Mein erster Test der Lumia 920 Kamera bei Nacht

Das Nokia Lumia 920 wird gerade für seine PureView Kamera gelobt, die auch unter schlechten Lichtverhältnissen sehr gute Bilder macht.

Diese Aufnahme wurde ohne Blitz in einem sehr schlecht beleuchteten Raum aufgenommen:

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Zum Vergleich das gleiche Bild mit dem Lumia 800, ebenfalls ohne Blitz:

WP_000308

Das HTC Desire HD:

IMAG0578

Und zuletzt eine günstige Casio Exilim Z350 digitale Kompaktkamera:

CIMG1220

Zum Vergleich noch das gleiche Motiv mit dem Lumia 920 mit aktiviertem Blitz:

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Rezept: Pochiertes Ei

Es gehört zu vielen Rezepten dazu, schmeckt aber auch einfach so zum Frühstück: pochiertes Ei.

Leider trauen sich nicht mehr viele an dieses Basis-Rezept – dabei ist es gar nicht so schwer, ein Ei zu pochieren.

Außer – sehr frischen – Eiern braucht man nur Essig und Salz.

Einen nicht zu hohen Topf füllt man zu ca. 2/3 mit Wasser, gibt zwei Esslöffel möglichst neutralen Essig sowie einen Teelöffel Salz hinzu und bringt das Wasser zum Kochen.

Dann wird die Temperatur etwas reduziert, damit das Wasser nicht zu unruhig ist.

Dann das ein Ei in eine Tasse schlagen es aus der Tasse heraus vorsichtig in das heiße Wasser gleiten lassen. Sofort mit zwei Suppenlöffeln das Eiweiß umschließen, so dass es sich nicht vom Eigelb trennen kann.

Sobald das Eiweiß weitgehend gestockt ist, können die Löffel weg und das Ei gut 4 Minuten im heißen Wasser garen lassen und dann mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser herausheben.

Bei einem pochiertes Ei sollte das Eigelb nach dem Anschneiden noch leicht flüssig herausfließen. Je nach Temperatur des Wassers und Größe des Eis kann die Garzeit daher etwas länger oder kürzer sein.

Tipp: Wasser nach jedem Pochiervorgang wieder kurz aufkochen und dann wiederum die Temperatur reduzieren.

#Brüderle #Himmelreich #Aufschrei #Sexismus

Das ist das wahrscheinlich letzte, was ich (vorerst) zu diesen Themen schreibe werde – und auch nur in kurzen Sätzen:

Nach wie vor halte ich den anlassbezogenen Zeitpunkt der Veröffentlichung der Brüderleschen Anzüglichkeiten gegenüber Laura Himmelreich für falsch. Dass der Stern damit eher eine Kampagne gegen die FDP bestreiten will, zeigt mE dieser tweet:

Wir müssen es konstatieren: Die Partei der Chauvis, Grapscher und Herrenreiter kommt immer noch locker über 5 Prozent. #Brüderle
@Sternde

Mit diesem Kritikpunkt will ich Anzüglichkeiten, Chauvinismus, Sexismus und schlimmeres nicht relativieren oder gar rechtfertigen. Und auch wenn man trefflich darüber streiten mag, wie schwerwiegend Brüderles Verhalten nun letztlich zu bewerten ist – die Meinungen gehen diesbezüglich im Netz von eher unverdächtig bis hin zu fast schon sexueller Belästigung – hätte Frau Himmelreich an dem Abend einfach gehen können (als schlechteste Wahl), Brüderle gehörig die Meinung sagen oder ihm eine langen können (und vielleicht auch sollen). Dann aber auch direkt darüber schreiben. So aber bleibt eben der schale Nachgeschmack, dass der Vorfall gegen Brüderle und die FDP instrumentalisiert werden sollte.

Doch Sexismus gibt es in allen Parteien und auch außerhalb der Politik in wohl allen Bereichen.

Allerdings – und das ist Laura Himmelreich hoch anzurechnen – scheint durch ihren Tabubruch nunmehr doch eine von diesem konkreten Fall losgelöste Debatte zum Problem zu entstehen. Exemplarisch dafür stehen – neben vielem anderen – die #aufschrei Tweets, in denen Frauen über ihre Erfahrungen mit Sexismus und Belästigung im Alltag berichten.

