Weitere Infos rund um den 3. Oktober

Hier finden Sie in kürze alle Beiträge mit Fakten, Infos und Wissenswertem rund um den 3. Oktober hier im Blog.

Der 3. Oktober ist der 276. Tag des Jahres in Normaljahren und der 277. Tag des Jahres in Schaltjahren.

Das wichtigste, was Sie historisch und sonst zu diesem Tag wissen müssen, finden Sie bei den 10 Fakten zum Tage.

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Was ist das deutsche Nationalgericht?

Viele Länder haben so etwas wie ein Nationalgericht, doch welches ist das in Deutschland?

Diese Frage habe ich in einer Umfrage auf twitter gestellt, die immerhin über 300 Teilnehmer mitgemacht haben. Zur Abstimmung stellte ich „Eisbein mit Sauerkraut“, „Schnitzel mit Pommes“, „Döner“ sowie die Möglichkeit, einen eigenen Vorschlag zu machen.

Die meisten Stimmen konnte „Schnitzel mit Pommes“ für sich verbuchen, gefolgt von „Döner“ und „Eisbein mit Sauerkraut“. Bei den individuellen Vorschlägen wurden u.a.

  • Currywurst (mehrfach)
  • Brot, insbesondere Roggenbrot (mehrfach)
  • Wurst (mehrfach)
  • Bier (mehrfach)
  • Spargel, Kartoffeln, Schnitzel
  • Grünkohl
  • Weißwürste mit Brezeln und süßem Senf
  • Grie Soß mit Kartoffeln und Ei und vorneweg ein lecker Handkäse mit Musik.Und dazu ein klaane Bembel Sauergespritzter…
  • Sauerbraten
  • Schweinebraten
  • Pizza

genannt.

Nun sind einige der genannten Gerichte typisch für regionale Küchen: Weißwürste in Bayern, Grünkohl im Norden, Sauerbraten im Rheinland oder die Grüne Soße in Hessen. Und so machten auch einige darauf aufmerksam, dass die Deutsche Küche doch eher regional geprägt sei.

Doch was ist ein Nationalgericht. Wikipedia schreibt:

Als Nationalgericht werden Speisen bezeichnet, die als typischer Bestandteil einer Nationalküche gelten. Mit dem Begriff ist im Allgemeinen die Vorstellung verbunden, es handele sich um traditionell überlieferte Gerichte, die im betreffenden Land von der Mehrheit der Bevölkerung gegessen werden.

Die regionalen Gerichte fallen damit weg – sie werden nicht von der Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland gegessen.

Viele Gerichte, die von der Mehrheit der Bevölkerung gegessen werden, sind andererseits kein Bestandteil der deutschen Nationalküche, zumindest noch nicht. Das gilt z.B. für Döner, Pizza und streng genommen sogar für Wiener Schnitzel.

Was traditionell tatsächlich überall in Deutschland gegessen wird, ist Sauerkraut. Nicht umsonst werden wir im Ausland als „Krauts“ bezeichnet und „Sauerkraut“ wurde in die englische Sprache übernommen. Und schon Heinrich Heine schrieb in Deutschland ein Wintermärchen:

Der Tisch war gedeckt, hier fand ich ganz die altgermanische Küche, sei mir gegrüßt mein Sauerkraut, holdselig sein deine Gerüche…

Und was passt dazu? Das Eisbein ist überall in Deutschland verbreitet, worauf auch die vielen regionalen Bezeichnungen wie Hachse, Haxe, Haxn, Schweinshaxe, Knöchla, Hechse, Hämmchen, Bötel, Haspel, Stelze, Schweinshaxn, Knöchla und Adlerhaxe hinweisen. Ein zweiter Kandidat ist die Bratwurst, die es in ganz Deutschland verbreitet ist. Da passt ja, dass beides oft zusammen auf sog. Schlachtplatten serviert wird.

Wem das zu traditionell ist, der kann zur Currywurst greifen, die inzwischen auch in ganz Deutschland verbreitet ist – auch wenn die Schwerpunkte in Berlin, Hannover und dem Ruhrgebiet liegen.

Und wem all das nicht schmeckt, der kann bei den vielen regionalen oder hier angekommen internationalen Spezialitäten zulangen.

