Köpfe: Dietrich Riebensahm

Ostpreuße aus dem Samland, Student der Montanistischen Hochschule im österreichischen Leoben, Mitglied des Corps Schacht, konzessionierter Markscheider und für fünf Sitzungen Abgeordneter der FDP: Dietrich Riebensahm, geboren am 05.08.1931 in Schaaken, gehörte dem Bundestag vom Dezember 1982 bis zum März 1983 an. Er starb am 07.10.2013 in Kassel.

Kurzprofil

  • Geboren: 5. August 1931 in Schaaken Kreis Samland (Ostpreußen)
  • Gestorben: 7. Oktober 2013
  • Beruf: Markscheider, Diplomingenieur
  • Partei: FDP
  • Bundestag: 1982 bis 1983 (9. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: evangelisch, unverheiratet, 2 Kinder

Leoben

Riebensahm studierte nach verfügbaren Angaben Markscheidewesen an der Montanistischen Hochschule Leoben und schloss als Diplom-Ingenieur ab. Als Student trat er dem Corps Schacht bei, einer schlagenden Verbindung. Danach durchlief er eine praktische Ausbildung in mehreren Bergwerken. Die Stammdaten führen ihn als Markscheider und Diplomingenieur, evangelisch, unverheiratet, mit zwei Kindern.

Markscheider

Ein Markscheider vermisst Bergwerke unter und über Tage und hält fest, wo Lagerstätten liegen und wo sich die Erdoberfläche durch den Abbau senkt. 1959 verlieh das Oberbergamt Dortmund Riebensahm die Konzession für diesen Beruf. 1972 trat er der FDP bei, im Alter von 41 Jahren. Geboren war er im ostpreußischen Kreis Samland; wann und auf welchem Weg er nach dem Krieg in den Westen kam, sagen unsere Quellen nicht.

Nachfolger

Seinen Platz im Bundestag verdankte Riebensahm dem Bruch dieser Koalition. Andreas von Schoeler (FDP), bis September 1982 Staatssekretär im Innenministerium, verließ nach dem Wechsel seiner Partei zur Union im November die Fraktion und legte am 8. Dezember sein Mandat nieder. Am 13. Dezember 1982 rückte Riebensahm für ihn nach, mit 51 Jahren.

Fünf Sitzungen

Sein Mandat umfasste fünf Sitzungen. Weder eine Rede noch ein Zwischenruf von ihm findet sich in den Protokollen. An allen drei namentlichen Abstimmungen dieser Wochen nahm er teil, zweimal mit Ja und einmal mit Enthaltung, jedes Mal wie die Mehrheit seiner Fraktion.

Vertrauensfrage

Am 16. Dezember 1982 stimmte Riebensahm für das neue Gesetz zur Kriegsdienstverweigerung. Am Tag darauf stellte Helmut Kohl (CDU) die Vertrauensfrage, um eine Neuwahl zu ermöglichen; Riebensahm enthielt sich wie die meisten Abgeordneten der Koalition, die Frage wurde verneint. Am 7. Januar 1983 löste Bundespräsident Karl Carstens den Bundestag auf, die Neuwahl folgte am 6. März 1983.

Kassel

Am 29. März 1983 endete mit der Wahlperiode auch Riebensahms Mandat, nach gut drei Monaten. Dem neuen Bundestag gehörte er nicht an. Er starb im Oktober 2013 mit 82 Jahren in Kassel. Seine Zeit im Parlament fiel genau in die Wochen zwischen dem Koalitionswechsel im Herbst und der vorgezogenen Neuwahl im Frühjahr.

Mandate im Überblick

Riebensahm rückte im Dezember 1982 über die Landesliste der FDP Hessen in den Bundestag nach:

  • 9. Wahlperiode (13.12.1982 bis 29.03.1983): Landesliste Hessen, FDP-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Jürgen Reents

Schulsprecher in Bremerhaven, Mathematikstudent, Mitgründer des Kommunistischen Bundes, Abgeordneter der ersten grünen Fraktion, Sprecher der PDS und Chefredakteur des Neuen Deutschland: Jürgen Reents, geboren am 05.08.1949 in Bremerhaven, gehörte dem Bundestag von 1983 bis 1985 an. Er starb am 07.04.2022.

