Zwetschgendatschi gegen Zwetschgenkuchen: Ein Blech, viele Namen

Ende Oktober hängen höchstens noch ein paar Spätzwetschgen am Baum. Höchste Zeit also, eine Frage zu klären, die jeden Spätsommer Kaffeetafeln entzweit: Wie heißt eigentlich das Ding auf dem Blech? Hier im Rheinland sagt man Prummetaat. Ein paar Hundert Kilometer weiter südlich erntet man dafür nur ratlose Blicke. Und wer in Augsburg „Pflaumenkuchen“ bestellt, bekommt ihn vermutlich trotzdem, aber mit einem mitleidigen Blick.

Eine Frucht, ein Blech, ein Dutzend Namen

Kaum ein Kuchen hat so viele Namen. Eine kleine Reise von Nord nach Süd:

  • Pflaumenkuchen sagt man im Norden und Osten, es ist die Standardbezeichnung. In Schlesien hieß er Pflaumakucha.
  • Prummetaat oder Prummekooke gibt es im Rheinland und in der Eifel, je nach Ort auch Pruumetaat geschrieben.
  • Quetschekuche isst man in Hessen, der Pfalz, Rheinhessen und im Saarland. Im Elsass sagte man laut Mundartwörterbuch quetschenkuchen.
  • Zwetschgenplootz oder Zwetschgenblootz ist fränkisch, mundartlich auch Quetschichplôzn. Ein Blootz ist in Franken ein flacher Blechkuchen. Der Name soll daher kommen, dass beim Brotbacken im Ofen noch Platz war.
  • Zwetschgenkuchen heißt er im Südwesten und eigentlich im ganzen Süden, sobald man nicht Dialekt spricht.
  • Zwetschgendatschi, kurz Datschi, ist bayerisch und schwäbisch. In Augsburg ist er so wichtig, dass die Stadt liebevoll „Datschiburg“ heißt.
  • Zwetschkenkuchen sagen die Österreicher, mit k, als Blechkuchen auch Zwetschkenfleck.
  • Zwetschgenwähe ist schweizerisch, im Dialekt Wääje oder Waaie.
  • Tarte aux quetsches heißt er in Lothringen und im Elsass. Das Wort quetsche kam über den lothringischen Dialekt aus dem Moselfränkischen ins Französische. Der Quetschekuche hat also einen Zwilling jenseits der Grenze.

Historisch kommen noch Zwetschentorte, Zwetschgenfladen und Zwetschentatsche dazu. Ein Provinzialwörterbuch von 1792 führt den Zwetschendatschi sogar als „Augsburger Kuchen“.

Warum Datschi?

„Datschi“ kommt vom ober- und mitteldeutschen datschen oder detschen, also hineindrücken. Genau das passiert: Die halbierten Zwetschgen werden dicht an dicht in den Teig gedrückt. Ein Datschi ist also, streng genommen, ein Druckerzeugnis.

Die Zwetschge selbst hat übrigens einen weiten Weg hinter sich. Ihr Name geht laut dem Etymologischen Wörterbuch von Wolfgang Pfeifer über romanische Mundarten auf das lateinische damascena zurück, die „Pflaumen aus Damaskus“. Der bayerische Datschi hat also einen syrischen Stammbaum.

Pflaume oder Zwetschge?

Botanisch ist der Streit eine Familienangelegenheit. Pflaume und Zwetschge gehören beide zur Art Prunus domestica und lassen sich leicht kreuzen, die Übergänge sind fließend. Trotzdem gibt es Unterschiede:

  • Zwetschgen sind kleiner und eher länglich, Pflaumen größer und runder.
  • Die Naht an der Seite ist bei Pflaumen deutlich, bei Zwetschgen kaum zu sehen.
  • Bei Zwetschgen löst sich der Stein leicht, das Fruchtfleisch ist fester und weniger wässrig.

