10 Dinge, die man in Bonn Endenich gemacht haben sollte – Vorschläge von Severin

Endenich ist schon fast eine kleine Stadt für sich, soviel hat dieser Bonner Ortsteil zu bieten.

  1. Haus der Springmaus
    Das Haus der Springmaus ist nicht nur über die Grenzen Endenichs sondern auch über die Grenzen Bonns hin bekannt, besonders durch das Improvisationstheater. Aber auch viele andere bekannte Kabarettisten treten hier auf. Das Programm gibt es hier.
  2. theaterimballsaal
    Das Theater befindet sich tatsächlich seit Mitte der 1990er Jahre im ehemaligen Ballsaal der Endenicher und wird inzwischen gemeinschaftlich von den beiden Bonner Gruppen “fringe ensemble” (Theater) und “CocoonDance” (Tanz) künstlerisch geleitet. Hier gibt es ausgefallenes abseits des Main Stream. Für alle Theater- und Tanzfanzs sind hier mehr Infos.
  3. Schumann Haus
    Das Schumannhaus war einst eine Nervenheilanstalt, in der Robert Schumann seine letzten Lebensjahre verbrachte. Jetzt beherbergt das schöne Gebäude – siehe Bild – ein Museum und es finden oft interessante Veranstaltungen statt.
    Der Eintritt ins Museum ist übrigens frei, mehr Informationen zum Schumannhaus gibt es hier.
  4. Rex Lichtspieltheater
    Sie Abwechslung vom Hollywod-Kino-Einerlei? Dann schauen sie mal auf das Programm vom Rex. Nostalgische Atmosphäre.
  5. Konzerte, Karneval und mehr in der Harmonie
    Sie merken es schon, in Endenich gibt es viel Kultur – z.B. auch in der Gaststätte Harmonie, in der es regelmäßig Musik und andere Veranstaltungen gibt. Legendär sind hier auch die Karnevalspartys – Donnerstag, Freitag und wenn am Sonntag vor Rosenmontag der Endenicher Karnevalszug geht – der ist übrigens auch einen Besuch wert. Das Veranstaltungsprogramm gibt’s hier. Ach ja, und Essen kann man hier auch.
  6. Essen gehen
    Und wo wir schon beim Essen sind: Museen, Theater, Kultur und Karneval machen hungrig und durstig – daher gibt es in Endenich viele Möglichkeite, einzukehren. Neben der Harmonie z.B. das gutbürgerliche Nolden in der Nähe der Kirche, den Irish-Pub direkt beim Rex oder im gemütlichen Bodega.
  7. Fliehen
    Nein, nicht aus Endenich – aber aus dem Escape Room Fluchtgefahr. Hier löst man Rätsel, um aus einem Raum zu entkommen. Mal ein anderes Freizeiterlebnis, auch für Kindergeburtstage geeignet.
  8. Einkaufen
    In Endenich gibt es noch viele kleine individuelle Geschäfte. Unterstützen Sie diese, indem Sie hier auch einmal einkaufen gehen. Und wer weiß, vielleicht treffen Sie dabei auch jemanden von Familie Mockridge…
  9. Die Marterkapelle besichtigen
    An der Stelle, an der die Marter- oder auch Mordkapelle steht, sollen im 3. Jahrhundert römischen Legionäre die Bonner Stadtheiligen Cassius und Florentius gemeinsam mit sieben weiteren Gefährten wegen ihres Bekenntnisses zum christlichen Glauben getötet haben. Die Marterkapelle erinnert daran. (Kapellenstraße 44)
  10. Auf den Kreuzberg spazieren
    Von der Marterkapelle aus kann man gut auf den Kreuzberg spazieren, dort die Barockkirche bewundern und den Blick über die Stadt genießen.

Foto: Von Hans Weingartz – eigenes Foto ∙ own photo ∙ propra foto, CC BY-SA 2.0 de, Link

Dieser Artikel ist Teil unseres Schwerpunktthemas Bonn.

Rezept: Low-Carb Gazpacho

Diese Gazpacho hat besonders wenig Kohlenhydrate.