Kurzprofil

  • Geboren: 5. August 1949 in Bremerhaven
  • Gestorben: 7. April 2022
  • Beruf: Journalist
  • Partei: GRÜNE
  • Bundestag: 1983 bis 1985 (10. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: ledig

Arbeiterkampf

Reents war nach verfügbaren Angaben als Schüler bei den Jungdemokraten und Stadtschulsprecher in Bremerhaven. Nach dem Abitur 1968 leistete er Zivildienst in Krankenhäusern und studierte von 1970 bis 1974 Mathematik in Hamburg. Als Mitgründer des Kommunistischen Bundes gab er von 1971 bis 1980 die Zeitschrift Arbeiterkampf heraus. Die Stammdaten führen ihn als Journalisten, ledig.

Grüne

Ende der 1970er Jahre gehörte Reents zu den Gründern der Grünen. Im Bundestag war er Obmann seiner Fraktion im Auswärtigen Ausschuss. Am 19. März 1985 schied er nach dem Rotationsprinzip der Fraktion aus. Ab 1989 saß er im Bundesvorstand der Grünen, 1991 verließ er die Partei und wurde Pressesprecher der PDS-Gruppe im Bundestag.

Flick

Sein Mandat umfasste 127 Sitzungen; die Protokolle zählen 44 Reden mit 24.479 Wörtern und 190 Zwischenrufe. Am 18. Oktober 1984 warf er Helmut Kohl vor, sein Weg an die Spitze sei von Flick freigekauft worden. Nach verfügbaren Angaben schloss ihn Richard Stücklen (CSU) von der Sitzung aus; als Joschka Fischer (GRÜNE) lautstark protestierte, traf es auch ihn. Der Ältestenrat verlängerte den Ausschluss von Reents auf fünf Sitzungstage.

Achter Mai

In der ersten Rede am 5. Mai 1983 begründete Reents den Antrag der Grünen auf eine Sondersitzung zum 8. Mai, dem 38. Jahrestag des Endes der Herrschaft des Faschismus. Er sprach von wachsender Feindseligkeit gegen hier lebende Ausländer und bat den Präsidenten, ein kleines bisschen für Ruhe zu sorgen. Die letzte Rede am 6. Dezember 1984 galt einer Gruppe von 49 Jugendlichen aus Hamburg, die er nach Bonn eingeladen hatte.

Neues Deutschland

1998 trat Reents der PDS bei, 1999 wurde er Chefredakteur des Neuen Deutschland und versuchte nach verfügbaren Angaben, das Blatt vom Bild des früheren Propagandaorgans der SED zu lösen. Ende 2012 gab er die Leitung ab und blieb bis 2014 Berater und Redakteur. Im März 1990 hatte er scherzhaft die Gründung eines Teildeutschlands namens Nordanien gefordert.

Abstimmungen

An 26 von 27 namentlichen Abstimmungen nahm Reents teil, elfmal mit Ja, 14-mal mit Nein und einmal mit Enthaltung. Einmal wich er von der Mehrheit seiner Fraktion ab. Er lebte und arbeitete zuletzt in Berlin und starb am 7. April 2022 mit 72 Jahren nach langer Krankheit.

Mandate im Überblick

Reents kam 1983 über die Landesliste der Grün-Alternativen Liste Hamburg in den Bundestag:

  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 19.03.1985): Landesliste Hamburg, Fraktion Die Grünen

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Egon Wilhelm Theodor Ramms

Kaufmannssohn aus Kiel, Mathematiker aus Münster, Reeder an der Weichsel, dreimal verwundeter Soldat, Schifffahrtskaufmann in Wesel und Verkehrspolitiker der FDP: Egon Wilhelm Theodor Ramms, geboren am 05.08.1909 in Kiel, gehörte dem Bundestag von 1957 bis 1969 an. Er starb am 06.02.1993 in Wesel.

Kurzprofil

  • Geboren: 5. August 1909 in Kiel
  • Gestorben: 6. Februar 1993
  • Beruf: Schifffahrtskaufmann
  • Partei: FDP
  • Bundestag: 1957 bis 1969 (3. bis 5. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 2 Kinder

Münster

Ramms war nach verfügbaren Angaben der Sohn eines Schifffahrtskaufmanns. Von 1928 bis 1934 studierte er Mathematik und Physik in Münster und war dort in einer katholischen Studentenverbindung aktiv. Nach freiwilligem Wehrdienst trat er 1935 in das väterliche Schifffahrtsgeschäft ein. Die Stammdaten führen ihn als Schifffahrtskaufmann, katholisch, verheiratet, zwei Kinder.

