Köpfe: Otto Bittelmann

In Schönholz wurde Otto Bittelmann am 05.08.1911 geboren. Der Landwirt aus der Lüneburger Heide bewirtschaftete das Werksgut Bomlitz, war Kommunalpolitiker im Kreis Fallingbostel und vertrat von 1969 bis 1972 den Wahlkreis Hoya. Sein erstes Bundestagsmandat für die CDU trat Bittelmann am 20.10.1969 an. Laut Bundestagsverwaltung war Bittelmann von Beruf Landwirt; als Religion ist evangelisch vermerkt, als Familienstand verheiratet, 4 Kinder. Sein Leben endete am 26.11.2000 in Walsrode.

Kurzprofil

  • Geboren: 5. August 1911 in Schönholz
  • Gestorben: 26. November 2000
  • Beruf: Landwirt
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1969 bis 1972 (6. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 4 Kinder

Landwirt und Güterdirektor

Bittelmann machte Abitur und eine landwirtschaftliche Ausbildung und leitete dann die Betriebe der Siedlungsgesellschaft Deutsche Erde in Schwerin. Gesellschaften dieser Art legten auf aufgekauften Gütern neue Bauernstellen an. Zum 01.05.1937 trat er der NSDAP bei. Von 1940 bis 1945 war er Güterdirektor der Güterdirektion Groß Jentsch bei Prag, also im besetzten Protektorat Böhmen und Mähren.

Das Gut Bomlitz

Nach dem Krieg arbeitete Bittelmann als selbstständiger Landwirt. Von 1951 bis 1977 bewirtschaftete er das Gut Bomlitz, das zu den Werksanlagen des Unternehmens Wolff gehörte, einer einstigen Pulverfabrik, die nach dem Krieg Cellulose-Erzeugnisse und Folien herstellte, und war in mehreren landwirtschaftlichen Verbänden tätig. Bomlitz liegt im Tal der Warnau am Rand der Lüneburger Heide. Außerdem war er Präsident der Versuchs- und Lehranstalt für Spiritusfabrikation, einer Einrichtung, die Brennereien in Fragen der Technik und Ausbildung berät.

Kreispolitik in der Heide

Erst 1961, mit fast fünfzig Jahren, trat Bittelmann der CDU bei. Er wurde stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbands Fallingbostel und leitete den Agrarausschuss des Bezirksverbands Lüneburg. Er saß im Rat der Gemeinde Bomlitz, die seit 2020 zur Stadt Walsrode gehört, und im Kreistag. Der Landkreis Fallingbostel ging 1977 im Landkreis Soltau-Fallingbostel auf, dem heutigen Heidekreis.

Eine verkürzte Wahlperiode

Bei der Bundestagswahl 1969 gewann Bittelmann mit 58 Jahren den Wahlkreis Hoya an der Mittelweser zwischen Bremen und Nienburg direkt. Er kam in einen Bundestag, in dem die Union erstmals in die Opposition ging; sie bekämpfte den Moskauer und den Warschauer Vertrag von 1970, ihr Misstrauensvotum gegen Willy Brandt scheiterte im April 1972. Wegen der Übertritte von Abgeordneten der Koalition verlor die Regierung Brandt ihre Mehrheit, nach der gescheiterten Vertrauensfrage wurde das Parlament im September 1972 vorzeitig aufgelöst, und Bittelmanns Mandat endete. Er war evangelisch, verheiratet und hatte vier Kinder. Er starb im November 2000 mit 89 Jahren in Walsrode, wenige Kilometer von Bomlitz entfernt.

Mandate im Überblick

Im Bundestag verbrachte Bittelmann insgesamt rund 3 Jahre; er kam mit 58 Jahren und ging mit 61. Die Angaben der Bundestagsverwaltung:

  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

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