Köpfe: Dr. Peter Ramsauer

Müllermeister und Diplom-Kaufmann aus der Talmühle in Traunwalchen, Stadtrat in Traunreut, Chef der CSU-Landesgruppe, Bundesverkehrsminister und Vorsitzender zweier Ausschüsse: Peter Ramsauer, geboren am 10.02.1954 in München, gehörte dem Bundestag von 1990 bis 2025 an.

Kurzprofil

  • Geboren: 10. Februar 1954 in München
  • Beruf: Dipl.-Kaufmann, Müllermeister
  • Partei: CSU
  • Bundestag: 1990 bis 2025 (12. bis 20. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 4 Kinder

Talmühle

Nach dem Abitur 1973 in Marquartstein studierte Ramsauer nach verfügbaren Angaben Betriebswirtschaft in München und schloss 1979 als Diplom-Kaufmann ab; daneben lernte er Müller und legte 1980 die Meisterprüfung ab. Seit 1981 ist er Gesellschafter der Talmühle in Traunwalchen, die seit 1543 im Familienbesitz ist. 1985 wurde er über die Gebietsreform in Bayern promoviert. Die Stammdaten führen ihn als Diplom-Kaufmann und Müllermeister, katholisch, verheiratet, vier Kinder.

Traunreut

1972 trat Ramsauer der Jungen Union bei, 1973 der CSU. Von 1978 bis 1991 saß er im Stadtrat von Traunreut, seit 1984 im Kreistag Traunstein. Von 1998 bis 2005 war er Parlamentarischer Geschäftsführer, ab November 2005 als Nachfolger von Michael Glos (CSU) Chef der Landesgruppe und Erster Stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Von 2008 bis 2015 war er einer der stellvertretenden Parteivorsitzenden.

Minister

Von Oktober 2009 bis Dezember 2013 war Ramsauer Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im zweiten Kabinett Merkel; 55 seiner Reden hielt er in dieser Rolle. Danach leitete er nach verfügbaren Angaben den Ausschuss für Wirtschaft und Energie und ab 2017 den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Seit 2014 ist er Präsident der Ghorfa, der Vertretung arabischer Handelskammern; Kritik daran wies er zurück.

Strom

Sein Mandat umfasste 2.115 Sitzungen; die Protokolle zählen 180 Reden mit 125.645 Wörtern und 1.091 Zwischenrufe, die meisten zwischen 1998 und 2009. In der ersten Rede am 12. Dezember 1991 begrüßte er, dass die Regierung die Vorzüge erneuerbarer Energien stärker nutzen wolle: Sonne, Wind, Wasser und Erdwärme seien unerschöpfliche und schadstofffreie Energieträger.

Letzte Rede

Am 6. Dezember 2024 kündigte Ramsauer an, dies sei wohl seine letzte Rede nach 34 Jahren in vielen Führungsämtern. Er freue sich, an seine allererste Rede vor genau 33 Jahren anknüpfen zu können, als es um das Stromeinspeisungsgesetz gegangen sei. Anlass war ein Antrag der Union gegen eine Insolvenzwelle. Am 17. Oktober 1991 hatte er nach verfügbaren Angaben gegen die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze gestimmt.

Abstimmungen

An 1.360 von 1.534 namentlichen Abstimmungen nahm Ramsauer teil, 689-mal mit Ja, 650-mal mit Nein und 21-mal mit Enthaltung. 27-mal wich er von der Union ab, zuletzt 2024, etwa bei Taurus-Lieferungen und beim Erneuerbare-Energien-Gesetz. 2009 führte er die Landesliste der CSU an. Bei der Bundestagswahl 2021 kandidierte er, wohnhaft in Traunwalchen, zum letzten Mal als Direktkandidat im Wahlkreis 225 (Traunstein). Am 25. März 2025 endete sein Mandat mit 71 Jahren, nach mehr als 34 Jahren im Bundestag.

