Midterms 2026: Ergebnisse in North Carolina – Cooper gewinnt, drei Kongressrennen offen

Abstrakte Wahlillustration mit Blue-Ridge-Bergen, Stadtsilhouette, Atlantikküste und Wahlurne.

Roy Cooper gewinnt die Senatswahl in North Carolina deutlich. Auch Supreme-Court-Richterin Anita Earls erzielt ein starkes demokratisches Ergebnis. Bei den Kongresswahlen ist das Bild dagegen stellenweise äußerst knapp: NC-03, NC-05 und NC-07 bleiben offen. Alle drei landesweiten Verfassungsänderungen erreichen Ja-Mehrheiten.

Stand: 4. November 2026, 17.59 Uhr MEZ. Vorläufige Ergebnisse der Hauptwahl vom 3. November: Alle 2.626 Wahlbezirke in allen 100 Countys sind gemeldet. Letzter County-Upload: 12.33 Uhr MEZ; letzte County-Übermittlung: 12.35 Uhr MEZ. Vollständige Bezirksmeldungen bedeuten noch keine vollständige Prüfung aller Stimmen. Die Ergebnisse sind nicht zertifiziert.

Cooper gewinnt die Senatswahl klar

Nach den amtlichen vorläufigen Ergebnissen erreicht Roy Cooper für die Demokraten 2.467.963 Stimmen und 58,72 Prozent. Der Republikaner Michael Whatley kommt auf 1.643.088 Stimmen und 39,09 Prozent. Coopers Vorsprung beträgt 824.875 Stimmen beziehungsweise 19,63 Prozentpunkte.

Shannon W. Bray von der Libertarian Party erhält 55.726 Stimmen und 1,33 Prozent, Michael Dublin von der Green Party 36.404 Stimmen und 0,87 Prozent.

Der frühere Gouverneur bestätigt damit seine im Wahlvorbericht beschriebene Favoritenrolle. Sein Ergebnis ist ein deutlicher Erfolg. Die ähnlich hohe Zustimmung für Anita Earls bei der Richterwahl spricht zugleich für einen starken demokratischen Wahltag über Coopers persönliche Kandidatur hinaus.

Drei Kongressrennen bleiben offen

  • NC-03 – offen: Greg Murphy (R) liegt mit 117.583 Stimmen vor Raymond Smith (D) mit 117.350. Vorsprung: 233 Stimmen. Daniel Cavender (L) erhält 2.971 Stimmen.
  • NC-05 – offen: Chuck Hubbard (D) führt mit 139.034 Stimmen vor Virginia Foxx (R) mit 138.935. Vorsprung: 99 Stimmen. Robert B. Luffman (L) erreicht 7.529 Stimmen.
  • NC-07 – offen: David Rouzer (R) steht bei 159.985 Stimmen, Kimberly Hardy (D) bei 157.560. Vorsprung: 2.425 Stimmen. Maad Abu-Ghazalah (L) erhält 3.135 Stimmen.

Alle drei Abstände liegen unter einem Prozent der jeweiligen gültigen Stimmen. Nach den Regeln der Wahlbehörde kann bei nicht landesweiten Wahlen nach der County-Ergebnisfeststellung eine Nachzählung verlangt werden, wenn der Rückstand dann höchstens ein Prozent beträgt. Eine Nachzählung ist damit noch nicht automatisch angeordnet. Wir zählen diese drei Sitze vorerst keiner Partei als gewonnen zu.

Alle 14 Kongresswahlkreise im Überblick

Für die übrigen elf Rennen ergibt sich nach dem vorläufigen Stand eine Bilanz von neun demokratischen und zwei republikanischen Siegen. Hinzu kommen die drei offenen Rennen. D = Demokraten, R = Republikaner, L = Libertarian Party, G = Green Party.

