Liste: Deutsche Sagen- und Märchengestalten

Hier finden Sie eine Liste von Märchen- und Sagengestalten aus Deutschland und dem deutschsprachigen Raum, nach Gruppen geordnet und innerhalb der Gruppen alphabetisch sortiert. Regionale Herkunft (z. B. sorbisch oder alpenländisch) ist jeweils vermerkt. Rein moderne literarische Figuren sind nicht aufgenommen.

Märchengestalten

  • Allerleirauh – Königstochter im Pelzmantel, Grimms Märchen KHM 65
  • Aschenputtel – Stieftochter, die mit Hilfe der Tauben zum Ball kommt, KHM 21
  • Bärenhäuter – Soldat im Pakt mit dem Teufel, KHM 101
  • Bremer Stadtmusikanten – Esel, Hund, Katze und Hahn auf dem Weg nach Bremen, KHM 27
  • Brüderchen und Schwesterchen – Geschwister, der Bruder wird in ein Reh verwandelt, KHM 11
  • Daumesdick – daumengroßer Bauernsohn, KHM 37
  • Dornröschen – hundert Jahre schlafende Königstochter, KHM 50
  • Eisenhans – wilder Mann aus dem Waldsee, KHM 136
  • Eiserner Heinrich – treuer Diener des Froschkönigs, KHM 1
  • Fischer und seine Frau – Fischer, dessen Frau immer mehr vom Butt verlangt, KHM 19
  • Frau Holle – Gestalt im gleichnamigen Grimm-Märchen (KHM 24), in Sagen auch als Holda bekannt
  • Frau Trude – Hexe im gleichnamigen Grimm-Märchen, KHM 43
  • Froschkönig – in einen Frosch verwandelter Prinz, KHM 1
  • Fundevogel – Findelkind, das mit Lenchen vor der Köchin flieht, KHM 51
  • Gänsemagd – betrogene Königstochter mit dem sprechenden Pferdekopf Falada, KHM 89
  • Gestiefelter Kater – listiger Kater, nur in der 1. Auflage der Grimm-Märchen (1812)
  • Gevatter Tod – der Tod als Taufpate eines Arztes, KHM 44
  • Hans im Glück – tauscht seinen Goldklumpen immer schlechter ein, Schwank, KHM 83
  • Hänsel und Gretel – Geschwister im Hexenhaus, KHM 15
  • Hase und Igel – Wettlauf, den der Igel mit List gewinnt, Schwank, KHM 187
  • Jorinde und Joringel – von einer Erzzauberin verwandeltes Liebespaar, KHM 69
  • König Drosselbart – gekränkter König, der eine hochmütige Prinzessin zähmt, KHM 52
  • Rapunzel – im Turm gefangene Jungfrau mit langem Haar, KHM 12
  • Rotkäppchen – Mädchen, das dem Wolf begegnet, KHM 26
  • Rumpelstilzchen – Männchen, das Stroh zu Gold spinnt, KHM 55
  • Schneeweißchen und Rosenrot – zwei Schwestern, ein Bär und ein undankbarer Zwerg, KHM 161
  • Schneewittchen – Königstochter bei den sieben Zwergen, KHM 53
  • Sechs Schwäne – in Schwäne verwandelte Brüder und ihre schweigende Schwester, KHM 49
  • Sieben Raben – in Raben verwandelte Brüder, KHM 25
  • Sterntaler – armes Mädchen, dem Sterne als Taler zufallen, KHM 153
  • Tapferes Schneiderlein – „Sieben auf einen Streich“, KHM 20
  • Teufel mit den drei goldenen Haaren – Glückskind auf dem Weg zum Teufel, KHM 29
  • Tischlein deck dich – Tischlein, Goldesel und Knüppel aus dem Sack, KHM 36
  • Wassernixe – Nixe im Grimm-Märchen, KHM 79
  • Wolf und die sieben Geißlein – Tiermärchen, KHM 5
  • Zertanzte Schuhe – zwölf Prinzessinnen, die nachts tanzen, KHM 133
  • Zwölf Brüder – Königssöhne, die in Raben verwandelt werden, KHM 9

