Der leckerste Fisch…

Der leckerste Fisch ist immer noch der Schnitzel.

Und das passende Rezept gibt es hier.

10 Dinge, die man in Wien gemacht haben sollte – Vorschläge von Severin

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  1. Wenn Sie Wien und die Geschichte des österreichischen Kaiserreichs wirklich fühlen und verstehen wollen, sollten Sie der Kapuzinergruft einen Besuch abstatten, der Grabstätte der Habsburger, die deswegen auch Kaisergruft genannt wird.
  2. Schönbrunn ist ein absolutes Muss und lässt Sissi und Franz (ok, Klischee…) wieder auferstehen. Auch wenn Sie keine Führung durchs Schloss machen sollten Sie unbedingt den Park besuchen, hinauf zur Gloriette (siehe Bild) spazieren und dort einen “großen Braunen” oder einen Verlängerten trinken. Nicht nur wenn Sie mit Kindern unterwegs sind, ist der Tierpark einen Besuch wert, der der älteste Zoo der Welt ist!
  3. Vergessen Sie Wiener Schnitzel – das eigentliche Wiener Gericht ist gesottenes Rindfleisch in allen Variationen, am bekanntesten darunter der Tafelspitz. Wenn Sie schon in Schönbrunn sind sollten Sie danach bei Plachutta Hietzing vorbeischauen – hier wird die Leibspeise von Franz Joseph noch ganz klassisch serviert.
  4. Wenn ich Wien nur in ein Kunstmuseum dürfte, wäre es die Secession, alleine schon wegen des schönen Gebäudes, Schiele und des Beethovenfries. Eine Übersicht der Ausstellungen gibt es online hier.
  5. Noch ein Wiener Klischee: aber einmal im Leben muss man im Prater gewesen sein und dort mit dem Riesenrad fahren.
  6. Na gut – Wien so ganz ohne Schnitzel geht eigentlich wirklich nicht. Und das esse ich in der Tat am liebsten beim Figlmüller (Wollzeile). Seht touristisch, aber einfach gut. Dazu Erdäpfelsalat und einen grünen Veltliner und das Wienglück ist perfekt.
  7. Stephansdom. Was muss ich mehr sagen?
  8. Noch was kulinarisches mit viel Atmosphäre ist der Naschmarkt. Einfach darüber spazieren und die Stände sowie die prachtvollen Gebäude an der Linken und Rechten Wienzeile bewundern. Tipp: Mittags kann man hier gut eine Kleinigkeit essen.
  9. Wer in Wien war und nicht in einem Theater oder Konzert war, war nicht in Wien. Besonders schön finde ich das Theater an der Wien. Das aktuelle Programm kann man hier einsehen.
  10. Vor der Toren der Stadt liegt Mayerling. In dem ehemaligen kaiserlichen Jagdschloss hat sich Kronprinz Rudolf mit seiner 17-jährigen Geliebten Mary Vetsera getötet. Jetzt leben hier Karmelitinnen, die die Erinnerung an die Tragödie bewahren.

Buchtipp:

In der Reihe, “10 Dinge, die…” schreiben wir über Sehenswürdigkeiten, Besonderheiten, Kulinarika und vieles mehr, die man in einer Stadt oder in einer Region gemacht haben sollte.

Diese Liste hat Severin erstellt, der der Betreiber des Blogmagazins ist. Diese 10 Vorschläge richten sich in erster Linie an Besucher, die zum ersten mal in Wien sind.

Gerne können Sie übrigens bei unseren 10 Dinge Listen mitschreiben!

Bild: (c) Pixikus

Ausgetrunken: Stift Kloster Neuburg – Wiener gemischter Satz DAC

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Welchen Wein zu Schweinefilet in einer Sahne/Tomaten/Cognac Sauce? Der Weinhändler des Vertrauens empfiehlt dazu den “Wiener gemischten Satz” vom Stift Kloster Neuburg.

Wiener gemischter Satz? Dieser hier besteht aus den typischen Wiener Rebsorten Grüner Veltliner, Chardonnay und Weißburgunder. Die Besonderheit dabei: die Trauben stammen aus einer Lage und werden gemeinsam gelesen und gekeltert.