Mandate im Überblick

Ramsauer gewann den Wahlkreis Traunstein neunmal in Folge direkt für die CSU:

  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 13. Wahlperiode (10.11.1994 bis 26.10.1998): Direktmandat im Wahlkreis Traunstein, CDU/CSU-Fraktion
  • 14. Wahlperiode (26.10.1998 bis 17.10.2002): Direktmandat im Wahlkreis Traunstein, CDU/CSU-Fraktion
  • 15. Wahlperiode (17.10.2002 bis 18.10.2005): Direktmandat im Wahlkreis Traunstein, CDU/CSU-Fraktion
  • 16. Wahlperiode (18.10.2005 bis 27.10.2009): Direktmandat im Wahlkreis Traunstein, CDU/CSU-Fraktion
  • 17. Wahlperiode (27.10.2009 bis 22.10.2013): Direktmandat im Wahlkreis Traunstein, CDU/CSU-Fraktion
  • 18. Wahlperiode (22.10.2013 bis 24.10.2017): Direktmandat im Wahlkreis Traunstein, CDU/CSU-Fraktion
  • 19. Wahlperiode (24.10.2017 bis 26.10.2021): Direktmandat im Wahlkreis Traunstein, CDU/CSU-Fraktion
  • 20. Wahlperiode (26.10.2021 bis 25.03.2025): Direktmandat im Wahlkreis Traunstein, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 21.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026); Bewerberliste zur Bundestagswahl 2021.

Köpfe: Aloys Lenz

Schlosser, christlicher Gewerkschafter, Mitgründer des DGB und Europaabgeordneter: Aloys Lenz, geboren am 10.02.1910 in Vochem, gehörte dem Bundestag von 1949 bis 1969 an. Er starb am 01.03.1976 in Brühl.

Kurzprofil

  • Geboren: 10. Februar 1910 in Vochem
  • Gestorben: 1. März 1976
  • Beruf: Verbandsangestellter
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1949 bis 1969 (1. bis 5. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet

Gewerkschaft

Nach der Dorfschule machte Lenz eine Schlosserlehre, studierte abends an der Staatlichen Maschinenbauschule in Köln und schloss die Fachschule für Wirtschaft und Verwaltung in Düsseldorf ab. Bis 1933 war er Gewerkschaftssekretär des Christlichen Kommunalarbeiter-Verbands, danach Maschinenschlosser in der chemischen Industrie.

DGB

Nach dem Krieg gründete Lenz den DGB mit und wurde Sekretär der IG Bergbau. Er war stellvertretender Kreisvorsitzender der CDU im Landkreis Köln, saß im Stadtrat von Brühl und im Kreistag. Von 1947 bis 1950 vertrat er im Landtag von Nordrhein-Westfalen den Wahlkreis Köln-Land-Süd.

Köln-Land

Den Wahlkreis Köln-Land gewann Lenz 1949 mit 43,0, 1953 mit 53,6, 1957 mit 58,8, 1961 mit 53,6 und 1965 mit 51,9 Prozent. 1950 war er stellvertretender Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zur Grubenkatastrophe auf der Zeche Dahlbusch in Gelsenkirchen. Vom 10. Februar 1953 bis 21. Januar 1970 gehörte er auch dem Europäischen Parlament an.

Reden

Die Protokolle zählen 13 Reden in 1.122 Sitzungen, keine nach 1963. In der ersten am 21. Juli 1950 berichtete er für den Ausschuss für Wirtschaftspolitik über den Antrag der SPD zu Schwerkriegsbeschädigtenbetrieben; zu klären sei gewesen, wie der Begriff vorzugsweise zu verstehen sei. In der letzten am 4. Dezember 1963, 597 Wörter lang, wollte er auf Gesichtspunkte hinweisen, die nicht deutlich genug zum Ausdruck gekommen seien.

Abstimmungen

An 269 von 343 namentlichen Abstimmungen nahm Lenz teil: 113-mal Ja, 153-mal Nein, drei Enthaltungen. Am 14. Dezember 1962 enthielt er sich, am 25. Mai und 2. Juli 1965 stimmte er mit Ja gegen die Mehrheit seiner Fraktion. Von den 28 abweichenden Stimmen entfallen zwölf auf die 1. und 13 auf die 2. Wahlperiode; für diese Jahre sind die Daten unsicher. In der 3. Wahlperiode hielt er keine Rede und nahm an 21 Abstimmungen teil, ohne abzuweichen. Seine 13 Reden umfassen zusammen 6.991 Wörter, Zwischenrufe verzeichnen die Protokolle nicht.

Namensvettern

In den Protokollen erscheint er als Lenz (Brühl), weil zeitweise weitere Abgeordnete namens Lenz im Bundestag saßen. 1968 erhielt er das Verdienstkreuz erster Klasse. Die Stammdaten nennen ihn Verbandsangestellten, katholisch, verheiratet.