Und diese Debatte ist dringend notwendig, denn

Die zynischen Sprüche, die manche Männer hier über #aufschrei -Tweets von Frauen reißen, sind doch das beste Beispiel für Alltags-Sexismus.
@VictoriaHamburg

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Der Apple Store in Bonn kommt

Laufende Updates am Ende des Artikels

So wie es aussieht, dürfte recht bald ein Apple Store nach Bonn kommen – denn Apple sucht seit dem heutigen Tag Mitarbeiter für den Standort. Wohin der Apple Shop kommt, ist mir noch nicht bekannt, werde ich aber baldmöglichst nachreichen.

Zwischenzeitlich habe ich den Bonner Generalanzeiger informiert, der die Geschichte aufgegriffen hat und weiter darüber berichten will.

apple-store-stellenangebote

Updates

25.01.2013 – Ein Anruf bei der Apple Pressestelle brachte nur die Antwort, dass sich Apple an Gerüchten und Spekulationen nicht beteilige. Nach längerem Small-Talk meinte der Ansprechpartner dann, dass es halt noch nicht offiziell sei… es darf also weiter spekuliert werden.

Vermutungen, der Apple Store könne in den Sparkassen-Neubau am Friedensplatz einziehen, wurden seitens der Sparkasse dementiert:

…mit MediaMarkt, REWE und “dm” sind die vermietbaren Handelsflächen in unserem Neubau Friedensplatz zu 100 Prozent belegt. Also: Kein Apple Store am Friedensplatz 1.

Der GA-Bonn vermutet inzwischen, dass der Apple Store in das derzeitige Commerzbank-Gebäude am Münsterplatz ziehen werden. Die gleiche Vermutung hat der Express.

14.06.2013 – Neue Gerüchte um den Apple Store in Bonn: Dieser soll doch in das neue Sparkassengebäude am Friedensplatz kommen, allerdings als Shop im Shop im dort entstehenden MediaMarkt, der möglicherweise ein Saturn werden soll (Gerüchte über Gerüchte). Mehr dazu gibt es hier.

17.10.2014 – Wie man deutlich sehen kann, kommt der Bonner Apple Store an den Münsterplatz.

24.04.2015 – Wie man aus zuverlässiger Quelle hört, ist Apple aus den bestehenden Mietverträgen ausgestiegen. Also doch kein Apple Store in Bonn.

Ein erster Blick auf die Q1/2013 Zahlen von Apple: Die iPhone Abhängigkeit steigt

Erwartungsgemäß hat Apple mit den Zahlen für das erste Quartal 2013 neue Rekorde aufgestellt. Die vollständigen Zahlen gibt es direkt bei Apple, hier das wichtigste in Kürze:

  • 54,5 Milliarden US$ Umsatz (Vorjahreszeitraum: 46,3 Milliarden US$)
  • 13,1 Milliarden US$ Gewinn (Vorjahr: 13,1 Milliarden US$)
  • 13,81 US$ Gewinn je Aktie (Vorjahr: 13,87 US$)

Was die Geräteverkäufe angeht, sieht es wie folgt aus:

  • 47,8 Millionen iPhones (37 Millionen im Vorjahr)
  • 22,9 Millionen iPads (15.4 Millionen)
  • 4,1 Millionen Macs (5.2 Millionen)
  • 12.7 Millionen iPods (15.4 Millionen)

Ist also alles gut? Auf den ersten Blick in diesem Quartal noch einigermaßen – auch wenn die Analystenerwartungen höher waren und der Gewinn stagniert.

Doch schauen wir uns einmal den Anteil der Produkte am Umsatz an:

Q1/2013 Q1/2012
Umsatz Anteil Umsatz Anteil
iPhone          30.660 56%           23.950 52%
iPad          10.674 20%             8.769 19%
Mac            5.519 10%             6.598 14%
iPod            2.143 4%             2.528 5%
iTunes            3.687 7%             3.020 7%
Zubehör            1.829 3%             1.468 3%
         54.512           46.333

Und wir erkennen Apples strukturelles Problem: Die Abhängigkeit vom iPhone.

Machte das Hype-Smartphone vor einem Jahr 52% am Apple-Umsatz aus, sind es im letzten Quartal satte 56%. Die iPads können das trotz – oder gerade wegen – iPad Mini nicht abfangen und steigen minimal von 19% auf 20%. Und die Anteile der iPods und Macs sind sogar rückläufig.