Für den Kuchen ist das entscheidend. Zwetschgen eignen sich bestens zum Backen, saftige Pflaumen landen eher als Mus, Kompott oder Marmelade im Glas. Wer einen „Pflaumenkuchen“ backt, nimmt deshalb am besten Zwetschgen. Die Süddeutschen haben also in der Sache recht, die Norddeutschen dürfen den Namen behalten.

Der eigentliche Glaubenskrieg: der Teig

Der Name ist erst der Anfang. Traditionell kommt der Kuchen auf Hefeteig, gebacken wird er aber auch auf Mürbteig, Quark-Öl-Teig oder Rührteig. Mit Streuseln oder ohne? Die Streusel binden den Saft früher Zwetschgen, Puristen finden sie trotzdem überflüssig.

Selbst Augsburg ist sich nicht einig. Für die ursprüngliche Augsburger Variante nennt Wikipedia Mürbteig ohne Streusel. Das Rezept, das der Tourismusverband Bayerisch-Schwaben als kulinarisches Erbe vorstellt, setzt dagegen auf Hefeteig. In der Datschiburg selbst gibt es also mindestens zwei Datschis.

Kuchen zur Suppe

Wer jetzt denkt, Zwetschgenkuchen gehöre zum Kaffee, war noch nie in der Pfalz. Dort, in Rheinhessen und in Unterfranken, gibt es ihn mittags zu Kartoffel- oder Gemüsesuppe, in der Pfalz heißt das „Grumbeersupp mit Quetschekuche“. Im Saarland kommt Bohnensuppe dazu: „Bibbelschesbohnesupp un Quetschekuche“.

Die Schweizer haben sogar einen Feiertag dafür. Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag im September war ursprünglich ein Fastentag. Statt eines Sonntagsbratens gab es deshalb Suppe und Zwetschgenkuchen. Vor allem in der Westschweiz und in Genf gehört der „Gâteau aux pruneaux du Jeûne“ bis heute dazu.

Und wer hat jetzt recht?

Auf meiner alten Seite umstellung.info habe ich 2010 schon einmal abstimmen lassen: Bayern gegen Schwaben, Zwetschgendatschi gegen Zwetschgenkuchen. Es ging unentschieden aus. Das passt, denn Augsburg liegt in Bayerisch-Schwaben.

Ich halte es deshalb diplomatisch: Es kommt nicht darauf an, wie er heißt, sondern dass noch ein Stück übrig ist. Wie heißt er bei Ihnen? Und kommt bei Ihnen Sahne drauf, Streusel oder eine Suppe daneben?

Quellen

Rezept: Zucchini-Blechkuchen nach Alexa Iwan

Ein saftiger Blechkuchen nach Alexa Iwan mit geriebener Zucchini, gemahlenen Mandeln und etwas Hafervollkornmehl. Die Zucchini schmeckt man kaum heraus, sie hält den Teig aber schön feucht.

Zutaten

Für ein Backblech, etwa 20 Stücke:

  • 2 kleine Zucchini, zusammen etwa 300 g
  • 4 Eier
  • 100 g Rohrohrzucker
  • 100 g weißer Zucker
  • Mark einer Vanilleschote
  • 2 cl Rum
  • 150 ml Sonnenblumenöl
  • 150 g helles Mehl, zum Beispiel Type 405
  • 100 g Hafervollkornmehl
  • 2 Teelöffel Backpulver
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 1 Prise Salz

Zum Verzieren:

