Köpfe: Dr. Günter Rinsche

Fulbright-Stipendiat in Colorado Springs, Mittelstandsforscher in Köln, mit 33 Jahren jüngster Oberbürgermeister des Landes, Präsident des Städtetags, 20 Jahre im Europäischen Parlament und Vorsitzender der Adenauer-Stiftung: Günter Rinsche, geboren am 13.07.1930 in Hamm, gehörte dem Bundestag von 1965 bis 1972 an. Er starb am 03.07.2019 in Hamm.

Kurzprofil

  • Geboren: 13. Juli 1930 in Hamm
  • Gestorben: 3. Juli 2019
  • Beruf: Dipl.-Volkswirt
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1965 bis 1972 (5. bis 6. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 1 Kind

Colorado

Nach dem Abitur in Hamm studierte Rinsche nach verfügbaren Angaben von 1951 bis 1956 Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Münster, Köln und als Fulbright-Stipendiat in Colorado Springs. 1956 wurde er Diplom-Volkswirt und arbeitete laut Handbuch bis 1958 im väterlichen Unternehmen. Die Stammdaten führen ihn als Diplom-Volkswirt, katholisch, verheiratet, mit einem Kind.

Mittelstand

Von 1958 bis 1961 war Rinsche Assistent am Institut für Mittelstandsforschung der Universität Köln, 1959 wurde er promoviert. Ab 1961 leitete er im Düsseldorfer Wirtschaftsministerium die Gruppe Grundsatzfragen des Mittelstandes, 1964 und 1965 arbeitete er im Landesamt für Forschung. Schon als Student war er in Junger Union und CDU.

Oberbürgermeister

Von 1956 bis 1979 saß Rinsche im Rat von Hamm. 1964 wurde er mit 33 Jahren Oberbürgermeister und war nach verfügbaren Angaben damit der jüngste in Deutschland; er blieb es bis 1979. Im Bundestag war er stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit. 1978 und 1979 führte er den Städtetag Nordrhein-Westfalen.

Stiller Abgeordneter

Sein Mandat umfasste 446 Sitzungen. Weder eine Rede noch ein Zwischenruf Rinsches steht in den Protokollen, obwohl er sieben Jahre in Bonn saß und zugleich seine Stadt regierte. In den Plenarprotokollen taucht sein Name nur in den Listen der namentlichen Abstimmungen auf. An allen 38 namentlichen Abstimmungen nahm er teil, 26-mal mit Ja und zwölfmal mit Nein. Einmal, im Mai 1969, wich er von der Union ab.

Straßburg

1972 schied Rinsche mit 42 Jahren aus dem Bundestag aus. Von 1975 bis 1980 saß er im Landtag, von 1979 bis 1999 im Europäischen Parlament, ab 1989 als Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe und im Vorstand der EVP-Fraktion. Von 1995 bis 2001 führte er als Nachfolger von Bernhard Vogel die Konrad-Adenauer-Stiftung.

Hamm

Von 1981 bis 1992 war Rinsche Kreisvorsitzender der CDU Hamm, ab 1991 Ehrenvorsitzender. 1980 wurde er Honorarprofessor in Münster, 1990 Ehrenbürger von Hamm, 1999 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz und 2001 den Löwenorden Senegals. Er starb im Juli 2019, zehn Tage vor seinem 89. Geburtstag, in einem Altenheim in seiner Geburtsstadt.

Mandate im Überblick

Rinsche gewann 1965 und 1969 den Wahlkreis 109 Lüdinghausen direkt für die CDU:

  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Klaus Rauber

Maschinenbauer aus Magdeburg, Absolvent der TU Dresden, zwanzig Jahre Dozent für Konstruktionstechnik in Eisleben, Volkskammerabgeordneter und später Abteilungsleiter für berufliche Bildung: Klaus Rauber, geboren am 13.07.1940 in Magdeburg, gehörte dem Bundestag von Oktober bis Dezember 1990 an. Er starb am 31.03.2017.

