Ein paar Gedanken zur Xbox One

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“Microsoft baut den Apple Fernseher” – betitelte Spiegel Online einen seiner ersten Artikel zur neuen Xbox One. Und das greift eigentlich zu kurz. Die XBox hat auf den ersten Blick das Zeug, die Medienzentrale im Wohnzimmer zu werden. Mit den technischen Daten will ich mich an dieser Stelle nicht aufhalten, die gibt es z.B. direkt bei Microsoft.

Was aber ist die XBox aus Anwendersicht und in welchen Nischen kann sie sich positionieren?

Zunächst einmal ist die XBox Spielkonsole – und versucht hier, den Spagat fortzusetzen, den MS mit der Xbox 360 in Verbindung mit Kinect bereits erfolgreich vorgemacht hat – eine Konsole sowohl für Hardcore als auch für Casual Gamer. Denn einerseits bietet die Xbox genug Rechenpower für klassische Shooter und Rennspiele, dann mit Kinect (im Lieferumfang dabei) Möglichkeiten für ausgiebige Party- und Familienspiele und nicht zuletzt mit dem wohl kommenden Xbox-Store auch eine gute Plattform für “App-artige” kleine kostenlose oder kleinpreisige Spiele, wie man sie von Smartphones und Tablets her kennt. Und da eines der drei Xbox Betriebssysteme auf dem Windows Kernel basiert, wird es nicht schwer sein, bestehende Windows Phone/RT/8 Apps auf die Xbox zu bringen.

Als nächstes kann die Xbox den Digitalreciever samt Festplattenrekorder ersetzen, bzw. deren Steuerung übernehmen. In Verbindung mit der Kinect Sprach- und Gestensteuerung  kann sich hier ein deutlich “smootheres” TV Erlebnis ergeben. Inwieweit das in der schwierigen deutschen TV-Landschaft funktionieren wird, wird sich zeigen. Ideal wäre es, wenn man zu seinem Kabelanschluss oder zu Entertain einfach eine Xbox als Reciever dazubuchen könnte.

Dass jetzt auch ein BluRay Laufwerk mit an Bord ist und so der separate BluRay Player nicht mehr benötigt wird, ist ein angenehmer Nebeneffekt. Die Xbox ist dann hoffentlich das einzige Gerät, das man zusätzlich zum Fernseher braucht.

Doch die XBbox kann noch mehr: Der Internet Explorer läuft drauf, Skype auch. Und alle Bereiche sind gut untereinander verknüpft: flüssig und rasend schnell. Mit SmartGlass werden Tablets, Smartphones und klassische PC-Systeme eingebunden und eröffnen neue Anwendungen und Spielkonzepte. Wenn dann auch tatsächlich der Xbox App Store kommt, werden wir noch viele weitere interessante Lösungen auf der Xbox sehen.

Für eine endgültige Einschätzung ist es sicher noch zu früh, da noch zu viele Punkte unklar sind, insbesondere der Preis. Aber die Xbox One hat das Potential, viele Zielgruppen abzudecken und damit die Wohnzimmer zu erobern.

Zudem ich davon ausgehe, dass wir noch mehr Xbox Hardware sehen werden. Zum einen Systeme, die die Xbox One ergänzen, wie z.B. Illumiroom. Auf der anderen Seite werden wir auch eigenständige Produkte sehen, hier tippe ich als nächstes auf eine Xbox light, die im wesentlichen nur die TV-Plattform und den Appstore beherrscht und eben kein High-End Gaming, dann ein Xbox Tablet, das für Spiele optimiert ist. Vermutlich auch eine Smartwatch, an der das Xbox Team schon länger arbeiten soll und schließlich eine Xbox Brille.

Jetzt muss Microsoft liefern.

Gedicht: Der Golem

Der Golem

Prag, das alte sagenreiche,
Barg schon viele Menschenweisheit,
Barg schon viele Menschentorheit,
Auch den hohen Rabbi Löw.

Rabbi Löw war sehr zu Hause
In den Künsten, Wissenschaften,
Und besonders in der schwarzen,
In der schweren Kabbala.

So erschuf er einen Golem,
Einen holzgeschnitzten Menschen,
Tat belebend in den Mund ihm
Einen Zauberspruch: den Schem.

Unverdrossen, als sein Diener,
Muß der Golem fegen, kochen,
Kinder wiegen, Fenster putzen,
Stiefel wichsen und so fort.

Nur am Sabbath darf er rasten;
Nahm ihm dann der hohe Rabbi
Aus dem Mund den Zauberzettel,
Stand er stockstill augenblicks.

Einmal hat er es vergessen,
Einmal, was ist da geschehen:
Rasend wurde, dwatsch der Golem,
Ein Berserker ward der Kerl.

Bäume reißt er aus der Erde,
Häuser wuppt er in die Wolken,
Schleudert Menschen in die Lüfte,
Stülpt den Hradschin auf den Kopf.

Schon im Anzug war der Sabbath,
Alle Arbeit muß nun ruhen.
Alles flüchtet, brüllt und zetert
Nach dem hohen Rabbi Löw.

Der erscheint; packt eben, eben
Noch den Tollhans am Schlafittchen,
Ist mit ihm bald oben, unten,
Bald auf Bergen, bald im Tal:

Wie ein Bändiger, der dem Pferde,
Das sich bäumt und wirft und schüttelt,
Einen Kappzaum legen möchte,
Und nun mit ihm tanzen muß.

Hopsa, hopsa, was für Sprünge!
Aber endlich glückts, er würgt ihn,
Zerrt den Schem ihm aus den Zähnen –
Und zerschmettert liegt der Kerl.

Nicht noch einmal hat der Rabbi
Einen Golem sich geschnitzelt,
Jede Lust war ihm vergangen:
Allzu klug ist manchmal dumm.

(Detlev von Liliencron)

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