Für zwei bis drei Personen als Vorspeise oder für einen als Hauptgericht brauchen Sie:

  • 200ml stückige Tomaten aus der Dose
  • 5 Paprika (rot, gelb, orange)
  • 1 halbe Gurke
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 mittelgroße Chili-Schote
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 1 Limette
  • Kreuzkümmel
  • Salz, Pfeffer
  • ggf. Feta, Ziegenfrischkäse, Balsamico

Die Gemüse, Zwiebel und Knoblauch kleinschneiden und zusammen mit dem Tomatenmark und etwas Olivenöl im Stabmixer pürieren. Mit Limettensaft, Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer abschmecken.

In Suppentellern anrichten.

Nach Geschmack einen Klecks Ziegenfrischkäse oder zerkrümelten Feta in der Mitte anrichten und mit ein paar Tropfen Balsamico und/oder Olivenöl garnieren.

Kurzkritik: Die Letzten – Verlust

Zum Glück gibt es erwartungsgemäß eine Fortsetzung des dystopischen Thrillers “Die Letzten – Zerfall“. Oliver Pätzold entwirft hier ein Deutschland, in dem fast alle Einwohner durch eine Pandemie getötet wurden und die öffentliche Ordnung zusammengebrochen ist.

Die Geschichte um die Hauptprotagonisten, den Familienvater Robert und seine Familie sowie die junge Sarah, wird in “Die Letzten – Verlust” fortgeschrieben. Die Ort, an dem sie Unterschlupf gefunden haben, erweist sich doch nicht als so sicher wie erhofft und sie müssen weiterziehen, wobei sich die Wege von Sarah und der Familie trennen. Wieder geht es darum, einen sicheren Ort zu finden. Die Situation wird durch den Umstand, dass sich herausstellt, dass Deutschland weitgehend radioaktiv verseucht ist, nicht einfacher.

Und wie immer bei den Kurzkritiken: mehr zum Inhalt gibt es nicht.

Pätzold entwickelt die Geschichte konsequent weiter. Die Schwächen des ersten Bandes – die zu vorhersehbaren sich immer wiederholenden Ortswechsel – vermeidet er. Und auch stilistisch und erzählerisch hat er sich deutlich weiter entwickelt.

Und so freue ich mich auf den dritten Band dieser herausragenden Reihe, der nach dem Ende dieses Buchs wohl unausweichlich ist.

Klare Leseempfehlung, für alle, die spannende Unterhaltung lieben.

Amazon Kindle Version, auch mit Kindle Unlimited ausleihbar.

Ebenso ist eine Taschenbuchausgabe verfügbar:

388 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (15. Dezember 2016)
ISBN-10: 1539329763
ISBN-13: 978-1539329763

 

Rezept: Rührei mit Petersilie und Schinken

Man braucht:

  • je Esser zwei bis drei Eier
  • je Esser ein Bund Blattpetersilie
  • je Esser eine Scheibe Kochschinken
  • Pfeffer
  • Olivenöl

Dieses Rührei weckt Frühlingsgefühle: es ist soviel Petersilie drin, dass es satt grün ist:

Die Petersilie von den gröbsten Stängeln befreien und fein hacken. Den Schinken fein würfeln. Die Eier mit der Petersilie und den Schinkenwürfeln vermischen, pfeffern und ggf. auch etwas salzen. Aber Obacht: meist ist der Schinken salzig genug.

In einer beschichteten Pfanne Olivenöl erhitzen und unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze stocken lassen.
Tipp:mit einem Schuss Mineralwasser wird das Rührei fluffiger.

Rezept: Schinkenchips

Die meisten Knabbereien haben sehr viele Kohlenhydrate und Zusatzstoffe. Hier ist die perfekte Alternative: zum Aperitif und Bier und auch eine interessante Einlage z.B. für eine Kartoffelsuppe. Wer sie einmal gemacht hat, wird sie lieben.

Den Backofen am besten mit Umluft auf 100° vorheizen. Schinken – Rohschinken mit wenig Fett (z.B. Serranoschinken, Parmaschinken) – in Streifen schneiden und locker auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Ca. 30 Minuten im Ofen trocknen.