Kurzprofil

  • Geboren: 13. Juli 1940 in Magdeburg
  • Gestorben: 31. März 2017
  • Beruf: Fachschuldozent, Diplomingenieur
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1990 (11. Wahlperiode), von der Volkskammer gewählt
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 1 Kind

Dresden

Rauber studierte nach verfügbaren Angaben Maschinenbau an der Technischen Universität Dresden und schloss als Diplomingenieur ab. Die Stammdaten führen ihn als Fachschuldozenten und Diplomingenieur, katholisch, verheiratet, ein Kind. Über Kindheit und Schulzeit in Magdeburg, wo er im Sommer 1940 zur Welt kam, geben unsere Quellen keine Auskunft.

Eisleben

Von 1970 bis 1990 lehrte Rauber Konstruktionstechnik an der Ingenieurschule in Eisleben, der alten Bergbaustadt im Mansfelder Land. Zwanzig Jahre bildete er dort angehende Ingenieure aus. 1986 trat er nach verfügbaren Angaben der Ost-CDU bei, einer der Blockparteien der DDR, drei Jahre vor dem Fall der Mauer.

Volkskammer

Bei der ersten freien Volkskammerwahl im März 1990 zog Rauber über die Liste der CDU im Bezirk Halle in das Parlament der DDR ein. Am Tag der Einheit, dem 3. Oktober 1990, wechselte er mit 143 weiteren Volkskammerabgeordneten in den Bundestag. Dem im Dezember 1990 gewählten gesamtdeutschen Bundestag gehörte er nicht mehr an.

Elf Wochen

Sein Mandat in Bonn umfasste neun Sitzungen. Eine Rede oder einen Zwischenruf verzeichnen die Protokolle von ihm nicht, auch keine Frage in einer Fragestunde. Seine elf Wochen fielen in die Schlussphase der elften Wahlperiode, die am 20. Dezember 1990 mit dem Zusammentritt des neu gewählten Bundestages endete. Für die Abgeordneten aus der Volkskammer war es die erste Erfahrung mit dem Parlament in Bonn.

Abstimmungen

An allen acht namentlichen Abstimmungen seiner Zeit nahm Rauber teil, zweimal mit Ja und sechsmal mit Nein, stets wie die Mehrheit der Union. Sieben davon fanden am 25. Oktober 1990 statt, darunter die Zurückweisung eines Einspruchs des Bundesrates; mehrere betrafen Anträge der Fraktion Die Grünen/Bündnis 90, die er überwiegend ablehnte. Die letzte war am 30. Oktober 1990.

Magdeburg

Vom Januar 1991 bis zu seiner Pensionierung 2005 arbeitete Rauber im Kultusministerium von Sachsen-Anhalt in Magdeburg. Nach verfügbaren Angaben trieb er dort als Abteilungsleiter den Aufbau der beruflichen Bildung im neuen Land maßgeblich voran, also das Feld, auf dem er zuvor zwei Jahrzehnte als Dozent gearbeitet hatte. Er starb am 31. März 2017 mit 76 Jahren; einen Sterbeort nennen unsere Quellen nicht.

Mandate im Überblick

Rauber kam am 3. Oktober 1990 als Abgeordneter der Volkskammer in den Bundestag:

  • 11. Wahlperiode (03.10.1990 bis 20.12.1990): von der Volkskammer in den Bundestag gewählt, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Friedrich Kühn (Hildesheim)

Kammergeschäftsführer in Danzig, Weimar und Jena, Sozialpolitiker der Union und Gründer der Vereinigung ehemaliger Abgeordneter: Friedrich Kühn, im Bundestag Kühn (Hildesheim) genannt, geboren am 13.07.1907 in Bad Lippspringe, gehörte dem Bundestag von 1961 bis 1969 an. Er starb am 12.06.1979 in Hildesheim.

Kurzprofil

  • Geboren: 13. Juli 1907 in Bad Lippspringe
  • Gestorben: 12. Juni 1979
  • Beruf: Geschäftsführer
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1961 bis 1969 (4. bis 5. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 4 Kinder

Studium

Nach dem Abitur 1928 studierte Kühn Rechtswissenschaft, unter anderem in Jena und Erlangen, brach das Studium aber 1932 aus gesundheitlichen Gründen ab. Von 1934 bis 1937 machte er eine landwirtschaftliche Ausbildung und war bis 1941 Sachbearbeiter bei Wirtschaftsverbänden. Danach war er Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer in Danzig, später in Weimar; außerdem war er Soldat.