Weichsel

1937 wurde Ramms nach verfügbaren Angaben in die NSDAP aufgenommen. 1941 beteiligte er sich im besetzten Polen am Aufbau deutscher Schifffahrtsfirmen an der Weichsel. 1939 und 1940 sowie von 1942 bis 1945 war er Soldat und wurde nach verfügbaren Angaben dreimal verwundet. Ab 1945 führte er eine eigene Schifffahrtsfirma in Wesel.

Landtag

1947 trat Ramms der FDP bei, ab 1950 saß er im Stadtrat von Wesel und führte dort die FDP-Fraktion. Von 1956 bis 1958 gehörte er nach verfügbaren Angaben dem Landtag in Düsseldorf an, bis Januar 1958 als stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Sein Sohn Egon Ramms wurde später General der Bundeswehr und kommandierte zuletzt das NATO-Hauptquartier in Brunssum.

Grenzbahnhöfe

Sein Mandat umfasste 613 Sitzungen; die Protokolle zählen 107 Reden mit 13.554 Wörtern, im Schnitt kaum mehr als 120 Wörter. In der ersten am 12. März 1958 begründete er einen Antrag zu Grenzbahnhöfen: Oft lägen die Abfertigungsstellen beider Seiten so nahe beieinander, dass eine Verlegung auf eine Seite Schäden für die Geschäfte diesseits der Grenze brächte; die Regierung solle vorher die örtlichen Stellen hören.

Bahnbus

Die letzte Wortmeldung am 2. Juli 1969 war eine Erklärung für die FDP. Man begrüße die Verhandlungen zwischen Bahn und Post über eine Verkehrsgemeinschaft für Bahnbus und Postreisedienst. Bei der Bahn seien aber rund 2.000 private Verkehrsunternehmer beschäftigt, deren Besitzstand gewahrt werden müsse.

Abstimmungen

An allen 59 namentlichen Abstimmungen nahm Ramms teil, 25-mal mit Ja, 32-mal mit Nein und zweimal mit Enthaltung. Dreimal wich er von der FDP ab, alle zwischen 1963 und 1965. 1969 schied er mit 60 Jahren aus dem Bundestag aus. Er starb mit 83 Jahren in Wesel, der Stadt, in der er seit Kriegsende gelebt und gearbeitet hatte.

Mandate im Überblick

Ramms kam dreimal über die Landesliste der FDP Nordrhein-Westfalen in den Bundestag:

  • 3. Wahlperiode (15.10.1957 bis 15.10.1961): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion
  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Franz Pfender

Christlicher Gewerkschafter in Württemberg und Schlesien, Zentrumsabgeordneter in Oberschlesien, Vertriebener und Landespolitiker in Tübingen: Franz Pfender, geboren am 05.08.1899 in Untersulmetingen im Kreis Biberach, gehörte dem ersten Bundestag von 1949 bis 1953 an. Er starb am 09.07.1972 in Laupheim.

Kurzprofil

  • Geboren: 5. August 1899 in Untersulmetingen (Laupheim-Ulm)
  • Gestorben: 9. Juli 1972
  • Beruf: Angestellter
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1949 bis 1953 (1. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: katholisch

Schlesien

Pfender besuchte die Volksschule und war 1917 und 1918 Soldat. Laut Handbuch war er von 1922 bis 1933 hauptamtlicher Funktionär der Christlichen Gewerkschaften, seit 1924 in Schlesien. Von 1926 bis 1933 saß er für das Zentrum im Oberschlesischen Provinziallandtag. 1933 wurde er entlassen; nach verfügbaren Angaben arbeitete er dann als Bezirksleiter einer Lebensversicherung.

Biberach

Von 1939 bis 1945 war Pfender Soldat, zuletzt in Kriegsgefangenschaft. Nach dem Krieg arbeitete er als Angestellter in Biberach an der Riß, gründete die CDU im Kreis Biberach mit und wurde laut Handbuch Zweiter Vorsitzender des Verbandes der Heimatvertriebenen in Württemberg-Hohenzollern. Die Stammdaten führen ihn als Angestellten, katholisch.

Landtag

Laut Handbuch saß Pfender von 1947 bis zum 17. Mai 1952 im Landtag von Württemberg-Hohenzollern, die ersten Jahre zugleich im Bundestag. Dort gehörte er nach verfügbaren Angaben den Ausschüssen für Wiederaufbau und Wohnungswesen, für Heimatvertriebene und für innergebietliche Neuordnung an. 1949 wählte er in der Bundesversammlung mit.

