde. Dieses Versprechen habe ich gehalten, auch wenn ich mit ansehen musste, wie mein Sohn Hunter Biden selektiv und ungerecht strafrechtlich verfolgt wurde.
Ohne erschwerende Umstände wie die Verwendung einer Waffe bei einer Straftat, den mehrfachen Erwerb von Waffen oder den Erwerb einer Waffe als Strohmann werden Personen nahezu nie allein aufgrund der Art und Weise, wie sie ein Waffenformular ausgefüllt haben, wegen eines Verbrechens angeklagt. Ebenso werden Personen, die ihre Steuern aufgrund ernsthafter Abhängigkeiten verspätet gezahlt, diese aber mit Zinsen und Strafen beglichen haben, in der Regel nicht strafrechtlich belangt. Es ist offensichtlich, dass Hunter Biden in diesem Fall anders behandelt wurde.
Die erhobenen Anklagen gegen ihn entstanden erst, nachdem mehrere meiner politischen Gegner im Kongress diese Verfahren initiiert hatten, um mich anzugreifen und meine Wahl anzufechten. Ein sorgfältig ausgehandelter und vom Justizministerium genehmigter Vergleich scheiterte schließlich vor Gericht – wobei sich mehrere meiner politischen Gegner im Kongress öffentlich rühmten, durch politischen Druck diesen Prozess beeinflusst zu haben. Wäre dieser Vergleich zustande gekommen, hätte er eine faire und vernünftige Lösung für Hunters Fälle dargestellt.
Kein vernünftiger Mensch, der die Fakten dieser Fälle betrachtet, kann zu einem anderen Schluss kommen, als dass Hunter allein aufgrund seiner familiären Beziehung zu mir ins Visier genommen wurde – und das ist falsch. Es gab gezielte Bestrebungen, Hunter zu brechen – obwohl er seit fünfeinhalb Jahren trocken ist und sich den unablässigen Angriffen und der selektiven Strafverfolgung widersetzt hat. Indem sie versuchten, Hunter zu brechen, versuchten sie, auch mich zu brechen. Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass diese Bestrebungen hier enden würden. Genug ist genug.
Während meiner gesamten politischen Laufbahn habe ich mich an einen einfachen Grundsatz gehalten: den Amerikanern die Wahrheit zu sagen. Ich vertraue darauf, dass sie fair und gerecht urteilen. Die Wahrheit ist: Ich habe Vertrauen in unser Justizsystem, aber in diesem Fall bin ich überzeugt, dass parteipolitische Einflüsse den Prozess beeinträchtigt haben und dies zu einem Justizirrtum geführt hat. Sobald ich diese Entscheidung am vergangenen Wochenende getroffen hatte, gab es keinen Grund, sie weiter hinauszuzögern. Ich hoffe, dass die Amerikaner verstehen werden, warum ein Vater und Präsident zu dieser Entscheidung gelangt ist.
Exekutive Begnadigung
Joseph R. Biden, Jr.
Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
An alle, die diese Urkunde erhalten mögen, sei Folgendes verkündet:
Es sei hiermit bekannt, dass ich, Joseph R. Biden, Jr., Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, kraft meiner Befugnisse gemäß Artikel II, Abschnitt 2, Klausel 1 der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika, am heutigen Tag
ROBERT HUNTER BIDEN
eine vollständige und bedingungslose Begnadigung gewährt habe.
für jene Straftaten gegen die Vereinigten Staaten, die er im Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 1. Dezember 2024 begangen haben könnte oder an denen er beteiligt gewesen sein könnte, einschließlich, aber nicht beschränkt auf alle Straftaten, die vom Sonderermittler David C. Weiss unter den Aktenzeichen Nr. 1:23-cr-00061-MN beim United States District Court for the District of Delaware und Nr. 2:23-CR-00599-MCS-1 beim United States District Court for the Central District of California angeklagt oder verfolgt wurden (einschließlich solcher, die zu Verurteilungen geführt haben).
ZU URKUND DESSEN habe ich diese Begnadigung eigenhändig unterzeichnet und veranlasst, dass sie beim Justizministerium der Vereinigten Staaten registriert wird.
Geschehen zu Washington, D.C., am 1. Dezember 2024, im Jahre des Herrn zweitausendvierundzwanzig und im zweihundertneunundvierzigsten Jahr der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika.
Joseph R. Biden, Jr.
Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
Original
Today, I signed a pardon for my son Hunter. From the day I took office, I said I would not interfere with the Justice Department’s decision-making, and I kept my word even as I have watched my son being selectively, and unfairly, prosecuted. Without aggravating factors like use in a crime, multiple purchases, or buying a weapon as a straw purchaser, people are almost never brought to trial on felony charges solely for how they filled out a gun form. Those who were late paying their taxes because of serious addictions, but paid them back subsequently with interest and penalties, are typically given non-criminal resolutions. It is clear that Hunter was treated differently.
The charges in his cases came about only after several of my political opponents in Congress instigated them to attack me and oppose my election. Then, a carefully negotiated plea deal, agreed to by the Department of Justice, unraveled in the court room – with a number of my political opponents in Congress taking credit for bringing political pressure on the process. Had the plea deal held, it would have been a fair, reasonable resolution of Hunter’s cases.
No reasonable person who looks at the facts of Hunter’s cases can reach any other conclusion than Hunter was singled out only because he is my son – and that is wrong. There has been an effort to break Hunter – who has been five and a half years sober, even in the face of unrelenting attacks and selective prosecution. In trying to break Hunter, they’ve tried to break me – and there’s no reason to believe it will stop here. Enough is enough.
For my entire career I have followed a simple principle: just tell the American people the truth. They’ll be fair-minded. Here’s the truth: I believe in the justice system, but as I have wrestled with this, I also believe raw politics has infected this process and it led to a miscarriage of justice – and once I made this decision this weekend, there was no sense in delaying it further. I hope Americans will understand why a father and a President would come to this decision.
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Executive Grant of Clemency
Joseph R. Biden, Jr.
President of the United States of America
To All to Whom These Presents Shall Come, Greeting:
Be It Known, That This Day, I, Joseph R. Biden, Jr., President of the United States, Pursuant to My Powers Under Article II, Section 2, Clause 1, of the Constitution, Have Granted Unto
ROBERT HUNTER BIDEN
A Full and Unconditional Pardon
For those offenses against the United States which he has committed or may have committed or taken part in during the period from January 1, 2014 through December 1, 2024, including but not limited to all offenses charged or prosecuted (including any that have resulted in convictions) by Special Counsel David C. Weiss in Docket No. 1:23-cr-00061-MN in the United States District Court for the District of Delaware and Docket No. 2:23-CR-00599-MCS-1 in the United States District Court for the Central District of California.
IN TESTIMONY WHEREOF I have hereunto signed my name and caused the Pardon to be recorded with the Department of Justice.
Done at the City of Washington this 1st day of December in the year of our Lord Two Thousand and Twenty-four and of the Independence of the United States the Two Hundred and Forty-ninth.

