Wer im Zeitalter von so genannter Künstlicher Intelligenz (KI) noch die Kontrolle über die Realität behalten möchte, braucht verlässliche und in sich stimmige Information. Doch, wo und wie findet man diese?
In zahlreichen Berufen, von der Kommunikationsabteilung über die Medienredaktionen bis hin zu den grafischen Berufen ist Wahrheit nicht mehr das, was man sieht und erlebt. „Sagen, was ist“ soll der journalistische Leitspruch von Spiegel-Erfinder Rudolf Augstein gewesen sein. Viele Medienschaffende tun sich in diesen Tagen mit dem Spruch schwer, denn durch KI-Manipulationsmöglichkeiten ist es gar nicht mehr so einfach, Fakt von Fake zu unterscheiden – und das sowohl in Texten als auch in grafischer Ausgestaltung. Wir alle erinnern uns noch an die jüngst verbreiteten Bilder vom Papst und von Donald Trump, bei denen sich Redaktionen ernsthaft fragten, ob das wirklich gerade passiert sein könnte.
Nicht immer kann man sprichwörtlich an einer Hand abzählen, ob es sich hier um Fakes handelt, auch wenn die KI-Programme in der Tat an diesen Körperstellen ihre eigenen Schwachstellen offenbaren.
KI verändert damit nicht nur den Beruf der Journalisten, Bildredakteure und Videoschnitt-Techniker, er verändert ggf. sogar deren Anforderungsprofil, um in diesem Beruf professionell arbeiten zu können.
Einer, der sich damit intensiv beschäftigt und seit rund zwei Jahrzehnten junge Nachwuchsjournalisten ausbildet, ist Medienforscher Prof. Dr. Andreas Schümchen, Leiter am Institut für Medienentwicklung und -analyse (IMEA) der Hochschule-Bonn-Rhein-Sieg: „Wir müssen den Nachwuchs dafür sensibilisieren, technisch zu prüfen und fachlich zu erkennen, was wahr ist und wo wir Fake-News aufsitzen“. Damit spielt der Professor für Technikjournalismus und Visuelle Technikkommunikation auf die viral gegangenen falschen Bilder und Berichterstattung an, bei denen uns Künstliche Intelligenz eine faktenbasierte Berichterstattung lediglich vorgaukelte.
Das Thema bleibt jedoch hochaktuell, wie der Professor berichtet. Viele interessierte junge Leute suchten gerade derzeit nach studentischen Ausbildungsmöglichkeiten, in denen Künstliche Intelligenz und der verantwortungsvolle Umgang damit in den Medien gelehrt wird. Noch bis 1. Oktober 2023 können sich Studentinnen und Studenten für den erneuten Start der Studiengänge Technikjournalismus und Visuelle Technikkommunikation an der Hochschule-Bonn-Rhein-Sieg bewerben.
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