Umsiedlung

Sein Mandat umfasste 282 Sitzungen; die Protokolle zählen nur fünf Reden mit 2.986 Wörtern. In der ersten am 17. März 1950 berichtete er für den Ausschuss für Heimatvertriebene: Die SPD habe die Umsiedlung von zunächst 600.000 Vertriebenen aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bayern beantragt; eine Verordnung vom 29. November 1949 sehe 300.000 vor.

Großbaustellen

Die letzte Rede hielt Pfender am 26. Februar 1953, 523 Wörter lang, zu einem SPD-Antrag über Missstände auf Großbaustellen. Wer die Verhältnisse dort kenne, müsse die Berechtigung des Antrags anerkennen; der SPD-Abgeordnete August Berlin habe längst nicht alle Missstände genannt. Wegen der späten Stunde wolle er nur auf die verhängnisvollen Folgen hinweisen.

Abstimmungen

Wie sich Pfender in namentlichen Abstimmungen verhielt, lassen wir offen: Für die erste Wahlperiode gelten die Daten als zu unsicher. 1953 kandidierte er nicht mehr für den Bundestag. Er war mit Margarete Pfender verheiratet, geborene Müller, und hatte nach verfügbaren Angaben vier Kinder. In den Protokollen bleibt er als Berichterstatter in Vertriebenenfragen sichtbar, einem der drängendsten Themen des ersten Bundestages, und als Kritiker der Zustände auf den Baustellen der Nachkriegszeit. Er starb mit 72 Jahren in Laupheim, nicht weit von seinem Geburtsort.

Mandate im Überblick

Pfender kam 1949 über die Landesliste der CDU Württemberg-Hohenzollern in den Bundestag, laut Handbuch auf Platz eins:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 07.09.1953): Landesliste WBH, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Johannes Müller (Berlin)

Elektromeister, Siemens-Monteur, Mitgründer der Unabhängigen Gewerkschaftsopposition, DAG-Sekretär und Berliner Sozialpolitiker der CDU: Johannes Müller, geboren am 05.08.1905 in Schaffhausen an der Saar, gehörte dem Bundestag von 1961 bis 1980 an. Er starb am 15.05.1992 in Berlin.

Kurzprofil

  • Geboren: 5. August 1905 in Schaffhausen (Krs. Saarlouis)
  • Gestorben: 15. Mai 1992
  • Beruf: Elektromeister, Gewerkschaftssekretär
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1961 bis 1980 (4. bis 8. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 3 Kinder

Elektriker

Nach der Volksschule lernte Müller Elektroinstallateur und legte später die Meisterprüfung ab. Von 1925 bis 1938 arbeitete er in verschiedenen Betrieben als Elektrotechniker, Ankerwickler, Betriebselektriker und Monteur, von 1938 bis 1947 als Monteur und zuletzt Bauleiter bei den Siemens-Schuckertwerken in Berlin. Später studierte er abends und im Fernstudium an der Deutschen Hochschule für Politik.

Gewerkschafter

Schon von 1920 bis 1933 war Müller in der christlichen und liberalen Gewerkschaftsbewegung aktiv. Nach dem Krieg half er beim Aufbau der Gewerkschaften in Berlin; 1948 gründete er die Unabhängige Gewerkschaftsopposition mit und saß bis 1949 in ihrem Vorstand. 1948 wurde er Sekretär der Gewerkschaft der Techniker und Werkmeister, von 1950 bis 1961 war er Gewerkschaftssekretär der Berliner DAG.

CDU Berlin

1945 trat Müller der CDU bei und gründete die Ortsgruppe in Weißensee mit, wo er von 1946 bis 1948 Bezirksverordneter war. Er arbeitete als Referent für Gewerkschafts- und Sozialpolitik der Berliner CDU, nach der Biografie bis 1959, nach dem Handbuch nur 1947 und 1948. Von 1953 bis 1965 saß er im Landesvorstand, ab 1959 als stellvertretender Vorsitzender. Von 1950 bis 1961 gehörte er dem Abgeordnetenhaus an.