Jena

Ab 1945 war Kühn Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer in Jena, 1947 Mitglied der Landessynode der evangelisch-lutherischen Kirche in Thüringen. 1949 ging er in den Westen und arbeitete bis 1954 in der Wirtschaft.

Bonn

Ab Februar 1954 war Kühn Assistent des Arbeitskreises Arbeit und Soziales der Unionsfraktion. Er gründete die Hermann-Ehlers-Gesellschaft in Bonn mit, führte ihre Geschäfte und gründete die Vereinigung ehemaliger Mitglieder des Deutschen Bundestages. Ab 1960 war er stellvertretender Vorsitzender des sozialpolitischen Ausschusses der CDU.

Bundestag

Die Protokolle zählen 59 Wortmeldungen mit 18.463 Wörtern, 16 in der 4. und 43 in der 5. Wahlperiode, in 445 Sitzungen. In der ersten am 15. Juni 1962 sagte er Fritz Erler, er habe von der Grundkonzeption der Sozialpolitik gesprochen, nach der die SPD gefragt habe. Am selben Tag hielt er dem SPD-Abgeordneten Killat vor, schon die Ausweitung seiner Frage zeige, dass sie nicht zur Krankenversicherung gehöre. In der letzten am 2. Juli 1969, 1.140 Wörter lang, begrüßte er für die Union mit Genugtuung ein erneutes gemeinsames Bekenntnis aller Fraktionen; Ernst Schellenberg sprach danach für die SPD. An allen 44 namentlichen Abstimmungen nahm er teil, 23-mal mit Ja und 21-mal mit Nein, ohne je von der Fraktion abzuweichen.

Todesstrafe

Bekannt wurde Kühn als Befürworter der Wiedereinführung der Todesstrafe. Der Spiegel berichtete, er habe das Henkersbeil zum Thema einer Büttenrede bei der Karnevalssitzung der Unionsfraktion in der Godesberger Stadthalle gemacht; das Magazin gab sein Alter damals mit 57 Jahren an. 1957 erhielt er das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, 1968 das Große Bundesverdienstkreuz.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen ihn Geschäftsführer, evangelisch, verheiratet, vier Kinder. Die Kammerämter, die Synode und die Arbeit für die Fraktion fehlen dort.

Mandate im Überblick

Kühn gewann 1961 den Wahlkreis 48 Hildesheim-Stadt und -Land und 1965 den Wahlkreis 43 Hildesheim direkt:

  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Matthias Ginsberg

Volkswirtschaftsstudent, Assistent Rudolf Augsteins, Geschäftsführer des Filmverlags der Autoren und des Spiegel-Verlags, FDP-Fraktionschef im Kreistag Herford, Werbechef der Expo 2000 und Lobbyist: Matthias Ginsberg, geboren am 13.07.1949 in Hamburg, saß von Dezember 1982 bis März 1983 für die FDP im Bundestag.

Kurzprofil

  • Geboren: 13. Juli 1949 in Hamburg
  • Beruf: Verlagskaufmann
  • Partei: FDP
  • Bundestag: 1982 bis 1983 (9. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: konfessionslos, verheiratet, 1 Kind

Spiegel

Nach dem Abitur 1971 an einer höheren Handelsschule studierte Ginsberg bis 1973 Volkswirtschaft in Münster und Köln. 1972 und 1973 war er Assistent des Spiegel-Herausgebers Rudolf Augstein, der damals selbst für kurze Zeit für die FDP im Bundestag saß. Danach arbeitete er bis 1976 als Assistent der Geschäftsführung im Spiegel-Verlag, von 1984 bis 1986 war er dessen kaufmännischer Geschäftsführer.

