10 Fakten über die Venus

  1. Die Venus ist der zweite Planet unseres Sonnensystems.
  2. Mit einem Durchmesser von rund 12.103,6 km ist sie der drittkleinste Planet im Sonnensystem.
  3. Die mittlere Entfernung von der Sonne beträgt 108 Millionen Kilometer, das Licht von der Sonne zur Venus benötigt damit etwa 6 Minuten.
  4. Ein Venusjahr dauert 225 Erdentage, ein Venustag 243 Erdentage.
  5. Die Venus ist ein Gesteinsplanet, der keine sehr hohen Höhenunterschiede aufweist. Der größte bekannte Krater wurde Mead getauft und hat einen Durchmesser von 270km. Daneben gibt es eine intensive vulkanische Aktivität.
  6. Sie hat eine sehr dichte Atmosphäre, die fast ausschließlich aus Kohlendioxid  (96,5%) besteht. Die Wolkenschicht ist so dicht, dass die Oberfläche des Planeten nicht beobachtet werden kann. Die Temperaturen betragen zwischen 437° und 497° Celsius. Die Umwelt ist damit alles in allem sehr lebensfeindlich.
  7. Neben dem Merkur ist die Venus der einzige Planet des Sonnensystems, der keinen Mond hat. Möglicherweise war der Merkur früher einmal ein Mond der Venus.
  8. Als zweithellstes Objekt des Nachthimmels ist die Venus seit jeher bekannt; sie lässt sich mit Teleskopen sehr gut beobachten. Sie wurde bislang von zahlreichen Raumsonden besucht, insbesondere der Sowjetunion gelangen seit den 1960ern Jahren zahlreiche Landungen.
  9. Benannt ist sie nach Venus, der römischen Göttin der Liebe. Bei den Germanen wurde sie Freya zugeschrieben.
  10. Lange ging man aufgrund der beobachteten dichten Wolken davon aus, dass die Venus ein lebensfreundlicher Planet sei, was sich in der frühen SciFi Literatur widerspiegelt. Dies hat sich seit den 1960er Jahren etwas abgeschwächt, seitdem man um die wahren Bedingungen auf dem Planeten weiß. Dennoch ist die Venus nach wie vor häufiger Gegenstand der Pop-Kultur.

Bild: NASA’s MESSENGER spacecraft snapped a series of images as it approached Venus on June 5. The planet is enshrouded by a global layer of clouds that obscures its surface to the MESSENGER Dual Imaging System (MDIS) cameras. Quelle NASA

10 Fakten über den Merkur

  1. Der Merkur ist der sonnennächste Planet unseres Sonnensystems.
  2. Mit einem Durchmesser von rund 4.879,4 km ist er der kleinste Planet im Sonnensystem.
  3. Die mittlere Entfernung von der Sonne beträgt 58 Millionen Kilometer, das Licht von der Sonne zu Merkur benötigt damit etwa 3:13 Minuten.
  4. Ein Merkurjahr dauert 88 Erdentage, ein Merkurtag 176 Erdentage.
  5. Merkur ist ein von Kratern geprägter Gesteinsplanet. Der größte bekannte Krater wurde Rembrandt getauft und hat einen Durchmesser von 716km.
  6. Er hat eine sehr dünne Atmosphäre, die aus Sauerstoff (42%), Natrium (29 %), Wasserstoff (22 %) und Helium (6 %) besteht. Die Temperaturen betragen zwischen -173° und +430° Celsius. Die Umwelt ist damit alles in allem sehr lebensfeindlich.
  7. Neben der Venus ist der Merkur der einzige Planet des Sonnensystems, der keinen Mond hat. Möglicherweise war er selber einmal ein Mond der Venus.
  8. Bekannt ist der Merkur bereits seit der Zeit der Sumerer. Er lässt sich mit Teleskopen recht gut beobachten. Von Raumsonden wurde er bislang erst zwei mal besucht: den Mariner 10 (1974 bis 1975) und Messenger (2008 bis 2015).
  9. Benannt ist er nach Mercurius, dem römischen Gott der Händler und Diebe. Bei den Germanen wurde er Odin bzw. Wotan zugeschrieben. Die Alchemisten des Mittelalters ordneten ihm das Element Quecksilber zu, worauf noch die englische Bezeichnung Mercury dafür hinweist.
  10. In der Pop Kultur SciFi Literatur kommt er wegen seiner Größe und lebensfeindlichen Bedingungen nur selten vor. Lesenswert ist der Roman 2312 von Kim Stanley Robinson.