Es entstehen knusprige, sehr schmackhafte Schinkenchips.

Tipp 1: immer mal wieder kontrollieren, damit die Chips nicht zu dunkel werden.

Tipp 2:
Tritt zu viel Fett aus, zwischendurch mit einem Küchenpapier auftupfen. Sind die Chips nicht kross, die Temperatur gegen Ende etwas erhöhen.

Die Schinkenchips sind sehr würzig, schwarzer Pfeffer oder dünn geschnittene Chilischoten passen aber gut dazu. Einfach zusammen damit aufs Backblech geben.

10 Fakten zu Weiberfastnacht

  1. Weiberfastnacht wird regional auch Weiberfasching, Wieverfastelovend, Fettdonnerstag, Schwerdonnerstag, Weiberfasnet, Altweiberfasching, Altweiberfastnacht, Altweiber, Aalwiewer oder Schmotziger Dunschtig genannt.
  2. Der Tag markiert den Übergang vom Sitzungskarneval zum Straßenkarneval. Anders als an Rosenmontag gibt es aber (fast) keine Umzüge – gefeiert wird auf Plätzen, Kneipen und Partys.
  3. Weiberfastnacht findet immer am Donnerstag vor Aschermittwoch statt. Der früheste mögliche Termin ist demnach der 29. Januar, der späteste der 4. März.
  4. Schwerpunkt der Feiern ist natürlich das Rheinland. Ab 11:11h ruhen Arbeit und das normale öffentliche Leben weitgehend und es wird gefeiert.
  5. Am wichtigsten ist Weiberfastnacht in Bonn-Beuel – hier ist der Donnerstag wichtiger als der Rosenmontag. Hier hatten in den 1820er Jahren die Wäscherinnen ihren freien Tag, vom Karneval waren sie aber ausgeschlossen. 1824 schlossen sich die Beueler Wäscherinnen daher zum “Alten Damenkomitee von 1824 e. V.” zusammen, um eine Teilnahme an Karneval zu erzwingen. Inzwischen wichtigstes Ritual in Beuel ist die Erstürmung des Rathauses, die auch heute noch stattfindet und live vom WDR übertragen wird. Dieser Brauch des Rathaussturms hat sich auch zahlreiche andere Städte übertragen. Die Beuelerinnen gelten gemeinhin als Mütter der modernen Weiberfastnacht.
  6. Ältere Bräuche sind aber schon länger belegt. So haben sich in vielen Nonnenklöstern im Mittelalter die Schwestern nicht an ihre Gelübde gehalten. Der Tag wurde passenderweise Pfaffenfastnacht genannt – erst um 1800 geriet dieser Brauch in Vergessenheit.
    In einigen mittelalterlichen Städten wurden die Bürgerinnen an diesem Tag vom Rat bewirtet.
  7. Krawattenträger aufgepasst: Traditionell werden diese von den Damen im Rheinland an Weiberfastnacht abgeschnitten. Und da man damit in den Karnevalshochburgen rechnen muss, ist dies im Regelfall auch keine Sachbeschädigung, wie einige Gerichte schon entschieden haben. Da Krawatten immer seltener werden, sind manche Frauen übergegangen, die Schnürsenkel zu durchschneiden. Als Entschädigung gibt es immerhin ein Bützchen (Küsschen).
  8. Für das Taxigewerbe ist Weiberfastnacht in Köln und Bonn der umsatzstärkste Tag, da das Geschäft schon vor 11h bis spät in die Nacht läuft.
  9. Ganz anders als im Rheinland wird der “Schmotzige Dunschtig” in der alemannischen Fasnacht gefeiert, wo er aber auch große Bedeutung hat. So werden in Konstanz im 6:00 Uhr die Bewohner durch Trommler und Fanfarenzüge geweckt, danach die Schüler aus den Schulen befreit und der Bürgermeister gibt im Rathaus die Macht an die Narrren ab.
  10. Noch ein paar praktische Tipps zum Feiern im Rheinland: eine frühe Anreise ist empfohlen, will man einen guten Platz am Heumarkt/Alter Markt oder beim Beueler Rathaus bekommen. Und auch bei den Kneipen sollte man sich auf lange Wartezeiten gefasst machen. Wer früher da ist, ist früher drin. Das Auto sollte man besser stehen lassen… Ein Bützchen ist was unverbindliches und keine Aufforderung für mehr.