Weiter zu bedenken ist übrigens, dass ein Großteil der Zubehör- und iTunes Umsätze wiederum direkt vom iPhone abhängig ist.

Das iPhone ist aber immer stärkerer Konkurrenz ausgesetzt. Sollte es tatsächlich bald nicht mehr in diesem Maße “in” sein, ist das zwar bei weitem nicht existenzbedrohend für die Kalifornier, doch wird Apple mehr und mehr zum “normalen” Unternehmen, was ich ja in meinen Blick auf Apples Zukunft prognostiziere.

Will Apple langfristig weiterhin in seiner eigenen Liga spielen, muss ein neues disruptives Produkt her.

apple-produkte-umsatzanteil

Für die weitere Analyse der Zahlen – insbesondere hinsichtlich Apples Schwäche in China – empfehle ich Sascha Pallenbergs Artikel zu Apples Quartalszahlen bei mobilegeeks.

Der “Stern” und der Fall Brüderle

What happens in Stuttgart stays in Stuttgart.

Sollte sich Herr Brüderle auf diesen Spruch verlassen haben, den man sonst in Zusammenhang mit Las Vegas kennt, ist er enttäuscht worden. Denn die Stern Journalistin Laura Himmelreich (@im_himmelreich) schreibt darüber, wie Herr Brüderle sie während des traditionellen Stuttgarter Dreikönigstreffens der FDP in einer Hotelbar “angemacht” haben soll. Man könnte sogar sagen, er hat versucht, sie sehr dummdreist anzubaggern – jedenfalls stellt Himmelreich das so dar. Die ganze “Story” wird in der Stern Ausgabe Nummer 5 erscheinen, wird aber heute schon notgeil auflagenheischend vorbereitend ausgebreitet.

Mir kommen dazu nur folgende Gedanken: Sollte Rainer Brüderle sich tatsächlich so verhalten haben, so ist das nicht sehr gentlemanlike und nicht in Ordnung. Punkt. Keine weitere Diskussion. Und auch weitere Sprüche Brüderles, die in dem Artikel zitiert werden, sind geschmacklos und nicht unbedingt mein Fall (worüber man aber lange diskutieren mag).

Das Verhalten der Frau Himmelreich und des Stern ist aber ebenso fragwürdig und geschmacklos.

Das fängt damit an, dass es absolut unprofessionell ist, ein offizielles Interview abends in einer Bar führen zu wollen. Sechs, setzen.

Doch spätestens dann, wenn man dann merkt, dass der potentielle Gesprächspartner schon angesäuselt wenn nicht sogar – Entschuldigung -hackebreit ist, sollte man das Vorhaben abbrechen. Das gilt um so mehr, wenn man feststellen muss, dass er einem mehr oder weniger plumpe Avancen macht. Frau Himmelreich hätte spätestens jetzt gehen sollen. Aber augenscheinlich fährt sie die Strategie, die im Stern selbst so beschrieben wird:

Offenherzigkeit gegen tiefes Dekolleté und klimpernde Wimpern. So einfach ist das manchmal wirklich, leider.

Scheint ja geklappt zu haben – denn jetzt ist die “große Brüderle Story” im Stern, geschrieben in ziemlich beleidigenden Worten. Und in der ersten Fassung des verlinkten vorbereitenden Artikels ist auch noch Brüderles Familie einbezogen worden – immerhin das wurde gelöscht.

Angesichts der Umstände, wie alles zustandegekommen ist, wäre es besser gewesen, Frau Himmelreich hätte das unter vier Augen mit Rainer Brüderle geklärt oder meinetwegen über ihre Anwältin – aber nicht in dieser Form breitgetreten in der Öffentlichkeit.

Und auch der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist fragwürdig. Alles ist schließlich schon vor über einem Jahr passiert. Es sieht sehr danach aus, als sei der Zeitpunkt gezielt gewählt worden, an dem eine Veröffentlichung den größtmöglichen Schaden anrichten kann. Ich bin geneigt, hier von Kampagnenjournalismus zu sprechen.

Die Diskussion über Sexismus in der Politik ist richtig und wichtig – aber auf diese Art erweist man dem Thema einen Bärendienst, in dem eine an sich notwendige Diskussion mehr als ein Gschmäckle bekommt und mit sachfremden Themen überlagert wird.