Keine der drei Rebsorten dominiert hier, der Wein ist daher sehr rund und ausgewogen und dürfte jedem schmecken, der trockene Weißweine mag. Er wirkt frisch und leicht, ist dabei aber auch stark genug für die Cognac/Tomaten/Sahne Sauce.

Gut vorstellen kann ich mir ihn auch zum Wiener Schnitzel; damit ist der “Gemischte Wiener Satz” auch eine gute Alternative zum reinen Grünen Veltliner, bei dem ja einige das typische “Pfefferl” stört.

Aber auch einfach so auf der Terrasse an einem Sommerabend dürfte er gut schmecken.

Die Daten – Kloster Neuberg Wiener Gemischter Satz DAC

0,75l Flasche

Rebsorten: Grüner Veltliner, Chardonnay und Weissburgunder
Alkoholgehalt: 12% vol.
Restzucker: 4 g/l
Säure: 6,9 g/l
Serviertemperatur: 7-8 °C
Trinkreife/Lagerpotenzial: eher jung trinken
Speisenempfehlung laut Erzeuger: Frischkäseaufstriche, leichte Küche Wiener Schnitzel, Brettljause

Herkunft: Wien
Bodenbeschaffenheit:
Kalksteinverwitterungsboden mit Löss-Tonerde Auflage
Hangausrichtung: Südost
Seehöhe: 240-320 Meter

Lese: September 2014
Ausbau: Edelstahltank
Abfülldatum: Februar 2015

EAN Code: 9001530245146

Erzeugerabfüllung Stift Kloster Neuburg, Stiftsplatz 1, 3400 Klosterneuburg (Österreich)

Bezug: im gut sortierten Weinfachhandel, in Bonn z.B. beim EDEKA Markt Vogel (Baskets-Ring); rund 7,50 EUR.

Rezept: Wiener Schnitzel

Das Wiener Schnitzel ist sicher eines der beliebtesten Gerichte der Welt, gilt als Nationalgericht Österreichs und ist sogar das heimliche Nationalgericht Deutschlands.

Als gebürtiger Österreicher habe ich lange probiert, das Schnitzel möglichst perfekt zuzubereiten. Und mit diesem Rezept gelingt es ohne zu große Mühe.

Ob Sie – dem Original entsprechend – Kalbfleisch verwenden oder Schweineschnitzel verwenden, ist Geschmackssache; ich persönlich bevorzuge aber Schweineschnitzel, da diese saftiger bleiben.

Folgende Zutaten braucht man:

  • je Person ca. 200g Schnitzelfleisch, schon möglichst dünn in Schnitzel geschnitten.
  • Weizenmehl
  • Semmelbrösel (kein Paniermehl)
  • Eier
  • Biskin oder ein anderes Pflanzenfett
  • wahlweise Biskin mit Buttergeschmack
  • Pfeffer, Salz, Muskat

Tipp 1:

Machen Sie lieber mehr Schnitzel: die frischen Schnitzel werden Ihnen aus den Händen gerissen werden. Und wenn Sie trotzdem zu viele gemacht haben, schmecken diese an den nächsten Tagen  auch kalt oder aufgewärmt.

Die Schnitzel mit einem Fleischklopfer sehr dünn klopfen, so dass man fast durchsehen kann. Häutchen etc mit einem scharfen Messer entfernen.

Es gibt einen Glaubensstreit, ob man mit einem glatten oder einem geriffelten Fleischklopfer klopfen soll. Meiner Meinung nach braucht man eigentlich beide: in der Mitte mit dem glatten, am Randbereich mit einem geriffelten. Durch die zusätzliche Zerfaserung am Rand wird verhindert, dass das Fleisch sich dann beim ausbacken (so sagt man in Österreich) nach oben wölbt. Wenn Sie nur mit einem flachen Fleischklopfer klopfen, sollten Sie am Randbereich mit einem scharfen Messer einige Schnitte setzen. Wenn es sehr schnell gehen soll, nehme ich übrigens nur einen geriffelten Fleischklopfer.