Bild: Südpol des Merkur; Quelle NASA

10 Fakten über die Sonne

  1. Die Sonne ist der zentrale Stern unseres Sonnensystems. Sie befindet sich im äußeren Drittel der Milchstraße, bis zu deren Zentrum sind es 28.000 Lichtjahre.
  2. Sie ist als Zwergstern klassifiziert und wiegt 1,99 Quadrilliarden Tonnen, was 332.946 Erdmassen entspricht. Sie macht damit 99,86% der Masse in unserem gesamten Sonnensystem aus. Dabei hat sie einen Durchmesser von 1,4 Millionen Kilometern, dem 109-fachen der Erde.
  3. Sie ist im Mittel 149,6 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Der kleinste Erdabstand beträgt 147,1 Millionen  km, der größte 152,1 Millionen. Das Licht benötigt rund 8 Minuten, um von der Sonne zur Erde zu kommen.
  4. Zu 92,1% besteht die Sonne aus Wasserstoff und zu 7,8% aus Helium. Die restliche Masse setzt sich aus Sauerstoff, Stickstoff, Kohlenstoff, Neon sowie Eisen, Nickel und in kleinen Spuren alle anderen natürlichen Elemente, die im Sonnensystem vorkommen.
  5. Die thermonuklear gespeiste Strahlung der an der Oberfläche 6000 °C heißen Plasmakugel sorgt dafür, dass wir auf der Erde Wärme und Licht haben, die Grundvoraussetzung für die Entstehung und Entwicklung des Lebens, wie wir es auf unserem Planeten kennen.
  6. Die Sonne ist ein vergleichsweise heller Stern. Sortierte man die 50 Sterne in unserer Umgebung nach Helligkeit, wäre sie auf Platz 4. Vom Weltraum aus betrachtet ist die Sonne weiß, die gelbe Farbe ergibt sich durch unsere Atmosphäre.
  7. Das Alter der Sonne beträgt rund 4,57 Milliarden Jahre. Sie erwärmt sich langsam, so dass die Temperatur auf der Erde in 900 Millionen Jahre für höher entwickeltes Leben kritisch wird. In knapp 2 Milliarden Jahre wird die mittlere Temperatur bei uns dann 100° Celsius betragen, was die Erde endgültig lebensfeindlich macht. Im Alter von ca. 12 Milliarden Jahren wird sich die Sonne zum Roten Riesen aufblähen, dabei Merkur und Venus vernichten und das Gestein der Erde schmelzen. Danach endet sie nach einer Übergangsphase als Schwarzer Zwerg.
  8. Die Sonne besteht aus mehreren Schichten. In ihrem Kern herrscht ein Druck von 200 Milliarden bar. Die äußersten Schichten – die z.B. bei einer Sonnenfinsternis sichtbare Korona – gehen fließend in den Weltraum über. Die Temperaturen, Zusammensetzung und Druck  in den einzelnen Schichten sind sehr unterschiedlich. So wird die Korona bis auf fünf Millionen Grad aufgeheizt, im Kern sind es 15 Millionen Grad und an der Oberfläche wie gesagt nur rund 6.000.
  9. Aufgrund der großen Bedeutung der Jahreszeiten für das Leben wurde die Sonne schon früh beobachtet, wie Kultstätten wie Stonehenge beweisen. Inzwischen wird die Sonne auch von Satelliten und Raumsonden beobachtet und untersucht.
  10. Die Sonne wurde schon früh als Gottheit verehrt. So kannten die Sumerer den Sonnengott Utu, die Babylonier Schamasch, die Ägypter Ra und kurzzeitig Aton, den wahrscheinlichen Vorläufer unseres heutigen in Christentum, Judentum und Islam verehrten monotheistischen Gottes.