Sagengestalten

  • Alperer – unheimlicher Senner, der als Sünder umgehen muss
  • Bruder Rausch – der Teufel als Klosterkoch, niederdeutsche Satire
  • Burkart Keller – Junker von Yburg, badische Sage (Baden-Baden)
  • Der Kipphäuser von Refrath – Herr der Motte Kippekausen, Sage aus dem Bergischen Land
  • Fährmann Hildebrand – Legendengestalt aus Wittenberge
  • Fliegender Holländer – Kapitän, der mit seinem Geisterschiff ewig auf dem Meer umherirren muss
  • Fraa vun Bensem – sagenhafte Gestalt aus Bensheim an der Bergstraße
  • Freischütz – Jäger, der mit Zauberkugeln jedes Ziel trifft
  • Fuchshexe – Hexe in Fuchsgestalt, vor allem im Alpenraum
  • Graf von Gleichen – Kreuzfahrer mit zwei Ehefrauen, Thüringer Sage
  • Grinkenschmied – Schmied aus Sagen des Münsterlands und des Osnabrücker Lands
  • Hanns von Hackelberg – der Wilde Jäger der norddeutschen Sage
  • Hans von Sagan – Schuhmachergeselle, Sage aus Königsberg
  • Haverlandt – mecklenburgische Sagengestalt nach einem 1839 getöteten Gutsbesitzer
  • Hermann Gryn – fiktiver Kölner Bürgermeister, der der Sage nach (1262) einen Löwen bezwang
  • Hexe – zauberkundige Frau in Märchen, Sagen und Volksglauben
  • Krabat – Zaubererlehrling der sorbischen Sage (Lausitz)
  • Lorelei – Frauengestalt am Loreleyfelsen am Rhein; erstmals in Clemens Brentanos 1800 entstandener Ballade „Lore Lay“ mit dem Ort verbunden
  • Marsilius – sagenhafte Gestalt der Kölner Stadtgeschichte
  • Martin Pumphut – zauberkundiger Müllerbursche aus der Oberlausitz
  • Mobesin – Gräfin, die in Aachen als Hexe überführt wurde, Aachener Sage
  • Notburga von Hochhausen – legendäre Ortsheilige von Hochhausen am Neckar
  • Rattenfänger von Hameln – Pfeifer, der die Kinder aus der Stadt lockt; eine der bekanntesten deutschen Sagen
  • Räuber Vieting – Räuberhauptmann aus dem Raum Parchim (Mecklenburg)
  • Rentmeister Schenkewald – spukt in der Davert bei Münster
  • Roland von Rolandseck – Sage zur Burg Rolandseck am Rhein
  • Schmied von Aachen – Schmied, der den Überfall des Grafen von Jülich abwehrte, Aachener Sage
  • Schöne Lau – Wasserfrau im Blautopf; literarisch geprägt durch Eduard Mörike (1853)
  • Spätlesereiter – Kurier, mit dessen Verspätung die Entdeckung der Spätlese auf Schloss Johannisberg erklärt wird
  • Sürthgens Mossel – Spukgestalt zwischen Bergstein und Nideggen (Eifel)
  • Tannhäuser – Minnesänger im Venusberg, mittelalterliche Sage
  • Wendenkönig – reale oder sagenhafte Herrschergestalt der Westslawen
  • Wilde Jagd – Geisterheer, das durch die Lüfte zieht