Wie ich schreibe – von Gabriel Namara

Zunächst einmal möchte ich mich bei Severin bedanken, dass er Autoren wir mir, die verlagslos und independent unterwegs sind (Jaja, letzen Sommer hatte ich einen Top Ten Erfolg, aber davon abgesehen gibt es keine Fernseh Talkshows mit mir, also bezeichne ich mich als Underground), für einen warmen Händedruck die Möglichkeit gibt, etwas über mich zu erzählen. Ich verfolge ja immer seine Posts auf Twitter und das ist schon teilweise ziemlich geil und unterhaltsam – wer es noch nicht getan hat, sollte ihn mal abonnieren.

Krafttraining und Bodybuilding

Wenn ich ein neues Buch angehe, ist das Erste, was ich tue, zu trainieren.

Ich bin ein leidenschaftlicher Verfechter davon, für kurze Zeit schwere Dinge anzuheben und dabei herum zu schreien. Gerade Letzteres treibt meine Umgebung zur Verzweiflung und beschert mir unglaubliche Glücksgefühle.

Das klassische Pumpertraining habe ich eingetauscht und mache hauptsächlich funktionale Ganzkörper Übungen, wie Kreuzheben, Kniebeugen und Bankdrücken mit der Langhantel. Mann nennt diese Kombination “die großen Drei”, weil damit relativ viel an Muskelgruppen erschlagen wird. Die Pumperübungen mache ich noch obendrauf, etwas sparsamer, als früher. Mir geht es hauptsächlich darum, möglichst viel Masse zu erhalten und falls möglich noch etwas draufzupacken. Davon abgesehen verschafft es mir ungeheure Befriedigung, wenn ich feststelle, dass ich gerade alle Scheiben meines Gyms (ich habe mir ein eigenes, exklusives Studio eingerichtet) auf der Hantel habe. Tatsächlich sehe ich mich seit letzter Woche mit der Notwendigkeit konfrontiert, neue Scheiben dazuzukaufen. Nach drei Jahren Stagnation also endlich Bewegung in meinem mittlerweile vierzigjährigen Körper.

Früher habe ich auch gern Kampfsport gemacht, in meinem Fall Muay Thai, das viele als “Thaiboxen” kennen dürften. Es ist eine traditionelle Kampfsport Art, bei der Schläge, Tritte, Kniestöße und Ellenbogen eingesetzt werden dürfen. Ich hatte das Vergnügen bei einem namhaften Trainer zu trainieren, in einer renommierten Hamburger Rumpelbude, die Gym Kwan heißt und sich dadurch auszeichnet, ihre Kämpfer schon beim Training mit Holzlatten auf die Beine zu hauen, während sie zum Warm Up  Liegestütze machen.  Unser Trainer schrie dabei gern Dinge wie: “Ihr sollt leiden!” Und lief mit über dem Kopf wirbelndem Kung Fu Speer zwischen unseren Reihen hindurch, den wir ab und zu zu durch Schläge zu spüren bekamen. Dieses Gym ist voller netter Menschen mit Teamgeist und interessanten Charakteren – was mancher vielleicht nicht erwarten würde. Und es bringt noch heute die meisten namhaften Kämpfer aus dem Hamburger Umfeld hervor.

Leider wurde ich irgendwann zu alt dafür – ich war öfter verletzt und wusste, dass es mit dem Kämpfen nichts mehr werden würde in Zukunft. Ein guter Freund sagte damals zu mir, Kampfsport mache man, wenn man 16 ist und jemandem auf die Schnauze hauen will, aber in unserem Alter (damals war ich Mitte 30) ginge es vor allem darum, noch möglichst lange gut auszusehen.