10 Fakten über die Bürgerstiftung Bonn

  1. Die Bürgerstiftung Bonn ist eine Gemeinschaftsstiftung von zurzeit über 200 engagierten Bürgern, die alle ein gemeinsames Ziel verfolgen: das Leben in und für Bonn noch reicher zu machen. Die Stiftung gehört zu den tragenden Säulen der Bonner Zivilgesellschaft.
  2. Die Bürgerstiftung Bonn wurde 2001 von der Sparkasse KölnBonn errichtet, um bürgerschaftliches En-gagement nachhaltig zu fördern. Die Sparkasse hat als Gründungsstifterin 250.000 Euro für das An-fangskapital sowie weitere 500.000 Euro zur Verdopplung von Zustiftungen bereitgestellt. Aktuell liegt das Stiftungskapital bei rund 8,5 Millionen Euro. Damit gehört die Bürgerstiftung Bonn zu den zehn größten deutschen Bürgerstiftungen.
  3. Die Bürgerstiftung Bonn engagiert sich in nahezu allen gemeinnützigen Bereichen, wie zum Beispiel Jugend- und Altenhilfe, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur oder Umwelt- und Naturschutz.
  4. Bei der Bürgerstiftung Bonn kann jeder mithelfen und sich für das Gemeinwohl in der Stadt einsetzen. Sie will alle engagierten Bürger zusammenführen: Menschen mit Zeit, Menschen mit Ideen und nicht zuletzt Menschen mit dem notwendigen Geld, um aus einer guten Idee auch ein erfolgreiches Projekt zu machen.
  5. Ab einem Betrag von 500 Euro kann man Stifter der Bürgerstiftung Bonn werden. Als so genannte “Zustifter” wird man Mitglied der Stifterversammlung, die u.a. die Mitglieder des Stiftungsrates (Aufsichtssorgan der Bürgerstiftung) wählt.
  6. Wer eine “eigene” Stiftung als treuhänderische Stiftung oder Stiftungsfonds errichten will, kann dies ab einem Betrag von in der Regel 100.000 Euro schnell und unbürokratisch unter dem Dach der Bürgerstiftung Bonn tun. Zurzeit verwaltet die Bürgerstiftung 18 Stiftungen, die ausschließlich ihren eigenen gemeinnützigen Zweck erfüllen.
  7. Aktuell engagieren sich über 270 Ehrenamtliche – die “Zeitstifter” – bei der Bürgerstiftung Bonn. Sie arbeiten in den Gremien der Bürgerstiftung und der unter ihrem Dach geführten Stiftungen und unter-stützen die Geschäftsführung auf vielfältige Art und Weise. Hinzu kommt eine Vielzahl von Ehrenamtlichen in Projekten mit Bonner Grundschulen und Kindergärten.
  8. Jedes Jahr schreibt die Bürgerstiftung Bonn ihren Ideenwettbewerb aus. Zu den Gewinnern des ersten Ideenwettbewerbs im Jahr 2002 gehörte die Designerin und Bühnenbilderin Trixy Royeck, die einen Entwurf für einen “Offenen Bücherschrank” auf der Poppelsdorfer Allee eingereicht hatte. Seitdem fin-det der Bücherschrank zahlreiche Nachahmer in Deutschland und vielen anderen Ländern auf der Welt.
  9. Zu den besonderen Erfolgsprojekten der Bürgerstiftung Bonn gehören – neben den “Offenen Bücher-schränken” – der Bonner Bildungsfonds (www.bonner-bildungsfonds.de), die Kinderrestaurants “Tisch-lein deck dich” (www.kinderrestaurant-bonn.de), das Hospiztelefon Bonn (www.hospiztelefon-bonn.de) und der BONNi & BO-Klimaführerschein der Stiftung Bonner Klimabotschafter.
  10. Die Bürgerstiftung Bonn erfüllt die Anforderungen des Transparency International Deutschland e.V. Zahlreiche Akteure aus der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft haben zehn grundlegende Punkte definiert, die jede zivilgesellschaftliche Organisation der Öffentlichkeit zugänglich machen sollte.