Mandate im Überblick

Lenz gewann fünfmal den Wahlkreis Köln-Land direkt:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 07.09.1953): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 2. Wahlperiode (06.10.1953 bis 06.10.1957): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 3. Wahlperiode (15.10.1957 bis 15.10.1961): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Dr. Georg Kliesing

Jüngster Doktor im Deutschen Reich, Spätheimkehrer, Studienrat und Präsident des NATO-Parlaments: Georg Kliesing, geboren am 10.02.1911 in Bad Honnef, gehörte dem Bundestag von 1953 bis 1976 für die CDU an. Er starb am 19.07.1992 in Bad Honnef.

Kurzprofil

  • Geboren: 10. Februar 1911 in Bad Honnef
  • Gestorben: 19. Juli 1992
  • Beruf: Oberstudienrat a. D.
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1953 bis 1976 (2. bis 7. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 2 Kinder

Studium

Kliesing war der Sohn eines Volksschullehrers. Nach dem Abitur 1928 studierte er in Bonn Philosophie, Recht, Geschichte und Germanistik und wurde mit 21 Jahren bei Max Braubach promoviert, als jüngster Doktor im Reich. Nach den Examen 1933 und 1936 war er Studienassessor in Bonn. Seit 1930 war er im Windthorstbund und im Zentrum und trat 1932 als Wahlkampfredner auf.

Krieg und Gefangenschaft

1939 wurde er eingezogen, erlebte die Feldzüge in Polen und Frankreich und wurde 1941 in Russland verwundet. Die Amerikaner nahmen ihn gefangen und übergaben ihn den Sowjets. Erst im Sommer 1949 kehrte er zurück und wurde wieder Lehrer. 1953 gründete er den Verband der Heimkehrer mit und setzte sich für die Rückkehr der Gefangenen ein.

Partei

1949 trat Kliesing der CDU bei. Er führte von 1951 bis 1961 den Stadtverband Bad Honnef und von 1960 bis 1966 den Kreisverband Siegkreis, saß ab 1958 im Landesvorstand und leitete zeitweise den Bundesausschuss für Verteidigungsfragen. Im Siegkreis erreichte er 1961 59,1, 1965 61,8 und 1969 54,8 Prozent.

Europa und NATO

Ab November 1958 vertrat Kliesing die Bundesrepublik im Europarat als Nachfolger von Franz Meyers. Von 1968 bis 1970 führte er die Christdemokraten im Europarat und in der WEU, deren Verteidigungsausschuss er von 1962 bis 1966 leitete. In der Nordatlantischen Versammlung war er 1963 und 1964 Präsident.

Im Plenum

Die Protokolle zählen 229 Reden mit 68.400 Wörtern. In der ersten am 28. Juni 1955 führte er die Zuhörer von den geistigen Höhenpfaden Adolf Arndts hinab in die Niederungen der Praxis. Die letzte am 10. Juni 1976 warf der Regierung Desinteresse an der Aufklärung einer Angelegenheit vor. Von 295 Abstimmungen versäumte er 13; am 11. Mai 1973 stimmte er gegen die Fraktionsmehrheit für den Beitritt zur UN-Charta. 1965 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen ihn Oberstudienrat a. D., katholisch, verheiratet, zwei Kinder. Die Ämter im Europarat und in der NATO-Versammlung fehlen dort.

Mandate im Überblick

Kliesing zog 1953 und 1957 über die Landesliste ein und gewann dann den Siegkreis viermal, zuletzt 1972 mit 52,6 Prozent:

  • 2. Wahlperiode (06.10.1953 bis 06.10.1957): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 3. Wahlperiode (15.10.1957 bis 15.10.1961): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Karl Hepp

Landwirt aus Nassau, Präsident der Landwirtschaftskammer Wiesbaden und Mitpräsident des Reichslandbunds, Reichstagsabgeordneter, NSDAP-Mitglied seit 1937, nach dem Krieg im FDP-Bundesvorstand und Präsident des Hessischen Bauernverbands: Karl Hepp, geboren am 10.02.1889 in Seelbach, saß von 1953 bis 1957 im Bundestag. Er starb am 03.01.1970 in Wiesbaden.