Haben Sie gar keinen Fleischklopfer zur Hand, legen Sie Frischhalte- oder Alufolie über die Schnitzel und plattieren Sie diese mit einem schweren Topf oder einer Pfanne – notfalls mit Faust und flascher Hand.

Dann In drei großen Tellern die Panade vorbereiten: Mehl, Eier und Semmelbrösel.

Tipp Nummer 2:

Würzen Sie die Panade: ich gebe zu allen dreien – also Mehl, Eier und Brösel – jeweils etwas Salz, Pfeffer und eine Prise Muskat hinzu – alles gut vermischen, die Eier gut verquirlen. Dadurch dass Mehl, Semmelbrösel und Eier gewürzt sind, ergibt sich ein gleichmäßiges Aroma.

In einem großen Bräter dann reichlich Pflanzenfett (Biskin, Palmin etc.) oder Butterschmalz erhitzen. Ich nehme jeweils hälftig neutrales Pflanzenöl und z.B. Biskin mit Buttergeschmack – das gibt der Panade einen feinen aber nicht zu intensiven Buttergeschmack.

Jetzt geht es ans panieren: zuerst dünn und gleichmäßig durch das Mehl, dann durch das Ei ziehen und zum Schluss die Semmelbrösel leicht andrücken.

Zwischen Panieren und Ausbacken sollte möglichst wenig Zeit liegen.

Je zwei Schnitzel in den Bräter geben: sie müssen fast auch oben vom heißen Fett bedeckt sein.

Tipp Nummer 3:

Den Bräter permanent leicht hin- und herrütteln: So können die Schnitzel nicht anbrennen und erhalten das angestrebte Wellenmuster in der Panade. Die Schnitzel mehrfach wenden, bis beidseitig der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist.

In der Regel können Sie eine Fettladung zwei bis drei mal verwenden, also für vier bis sechs Schnitzel.

Das verbrauchte Fett einfach in einen Topf geben und aushärten lassen geben. Nach Wahl irgendwann wiederverwenden (es hat ein feines Schnitzelaroma) oder ausgehärtet im Restmüll entsorgen.

Die fertigen Schnitzel auf Küchenpapier im Backofen bei ca. 60° aufbewahren: so sind sie nicht ganz so fettig und werden noch etwas knuspriger.

Obligatorisch braucht man Zitronenviertel und Preiselbeeren.

Die klassischen Beilagen sind entweder lauwarmer Kartoffelsalat, Reis (Wiener Hofküche) oder Salzkartoffeln. Pommes Frittes oder Bratkartoffeln gehen inzwischen aber notfalls auch.

Für mich muss übrigens immer noch ein kleiner grüner Salat dazu, der mit etwas Essig und Öl mariniert wird.

Als Wein empfehle ich Grüner Veltliner, Gemischten Wiener Satz oder notfalls Weißburgunder oder Silvaner, wenn die beiden erstgenannten nicht zu bekommen sind. Wer keinen Wein mag trinkt ein Stiegl, ein Gösser Export oder ein bayerisches Helles.

Das Himmelreich ist keins

Das hier beschriebene Restaurant Himmelreich hat inzwischen geschlossen.

Das Restaurant “Himmelreich” liegt auf der rechten Rheinseite in Bonn Oberkassel.

Wir waren mit insgesamt fünf Personen da, so dass man eine gewissen Überblick über die Speisen hat.

Das Ambiente im alten Fachwerkhaus ist sehr schön, man sitzt gemütlich, wenn auch etwas eng und laut.

Der Service ist eher unfreundlich und langsam (Wartezeit auf ein Kölsch >10 Minuten, und das öfters) – der Höhepunkt war, als jemanden von uns die Karte weggenommen wurden, ohne dass derjenige vorher die Möglichkeit hatte, einen Blick hineinzuwerfen. Aber das kann ja ein Einzelfall sein.

Vorneweg bestellten wir zusätzlich zum Brot noch Aioli und Oliven. Aufs Haus gab es noch einen Quark – alles sehr schmackhaft und mit Preisen unter 3 EUR auch recht günstig.

