Köpfe: Egon Wilhelm Theodor Ramms

Kaufmannssohn aus Kiel, Mathematiker aus Münster, Reeder an der Weichsel, dreimal verwundeter Soldat, Schifffahrtskaufmann in Wesel und Verkehrspolitiker der FDP: Egon Wilhelm Theodor Ramms, geboren am 05.08.1909 in Kiel, gehörte dem Bundestag von 1957 bis 1969 an. Er starb am 06.02.1993 in Wesel.

Kurzprofil

  • Geboren: 5. August 1909 in Kiel
  • Gestorben: 6. Februar 1993
  • Beruf: Schifffahrtskaufmann
  • Partei: FDP
  • Bundestag: 1957 bis 1969 (3. bis 5. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 2 Kinder

Münster

Ramms war nach verfügbaren Angaben der Sohn eines Schifffahrtskaufmanns. Von 1928 bis 1934 studierte er Mathematik und Physik in Münster und war dort in einer katholischen Studentenverbindung aktiv. Nach freiwilligem Wehrdienst trat er 1935 in das väterliche Schifffahrtsgeschäft ein. Die Stammdaten führen ihn als Schifffahrtskaufmann, katholisch, verheiratet, zwei Kinder.

Weichsel

1937 wurde Ramms nach verfügbaren Angaben in die NSDAP aufgenommen. 1941 beteiligte er sich im besetzten Polen am Aufbau deutscher Schifffahrtsfirmen an der Weichsel. 1939 und 1940 sowie von 1942 bis 1945 war er Soldat und wurde nach verfügbaren Angaben dreimal verwundet. Ab 1945 führte er eine eigene Schifffahrtsfirma in Wesel.

Landtag

1947 trat Ramms der FDP bei, ab 1950 saß er im Stadtrat von Wesel und führte dort die FDP-Fraktion. Von 1956 bis 1958 gehörte er nach verfügbaren Angaben dem Landtag in Düsseldorf an, bis Januar 1958 als stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Sein Sohn Egon Ramms wurde später General der Bundeswehr und kommandierte zuletzt das NATO-Hauptquartier in Brunssum.

Grenzbahnhöfe

Sein Mandat umfasste 613 Sitzungen; die Protokolle zählen 107 Reden mit 13.554 Wörtern, im Schnitt kaum mehr als 120 Wörter. In der ersten am 12. März 1958 begründete er einen Antrag zu Grenzbahnhöfen: Oft lägen die Abfertigungsstellen beider Seiten so nahe beieinander, dass eine Verlegung auf eine Seite Schäden für die Geschäfte diesseits der Grenze brächte; die Regierung solle vorher die örtlichen Stellen hören.

Bahnbus

Die letzte Wortmeldung am 2. Juli 1969 war eine Erklärung für die FDP. Man begrüße die Verhandlungen zwischen Bahn und Post über eine Verkehrsgemeinschaft für Bahnbus und Postreisedienst. Bei der Bahn seien aber rund 2.000 private Verkehrsunternehmer beschäftigt, deren Besitzstand gewahrt werden müsse.

Abstimmungen

An allen 59 namentlichen Abstimmungen nahm Ramms teil, 25-mal mit Ja, 32-mal mit Nein und zweimal mit Enthaltung. Dreimal wich er von der FDP ab, alle zwischen 1963 und 1965. 1969 schied er mit 60 Jahren aus dem Bundestag aus. Er starb mit 83 Jahren in Wesel, der Stadt, in der er seit Kriegsende gelebt und gearbeitet hatte.

Mandate im Überblick

Ramms kam dreimal über die Landesliste der FDP Nordrhein-Westfalen in den Bundestag:

  • 3. Wahlperiode (15.10.1957 bis 15.10.1961): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion
  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

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