Ich sah dies sofort ein und wechselte auf den Kraftsport. Jetzt kann ich niemanden mehr mit meiner Schnelligkeit beeindrucken, aber dafür kann ich, wenn es darauf ankommt, einen Kleinwagen anheben (Der Dodge Challenger von Matchbox ist ein gutes Beispiel). Das macht Spaß, fühlt sich gut an und vor allem versorgt es mich mit jeder Menge Dopamin. Und genau das brauche ich, um seelisch im Alltag in einer guten Verfassung zu sein. Es gibt zwei Dinge, die mich zu einem unverträglichen und inkompatiblen Subjekt machen: kein Training und zuwenig Kaffee.

Praktisch ist das Krafttraining mit Bodybuilding Elementen das Fundament für mein Schreiben. Allerdings könnte ich ohne Musik schlecht trainieren. Und das bringt mich zur zweiten Vorraussetzung für mein Schreiben: der Musik.

Musik

Sie ist für mich noch wichtiger als Filme. Ich bin ganz ehrlich der Meinung, dass ich niemals auch nur ein einziges Buch geschrieben hätte, wenn ich nicht Musik dazu gehört hätte, die mich bewegt und quasi den passenden Soundtrack für mein Buch bildet.

Für diejenigen, die selber Sport machen, möchte ich nicht vergessen, zu erwähnen, dass nachweislich das Hören der Lieblingsmusik eine Steigerung der eigenen Kraft um bis zu 20% zur Folge hat. Gemessen und untersucht. Wow.

Der Geschmack ist mit den Jahren vielfältiger geworden. In meinen Büchern findet sich so mancher Hinweis. Ab und zu leite ich Kapitel mit Textzeilen aus meinen Lieblingsliedern ein, oder habe Reminiszenzen in meinen Texten. In einem Roman, der in den Achtzigern spielt, weht der Sound von Kraftwerk durch den Garten, oder Lou Reed (viel zu früh gestorben) schrammelt irgendwas im Ghettoblaster. Für die Science Fiction würde ich sagen, dass Angels & Airwaves meine Hauptband sind, was Soundtracks für meine Romane angeht. Mancher kennt vielleicht Blink 182, die Punkrock spielen – allerdings mit starkem College Radio Einschlag, den ich sehr gut finde. Amerikanische Gute-Laune-Musik mit schönen Melodien. Der Sänger hat dann AVA gegründet – Angels & Airwaves. Angels & Airwaves haben mit Tom Delonge einen SciFi begeisterten Sänger – vermutlich deshalb erschaffen seine Sounds so phantastische Bilder in meinem Verstand.

Schon als Kind habe ich beim Hören von Musik Töne geschmeckt und diese auch als Formen gesehen. Ganz ohne Drogen. Bis heute ist es so, dass ich entweder richtige Filme sehe, oder Farben und Formen mit verrücktesten Strukturen. Besonders Elektronische Musik ist dort mächtig und funktioniert bei mir am Besten.

Zugeben muss ich, dass ich beim Training selbstverständlich HipHop und Rap höre. Man kann zu melancholischen Dark Wave Sounds einfach schlecht trainieren. Ich habe das mal versucht – da fühlen sich sogar leichte Gewichte furchtbar schwer an. Rap und HipHop, von T.I. oder Dr. Dre, ab und zu DMX – das pusht total und wenn man rumschreit, passt das auch gut in den Sound. Ich könnte mit Sicherheit keinen SciFi Roman schreiben, während ich das höre – aber für meinen Sport ist das super. Davon abgesehen kann man Youtube anmachen, den Sound darüber streamen und während der Pausen zwischen den Sätzen scharfe Mädels in kurzen Röcken zum Beat tanzen sehen. Für alte Säcke wie mich, die Motivation für das Training brauchen, genau richtig.

Ich hoffe, meine Frau findet das niemals heraus.

Filme

Viele Leser haben mir gesagt oder geschrieben und gemeint, ich schriebe sehr filmisch. Das höre ich sehr gern, da ich genau das will. Filme sind eine ganz tolle Sache, eine Kombination aus Bild und Ton, die eigentlich die meisten Menschen begeistern kann. Und ich würde lügen, dass sie mich nicht inspirieren würden. Ganz bestimmt haben die Kameraeinstellungen in Apocalypse Now (meinem Lieblingsfilm) meine Schreibweise entscheidend geprägt.