Mehr über die zehn Punkte und viele weitere Informationen gibt es auf der Webseite www.buergerstiftung-bonn.de.

10 Fakten über die Republikanische Partei (USA)

  1. Die Republikanische Partei (Republican Party) wird kurz auch als Republikaner (Republicans) oder mit ihrem Spitznamen als “Grand Old Party” (GOP) bezeichnet und ist neben den Demokraten eine der beiden großen Parteien der USA.
  2. Gegründet wurde die Partei am 28. Februar 1854 nach einer Idee von Alvan E. Bovay in Ripon (Wisconsin). Das wichtigste Ziel der Partei war die Verhinderung der Ausbreitung und letztlich auch die Abschaffung der Sklaverei.
  3. Der erste republikanische Präsident war Abraham Lincoln, der von 1861 an im Amt war, 1864 wiedergewählt wurde und 1865 ermordet wurde. Insgesamt stellten die Republikaner 17 US Präsidenten. Eine Übersicht finden Sie hier.
  4. Am 31. Januar 1865 beschlossen der republikanisch beherrschte Senat und das Repräsentantenhaus gegen die Stimmen der Demokraten die Abschaffung der Sklaverei. Bei den weißen Südstaatlern galten die Republikaner als Sklavenbefreier und “Negerfreunde”. Nach dem Abzug der letzten Besatzungstruppen 1877 konnten sie sich über achtzig Jahre in den Südstaaten bei keiner Wahl gegen die Demokraten durchsetzen.
  5. Ursprünglich waren die Republikaner also die liberalere und moderatere politische Partei in den USA. So wurde auch der Civil Rights Act 1964 von mehr Republikanern als Demokraten unterstützt.
  6. Heute ist die Partei sehr konservativ geprägt. Insbesondere die Tea-Party Bewegung drängte die Partei lange Zeit in eine extrem rechte, fundamentalistisch-christlich geprägte Ecke. Unter Präsident Trump ist der Einfluss der Tea-Party Bewegung jedoch leicht rückläufig. Ohnehin ist innerhalb der Partei ein breites Meinungsspektrum: Neokonservative, Paläokonservative, Liberale, Religiöse Rechte, Zentristen, Rechtspopulisten, Nationalisten und neuerdings Trumpisten.
  7. Das Logo der Partei zeigt einen Elefanten. Dies geht auf eine 1874 erschienene Karikatur zurück.
  8. Die Partei hat rund 55 Millionen registrierte Wähler, während die Demokraten rund 72 Millionen haben.
  9. Die Hochburgen der Partei liegen im mittleren Westen und inzwischen in den Südstaaten.
  10. Aktuelle Informationen der Partei finden Sie unter gop.com.

Stand: 2. März 2018

10 Fakten zum Mädler Kalender

  1. Der Mädler Kalender wurde 1864 von dem deutschen Astronomen Johann Heinrich von Mädler (Bild) vorgeschlagen, der der Leiter der Sternwarte Dorpat in Estland war.
  2. Sein System ist dem heute bei uns geltenden Gregorianischen Kalender sehr ähnlich.
  3. Anders als bei unserem Kalendersystem, bei dem der alle vier Jahre eingeschobene Schalttag am 29. Februar im Mittel alle 133,33 Jahre ausfällt, fällt er beim Mädler Kalender alle 128 Jahre aus.
  4. Damit beträgt die Differenz zur Länge des tropischen Jahrs mit 365,24219052 Tagen beim Mädler Kalender nur −0,26 Sekunden, während es beim gregorianischen Kalender, der ein durchschnittliches Jahr zu 365,2425 Tagen hat, +27 Sekunden sind.
  5. Somit muss bei Mädlers Vorschlag nur rund alle 3280 Jahre ein Schalttag ausgelassen werden, um mit dem tatsächlichen Jahreslauf synchron zu sein.
  6. Die Kalenderreformkommission der Russischen Astronomischen Gesellschaft schlug 1899 dem Zaren die Kalenderregel Johann Heinrich Mädlers zur Einführung vor, um den im Zarenreich noch gültigen julianischen Kalender zu ersetzen. Dazu kam es jedoch nicht mehr. Lenin führte dann nach der Oktoberrevolution in Russland den Gregorianischen Kalender ein.
  7. Mädler plante die Einführung seines Kalendersystems für das Jahr 1900, in dem die auf 12 Tage angewachsene Differenz zwischen dem julianischen Kalender und dem tropischen Jahr ausgleichen worden wäre.
  8. 1901 hätte dann mit einem 128-Jahre-Ausnahmezyklus begonnen, womit der Mädlersche Kalender bis 2027 mit dem unserem Gregorianischen Kalender übereingestimmt hätte.
  9. Die erste Differenz wäre dann im Jahr 2028 auftreten,  in dem es nach Mädler den 29. Februar erstmals nicht geben sollte, während diese Ausnahme im gregorianischen Kalender erst im Jahr 2100 eintritt.
  10. Der Mädler Kalender gilt als eines der exaktesten Kalendersysteme der Welt, ist aber leider dennoch in Vergessenheit geraten.