Bundestag

Im Bundestag arbeitete Müller im Ausschuss für Arbeit und Sozialordnung und im Ausschuss für Bildung und Wissenschaft. Er wurde 1968 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande, 1973 mit dem Großen Verdienstkreuz und 1981 mit dem Stern dazu ausgezeichnet; 1986 ernannte ihn Berlin zum Stadtältesten. Sein Grab war bis 2012 als Ehrengrab der Stadt ausgewiesen. Zuletzt lebte er in Schöneberg.

Reden

Die Protokolle zählen 173 Reden mit 22.251 Wörtern in 1.133 Sitzungen, 171 davon erst ab 1972. In der ersten am 28. März 1968, 83 Wörter lang, fragte er, ob die Regierung inzwischen geprüft habe, wie auch Nachtwachenzuschläge in nicht tarifgebundenen Krankenhäusern steuerlich begünstigt werden könnten. In der letzten am 19. März 1980, 73 Wörter lang, fragte er, ob es eine organisierte, nicht ganz uneigennützige Zuführung von Asylsuchenden zum Arbeitsamt gebe, wie es sie in Berlin beim Sozialamt gegeben habe.

Daten

Als Berliner Abgeordneter hatte Müller bis 1990 kein volles Stimmrecht; die Statistik seiner namentlichen Abstimmungen wird deshalb nicht ausgewertet. Die Stammdaten führen ihn als Elektromeister und Gewerkschaftssekretär, katholisch, verheiratet, drei Kinder, und Schaffhausen im Kreis Saarlouis.

Mandate im Überblick

Müller wurde von 1961 bis 1976 fünfmal vom Berliner Abgeordnetenhaus über die Liste der CDU in den Bundestag entsandt:

  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): vom Berliner Abgeordnetenhaus entsandt, CDU/CSU-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): vom Berliner Abgeordnetenhaus entsandt, CDU/CSU-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): vom Berliner Abgeordnetenhaus entsandt, CDU/CSU-Fraktion
  • 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): vom Berliner Abgeordnetenhaus entsandt, CDU/CSU-Fraktion
  • 8. Wahlperiode (14.12.1976 bis 04.11.1980): vom Berliner Abgeordnetenhaus entsandt, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Prof. Dr. Hans Hugo Klein (Göttingen)

Staatsrechtler in Göttingen, Parlamentarischer Staatssekretär und Richter am Bundesverfassungsgericht: Hans Hugo Klein, geboren am 05.08.1936 in Karlsruhe, gehörte dem Bundestag von 1972 bis 1983 für die CDU an.

Kurzprofil

  • Geboren: 5. August 1936 in Karlsruhe
  • Beruf: Professor, Parl. Staatssekretär beim Bundesmin. der Justiz
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1972 bis 1983 (7. bis 10. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 2 Kinder

Wissenschaft

Nach dem Abitur am Bismarck-Gymnasium in Karlsruhe studierte Klein ab 1954 Rechtswissenschaft in Heidelberg und München. 1957 und 1961 legte er die Staatsexamen ab, 1961 wurde er promoviert. Nach Jahren als Regierungsassessor in Tübingen habilitierte er sich 1967 bei Ernst Forsthoff in Heidelberg über die Teilnahme des Staates am wirtschaftlichen Wettbewerb. 1969 folgte er einem Ruf auf einen Lehrstuhl für Öffentliches Recht in Göttingen.

Abgeordneter

1970 trat Klein in die CDU ein. Ab Oktober 1982 war er unter Minister Hans A. Engelhard Parlamentarischer Staatssekretär im Justizministerium. Nach der Wahl im März 1983 blieb er nur bis Dezember; die Protokolle zählen 82 Reden mit 48.598 Wörtern, 44 davon in der siebten Wahlperiode.

Reden

Die erste am 16. Februar 1973 war eine Frage an einen Minister nach Zahlungen aus der DDR an kommunistische Organisationen. In der letzten am 14. Mai 1982 sprach er von Equilibristik und nannte den Schluss der Rede des Innenministers pathetisch. An allen 81 namentlichen Abstimmungen nahm er teil; einmal wich er ab, als er am 11. Mai 1973 für den Beitritt zur Charta der Vereinten Nationen stimmte, den die Mehrheit seiner Fraktion ablehnte.

Verfassungsrichter

1983 wurde Klein in den Zweiten Senat des Bundesverfassungsgerichts gewählt und blieb dort bis 1996. Er war zuständig für Parteienrecht, das Recht des öffentlichen Dienstes und das Personalvertretungsrecht. Als Berichterstatter wirkte er an den Entscheidungen zur Kriegsdienstverweigerung, zur Beamtenalimentation und zur Parteienfinanzierung mit. Sein Nachfolger wurde Hans-Joachim Jentsch.