Neuer deutscher Film

Von 1977 bis 1983 führte Ginsberg den Filmverlag der Autoren, den Regisseure des Neuen deutschen Films, darunter Wim Wenders, 1971 gegründet hatten, um ihre Filme selbst zu produzieren und zu vertreiben; Augstein war in den siebziger Jahren als Gesellschafter eingestiegen. Der Verlag brachte Filme von Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog und anderen in die Kinos. 1987 und 1988 besaß er einen Filmvertrieb in München, von 1990 bis 1992 war er Gesellschafter der Hamburger Rundschau.

FDP in Herford

1968 trat Ginsberg der FDP bei und gehörte dem Bezirksvorstand Ostwestfalen-Lippe an. Von 1975 bis 1980 führte er die FDP-Fraktion im Kreistag Herford, einem Kreis in Ostwestfalen zwischen Bielefeld und Minden.

Wende

Als die FDP im Herbst 1982 die Koalition mit der SPD verließ und Helmut Kohl zum Kanzler wählte, verließ die Abgeordnete Ingrid Matthäus-Maier aus Protest die Partei und legte ihr Mandat nieder; sie trat später der SPD bei. Am 09.12.1982 rückte Ginsberg für sie nach. Nach der Auflösung des Bundestags endete sein Mandat im März 1983 nach knapp vier Monaten. Bei der Neuwahl erreichte die FDP 7,0 Prozent, nachdem viele ihr den Untergang vorhergesagt hatten. Ginsberg gehörte dem neuen Bundestag nicht mehr an.

Expo und Lobby

Nach seiner Zeit beim Spiegel arbeitete Ginsberg ab 1987 als Unternehmer und Berater für Medienwirtschaft und Medienmarketing. Von 1998 bis 2000 leitete er als Prokurist die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Design der Expo 2000 in Hannover, der ersten Weltausstellung in Deutschland, die nach der Eröffnung durch Gerhard Schröder fünf Monate dauerte, aber weit weniger Besucher anzog als erwartet. Seitdem ist er Kommunikationsberater und Lobbyist.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen Ginsberg Verlagskaufmann, konfessionslos, verheiratet und Vater eines Kindes. Sie verzeichnen ein Mandat vom 09.12.1982 bis zum 29.03.1983; ein Sterbedatum ist nicht vermerkt.

Mandate im Überblick

Ginsberg rückte im Dezember 1982 über die nordrhein-westfälische Landesliste der FDP nach, als Folge des Koalitionswechsels:

  • 9. Wahlperiode (09.12.1982 bis 29.03.1983): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Udo Fiebig

Pfarrer in einer Bergarbeitergemeinde, Sozialpolitiker und fast zwei Jahrzehnte Familienpolitiker im Bundestag: Udo Fiebig, geboren am 13.07.1935 in Altena, saß von 1969 bis 1987 für die SPD im Parlament. Er starb am 11.08.2022 in Hückeswagen.

Kurzprofil

  • Geboren: 13. Juli 1935 in Altena (Westfalen)
  • Gestorben: 11. August 2022
  • Beruf: Pfarrer
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1969 bis 1987 (6. bis 10. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet

Theologe

Nach dem Abitur 1955 in Altena besuchte Fiebig die Kirchliche Hochschule Wuppertal und studierte Evangelische Theologie in Göttingen und Bonn. 1960 legte er das erste, 1962 das zweite theologische Examen ab. Von 1963 bis 1969 und von 1972 bis 1976 war er Pfarrer der Gemeinde Preußen in Lünen, benannt nach der Zeche Preußen. Lünen-Preußen war ein Stadtteil, der vom Bergbau und seinen Arbeitersiedlungen geprägt war. Später arbeitete er als Berufsschulpfarrer und unterrichtete Religion an berufsbildenden Schulen.

Lünen und Unna

1963 trat Fiebig in die SPD ein, zeitweise führte er den Unterbezirk Kreis Unna. 1966 wurde er in den Rat der Stadt Lünen gewählt, von 1970 bis 1980 war er Kreisvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt in Unna. Das nördliche Ruhrgebiet mit Lünen, Unna und Hamm war eine Hochburg der SPD, die dort Wahlkreise mit großen Mehrheiten gewann.

