Meinung: Kurze Gedanken zum Israel-Gedicht von Grass

Außer mit einigen provokativen Plattitüden habe ich mich bisher noch nicht zu Günter Grass’ “Gedicht” “Was gesagt werden muss” geäußert. Und wer einen langen zusammenhängenden Text dazu erwartet, wird enttäuscht, denn dazu sind intelligentere Menschen berufen, die das auch schon getan haben (wie z.B. Frank Schirrmacher). Stattdessen hier meine Gedanken dazu in kurzen Sätzen:

  1. Wer sagt, dass “etwas gesagt werden muss”, leitet damit provozierende populistische Aussagen ein. Das ist bei Grass nicht anders.
  2. Israel-Kritik von einem ehemaligen SS-Mann ausgerechnet am Gründungstag der SS ist verstörend.
  3. Die israelische Atombombe ist keine Gefahr für den Weltfrieden, sondern hat in den letzten Jahrzenten durch ihre Existenz noch größere Konflikte in der Region erfolgreich verhindert.
  4. Die Behauptung, Israel plane einen atomaren Erstschlag gegen den Iran, ist absurd.
  5. Ein Vergleich Israels mit dem Iran hinsichtlich der Politik und des politischen Systems ist so dumm, dass ich darauf inhaltlich erst gar nicht eingehe.
  6. Die Bezeichnung Ahmadinedschads als “Maulheld” ist eine gefährliche Vereinfachung. Einer der Schlüssel zum Verständnis der derzeitigen Situation im Iran ist eine Auseinandersetzung mit dessen religiösen Positionen und Ansichten, insbesondere seiner mystisch-apokalyptischen Erwartung der bevorstehenden Erscheinung des 12. Imam.
  7. Teile der Linken sind latent antisemitisch.
  8. Grass macht mit seinem Gedicht Antisemitismus wieder etwas salonfähiger und spült einen braunen Bodensatz in die Mitte der politischen Diskussion.
  9. Die Politik Israels ist in einigen Bereichen – Stichwort Siedlungen – durchaus sehr kritisch zu sehen. Aber genau das spricht Grass nicht an.
  10. Soviel Aufmerksamkeit hat Grass eigentlich gar nicht verdient.

Was am 12. April in Bonn passiert ist

Für diese Seite sind noch keine Inhalte hinterlegt, aber diese folgen bald. Sie wissen, was am 12. April in Bonn passiert ist? Dann schreiben Sie uns doch!

Köpfe: James Richard Ferrario

James Richard Ferrario war ein weißer Mann (45), der am 12. April 2012 in Modesto (CA) von der Polizei erschossen wurde. James Richard Ferrario galt als psychisch verwirrt.

Köpfe: Cullen Mutrie

Cullen Mutrie war ein weißer Mann (29), der am 12. April 2012 in Greenland (NH) von der Polizei erschossen wurde.

Köpfe: Rudolph Wyatt

Rudolph Wyatt war ein schwarzer Mann (23), der am 12. April 2012 in New York City (NY) von der Polizei erschossen wurde.

Köpfe: George Salgado

George Salgado war ein hinsichtlich seiner Herkunft nicht erfasster Mann (21), der am 12. April 2012 in Miami (FL) von der Polizei mit einem Taser getötet wurde. George Salgado galt als psychisch verwirrt.

Köpfe: Eric Lee Davis

Eric Lee Davis war ein hinsichtlich seiner Herkunft nicht erfasster Mann (46), der am 12. April 2012 in Tucson (AZ) von der Polizei erschossen wurde. Er selbst war mit einer Schusswaffe bewaffnet.

Dokumentiert: Trump auf twitter – 12. April 2012

Der 12. April 2012 war ein Donnerstag und der 1075. Tag von Donald Trump beim Kurznachrichtendienst twitter. Er schrieb an diesem Tag 7 Tweets, die zusammen insgesamt 683 Likes sowie 1.321 Retweets erhielten. Die tweets finden Sie hier bald.