Adam Hamilton liegt nach dem vollständig gemeldeten vorläufigen Stand der Senatswahl in Kansas deutlich vor Roger Marshall. Bei den vier Kongresswahlkreisen bleibt es dagegen bei drei republikanischen und einem demokratischen Mandat. Die Gouverneurswahl und das Rennen um das Amt des Secretary of State bleiben offen. Die Verfassungsänderung zur Wahlberechtigung erreicht eine klare Ja-Mehrheit.
Stand: 4. November 2026, 18.22 Uhr MEZ. Die ausgewertete amtliche Ergebnistabelle ist auf 17.43 Uhr MEZ datiert und meldet 4.168 von 4.168 Wahlbezirken. Sie ist ausdrücklich vorläufig, enthält keine vorläufigen Stimmzettel und keine Write-in-Stimmen. Weitere zulässige Briefwahlstimmen können hinzukommen. Die Zertifizierung steht aus.
Hamilton liegt im Senatsrennen klar vor Marshall
Die Wahlbehörde von Kansas weist für den Demokraten Adam Hamilton 556.414 Stimmen und 50,93 Prozent aus. Amtsinhaber Roger Marshall erreicht für die Republikaner 503.230 Stimmen und 46,06 Prozent. Hamiltons Vorsprung beträgt 53.184 Stimmen. Der Libertäre David C. Graham kommt auf 32.934 Stimmen und 3,01 Prozent.
| Kandidat | Partei | Stimmen | Anteil |
|---|---|---|---|
| Adam Hamilton | Demokraten | 556.414 | 50,93 Prozent |
| Roger Marshall | Republikaner | 503.230 | 46,06 Prozent |
| David C Graham | Libertarian Party | 32.934 | 3,01 Prozent |
Damit zeichnet sich der im Wahlvorbericht diskutierte demokratische Erfolg beim Senatssitz ab. Die politische Bedeutung liegt auch im Vergleich mit den anderen Ämtern: Hamilton führt wesentlich deutlicher als die demokratische Gouverneurskandidatin, während drei der vier House-Wahlkreise republikanisch bleiben. Kansas liefert je nach Rennen sehr unterschiedliche Ergebnisse.
Die Stimmen des Libertären Graham sind kleiner als Hamiltons Vorsprung. Selbst eine rein rechnerische Verschiebung aller bislang ausgewiesenen Graham-Stimmen zu Marshall würde dessen Rückstand also nicht ausgleichen. Das ist ein Größenvergleich, keine Aussage darüber, wie Grahams Wähler ohne seine Kandidatur abgestimmt hätten.
Gouverneurswahl: Holscher führt mit 5.557 Stimmen – offen
Cindy Holscher liegt bei 546.587 Stimmen und 50,26 Prozent, Ty Masterson bei 541.030 Stimmen und 49,74 Prozent. Das sind nur 5.557 Stimmen Unterschied, rund 0,51 Prozentpunkte. Status: offen. Wir erklären Holscher damit noch nicht zur gewählten Gouverneurin.
Die gerundete Behördenanzeige zeigt für beide 50 Prozent. Erst die absoluten Zahlen machen den kleinen Vorsprung sichtbar. Angesichts noch zu berücksichtigender Stimmen ist hier größere Zurückhaltung angebracht als beim deutlich weiter auseinanderliegenden Senatsrennen.
Bei einem Abstand von höchstens einem Prozent der am Wahlabend gezählten Stimmen sieht Kansas eine zusätzliche Stichprobenprüfung enger Rennen vor. Diese Prüfung ist von einer beantragten vollständigen Nachzählung zu unterscheiden.
Auch das Amt des Secretary of State bleibt offen
Der Republikaner Pat Proctor führt mit 522.175 Stimmen und 48,39 Prozent vor der Demokratin Jennifer Day mit 511.419 Stimmen und 47,39 Prozent. Scott E. Morgan von United Kansas erhält 45.571 Stimmen und 4,22 Prozent.
Proctors Vorsprung beträgt 10.756 Stimmen und liegt ungerundet knapp unter einem Prozent der ausgewiesenen Stimmen. Auch dieses Rennen bleibt hier offen. Morgans Ergebnis zeigt zudem, dass eine kleinere Partei bei einem Landesamt sichtbar abschneiden kann. Es lässt sich nicht automatisch einem der beiden großen Lager zurechnen.
