Köpfe: Wolf-Michael Catenhusen

In Höxter (Weser) wurde Wolf-Michael Catenhusen am 13.07.1945 geboren. Der Lateinlehrer aus Höxter leitete die Enquete zur Gentechnik, den Forschungsausschuss und war Staatssekretär im Bildungsministerium, später Mitglied im Deutschen Ethikrat. Am 04.11.1980 schaffte Catenhusen für die SPD den Sprung in den Bundestag. Zur Person hält die Bundestagsverwaltung fest: Beruf Parl. Staatssekretär im BMBF, Studienrat a. D., als Religion evangelisch und als Familienstand verheiratet, 2 Kinder. Catenhusen ist am 30.04.2019 in Berlin gestorben.

Kurzprofil

  • Geboren: 13. Juli 1945 in Höxter (Weser)
  • Gestorben: 30. April 2019
  • Beruf: Parl. Staatssekretär im BMBF, Studienrat a. D.
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1980 bis 2002 (9. bis 14. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Ämter: Parlamentarischer Staatssekretär 1998 bis 2002, Staatssekretär im BMBF 2003 bis 2005
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 2 Kinder

Lehrer in Burgsteinfurt

Catenhusen kam in Höxter an der Weser zur Welt. Nach dem Abitur 1965 studierte er Latein, Geschichte und Sozialwissenschaften in Göttingen und Münster und legte beide Staatsexamen für das gymnasiale Lehramt ab. Ab 1977 unterrichtete er am Gymnasium Arnoldinum in Burgsteinfurt, heute Teil von Steinfurt. 1968 trat er der SPD bei, von 1975 bis 1985 führte er den Unterbezirk Münster, ab 1976 saß er im Bezirksvorstand Westliches Westfalen.

Gentechnik und Forschung

Von 1980 bis 2002 gehörte Catenhusen dem Bundestag an, stets über die nordrhein-westfälische Landesliste. Von 1984 bis 1986 leitete er die Enquete-Kommission Chancen und Risiken der Gentechnologie, deren Bericht die Grundlage für das Gentechnikgesetz von 1990 legte. Von 1987 bis 1994 war er Vorsitzender des Forschungsausschusses, der ab 1989 auch für Technikfolgenabschätzung zuständig war. Von 1994 bis 1998 war er Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion, von 1995 bis 2003 im Parteivorstand.

Staatssekretär im Forschungsministerium

Am 27.10.1998 wurde Catenhusen Parlamentarischer Staatssekretär bei Bildungs- und Forschungsministerin Edelgard Bulmahn. 2002 schied er mit dem Ende seines Mandats aus, am 01.07.2003 holte Bulmahn ihn als beamteten Staatssekretär zurück. Als Annette Schavan das Ministerium übernahm, kam er Ende 2005 in den einstweiligen Ruhestand.

Beratung und Ethik

Von 2006 bis 2011 leitete Catenhusen die Nano-Kommission der Bundesregierung. Ab 2006 war er stellvertretender Vorsitzender des Nationalen Normenkontrollrates, der Gesetze auf Bürokratiekosten prüft. Von 2008 bis 2016 gehörte er dem Deutschen Ethikrat an, ab 2012 als stellvertretender Vorsitzender. Von 1999 bis 2011 saß er im Präsidium des Evangelischen Kirchentages. Er war verheiratet und hatte zwei Kinder. Catenhusen starb am 30.04.2019 mit 73 Jahren in Berlin.

Mandate im Überblick

Zwischen dem ersten Einzug im Alter von 35 Jahren und dem Ausscheiden mit 57 kam er in 6 Wahlperioden auf insgesamt rund 22 Jahre als Abgeordneter. Die Mandatszeiten im Einzelnen:

  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 13. Wahlperiode (10.11.1994 bis 26.10.1998): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 14. Wahlperiode (26.10.1998 bis 17.10.2002): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

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