10 Fakten über alkoholfreies Bier

  1. Als “Alkoholfrei” dürfen Biere bezeichnet werden, die nicht mehr als 0,5% Alkohol enthalten. Gesetzlich geregelt ist dies interessanterweise nicht, ergibt sich aber aus der aus § 47 Weinverordnung hergeleiteten allgemeinen Verkehrsauffassung, nach der alkoholfreier Wein maximal 0,5% Alkohol enthalten darf. Nach EU Recht ist die Angabe des Alkoholgehalts bei Lebensmitteln ohnehin erst ab 1,2% erforderlich.
  2. Die meisten alkoholfreien Biere enthalten um die 0,4% Alkohol. Auf dem Etikett ist aber von wenigen Ausnahmen abgesehen meist nur “<0,5% Alkohol” angegeben.
  3. Der geringe Alkoholanteil ist jedoch unproblematisch. Viele Lebensmittel enthalten ebenfalls geringe Mengen Alkohol, z.B. Obstsäfte, Bananen, Sauerkraut, Kefir und sogar Brot. Für Autofahrer und Schwangere ist also das ein oder andere Alkoholfreie Bier unproblematisch und für Schwangere sogar gelegentlich empfehlenswert, da alkoholfreie Hefeweizen wertvolle B-Vitamine enthalten. Bei stillenden Müttern kann alkoholfreies Hefeweizen die Milchproduktion anregen.
  4. Wer wirklich ganz auf Alkohol verzichten will, kann auf einige wenige Biere, z.B. Bitburger 0,0, zurückgreifen, die tatsächlich gar keinen Alkohol enthalten. Diese dürfen dann auch als “ohne Alkohol” bezeichnet und beworben werden.
  5. Kinder und trockene Alkoholiker sollten jedoch keine alkoholfreien Biere und auch keine ohne Alkohol trinken, da sie der herbe Geschmack (wieder) an Alkohol heranführen kann.
  6. Das erste alkoholfreie Bier in der Bundesrepublik war das “Sanwald Pro”, das 1972 von der Sanwalder Brauerei auf den Markt gebracht wurde. Die Brauerei wurde 1977 von Dinkelacker übernommen und ist vollständig in dieser aufgegangen. Der Name lebt aber in den Weizenbieren von Dinkelacker weiter. Auch 1972 kam in der DDR das “AUBI” (Autofahrerbier) auf den Markt, das nur 0,3% Alkohol hatte und dort als “alkoholarm” bezeichnet wurde.
  7. Es gibt im wesentlichen zwei Verfahren, um alkoholfreies Bier herzustellen. Bei der einen Methode wird die Gärung gestoppt, sobald der gewünschte Alkoholgehalt von weniger als 0,5% erreicht wird; diese Biere zeichnen sich im Regelfall durch eine gewisse Süße aus. Im anderen Fall wird das Bier zunächst normal gebraut und dann der Alkohol entzogen; diese Biere sind meist herber und enthalten kaum oder gar keinen Zucker. Wenige Brauereien setzen beim Gärprozess auch spezielle Hefen ein, die den Zucker nicht in Alkohol umwandeln können. Das ist z.B. beim Kehrwieder Ü.NN der Fall.
  8. Inzwischen stellen über 200 Brauereien alkoholfreie Biere her. 2015 wurden 5,2 Millionen Hektoliter alkoholfreies Bier gebraut, was einem Marktanteile von ca. 5,6% entspricht. Am beliebtesten sind alkoholfreie Hefeweizen und Pils.
  9. Auf alkoholfreiem Bier müssen die Nährwertangaben ausgezeichnet werden; so kann man schnell erkennen, wie hoch z.B. der Zuckergehalt ist und sich so bewusst für ein möglichst gesundes Getränk entscheiden. Besonders bei Hefeweizen wird auch oft der Gehalt an bestimmten Vitaminen angegeben. Dies ist zulässig, wenn
  10. Eine Liste mit alkoholfreien Bieren und entsprechenden Verkostungsnotizen finden Sie hier.