Repräsentantenhaus: drei Republikaner, eine Demokratin
Tracey Mann, Derek Schmidt und Ron Estes gewinnen nach dem vorläufigen Stand ihre Wahlkreise für die Republikaner. Sharice Davids hält den dritten Wahlkreis für die Demokraten. D = Demokraten, R = Republikaner, L = Libertarian Party.
| Wahlkreis | Vorläufiger Sieger | Weitere Kandidaten |
|---|---|---|
| KS-01 | Tracey Mann (R): 149.757 Stimmen (59,61 Prozent) | Lauren Reinhold (D): 94.651 Stimmen (37,68 Prozent) Steven Jacob (L): 6.805 Stimmen (2,71 Prozent) |
| KS-02 | Derek Schmidt (R): 125.026 Stimmen (51,41 Prozent) | Don Coover (D): 109.091 Stimmen (44,85 Prozent) John Hauer (L): 9.096 Stimmen (3,74 Prozent) |
| KS-03 | Sharice L. Davids (D): 200.463 Stimmen (59,55 Prozent) | Eric Jenkins (R): 129.248 Stimmen (38,40 Prozent) Steven A Hohe (L): 6.903 Stimmen (2,05 Prozent) |
| KS-04 | Ron Estes (R): 138.445 Stimmen (53,63 Prozent) | Katy Tyndell (D): 113.553 Stimmen (43,99 Prozent) Drew Cranmer (L): 6.128 Stimmen (2,37 Prozent) |
Das im Vorbericht genauer betrachtete KS-02 bleibt damit republikanisch: Schmidt liegt 15.935 Stimmen vor Don Coover. Sharice Davids gewinnt ihren Wahlkreis deutlich; im stärker ländlich geprägten ersten Wahlkreis erzielt Tracey Mann ein ähnlich hohes Ergebnis für die Republikaner. Welche Alters- oder Bevölkerungsgruppen wie gewählt haben, lässt sich aus diesen Wahlkreissummen nicht ablesen.
Weitere Landesämter und die Wahlberechtigungs-Vorlage
Bei der Wahl zum Attorney General führt Chris Mann (D) mit 548.047 Stimmen und 50,52 Prozent vor Kris Kobach (R) mit 536.759 Stimmen und 49,48 Prozent. Auch der Abstand von 11.288 Stimmen ist knapp; das Ergebnis bleibt vorläufig. Beim State Treasurer liegt Steven Johnson (R) mit 51,26 Prozent vorn, beim Insurance Commissioner Daniel Hawkins (R) mit 49,10 Prozent.
Die Verfassungsänderung zur Wahlberechtigung erhält 669.503 Ja- und 381.857 Nein-Stimmen, also 63,68 Prozent Zustimmung. Der amtliche Abstimmungstext formuliert ausdrücklich, dass nur US-Staatsbürger wahlberechtigt sein können. Bereits der bisherige Text nennt die US-Staatsbürgerschaft als Voraussetzung; die Vorlage bedeutet deshalb nicht, dass Nichtstaatsbürger bisher bei Kongresswahlen mitwählen durften.
Bei der Sonderwahl im Staatssenatsbezirk 25 liegt Silas J. Miller (D) mit 12.208 gegen 5.887 Stimmen für Christopher Parisho (R) klar vorn. Eine abschließende Sitzverteilung des gesamten Landesparlaments leiten wir aus den hier ausgewerteten Einzelrennen nicht ab.
Was nach den vollständigen Bezirksmeldungen noch folgt
Die aktuelle Mitteilung des Secretary of State nennt wegen einer gerichtlichen Anordnung eine Nachfrist für zulässige Briefwahlstimmen: Sie müssen spätestens am Wahltag abgestempelt und bis zum 6. November eingegangen sein. Über vorläufige Stimmzettel entscheiden die County-Gremien bei ihren Prüfungen bis zum 16. November. Die staatliche Bestätigung muss bis zum 1. Dezember erfolgen.
Write-in-Stimmen fehlen ebenfalls in der Wahlabendübersicht. Für die im Vorbericht genannten Eintragskandidaturen liegt daher noch kein gesondertes Ergebnis vor. Ein belastbarer Gesamtumfang der noch hinzukommenden Stimmen wird in den ausgewerteten Quellen nicht genannt.
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Quellen und Berechnung: Kansas Secretary of State: vorläufige Ergebnisse, ergänzend die oben verlinkten Behördenhinweise und der Abstimmungstext. Prozentwerte mit zwei Nachkommastellen wurden aus den amtlichen Stimmenzahlen berechnet; das Portal selbst zeigt vielfach nur ganze Prozentwerte. Die Nenner enthalten die in der Tabelle ausgewiesenen Kandidatenstimmen beziehungsweise Ja- und Nein-Stimmen, noch keine nicht gemeldeten Write-ins.
AI-Transparenz: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz recherchiert und verfasst. Auch das Artikelbild wurde mit KI erstellt. Die verwendeten Quellen sind im Text verlinkt; der Stand der Informationen ist oben angegeben.
