Was ist eine Fibromatose?

Die Fibromatose ist eine Erkrankung, bei der es zur Bildung von fibrösem Gewebe oder Fibromen im Körper kommt. Es handelt sich um eine Gruppe von Zuständen, die durch das Wachstum von fibroblastischen oder myofibroblastischen Zellen gekennzeichnet sind. Diese Zellen sind für die Bildung von Bindegewebe verantwortlich.

Die Fibromatose kann in verschiedenen Formen auftreten, einige häufige Typen sind:

  1. Desmoid-Tumoren (Aggressive Fibromatose): Diese gutartigen, aber lokal aggressiven Tumoren treten häufig in Muskeln oder an den Faszien (Bindegewebsschichten) an. Sie können in jedem Teil des Körpers vorkommen, sind aber besonders häufig in den Armen, Beinen und im Bauchbereich zu finden.
  2. Plantare Fibromatose (Morbus Ledderhose): Diese Form betrifft das Bindegewebe im Fuß, insbesondere die Plantarfaszie. Es bilden sich knotige Verdickungen, die unbehandelt zu Schmerzen und Gehproblemen führen können.
  3. Dupuytren-Kontraktur (Palmarfibromatose): Diese Erkrankung betrifft die Handinnenflächen und führt zu einer schrittweisen Verkürzung und Verdickung des Bindegewebes, was zu einer Verkrümmung der Finger führen kann.
  4. Peyronie-Krankheit (Penile Fibromatose): Hierbei handelt es sich um eine Verhärtung (Plaquebildung) im Gewebe des Penis, die zu einer Verkrümmung und manchmal schmerzhaften Erektionen führen kann.

Die Ursachen der Fibromatose sind nicht vollständig geklärt, können aber genetische Faktoren, hormonelle Einflüsse oder physische Traumata beinhalten. Die Behandlung hängt von der Art, Lage und Größe der Fibrome sowie den Symptomen und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten ab und kann von Beobachtung über Medikamente bis hin zu chirurgischen Eingriffen reichen.

ICD-10 Codes

Bild: Midjourney AI

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