Kurzprofil

  • Geboren: 10. Februar 1889 in Seelbach
  • Gestorben: 3. Januar 1970
  • Beruf: Landwirt
  • Partei: FDP
  • Bundestag: 1953 bis 1957 (2. Wahlperiode), über die Landesliste

Landwirt

Hepp war ein Sohn des Landwirts, Bürgermeisters und Reichstagsabgeordneten Hermann Hepp. Von 1900 bis 1908 besuchte er das Gymnasium in Weilburg und studierte danach Landwirtschaft und Rechtswissenschaft. Im Ersten Weltkrieg war er Kriegsfreiwilliger bei der Feldartillerie, erhielt das Eiserne Kreuz und wurde 1915 Offizier. Danach übernahm er den väterlichen Hof.

Landbund

Hepp wurde Vorsitzender der Bezirksbauernschaft für Nassau und den Kreis Wetzlar, von 1928 bis 1933 Präsident der Landwirtschaftskammer Wiesbaden und später Mitpräsident des Reichslandbunds. Er gehörte zunächst der Deutschen Volkspartei an, Ende 1928 gründete er die Christlich-Nationale Bauern- und Landvolkpartei mit. Von 1920 bis 1932 saß er im Reichstag, 1929 im Reichsausschuss für das Volksbegehren gegen den Young-Plan.

NS-Zeit

1933 verlor Hepp alle Ämter und war einige Tage in Schutzhaft. Am 18.06.1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 01.05.1937 aufgenommen. 1941 gab er mit Adalbert Gimbel eine Parteichronik über die Kampfzeit der NSDAP im Gau Hessen-Nassau heraus, die nach dem Krieg in der sowjetischen Zone auf die Liste der auszusondernden Literatur kam.

FDP

Nach 1945 beteiligte sich Hepp am Aufbau der FDP und war von 1951 bis 1954 Beisitzer im Bundesvorstand. 1953 zog er über die hessische Landesliste in den Bundestag ein und arbeitete im Landwirtschaftsausschuss. Von 1953 bis 1957 war er Präsident des Hessischen Bauernverbands.

Euler-Gruppe

Aus Protest gegen den Wechsel der nordrhein-westfälischen FDP von der Koalition mit der CDU zur SPD verließ Hepp am 23.02.1956 mit der Gruppe um August-Martin Euler Partei und Fraktion. Wenige Wochen später gründete er die Freie Volkspartei mit, die sich am 14.03.1957 der Deutschen Partei anschloss. 1957 schied er aus dem Bundestag aus. Er starb im Januar 1970 mit 80 Jahren in Wiesbaden.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen Hepp Landwirt, ohne Angaben zu Religion und Familie, und führen ihn nur unter der FDP; den Übertritt zur Freien Volkspartei und zur Deutschen Partei nennen sie nicht. Sie verzeichnen das Listenmandat vom 06.10.1953 bis zum 06.10.1957. Die NSDAP-Mitgliedschaft fehlte im früheren Text dieser Seite.

Mandate im Überblick

Hepp zog 1953 über die Landesliste Hessen der FDP in den Bundestag ein:

  • 2. Wahlperiode (06.10.1953 bis 06.10.1957): Landesliste Hessen, FDP-Fraktion, fraktionslos, Fraktion Demokratische Arbeitsgemeinschaft, Fraktion Freie Volkspartei, Fraktion DP/FVP

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Gustav-Adolf Gedat

Jugendbewegter, Reichssekretär des CVJM, zeitweise Bewunderer des NS-Staats, dann mit Redeverbot belegt, Hoteldirektor in Danzig, nach dem Krieg Generalsekretär des CVJM und Gründer einer Gesellschaft für übernationale Zusammenarbeit: Gustav-Adolf Gedat, geboren am 10.02.1903 in Potsdam, vertrat von 1953 bis 1965 den Wahlkreis Reutlingen für die CDU im Bundestag. Er starb am 06.04.1971 in Bad Liebenzell.

Kurzprofil

  • Geboren: 10. Februar 1903 in Potsdam
  • Gestorben: 6. April 1971
  • Beruf: Schriftsteller
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1953 bis 1965 (2. bis 4. Wahlperiode), stets direkt gewählt

Jugendbewegung

Gedat machte Abitur in Ostpreußen und studierte Pädagogik an Universitäten im In- und Ausland. Seit 1918 arbeitete er ehrenamtlich, später hauptamtlich für die freideutsche Jugendbewegung. In den dreißiger Jahren wurde er Reichssekretär des Christlichen Vereins Junger Männer. Die Stammdaten nennen ihn Schriftsteller.