Geister und Naturwesen

  • Aufhocker – Druckgeist, der nächtlichen Wanderern auf den Rücken springt
  • Bergmönch – boshafter Berggeist der Bergmannssagen, u. a. im Harz, im Erzgebirge und in Sachsen
  • Bilwis – mal Naturgeist, mal Hausgeist, mal Dämon
  • Bisterk Ding – Dämon der Helgoländer Überlieferung
  • Bleichermädchen – Gestalt aus mecklenburgischen Sagen
  • Buschgroßmutter – Waldgeist, verwandt mit den Moosweiblein
  • Busebeller – ostfriesischer Kinderschreck
  • Butzemann – Kinderschreck, Sammelname für kobold- und zwergenhafte Schreckgestalten
  • Dengelgeist – alemannischer Geist, der als Sensenmann oder bärtiger Greis erscheint
  • Dengelmandl – Geist, den man nachts die Sense dengeln hört (Alpenraum)
  • Drak – fliegender Hausgeist
  • Drude – Nachtgeist, der Albträume bringt (süddeutsch und österreichisch)
  • Dükermudder – weibliche Sagengestalt auf der Insel Poel (Mecklenburg)
  • Ekerken – hilfreicher Kobold aus dem Herzogtum Kleve
  • Ekke Nekkepenn – nordfriesischer Meermann
  • Elbst – Wassergeist aus einem Bergsee bei Seelisberg (Schweiz)
  • Elfen – Naturgeister, ursprünglich aus der nordischen Mythologie
  • Enerbanske – kleine Wesen der Helgoländer Überlieferung
  • Entenwick – Kobold der Familie von Sachsenheim, auch Klopferle genannt
  • Erdhenne – Hausgeist aus dem Alpenraum, der Oberpfalz und Bayern
  • Fänggen – wilde Waldwesen in Süddeutschland, Österreich und Südtirol (Alpenraum)
  • Fenixmännlein – schlesische zwergenhafte Dämonen
  • Feuerputz – feuriger Spuk, auch Feuermann oder Feuriger Mann genannt
  • Gälknoeker – niederdeutsche Sagengestalt aus der Rostocker Heide
  • Geldmännlein – Hausgeist, der seinem Besitzer Geld bringt
  • Gonger – Gespenst auf Sylt und Amrum
  • Haarmännchen – Sagengestalt am Haarstrang und an der Möhne
  • Hägglmoo – Wassermann und fränkischer Kinderschreck
  • Hakemann – Wassermann aus Mensch und Fisch, Kinderschreck
  • Heinzelmännchen – Kölner Hausgeister, die nachts die Arbeit erledigten
  • Hinzelmann – Kobold der Sage, hilfreich, aber leicht zu verärgern
  • Hödeken – Kobold aus dem Leinebergland
  • Holzfräulein – gutmütige weibliche Waldgeister aus Franken
  • Irrlicht – Leuchterscheinung über Sümpfen und Mooren
  • Juffer – weiblicher Geist an Rur und Inde (Rheinland)
  • Katzenveit – Waldgeist, ähnlich dem Rübezahl
  • Kielkropf – sagenhaftes Missgeburt-Kind, verwandt mit dem Wechselbalg
  • Klabautermann – Schiffsgeist, der vor Gefahren warnt
  • Kobold – Haus- und Naturgeist
  • Kopfloser Reiter – untoter Wiedergänger der deutschen Volkssage
  • Kornmann – männlicher Korndämon und Kinderschreck
  • Kropemann – Wassergeist aus Luxemburg (Redingen)
  • Langtüttin – weibliche Dämonengestalt mit langen Brüsten
  • Lutken – Zwerge der Lausitzer Sage, sorbisch Lutki
  • Melusine – Wasserfrau, die einen Ritter unter einem Schautabu heiratet
  • Mittagsfrau – Feldgeist der slawischen bzw. sorbischen Sagenwelt (Lausitz)
  • Moort – niederdeutscher Name für den Mahr bzw. Nachtmahr
  • Moosmann – vogtländischer Waldgeist
  • Moosweiblein – weibliche Waldgeister, die zu den armen Seelen gezählt werden
  • Nachtalb – Nachtgeist, der Schlafende quält (Mahr)
  • Nachzehrer – Wiedergänger aus dem Volksglauben, dem Vampir verwandt
  • Nebelmännle – Sagengestalt am Bodensee
  • Nis Puk – Hausgeist im Schleswigschen
  • Nixe – Wassergeist, weiblich Nixe, männlich Nix
  • Norgg – Tiroler bzw. Südtiroler Sagengestalt (Alpenraum)
  • Petermännchen – Schlossgeist von Schwerin
  • Popelmann – Kobold und Kinderschreck aus dem Sudetenland
  • Poplitzer Popelmännchen – Hausgeist von Schloss Poplitz
  • Puk – zwergenhafter Hausgeist der norddeutschen und nordischen Sage
  • Querx – Zwerge der Lausitzer Sage
  • Riese – übergroße Gestalt in Sagen und Märchen
  • Roggenmuhme – weiblicher Korndämon und Kinderschreck
  • Rübezahl – Berggeist des Riesengebirges
  • Salige Frau – wohlwollende Frauen der Alpensagen
  • Sandmann – streut Kindern Schlafsand in die Augen
  • Schabbock – Nachtgeist der Weststeiermark (Österreich)
  • Schlangenkönig – Schutzgeist im Spreewald (sorbisch/wendisch)
  • Schrat – Naturgeist des Waldes
  • Sennentuntschi – von Sennen gemachte Puppe, die lebendig wird, Alpenraum
  • Toggel – Druckgeist der Schweizer Alpen
  • Türst – „höllischer Jäger“ aus dem Luzerner Hinterland (Schweiz)
  • Venedigermännle
  • Waldschrat – Waldgeist, siehe Schrat
  • Wassermann – männlicher Wassergeist
  • Wechselbalg – von Dämonen untergeschobenes Kind
  • Weiße Frau – Spukgestalt in Schlössern von Adelsfamilien
  • Wichtel – kleine, menschenähnliche Wesen
  • Wiedergänger – umgehender Toter
  • Wilder Mann – behaarter Waldmensch des Volksglaubens
  • Winselmutter – klagende Spukgestalt aus Erzgebirge, Vogtland und Ostthüringen
  • Zwerg – kleinwüchsiges Volk aus dem Berginneren