  • etwa 100 g Kuvertüre
  • 1 bis 2 Esslöffel Puderzucker

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen (Umluft 155 Grad). Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Die Zucchini waschen, die Enden abschneiden und die Zucchini fein reiben. Die Raspel mit den Händen oder in einem sauberen Küchentuch etwas ausdrücken.
  3. Die Eier trennen. Das Eigelb mit Rum, Rohrohrzucker und Vanillemark schaumig aufschlagen. Dann das Öl langsam unterrühren.
  4. Beide Mehlsorten mit dem Backpulver mischen und zusammen mit Mandeln, Zimt und den Zucchiniraspeln unter die Eigelbmasse heben.
  5. Das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen und dabei nach und nach den weißen Zucker einrieseln lassen. Den Eischnee vorsichtig unter den Teig heben.
  6. Den Teig gleichmäßig auf dem Blech verstreichen und im vorgeheizten Ofen etwa 25 Minuten backen. Machen Sie die Stäbchenprobe: Bleibt an einem eingestochenen Holzstäbchen kein Teig mehr kleben, ist der Kuchen fertig.
  7. Den Kuchen auf dem Blech abkühlen lassen. Die Kuvertüre grob hacken, über einem warmen Wasserbad schmelzen und in feinen Streifen über den Kuchen ziehen.
  8. Wenn die Kuvertüre fest geworden ist, den Kuchen in Rauten schneiden und mit Puderzucker bestäuben.

Tipps

  • Für Kinder lassen Sie den Rum weg oder ersetzen ihn durch die gleiche Menge Milch.
  • Wenn Sie kein Hafervollkornmehl bekommen, mahlen Sie zarte Haferflocken im Mixer fein.

Für wen passt das Rezept?

Wenn es einmal Kuchen sein soll, ist dieser eine etwas leichtere Alternative. Wegen des hellen Mehls und des Zuckers sollte er trotzdem nicht jeden Tag auf den Tisch. Der Kuchen ist vegetarisch.

Rezept: Dukan Käsekuchen für die Angriffsphase

Ein Käsekuchen ohne Boden, ohne Zucker und fast ohne Fett: Magerquark, Eier und etwas Haferkleie reichen. Er passt schon in die Angriffsphase der Dukan-Diät.

Zutaten

Für eine Springform mit 26 Zentimetern Durchmesser:

  • 1 kg Magerquark
  • 4 Eier
  • 3 Esslöffel Haferkleie
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 2 Teelöffel Magermilch
  • Süßstoff nach Geschmack, zum Beispiel Sucralose oder Stevia

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 170 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und die Springform mit Backpapier auslegen.
  2. Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Die Eier trennen.
  3. Die Eigelbe schaumig schlagen und mit Quark, Milch, Backpulver, Vanillemark und Haferkleie glatt rühren. Mit Süßstoff abschmecken.
  4. Die Eiweiße steif schlagen und vorsichtig unter die Quarkmasse heben.
  5. Die Masse in die Form füllen, glatt streichen und etwa eine Stunde backen. Wird die Oberfläche zu früh dunkel, mit Backpapier abdecken.
  6. Den Kuchen bei leicht geöffneter Ofentür abkühlen lassen und danach einige Stunden in den Kühlschrank stellen. So fällt er weniger zusammen und lässt sich besser schneiden.

Tipps

  • Etwas abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone gibt dem Kuchen Frische.
  • Gut gekühlt hält sich der Käsekuchen drei bis vier Tage.

Für welche Phase?

Der Käsekuchen passt ab der Angriffsphase. Bei zwölf Stücken steckt in jedem nur ein Viertel Esslöffel Haferkleie. Rechnen Sie die Menge trotzdem zu Ihrer Tagesmenge dazu.

Süß geht es auch mit der Dukan Schokorolle weiter, die ab der Aufbauphase passt. Alle Rezepte stehen unter Dukan Rezepte.

Ausmalbild: Katze mit Kuchen

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Was ist Kentucky Jam Cake?

Der Kentucky Jam Cake (Kentucky Marmeladenkuchen) ist ein traditionelles Dessert, das aus dem US-Bundesstaat Kentucky stammt, aber auch mit Tennessee assoziiert wird.

Der Kuchen enthält Marmelade und Gewürze, die in den Teig gemischt werden und wird am Ende mit Karamellglasur verziert

Was ist Derby Pie?