Autor

Klein schrieb über Grundrechte und Parteienfinanzierung, über die Verfassung von Sachsen-Weimar-Eisenach und 2023 über den Juristen Goethe. Er lebt in Bovenden bei Göttingen. In der siebten Wahlperiode war er mit 44 Reden an 30 Sitzungstagen besonders aktiv, in der achten folgten 30 Reden an 17 Tagen, in der neunten acht. Aus der kurzen zehnten Wahlperiode, die er schon im Dezember 1983 für Karlsruhe verließ, verzeichnen die Protokolle keine Rede mehr.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen ihn Professor und Parlamentarischen Staatssekretär, evangelisch, verheiratet, zwei Kinder. Das Richteramt fehlt dort.

Mandate im Überblick

Klein zog dreimal über die niedersächsische Landesliste ein und gewann 1983 Göttingen mit 46,9 Prozent:

  • 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Landesliste Niedersachsen, CDU/CSU-Fraktion
  • 8. Wahlperiode (14.12.1976 bis 04.11.1980): Landesliste Niedersachsen, CDU/CSU-Fraktion
  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Landesliste Niedersachsen, CDU/CSU-Fraktion
  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 20.12.1983): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Dr. Georg Graf Henckel von Donnersmarck

Gutsbesitzer aus schlesischem Adel, Bürgermeister in Grambschütz, NSDAP-Mitglied seit 1937, nach dem Krieg Heimatvertriebener in Neuburg an der Donau und Präsident des Ostdeutschen Kulturrats: Georg Graf Henckel von Donnersmarck, geboren am 05.08.1902 in Grambschütz, saß von 1953 bis 1957 und von 1959 bis 1961 für die CSU im Bundestag. Er starb 1973 in Bonn.

Kurzprofil

  • Geboren: 5. August 1902 in Grambschütz
  • Gestorben: 28. April 1973
  • Beruf: Landwirt
  • Partei: CSU
  • Bundestag: 1953 bis 1961 (2. bis 3. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 8 Kinder

Grambschütz

Henckel von Donnersmarck war ein Sohn des Gutsbesitzers und preußischen Kammerherrn Johannes Edgar Henckel von Donnersmarck und der Sophie Gräfin zu Stolberg-Stolberg. Nach dem Tod des Vaters 1911 wurde er Fideikommissherr und später freier Eigentümer von Grambschütz in Niederschlesien. Er studierte Rechtswissenschaft und wurde 1926 in Göttingen promoviert. Dort wurde er beim Küssen der Gänseliesel ertappt und zu zehn Reichsmark verurteilt; seine Forderung nach Kussfreiheit hatte vor Gericht keinen Erfolg.

Schlesien

Henckel von Donnersmarck übernahm das elterliche Gut. Von 1929 bis zu seiner Absetzung 1933 war er Bürgermeister in Grambschütz, 1934 verlor er seine Vorstandsämter im Genossenschaftswesen. Am 13.05.1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 01.05.1937 aufgenommen. Ab 1939 war er Soldat, zuletzt Oberleutnant. Er hielt engen Kontakt zu Albert Schmitt, dem Abt des Klosters Grüssau.

Vertriebener

Nach dem Krieg kam Henckel von Donnersmarck als Heimatvertriebener nach Neuburg an der Donau. Er wurde Präsident des Ostdeutschen Kulturrats. Er war katholisch und gehörte den Studentenverbindungen Teutonia Freiburg im Üechtland und Palatia Göttingen im Cartellverband an. 1928 hatte er in Wolfegg Marie Sophie Gräfin von Waldburg zu Wolfegg und Waldsee geheiratet; das Paar hatte sieben Töchter und einen Sohn.

Bundestag

1953 kam Henckel von Donnersmarck über die bayerische Landesliste der CSU in den Bundestag und blieb bis 1957. Am 05.09.1959 rückte er für den verstorbenen Josef Oesterle nach, einen Volkswirt aus dem Allgäu, der am 31.08.1959 gestorben war. Bis 1961 gehörte er dem Parlament erneut an. Im Bundestag befasste er sich vor allem mit Fragen der Vertriebenen, zu denen er selbst gehörte.