Familie und Gesundheit

Im Bundestag gehörte Fiebig von 1969 bis 1987 dem Ausschuss für Jugend, Familie und Gesundheit an, von 1976 bis April 1977 zudem dem Rechtsausschuss. In seine Zeit fielen die Reform des Paragrafen 218, die Neuregelung des Ehe- und Scheidungsrechts von 1976 und das Kindergeld für alle Kinder ab 1975, Themen, bei denen sich ein Pfarrer mit Gemeindepraxis einbringen konnte.

Zwischen Kanzel und Plenum

Dass Fiebig zwischen 1972 und 1976 wieder als Pfarrer arbeitete, während er im Bundestag saß, zeigt die damals noch übliche Verbindung von Beruf und Mandat. Mit dem Godesberger Programm von 1959 hatte sich die SPD ausdrücklich für Christen geöffnet, und das Verhältnis zur evangelischen Kirche war in den sechziger Jahren deutlich entspannter geworden. 1986 erhielt er das Verdienstkreuz erster Klasse, 1987 schied er aus.

Lebensende

Fiebig starb 2022 mit 87 Jahren in Hückeswagen im Bergischen Land, fern vom Ruhrgebiet, in dem er Pfarrer und Abgeordneter gewesen war. Die Stammdaten nennen ihn Pfarrer, evangelisch und verheiratet; seinen Tod verzeichnen sie nicht. Mit fünf Wahlperioden gehörte er zu den länger amtierenden Abgeordneten aus dem östlichen Ruhrgebiet.

Mandate im Überblick

Fiebig kam 1969 und 1976 über die nordrhein-westfälische Landesliste ins Parlament und gewann 1972 Lüdinghausen sowie 1980 und 1983 Hamm – Unna II direkt:

  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 8. Wahlperiode (14.12.1976 bis 04.11.1980): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): Direktmandat, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Wolf-Michael Catenhusen

In Höxter (Weser) wurde Wolf-Michael Catenhusen am 13.07.1945 geboren. Der Lateinlehrer aus Höxter leitete die Enquete zur Gentechnik, den Forschungsausschuss und war Staatssekretär im Bildungsministerium, später Mitglied im Deutschen Ethikrat. Am 04.11.1980 schaffte Catenhusen für die SPD den Sprung in den Bundestag. Zur Person hält die Bundestagsverwaltung fest: Beruf Parl. Staatssekretär im BMBF, Studienrat a. D., als Religion evangelisch und als Familienstand verheiratet, 2 Kinder. Catenhusen ist am 30.04.2019 in Berlin gestorben.

Kurzprofil

  • Geboren: 13. Juli 1945 in Höxter (Weser)
  • Gestorben: 30. April 2019
  • Beruf: Parl. Staatssekretär im BMBF, Studienrat a. D.
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1980 bis 2002 (9. bis 14. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Ämter: Parlamentarischer Staatssekretär 1998 bis 2002, Staatssekretär im BMBF 2003 bis 2005
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 2 Kinder

Lehrer in Burgsteinfurt

Catenhusen kam in Höxter an der Weser zur Welt. Nach dem Abitur 1965 studierte er Latein, Geschichte und Sozialwissenschaften in Göttingen und Münster und legte beide Staatsexamen für das gymnasiale Lehramt ab. Ab 1977 unterrichtete er am Gymnasium Arnoldinum in Burgsteinfurt, heute Teil von Steinfurt. 1968 trat er der SPD bei, von 1975 bis 1985 führte er den Unterbezirk Münster, ab 1976 saß er im Bezirksvorstand Westliches Westfalen.

Gentechnik und Forschung

Von 1980 bis 2002 gehörte Catenhusen dem Bundestag an, stets über die nordrhein-westfälische Landesliste. Von 1984 bis 1986 leitete er die Enquete-Kommission Chancen und Risiken der Gentechnologie, deren Bericht die Grundlage für das Gentechnikgesetz von 1990 legte. Von 1987 bis 1994 war er Vorsitzender des Forschungsausschusses, der ab 1989 auch für Technikfolgenabschätzung zuständig war. Von 1994 bis 1998 war er Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion, von 1995 bis 2003 im Parteivorstand.