Fabeltiere

  • Bahkauv – Fabelwesen aus Aachen
  • Elfstier – Wasserstier, auch in Norddeutschland bekannt
  • Elwetritsch – vogelähnliches Fabelwesen der Pfalz
  • Gluhschwanz – Nachtgespenst in Gestalt eines glühenden Drachen
  • Habergeiß – Dämon in Ziegen- oder Vogelgestalt
  • Lindwurm – schlangen- oder drachenartiges Fabelwesen (siehe auch Sage: Vom Siebengebürg)
  • Muhkalb – Spuktier in Rheinhessen und im Rheingau
  • Rasselbock – Hasenkopf mit Rehgeweih, vor allem aus dem Thüringer Wald
  • Roggenwolf – wolfsgestaltiger Korndämon
  • Stüpp – rheinischer Werwolf
  • Tatzelwurm – Fabeltier der Alpen
  • Welthund – einäugiger Hund, der Unglück ankündigt
  • Werwolf – Mensch, der sich in einen Wolf verwandelt
  • Wolpertinger – bayerisches Mischwesen

Brauchtumsgestalten

  • Buttnmandl – Strohgestalten beim Adventsbrauch im Berchtesgadener Land
  • Christkind – Gabenbringer zu Weihnachten
  • Knecht Ruprecht – Begleiter des Nikolaus, Norden und Mitte Deutschlands
  • Krampus – Schreckgestalt im Gefolge des Nikolaus, Ostalpenraum und Altbayern; regional auch Klaubauf
  • Nachtgiger – fränkischer Kinderschreck
  • Nachtkrabb – Kinderschreck in Süddeutschland und Österreich
  • Pelzmärtel – fränkischer Gabenbringer, auch Belsnickel oder Pelznickel
  • Percht – Maskengestalt des bairisch-österreichischen Brauchtums
  • Perchta – Sagengestalt, Frau Perchta, Namensgeberin der Perchten
  • Pfingstfuchs – norddeutscher Pfingstbrauch

