Kleine Anfragen in der 1. Wahlperiode (1949–1953)

Abstrakte Komposition aus überlappenden, halbtransparenten Papierflächen in gedeckten Grau-, Sepia- und Blautönen

Eine Kleine Anfrage ist ein parlamentarisches Instrument: Abgeordnete oder Fraktionen stellen der Bundesregierung schriftlich Fragen, und die Bundesregierung antwortet schriftlich. In der 1. Wahlperiode des Deutschen Bundestages (1949–1953) wurden viele dieser Anfragen in den Drucksachen noch schlicht als „Anfrage“ bezeichnet. Diese Übersicht führt alle 35 Kleinen Anfragen aus dieser Zeit zusammen, über die wir auf severint.net berichten, geordnet nach Themen.

Der Rahmen: die erste Bundesregierung

Der 1. Deutsche Bundestag bestand vom 7. September 1949 bis zum 7. September 1953 und tagte in 282 Sitzungen. Am 15. September 1949 wählte er Konrad Adenauer (CDU) im ersten Wahlgang zum Bundeskanzler, getragen von CDU/CSU, FDP und DP. Das Kabinett Adenauer I amtierte ab dem 20. September 1949 mit 13 Ministern, darunter eigene Ressorts für Wohnungsbau, Vertriebene, Verkehr und das Post- und Fernmeldewesen. Das Auswärtige Amt führte ab dem 15. März 1951 der Kanzler selbst. Laut Wikipedia gab es in dieser Wahlperiode insgesamt 160 Große und 355 Kleine Anfragen, die Übersicht zum 1. Deutschen Bundestag nennt dazu auch Gesetzesinitiativen und Untersuchungsausschüsse. Die hier verlinkten 35 Beiträge sind also eine Auswahl.

Besatzungsrecht und Souveränität

Die Bundesrepublik war in diesen Jahren noch nicht souverän. Das Besatzungsstatut trat am 21. September 1949 in Kraft; die Alliierte Hohe Kommission behielt sich unter anderem die Außenpolitik, die Entmilitarisierung, die Wiedergutmachung und die Aufnahme von Flüchtlingen vor. Besatzungskosten und andere Kriegsfolgelasten gingen auf den Bund über (Artikel 120 des Grundgesetzes). Am 6. März 1951 wurde das Statut revidiert; seitdem durfte die Bundesregierung wieder ein Auswärtiges Amt führen. Aufgehoben wurde das Besatzungsstatut erst mit den Pariser Verträgen, die am 5. Mai 1955 in Kraft traten. Viele Kleine Anfragen jener Jahre handeln von den Alltagsfolgen dieser Lage, etwa von beschlagnahmten Häusern, Möbeln und Jagdrevieren.

Vertriebene, Lastenausgleich und Wiederaufbau

Die Vertriebenen waren laut Wikipedia die größte Gruppe der durch den Krieg Geschädigten. Das Lastenausgleichsgesetz vom 14. August 1952 sollte Vermögensschäden und andere Nachteile finanziell ausgleichen und trat am 1. September 1952 in Kraft. Auch der Wiederaufbau kam zur Sprache, etwa bei der Brücke in Dannenberg. Die Bahn trug ihren neuen Namen seit dem 7. September 1949: Die Deutsche Reichsbahn im Vereinigten Wirtschaftsgebiet hieß fortan Deutsche Bundesbahn.

Alltag, Preise und Versorgung

Neben den großen politischen Weichenstellungen fragten Abgeordnete nach Dingen des Alltags: nach Preisen für Kartoffeln, Eier und Milch, nach Kohle, nach Zöllen und Steuern oder nach der Post. Was die Bundesregierung jeweils antwortete, steht in den einzelnen Beiträgen; dieser Überblick fügt dem nichts hinzu.

Alle Kleinen Anfragen der 1. Wahlperiode auf severint.net

Aktuell sind es 35 Beiträge. Wir berichten laufend über interessante Kleine Anfragen und ergänzen diese Seite, sobald weitere hinzukommen. Das Datum nennt jeweils den Tag der Antwort der Bundesregierung.

Besatzung und Besatzungsfolgen

Außenbeziehungen und Auslandsbezüge

Preise, Versorgung und Landwirtschaft

Verkehr, Bahn und Post

Steuern, Zoll, Währung und Wirtschaft

Vertriebene, Verwaltung und innere Sicherheit

Kultur, Rundfunk, Bildung und Gesundheit

Weitere Kleine Anfragen mit Antworten der Bundesregierung aus allen Wahlperioden gibt es in der Übersicht auf severint.net.

Quellen

Hinweis: Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt und anhand der verlinkten Beiträge, Drucksachen und Quellen geprüft.

Stand: 24.10.2026

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