Staatssekretär im Forschungsministerium

Am 27.10.1998 wurde Catenhusen Parlamentarischer Staatssekretär bei Bildungs- und Forschungsministerin Edelgard Bulmahn. 2002 schied er mit dem Ende seines Mandats aus, am 01.07.2003 holte Bulmahn ihn als beamteten Staatssekretär zurück. Als Annette Schavan das Ministerium übernahm, kam er Ende 2005 in den einstweiligen Ruhestand.

Beratung und Ethik

Von 2006 bis 2011 leitete Catenhusen die Nano-Kommission der Bundesregierung. Ab 2006 war er stellvertretender Vorsitzender des Nationalen Normenkontrollrates, der Gesetze auf Bürokratiekosten prüft. Von 2008 bis 2016 gehörte er dem Deutschen Ethikrat an, ab 2012 als stellvertretender Vorsitzender. Von 1999 bis 2011 saß er im Präsidium des Evangelischen Kirchentages. Er war verheiratet und hatte zwei Kinder. Catenhusen starb am 30.04.2019 mit 73 Jahren in Berlin.

Mandate im Überblick

Zwischen dem ersten Einzug im Alter von 35 Jahren und dem Ausscheiden mit 57 kam er in 6 Wahlperioden auf insgesamt rund 22 Jahre als Abgeordneter. Die Mandatszeiten im Einzelnen:

  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 13. Wahlperiode (10.11.1994 bis 26.10.1998): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 14. Wahlperiode (26.10.1998 bis 17.10.2002): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Sumire Kijima

Sumire Kijima (japanisch 木島すみれ) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Toyama. Laut ihrem Profil wurde sie am 13. Juli 1989 geboren, eine zweite unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht.

Laut Profil ist sie seit 2014 aktiv.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 160 Zentimetern und Körbchengröße F, die Oberweite misst 88, die Taille 58 und die Hüfte 86 Zentimeter.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Waka Takatsuki

Waka Takatsuki (japanisch 高月和花) ist eine japanische Pornodarstellerin. Laut ihrem Profil wurde sie am 13. Juli 1971 geboren, eine zweite unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht.

Laut Profil ist sie seit 2012 aktiv.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 155 Zentimetern und Körbchengröße G, die Oberweite misst 98, die Taille 58 und die Hüfte 88 Zentimeter. Ihre Hobbys sind Süßigkeitenherstellung und Reisen.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Reira Minazuki

Reira Minazuki (japanisch 水無月レイラ) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Tokio. Sie wurde am 13. Juli 1987 geboren. Sie trat auch unter dem Namen Mio Yamazaki auf.

2008 debütierte sie bei Prestige, laut Profil war sie bis 2009 aktiv. Ihr Name wurde früher fälschlich als Leila Mizunashi gelesen.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 165 Zentimetern und Körbchengröße E, die Oberweite misst 88, die Taille 60 und die Hüfte 93 Zentimeter. Als Hobby nennt sie Snowboarden, ihr Profil nennt Selbstpflege, Einkaufen und Badminton.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Ruri Sato

Ruri Sato (japanisch 佐藤るり) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Tokio. Ihr Geburtsdatum wird in den Quellen unterschiedlich angegeben, genannt werden der 2. Juni 1984 und der 13. Juli 1983. In einer früheren Fassung dieses Beitrags stand der 6. Februar 1984.

2004 debütierte sie exklusiv bei VIP, im August 2005 folgte ihr erster Film bei MOODYZ. 2014 berichtete eine Zeitschrift, sie sei die spätere Journalistin und Autorin Suzumi Suzuki.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 157 Zentimetern und Körbchengröße H, die Oberweite misst 90, die Taille 60 und die Hüfte 85 Zentimeter. Ihr Hobby ist das Beobachten von Menschen, ihr Profil nennt englische Konversation, Lesen und Schwimmen.

Bild: Symbolbild, generiert mit Midjourney V 6.

Stand: 17.10.2026