Derby Pie ist ein Schokoladen- und Walnusskuchen in einer Tortenschale mit einer Teigkruste. Er wird mit Walnüssen und Schokoladensplittern zubereitet.

Der Kuchen wurde im Melrose Inn in Prospect, Kentucky, Vereinigte Staaten, von George Kern mit Hilfe seiner Eltern Walter und Leaudra kreiert. Er wird oft mit dem Kentucky Derby in Verbindung gebracht und hat daher seinen Namen.

Der Name „Derby Pie“ ist ein eingetragenes Warenzeichen von Kern’s Kitchen, das den Namen 1968 registrieren ließ. Das Unternehmen verwendet den Namen in der Form „DERBY-PIE“ in offizieller Literatur und Werbung. Das Rezept wird geheim gehalten und ist nur einer kleinen Gruppe von Kern’s-Familienmitgliedern und einem einzigen Kern’s-Kitchen-Mitarbeiter bekannt – der das Rezept dann tatsächlich mischt.

Kern’s Kitchen hütet das Markenzeichen sorgfältig und hat im Laufe der Jahre mehr als 25 Klagen eingereicht, um es zu schützen. Die Hersteller ähnlicher Pasteten mussten andere Namen verwenden, wie z. B. „Pegasus Pie“, eine Anspielung auf die Pegasus-Parade beim Kentucky Derby Festival, und „May Day Pie“, in Anspielung auf den ersten Samstag im Mai, den Tag des Kentucky Derby.

Nachdem sie das Melrose Inn 1960 verlassen hatte, stellte die Familie Kern weiterhin Derby-Kuchen für ausgewählte Kunden her. Im Jahr 1969 meldeten sie den Namen „Derby Pie“ sowohl bei der Regierung des Bundesstaates Kentucky als auch beim Patent- und Markenamt der Vereinigten Staaten an. Seitdem wurde das Markenzeichen immer wieder als bundesweit eingetragenes Warenzeichen erneuert. Alan Rupp, ein Enkel von Walter und Leaudra Kern, übernahm das Derby-Pie-Geschäft im Jahr 1973 und verteidigte das Warenzeichen massiv. Zu dieser Verteidigung gehörte auch ein Rechtsstreit gegen verschiedene Kochbücher, die einen ähnlichen Kuchen als Derby Pie bezeichneten. Ein Bundesrichter entschied im April 1982 gegen ein lokales Kochbuch und verlangte, dass das Kochbuch zurückgerufen wird, damit die Seite mit dem Derby-Pie-Rezept entfernt werden kann. Die Kochzeitschrift Bon Appetit errang hingegen im Mai 1987 einen vorläufigen Sieg, als ein Richter den Namen „Derby Pie“ als Gattungsbezeichnung einstufte, doch das Berufungsgericht des sechsten Bundesbezirks der Vereinigten Staaten hob die Entscheidung mit der Begründung auf, die Zeitschrift Bon Appetit habe es versäumt, wissenschaftliche Erhebungen vorzulegen, um ihre Behauptung zu untermauern, dass die Öffentlichkeit „Derby Pie“ als Gattungsbezeichnung ansieht. Bundesbezirksgerichte haben sich in dieser Hinsicht weiterhin auf die Seite von Kern’s Kitchen gestellt. Kern’s Anwalt, Don Cox, schätzte 2008, dass das Unternehmen 25 Mal geklagt hatte, um seine Marke zu schützen.

Im Mai 2013 nahm die Electronic Frontier Foundation Kern’s Kitchen in ihre „Takedown Hall of Shame“ auf und behauptete, dass „das Unternehmen, das hinter der prozessfreudigsten Süßigkeit in Amerika steht, gegen einzelne Websites vorgeht, die neue Rezepte für Derby-Kuchen veröffentlichen“.