Wenn das aber Dominik Wichmanns angekündigte “journalistische Spitzenleistungen” sind, dann “Gute Nacht, Stern”.

Nachtrag 25.01.2013 – Inzwischen hat sich wider Erwarten eine sinnvolle Diskussion rund um das Thema Sexismus in Politik und Gesellschaft entwickelt.

28.01.2013 – Hier noch ein interessanter Beitrag, wie es sich wohl Frau Himmelreichs Begegnung mit Brüderle in der Hotelbar zugetragen hat.

Codename EOS: das große Pureview Lumia

The Verge berichtet, dass dieses Jahr ein weiteres Nokia Lumia Modell vorgestellt werden soll, das erstmals die aus dem Nokia 808 PureView Smartphone bekannte “große” PureView Kameratechnik einsetzen soll.

Diese verfügt über einen 41 MegaPixel Sensor und liefert dadurch besonders hochwertige Fotos. Ausgegeben werden dabei 5 MegaPixel Bilder, die durch besondere Schärfe und Bildqualität überzeugen. Und auch ein verlustfreies starkes Einzoomen ohne mechanischen Zoom wird dadurch möglich.

Das Lumia 920 hat zwar ebenfalls eine PureView Kamera, die allerdings über “nur” über 8,7 MegaPixel verfügt und mit der Floating Lens Technologie (Optical Image Stabilization) besonders gute Videos und lange Belichtungszeiten bei Nachtaufnahmen ermöglicht. Generell steht PureView bei Nokia neuerdings für eine besonders hochwertige Kamera.

Der Nachteil des 41 MP Bildsensors ist freilich, dass dieser recht dick ist. Das SmartPhone wird also nicht das schlankeste werden. Weitere Gerüchte besagen, dass es ein Aluminium Gehäuse mit abgerundeten Ecken haben soll und natürlich mit Windows Phone 8 laufen wird. Verfügbar sein soll es später im Verlauf des Jahres.

Ob es schon auf dem MWC in Barcelona vorgestellt wird, ist unklar – wundern würde es mich aber nicht.

Kommt jetzt bald Nokias Morph Technologie?

Vor ziemlich genau fünf Jahren stellte Nokia das Morph Konzept vor. Grob gesprochen handelt es sich dabei um eine Nano Technologie, mit der Smartphones möglich werden, die ihre Form ändern können. Folgendes Video veranschaulicht das recht gut:

Zwischenzeitlich war es dann recht ruhig um dieses etwas nach 2100 klingende Konzept geworden. Im März 2012 berichtete Engadget über Nokia Patente rund um Morph, in denen u.a. die Technologie beschrieben wird, ein Smartphone in ein Armband umzufalten.

Fast ein Jahr danach gibt es wieder Neuigkeiten – denn der twitter Account @NokiaMorph scheint wieder aktiver zu werden.

Das Jahr 2013 könnte in Sachen Nokia Morph mit etwas Glück noch einige Überraschungen bringen.

Ein Blick in die Zukunft von Apple

Fazit des Artikels: Apple wird ein Unternehmen wie viele andere, wenn es nicht bald wieder ein neues disruptives Produkt vorstellt.

Die von mir gerne gelesene britische Tageszeitung theguardian brachte es mit einer interessanten Analyse auf den Punkt:

Every empire crumbles
Apple is losing its hip and unpredictable edge as it risks being left behind by the very technology it helped to proliferate…
Quelle: theguardian

The New Yorker Cover - August 9, 2010Letztlich meint der Autor Victor Keegan, dass Apples wichtigstes Produkt, der iPod, nicht mehr genug Kraft habe, das Wachstum des Unternehmens weiter anzutreiben und Apple ein neues disruptives Produkt brauche, um den hohen Erwartungen wieder gerecht zu werden.  Moment – schrieb ich gerade iPod – und ist es Ihnen aufgefallen? Ja, denn der Artikel stammt aus dem Jahr 2006. Welches Produkt Steve Jobs dann vorstellte, ist bekannt: das iPhone, mit dem der gesamte Smartphone Markt, wie wir ihn heute kennen, erst geschaffen wurde.

Apples größtes Problem ist aber: das Unternehmen steht und fällt mit dem Erfolg des iPhone, wie Dan Frommer anschaulich herausgearbeitet hat. Macs und iPads sind für Wohl und Wehe der Kalifornier nicht so wichtig. Von den iPods will ich erst gar nicht sprechen.