Belastete Jahre

Gedat begrüßte den Nationalsozialismus zunächst begeistert, äußerte sich in Reden völkisch und antisemitisch und sprach 1935 davon, Gott habe Jäger über das jüdische Volk bestellt. Später entstanden Differenzen, weil er eine biblisch begründete autoritäre Ordnung statt einer rassisch begründeten anstrebte. 1938 erhielt er Rede- und Tätigkeitsverbot und arbeitete bis 1944 als Hoteldirektor in Danzig.

CVJM

Von 1945 bis 1952 war Gedat Generalsekretär des CVJM in Deutschland und Mitglied des Weltrats der YMCA in Genf. Er war stellvertretender Vorsitzender des evangelikalen Christlichen Jugenddorfwerks und geschäftsführender Präsident des deutschen Zweigs der Bewegung Christen in Verantwortung, die eng mit dem amerikanischen Netzwerk The Family verbunden war, sowie Vizepräsident von dessen internationalem Rat in Washington.

Bad Liebenzell

1952 gründete Gedat in Bad Liebenzell eine Gesellschaft zur Förderung überkonfessioneller, überparteilicher und übernationaler Zusammenarbeit, die er bis zu seinem Tod leitete. In den fünfziger Jahren half er zusammen mit dem Schweizer Arzt Theodor Bovet homosexuellen Männern, die vor Verhaftung aus der Bundesrepublik in die Schweiz flohen, in einer Zeit, in der der verschärfte Paragraf 175 aus der NS-Zeit weiter galt.

Reutlingen

1953 trat Gedat kurz vor seiner Nominierung der CDU bei und gewann den Wahlkreis Reutlingen. Er verteidigte ihn zweimal und saß zwölf Jahre im Bundestag. 1954 wurde er Ehrenritter des Johanniterordens, 1963 Ehrendoktor eines New Yorker College, 1964 Commendatore des italienischen Verdienstordens, 1965 Mitglied des Pegnesischen Blumenordens in Nürnberg.

Stammdaten

1965 schied Gedat nach drei Wahlperioden aus dem Bundestag aus. Er starb im April 1971 mit 68 Jahren in Bad Liebenzell im Nordschwarzwald. Die Stammdaten machen keine Angaben zu Religion und Familie; seine Äußerungen in den frühen dreißiger Jahren erwähnen sie nicht.

Mandate im Überblick

Dreimal in Folge gewann Gedat den württembergischen Wahlkreis Reutlingen direkt, 1953, 1957 und 1961:

  • 2. Wahlperiode (06.10.1953 bis 06.10.1957): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 3. Wahlperiode (15.10.1957 bis 15.10.1961): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Otto Dannebom

Schlosser, Bergmann, Betriebsrat, schließlich Vorstand einer Bergbaugesellschaft: Otto Dannebom, geboren am 10.02.1904 im ostpreußischen Rambsen, machte im Ruhrgebiet eine Gewerkschaftskarriere und vertrat den Wahlkreis Dortmund III–Lünen in den ersten beiden Bundestagen für die SPD. Er starb am 05.11.1975 in Bad Salzuflen.

Kurzprofil

  • Geboren: 10. Februar 1904 in Rambsen
  • Gestorben: 5. November 1975
  • Beruf: Bergmann
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1949 bis 1957 (1. bis 2. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: verheiratet, 1 Kind

Von Ostpreußen an die Ruhr

Nach der Volksschule lernte Dannebom Schlosser und arbeitete sechs Jahre in verschiedenen Betrieben, bevor er 1927 als Bergmann auf die Zeche Oespel in Dortmund wechselte. Wie Hunderttausende Ostpreußen vor ihm suchte er Arbeit im Revier. Von 1923 bis 1933 gehörte er dem Deutschen Metallarbeiter-Verband an, in der Weimarer Zeit schloss er sich auch der SPD an.