10 Fakten über Paul Allen

  1. Paul Gardner Allen wurde am 21. Januar 1953 in Seattle (Washington, USA) geboren.
  2. Er besuchte die Lakeside School in Seattle und lernte dort den zwei Jahre jüngeren Bill Gates kennen. Gemeinsam schlichen sie sich regelmäßig in den Computerraum, um den einzigen Minicomputer der Schule zu nutzen. Sie wurden erwischt, vereinbarten aber mit dem Direktor, dass sie den Computer weiter nutzen durften, wenn sie anderen Schülern bei Computerproblemen halfen.
  3. Nach der Schule begann er ein Studium an der Washington State University, das er aber nach zwei Jahren beendete, um zu programmieren und mit Bill Gates eine Firma zu gründen, die Software für Verkehrszählungen entwickelte. Danach begann er im Jahr 1973 als Programmierer bei Honneywell.
  4. 1975 begann er zusammen mit Bill Gates einen BASIC Interpreter zu schreiben. Seine Idee war es, die gemeinsame Firma zur Vermarktung desselben Micro-Soft zu nennen. Zudem war er die treibende Kraft dahinter, dass Microsoft 1980 “QDOS” kaufte und  dieses als “MS-DOS” an IBM lizensierte.
  5. 1983 wurde bei Allen ein Hodgkin Lymphom diagnostiziert, weswegen er aus dem aktiven Dienst bei Microsoft ausschied. Bis 2000 war er aber Mitglied des Aufsichtsrats. Auch danach bereit er das von ihm gegründete Unternehmen weiter.
  6. Durch seine Microsoft Aktien zählte Allen zu den reichsten Menschen der Welt. Er investierte in über 140 Unternehmen, vornehmlich aus dem IT Bereich, aber auch anderer Branchen.. Er war nie verheiratet und hatte keine Kinder.
  7. Eine seiner besonderen Leidenschaften war die Raumfahrt. So war er der Investor hinter dem SpaceShip One, mit dem der erste privat finanzierte suborbitale Raumflug gelang,  womit es den Ansari X-Prize gewann. Auch das SETI Projekt zur Suche nach außerirdischem Leben wurde von Allen stark gefördert.
  8. Auch sonst engagierte sich der Microsoft Mitgründer stark philanthropisch. So schloss er sich “The Giving Pledge” von Bill Gates und Warren Buffett an und versprach damit, mehr als die Hälfte seines Vermögens zu spenden.
  9. Zu seinen Hobbies zählten Yachten: seine Octopus gehörte mit 126,20 m Länge, einem eigenen U-Boot und mehreren Beibooten zu den zehn größten Yachten der Welt. Zudem investierte er in Sportvereine und kaufte die Portland Trail Blazers (Basketball) und die Seattle Seahawks (American Football).
  10. Am 15. Oktober 2018 verstarb er an den Folgen einer Non-Hodgkin-Lymphom-Erkrankung.