Klage gegen die Zeitung aus Louisville, Kentucky

Besonders berühmt ist dieser Fall: Der Eigentümer von DERBY-PIE, Alan Rupp, schickte dem Louisville Courier-Journal einen Brief, in dem er behauptete, dass ein 2017 veröffentlichter Artikel mit einem „Derby-Pie“-Rezept „eine wissentliche Verletzung seiner Marke“ darstelle. Einige Wochen später veröffentlichte die Zeitung einen Artikel über einen lokalen Bäcker, der Makronen mit der Geschmacksrichtung „Derby Pie“ herstellt, was Herrn Rupp dazu veranlasste, seine Klage bei einem Bundesgericht in Kentucky einzureichen.

Die untere Instanz wies alle Klagen ab, unter anderem mit der Begründung, Herr Rupp habe „nicht plausibel dargelegt, dass eine Verwechslungsgefahr für den Verbraucher“ zwischen dem markenrechtlich geschützten DERBY-PIE und dem hausgemachten Kuchen bestehe.

Am 11. Januar 2021 stimmte ein Bundesberufungsgericht dem zu und schrieb, dass „das Courier-Journal den Ausdruck ‚Derby-Pie‘ in einer ‚rein beschreibenden Weise‘ verwendet hat“, und dass „wir mit Sicherheit sagen können, dass das Courier-Journal ‚Derby-Pie‘ nicht in einer markenmäßigen Weise verwendet hat“.

Der Klage von Herrn Rupp fehle auch eine wichtige Zutat: die Ähnlichkeit, schrieb das Gericht und fügte hinzu, dass es die „eigenen Beweise“ des Mannes seien, die zeigten, dass „kein Leser auf die Idee kommen könnte, dass ein so genannter ‚Derby-Kuchen‘, der Bourbon und keine Vanille enthält, von der Firma oder den Firmen stammt, die mit DERBY-PIE verbunden sind.

Diese Beitrag beruht auf dem englischen Wikipedia Beitrag zum Thema.

Liste: Wörter, die auf -kuchen enden

Hier finden Sie deutsche Wörter, die auf -kuchen enden:

Weiterlesen „Liste: Wörter, die auf -kuchen enden“

Was ist Lane Cake?

Der Lane-Kuchen, auch Preiskuchen oder Alabama-Lane-Kuchen genannt, ist ein mit Bourbon angereicherter Kuchen, der in den amerikanischen Südstaaten traditionell gebacken wird.

Laut dem Lebensmittelwissenschaftler Neil Ravenna war die Erfinderin Emma Rylander Lane aus Clayton, Alabama, die damit den ersten Preis auf der Bezirksmesse in Columbus, Georgia, gewann. Sie nannte ihn „Prize Cake“, als sie 1898 im Selbstverlag ein Kochbuch mit dem Titel „A Few Good Things to Eat“ veröffentlichte. Ihr veröffentlichtes Rezept enthielt Rosinen, Pekannüsse sowie Kokosnuss und sah vor, dass die Schichten nicht in Kuchenformen, sondern in mit ungefetteten braunen Papier ausgelegten Kuchenformen gebacken wurden.

Der Lane-Kuchen wird manchmal mit dem Lady Baltimore-Kuchen verwechselt, der ebenfalls ein mit Alkohol gefüllter Obstkuchen ist. Während der Lane-Kuchen seinen Ursprung in Alabama hat, stammt die Lady Baltimore aus Charleston. Die Schwestern Florrie und Nina Ottolengui, Managerinnen des Women’s Exchange Tea Teesalons, sollen ihn entwickelt haben.

Heute gibt es viele Variationen des Lane Cake mit drei oder mehr Schichten aus weißem Biskuit, zwischen denen eine Füllung liegt, die in der Regel aus Pekannüssen, Rosinen und Kokosnuss besteht, die in reichlich Bourbon, Wein oder Brandy getränkt sind. Er kann oben, an den Seiten oder beides glasiert sein.