Betriebsrat und Schiedsmann

1946 trat er der neuen IG Bergbau bei, führte die Schachtgruppe auf Oespel und wurde im selben Jahr vom Betriebsrat als Sozialbeauftragter eingesetzt. 1947 und 1948 bildete er sich an der Sozialakademie Dortmund fort, ab April 1948 war er Schiedsmann seines Gewerkschaftsbezirks. Außerdem gründete er den SPD-Ortsverein Dortmund-Kley mit.

Mitbestimmung im Aufsichtsrat

Die Montanmitbestimmung, die der erste Bundestag 1951 beschloss, brachte Gewerkschafter in die Aufsichtsräte und Vorstände des Bergbaus; jeder Vorstand musste einen Arbeitsdirektor haben, der nicht gegen die Stimmen der Arbeitnehmerseite bestellt werden konnte. 1952 wurde Dannebom Aufsichtsratsmitglied der Harpener Bergbau AG, 1957 Vorstandsmitglied der Dortmunder Bergbau AG; außerdem war er Bergwerksdirektor auf der Zeche Hansa in Huckarde. Den Weg vom Hauer in den Vorstand gingen in jenen Jahren nur wenige, und die Gegner der Mitbestimmung führten solche Biografien gern als Beleg für eine angebliche Gewerkschaftsherrschaft an, während die IG Bergbau darin den Beweis sah, dass Arbeiter Verantwortung übernehmen konnten.

Lebensende in Lippe

Nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag widmete er sich ganz seiner Vorstandsarbeit. Seine letzten Jahre verbrachte Dannebom im ostwestfälischen Kurort Bad Salzuflen, wo er im November 1975 starb. Die Stammdaten des Bundestages nennen ihn verheiratet mit einem Kind und als Beruf Bergmann. Eine Konfession ist nicht eingetragen. In den beiden ersten Wahlperioden gehörte Dannebom zu der großen Gruppe von Bergarbeitern in der SPD-Fraktion, die die Interessen des Reviers in Bonn vertraten, als Kohle noch der wichtigste Energieträger der jungen Bundesrepublik war. Wenige Jahre nach seinem Ausscheiden begann mit der Kohlekrise von 1958 der lange Niedergang der Zechen, auch Oespel und Hansa wurden später stillgelegt. Sein Wahlkreis umfasste den Dortmunder Westen und die Bergbaustadt Lünen, eine Hochburg der Sozialdemokraten.

Mandate im Überblick

Dannebom holte seinen Wahlkreis 1949 mit 44,8 Prozent direkt und verteidigte ihn 1953; nach acht Jahren trat er nicht mehr an:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 07.09.1953): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 2. Wahlperiode (06.10.1953 bis 06.10.1957): Direktmandat, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Dr. Gottfried Arnold

Dr. Gottfried Arnold kam am 10.02.1933 in Düsseldorf zur Welt. Der Jurist und Verleger war Politiker der CDU, Sohn des Ministerpräsidenten Karl Arnold und vertrat Düsseldorf mehr als zwei Jahrzehnte im Bundestag. Am 17.10.1961 schaffte Arnold für die CDU den Sprung in den Bundestag. Die Bundestagsverwaltung vermerkte als Beruf Rechtsanwalt, als Religion katholisch und als Familienstand verheiratet, 3 Kinder. Gestorben ist Arnold am 28.12.2015.

Kurzprofil

  • Geboren: 10. Februar 1933 in Düsseldorf
  • Gestorben: 28. Dezember 2015
  • Beruf: Rechtsanwalt
  • Bundestag: 1961 bis 1983 (4. bis 9. Wahlperiode), stets direkt gewählt im Wahlkreis Düsseldorf I
  • Verlag: Herausgeber der Rheinischen Post ab 1962, Aufsichtsratsvorsitzender 1978 bis 2012
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 3 Kinder

Herkunft und Beruf

Gottfried Arnold war der Sohn des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Karl Arnold. Er besuchte die Oberrealschule in Biberach an der Riß und machte 1953 am Görres-Gymnasium in Düsseldorf Abitur. Anschließend studierte er Rechts- und Staatswissenschaften in Köln und München. 1959 wurde er mit einer Arbeit über die staatsrechtlichen Grundgedanken des preußischen Staatskanzlers Karl August von Hardenberg promoviert, 1960 legte er das zweite Staatsexamen ab. Danach arbeitete er in einem Presseverlag im Ruhrgebiet und als Rechtsanwalt in Düsseldorf.