Helden und historische Sagenfiguren

  • Alberich – Zwergenkönig der Nibelungensage
  • Barbarossa im Kyffhäuser – schlafender Kaiser Friedrich I. im Kyffhäuser
  • Brünhild – Königin aus der Nibelungensage
  • Dietleib – Kampfgefährte Dietrichs von Bern
  • Dietrich von Bern – einer der bekanntesten deutschen Sagenhelden des Mittelalters
  • Ecke – Riese und Gegner Dietrichs von Bern
  • Faust – historischer Johann Georg Faust, Magier und Vorbild für den Fauststoff
  • Gödeke Michels – Anführer der Vitalienbrüder
  • Gunther – Burgunderkönig im Nibelungenlied
  • Hagen von Tronje – Mörder Siegfrieds im Nibelungenlied
  • Klaus Störtebeker – legendärer Seeräuber der Vitalienbrüder
  • König Laurin – Zwergenkönig des Rosengartens (Südtirol)
  • Kriemhild – Siegfrieds Frau und Rächerin im Nibelungenlied
  • Lauterfresser – als Hexer verfolgter Tiroler Händler aus Südtiroler Sagen
  • Rüdiger von Bechelaren – Markgraf der Nibelungensage
  • Schmied von Kochel – oberbayerischer Volksheld, der Legende nach Anführer beim Aufstand der Sendlinger Mordweihnacht (1705)
  • Siegfried – Drachentöter der Nibelungensage
  • Thedel von Wallmoden – Held einer 1558 gedruckten Abenteuererzählung
  • Till Eulenspiegel – Schelm aus mittelniederdeutschen Schwänken
  • Ursula von Köln – Heilige der Legende von den 11.000 Jungfrauen
  • Volker von Alzey – Spielmann im Nibelungenlied
  • Wieland der Schmied – kunstreicher Schmied der germanischen Heldensage
  • Wittich – Held der germanischen Heldensage, Sohn Wielands

Quellen

10 Souvenirs aus Köln, die man verschenken kann

Sie sind in Köln? Sie suchen ein typisches Souvenir oder ein Mitbringsel? Hier sind 10 typische Dinge aus Köln, die man gut verschenken kann:

