In der Studie „How Did the COVID Pandemic Response Harm Society? A Global Evaluation and State of Knowledge Review (2020-21)“ untersucht Kevin Bardosh (University of Washington; University of Edinburgh – Edinburgh Medical School) die Auswirkungen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona Pandemie.
Wir stellen diese unten zum Download zur Verfügung.
Abstract (deutsche Übersetzung)
Zu Beginn der Covid-Pandemie wurden Bedenken geäußert, dass Lockdowns und andere nicht-pharmazeutische Maßnahmen der Gesellschaft erheblichen multidimensionalen Schaden zufügen würden.
In diesem Papier wird der globale Wissensstand über diese negativen sozialen Auswirkungen umfassend bewertet, wobei der Schwerpunkt auf Art und Ausmaß dieser Auswirkungen in den Jahren 2020 und 2021 liegt. Es wurde ein Schadensrahmen entwickelt, der 10 Kategorien umfasst:
- Gesundheit
- Wirtschaft
- Einkommen
- Ernährungssicherheit
- Bildung
- Lebensstil
- intime Beziehungen
- Gemeinschaft
- Umwelt
- Verwaltung.
Die Analyse fasst 600 Veröffentlichungen zusammen, wobei der Schwerpunkt auf Meta-Analysen, systematischen Übersichten, globalen Berichten und Mehrländerstudien liegt.
Diese kumulative akademische Forschung zeigt, dass die Kollateralschäden der Pandemiebekämpfung beträchtlich und weitreichend waren und in den kommenden Jahren für Hunderte von Millionen von Menschen ein Vermächtnis von Schaden hinterlassen werden.
Viele ursprüngliche Vorhersagen werden durch die Forschungsdaten weitgehend bestätigt, darunter:
- ein Anstieg der Übersterblichkeit von nicht an COVID Erkrankten,
- eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit,
- Kindesmissbrauch und häusliche Gewalt,
- zunehmende globale Ungleichheit,
- Ernährungsunsicherheit,
- verlorene Bildungschancen,
- ungesunde Lebensgewohnheiten,
- soziale Polarisierung,
- steigende Verschuldung,
- Rückschritte bei der Demokratie
- Verschlechterung der Menschenrechtssituation
Junge Menschen, Menschen und Länder mit niedrigerem sozioökonomischem Status, Frauen und Menschen mit bereits bestehenden Benachteiligungen waren am stärksten betroffen.
Die gesellschaftlichen Schäden sollten das vorherrschende mentale Modell der Pandemiebekämpfung in Frage stellen:
Es ist wahrscheinlich, dass viele Covid-Maßnahmen mehr Schaden als Nutzen verursacht haben, obwohl weitere Forschung erforderlich ist, um Wissenslücken zu schließen und politische Kompromisse zu untersuchen, insbesondere auf Länderebene. Die Planung und Reaktion auf künftige globale Gesundheitsnotfälle muss ein breiteres Spektrum an Fachwissen einbeziehen, um die mit staatlichen Eingriffen verbundenen gesellschaftlichen Schäden zu berücksichtigen und abzumildern.
Download und weitere Informationen
Sie können das Papier hier herunterladen (Stand 29. Mai 2023).
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