Rheinische Post

Sein Vater hatte nach dem Krieg zu den Lizenzträgern der Rheinischen Post gehört. Die Zeitung erschien erstmals im März 1946 und wurde zu einer der großen Regionalzeitungen des Landes. Gottfried Arnold wurde zunächst Gesellschafter, ab 1962 Herausgeber der Zeitung. Von 1978 bis 2012 war er Vorsitzender des Aufsichtsrates und danach bis zu seinem Tod Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates der Rheinische Post Mediengruppe. Er gehörte der katholischen Studentenverbindung Rhenania Düsseldorf im KV an. Mit seiner Frau Irene hatte er zwei Söhne und eine Tochter.

Abgeordneter für Düsseldorf

Bei der Bundestagswahl 1961, drei Jahre nach dem Tod seines Vaters, gewann Arnold den Wahlkreis Düsseldorf I direkt. Er verteidigte ihn bei fünf weiteren Wahlen und gehörte dem Bundestag bis 1983 an. In diese 22 Jahre fielen die Kanzlerschaften von Konrad Adenauer bis Helmut Schmidt, die Jahre der Union in der Opposition ab 1969 und schließlich der Regierungswechsel zu Helmut Kohl im Herbst 1982. Von 1970 bis 1981 führte er zudem den CDU-Kreisverband Düsseldorf. 2003 erhielt er den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen, 2008 das Große Bundesverdienstkreuz. Arnold starb Ende Dezember 2015 im Alter von 82 Jahren.

Mandate im Überblick

Das Lebensalter beim Eintritt lag bei 28, beim Abschied aus dem Bundestag bei 50 Jahren. Die Mandatszeiten summieren sich auf rund 21 Jahre, verteilt auf 6 Wahlperioden. Die Bundestagsverwaltung verzeichnet im Einzelnen:

  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 8. Wahlperiode (14.12.1976 bis 04.11.1980): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Yukari Minami

Yukari Minami (japanisch 南ゆかり) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Tokio. Nach verfügbaren Angaben wurde sie am 10. Februar 1977 geboren, eine zweite unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht. Sie trat auch unter dem Namen Yoshiko Kawakami auf.

Ihr Hobby ist Blog.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Madoka Asamiya

Madoka Asamiya (japanisch 麻宮まどか) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Okinawa. Laut ihrem Profil wurde sie am 10. Februar 1994 geboren, eine zweite unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht. In einer früheren Fassung dieses Beitrags stand der 15. Mai 1995.

Laut Profil war sie von 2014 bis 2015 aktiv.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 158 Zentimetern und Körbchengröße F, die Oberweite misst 88, die Taille 58 und die Hüfte 89 Zentimeter. Mit Körbchengröße F hat sie also quasi den Goldstandard einer japanischen Pornoqueen in Sachen Busen.

Pornographie und Japan

Wussten Sie schon? Pornographie spielt eine bedeutende Rolle in der japanischen Kultur und hat einen starken Einfluss auf verschiedene Bereiche des Lebens. In Japan gibt es eine breite Palette von pornografischem Material, das von Manga und Anime über Videospielen bis hin zu spezialisierten Erwachsenen-Industrien reicht. Einige argumentieren, dass diese Ausdrucksformen von Sexualität dazu beitragen, die sexuelle Befreiung und Fantasie in der Gesellschaft zu fördern, während andere Bedenken hinsichtlich der Darstellung von Frauen und der Auswirkungen auf die soziale Interaktion äußern. Die japanische Pornographie hat auch einen globalen Markt erreicht und beeinflusst so die internationale Wahrnehmung und Diskussion über Sexualität und Erotik.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Nozomi Kashiwagi

Nozomi Kashiwagi (japanisch 柏木のぞみ) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Tokio. Nach verfügbaren Angaben wurde sie am 10. Februar 1993 geboren, eine zweite unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht. In einer früheren Fassung dieses Beitrags stand der 2. Oktober 1993, vermutlich ein Zahlendreher.

Nach eigener Aussage brachte sie ein Werbeplakat von Soft On Demand in Shibuya auf die Idee, AV-Darstellerin zu werden.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 159 Zentimetern und Körbchengröße E, die Oberweite misst 88, die Taille 60 und die Hüfte 86 Zentimeter.

Stand: 17.10.2026