Ideen

Wie kommen mir die Ideen, wenn ich trainiert habe und Musik höre? Genau dabei. Ich höre Sound, bekomme ein Bild. Das kann ein Charakter sein, oder eine Szene. EARTHRISE – Gestrandet auf dem Mond hat so angefangen. Da waren zwei Astronauten, der eine älter, der andere jünger. Sie waren aus irgendeinem Grund auf dem Mond gefangen, hatten eine Bruchlandung hingelegt und mussten sich überlegen, wie sie sich retten konnten. Dabei entstand ein Dialog in meinem Kopf, ich hörte richtiggehend die Stimmen. Ich musste das aufschreiben, tat es und von da an entwickelten sich immer mehr Ideen. Kurz danach bretterte ich eines Morgens über die Autobahn und hatte Tangerine Dream in meiner Playlist. Das ist eine Band, deren Wurzeln bis in die Krautrock Zeit der Siebziger zurückgehen. Sie haben das schon gemacht, als ich noch nicht einmal geboren war. Bis heute finde ich ihre Musik faszinierend, da diese gleichermaßen atmosphärisch als auch treibend ist. Ich hörte “Valley of the Sun”, dachte über den Dialog der Astronauten nach und sah vor meinem geistigen Auge eine Saturn V Mondrakete von 1969 abheben. EARTHRISE war geboren und ich brauchte nur noch weiterschreiben, es kam alles ganz von selbst. Und so ist es immer, wenn ich schreibe – bin ich erstmal in der Stimmung, erlebe ich etwas, das viele als Flow bezeichnen. Etwas ist durch mich aktiv und ich brauche nur noch ausführen. Das ist manchmal ganz schön beunruhigend, wenn man sich das danach durchliest und denkt, wie bist du jetzt darauf gekommen. Als hätte jemand Anderes das geschrieben. Schreiben ist so, wie einen guten Film angucken, 3D und in Farbe. Meine Charaktere unterhalten sich mit mir, idealerweise unterhalten sie sich untereinander. Sie werden immer realer und ich könnte es nicht ertragen, sie nicht aufzuschreiben. Und je mehr ich schreibe, desto realer werden sie. Es ist ein bißchen, als würden sie sich bei mir für die ihnen entgegengebrachte Aufmerksamkeit bedanken.

Notizen

Normalerweise mache ich mir Notizen, wann immer mir etwas einfällt. Man bildet sich ja gern ein, dass man das schon alles im Kopf behält.

Ich sage, das ist falsch.

Man vergisst die meisten Dinge ganz einfach wieder.

Deshalb empfiehlt es sich, solche Ideen sofort aufzuschreiben. Besonders gern mag ich Ideen, die auf den ersten Blick nichts mit der eigentlichen Story zu tun haben. Dann wird es echt. Ich sehe vor mir also eines Morgens eine Frauenhand, die sich in warmen Sand gräbt und auf das Meer hinausschaut. Ihre braunen Haare wehen in der Sommerbrise und es ist klar, dass ihr eine große Herausforderung bevorsteht, das kann ich spüren, wenn ich ihre sonnengebräunte Haut sehe und den Blick, mit dem sie jetzt in den Himmel schaut. Das wird meine Pilotin für die Rettungsmission in EARTHRISE 2. Und sie wäre es nicht geworden, wenn ich diese Idee nicht aufgeschrieben hätte.

Technisch gesehen sind die meisten Notizen bislang auf meinem iPad oder Handy. Allerdings ist mir das zu unpraktisch. Ich habe mir ein Notizbuch gekauft, in kleinem und handlichen DIN A 6 Format. Das passt in jede Tasche und ein Stift ist in einer kleinen Halterung an der Seite eingeklemmt. Schon jetzt stehen Ideen drin, die ich an einer Ampel hatte oder beim Mittagessen, welche ich aus Faulheit nicht in mein Handy gehackt hätte, die aber total schön sind.