In den Südstaaten ist der Lane Cake häufig bei Empfängen, Festtagsessen oder Hochzeitsfeiern zu finden.

Der Kuchen hat den Ruf, schwierig in der Herstellung zu sein, aber moderne Geräte und Zutaten haben den Prozess vereinfacht. Als das Rezept entstand, gab es noch keine Stand- oder elektrischen Handrührgeräte. Selbst Handkurbel-Eischläger waren nicht weit verbreitet. Die Bäcker schlugen das Eiweiß in mühevoller Arbeit zu schaumig-weichem Eischnee. Die Kuchen mussten beim Backen genau beobachtet werden, da die Holzöfen keine Thermostate hatten. Die Pekannüsse, Rosinen und Kokosnüsse wurden von Hand gehackt oder durch den Fleischwolf gedreht – heute würden wir unsere elektrische Küchenmaschine benutzen. Dank der modernen Kühlschränke sind die heutigen Kuchen wahrscheinlich auch schöner. Da die Füllung schnell gekühlt werden kann, ist es einfacher, eine steife Füllung herzustellen, die den mehrschichtigen Kuchen hält, ohne dass die Schichten verrutschen.

Die Rezepte für den Lane-Kuchen variieren, weil viele Südstaatenköche ihre Rezepte streng gehütet und von Generation zu Generation weitergegeben haben. um die Familientradition wieder aufleben zu lassen. Eine dieser Köchinnen, die Bäckerin Lise Ode aus Atlanta und gebürtig aus Alabama, schrieb über ihre Bemühungen, ein Rezept zu entwickeln, das ihren Erinnerungen entsprach. Die Profiköchin Tori Avey bietet auf ihrer Website ein Rezept für Lane-Kuchen an, das die einzelnen Schritte mit Bildern illustriert. Obwohl es schwierig ist, ein Exemplar von Emma Rylander Lanes ursprünglichem Kochbuch oder der 1989 erschienenen überarbeiteten Ausgabe Some Good Things to Eat aufzutreiben, ist das Rezept in vielen älteren Kochbüchern zu finden. Ein solches Kochbuch, The Purefoy Hotel Cook Book, das 1953 in Talladega, Alabama, veröffentlicht wurde, ist digitalisiert worden und kann über die Digital Public Library of America abgerufen werden. Das Rezept für den Lane-Kuchen findet sich auf den Seiten 123-124.

Krystina Castella und Terry Lee Stone haben ein Rezept für Lane-Kuchen in ihrem Kochbuch „Booze Cakes: Confections Spiked With Spirits, Wine, and Beer“, das 2 Esslöffel Bourbon im Kuchen, 1 Tasse in der Füllung und eine Buttercreme aus 1 Tasse ungesalzener Butter, 1/4 Tasse Halbfett, 3 Tassen Puderzucker, 1/4 Tasse Bourbon und 1/4 Teelöffel Salz verwendet.

Das Originalrezept für den Lane-Kuchen sah nur 1/4 Tasse Bourbon für die Füllung vor, obwohl der Bourbon von Köchen, die keinen Alkohol verwenden wollten, manchmal durch Traubensaft ersetzt wurde. Whisky, Wein und Brandy werden in anderen Rezepten erwähnt. Andere Lane-Kuchenbäcker waren sehr stolz darauf, einen hausgemachten Likör zu verwenden, wie z. B. Scuppernong-Wein, einen Wein aus Scuppernong-Trauben, die im Südosten der Vereinigten Staaten reichlich wuchsen. Diese besonderen Zusätze machten ihre Kuchen neuartig und schwer zu kopieren. Da Lane-Kuchen mit zunehmendem Alter besser werden, legten viele Bäcker den fertigen Lane-Kuchen in eine abgedeckte Form und ließen ihn vor dem Servieren bis zu einer Woche lang „fest werden“, damit der schwammige Kuchen den Geschmack „aufsaugen“ konnte. Manche wickelten den ungefrorenen Kuchen auch in ein mit Bourbon, Brandy, Wein oder Traubensaft getränktes Tuch ein, während er an einem kühlen Ort fest wurde, oft in einer Schüssel, die in eine Schüssel gestellt und dann abgedeckt wurde. Anschließend wurde er mit 7-Minuten-Kochglasur oder einer anderen aufgeschlagenen weißen Glasur bestrichen, in der Regel einen Tag oder länger vor dem Servieren.