Wahlkreis Vorne Weitere Kandidaten Status
NC-01 Don Davis (D): 156.564 Stimmen (50,07 Prozent) Laurie Buckhout (R): 146.259 Stimmen (46,77 Prozent)
Tom Bailey (L): 9.880 Stimmen (3,16 Prozent)
Vorläufiger Sieg
NC-02 Deborah K. Ross (D): 245.402 Stimmen (75,06 Prozent) Eugene F. Douglass (R): 76.763 Stimmen (23,48 Prozent)
Matthew Laszacs (L): 4.267 Stimmen (1,31 Prozent)
Write-In (Miscellaneous): 530 Stimmen (0,16 Prozent)
Vorläufiger Sieg
NC-03 Greg Murphy (R): 117.583 Stimmen (49,42 Prozent) Raymond Smith (D): 117.350 Stimmen (49,33 Prozent)
Daniel Cavender (L): 2.971 Stimmen (1,25 Prozent)
Offen
NC-04 Valerie P. Foushee (D): 283.255 Stimmen (79,12 Prozent) Mahesh (Max) Ganorkar (R): 67.799 Stimmen (18,94 Prozent)
Guy Meilleur (L): 6.961 Stimmen (1,94 Prozent)
Vorläufiger Sieg
NC-05 Chuck Hubbard (D): 139.034 Stimmen (48,70 Prozent) Virginia Foxx (R): 138.935 Stimmen (48,66 Prozent)
Robert B. Luffman (L): 7.529 Stimmen (2,64 Prozent)
Offen
NC-06 Cyril Jefferson (D): 140.001 Stimmen (51,14 Prozent) Addison McDowell (R): 133.737 Stimmen (48,86 Prozent) Vorläufiger Sieg
NC-07 David Rouzer (R): 159.985 Stimmen (49,89 Prozent) Kimberly Hardy (D): 157.560 Stimmen (49,13 Prozent)
Maad Abu-Ghazalah (L): 3.135 Stimmen (0,98 Prozent)
Offen
NC-08 Mark Harris (R): 147.094 Stimmen (50,39 Prozent) Colby Watson (D): 141.915 Stimmen (48,62 Prozent)
Bo Whitehead (G): 2.890 Stimmen (0,99 Prozent)
Vorläufiger Sieg
NC-09 Richard N. Ojeda II (D): 138.707 Stimmen (51,11 Prozent) Richard Hudson (R): 132.692 Stimmen (48,89 Prozent) Vorläufiger Sieg
NC-10 Pat Harrigan (R): 146.166 Stimmen (49,72 Prozent) Ashley Bell (D): 143.137 Stimmen (48,69 Prozent)
Steven Feldman (L): 4.673 Stimmen (1,59 Prozent)
Vorläufiger Sieg
NC-11 Jamie Ager (D): 195.637 Stimmen (57,14 Prozent) Jennifer Capps Balkcom (R): 141.427 Stimmen (41,30 Prozent)
Travis Groo (L): 5.345 Stimmen (1,56 Prozent)
Vorläufiger Sieg
NC-12 Alma S. Adams (D): 219.672 Stimmen (81,20 Prozent) Jack Codiga (R): 50.864 Stimmen (18,80 Prozent) Vorläufiger Sieg
NC-13 Paul Barringer (D): 159.981 Stimmen (50,50 Prozent) Brad Knott (R): 152.329 Stimmen (48,09 Prozent)
Steven Swinton (L): 4.479 Stimmen (1,41 Prozent)
Vorläufiger Sieg
NC-14 Lakesha Womack (D): 147.388 Stimmen (51,11 Prozent) Tim Moore (R): 140.973 Stimmen (48,89 Prozent) Vorläufiger Sieg

In den beiden im Vorbericht besonders betrachteten Wahlkreisen setzen sich die Demokraten durch: Don Davis gewinnt NC-01 mit 50,07 Prozent, Jamie Ager NC-11 mit 57,14 Prozent. Auch Cyril Jefferson in NC-06, Richard Ojeda in NC-09, Paul Barringer in NC-13 und Lakesha Womack in NC-14 liegen vor ihren republikanischen Gegnern.

Wie unterschiedlich diese Wahl ausfällt, zeigt schon der Vergleich zwischen Coopers landesweitem Vorsprung und den hauchdünnen Abständen in NC-03 und NC-05. Die Stimmen der kleineren Parteien sind dort zahlenmäßig größer als der Abstand zwischen den beiden Erstplatzierten. Wie diese Wähler ohne ihren jeweiligen Kandidaten abgestimmt hätten, lässt sich daraus nicht ableiten.

Earls und die demokratischen Berufungsrichter gewinnen

Anita Earls gewinnt das Supreme-Court-Rennen mit 2.456.843 Stimmen und 58,86 Prozent. Sarah Stevens (R) erhält 1.717.025 Stimmen und 41,14 Prozent. Earls liegt damit fast gleichauf mit Cooper.