An meinem Notizbuch geschnitten habe ich mich auch schon. Das geht, man muss nur in der Tasche nach etwas suchen und dann mit dem Finger über die Kante gleiten. Man kann sagen, ich unterschreibe seit Neuestem meine Geschichten mit Blut. Das macht doch sonst nur Goetz dingens, der sich mal gern auf Buchmessen selber ritzt, oder? So sieht echte Passion aus.

Womit ich schreibe

Am besten schreibe ich seit drei Jahren auf meinem iPad. Ich habe eine schöne Tasche, mit Tastatur. Es ist handlich, kann überall mit hin und ich kann die Füße hochlegen, mich mit extra starkem Kaffee auf die Couch legen und schreiben. Das ist besser, als mit einem Laptop und bietet alles, was ich brauche. Selbstverständlch fühle ich mich auch total überevolutionär, wenn ich sagen kann: ich schreibe alle meine Bücher auf dem iPad. Sozusagen die nächste Spezies der Autoren. Ein alter Millenial. Das einzige, was mich noch mehr reizen würde, wäre eine noch ältere Schreibmaschine mit großen, runden Tasten – vielleicht aus den Dreißigern. Aber im Zeitalter von elektronischem Publishing wäre das zeittechnisch gesehen Selbstmord.

Warum ich schreibe

Ich habe absolut keine Ahnung. Irgendwie war ich schon immer kreativ und konnte schlecht Basketball spielen, aber gut mit Worten umgehen. Vermutlich wurde ich auch irgendwie dahin getrieben, da viele Menschen meine Romane mögen, allerdings mag es keiner, wenn ich Gitarre spiele. Tatsächlich bittet man mich meistens zeitnah aufzuhören, wenn ich gerade ein Instrument spiele. Überwiegend auch vehement. Ich selber bin der Meinung, dass es sich prima anhört, aber irgendwie muss man auch mal der Schwarmintelligenz trauen. Und mittlerweile haben sich, gegenüber früher, auch die Zeitspannen verkürzt, vom Anfang des Spielens bis zu dem Moment, wo man mir befiehlt, mit dem Krach aufzuhören. Für mich heißt dass, das ich mit den Jahren und zunehmender Übung schlechter geworden bin.

Von daher macht das Schreiben mir deutlich mehr Spaß. Und vermutlich ist Spaß ganz wesentlich dafür, dass ich dranbleibe. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal Danke an meine Leser sagen. Jede e-Mail, jede Rezension, egal ob gut oder sehr gut, ist willkommen. Von denen, die schlecht rezensieren hätte ich gern die Adressen, einfach an management.gabriel.namara@gmail.com mailen, dann kann ich Euch die russische Mafia auf den Hals hetzen. Alle anderen kriegen, sofern sie konstruktiv kritisieren, immer das nächste Buch umsonst. Mittlerweile machen manche Leser von sich aus Lektorat für mich. Das ist eine Auszeichnung, über die ich mich unglaublich freue. Da ist er wieder, der Spaß. Von daher muss ich jetzt dringend mal an Teil 2 von EARTHRISE gehen.

Liebe Grüße, Gabriel

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gabriel_namara

Gastbeitrag von Independet Autor Gabriel Namara.

Südüberbauungsabrissbilder – erste Streetart am Bauzaun

Am Bauzaun bei der Südüberbauung in Bonn ist erste StreetArt aufgetaucht.

Foto vom 21. Februar 2017.

Bonn Endenich

Dies wird die zentrale Übersichtsseite zu Bonn Endenich.

Artikel rund um Endenich

Südüberbauungsabrissbilder – die Hebebühne und die Fassade

Beim Abriss der Bonner Südüberbauung gibt es sichtbare Fortschritte. Momentan kommt eine Hebebühne bei der Entkernung und Entfernung der Fassadenplatten zum Einsatz. Und wie man gerade im oberen Bereich des Gebäudes sehen kann, ist die Entfernung derselben schon sehr weit fortgeschritten.

Bild vom 20. Februar 2017.