Tod

Henckel von Donnersmarck starb 1973 in Bonn mit 70 Jahren. Nach den übrigen Quellen war es der 02.05.1973; die Stammdaten nennen den 28.04.1973. Er gehörte dem Bundestag insgesamt etwa sechs Jahre an, verteilt auf zwei Wahlperioden.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen Henckel von Donnersmarck Landwirt, katholisch, verheiratet mit acht Kindern. Sie verzeichnen Listenmandate vom 06.10.1953 bis zum 06.10.1957 und vom 05.09.1959 bis zum 15.10.1961. Das Sterbedatum weicht um vier Tage von den übrigen Quellen ab; die NSDAP-Mitgliedschaft erwähnte der frühere Text dieser Seite nicht.

Mandate im Überblick

Henckel von Donnersmarck zog 1953 über die Landesliste Bayern der CSU in den Bundestag ein und rückte 1959 nach:

  • 2. Wahlperiode (06.10.1953 bis 06.10.1957): Landesliste Bayern, CDU/CSU-Fraktion
  • 3. Wahlperiode (05.09.1959 bis 15.10.1961): Landesliste Bayern, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Norbert Gansel

Marineoffizier der Reserve, Jurist, stellvertretender Juso-Vorsitzender, Außenpolitiker, Vorkämpfer für gläserne Abgeordnete und erster direkt gewählter Oberbürgermeister Kiels nach dem Krieg: Norbert Gansel, geboren am 05.08.1940 in Kiel, vertrat von 1972 bis 1997 seine Heimatstadt für die SPD im Bundestag.

Kurzprofil

  • Geboren: 5. August 1940 in Kiel
  • Beruf: Jurist
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1972 bis 1997 (7. bis 13. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 1 Kind

Ausbildung

Nach dem Abitur an der Kieler Hebbelschule diente Gansel von 1960 bis 1962 bei der Bundesmarine und schied als Leutnant zur See der Reserve aus. Er studierte in Kiel Geschichte, Politikwissenschaft und Rechtswissenschaft, war Stipendiat und Mitarbeiter der Friedrich-Ebert-Stiftung und legte 1969 und 1973 die Staatsexamen ab.

Partei

Seit 1965 ist Gansel Mitglied der SPD. 1969 und 1970 war er stellvertretender Bundesvorsitzender der Jusos, in den Jahren, in denen der Parteinachwuchs nach links rückte. Seit 1969 gehörte er dem Parteirat an, von 1986 bis 1991 als dessen Vorsitzender, ab 1991 dem Parteivorstand, in den er 1995 nicht wiedergewählt wurde.

Außenpolitik

1972 gewann Gansel den Wahlkreis Kiel. Von 1983 bis 1987 war er Sprecher der SPD in der Nordatlantischen Versammlung und der Versammlung der Westeuropäischen Union, 1991 Vorsitzender des Arbeitskreises Außen- und Sicherheitspolitik der Fraktion, von 1994 bis 1997 stellvertretender Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses. Ab Januar 1995 saß er in der Parlamentarischen Kontrollkommission für die Nachrichtendienste.

Gläserner Abgeordneter

Gansel hatte keine Nebentätigkeiten, nahm keine Spenden von Firmen oder Verbänden an und veröffentlichte seine Einkünfte. Einmal im Jahr machte er ein Praktikum auf einer Werft, bei der Post oder im Bergwerk. Nach der rätselhaften Wahl Ernst Albrechts zum niedersächsischen Ministerpräsidenten 1976, bei der Abgeordnete der Koalition heimlich für ihn stimmten, forderte er, Regierungschefs nicht mehr geheim zu wählen.

Oberbürgermeister

Von 1997 bis 2003 war Gansel der erste direkt gewählte Oberbürgermeister Kiels seit dem Krieg. In seine Amtszeit fielen der Bau der Hörnbrücke über die Förde und der Verkauf der Stadtwerke, der Ostseehalle und der städtischen Wohnungsbaugesellschaft, der in der Stadt umstritten war.

Lehre

Von 2004 bis 2009 lehrte Gansel Politikwissenschaft an der Universität Kiel, die 2012 den Großen Hörsaal in der Alten Mensa nach ihm benannte. Die Stammdaten nennen ihn Juristen, evangelisch, verheiratet und Vater eines Kindes und führen das Mandatsende auf den 16.06.1997.