Bild: By Miles HarrisOwn work, CC BY-SA 3.0, Link

10 Fakten über Stephen Hawking

  1. Stephen William Hawking wurde am 8. Januar 1942 in Oxford geboren. Sein Vater war der Tropenmediziners Frank Hawking, seine Mutter die Wirtschaftswissenschaftlerin Isobel Hawking.
  2. Noch vor dem Schulabschluss an der renommierten St. Albans School in London nahm er probeweise an einer Aufnahmeprüfung für die Universität Oxford teil, die er mit Auszeichnung bestand und die ihm dann ein Stipendium gewährte.
  3. Seinen Bachelor Abschluss in Oxford legte er 1962 ab und wechselte zur Trinity Hall in Cambridge, wo er 1966 in Astronomie und Kosmologie promovierte.
  4. 1963 wurde bei Hawking die Krankheit ALS diagnostiziert, die ihn ab 1968 an den Rollstuhl fesselte. 1985 verlor er die Fähigkeit zu sprechen und war auf seitdem auf einen Sprachcomputer angewiesen.
  5. Von 1979 bis 2009 war er der Inhaber des Lucasischen Lehrstuhls für Mathematik an der Universität Cambridge, den schon Isaac Newton besetzte.
  6. Während seiner wissenschaftlichen Laufbahn lieferte er bedeutende Arbeiten zur Kosmologie, Allgemeinen Relativitätstheorie und der Physik der Schwarzen Löcher.
  7. Daneben wurde er der Öffentlichkeit durch populärwissenschaftliche Veröffentlichungen wie “Eine kurze Geschichte der Zeit” und zahlreiche teils provokante Zitate bekannt.
  8. Auch sonst suchte er die Öffentlichkeit: So spielte er sich in der Folge “Angriff der Borg – Teil 1” bei “Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert”. Auch bei den Simpsons, Futurama, Cosmo und Wanda, Dilbert, The Big Bang Theory sowie bei der Show Monty Python Live hatte er Gastauftritte bzw. wurde in diesen dargestellt.
  9. In den Hyperion Büchern von Dan Simmons werden Raumschiffe mit einem Hawking-Antrieb auf Überlichtgeschwindigkeit beschleunigt und eines der Schiffe trägt den Namen “HS Stephen Hawking”. In der Episode “Odan, der Sonderbotschafter” trägt eine Transportfähre der Enterprise den Namen Hawking.
  10. Am 14. März 2018 verstarb Hawking in Cambridge.

Bild: CC2.0 Lizenz, LWP Kommunicacio (Flickr)

10 Fakten über die Friedrich-Ebert-Brücke in Bonn

  1. Die Friedrich-Ebert-Brücke ist die nördlichste der drei Rheinbrücken in Bonn und wird daher auch als Nordbrücke bezeichnet.
  2. Die Brücke wurde am 28. Juni 1967 für den Verkehr freigegeben; Beginn der Bauarbeiten war 1964.
  3. Inklusive der Vorlandteile ist die Brücke 1.290m lang und ist damit die längste der Bonner Rheinbrücken. Sie befindet sich bei Rheinkilometer 657,145.
  4. Sie ist die erste im Vielseilsystem erbaute Schrägseilbrücke.
  5. Über die Brücke führt die Bundesautobahn 565. Daneben hat sie Fahrrad- und Fußwege.
  6. Namensgeber der Brücke ist Friedrich Ebert, der der erste Reichspräsident der Weimarer Republik war.
  7. Eine erste umfassende Sanierung der Brücke fand zwischen 1994 und 1996 statt. Dabei wurden insbesondere die Pylone, Schrägseile und Versteifungsträger erneuert.
  8. Am 12. Juni 1998 wurden durch starken Wind die Schrägseile der Brücke in Schwingung versetzt, wodurch sie zu vibrieren begann. Daraufhin wurde die Brücke für mehrere Stunden gesperrt, bis die Schwingungen durch Kanthölzer zwischen den Seilen gestoppt werden konnte. Um diese Situation zukünftig zu verhindern, wurden später Schwingungsdämpfer verbaut.
  9. Eine große Sanierung der Brücke ist ab 2018 geplant. Schon jetzt dürfen genehmigungspflichtige Schwertransporte die Brücke nicht mehr überqueren.
  10. Wie die anderen großen Bonner Brücken ist die Friedrich-Ebert-Brücke auf twitter vertreten. Sie heißt dort @FE_Bruecke.

Von Jan Arne PetersenEigenes Werk, CC BY-SA 2.5, Link