Was das iPhone angeht, sind Presse und Kunden jedoch zunehmend kritisch: So wirkt “iOS so was von 2007”,die Konkurrenz von Nokia mit dem Lumia 920 und Samsung ist technisch deutlich weiter, es gibt Massen an günstiger Android Konkurrenz und neue preisagressive Windows Phone Angreifer wie das Lumia 620 oder das Huawei Ascend W1. Ganz wesentlich aber: das Ökosystem läuft nicht so rund, wie man das von Apple erwarten dürfte; das Apple Maps Desaster ist da nur die Spitze des Eisbergs – fragen Sie mal Apple Nutzer nach Problemen mit der Cloud und der Synchronisation von Daten…

All das zeigt sich auch an der Börse. Der Aktienkurs bewegt sich um die 500US$ (in dieser Minute in der ich das schreibe sogar auf den Cent genau) nachdem er am 19. September 2012 bei 702,10 US$ lag.

Sicher, Apple wird 23. Januar mit den neuen Quartalszahlen nochmals iPhone und iPad Rekordabsätze und wahrscheinlich auch einen Rekordumsatz präsentieren. Der Gewinn könnte hingegen durchaus rückläufig sein, zumindest in Relation zum Umsatz. Und schon für die nächsten Quartalsergebnisse erwarte ich eine deutlichere Abkühlung in allen Bereichen.

Klar ist aber auch – ernsthafte Sorgen machen muss man sich um Apple in den nächsten Jahren nicht. geschätzte 150 Milliarden US$ in der Kriegskasse, eine riesige iPhone Installationsbasis und ein harter Kern an unbelehrbaren Fanboys sorgen dafür, dass wir auch in Zukunft immer mal was neues aus Cupertino hören werden.

Doch was wird Apple tun?

Zuletzt sorgte man für weiterhin gute Ergebnisse, indem man neue Produktvarianten in immer kürzeren Abständen vorstellte und die Preise hoch hielt. Angesichts deutlich preisgünstigerer Konkurrenz auf technischer Augenhöhe, mangelnden echten Innovationen und der Verärgerung der Stammkunden über zu schnelle Modellwechsel (zwischen dritter und vierter iPad Generation lagen gut 8 Monate) kann dieser Weg aber nicht dauerhaft beschritten werden.

Eine Expansion in Emerging Markets bietet zwar Wachstumspotential – der iOS Marktanteil in Indien z.B. liegt gerade mal bei 0,9% – doch spricht hier einerseits der hohe Preis der Produkte dagegen, andererseits konnten sich hier die günstigen Androiden gut etablieren und Nokia ist im asiatischen Raum mit den Lumias und den sehr günstigen Asha Phones recht erfolgreich. Zudem würde eine Niedrigpreispolitik die Erträge deutlich schmälern.

Daneben wird über ein einfacheres und preisgünstigeres iPhone auch für die Stammärkte spekuliert. Doch zeigte sich schon beim iPad Mini, dass dessen Verkäufe deutlich zu Lasten des “großen” iPad gehen. Es mag durchaus sein, dass Apple diesen Weg der preisgünstigeren Varianten auch im iPhone gehen wird, doch wäre dies auf jeden Fall ein Bruch mit der bisherigen klaren Linie und würde auf die Gewinne drücken.

Aber auch eine noch weitere Diversifizierung der iPhone Familie ist denkbar: das Low-Cost Einsteigermodell, das “normale” iPhone mit 4″ Display und ein High-End iPhone mit 4,8″ für Datenblattfresser und Power User. Und dann noch ein 5,5″ Phablet zwischen iPhone und iPad mini…

So oder so – Apple würde damit ein Hersteller unter vielen, der sich noch stärker als bisher der Konkurrenz von Samsung, HTC, dem wiedererstarkenden Nokia und anderen Anbietern stellen muss.

Zu neuen Höhen – besonders an der Börse – könnte Apple also nur ein neues disruptives Produkt führen. Ob ein iPhone 5S oder iPhone 6 ausreichend wäre, wage ich einmal zu bezweifeln – selbst wenn es mit Lichtfeldkamera und Fingerabdrucksensor ausgestattet wäre. Ein Reality Distortion Field ist ja schon seit dem iPhone 3GS eingebaut.