Lane Cakes in der amerikanischen Kultur

In Harper Lees „To Kill a Mockingbird“ wird Tante Alexandra von Miss Maudie Atkinson ein Lane-Kuchen als Willkommensgeschenk überreicht. Die Erzählerin der Geschichte ist die junge Tochter von Atticus Finch, Scout. Scout berichtet: „Miss Maudie hat einen Lane-Kuchen gebacken, der so viel Shinny enthielt, dass mir ganz schwindelig wurde. „Shinny“ ist ein Slangausdruck für selbstgebrannten Schnaps, der oft auch als Mondschein bezeichnet wird. Auch in „To Kill a Mockingbird“ backt Miss Maudie einen Lane-Kuchen für Mr. Avery, der bei dem Versuch, ein Feuer in ihrem Haus zu löschen, schwer verletzt wurde. „Mr. Avery wird eine Woche lang im Bett liegen – er ist richtig kaputt. Er ist zu alt, um so etwas zu tun, und das habe ich ihm auch gesagt. Sobald ich meine Hände wieder sauber habe und Stephanie Crawford nicht hinsieht, werde ich ihm einen Lane-Kuchen backen. Diese Stephanie ist schon seit dreißig Jahren hinter meinem Rezept her, und wenn sie glaubt, ich würde es ihr geben, nur weil ich bei ihr wohne, dann hat sie sich geschnitten.“[12]

In Jimmy Carters Memoiren Christmas in Plains schreibt er: „Ich denke, es wäre genauer zu sagen, dass Mama nie gerne kochte und meinen Vater in der Küche willkommen hieß, wann immer er wollte. Er war immer derjenige, der zum Frühstück Rührkuchen oder Waffeln zubereitete, und zu Weihnachten backte er sogar ein paar Lane Cakes. Da dieses Kuchenrezept eine starke Dosis Bourbon erforderte, war es nur für die erwachsenen Verwandten, Ärzte, Krankenschwestern und andere Freunde gedacht, die zum Eierlikör in unser Haus eingeladen wurden.“

Im Mai 2016 wurde der Lane-Kuchen zum offiziellen Staatskuchen von Alabama gewählt.

Abbildung: KI generiertes Symbolbild.