  1. Alles rund um den Dom
    Der Dom ist DAS Wahrzeichen von Köln. Und so kann man natürlich gut Dinge mitbringen, die den Dom in den Mittelpunkt stellen: Schneekugeln, Frühstücksbrettchen, Poster… Sachen rund um den Dom gibt es in Köln an jeder Ecke.
  2. Kölsch
    Kölsch ist nicht nur eine Sprache, sondern auch das typische Bier hier. Und außer in der Stadt und deren Umland kriegt man das oft nicht so ohne weiteres – na gut, in Berlin ist Kölsch inzwischen auch sehr beliebt. Auch wenn der ein oder andere bestreiten wird, dass Kölsch wirklich Bier ist (besonders Düsseldorfer) – für Biertrinker ist eine Flasche Kölsch durchaus etwas besonderes. Gibt es an jedem Kiosk und in vielen der Brauhäuser.  Tipp: exotische Sorten kaufen, z.B. Schreckenskammer Kölsch, das selbst viele Kölner nicht kennen.
  3. Alles rund um den FC – besonders der Geißbock
    Köln und sein Fußballverein – der 1. FC Köln – sind untrennbar miteinander verbunden. Und so kann man natürlich gut ein FC-Souvenir mitbringen, z.B. ein Trikot oder einen Fanschal. Für Kinder gut geeignet ist der Geißbock, das Kölner Maskottchen, als Stofftier.
  4. Tod und Teufel
    Historische Romane haben immer noch viele Fans. Und welche Stadt bietet sich besser für historische Romane an als Köln? „Tod und Teufel“ spielt in Köln zu Zeiten des Dombaus und ist ein spannender mittelalterliche Krimi. Geschrieben hat das Buch übrigens Frank Schätzing, der später mit „Der Schwarm“ berühmt wurde. Ansonsten gibt es natürlich noch viele andere Romane, die in Köln spielen.
  5. Kölnisch Wasser
    4711 ist das „echte“ Eau de Cologne und damit das prädestinierte Mitbringsel aus Köln. Inzwischen gibt es von der Marke auch viele modernere Düfte. Am besten in der Glockengasse 4, dem Stammhaus der Marke, kaufen.
  6. Karnevlistisches
    Auch untrennbar sind Karneval und Köln. Karnevalsorden, CDs mit Kölscher Musik, Kostüme, Masken oder karnevalistische Accessoires eignen sich also als Geschenke. Gibt es z.B. bei Deiters (Gürzenichstraße 25) direkt am Heumarkt.
  7. Die Sendung mit der Maus
    Die Sendung mit der Maus kommt ebenfalls aus Köln (WDR). Warum nicht also eine Plüschmaus, eine Tasse mit dem kleinen blauen Elefanten oder ein Kissen mit der Ente mitbringen? Gibt es (noch) im Maus-Shop, aber sonst auch in vielen Souvenirläden und Buchhandlungen.
  8. Flönz
    Was ist Flönz? Ganz einfach Blutwurst (Blootwoosch) – und die ist typisch für Köln. Gibt es in vielen Metzgereien im Glas und ist ein ideales Mitbringsel für kulinarisch aufgeschlossene Menschen.
  9. Das kölsche Grundgesetz
    Es beschreibt das rheinische Lebensgefühl am besten – das kölsche Grundgesetz. Und würde sich ganz Deutschland daran orientieren, ginge es uns wohl besser. Und daher sind ein Poster oder eine Postkarte mit dem „Kölschen Grundgesetz“ mit das beste, was man aus Köln mitbringen kann.
  10. Heinzelmännchen 
    Kennen Sie die Geschichte oder das Gedicht von den Heinzelmännchen? Diese kommen ja Köln und haben dort auch ihre Spuren hinterlassen, z.B. am Heinzelmännchenbrunnen direkt beim Früh Brauhaus am Dom. Und so gibt es auch zahlreiche Souvenirs und Bilderbücher – sogar auf Kölsch – rund um die hilfreichen Geister.

Gedicht: Die Heinzelmännchen

Wie war zu Cölln es doch vordem,
Mit Heinzelmännchen so bequem!
Denn, war man faul: … man legte sich
Hin auf die Bank und pflegte sich:
Da kamen bei Nacht,
Ehe man’s gedacht,

Die Männlein und schwärmten
Und klappten und lärmten
Und rupften
Und zupften
Und hüpften und trabten
Und putzten und schabten …
Und eh ein Faulpelz noch erwacht, …
War all sein Tagewerk … bereits gemacht!

Die Zimmerleute streckten sich
Hin auf die Spän’ und reckten sich;
Indessen kam die Geisterschaar
Und sah was da zu zimmern war:
Nahm Meißel und Beil
Und die Säg’ in Eil:
Sie sägten und stachen
Und hieben und brachen,
Berappten
Und kappten,
Visirten wie Falken
Und setzten die Balken …
Eh sich’s der Zimmermann versah …
Klapp, stand das ganze Haus … schon fertig da!

Beim Bäckermeister war nicht Noth,
Die Heinzelmännchen backten Brodt.
Die faulen Burschen legten sich,
Die Heinzelmännchen regten sich –
Und ächzten daher
Mit den Säcken schwer!
Und kneteten tüchtig
Und wogen es richtig
Und hoben
Und schoben
Und fegten und backten
Und klopften und hackten.
Die Burschen schnarchten noch im Chor:
Da rückte schon das Brodt, … das neue, vor!