Mandate im Überblick

Siebenmal in Folge gewann Gansel den Wahlkreis Kiel direkt; im Juni 1997 legte er das Mandat nieder, um ins Rathaus zu wechseln:

  • 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 8. Wahlperiode (14.12.1976 bis 04.11.1980): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 13. Wahlperiode (10.11.1994 bis 16.06.1997): Direktmandat im Wahlkreis Kiel, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Otto Bittelmann

In Schönholz wurde Otto Bittelmann am 05.08.1911 geboren. Der Landwirt aus der Lüneburger Heide bewirtschaftete das Werksgut Bomlitz, war Kommunalpolitiker im Kreis Fallingbostel und vertrat von 1969 bis 1972 den Wahlkreis Hoya. Sein erstes Bundestagsmandat für die CDU trat Bittelmann am 20.10.1969 an. Laut Bundestagsverwaltung war Bittelmann von Beruf Landwirt; als Religion ist evangelisch vermerkt, als Familienstand verheiratet, 4 Kinder. Sein Leben endete am 26.11.2000 in Walsrode.

Kurzprofil

  • Geboren: 5. August 1911 in Schönholz
  • Gestorben: 26. November 2000
  • Beruf: Landwirt
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1969 bis 1972 (6. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 4 Kinder

Landwirt und Güterdirektor

Bittelmann machte Abitur und eine landwirtschaftliche Ausbildung und leitete dann die Betriebe der Siedlungsgesellschaft Deutsche Erde in Schwerin. Gesellschaften dieser Art legten auf aufgekauften Gütern neue Bauernstellen an. Zum 01.05.1937 trat er der NSDAP bei. Von 1940 bis 1945 war er Güterdirektor der Güterdirektion Groß Jentsch bei Prag, also im besetzten Protektorat Böhmen und Mähren.

Das Gut Bomlitz

Nach dem Krieg arbeitete Bittelmann als selbstständiger Landwirt. Von 1951 bis 1977 bewirtschaftete er das Gut Bomlitz, das zu den Werksanlagen des Unternehmens Wolff gehörte, einer einstigen Pulverfabrik, die nach dem Krieg Cellulose-Erzeugnisse und Folien herstellte, und war in mehreren landwirtschaftlichen Verbänden tätig. Bomlitz liegt im Tal der Warnau am Rand der Lüneburger Heide. Außerdem war er Präsident der Versuchs- und Lehranstalt für Spiritusfabrikation, einer Einrichtung, die Brennereien in Fragen der Technik und Ausbildung berät.

Kreispolitik in der Heide

Erst 1961, mit fast fünfzig Jahren, trat Bittelmann der CDU bei. Er wurde stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbands Fallingbostel und leitete den Agrarausschuss des Bezirksverbands Lüneburg. Er saß im Rat der Gemeinde Bomlitz, die seit 2020 zur Stadt Walsrode gehört, und im Kreistag. Der Landkreis Fallingbostel ging 1977 im Landkreis Soltau-Fallingbostel auf, dem heutigen Heidekreis.

Eine verkürzte Wahlperiode

Bei der Bundestagswahl 1969 gewann Bittelmann mit 58 Jahren den Wahlkreis Hoya an der Mittelweser zwischen Bremen und Nienburg direkt. Er kam in einen Bundestag, in dem die Union erstmals in die Opposition ging; sie bekämpfte den Moskauer und den Warschauer Vertrag von 1970, ihr Misstrauensvotum gegen Willy Brandt scheiterte im April 1972. Wegen der Übertritte von Abgeordneten der Koalition verlor die Regierung Brandt ihre Mehrheit, nach der gescheiterten Vertrauensfrage wurde das Parlament im September 1972 vorzeitig aufgelöst, und Bittelmanns Mandat endete. Er war evangelisch, verheiratet und hatte vier Kinder. Er starb im November 2000 mit 89 Jahren in Walsrode, wenige Kilometer von Bomlitz entfernt.

Mandate im Überblick

Im Bundestag verbrachte Bittelmann insgesamt rund 3 Jahre; er kam mit 58 Jahren und ging mit 61. Die Angaben der Bundestagsverwaltung:

  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Haruna Sendo

Haruna Sendo (japanisch 仙道春奈) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Aomori. Sie wurde am 5. August 1985 geboren.

2007 debütierte sie.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 164 Zentimetern und Körbchengröße D, die Oberweite misst 81, die Taille 62 und die Hüfte 90 Zentimeter. Als Hobbys nennt sie Süßigkeiten backen und Sport, ihr Profil nennt Volleyball.

Stand: 17.10.2026