10 Fakten zum Tag der Deutschen Einheit

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  1. Der Tag der Deutschen wird jedes Jahr am 3. Oktober begangen und erinnert daran, dass an diesem Tag im Jahr 1990 durch den Beitritt der Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen zum Geltungsbereich des Grundgesetzes „in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands vollendet“ wurde.
  2. Es ist der Nationalfeiertag Deutschlands und löste in den alten Bundesländern den 17. Juni (Erinnerung an den Volksaufstand in der „DDR“) und in den neuen Ländern den 7. Oktober, den Jahrestag der Staatsgründung der DDR im Jahre 1949, ab.
  3. Festgelegt wurde er durch Artikel 2 Absatz 2 des Einigungsvertrages vom 31. August 1990 (Bundesgesetzblatt 1990 Teil II Seite 885, 1110). Es ist der einzige bundesrechtlich geregelte Feiertag in Deutschland.
  4. Der 3. Oktober wurde von der Volkskammer der DDR aus rein praktischen Notwendigkeiten gewählt. Zum einen war geplant, die erste gesamtdeutsche Bundestagswahl am 2. Dezember 1990 stattfinden zu lassen; um die Wähler rechtzeitig entsprechend den Bedingungen des Wahlrechts informieren zu können, war ein Beitritt vor Kalenderwoche 40 notwendig. Zum anderen sollte am 2. Oktober die KSZE Konferenz stattfinden, bei der über das Ergebnis der Zwei-plus-Vier-Verhandlungen informiert werden sollte. Der Termin der Wiedervereinigung musste danach liegen.
  5. Über den Termin wurde in einer am 22. August 1990 um 21h beginnenden Sondersitzung der Volkskammer hitzig diskutiert. Am 23. August um genau 2:30 erklärte die damalige Volkskammerpräsidentin Sabine Bergmann-Pohl:
    Die Volkskammer erklärt den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes mit der Wirkung vom 3. Oktober 1990. Das liegt Ihnen in der Drucksache Nr. 201 vor. Abgegeben wurden 363 Stimmen. Davon ist keine ungültige Stimme abgegeben worden. Mit Ja haben 294 Abgeordnete gestimmt. Mit Nein haben 62 Abgeordnete gestimmt, und sieben Abgeordnete haben sich der Stimme enthalten. Meine Damen und Herren, ich glaube, das ist ein wirklich historisches Ereignis. Wir haben uns die Entscheidung alle sicher nicht leichtgemacht, aber wir haben sie heute in Verantwortung vor den Bürgern der DDR in der Folge ihres Wählerwillens getroffen. Ich danke allen, die dieses Ergebnis im Konsens über Parteigrenzen hinweg ermöglicht haben.
  6. Dem umfangreichen Einigungsvertrag, der die Details des Beitritts regelte, wurde erst am 20. September 1990 von Bundestag und Volkskammer beschlossen und am Tag darauf vom Bundesrat ratifiziert.
  7. Die zentrale Einheitsfeier fand 1990 vor dem Reichstagsgebäude statt. Um 0h wurde die Bundesflagge gehisst, das Läuten der Freiheitsglocke aus dem Schöneberger Rathaus übertragen und Bundespräsident Richard von Weizsäcker erklärte:
    Die Einheit Deutschlands ist vollendet. Wir sind uns unserer Verantwortung vor Gott und den Menschen bewusst. Wir wollen in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt dienen.
    Danach Feuerwerk und Nationalhymne.
  8. Im Jahr 2004 wurden Überlegungen der Bundesregierung unter Gerhard Schröder öffentlich, dass der Feiertag immer auf einen Sonntag fallen sollte. Nachdem das öffentliche Echo verheerend war und sich auch der damalige Bundespräsident Horst Köhler kritisch äußerte, waren die Pläne vom Tisch.
  9. An den Feiertag erinnern auch die „Brücke der Deutschen Einheit in Würzburg“, die „Brücke der Deutschen Einheit“ über die Saale, die Dauerausstellung „Einheit in Freiheit“ in Halle (Saale), das „Nationaldenkmal Skulpturenpark Deutsche Einheit“ am ehemaligen Grenzübergang Eußenhausen–Meiningen zwischen Bayern und Thüringen, Sondermarken und auch die Ausstellung im Haus der Geschichte in Bonn.
  10. Die zentralen Feiern zum Tag der Deutschen Einheit finden immer in dem Bundesland statt, das gerade den Vorsitz im Bundesrat innehat. Es ist Tradition, dass sich bei diesen Festen Bund und alle Länder präsentieren.

Hier haben wir mehr Infos rund um den 3. Oktober.