Beim Fleischer ging es just so zu:
Gesell und Bursche lag in Ruh.
Indessen kamen die Männlein her
Und hackten das Schwein die Kreuz und Quer.
Das ging so geschwind,
Wie die Mühl’ im Wind:
Die klappten mit Beilen,
Die schnitzten an Speilen,
Die spülten,
Die wühlten
Und mengten und mischten
Und stopften und wischten.
That der Gesell die Augen auf:
Wapp! hing die Wurst da schon im Ausverkauf!

Beim Schenken war es so: es trank
Der Küfer bis er niedersank,
Am hohlen Fasse schlief er ein,
Die Männlein sorgten um den Wein
Und schwefelten fein
Alle Fässer ein.
Und rollten und hoben
Mit Winden und Kloben,
Und schwenkten
Und senkten
Und gossen und panschten
Und mengten und manschten.
Und eh der Küfer noch erwacht:
War schon der Wein geschönt und fein gemacht!

Einst hatt’ ein Schneider große Pein:
Der Staatsrock sollte fertig sein;
Warf hin das Zeug und legte sich
Hin auf das Ohr und pflegte sich.
Da schlüpften sie frisch
In den Schneidertisch;
Und schnitten und rückten
Und nähten und stickten,
Und faßten
Und paßten
Und strichen und guckten
Und zupften und ruckten,
Und eh mein Schneiderlein erwacht:
War Bürgermeisters Rock bereits gemacht!

Neugierig war des Schneiders Weib,
Und macht sich diesen Zeitvertreib:
Streut Erbsen hin die andre Nacht,
Die Heinzelmännchen kommen sacht;
Eins fähret nun aus,
Schlägt hin im Haus,
Die gleiten von Stufen
Und plumpen in Kufen,
Die fallen
Mit Schallen,
Die lärmen und schreien
Und vermaledeien!
Sie springt hinunter auf den Schall
Mit Licht: husch, husch, husch, husch! – verschwinden All!

O weh nun sind sie alle fort
Und keines ist mehr hier am Ort!
Man kann nicht mehr wie sonsten ruh’n,
Man muß nun Alles selber thun!
Ein Jeder muß fein
Selbst fleißig sein,
Und kratzen und schaben
Und rennen und traben
Und schniegeln
Und biegeln
Und klopfen und hacken
Und kochen und backen.
Ach, daß es noch wie damals wär!
Doch kommt die schöne Zeit nicht wieder her!

August Kopisch

Sage: Das Heinzelmännchen

Einst lebte in der heiligen Reichsstadt Cölln ein armer Schneiderlehrling, ein lustiger, fleißiger Bursche. Leider hatte er aber seiner Meisterstochter etwas zu tief in die Augen gesehen, und so kam es, daß er, als er, nachdem er ausgelernt hatte, das Haus seines Meisters verlassen und auf die Wanderschaft gehen sollte, nur mit schwerem Herzen davonzog, denn entdeckt hatte er sich der Jungfer Margarethe nicht, er wagte es nicht, weil er zu arm war. Nichts destoweniger verließ ihn das Bild des Mädchens nicht, wo er auch war, dachte er an sie und sah sie vor sich stehen, und so kam es denn, daß ihn diese geheime Liebe von manchen Thorheiten abhielt, welche junge Leute wie er sonst in der Fremde zu begehen pflegen.

„Sage: Das Heinzelmännchen“ weiterlesen

Märchen- und Sagenfiguren: Heinzelmännchen

Die Heinzelmännchen sind laut Brockhaus von 1910 „im deutschen Volksglauben gute Hausgeister, die, stets geschäftig, für den Menschen heimlich Hausarbeiten besorgen“.

Besonders bekannt sind die Heinzelmännchen aus Köln, die insbesondere durch ein Gedicht aus dem 19. Jahrhundert bekannt wurden.

Bild: Detail am Heinzelmännchenbrunnen in Köln. Von © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), CC BY-SA 4.0, Link