Gartentipp: Den Rasen nachsanden

Wer Rasen auf einem lehmigen Boden hat, kennt das Problem:

Der Boden ist verdichtet oder verdichtet auch nach Auflockerung bzw. grundlegender Aufarbeitung sehr schnell wieder: Es bilden sich Staunässe und Moos breitet sich aus, was zum Absterben des Grases führt.

Um das zu verhindern, sollte man Rasen regelmäßig nachsanden, am besten im Frühjahr und bei starker Belastung des Rasens auch im Spätsommer oder Herbst.

Wenn der Rasen in einem grundsätzlich guten Zustand ist, ist das auch keine besonders aufwändige Sache und Sie müssen auch nicht vorher vertikutieren.

Der Rasen sollte lediglich frisch relativ kurz geschnitten sein. Damit der Sand gut in den Boden geht, sollte man schon in den Tagen vorher mit etwas intensiveren Lüften beginnen. Ich mache das immer mit einem einfachen Rasenbelüfter (Bild), andere schwören auf Belüftungsschuhe oder Belüftungswalzen. Egal wie: Der Sand soll ja gut in den Boden eindringen können.

Als Sand verwenden Sie am besten einfachen Quarzsand mit einer Körnung nicht über 2mm, ich persönlich finde eine Mischung aus 0,4 bis 0,8 mm ideal. Sie kriegen ihn im örtlichen Gartencenter oder auch bei Amazon.

Hinsichtlich der Menge kommt es drauf an: Wenn Sie regelmäßig sanden bzw. die Fläche bei der Neuanlage gut eingesandet wurde, kommen Sie mit ca. 1kg pro qm Rasenfläche hin, nach einigen Sandungsvorgängen können auch 500g schon ausreichend sein. Bei den ersten Nachsandungen nach einer Neuanlage ohne Sand können Sie wiederum mehr verwenden. Gut ein 1kg pro Quadratmeter ist aber ein solider Richtwert. Behalten Sie den Boden aber im Blick: er sollte auch nicht übersanden.

Den Sand verteilt man dann mit einem Streuwagen, einer anderen Streuhilfe oder wie früher der Sämann mit der Hand. Es gibt auch hier spezielle Rechen, die braucht man aber eigentlich nur, wenn man sehr viel Sand einarbeiten will.

Der Sand sollte gleichmäßig verteilt sein und nicht – wie oben im Bild – die Grasspitzen bedecken. Wenn Sie Kuhlen im Rasen haben, in denen sich oft Staunässe bildet, arbeiten Sie hier mehr Sand ein, ggf. gemischt mit Rasenerde.

Der ideale Zeitpunkt zum Sanden ist kurz vor angekündigtem nicht zu starkem Regen: Der arbeitet den Sand mit in den vorher gut gelüfteten Boden ein.

Auch nach dem Sanden sollte man einige Tage intensiv lüften, so dass sich der vorhandene Boden und der Sand gut vermischen.

Staunässe und nachfolgende kahle Stellen sowie Moos werden durch richtiges Nachsanden jedenfalls deutlich mimimiert.

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