10 Fakten zum 3. Oktober

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  1. Heute ist Tag der Deutschen Einheit. Im Jahr 1990 wurde der Beitritt der Länder der DDR zur Bundesrepublik Deutschland gültig. Der 3. Oktober wird neuer Nationalfeiertag. Mehr Fakten dazu gibt es hier.
    Südkorea feiert heute Gaecheonjeol, den legendären Gründungstag Koreas durch König Dangun am 3. Oktober 2333 v. Chr.
    Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat den heutigen Tag zum Tag der offenen Moschee erklärt. Im ganzen Land können heute Moscheen besichtigt werden.
    Ewald hat heute Namenstag.
  2. 1789 US-Präsident George Washington propagiert den ersten Thanksgiving Day und 1863 wird Thanksgiving von US-Präsident Abraham Lincoln als nationaler Feiertag der USA auf den vierten Donnerstag im November festgelegt.
  3. Eine von Peenemünde aus gestartete A4-/V2-Rakete erreicht 1942 eine Höhe von 84,5 Kilometern und gilt damit als das erste von Menschenhand gebaute Gerät, welches in den Weltraum vorgestoßen ist.
  4. Im Werdauer Oberschülerprozess verhängt das Landgericht Zwickau 1951 langjährige Haftstrafen gegen 19 Schüler, die in der DDR in Flugblättern zum Widerstand gegen das SED-Regime aufgerufen haben.
  5. Großbritannien zündet seine erste Atombombe 1952 vor der Küste Australiens.
  6. Willy Brandt wird 1957 Bürgermeister von Berlin.
  7. Der Berliner Fernsehturm wird 1969 eröffnet. Er ist heute eines der Wahrzeichen der Stadt.
  8. Die Wahlen zum 8. Deutschen Bundestag finden 1976 statt. Es erzielen bei einer Wahlbeteiligung von 90,7%:
    CDU/CSU: 48,6%
    SPD: 42,6%
    FDP: 7,9%
    Sonstige: 0,9%
    Auch wenn die SPD nicht mehr stärkste Fraktion ist, kann die sozialliberale Koalition fortgesetzt werden.
  9. Johann Heinrich Tischbein der Ältere kommt 1722 auf die Welt.
  10. Carl von Ossietzky wird 1889 geboren.

Hier sind mehr Infos rund um den 3. Oktober.

Kurzkritik: Die Mauer steht am Rhein

Die DDR ist dem Geltungsbereich des Grundgesetzes beigetreten – so ist es geschehen und alles andere ist eigentlich unvorstellbar, oder?

Christian von Ditfurth zeichnet in seinem Buch „Die Mauer steht am Rhein“ eine andere Variante: In der Sowjetunion haben sich statt Gorbatschow stalinistische Hardliner durchgesetzt. Mit viel Säbelrasseln erreichen diese, dass Westdeutschland an die DDR angegliedert wird. Die „Demokratische Republik Deutschland“ entsteht. Ein bei näherer Betrachtung ein gar nicht so abstruser Gedanke, denkt man an die tatsächliche Situation in der UdSSR der späten 1980er Jahre.

Aus der Sicht eines ins schweizerische Exil emigrierten Journalisten erleben wir die Entwicklung des neuen deutschen Staates, der immer sozialistischer wird.

Auf die Handlung will ich – wie bei meinen Kurzkritiken üblich – gar nicht so sehr eingehen. Diese ist letztlich auch nicht so wichtig. Im Vordergrund stehen bei diesem Roman die politische Entwicklung der DRD. Dementsprechend bleiben die Charaktere auch eher schwach und sind nur Mittel zum Zweck.

Leser, die mit den Vorgängen in der Zeit der Wiedervereinigung und den damaligen politischen Köpfen nicht so vertraut sind, werden sich teilweise etwas schwer tun. So fliehen Helmut Kohl, Heiner Geißler, Joschka Fischer und Oskar Lafontaine aus dem neusozialistischen Deutschland, Otto Graf Lambsdorff wird der Prozess gemacht und Heide Wieczorek-Zeul, Karsten D. Voigt oder auch Peter Boenisch bekleiden unter von Egon Krenz Spitzenpositionen…

Auch wenn man durchaus hinterfragen kann, ob sich die Dinge in der Tat so schnell so radikal entwickelt hätten, ist es interessante Lektüre für politisch interessierte Menschen, die die Wiedervereinigung selbst erlebt haben.

Und da der 3. Oktober der Tag der deutschen Einheit ist, ist das Buch auch die Leseempfehlung für diesen Tag.

Der Roman ist als Taschenbuch (256 Seiten) und für den Amazon Kindle verfügbar.

Verlag: KiWi-Taschenbuch (20. Februar 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3462040936
ISBN-13: 978-3462040937

Die obige Illustration wurde mit der Midjourney AI erstellt.