Hauptspeisen:

  • Garnelen in Knoblauch (ca, 9 EUR) normale Portion fürs Geld, recht schmackhaft.
  • Salat mit Schweinefiletspieß (ca. 14 EUR) guter Salat, gutes Dressing, aber Schweinefilet kalt, wenig, faserig und mit dem Holzspießchen verwachsen.
  • Hirschfilets mit Apfel/Kartoffelpürree und Brokkoli (ca. 25 EUR): Hirsch ok, aber deutlich zu wenig gewürzt, Pürree recht gut, Brokkoli zu weich gegart und mit bereits Haut bildender Sauce Hollandaise ertränkt.
  • Pasta mit Pilzen für ca 13 EUR. Annehmbare Qualität, recht große Portion.
  • Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln (ca. 19 EUR) eine Zumutung und eine Beleidigung für ein echtes Wiener Schnitzel. Zwar vom Kalb, aber viel zu dick, innen noch roh (!!!), undefinierbare Panade. Jedes Schweineschnitzel von der Frittenbude hat mehr mit einem echten Wiener Schnitzel gemein, wie man es zB sehr gut beim Figlmüller oder Plachutta jeweils in Wien bekommt. Das hier waren halbgare Brocken vom Kalb in Pampe. Bratkartoffeln waren ok, auch wenn diese an sich die falsche Beilage zum Schnitzel sind.

Alles in allem war bis auf das Schnitzel alles im Rahmen, jedoch zu teuer.

Tiroler Stuben in Bonn

Die Tiroler Stuben sind leider inzwischen geschlossen.

Als gebürtiger Österreicher weiß ich gute österreichische Küche zu schätzen. Wie schön, dass es ganz in meiner Nähe die “Tiroler Stuben” gibt.

Im ältesten erhaltenen Gebäude Röttgens sitzt man in sehr gemütlichen Ambiente und genießt eine Küche, die noch mit “echten” Zutaten arbeitet.

Besonders, wer auf der Suche nach einem wirklich guten Wiener Schnitzel in Deutschland ist, sollte hier einkehren: wunderbar dünn und schöne Panade. Dazu original österreichischer warmer Kartoffelsalat oder auf Wunsch “deutsche” Bratkartoffeln (ca. 16 EUR).

Empfehlenswert zudem: Frittatensuppe, Brettljause, Tiroler Schnitzel (mit Kapernsauce) und Kässpätzle. Der Käse für letztere wird in Eigenregie aus Vorarlberg importiert, ebenso wie die guten diversen Obstbrände.

Leider nur wenig Plätze, im Sommer kann man aber schön draussen sitzen. Vorreservieren kann nicht schaden.

Was mir noch fehlt: österreichisches Bier, dafür aber viele gute Weine aus dem Nachbarland.

Waldgeist – XXXXXL Restaurant

Das Waldgeist ist wohl Wegbereiter der XXXXXL Restaurant Schwemme in Deutschland und aus Funk- und Fernsehen bekannt und daher beliebtes Ausflugziel vor den Toren Frankfurts.

Eines ist klar: gut essen kann man hier nicht. Die Schnitzel bestehen einfach nur aus Panade, ungleichmäßig in schlechtem Fett gebacken. Man bedenke allein, was gutes Fleisch im EK kostet und zu welchem Preis die Riesenschnitzel hier rausgehauen werden – das kann nicht gehen.

Doch hat es einen gewissen Unterhaltungswert: wer viele extrem dicke Menschen sehen will, ist hier richtig.

Insgesamt also Deutschland von seiner schlechtesten Seite: Geiz-ist-Geil-Mentalität, Hauptsache-Viel-Essen ohne auf die Qualität zu achten…

Positiv – neben dem Aufklärungseffekt: Trotz des Massenandrangs ist der Service freundlich und professionell, die XXXXXXL Getränke kühl und frisch.

Einen Ausflug ist es also allemal weg, so was wie hier sieht man nicht alle Tage.

Web: Waldgeist Hofheim