10 Fakten zum 14. März

  1. Heute ist Pi Tag, da die heutige englische und amerikanische Datumsschreibweise „3-14“ an die Kreiszahl Pi erinnert. Um 1 Uhr 59 Minuten 26 Sekunden wird sogar die 5. Nachkommastelle von Pi erreicht (3,1415926). Initiiert wurde der Tag 1988 durch den amerikanischen Physiker Larry Shaw. Traditionell beginnt man den Pi Tag mit dem Essen eines Stücks von einem runden Kuchen, da Pi im englischen ähnlich wie Pie (Kuchen) ausgesprochen wird. Mehr zur Zahl Pi gibt es hier.
    In Japan – und zunehmend auch in Südkorea und Taiwan – wird heute der 1977 von einem Konditor erfundene White-Day gefeiert. Man bedankt sich mit weißen Süßigkeiten für die am einem Monat vorher stattfindenden Valentinstag (14. Februar) erhaltenen Geschenke; in erster Linie werden daher dabei die Männer von ihren Freundinnen beschenkt.
    Statt dem Whiteday gibt es in Deutschland den SchniBlo Tag.
    Andorra feiert mit dem heutigen Tag der Verfassung seinen Nationalfeiertag. 1993 sprach sich die Bevölkerung für die Abschaffung des Feudalsystems durch die neue Verfassung aus.
    Mathilde hat heute Namenstag.
  2. Papst Pius XI. veröffentlicht 1936 die Enzyklika „Mit brennender Sorge„, die sich mit der Situation der Kirche in Deutschland befasst. Sie prangert aber auch darüber hinaus an: „Dieser Gott hat in souveräner Fassung Seine Gebote gegeben. Sie gelten unabhängig von Zeit und Raum, von Land und Rasse.“
  3. Am 14. März 1950 erscheint zum ersten mal die FBI-Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher. Die aktuellen Top 10 finden Sie auf der Website des FBI.
  4. Ein Erdbeben der Stärke 5,2 auf der Richterskala nahe Euskirchen bei Bonn verursacht 1951 große Schäden; 11 Personen werden verletzt.
  5. Die Sonde Giotto der ESA passiert 1986 in nur rund 600 km Abstand den Halleyschen Kometen.
  6. Das Bundesverfassungsgericht erklärt das geltende Namensrecht 1991 für verfassungswidrig. Die Regelung, nach dem die Frau bei der Heirat den Nachnamen des Mannes annehmen muss, ist mit dem Grundgesetzt nicht vereinbar
  7. Die erste Generation der Xbox erscheint 2002 in Europa.
  8. Im Jahr 2004 wird bei den russischen Präsidentschaftswahlen Amtsinhaber Wladimir Wladimirowitsch Putin mit über 70% der Stimmen wiedergewählt. Die OSZE bezeichnet die Wahlen als nur bedingt demokratisch.
  9. Giovanni Schiaparelli kommt 1835 auf die Welt.
  10. Albert Einstein wird 1879 geboren.

Gericht: Haupia

Haupia ist ein traditionelles hawaiianisches Dessert auf Kokosmilchbasis, das häufig bei Luaus und anderen lokalen Zusammenkünften auf Hawaii zu finden ist. Seit den 1940er Jahren ist es als Belag für weißen Kuchen beliebt, vor allem bei Hochzeiten. Obwohl es technisch gesehen ein Pudding ist, ähnelt die Konsistenz von Haupia der von Gelatine, und es wird normalerweise in Blöcken wie Gelatine serviert.

Das traditionelle hawaiianische Rezept für Haupia sieht vor, dass erhitzte Kokosmilch mit gemahlener Pia (polynesische Pfeilwurzel, Tacca leontopetaloides) vermischt wird, bis die Mischung eindickt. Da Pfeilwurzelstärke nicht mehr erhältlich ist, wird in einigen modernen Rezepten für Haupia Maisstärke verwendet.

Haupia ist dem europäischen Dessert Pudding sehr ähnlich.

Im typischen modernen Rezept werden verdünnte Kokosmilch, Zucker und Salz mit Pfeilwurzel- oder Maisstärke vermischt und erhitzt, bis die Masse eindickt und geschmeidig ist, dann in eine rechteckige Form gegossen und wie bei Gelatine gekühlt. Traditionell wird er in kleine Blöcke geschnitten und auf Ti-Blatt-Quadraten oder ohne serviert.

Eine beliebte Variante ist der Haupia-Kuchen, bei dem die Haupia als eine Schicht in eine Kruste eingebettet wird, die dann in der Regel mit einer weiteren Schicht aus Schokolade oder violetter Süßkartoffel belegt wird.

In einigen Rezepten für Kokosnussdesserts wird anstelle von Maisstärke auch geschmacksneutrale Gelatine verwendet, aber es wäre falsch, sie als Haupia zu bezeichnen. Viele einheimische Süßigkeiten, die Kokosnuss oder Kokosnussaroma enthalten, werden als Haupia gewürzt beworben. Derzeit verkaufen McDonald’s in ganz Hawaii „Haupia Pies“, ähnlich wie ihre bekannteren Apfelkuchen.