Auch die drei Sitze am Court of Appeals gehen nach dem vorläufigen Stand an die Demokraten: John S. Arrowood mit 56,77 Prozent, Tobias „Toby“ Hampson mit 56,79 Prozent und Christine Marie Walczyk mit 57,12 Prozent.

Staatsparlament: Mehrere enge Rennen

Im Staatssenat liegen die Republikaner in 26 und die Demokraten in 24 Bezirken vorn. Bezirk 24 bleibt offen: Danny Earl Britt Jr. (R) führt vor Catina Hamm (D) nur mit 268 Stimmen. Deshalb ist auch die republikanische Mehrheit noch nicht abschließend gesichert.

Im staatlichen Repräsentantenhaus verteilen sich die Führungen auf 71 Demokraten, 48 Republikaner und eine Unabhängige. Fünf demokratische Vorsprünge sind besonders knapp: Bezirk 9 mit 175 Stimmen, Bezirk 20 mit 101, Bezirk 62 mit 233, Bezirk 63 mit 236 und Bezirk 93 mit 228 Stimmen. Diese fünf Rennen bleiben hier ebenfalls offen. Selbst ohne sie liegen die Demokraten in 66 der 120 Bezirke vorn.

Die unabhängige April Montgomery führt in Bezirk 51 mit 13.919 Stimmen und 50,70 Prozent vor Charles M. Taylor (R) mit 13.537 Stimmen und 49,30 Prozent. Auch ihr Vorsprung von 382 Stimmen verdient angesichts der noch ausstehenden Prüfungen besondere Aufmerksamkeit.

Drei Ja-Mehrheiten bei den Verfassungsfragen

Alle drei Vorlagen erreichen klare Mehrheiten. Die amtlichen Abstimmungstexte betreffen die Ausweispflicht bei allen Wahlformen sowie Grenzen für Einkommen- und kommunale Grundsteuern:

  • Lichtbildausweis bei allen Wahlformen: 2.463.276 Ja- gegen 1.669.764 Nein-Stimmen; 59,60 Prozent Zustimmung.
  • Einkommensteuer-Obergrenze von 3,5 Prozent: 2.559.732 Ja- gegen 1.574.188 Nein-Stimmen; 61,92 Prozent Zustimmung.
  • Begrenzung kommunaler Grundsteuersteigerungen: 2.492.761 Ja- gegen 1.632.700 Nein-Stimmen; 60,42 Prozent Zustimmung.

Hier liegt eine interessante Spannung dieses Wahltags: Die Demokraten schneiden bei den landesweiten Kandidatenwahlen stark ab, während zugleich Steuerbegrenzungen und die ausgeweitete Ausweisanforderung deutliche Mehrheiten erhalten. Kandidaten und Sachfragen werden also mit unterschiedlichen Mehrheiten entschieden. Welche Bevölkerungsgruppen dabei wie gewählt haben, geben diese Ergebnisdaten nicht her.

Was noch aussteht

Zu berücksichtigen sind noch berechtigte vorläufige Stimmzettel, Briefwahlunterlagen nach Behebung bestimmter Mängel sowie zulässige Militär- und Auslandsbriefwahlstimmen. Die Wahlbehörde sieht die County-Ergebnisfeststellung für den 13. November und die landesweite Bestätigung für den 24. November vor. Eine belastbare Gesamtzahl noch zu zählender Stimmen liegt dieser Darstellung nicht zugrunde.

Mehr zum Bundesstaat: 10 Fakten über North Carolina.

Alle bisherigen Berichte: Ergebnisse der Midterms 2026.

Quellen und Berechnung: North Carolina State Board of Elections: Ergebnisportal, amtliche County-Meldestände und amtliche Ergebnisdaten. Kandidatenanteile beziehen sich auf die gültigen Stimmen des jeweiligen Rennens, Abstimmungsanteile auf Ja- und Nein-Stimmen. Prozentwerte sind gerundet. Die vorläufig registrierten 4.223.102 abgegebenen Stimmzettel bedeuten eine Beteiligung von 53,56 Prozent nach dem aktuellen Behördenstand.


AI-Transparenz: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz recherchiert und verfasst. Auch das Artikelbild wurde mit KI erstellt. Die verwendeten Quellen sind im Text verlinkt; der Stand der Informationen ist oben angegeben.

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