Am Apple Fernseher wird schon lange gearbeitet und Vorarbeiten hat sicherlich schon Steve Jobs geleistet, doch soll das Projekt langsamer vorankommen als gedacht und der Bedienansatz gerüchteweise bei Testnutzern durchgefallen sein.

Eine Uhr? Das wäre zu wenig. Heimautomation wäre ein anderes weites Feld – doch bleibt letztlich alles Spekulation.

Insbesondere stellt sich die Frage, ob Apple in der Lage ist, ohne Steve Jobs ein marktumkrempelndes Prodikt zu entwickeln und einzuführen.

Und so steht Apple wieder einmal mehr am Scheideweg. History repeating.

Bild: (c) Allposter / The New Yorker

Anhang: Lesenswerte Beiträge zum Thema:

Entwicklung mobiler Betriebssysteme Deutschland 2013

Welche Marktanteile haben die drei mobilen Betriebssysteme Android, iOS und Windows Phone in der Praxis im deutschen Markt? Einen Ansatz hierzu geben die Zugriffszahlen auf die von Statcounter erfassten Web-Seiten.

Ich werde die Zahlen hier für jede Kalenderwoche 2013 vorstellen:

Android iOS Windows Andere
KW 1 55,0% 35,8% 2,0% 7,2%
KW 2 55,0% 34,9% 2,6% 7,4%
KW 3 56,0% 34,9% 2,2% 7,0%
KW 4 56,4% 35,0% 1,9% 6,7%
KW 5 57,0% 34,6% 1,7% 6,6%
KW 6 57,0% 34,6% 1,8% 6,7%
KW 7 57,7% 34,2% 1,7% 6,5%
KW 8 58,1% 33,9% 1,8% 6,3%
KW 9 57,9% 34,3% 1,7% 6,1%
KW 10 58,1% 34,2% 1,8% 5,9%
KW 11 57,4% 35,6% 1,8% 5,2%
KW 12 57,5% 34,7% 1,8% 5,9%
KW 13 58,0% 34,6% 1,9% 5,5%
KW 14 58,4% 34,4% 1,9% 5,4%
KW 15 59,2% 33,8% 2,0% 5,1%
KW 16 57,3% 35,4% 2,0% 5,4%
KW 17 58,2% 34,9% 1,9% 5,0%
KW 18 58,3% 34,7% 2,1% 5,0%
KW 19 57,7% 35,4% 1,9% 5,0%
KW 20 58,5% 34,7% 1,9% 4,9%
KW 21 58,7% 34,7% 2,0% 4,7%
KW 22 59,2% 34,1% 2,0% 4,7%
KW 23 59,2% 34,5% 2,1% 4,2%
KW 24 58,6% 35,6% 2,1% 3,7%
KW 25 59,0% 35,2% 2,2% 3,6%
KW 26 58,9% 35,3% 2,2% 3,5%
KW 27 60,0% 34,1% 2,3% 3,6%
KW 28 60,0% 34,2% 2,3% 3,5%
KW 29 60,0% 34,4% 2,4% 3,2%
KW 30 60,8% 34,1% 2,2% 2,9%
KW 31 61,4% 33,4% 2,2% 3,1%
KW 32 61,6% 33,3% 2,1% 3,0%
KW 33 61,8% 33,0% 2,2% 3,0%
KW 34 62,1% 32,7% 2,3% 2,9%
KW 35 62,1% 32,8% 2,3% 2,8%
KW 36 63,3% 31,7% 2,3% 2,8%
KW 37 61,7% 33,5% 2,2% 2,5%
KW 38 62,9% 32,3% 2,3% 2,6%
KW 39 63,1% 31,6% 2,2% 3,1%
KW 40 62,6% 31,5% 2,2% 3,8%
KW 41 62,6% 31,5% 2,3% 3,6%
KW 42 61,0% 33,6% 2,3% 3,2%
KW 43 61,5% 32,7% 2,4% 3,5%
KW 44 61,8% 33,2% 2,4% 2,6%
KW 45 63,2% 32,2% 2,4% 2,3%
KW 46 62,7% 32,9% 2,4% 2,1%
KW 47 62,6% 32,9% 2,4% 2,1%
KW 48 63,2% 32,5% 2,4% 2,0%
KW 49 63,5% 32,1% 2,4% 1,9%